{"id":15606,"date":"2021-11-22T17:17:37","date_gmt":"2021-11-22T16:17:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15606"},"modified":"2021-11-22T17:17:37","modified_gmt":"2021-11-22T16:17:37","slug":"kompatibilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/11\/22\/kompatibilitaet\/","title":{"rendered":"Kompatibilit&auml;t"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15606\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15606\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mich im Blog etwas rar gemacht, das hat aber seinen Grund, ich habe drei neue Artikel &uuml;ber Computer fertiggestellt, einen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-2.shtml\">Doppelartikel<\/a> &uuml;ber die drei ersten \u201eechten\u201c PC, den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-1.shtml\">Apple II, Commodore PET, Tandy TRS-80<\/a> und einen &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/VisiCalc.shtml\">VisiCalc<\/a>. Inspiriert wurde ich wie jedes Jahr durch die ct\u2019 Retroausgabe, auch wenn die immer schlechter wird, weil man merkt, das nun Leute Redakteure sind, die die Zeit nicht miterlebt haben und zusammenschreiben was sie im Netz so finden. Aber sie erinnert mich an die Zeit und inspiriert. Ich habe als ich f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/next-computer.shtml\">NeXT Computer<\/a> recherchiert habe, auch festgestellt, das die Wikipedia durchaus nicht immer eine gute Informationsquelle ist. &Uuml;ber sehr popul&auml;re Computer wie den Apple II oder C64 steht viel drin, aber &uuml;ber seltenere eher wenig. Da ich nicht schreiben will, was man woanders findet, habe ich in den letzten Jahren relativ wenig &uuml;ber Computer gemacht. Ich denke, ich &auml;ndere das nun und zwar mit dem Fokus auf Verlierer, die sonst gerne ignoriert wird. Und einer der Verlierer und n&auml;chsten Kandidaten f&uuml;r einen Artikel ist der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/AppleIII.shtml\">Apple III<\/a>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/ecd63517f7044de1a3be75da455d7fd1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Ein Grund f&uuml;r die Misere des Apple III ist eben die Kompatibilit&auml;t. Diesen Begriff h&ouml;rte ich auch zuerst im Zusammenhang mit Computern, n&auml;mlich den ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten \u201eIBM-Kompatiblen\u201c. Kompatibilit&auml;t ist Fluch und Segen zugleich. Heute da ja fast alles \u201ekompatibel\u201c ist, sogar &uuml;ber Hardwaregrenzen hinweg \u2013 man kann z.B. an einen Raspberry Pi USB-Zubeh&ouml;r f&uuml;r den PC anschlie&szlig;en, ohne Treiber installieren zu m&uuml;ssen, ist der Begriff weitestgehend bedeutungslos. Man muss sich in der Regel bei einer neuen Anschaffung nicht drum k&uuml;mmern, ob die mit der alten Hardware noch l&auml;uft oder alte Software noch auf dem neuen Rechner l&auml;uft, au&szlig;er es gibt die seltenen Br&uuml;che, die Microsoft bisher sehr sp&auml;t durchf&uuml;hrte \u2013 das Subsystem f&uuml;r Windows 3.x und DOS Programme flog z.\u00a0B. erst 2005 mit Windows Vista raus, als solche Programme praktisch keine Marktbedeutung mehr hatten. \u201eBisher\u201c weil sie bei Windows 11 nicht so vorgegangen sind. Das l&auml;uft nur auf maximal drei Jahre alten Rechnern. Mein f&uuml;r seine Zeit recht gut ausgestatteter PC ist z.B. nicht dabei.<\/p>\n<p>Fr&uuml;her war das anders. Da bestand die &Auml;nderung in einem neuen PC nicht nur in einem schnelleren Prozessor oder mehr Kernen. Vor allem gab es bei vielen Computern von der Hardware diktierte feste Grenzen. Da ist die 64 KByte Grenze von 8-Bittern, aber auch die 640 KByte Grenze f&uuml;r IBM-Kompatible PC.