{"id":15648,"date":"2021-12-25T14:41:15","date_gmt":"2021-12-25T13:41:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15648"},"modified":"2021-12-25T14:41:15","modified_gmt":"2021-12-25T13:41:15","slug":"teleskope-brennweiten-montierungen-und-firlefanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/12\/25\/teleskope-brennweiten-montierungen-und-firlefanz\/","title":{"rendered":"Teleskope, Brennweiten, Montierungen und Firlefanz"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15648\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15648\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe ja eine ganze Sektion auf meiner Website zu <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/teleskop-index.shtml\">Teleskopen<\/a>. Dort erkl&auml;re ich alles haarklein. Aber wie immer es ist den meisten zu viel Erkl&auml;rung. Nachdem ich in der aktuellen ct\u2018 einen ziemlich oberfl&auml;chlichen Artikel gelesen habe, bei dem man merkt das der Autor noch nie ein Teleskop besessen hat, dachte ich mir, bringe ich etwas Licht in einige Kaufentscheidungen, jenseits der Kernentscheidung wie viel Geld man ausgeben will, welcher Basistyp es sein soll.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/a7c4bd94ae624e068fb74d3b8f458bc9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Allen potenziellen K&auml;ufern ist klar, das ein Teleskop mit einer gr&ouml;&szlig;eren &Ouml;ffnung sprich einer gr&ouml;&szlig;eren Optikdurchmesser besser ist als eines mit einer kleinen. Doch dann gibt es noch eine zweite Gr&ouml;&szlig;e die Brennweite. Es gibt Teleskope mit derselben &Ouml;ffnung aber unterschiedlicher Brennweite. Was ist denn nun besser \u2013 kurzbrennweitig oder langbrennweitig?<\/p>\n<p>Die Brennweite gibt zuerst einmal an, wie gro&szlig; ein Gesichtsfeld in Grad im Fokus bei einer bestimmten Gr&ouml;&szlig;e des Detektors oder Okulars ist. Dort sitzt dann eine Kamera oder wenn man visuell beobachtet wird dieses Bild noch durch ein Okular vergr&ouml;&szlig;ert. Aus der Tatsache wird schon klar, das die Brennweite f&uuml;r die Fotografie wichtiger ist als f&uuml;r die Beobachtung denn stimmt da die Vergr&ouml;&szlig;erung nicht, kann man einfach das Okular auswechseln.<\/p>\n<p>Rein technisch haben alle Teleskope Bildfehler die bei Linsenteleskopen aus der unterschiedlichen Brechung verschiedener Wellenl&auml;ngen resultieren und bei Spiegelteleskopen aus den Spiegeln im Strahlengang. Die Bildfehler sind um so gr&ouml;&szlig;er, je k&uuml;rzer die Brennweite ist. Zwar gibt es zus&auml;tzliche Linsen (Fokalreduktoren) um die Brennweite zu verk&uuml;rzen, doch als zus&auml;tzliches optisches System erzeugen sie weitere Bildfehler. Das Verl&auml;ngern der Brennweite ist dagegen unkritischer.<\/p>\n<p>Gehe ich davon aus, dass das erste Teleskop prim&auml;r dazu dient &uuml;berhaupt die praktischen Erfahrungen zu sammeln und die macht man eben zuerst nur durch Beobachtung, dann rate ich zu einem langbrennweitigen. Das minimiert die Bildfehler und sie sind oft auch etwas pressierter. Es gibt so etwas wie ein optimales &Ouml;ffnungsverh&auml;ltnis, wenn man den praktischen Umstand einbezieht, das die Okulare auch bezahlbar sein sollen. Teleskope enden in einem Gewinde von 1,25 oder 2 Zoll Durchmesser, meist 2 Zoll mit Adapter auf 1,25 Zoll. Okulare mit 2 Zoll Durchmesser sind recht teuer und