{"id":15548,"date":"2021-09-22T10:35:43","date_gmt":"2021-09-22T08:35:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15548"},"modified":"2021-09-22T10:35:43","modified_gmt":"2021-09-22T08:35:43","slug":"pv-anlagen-die-sache-mit-dem-eigenverbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/09\/22\/pv-anlagen-die-sache-mit-dem-eigenverbrauch\/","title":{"rendered":"PV Anlagen \u2013 die Sache mit dem Eigenverbrauch"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15548\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15548\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Geht es nach der Politik, so sollen auf alle D&auml;cher Photovoltaikanlagen montiert werden. Hier in Baden W&uuml;rttemberg ist ein Gesetz daf&uuml;r in der Vorbereitung und auch auf Bundesebene denken inzwischen selbst konservative Parteien dar&uuml;ber nach.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/a54c4a30c2db4a39b5ea1e1c18d0c89c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nKlar, aus logischer Sicht ist das sinnvoll. Die Dachfl&auml;che ist versiegelter Boden, wird in der Regel, au&szlig;er bei manchen Flachd&auml;chern nicht genutzt und steht zur Verf&uuml;gung. Eine andere Frage ist, ob es wirtschaftlich ist und da liegt der Hase im Pfeffer. Die Einspeiseverg&uuml;tung sinkt ja nach EEG laufend ab, um sich dem gesunkenen Preis der Anlagen anzupassen. Doch das ist nur ein Aspekt. Der Preis f&uuml;r die Wechselrichter ist gleich geblieben, die Handwerkerkosten f&uuml;r die Montage sogar gestiegen. Ich habe seit Juli auch meine zweite Dachh&auml;lfte mit einer PV-Anlage versehen. In den zwei Jahren zwischen beiden Anlagen ist der Preis pro Kwh installierter Leistung um 12,5 % gesunken, die Einspeiseverg&uuml;tung aber um 28 %. Meiner Ansicht nach ist es, wenn der gr&ouml;&szlig;te Teil des Stroms eingespeist wird, heute gerade noch rentabel bei reinen S&uuml;dlagen, in einigen Jahren wohl auch dort nicht mehr.<!--more--><\/p>\n<p>Da der Mensch im Allgemeinen nicht gemeinn&uuml;tzig ist, weshalb alle Parteien bei der Diskussion um Ma&szlig;nahmen zur Reduktion der Kohlendioxidemission einen Riesen-Bogen um die Kosten machen, Laschet sich sogar herabl&auml;sst auf neue Technologien zu hoffen, die dann einfach das Problem l&ouml;sen, wird, wenn es eine solche Pflicht gibt und es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, wie gro&szlig; eine Anlage sein muss, der Eigenverbrauch in den Vordergrund r&uuml;cken.<\/p>\n<p>Dazu mal eine Erl&auml;uterung wie das prinzipiell bei einer PV-Anlage funktioniert. Man hat auf dem Dach die Solarmodule, die zusammengeschaltet werden. Dann wird ein Kabelstrang heruntergezogen zum Platz des Wechselrichters, das ist im Prinzip ein Trafo, er wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in den Wechselstrom des Netzes mit 220 V und 50 Hz um. Der Wechselrichter steht &uuml;blicherweise an einem k&uuml;hlen Platz, z.B. im Keller, wo er nicht st&ouml;rt \u2013 er kann, wenn er an die Leistungsgrenze kommt, ein surrendes Ger&auml;usch machen. Der Strom geht nun ins Hausnetz und man bekommt einen neuen Stromz&auml;hler der erfasst, was man ins Netz einspeist und bezieht.<\/p>\n<p>Zuerst werden von dem Strom also alle Verbraucher im eigenen Netz bedient. Das ist in der meisten Zeit die Grundlast durch K&uuml;hlschrank, Heizungspumpe, Ger&auml;te im Standby aber auch Ger&auml;te, die lange laufen wie Radio, Fernseher, Computer. Dazwischen gibt es Verbrauchsspitzen, z.B. wenn man kocht, b&auml;ckt, die Sp&uuml;l- oder Waschmaschine anschmei&szlig;t. Reicht der Solarstrom nicht aus, wird er vom Netzstrom erg&auml;nzt, und das ist nachts immer der Fall.