<\/p>\n<p>Ich will mal einige Rechner vorstellen, wo man dies schlecht gel&ouml;st hat. Fangen wir mit dem Apple III an. Er war DAS strategische Nachfolgeprodukt f&uuml;r Apple nach dem Apple II. Anders als beim Apple II den <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3r0JUtZ\">Wozniak<\/a> fast alleine konstruierte sa&szlig;en am Apple III eine ganze Mannschaft und es gab ein gro&szlig;es Werbebudget. Der Apple III scheiterte aus zwei Gr&uuml;nden. Das eine waren Hardwareprobleme am Anfang, das zweite war die mangelnde Kompatibilit&auml;t. Die Hardwareprobleme &auml;u&szlig;erten sich darin, dass viele Rechner nach kurzer Zeit abst&uuml;rzten und teilweise danach gar nicht mehr booteten. Der Grund daf&uuml;r war, das von Steve Jobs designte Geh&auml;use. Es war f&uuml;r die vielen verbauten Chips zu klein. Damit hatten die Best&uuml;ckungsautomaten anfangs Probleme und die Chips sa&szlig;en so nicht richtig oder locker. Diese Probleme hatte man nach einem Jahre gel&ouml;st und schon eine zweite Version, den Apple III+ nach, wohl auch um potenzielle K&auml;ufer zu versichern \u201eJa der Apple III hatte Probleme, aber die haben wir gel&ouml;st und der Apple III+ hat sie nicht\u201c.<\/p>\n<p>Das Hauptproblem des <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apple-2.shtml\">Apple II<\/a> und das ist das Kernproblem jedes \u201eKompatiblen\u201c ist der Vorg&auml;nger. Der Apple II war seiner Zeit voraus. Er bot farbige Grafik, als die Konkurrenz noch Schwarz-Wei&szlig; Textanzeige bot. Er war einfach durch Steckkarten erweiterbar \u2013 ohne diese h&auml;tte der Apple II sicher das Schicksal des <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-1.shtml\">Commodore PET und Tandy TRS-80<\/a> geteilt. Denn der Apple II hatte auch Nachteile. Aus unerfindlichen Gr&uuml;nden lies Wozniak die Kleinbuchstaben weg. Die Grafik war auf Eigenheiten des NTSC Systems ausgelegt und funktionierte nur an einem US-Fernseher, er bot keinen Ton. Mit Zusatzkarten konnte man das alles nachr&uuml;sten. So konnte man sp&auml;ter durch eine Karte Diskettenlaufwerke anschlie&szlig;en. Die 80 Zeichenkarte bot nicht nur 80 anstatt 40 Zeichen pro Zeile, sondern auch Kleinbuchstaben und die 16 K Karte erweiterte den Speicher von 48 auf 64 KByte. 16 K mehr Speicher erscheinen wenig, doch man darf nicht vergessen, das das Anwendungsprogramm und Betriebssystem im Speicher lagen. Ich vergleiche hier mal mit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">CP\/M<\/a>. Da war bei einem textbasierten System nach Start von CP\/M noch typisch 54 bis 56 KByte frei. Anwendungsprogramme wie Wordstar, Turbo Pascal oder DBase waren im Kern 30 bis 35 KByte gro&szlig;, das lies dann noch 19 bis 24 KByte f&uuml;r die eigentlichen Daten \u2013 mit 16 KByte weniger w&auml;ren es aber nur noch 3 bzw. 8 KByte.<\/p>\n<p>Die Erweiterbarkeit bescherte dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apple-ibm-pc.shtml\">Apple II<\/a> ein langes Leben. Folgende Apple II integrierten die h&auml;ufigsten Karten und er wurde so bis 1993 gebaut, l&auml;nger als jeder andere Mikrocomputer den ich kenne.<\/p>\n<p>Wie macht man nun einen Nachfolger? Eine M&ouml;glichkeit ist, das man sich gar nicht um die Kompatibilit&auml;t schert. Dann muss der Nachfolger um einiges besser als der Vorg&auml;nger sein. Das war wohl so geplant beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/macintosh.shtml\">Apple Macintosh<\/a> \u2013 schnellere CPU, grafische Oberfl&auml;che. Die zweite M&ouml;glichkeit ist es den Rechner kompatibel zu machen. Die Crux: Er muss dann 100 Prozent kompatibel sein. Beim Apple III hatte man dies vor. Der Apple III hatte den gleichen Prozessor wie der Apple II, aber doppelt so schnell getaktet. Der Speicher war mit 128 KByte auch gr&ouml;&szlig;er und er bot weitere hochaufl&ouml;sende Grafikmodi. Das Diskettenlaufwerk entsprach dem im Apple II.