{"id":15579,"date":"2021-10-20T06:24:30","date_gmt":"2021-10-20T04:24:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15579"},"modified":"2021-10-20T06:24:30","modified_gmt":"2021-10-20T04:24:30","slug":"gehaeuse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/10\/20\/gehaeuse\/","title":{"rendered":"Geh&auml;use"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15579\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15579\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf mein heutiges Thema kam ich, weil ich nach einem neuen PC suchte, der auch Windows 11 geeignet ist. Was Windows 11 mit Geh&auml;usen zu tun hat? Dazu am Schluss mehr. Das Thema heute ist die Entwicklung eines Teils des PC, der gerne vergessen wird \u2013 das Geh&auml;use. Das liegt irgendwie auf der Hand. Ist das Geh&auml;use doch eigentlich nur ein Blechkasten oder ein Plastikformteil. Es enth&auml;lt keine Elektronik und ist mit Sicherheit das langlebigste aber auch langweiligste am PC. Ich will die hidrotische Entwicklung mal skizzieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/1d9979ccbc40476497e5f26680a59b1d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Der erste PC war bekanntlicherweise der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/altair8800.shtml\">Altair 8800<\/a>. Und auch er hatte ein Geh&auml;use. Das war nicht selbstverst&auml;ndlich, denn es wurden damals auch viele Mikroprozessor Lernkits verkauft, wie der KIM-1, in Deutschland der Micro Professor und als ber&uuml;hmtester Rechner ohne Geh&auml;use \u2013 der Apple I. Da Letzterer ohne Geh&auml;use und Tastatur nicht verk&auml;uflich war, lies der H&auml;ndler, die \u201eByte\u201c Computerkette eigens f&uuml;r ihn ein Geh&auml;use aus Holz fertigen.<\/p>\n<p>Beim Altair war das Geh&auml;use wirklich ein Geh&auml;use. Es hatte hinten keine &Ouml;ffnungen f&uuml;r Schnittstellen, nur eine f&uuml;r das Stromkabel. Vorne war die \u201eTastatur\u201c eingebaut \u2013 eine Reihe von Kippschaltern, mit denen man bin&auml;r die Daten auf den Datenbus legen konnte. Das war schon komisch, denn es gab in dem Geh&auml;use einen Bus der bis zu 22 Karten aufnehmen konnte und nat&uuml;rlich waren einige davon Schnittstellenkarten &#8211; f&uuml;r Fernschreiber, Papierstreifenleser, sp&auml;ter Diskettenlaufwerke oder sogar eine Videokarte.<\/p>\n<p>Doch die PC entwickelten sich weiter. Es kamen zuerst Tastaturen auf. Dann Anschl&uuml;sse um Monitore oder TV-Ger&auml;te anzuschlie&szlig;en. Als Speicherger&auml;t etablierte ich im preiswerten Segment der Kassettenrekorder, im professionellen die Diskettenlaufwerke. Computer zum Spielen hatten Joystickanschl&uuml;sse. Dazu kamen Druckerports und Erweiterungsbusse oder Userports. Selbst wenn es keine Karten zur internen Erweiterung gab, ergab sich die Forderung ein Geh&auml;use zu haben mit Aussparungen f&uuml;r die Schnittstellen. Um den Kabelsalat zu reduzieren, kam auch die Idee auf ins Geh&auml;use doch gleich etwas zu integrieren, meistens die Diskettenlaufwerke.<\/p>\n<p>Es etablierten sich zwei Architekturen. In der einen waren Tastatur und Geh&auml;use eine Einheit. Alle <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/heimcomputer-pc.shtml\">Heimcomputer<\/a> arbeiteten nach dem Prinzip. Die Platine passte in das Tastaturgeh&auml;use und hinten und an der Seite gab es die Anschl&uuml;sse. Das war aber nicht auf einfache Rechner beschr&auml;nkt, auch der Apple II, der mit Karten erweiterbar war, arbeitete nach dem System. Das war nur m&ouml;glich, weil Stephen Wozniak es fertigbrachte, auf vergleichsweise kleinen Karten wichtige Funktionen wie den Diskettenkontroller unterzubringen. Diskettenlaufwerke musste man dann extern anschlie&szlig;en. Der Vorteil dieses Systems war auch das man so nach und nach das System erweitern konnte und anfangs eben nur Fernseher und Kassettenrekorder nutzte.