<\/p>\n<p>Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms lohnt sich, weil man f&uuml;r den bezogenen Strom derzeit rund 31 ct\/kWh zahlt, f&uuml;r den eingespeisten aber nur 8 ct\/kWh bekommt. Das hei&szlig;t, es ist wirtschaftlich sinnvoll, den Eigenverbrauch zu decken, auch wenn es nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll ist, den &Uuml;berschuss einzuspeisen.<\/p>\n<p>Die grunds&auml;tzliche Problematik der ganzen Sache ist die Variabilit&auml;t der Parameter. Die Sonnenscheindauer variiert &uuml;bers Jahr von 16 Stunden, Ende Juni bis 8 Stunden Ende Dezember. Genauso variiert die Bew&ouml;lkung. Vor einigen Jahren hatten wir im Januar\/Februar 6 Wochen lang Tage mit Dauerbew&ouml;lkung. Besonders im Winter wirkt sich das enorm auf den Ertrag aus. Bei der Anlage in meinem Ferienhaus, wo ich eine monatliche &Uuml;bersicht abrufen kann, lag der Ertrag diesen Januar bei nur 56 kWh (wahrscheinlich, da das Ferienhaus im Allg&auml;u ist, auch bedingt durch Schnee, der auf den Modulen lag, vermietet war das Haus wegen Corona ja in dem Zeitraum nicht, das h&auml;tte W&auml;rme erzeugt, die zum Abschmelzen gef&uuml;hrt h&auml;tte) und im Jahr davor waren es 320 kWh im Januar. Insgesamt ist die Erzeugung enorm abh&auml;ngig von der Jahreszeit. In den zwei Jahren war der Januar 2021 der schlechteste Monat, dagegen hatte ich vier Monate mit &uuml;ber 1.400 kWh Erzeugung, also mehr als das Zwanzigfache des Minimalwerts in den zwei Jahren. Man kann sicher durch sein Verhalten den Eigenstromanteil erh&ouml;hen, aber nur bedingt. Das Waschen von Kleidung ist bei den meisten durch gen&uuml;gend Vorrat verschiebbar, das Starten der Sp&uuml;lmaschine eher kurzzeitig in die Mittagsstunden verschiebbar, aber das Kochen \u2013 und das ist ein Hauptverbraucher an Strom, ist praktisch nicht verschiebbar.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang gibt es zwei wichtige Begriffe. Das sind der <b>Eigenverbrauchsanteil<\/b> und der <b>Autarkiegrad<\/b>. Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, wie viel Prozent der Leistung einer Anlage man selbst verbraucht. Es ist klar, da man ja einen konstanten Strombedarf hat, dass der Eigenverbrauchsanteil um so kleiner ist, je kleiner die Anlage ist. Er w&uuml;rde 100 % erreichen, wenn die Anlage so klein ist, dass ihre Spitzenleistung nicht mal die Grundlast deckt. Bei mir betr&auml;gt die Grundlast, gemessen durch ein Energiemessger&auml;t etwa 2 kWh\/Tag. Meine Anlage mit 7 kW Peakleistung erreicht in der Spitze 40 kWh Leistung pro Tag, das hei&szlig;t, wenn man nur ein Minimodul mit 350 Watt Leistung installiert, dann w&uuml;rde das zu 100 % den Eigenverbrauch abdecken. Bei mehr Leistung wird ein Anteil ins Netz eingespeist. Alte Drehstromz&auml;hler drehen sich dann r&uuml;ckw&auml;rts. Neue Z&auml;hler (ohne R&uuml;ckeinspeisz&auml;hlung) registrieren den Strom nicht wenn man nicht eine echte Anlage installiert hat mit Meldung ans Stammdatenregister und Netzbetreiber der dann einen neuen Z&auml;hler installiert. Das hei&szlig;t je gr&ouml;&szlig;er die Anlage ist desto mehr des Stroms wird ins Netz eingespeist, weshalb bei gro&szlig;en Anlagen ab einigen kW Leistung man die auch melden sollte, sonst bekommt man f&uuml;r den Strom gar nichts. Solche anlagen m&uuml;ssen auch installiert werden und k&ouml;nnen nicht einfach auf dem Balkon aufgestellt und an die Steckdose angeschlossen werden. Das Zweite ist der Autarkiegrad, also wie viel Prozent des eigenen Strombedarfs wird durch die Anlage gedeckt. Der Autarkiegrad steigt nat&uuml;rlich mit der Anlagengr&ouml;&szlig;e, weil sie so bei bew&ouml;lktem Himmel ohne Sonne, oder niedrigem Sonnenstand durch ihre schiere &Uuml;berkapazit&auml;t trotzdem noch gen&uuml;gend Strom f&uuml;r den Eigenbedarf liefert. Finanziell ist das aber wegen der geringen Einspeiseverg&uuml;tung eher schlechter.