<\/p>\n<p>Der Apple III war ein Rechner f&uuml;r Gesch&auml;ftsleute. Er kostete bei Einf&uuml;hrung 4.340 Dollar. Ein Apple II f&uuml;r den Gesch&auml;ftseinsatz (Apple II+, 1 Disklaufwerk mit Controller, 16 K Language Card, 80 Zeichenkarte, Monitor) 2.417 Dollar. Der Apple III war also um 2.000 Dollar teurer. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/jobs-wozniak.shtml\">Stephen Wozniak<\/a> beschrieb die Erwartungshaltung eines Apple III K&auml;ufers \u2013 er kauft einen Apple II mit Zukunftsoption \u2013 also seine Software vom Apple II l&auml;uft weiterhin und er kann dann neue Software einsetzen, welche die neuen M&ouml;glichkeiten ausnutzt. Nur genau das bekam er NICHT. Der Apple III war im Apple II Modus ein Apple II mit 48 KByte Arbeitsspeicher. Er war weder schneller, was f&uuml;r Business Software sehr erstrebenswert gewesen w&auml;re, noch hatte er die beiden f&uuml;r den gesch&auml;ftlichen Einsatz hinzugekauften Karten \u2013 n&auml;mlich die 80 Zeichen Karte und 16 KByte RAM Erweiterung integriert, obwohl er beide Features im Apple III Modus bot. So verwundert es nicht das er zum Flop wurde.<\/p>\n<p>Eine Parallele finden wir im <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/C128.shtml\">C128<\/a>. Nachdem Commodore mit dem C264 \/ Plus4 grandios scheiterte \u2013 das Ger&auml;t war wie der C64 ein Rechner mit 64 KByte Arbeitsspeicher, daf&uuml;r aber schneller, und mit einem BASIC das die F&auml;higkeiten auch voll unterst&uuml;tzte, aber inkompatibel zum C64 legte man den C128 auf. Der bot nun einen C64 Modus, in dem er voll kompatibel war. Im neuen C128 Modus war er schneller, bot mehr RAM und ein komfortables BASIC. Nur konnte er im C64 Modus auch nicht mehr als der C64, also keine bessere Grafik er war nicht schneller. Kurz: wie der Apple III ben&ouml;tigte er f&uuml;r den 128K Modus komplett neue Software. Die Crux war das der C64 als Spielkiste gekauft wurde. Dank des miserablen Basics kauften Leute, die wirklich Programmieren lernen wollten, andere Rechner. Das bessere Basic des C128 war damit kein gro&szlig;es Verkaufsargument. Nur f&uuml;r Spiele reichte aber das deutlich billigere Original. Immerhin war der C128 hier voll kompatibel, anders als der Apple III oder Plus\/4. So erreichte er zwar nicht die Verkaufszahlen des C64, aber es wurden trotzdem etliche davon verkauft.<\/p>\n<p>Der Begriff Kompatibilit&auml;t hatte ich ja schon in Zusammenhang mit den IBM PC kompatiblen erw&auml;hnt. Gerade hier sieht man auch den Fluch. Es erschienen fast zeitgleich mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/konzeption-des-ibm-pc.shtml\">IBM PC<\/a> Rechner die man damals \u201eMS-DOS Kompatible\u201c nannte. Das waren Rechner mit dem 8086\/88 Prozessor, aber einer anderen internen Architektur, die unter MS-DOS liefen, vergleichbar den vielen Rechnern die unter CP\/M liefen und nur den Prozessor gemeinsam hatten. Nennenswerte Ger&auml;te sind der TI Rainbow, der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sirius-ibm-pc.shtml\">Victor Sirius 1<\/a>, der Tandy TRS-1000. Alle waren besser als der IBM PC. Der TI war ein Doppelprozessorsystem, konnte dank zus&auml;tzlichem Z80 auch CP\/M Software nutzen. Tandy und Sirius 1 boten bessere Grafik und speicherten mehr auf die Floppies. Alle diese Rechner verschwanden recht schnell von dem Markt.