<\/p>\n<p>Die zweite L&ouml;sung waren Ger&auml;te, bei denen die Tastatur separat war und das Geh&auml;use separat, damals war meistens aber noch der Monitor mit dem Diskettenlaufwerk verheiratet. Die Tastatur war so abtrennbar und konnte flacher und ergonomischer werden, auch wenn sie bei vielen Rechnern ziemlich dick war. Sehr beliebt war aber keine getrennte Tastatur, sondern sie sa&szlig; am Monitor mit Geh&auml;use fest angebracht, so z.B. bei der CBM Serie von Commodore.<\/p>\n<p>Die heutige Architektur \u2013 das Geh&auml;use beinhaltet die Massenspeicher und Karten, Bildschirm und Tastatur sind getrennt, verbindet man meist mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/konzeption-des-ibm-pc.shtml\">IBM PC<\/a>, weil dies ein sehr prominenter PC war, der diese Architektur einsetzte, sie wurde vorher aber schon bei anderen PC eingesetzt.<\/p>\n<p>Was in der Folge sich etablierte, war das die Geh&auml;use immer gr&ouml;&szlig;er wurden. Der IBM PC hatte ein \u201eDesktop-Geh&auml;use\u201c. Das Geh&auml;use wurde auf den Schreibtisch gestellt, dar&uuml;ber meist der Monitor. Damit man nicht nach oben schauen muss, war die H&ouml;he des Geh&auml;uses beschr&auml;nkt. IBM orientierte sich an der H&ouml;he von 5,25 Zoll Diskettenlaufwerken voller H&ouml;he. Als Alternative etablierte sich bald dann das Tower-Geh&auml;use das man hochkant auf den Tisch oder besser daneben stellte. W&auml;hrend die Laufwerke aber kleiner wurden \u2013 sehr bald kamen Laufwerke mit halber H&ouml;he auf, dann l&ouml;ste das 3,5 Zoll Format das 5,25 Zoll Format ab &#8211; auch bei den Festplatten, sodass es Ende der Achtziger Jahre sogar Karten mit Festplatten zum Nachr&uuml;sten gab, wurden komischerweise die Geh&auml;use immer gr&ouml;&szlig;er. Es folgte auf das um 90 Grad gedrehte Desktop-Geh&auml;use, das zum \u201eMini-Tower\u201c mutierte, das Miditower Geh&auml;use und das Big-Tower Geh&auml;use. Ein Big Tower Geh&auml;use war fast so hoch wie der Schreibtisch und bot Platz f&uuml;r bis zu 10 Laufwerken. Ich betrachte das in der Retroperspektive als Paradoxon. Warum? In der damaligen Zeit entwickelte sich der PC schnell weiter. Nach einigen Jahren hatte ein neuer PC die mehrfache Leistung des vorhandenen. Ein Geh&auml;use mit vielen Einsch&uuml;ben ist aber gedacht daf&uuml;r einen PC aufzur&uuml;sten mit Laufwerken. Also wenn eine Festplatte voll ist, baut man die n&auml;chste ein. Das war damals aber nicht billig, Festplatten kosteten noch viel mehr als heute, und da der Computer selbst sich nicht &auml;nderte, war er nach einigen Jahren auch langsam verglichen mit einem neuen Computer. Doch damals kaufte man sich sicher nicht ein neues Mainboard um es zu den alten Festplatten ins Big Tower Geh&auml;use einzubauen, auch weil Festplatten genauso schnell an Kapazit&auml;t zulegten. Im Komplettpaket war ein neuer Rechner schon damals billiger als die nachtr&auml;gliche Aufr&uuml;stung. Dazu kam, dann noch das die Hauptplatine immer kleiner wurde. Auf das AT-Format folgte das ATX-Format, seitdem gab es noch weitere Formate wie ITX, die noch kleiner waren. Im gro&szlig;en Big Tower Geh&auml;use war die Platine dann schlie&szlig;lich ziemlich klein und der meiste Platz war leer. Meiner Ansicht nach haben die meisten ein Big Tower Geh&auml;use nur aus ergonomischen Gr&uuml;nden gekauft \u2013 man kann es neben den Schreibtisch stellen und der Zugriff auf die obersten Laufwerke wie Diskettenlaufwerke oder CD-ROM war so in bequemer H&ouml;he ohne das man sich b&uuml;cken musste.