<\/p>\n<p>Als Faustregel soll das finanzielle Optimum nur f&uuml;r die Kompensation des Eigenverbrauchs bei <sup>1<\/sup>\/<sub>1000<\/sub> bis <sup>1<\/sup>\/<sub>2000<\/sub> des Jahresenergiebedarfs liegen, also bei einem 4 Personenhaushalt mit 4000 kWh Jahresverbrauch bei einer 2 bis 4 kWh Peakanlage, das ist eine eher kleine Anlage die im Preisbereich von 3000 bis 6000 \u20ac liegt.<\/p>\n<p>Dann kommt man auf einen Autarkiegrad von 30 %, der nur wenig bei einer gr&ouml;&szlig;eren Anlage steigerbar ist. Das hei&szlig;t zwar auch das man 70 % des Stroms ins Netz einspeist, doch der Preisunterschied zwischen bezogenem und eingespeistem Strom ist so gro&szlig;, das schon eine geringe Steigerung des Autarkiegrades diese geringe Verg&uuml;tung kompensiert. Zudem hat man mehr Reserven f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Verbraucher.<\/p>\n<p>Glaubt man dem Fachhandel, so gibt es eine einfache L&ouml;sung zur Steigerung des Autarkiegrades: Batteriespeicher. Daf&uuml;r wird eine Batterie zusammen mit dem Wechselrichter installiert. Die &Uuml;berschussleistung der Anlage wird dann zuerst in die Batterie eingespeist, dann erst ins Netz. Umgekehrt wird bei Strombedarf zuerst die Batterie entleert dann Strom aus dem Netz bezogen. Klingt auf den ersten Blick sehr gut, hat aber auch die T&uuml;cken. Wie bei der PV-Anlage hat man das Problem von Jahreszeiten und variabler Sonnenscheindauer. Eine Batterie wird nie im Winter mehrere Tage ohne direkte Sonne &uuml;berbr&uuml;cken k&ouml;nnen, au&szlig;er sowohl Anlage wie Batterie w&auml;ren sehr gro&szlig;. Wer einen Solarrechner konsultiert und mit den Zahlen spielt, sieht dies deutlich. Hier mal ein <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.nrw\/solarrechner\">Beispiel<\/a> f&uuml;r einen 4 Personen Haushalt:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"11%\">Batterie<\/th>\n<th width=\"11%\">1 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">2 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">3 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">4 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">5 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">6 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">7 kwp<\/th>\n<th width=\"11%\">8 kwp<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">0 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">65 \/ 17<\/td>\n<td width=\"11%\">46 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">36 \/ 28<\/td>\n<td width=\"11%\">30 \/ 30<\/td>\n<td width=\"11%\">25 \/ 32<\/td>\n<td width=\"11%\">22 \/ 34<\/td>\n<td width=\"11%\">19 \/ 35<\/td>\n<td width=\"11%\">17 \/ 36<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">1 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">90 \/ 22<\/td>\n<td width=\"11%\">64 \/ 32<\/td>\n<td width=\"11%\">49 \/ 36<\/td>\n<td width=\"11%\">39 \/ 39<\/td>\n<td width=\"11%\">33 \/ 41<\/td>\n<td width=\"11%\">28 \/ 42<\/td>\n<td width=\"11%\">25 \/ 43<\/td>\n<td width=\"11%\">22 \/ 