<\/p>\n<p>Warum? IBM hatte den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8086.shtml\">8088<\/a> mit 4,77 MHz gew&auml;hlt. Prim&auml;r um Kosten zu sparen. Verf&uuml;gbar war auch der 8086 mit 8 MHz, der etwa doppelt so schnell war. Die Langsamkeit f&uuml;hrte dazu, dass Programmierer Abk&uuml;rzungen w&auml;hlten. Normalerweise bem&uuml;ht man f&uuml;r alle Dinge, die das Betriebssystem erledigen muss wie Ein\/Ausgabe auf Bildschirm, Drucker, Disk das Betriebssystem, das dann das BIOS beauftragt und das spricht dann die Hardware direkt an. Das Betriebssystem ist die genormte Schnittstelle, alles andere ist dann herstellerspezifische implementiert. Wenn nun ein Programm direkt die BIOS Routinen aufrief, dann scheiterte das, wenn diese in einem anderen Rechner woanders lagen oder v&ouml;llig anders aufgebaut waren. Ja beim Bildschirm ging, das so weit das man nicht mal das BIOS bem&uuml;hte, sondern direkt in den Speicher schrieb. Das musste dann bei anderen Grafikstandards scheitern. Die wirklich popul&auml;ren Programme wie Lotos 1-2-3 arbeiteten aber genau so.<\/p>\n<p>Die Folge waren das nun nur noch \u201eIBM Kompatible\u201c erschienen, ja das ging soweit, das viele Firmen nicht mal wagten einen schnelleren Prozessor einzusetzen. Der Fluch war, das selbst IBM nicht mehr von dem Standard wegkam. Als der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibm-pc-at.shtml\">IBM PC-AT<\/a> erschien war er nur ein schneller IBM-PC. Das f&uuml;r den IBM PC schon schlechte Bussystem wurde nur um einen weiteren Stecker erweitert, der Rechner kam mit 1 MByte RAM, doch DOS nutzte nur 640 KByte \u2013 das sollte bis zum Ende der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/DOS-Versionen.shtml\">DOS Zeit<\/a>, als Rechner dann 4 oder 8 MB RAM hatten auch so bleiben. Lediglich die Grafik, die auf einer Steckkarte sa&szlig;, konnte man erweitern. Mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">80386<\/a> setzte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/compaq.shtml\">Compaq<\/a> dann einfach noch einen Stecker zu den beiden vom AT auf dem Motherboard hinzu. Es bed&uuml;rfte bis Mitte der Neunziger Jahre als Intel zusammen mit anderen Firmen endlich neue Standards f&uuml;r Bussysteme und Schnittstellen einf&uuml;hrte und auch Microsoft brauchte rund 20 Jahre um von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/windows.shtml\">Windows<\/a> 1 (16 Bit System) zu Windows XP (32 Bit System) zu kommen, obwohl der Prozessor schon 15 Jahre fr&uuml;her erschien.<\/p>\n<p>IBM selbst hat zweimal nicht auf die Kompatibilit&auml;t geachtet. Das eine war der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibm-pcjr.shtml\">IBM PC junior.<\/a> Gedacht als Heimcomputer war er schlicht zu teuer, aber anders als der IBM PC kaum erweiterbar. Mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibmpc-auf-abstieg.shtml\">Personal System\/2<\/a> f&uuml;hrte IBM neue Schnittstellen ein, eine neues Bussystem, neue Schnittstellen f&uuml;r Tastatur und Maus und den VGA-Standard. Das Bussystem war aber gesch&uuml;tzt, und anstatt das Firmen Lizenzen kauften, produzierten sie lieber die Karten f&uuml;r das alte Bussystem auch wenn es veraltet war. Beide Systeme stampfte IBM nach weniger als zwei Jahren wieder ein.<\/p>\n<p>Es w&auml;ren noch ein paar Beispiele zu nennen, aber ich will es dabei belassen. Heute ist das kein Problem mehr. Dank modularer Bauweise kann man ausbauen, was veraltet ist. Ich k&ouml;nnte meinen PC durch Austausch des Motherboards Windows 11 tauglich machen. &Uuml;berhaupt gibt es dort die meisten &Auml;nderungen, denn w&auml;hrend Schnittstellen wie SATA oder USB abw&auml;rtskompatibel sind gibt es alle paar Jahre einen neuen Prozessorsockel und das alte RAM passt auch nicht mehr.