schwer. Bei 1,25 Zoll Durchmesser wird eine Linse aber nie mehr als 29 mm Durchmesser haben. In dem Bereich sollte dann auch die Maximalbrennweite liegen also 30 bis 32 mm. Sonst engt sich das Blickfeld ein. Die kleinsten Brennweiten, die es bei Okularen gibt, sind etwa 3 mm, doch schon bei 5 mm wird die Auswahl klein. Kleine Brennweiten braucht man f&uuml;r gro&szlig;e Vergr&ouml;&szlig;erungen. Allerdings: je kleiner die Brennweite ist, desto kleiner die Linse, die dem Auge zugewandt ist und um so schwerer ist es, einen Punkt zu finden wo man das ganze Feld &uuml;berblickt. Physiologisch sollte die Austrittspupille nicht gr&ouml;&szlig;er als der Durchmesser der Pupille sein, das sind bei Babys 8 mm, mit fortschreitendem Alter wird sie immer weniger elastisch. Im mittleren Alter liegt sie bei 6 mm. Die sch&auml;rfste Abbildung hat man bei einem Pupillendurchmesser von 1 mm, das entspricht der Region im Auge mit dem sch&auml;rfsten Sehen. Man kann noch etwas dr&uuml;ber gehen, auf 0,7 maximal 0,5 mm, doch dann tauscht man eine gr&ouml;&szlig;ere Vergr&ouml;&szlig;erung gegen mehr Unsch&auml;rfe aus.<\/p>\n<p>1 mm Austrittspupille entsprechen genau dem Verh&auml;ltnis von Brennweite\/&Ouml;ffnung (f\/d) eines Teleskops, das je nach Typ zwischen 4 und 13 liegt. Ein Okular mit einer 1 mm Austrittspupille hat dann genau eine Brennweite von 6 mm. Als oberste Grenze ergibt sich die altersabh&auml;ngige Maximalpupille, also bei den meisten so um die 6 mm, bei Jugendlichen auch 7 mm. Nimmt man das Kriterium das dies maximal 30 bis 32 mm Okularbrennweite sein sollte, die Obergrenze f&uuml;r 1,25 Okulare, so liegt das optimale F\/D bei etwa 5 bis 6. So ein Verh&auml;ltnis haben viele Newtons. Bei Refraktoren muss man dagegen entweder viel Geld in die Hand nehmen, da dies f&uuml;r Linsen sehr kurzbrennweitig ist, oder mit Bildfehlern leben. Cassegrains und Maksutovs kommen in diesen Bereich konstruktionsbedingt nicht. Sie sind l&auml;ngerbrennweitig.<\/p>\n<p>Der zweite Bereich ist die Fotografie, die immer als Wunsch auftaucht. Das grunds&auml;tzliche Problem: Bilder die ver&ouml;ffentlicht wurden stammen oft von guten Instrumenten und die Ersteller haben wirklich viel Arbeit da reingesteckt. Relativ einfach gestaltet sich noch die Fotografie von Mond und Sonne (nat&uuml;rlich nur mit Sonnenfilter vor der Optik), dann wird es schon kompliziert. Bei Planeten vergr&ouml;&szlig;ert man stark, damit auch die Luftunruhe und St&ouml;rungen am Teleskop wie Ber&uuml;hrung oder Wind bringen das Bild zum Vibrieren. Gute Fotos von Planeten entstanden durch Addition von Hunderten Einzelbildern und mit professionellen Kameras. Bilder von Galaxien und Nebeln sind langzeitbelichtet und ben&ouml;tigen eine gute Montierung und Nachf&uuml;hrung. Bei uns in Deutschland ist zudem der Himmel so aufhellt, das man selten so lange belichten kann das man wirklich viele Details sieht.