44<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">2 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">98 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">76 \/ 36<\/td>\n<td width=\"11%\">58 \/ 42<\/td>\n<td width=\"11%\">47 \/ 45<\/td>\n<td width=\"11%\">39 \/ 47<\/td>\n<td width=\"11%\">33 \/ 49<\/td>\n<td width=\"11%\">29 \/ 50<\/td>\n<td width=\"11%\">26 \/ 51<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">3 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">100 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">84 \/ 40<\/td>\n<td width=\"11%\">66 \/ 47<\/td>\n<td width=\"11%\">53 \/ 50<\/td>\n<td width=\"11%\">44 \/ 53<\/td>\n<td width=\"11%\">38 \/ 53<\/td>\n<td width=\"11%\">34 \/ 56<\/td>\n<td width=\"11%\">30 \/ 57<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">4 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">100 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">90 \/ 42<\/td>\n<td width=\"11%\">72 \/ 51<\/td>\n<td width=\"11%\">59 \/ 55<\/td>\n<td width=\"11%\">49 \/ 58<\/td>\n<td width=\"11%\">43 \/ 60<\/td>\n<td width=\"11%\">37 \/ 62<\/td>\n<td width=\"11%\">33 \/ 63<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">5 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">100 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">94 \/ 44<\/td>\n<td width=\"11%\">78 \/ 55<\/td>\n<td width=\"11%\">64 \/ 60<\/td>\n<td width=\"11%\">53 \/ 63<\/td>\n<td width=\"11%\">46 \/ 65<\/td>\n<td width=\"11%\">40 \/ 67<\/td>\n<td width=\"11%\">36 \/ 68<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">6 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">100 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">97 \/ 45<\/td>\n<td width=\"11%\">81 \/ 57<\/td>\n<td width=\"11%\">67 \/ 63<\/td>\n<td width=\"11%\">57 \/ 66<\/td>\n<td width=\"11%\">49 \/ 68<\/td>\n<td width=\"11%\">43 \/ 70<\/td>\n<td width=\"11%\">38 \/ 72<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">70 kwh<\/td>\n<td width=\"11%\">100 \/ 24<\/td>\n<td width=\"11%\">98 \/ 46<\/td>\n<td width=\"11%\">84 \/ 58<\/td>\n<td width=\"11%\">69 \/ 65<\/td>\n<td width=\"11%\">59 \/ 69<\/td>\n<td width=\"11%\">51 \/ 71<\/td>\n<td width=\"11%\">45 \/ 73<\/td>\n<td width=\"11%\">40 \/ 74<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Zahlen geben jeweils den Autarkiegrad und den Prozentsatz des Eigenanteils an. Beide stiegen nat&uuml;rlich mit zunehmender Gr&ouml;&szlig;e der Speicherbatterie an. Aber der Zuwachs wird immer kleiner. Bei der 1 kwp Anlage wird mit 3 kWh installierter Batterie praktisch der gesamte Strom genutzt, mehr geht nicht.<\/p>\n<p>Was diese Zahlen aber nicht zeigen, ist die Kostenseite. Batteriespeicher f&uuml;r Solaranlagen sind sehr teuer. 1 kWh Speicherkapazit&auml;t kostet um die 1.000 Euro, wenn man langlebige Batterien auf Basis von Lithium nimmt, die Bleisulfatbatterien sind billiger, vertragen aber viel weniger Ladezyklen und die Gesamtkapazit&auml;t nimmt st&auml;rker ab. Zur Demonstration ein Rechenbeispiel:<\/p>\n<p>Unsere Familie mit 4.000 kwh Jahresverbrauch hat sich f&uuml;r eine 3 kWP Anlage entschieden, betrachtet nun aber zwei Optionen:<\/p>\n<p>Erweiterung um 1 kWh Batterie (Kosten 1.000 Euro)<\/p>\n<p>Erweiterung der Anlage auf 4 kWP (Kosten 1.500 Euro)<\/p>\n<p>Vorher sieht die Rechnung so aus:<\/p>\n<p>28 % des Jahresverbrauchs von 4.000 kWh werden gedeckt: 1120 kWh<\/p>\n<p>Die Produktion betr&auml;gt 3.000 kWh, davon geht der Eigenverbrauch ab..