<\/p>\n<p>Was verschwand und was ich nie verstand, waren zwei Features \u2013 der Keylock und die Turbo-Taste. Beginnend mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibm-pc-at.shtml\">IBM AT<\/a> gab es im Geh&auml;use vorne ein Schl&uuml;sselloch mit einem einfachen Schl&uuml;ssel, einfach nur ein Zylinder mit einigen Aussparungen. War der Schl&uuml;ssel gedreht oder abgezogen, so konnte man den Computer nicht starten und zumindest beim IBM AT war so mechanisch auch das Geh&auml;use so verriegelt. Der Schl&uuml;ssel selbst schaltete nur eine Leitung auf dem Mainboard die beim Booten abgefragt wurde. Ich verstand das nie. Denn der Schl&uuml;ssel war eigentlich ziemlich popelig und dem Preis des Computers nicht angemessen. Es war aber ein und derselbe Schl&uuml;ssel bei jedem AT. Hatte man also einen Schl&uuml;ssel, konnte man den \u201eSchutz\u201c bei jedem AT aushebeln.<\/p>\n<p>Etwas sp&auml;ter kam dann die \u201eTurbo Taste\u201c. Die findet man heute nur noch bei Handmixern. Turbo-Taste klingt ja toll, das klingt nach &Uuml;bertaktung, nach mehr Geschwindigkeit. Dabei war genau das Gegenteil der Fall. War die Turbo Taste aus, so arbeitete der Computer mit der Frequenz des IBM AT mit 8 MHz, war sie ein, so arbeitete er mit der Taktfrequenz, mit der er eigentlich laufen sollte. Anstatt Turbo Taste h&auml;tte man sie eigentlich \u201eSlow-Taste\u201c nennen m&uuml;ssen. Der Sinn und Zweck war Software, die davon ausging, dass die Taktfrequenz genau 8 MHz betrug, weiterhin funktionierte. Ich kannte eigentlich nur Spiele der ersten Generation, die bei schnelleren Rechnern dann unspielbar war, denkbar w&auml;ren auch Messsysteme, die nicht den Systemtimer, sondern einen Interrupt benutzten. Der springende Punkt ist aber: wer sich einen Rechner mit 33 MHz kauft der noch dazu keinen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80286.shtml\">286-Prozessor<\/a> hat (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">386<\/a> und 486-er f&uuml;hrten Befehle schneller aus, sodass hier der Systemtakt noch weniger als Kriterium taugte) der wird ihn sicher nicht mit 8 MHz betrieben wollen, eher kauft er sich auf dem Flohmarkt f&uuml;r seine alte Software einen AT mit 8 MHz zus&auml;tzlich.<\/p>\n<p>Mit dem Big Tower war die Spitze erreicht, seitdem wurden die Geh&auml;use kleiner. Lange Zeit die Norm waren nun das Miditower Geh&auml;use, nun vorgegeben nicht mehr durch die Zahl der Laufwerke und die Gr&ouml;&szlig;e der Hauptplatine als vielmehr durch den L&uuml;fter, der immer gr&ouml;&szlig;er wurde. Es begann beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80486.shtml\">486<\/a>, mit einem kleinen L&uuml;fter von weniger als 1 cm H&ouml;he auf dem Prozessor ab 25 MHz Frequenz. Je schneller die Prozessoren wurden, desto mehr Abw&auml;rme musste entfernt werden und die L&uuml;fter wurden riesig. Die Spitze wurde mit dem Pentium 4 erreicht, bei dem der L&uuml;fter \u2013 unter einem kiloschweren gro&szlig;en K&uuml;hlk&ouml;rper \u2013 130 Watt Abw&auml;rme abf&uuml;hren musste. Seitdem ist die W&auml;rmeabgabe wieder gesunken. Da die gesamte elektrische Leistung letztendlich in W&auml;rme umgewandelt wird, kann man aus der Thermal Design Power (TDP) ableiten, wie viel W&auml;rme das K&uuml;hlsystem abf&uuml;hren muss. Heute gibt es nat&uuml;rlich auch noch Prozessoren mit hoher TDP f&uuml;r Workstations und Server, aber im Desktop-Bereich liegt die TDP zwischen 35 und 65 Watt. Damit kann das K&uuml;hlsystem kleiner werden und auch das Geh&auml;use.