<\/p>\n<p>Aber eigentlich hat man sich ja nicht an einen bestimmten Prozessor gew&ouml;hnt, sondern an Software und die ist heute beweglicher den je. Apple hat in ihrer Geschichte viermal den Prozessor beim Macintosh gewechselt: Es fing mit der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/x86-mc68k.shtml\">MC68000 Serie<\/a> an, dann kam ab Mitte der Neunziger die PowerPC Architektur, die dann 10 Jahre sp&auml;ter von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/x86-artikel.shtml\">x86-ISA<\/a> abgel&ouml;st wurde und seit letztem Jahr setzt Apple auf ARM. Da die Betriebssysteme in Hochsprachen programmiert werden, geht das problemlos und f&uuml;r alte Binaries muss man eben emulieren, auch wenn das dann ziemlich langsam wird. Aber die Firmen arbeiten ja auch mit Hochsprachen und k&ouml;nnen mit relativ wenig Aufwand dann ein Binary f&uuml;r den neuen Prozessortyp erstellen. Das wesentliche ist das die API die gleiche bleibt.<\/p>\n<p>Emulation oder heute besser als \u201eVirtualisierung\u201c tituliert ist auch das Mittel der Wahl, wenn die Software wirklich alt ist.<\/p>\n<p>Ich habe mich &uuml;brigens entschlossen einen Rechner mal selbst zusammenzubauen, also richtig, nicht nur Motherboard und Komponenten zusammenzustecken, sondern wirklich die Schaltkreise einl&ouml;ten. Da ich nicht handwerklich geschickt bin, war das auch das was mich lange Zeit vom Kauf abgehalten hat. Der Rechner ist ein <a href=\"https:\/\/www.tindie.com\/products\/tindiescx\/sc131-pocket-sized-z180-romwbw-cpm-computer-kit\/\">Retro-Computer<\/a> genauer gesagt ein Z180 PC mit CP\/M. Dank der Z180 mit integrierten Schnittstellen sind das nur f&uuml;nf IC, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/z80.shtml\">Z180 CPU<\/a>, ein RAM ein ROM und ein Register und ein Multiplexer f&uuml;r das Bankselekt. Es ist wenn man es genau nimmt auch kein kompletter PC, denn alle Schnittstellen, die man so erwartet fehlen, stattdessen wird er &uuml;ber USB an den \u201enormalen\u201c PC angeschlossen, der dann als Terminal dient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15606\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15606\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mich im Blog etwas rar gemacht, das hat aber seinen Grund, ich habe drei neue Artikel &uuml;ber Computer fertiggestellt, einen Doppelartikel &uuml;ber die drei ersten \u201eechten\u201c PC, den Apple II, Commodore PET, Tandy TRS-80 und einen &uuml;ber VisiCalc. 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M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"So, heute geht es weiter mit Teil 2 \u00fcber Galileos CDS, dieser Beitrag schlie\u00dft nahtlos an den ersten Beitrag von gestern an, wie man schon an der ersten Textzeile sieht. Nach der Einleitung im ersten Teil geht es heute weiter damit warum der RCA 1802 genutzt wurde und was seine\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/191e4b0728de42829cf656027b84dc82","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18614,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/29\/galileos-cds-teil-3\/","url_meta":{"origin":15606,"position":3},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 3","author":"Bernd Leitenberger","date":"29. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"So nun zum dritten Teil \u00fcber das prim\u00e4re Computersystem von Galileo, das CDS. Nachdem sich die ersten beiden Teile nur mit dem RCA 1802, warum er gew\u00e4hlt wurde und seiner Architektur befassten geht es heute um das Computersystem selbst. Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18389,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/17\/die-glorreichen-10-die-besten-deutschen-panzer-im-zweiten-weltkrieg\/","url_meta":{"origin":15606,"position":4},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Die besten deutschen Panzer im Zweiten Weltkrieg","author":"Bernd Leitenberger","date":"17. September 2025","format":false,"excerpt":"Heute wieder ein neuer Blog im allseits beliebten Format \"Die glorreichen 10\". 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