<\/p>\n<p>Bei 32 ct f&uuml;r den selbst bezogenen Strom und 8 ct f&uuml;r den eingespeisten sieht die Rechnung so aus:<\/p>\n<p>Ersparnis: 1120 kWh * 32 ct = 358,40 \u20ac<\/p>\n<p>Verg&uuml;tung: (3000-1120 kWh) * 8 ct = 150,40 \u20ac<\/p>\n<p>Summe: 508,8 \u20ac<\/p>\n<p>Das zeigt schon die Krux mit der niedrigen Einspeiseverg&uuml;tung &#8211; obwohl man fast <sup>2<\/sup>\/<sub>3<\/sub> des Stroms einspeist, ist die Summe weniger als halb so gro&szlig;e wie bei der Ersparnis.<\/p>\n<p>Die Batterie soll 5.000 Ladezyklen (einer pro Tag) haben. Gem&auml;&szlig; Tabelle sieht die Rechnung nun so aus:<\/p>\n<p>36 % des Jahresverbrauchs von 4.000 kWh werden gedeckt: 1.440 kWh<\/p>\n<p>Ersparnis: 1440 kWh * 32 ct = 460,8 \u20ac<\/p>\n<p>Verg&uuml;tung: (3000-1440 kWh) * 8 ct = 124,8 \u20ac<\/p>\n<p>Summe: 585,6 \u20ac<\/p>\n<p>Man gewinnt pro Jahr also 76,8 \u20ac.<\/p>\n<p>Nun kann man die Batterie bei 5.000 Ladevorg&auml;ngen 13,5 Jahre lang nutzen, wird also 1036 Euro einsparen, das ist ziemlich genau das was die Batterie gekostet hat. Mehr noch: wie man an der Tabelle sieht, ist bei Verdopplung der Batteriekapazit&auml;t auf 2 kWh der Gewinn kleiner \u2013 nur noch 6 % mehr Eigennutzung gegen&uuml;ber 8 % bei den ersten 1 kwh. Nicht ber&uuml;cksichtigt sind in der Rechnung aber die Verluste beim Einspeisen und die abnehmende Kapazit&auml;t der Batterie und die kann auch vorzeitig ausfallen. Batterien lohnen sich also finanziell bei den heutigen Preisen nicht.<\/p>\n<p>Wie sieht es bei der Investition von 1500 \u20ac f&uuml;r 1 kwp \/4 kwp) mehr aus?<\/p>\n<p>Gem&auml;&szlig; Tabelle sieht die Rechnung nun so aus:<\/p>\n<p>30 % des Jahresverbrauchs von 4.000 kWh werden gedeckt: 1.200 kWh<\/p>\n<p>Ersparnis: 1200 kWh * 32 ct = 384 \u20ac<\/p>\n<p>Verg&uuml;tung: (4000-1200 kWh) * 8 ct = 224 \u20ac<\/p>\n<p>Summe: 608 \u20ac<\/p>\n<p>Man gewinnt pro Jahr also 91,2 \u20ac.<\/p>\n<p>Eine Solaranlage wird 20 Jahre lang verg&uuml;tet. Das hei&szlig;t, man bekommt 20 x 91,32 \u20ac mehr, das sind 1.824 Euro und damit mehr als die 1500 Euro Mehrkosten. So sieht auf den ersten Blick die Erweiterung lukrativer aus. Aber nur auf den ersten Blick. In den 20 Jahren sinkt die Leistung der Module auf 80 % ab. Im Mittel liefern sie also 90 % der Leistung, die man, da &Uuml;berschussstrom eingespeist wird, komplett mit der Einspeiseverg&uuml;tung verrechnen k&ouml;nnen. Das sind dann 100 kWh pro Jahr weniger oder 8 Euro pro Jahr weniger. Gravierender ist, dass ein Wechselrichter eine typische Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren hat, also mindestens einmal w&auml;hrend der Lebensdauer der Anlage ausgetauscht wereden muss. Ein 3 kWP Wechselrichter kostet rund 100 Euro mehr als einer f&uuml;r 3 kw Maximalleistung, das sind dann weitere 100 Euro Mehrkosten. Von den 324 Euro Gewinn bleiben noch 144 &uuml;brig. Aber immerhin ein kleiner Gewinn. Er kann gr&ouml;&szlig;er werden, wenn der Strompreis f&uuml;r bezogenen Strom im Laufe der Jahre weiter steigt, ebenso w&uuml;rde das nat&uuml;rlich die Batterie attraktiver machen.<\/p>\n<p>Deutlich wird bei den Rechenbeispielen aber eines: Die Differenz zwischen eingespeistem und bezogenen Strom ist inzwischen so gro&szlig;, dass eine richtig gro&szlig;e Anlage, die viel Strom einspeist, sich selten finanziell lohnt. Hat man keine reine S&uuml;dausrichtung des Daches bezahlt man heute schon drauf.