<\/p>\n<p>Ein Big Tower Geh&auml;use hatte ich nur einmal, bei einem Rechner, den ich 1999 kaufte, seitdem setze ich Midi-Tower Geh&auml;use ein, die typisch vier bis sechs Laufwerksch&auml;chte haben, darunter, zwei bis drei 5,25 Sch&auml;chte \u2013 die braucht man f&uuml;r optische Laufwerke, f&uuml;r sonst nichts mehr heute und drei bis vier 3,5 Zoll Sch&auml;chte, die man f&uuml;r Festplatten in Standardgr&ouml;&szlig;e braucht. SSD f&uuml;r den Einbau haben typisch nur noch 2,5 Zoll Gr&ouml;&szlig;e, damit passen sie auch in Notebooks und brauchen dann einen Schlitten f&uuml;r den 3,5 Zoll Einschub, und bei heutigen neuen PC gibt es gar keine Laufwerke mehr, sondern die SSD steckt auf einer kleinen Platine (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M.2\">M.2 SSD<\/a>), die auf dem Mainboard angebracht wird.<\/p>\n<p>Seit dem Mac Mini gibt es aber auch noch kleinere Computer, von Intel z.B. die NUC-Serie. Bis zu einer bestimmten Gr&ouml;&szlig;e oder besser Kompaktheit geht das noch mit normaler Technik, ganz kleine Rechner gehen nur noch mit Mobilprozessoren und dann auch den entsprechend kleinere S0-DIMM f&uuml;r RAM. Noch kleiner sind \u201eBastelcomputer\u201c wie der<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2016\/04\/25\/wofuer-kann-man-den-raspberry-pi-einsetzen\/\"> Raspberry Pi,<\/a> die dann auch ohne K&uuml;hlung auskommen und nur noch so gro&szlig; sind wie eine Zigarettenschachtel.<\/p>\n<p>M&ouml;glich wurde das nur, weil auch die Schnittstellen kleiner wurden. Auf dem Platz, den fr&uuml;her eine paralelle Schnittstelle nach Centronics Standard mit rund 50 Pins, jeder einige Millimeter dick einnahm, bekommt man heute problemlos sechs USB-Ports unter. Ebenso breit waren auch Schnittstellen f&uuml;r Diskettenlaufwerke, serielle Schnittstelle oder VGA-Karte. Trotzdem haben Kleincomputern relativ wenige Buchsen, einfach weil wenig Platz ist. Doch das ist kein Nachteil, denn anders als fr&uuml;here Rechner kann man die Schnittstellen extern vervielfachen \u2013 zumindest bei USB. So haben die Rechner viel mehr Schnittstellen als fr&uuml;her, und die braucht man auch. Ich habe mal nachgez&auml;hlt, wie viele USB-Ports ich dauerhaft belege: es sind acht: Tastatur, Maus, externe Festplatte, Drucker, Scanner, Kartenleser, Ladekabel mit Mikro-USB und Mini-USB Anschluss dazu kommt ab und an noch ein USB Stick. Das geht bei mir nur mit einem externen USB Hub. Der Vorteil von ganz kleinen Rechnern ist, dass man sie hinten an den Monitor schrauben kann und sie dann praktisch unsichtbar sind. Ansonsten machen meiner Ansicht nach ganz kleine Rechner wenig Sinn. Sie sind teuer durch die Notebooktechnik, aber langsam und was man an Platz beim Rechner einspart, geht dann f&uuml;r den USB-Hub wieder drauf. Sinnvoller sind dann eher flache aber breite Rechner, die man unter den Monitor schieben kann. Ich habe mir so einen f&uuml;r mein Ferienhaus gekauft, ein <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3vr4Sm2\">HP Elitesdesk 