<\/p>\n<p>F&uuml;r professionelle Astrofotografie ist nicht nur ein kurzbrennweitiges Instrument wichtig, viel bedeutsamer ist eine Montierung, die stabil ist, bei der das Teleskop nicht beim kleinsten Wind wackelt und die standardm&auml;&szlig;ig Nachf&uuml;hrmotoren mitbringt. Es gibt zwar Nachr&uuml;stkits auch f&uuml;r billige Montierungen, doch diese batteriebetriebenen einfachen Motoren werden anstatt den Nachf&uuml;hrwellen aufgesteckt und wer jemals damit nachgef&uuml;hrt hat wei&szlig;, wie schwer das ist. De Fakto kostet eine gute Montierung f&uuml;r die Astrofotografie so viel wie die Optik selbst, bei gro&szlig;en Teleskopen (bei mehr als 8 Zoll Durchmesser) kann sie auch deutlich teurer sein. Mein Tipp \u2013 Astrofotografie als Wunsch erst mal zur&uuml;ckstellen. Das erste Teleskop sollte eines sein, um die Technik kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Dann wei&szlig; man beim zweiten das dann gr&ouml;&szlig;er wird und vielleicht zur Fotografie eingesetzt wird genau, was f&uuml;r einen wichtig ist. Das ist sinnvoller als viel Geld ins erste Teleskop zu stecken das dann doch nicht das h&auml;lt was man erwartet.<\/p>\n<p>Dann gibt es etliches Zubeh&ouml;r, auf das ich immer angesprochen werde. Brauche ich eine Goto-Montierung, eine Smartphone Halterung etc&#8230;? Eine Goto-Montierung ist eine Komfortfunktion. Man findet so schneller ein Objekt. Nur: wer eine drehbare Sternkarte bedienen kann, findet das auch so schnell am Himmel. Den muss man sowieso irgendwann mal kennen lernen. Da die meisten f&uuml;r das erste Teleskop nicht viel ausgeben wollen, w&uuml;rde ich mir das Geld f&uuml;r die GoTo-Funktion sparen und in mehr Okulare, bessere Optik oder Montierung stecken.<\/p>\n<p>Leute lieben zwar ihr Smartphone und benutzen es gerne als Kamera, aber als Kamera f&uuml;r ein Teleskop taugt es nicht viel. Zum einen schaltet man so ein weiteres Linsensystem in den Strahlengang. Das verschlechtert die Abbildung. Zum anderen sind die Pixel eines Smartphones klein, es m&uuml;ssen ja zig Megapixel mit einer nur wenigen Millimeter gro&szlig;en Linse belichtet werden. Pixel in der Astrofotografie k&ouml;nnen dagegen nicht gro&szlig; genug sein.<\/p>\n<p>Will man unbedingt fotografieren sollte man den Body einer Spiegelreflexkamera kaufen, wenn man sie f&uuml;r normale Fotos nehmen will, auch mit Objektiv und einen Adapter f&uuml;r das Gewinde der Spiegelreflexkamera. Die Kamera braucht nicht viele Megapixel, im Gegenteil, eine &auml;ltere Kamera, die es auf Ebay g&uuml;nstig gibt, ist besser, denn bei gleicher Sensorgr&ouml;&szlig;e sind da die Pixel gr&ouml;&szlig;er. Allerdings gehen so ohne Nachf&uuml;hrung nur Fotos mit kurzer Belichtungszeit von Mond, Sonne und Planeten, sodass ich Fotografie als Wunsch hintenan stellen w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Was man dagegen kaufen sollte, w&auml;ren ein bis zwei Okulare mehr. Meist gibt es in der Grundaustatttung nur eines oder zwei. Ideal sind drei bis vier, in der Vergr&ouml;&szlig;erung jeweils um den Faktor 1,5 bis 2 gestaffelt, z.B. 32 mm \u2013 16 mm \u2013 8 mm \u2013 4 mm. Wer sparen will, kommt mit Zweien und einer Barlowlinse aus, die um den Faktor 1,5 bis 2 vergr&ouml;&szlig;ert, muss dann aber mehr wechseln, wenn er die Vergr&ouml;&szlig;erung &auml;ndert. Bei einer Zweifach-Barlowlinse br&auml;uchte man nur 32 und 8 mm. 16 mm und 4 mm bekommt man durch Kombination mit der Barlowlinse. P&ouml;ssls oder bei kleinen Brennweiten Orthoskopische Okulare sind preiswert und bei mittleren Gesichtsfeldern gute Okulare. Weitwinkelokulare sind generell sehr teuer. Sie ben&ouml;tigen f&uuml;r das gro&szlig;e Gesichtsfeld anstatt drei bis veri bis zu sieben Linsen. Anstatt Spezialfilter f&uuml;r Nebel w&uuml;rde ich in einen Objektivsonnenfilter investieren. Er wird vor die