<\/p>\n<p>Geht es nur um den Eigenbedarf, so lohnen sich heute am ehesten Plug-in Anlagen. Das sind Anlagen, die man direkt an die Steckdose anschlie&szlig;en kann. Da die Installation durch einen Elektriker wegf&auml;llt, sind diese relativ preiswert, sofern man nicht ganz kleine Module nimmt. Im sinnvollen Bereich von 1-3 kwP liegen die Preise bei rund 1000 \u20ac\/kWP, w&auml;hrend man selbst bei gr&ouml;&szlig;eren Anlagen bei der Installation mit 1500 \u20ac\/kwP zahlt. Es gibt aber auch Nachteile: Man braucht den Platz. So ein 300-Watt-Modul hat Abmessungen von 1,6 x 1 m. Das nimmt, wenn man es auf dem Balkon installiert, schon viel Platz weg. Dann muss die Montage auch sturmischer sein \u2013 kein Problem bei der Dachmontage, wo man die Module direkt mit dem Geb&auml;lk verbindet, doch bei frei aufgestellten Modulen? Die wenigsten k&ouml;nnen eine Dachmontage selbst durchf&uuml;hren. Und zuletzt bekommt man f&uuml;r den eingespeisten Strom dann gar kein Geld. Wie man der Tabelle entnimmt, ist bei 4000 kwh Jahresverbrauch das schon bei 2 kWh Leistung das bei 54 % des Stroms der Fall.<\/p>\n<p>Ich komme zum Schluss noch mal zur&uuml;ck auf den Startpunkt. Wie k&ouml;nnte der Staat daf&uuml;r sorgen, dass PV-Anlagen attraktiv sind, ohne Vorschriften &uuml;ber Zwangsinstallationen zu machen? Nun indem er die physikalisch und logisch unsinnige Trennung der Energien Strom und W&auml;rmeerzeugung aufzuheben. Wer eine Heizung auswechselt, muss heute schon Energie einsparen. Bei uns in BW inzwischen 20 % der Leistung der alten Heizung, das wird sicher noch mehr werden. Eine neue Heizung ist, aber, nicht um 20 % effizienter, was dann andere Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig macht wie D&auml;mmung, Fensteraustausch oder Heizen mit Heiz&ouml;l mit Zumischung aus regenerativen Quellen. Wenn man nun den erzeugten Strom, der ja auch eine Energieform ist, dagegen rechnen k&ouml;nnte, w&auml;re dies attraktiv. Auch hier ein Rechenbeispiel. Ich nehme an die Familie wohnt in einer Doppelhaush&auml;lfte, nicht gerade neues Haus, und verbraucht im Jahr 2.000 l Heiz&ouml;l. Wenn sie nun 20 % davon einsparen soll, dann sind dies 400 l, die einer Energie von 3920 kWh entsprechen. Die Familie h&auml;tte, wenn man die beiden Energieformen nicht getrennt betrachtet, die M&ouml;glichkeit entweder durch Energieeinsparungen diese 20 % zu erreichen oder durch Energieproduktion, in dem Fall durch Solarenergie. Daf&uuml;r w&uuml;rde je nach Lage eine 4 \u2013 5 kwp Anlage reichen, die zwischen 6.000 und 7.500 \u20ac kostet. So billig w&auml;re eine W&auml;rmesanierung (D&auml;mmen, Fensteraustausch) niemals.<\/p>\n<p>Eine zweite Alternative, da es um W&auml;rme geht, w&auml;ren Solarkollektoren, die direkt warmes Wasser produzieren und das ben&ouml;tigt man auch im Sommer, wenn nicht geheizt wird. F&uuml;r die W&auml;rmeerzeugung von Wasser geht je nach Gewohnheit ein Viertel bis ein Drittel des Energieverbrauchs der Heizung drauf.<\/p>\n<p>Direkt f&ouml;rdern k&ouml;nnte der Staat PV-Anlagen, indem er die erhobene Kohlendioxidsteuer mit der EEG-Umlage verrechnet und damit zumindest das Absinken der Einspeiseverg&uuml;tung abstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15548\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15548\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Geht es nach der Politik, so sollen auf alle D&auml;cher Photovoltaikanlagen montiert werden. Hier in Baden W&uuml;rttemberg ist ein Gesetz daf&uuml;r in der Vorbereitung und auch auf Bundesebene denken inzwischen selbst konservative Parteien dar&uuml;ber nach. Klar, aus logischer Sicht ist das sinnvoll. 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