800<\/a>, allerdings <a href=\"https:\/\/www.harlander.com\/Article?s=hp%20elitedesk%20800&amp;sort=6\">gebraucht gekauft<\/a>, weil ich ihn prim&auml;r bauche um dort zu surfen, Mail abzurufen und Textverarbeitung zu betreiben. Das Ger&auml;t war leicht und kompakt genug um es im Rucksack zu transportieren. Der Nachteil: alle diese Rechner haben keinen Platz f&uuml;r Slots und meist auch nur f&uuml;r ein Laufwerk. Allerdings ist die Bedeutung von Karten immer geringer geworden, bei den ersten Computern wie dem Apple II oder IBM PC ben&ouml;tigte man noch f&uuml;r viele Funktionen, die heute auf dem Motherboard integriert, sind Karten \u2013 f&uuml;r parallele und serielle Schnittstelle, Ansteuerung eines Monitors, Echtzeituhr, Joystick, 80 Zeichendarstellung, Betrieb von Diskettenlaufwerken oder gar Festplatten. Heute ist eigentlich nur noch die Grafikkarte &uuml;brig geblieben, auch wenn es nat&uuml;rlich jede Menge Karten gibt, aber mehr als eine Grafikkarte wird in 90 % aller Rechner nicht stecken. Schwerer wiegt, das meist auch nur ein Laufwerk verbaut werden kann. Dann geht schon die Kombination einer SSD f&uuml;r Betriebssystem und einer Festplatte f&uuml;r umfangreiche Daten nicht.<\/p>\n<p>Insgesamt sind Computer heute kleiner geworden. Standardfaktor ist heute wieder das Desktopformat, allerdings meist gedreht um 90 Grad als Minitower. F&uuml;r meinem Bruder kaufe ich Standardhardware, w&auml;hrend ich selbst mir den Rechner zusammenstelle. Die beiden letzten Rechner waren beide in diesem Format von Medion und Fujitsu.<\/p>\n<p>Was hat das nun mit <a href=\"https:\/\/smile.amazon.de\/s?k=windows+11&amp;__mk_de_DE=\u00c5M\u00c5\u017d\u00d5\u00d1&amp;ref=nb_sb_noss_2\">Windows 11<\/a> zu tun? Windows 11 stellt relativ knackige Hardwareanforderungen, pikanterweise erf&uuml;llt selbst eines von Microsoft Surface Notebooks diese nicht. W&auml;hrend ich mit Prozessor und Treiber keine Probleme bei dem neuen Rechner sehe, ist ein Punkt das TPM. Das ist ein Modul auf dem Mainboard, das als sicherer Speicher dient und Windows 11 will zwingend ein TPM 2.0 (bevor jemand anf&auml;ngt zu kommentieren \u2013 man kann Windows 11 auf einem Rechner ohne TPM installieren, doch Microsoft beh&auml;lt sich vor, diese Systeme irgendwann nicht mehr zu unterst&uuml;tzen, was f&uuml;r mich keine Option ist). TPM befinden sich bei allen namhaften Marken auf den Rechnern und sind aktiviert. Wenn man wie ich bisher seinen Rechner zusammengestellt hat, muss man dann bei jedem Mainboard nachschauen, ob ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trusted_Platform_Module\">TPM<\/a> drauf ist. Die Zeitschrift ct\u2018 hat Windows 11 schon als Gefahr f&uuml;r die Selbstschrauber bezeichnet, das gilt wohl auch f&uuml;r zahlreiche H&auml;ndler, die ihren Kunden es erm&ouml;glichen den PC individuell aus verschiedenen Komponenten zusammenzustellen.<\/p>\n<p>Mein geliebtes Miditower Geh&auml;use gibt es aber bei den gr&ouml;&szlig;eren Herstellern nicht mehr. Vor einigen Jahren w&auml;re das f&uuml;r mich noch schlimm gewesen, in meinem jetzigen Rechner befinden sich vier Laufwerke \u2013 zwei festplatten, eine SSD und ein DVD-Brenner. Bei den meisten Minigeh&auml;usen passen nur noch zwei rein. Beim Nachdenken erkannte ich aber das mir das eigentlich reicht. DVD benutze ich nur noch selten und wenn dann kann ich sie extern &uuml;ber USB anschlie&szlig;en. Ebenso ist mit USB 3.0 eine externe Festplatte genauso schnell wie eine interne \u2013 wobei ich seit 2018 aber ein NAS f&uuml;r das Speichern nutze und die externen Fstplatten nur ab und an f&uuml;r Backups angeschlossen werden. So k&auml;me ich mit zwei Laufwerken aus.