Optik montiert und sorgt so daf&uuml;r, dass schon weniger Licht in den Tubus kommt. Okularsonnenfilter, die ins Okular geschraubt werden, sind dagegen enormer Hitze ausgesetzt und k&ouml;nnen zerst&ouml;rt werden. Das ist hochgef&auml;hrlich. Einfache Filter mit Spiegelfolie reichen meist aus, wichtiger ist, dass man sie gut befestigen kann, denn wenn sie bei der Beobachtung abfallen \u2026. Der Sonnenfilter erweitert das Spektrum der Beobachtung auf den Tag. Auf der Sonne ist immer was los, anders als der Mond ver&auml;ndert sie sich.<\/p>\n<p>Mein Lieblingsteleskop ist aus mehreren Gr&uuml;nden ein Newton. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/11\/09\/warum-mein-lieblingsteleskop-ein-newton-ist\/\">Mehr hier dazu<\/a>. Fertige Einsteigerger&auml;te haben immer Macken, meist wird eine wackelige Montierung mit einem viel zu gro&szlig;en Tubus kombiniert. Wenn man sich die M&uuml;he macht das zu trennen dann sucht man sich zuerst die Optik aus, die man haben will. Nimmt deren Gewicht, addiert noch mindestens ein Kilogramm f&uuml;r eine Kamera und Okulare und schaut nach einer Montierung die mindestens dieses Gewicht tr&auml;gt. Dann kann man auch gleich schauen, ob sie integrierte Motoren hat. Doch dann liegt man selbst bei kleinen Instrumenten meist bei einem Budget das f&uuml;r Einsteiger zu hoch ist. Das Budget ist der letzte Punkt. Neueinsteiger haben keine Ahnung wie viel ein Teleskop kosten kann. Nun gibt es bei Teleskopen auch Premium-Marken, bei denen es deutlich teuer wird. Doch Bresser und Skywatcher sowie die chinesischen Eigenmarken wie Omegron oder GSO sind bei Teleskoplinsen das, was bei Autos VW und Ford sind. Man wird also bei diesen landen. In dem Bereich den ein Einsteiger ausgeben will, bekommt man in der Regel nur Komplettger&auml;te, weil man die billigen Montierungen gar nicht einzeln bekommt.<\/p>\n<p>Die Untergrenze sind f&uuml;r ein brauchbares Teleskop bei mir 200 Euro, als Einsteiger w&uuml;rde ich (ohne Zubeh&ouml;r) den Bereich von 200 bis 300 Euro anpeilen. Da viele Teleskope von Erwachsenen f&uuml;r Kinder gekauft werden f&auml;ngt da schon das nerv&ouml;se Zucken an, doch ein Teleskop f&uuml;r 200 Euro entspricht bei einem Auto einem Golf oder Polo. In der Mercedesklasse kommt man bei sonst gleicher Ausstattung leicht auf 600 Euro und in der Porsche Klasse kann es vierstellig werden. Es gibt Teleskope, die sind billiger, es gibt auch Autos die nur 5.000 Euro kosten. Doch w&uuml;rden sie die kaufen?<\/p>\n<p>F&uuml;r das Geld bekommt man ein Linsenteleskop mit 80 bis 90 mm Durchmesser und ein Spiegelteleskop mit 100 bis 130 mm Durchmesser. Linsenteleskope in dem Bereich sind langbrennweitig, das ist im Handling nicht ganz einfach, weil man so ein langes Rohr als Tubus hat, und oft in die Knie gehen muss, wenn man steil nach oben schaut. Spiegelteleskope sind bei gleicher &Ouml;ffnung billiger, m&uuml;ssen aber regelm&auml;&szlig;ig kontrolliert und nachjustiert werden.