<\/p>\n<p>F&uuml;r das Mini-Tower Geh&auml;use kann ich mich trotzdem nicht begeistern. Es w&uuml;rde wie bisher neben dem Schreibtisch stehen aber ich m&uuml;sste mich tief b&uuml;cken, um die oberen USB-Anschl&uuml;sse zu erreichen oder auch den Ein-\/Ausschaltknopf. F&uuml;r Rechner im B&uuml;ro, die nicht gro&szlig;artig intern aufger&uuml;stet werden, sehe ich zwei Bauformen als Ideal. Will man den Schreibtisch wirklich aufger&auml;umt haben und ben&ouml;tigt man den Rechner nur f&uuml;r &uuml;bliche Programme im B&uuml;ro wie Office- oder Internetanwendungen so ist ein an den Monitor anschraubbarer Minirechner ideal. Mit Funkmaus und Funktastatur gibt es dann nur noch das Ethernetkabel. Flexibler ist ein flacher, aber breiter Rechner \u2013 ein 24 oder 27 Zoll Monitor nimmt ja auch leicht 50 cm in der Breite ein \u2013 den man als Monitorstandfu&szlig; nutzen kann, damit dieser in ergonomischer H&ouml;he liegt. Ist das Geh&auml;use ausreichend hoch, passt sowohl ein ausgewachsener K&uuml;hler rein, wie auch flache Karten. Durch die Breite g&auml;be es auch gen&uuml;gend Platz f&uuml;r mehr als zwei Laufwerke. Vorteil: Die USB-Anschl&uuml;sse hat man dann direkt vor der Nase, anstatt neben dem Schreibtisch oder hinter dem Monitor fummeln zu m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Ich pers&ouml;nlich habe mich entschlossen mit dem Neukauf eines PC zu warten. Mein derzeitiger PC aus dem Jahre 2014 tut es von der Leistung her noch gut, hat aber seine Mucken. Zwei USB-Ports funktionieren nicht mehr richtig, angeschlossene Peripherie wird mal nicht erkannt oder verabschiedet sich w&auml;hrend des Betriebs. Daneben gibt es alle paar Monate echte Abst&uuml;rze mit eingefrorenem Bildschirm ohne Blue Screen. Mein Mittel dagegen ist es den Rechner dann aufzumachen, alle Verbindungen nochmals eindr&uuml;cken, obwohl niemals was locker war und abzusaugen, wobei es Staub nur am Netzteill&uuml;fter gibt, wenn man das regelm&auml;&szlig;ig macht. Dann l&auml;uft er wieder st&ouml;rungsfrei f&uuml;r einige Monate. Derzeit ist wegen der Komponentenpreise kein Neukauf ratsam. Prozessoren und Grafikkarten kosten leicht das doppelte dessen, was der Hersteller als Listenpreis ausweist (Prozessoren) oder vor einigen Monaten noch normal war. Ich warte auch mal ab, was die ct\u2018 als Bauvorschlag dieses Jahr pr&auml;sentiert. Zum Jahresende stellt sie immer zwei oder drei PC vor die aus Komponenten selbst zusammengestellt werden und die Gebiete Office, Gamer oder Sparsam abdecken.<\/p>\n<p>Wenn man von Geh&auml;use spricht,. Dann kommt man an Apple nicht vorbei. Es gab zwar immer wieder auch andere Computer die einfach schick oder stylish aussahen, aber Apple hat &uuml;ber Jahrzehnte hinweg viel Wert auf Design gelegt. Beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apple-2.shtml\">Apple II<\/a> hat man einen Designer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hartmut_Esslinger\">Hartmut Esslinger<\/a> beauftragt, das war damals au&szlig;ergew&ouml;hnlich, schaut man sich die Rechner der damaligen Zeit an, wie z.B. die ungef&auml;hr zur gleichen Zeit erschienen Konkurrenten <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/List_of_TRS-80_and_Tandy-branded_computers\">TRS-80<\/a> und Commodore PET. Das Apple II Geh&auml;use war schick, wenn auch nicht ergonomisch wegen der Tastatur in dem Geh&auml;use das durch die Aufnahme von Karten relativ hoch war. Bei der Neuauflage Apple IIC hat man das korrigiert. Beim Mac war das Geh&auml;use auch Teil des Konzepts. Der Computer sollte freundlich sein und in der Tat wirkt der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/gui.shtml\">Mac<\/a> auch sehr niedlich. Das ging aber auf Kosten der Hardware. Ihn zu erweitern war durch das Geh&auml;use, in dem auch der Monitor integriert war kaum m&ouml;glich. Dabei war er ziemlich teuer, was auch dazu f&uuml;hrte, dass Apple sehr bald mit dem Mac Verluste macht. Es g&auml;be noch etliche Macs zu erw&auml;hnen, wie die iMacs in Bonbonfarben Ende der Neunziger als <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/jobs-wozniak.shtml\">Steve Jobs<\/a> zu Apple zur&uuml;ckkehrte \u2013 erneut wurde der ganze Rechner in das Monitorgeh&auml;use integriert, den Mac Mini der erst die Welle der Ultrakompakten Rechner ausl&ouml;ste und ein Mac, der nur ein kleiner W&uuml;rfel war und eher wie ein Toaster als ein Rechner aussah. Das setzt sich auch bei anderen Apple Produkten fort wie den Ipods oder IPhones. Alles sieht immer schick und meist auch hochwertig aus. Oft aber auch verbunden mit Einschr&auml;nkungen in der Ergonomie, wie der Ipod Shuffle, der ohne Display und wenigen Tasten eigentlich nur die St&uuml;cke entweder in fester oder zuf&auml;lliger Reihenfolge abspielen kann. Ich denke f&uuml;r das Design ist Steve Jobs wesentlich verantwortlich gewesen. Nicht das er ein guter Designer ist, aber er hat Ideen und bringt andere dazu diese umzusetzen. In der Zeit ohne Jobs n&auml;herten sich die Macs denn auch mehr dem Aussehen anderer PC an, und als er wiederkam, &auml;nderte sich das. Nur einmal hat Jobs selbst etwas designt. Das war der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Apple_III\">Apple III<\/a>. Er war ein Zwitter zwischen ergonomischen Anspr&uuml;chen und Vermeidung des Kabelverhaus. Das Geh&auml;use war vorne abgeschr&auml;gt, nahm ein Diskettenlaufwerk auf, endete aber in einer flachen, aber nicht abnehmbaren Tastatur. Auf es konnte man wie beim Apple II den Monitor stellen. Das Problem: Verbunden mit der Integration von Karten, die man beim Apple II zus&auml;tzlich einbauen musste und viel RAM war die Hauptplatine durch das zu kleine Geh&auml;use zu dicht best&uuml;ckt und die Best&uuml;ckungsautomaten hatten Probleme die Platine zu best&uuml;cken. Zahlreiche Apple III fielen bald aus und das Ger&auml;t erwarb sich dadurch bald einen schlechten Ruf. Das war Jobs einziger Ausflug in die Welt als echter Designer und nicht nur Ideengeber. Er hat aber daraus gelernt. Den Fehler Design &uuml;ber Funktionalit&auml;t zu stellen hat er aber wiederholt. Der NeXT war auch ein stylisher Computer, ihm fehlten aber Hardwarekomponenten, die jeweils f&uuml;r eine K&auml;ufergruppe wichtig waren wie Festplatte oder Farbdarstellung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15579\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15579\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf mein heutiges Thema kam ich, weil ich nach einem neuen PC suchte, der auch Windows 11 geeignet ist. Was Windows 11 mit Geh&auml;usen zu tun hat? Dazu am Schluss mehr. Das Thema heute ist die Entwicklung eines Teils des PC, der gerne vergessen wird \u2013 das Geh&auml;use. Das liegt irgendwie auf der Hand. 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