<\/p>\n<p>Zuletzt noch ein Tipp, wie bekomme ich raus, ob ein Teleskop gut ist oder nicht? Nun ohne Test gar nicht, aber die h&auml;ufigste Kr&uuml;cke kann man leicht herausfinden. Im Billigbereich gibt es nicht viele Montierungen, sehr verbreitet sind EQ-2 und EQ-3 von Bresser. Man schaut bei den technischen Daten nach, was der Tubus wiegt, z.B. 3 bis 4 kg bei einem Newton in der Preisklasse. Dann schaut man nach, wie viel die Montierung tragen kann. Viele Hersteller haben auch Infoseiten &uuml;ber die Montierungen, so hier der <a href=\"https:\/\/www.astroshop.de\/magazin\/praxis\/tipps-und-tricks\/uebersicht-eq-montierungen\/i,1082\">Astroshop f&uuml;r die EQ-Montierungen<\/a>. Man sieht dort leicht, dass eine EQ-3 eine bessere Montierung als die EQ-2 ist, sollte aber auch S&auml;tze lesen wie \u201eWer allerdings sehr hohe Anspr&uuml;che an die Fotografie stellt oder schon weiter fortgeschritten ist, wird sich f&uuml;r die gro&szlig;e HEQ-5 Montierung entscheiden.\u201c. Im Zweifel: lieber die &Ouml;ffnung etwas kleiner und die Montierung besser w&auml;hlen. Was man nicht vergessen sollte: Schon ein Objektiv mit 60 mm &Ouml;ffnung ist 10-mal leistungsf&auml;higer als das menschliche Auge. Der Sprung von 60 auf 80 mm oder 100 auf 130 mm ist dagegen nur noch der Faktor 1,3. Man sieht also nicht so viel mehr, vergleicht man es mit dem enorm Sprung zur kleinsten &Ouml;ffnung. &Uuml;ber eine wackelige Montierung &auml;rgert man sich aber jeden Tag.<\/p>\n<p>Zuletzt noch zu der Frage die sich der eine oder andere schon am Anfang gestellt haben: Warum schreibe ich das erst jetzt, nach der Bescherung, sind Teleskope doch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk? Ganz einfach: weil es sich um Mechanik und Optik handelt. Ich kann drauf wetten, dass ich sonst Mails bekomme in der Art was ich von Teleskop XY halte oder ob ich Teleskop A oder B empfehle. Wie soll ich das machen? Abgesehen davon das es immer mehr Produkte gibt \u2013 als ich damals einstieg, war es pro &Ouml;ffnung gerade mal eines, kann man zwar Elektronik nur nach den Leistungsdaten aussuchen, aber bei einem Teleskop muss man es in Natura sehen, ausprobieren. Die Eltern w&uuml;rden ja auch nicht f&uuml;r ihren Z&ouml;gling ein Fahrrad kaufen, ohne eine Probefahrt zu machen genauso wenig, wie sie dies bei ihrem n&auml;chsten Auto tun w&uuml;rden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15648\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15648\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe ja eine ganze Sektion auf meiner Website zu Teleskopen. 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Ich habe mir die SWR1 Reihe \"Leute\", ein Radio-Talkformat mit den Spitzenkandidaten angeh\u00f6rt und nehme das mal als Aufh\u00e4nger etwas \u00fcber das zu schreiben was mich an der Politik in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9297ac798f9047d9a27f46008ab7fa99","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":17895,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/01\/19\/nachlese-teststart-starship-itf-7\/","url_meta":{"origin":15648,"position":5},"title":"Nachlese Teststart Starship ITF-7","author":"Bernd Leitenberger","date":"19. Januar 2025","format":false,"excerpt":"Die erste Phase lief noch nach Plan. Das Starship mit der Seriennummer S33 und die SuperHeavy mit der Seriennummer B14 hoben mit 37 Minuten Versp\u00e4tung um 4:37 nachmittags lokaler Zeit ab. Der Flug selbst hatte einen genehmigten Startzeitraum von 10. bis zum 17. Januar 2025 mit jeweils einem Startfenster pro\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/60231369830445f0b5712ad7af8fdc7a","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15648\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}