{"id":15700,"date":"2022-01-19T17:19:29","date_gmt":"2022-01-19T16:19:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15700"},"modified":"2022-01-19T17:19:29","modified_gmt":"2022-01-19T16:19:29","slug":"eine-kurze-geschichte-der-astronomie-im-weltraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/01\/19\/eine-kurze-geschichte-der-astronomie-im-weltraum\/","title":{"rendered":"Eine kurze Geschichte der Astronomie im Weltraum"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15700\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15700\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Nun ist das James Webb Teleskop ja schon auf dem halben Weg in den L2-Lagrangepunkt und ich greife das mal auf, um die Geschichte der Astronomie mit Satelliten Revue passieren zu lassen. Die erdgebundene Astronomie hat zwei gro&szlig;e Einschr&auml;nkungen. Die kleinere Begrenzung ist die begrenzte Aufl&ouml;sung, verursachte dadurch das die Atmosph&auml;re &uuml;ber uns niemals vollst&auml;ndig ruhig ist. Es gibt immer wieder kleine Zonen mit unterschiedlichen Temperaturen und damit Dichten, die das Licht unterschiedlich passieren lassen. Lichtstrahlen nehmen durch unterschiedlich dichte Medien verschiedene Wege und im Teleskop \u201etanzt\u201c ein Stern dann leicht um die wahre Position. Wenn dies sehr stark ist kann man es auch mit blo&szlig;en Auge als Blinken der Sterne erkennen. Bei den meisten Orten liegt die als \u201eSeeing\u201c definierte maximale nutzbare Aufl&ouml;sung bei 1 Bogensekunde, Orte mit weniger als 0,5 Bogensekunden sind selten und die besten erreichen rund 0,3 Bogensekunden. Mittlerweile kann man das Problem technisch angehen, indem man die Spiegel mechanisch so verformt, dass die St&ouml;rung kompensiert wird. Dazu nimmt ein Teleskop einen nat&uuml;rlichen oder k&uuml;nstlichen Stern (Laserstrahl) auf und misst dessen scheinbare Bewegung. Das ist das Grundprinzip der adaptiven Optik.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/eca13cbfe5454ed1b305dfa15f0470c9\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Eine theoretische Aufl&ouml;sung von 1 Bogensekunde erreicht schon ein Teleskop mit 116 mm &Ouml;ffnung und eines mit 40 cm Optikdurchmesser w&auml;re auch f&uuml;r die besten Pl&auml;tze weltweit ausreichend \u2013 wenn es nur um die Aufl&ouml;sung geht.<\/p>\n<p>Die zweite gr&ouml;&szlig;ere Einschr&auml;nkung ist, dass unsere Atmosph&auml;re die meisten Wellenl&auml;ngen absorbiert. Bei den k&uuml;rzerwelligen Photonen zum Gl&uuml;ck, denn sonst w&uuml;rde sich kein Leben bei uns gebildet haben, bei den langwelligen Strahlen wird sie an der Grenze zum Radiobereich bei den Mikrowellen wieder durchsichtiger. Der Infrarotbereich zwischen sichtbaren und Radiobereich wird effektiv von den Molek&uuml;len der Atmosph&auml;re absorbiert die durch Infratrotstrahlung zu Schwingungen angeregt werden, die letztendlich die Ursache f&uuml;r den Treibhauseffekt sind. Das gilt auch f&uuml;r sehr kurzwellige Radiowellen, die derzeit deswegen f&uuml;r kommende WLAN-Standards (60 GHz) verwendet werden sollen, da so auch St&ouml;rungen durch Nachbarsender reduziert werden.<\/p>\n<p>Astronomen waren schon immer interessiert, wie das Universum in diesen f&uuml;r uns unsichtbaren Wellenl&auml;ngen aussieht.<\/p>\n<p>Schon bevor es Satelliten gab, sandte man mit H&ouml;henforschungsraketen Instrumente ins All die wenigstens einige Minuten lang die Strahlung ma&szlig;en. Die erste solche Expedition fand noch mit der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/a4-2.shtml\">A-4<\/a> statt und sie bewies, das es im Weltall Quellen gibt die R&ouml;ntgenstrahlen aussandten.<\/p>\n<p>Die ersten Satelliten, die dann f&uuml;r die Astronomie gebaut wurden, nutzten neben dem sichtbaren Bereich auch das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/astronomische-satelliten-uv.shtml\">UV<\/a>. Das UV grenzt direkt an das sichtbare Licht an, kann aber mit dem normalem Equipment nachgewiesen werden, das hei&szlig;t man setzt ein herk&ouml;mmliches Spiegelteleskop ein und einen Detektor der meist Lichtphotonen in Elektronen umwandelt und dann verst&auml;rkt wie ein <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/instrumente.shtml\">Photomultipler oder eine MicrochannelPlate<\/a>. Der erste Satellit f&uuml;r die Beobachtung im UV war der europ&auml;ische TD-1, der 1972 startete. Seitdem gab es aber relativ wenige Satelliten die das UV als Hauptspektralbereich nutzen.<\/p>\n<p>Danach kam der kurzwellige Bereich der R&ouml;ntgenstrahlen und Gammastrahlen an die Reihe. Die Erforschung dieses Bereiches hatte anfangs einen gro&szlig;en Nachteil: es gab kein &Auml;quivalent zu einer fokussierenden Optik. Es konnte also nicht R&ouml;ntgenstrahlung geb&uuml;ndelt werden und damit gleichzeitig das Gesichtsfeld eingeschr&auml;nkt werden. Dies war aber wichtig, wenn man wissen wollte wo eine Quelle war, denn oft waren <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/astonomische-satelliten-xray.shtml\">R&ouml;ntgenquellen<\/a> im sichtbaren Bereich nur schwach leuchtende Objekte. Das geschah anfangs nur, indem man die Detektoren massiv abschirmte, nur eine &Ouml;ffnung frei lies und aufgrund der Gr&ouml;&szlig;e dieser &Ouml;ffnung dann ungef&auml;hr sagen konnte, wo die Quelle war. Die ersten Satelliten waren denn auch klein und z&auml;hlten nur die R&ouml;ntgenquellen am Himmel. Es begannt mit SAS-A den Riccardo Giacconi (sp&auml;terer Projektleiter f&uuml;r das James Webb Telescope und f&uuml;r seine Forschung in diesem Spektralbereich 2002 mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet) 1975. Die Zahl der Satelliten stieg, als man einen Teleskoptyp, den der deutsche Ingenieur Hans Wolter 1952 erfunden hatte, umsetzte. R&ouml;ntgenstrahlen kann man nicht mit Spiegeln b&uuml;ndeln, aber man kann ihre Richtung leicht wechseln, wenn sie streifend an eine Oberfl&auml;che gelangen und so fokussieren. Wolter-Teleskope bestehen aus ineinander geschachtelten parabolischen oder hyperbolisch geformten Schalen, an deren Oberfl&auml;che R&ouml;ntgenstrahlen in den hinteren Brennpunkt fokussiert werden. Erst 1978 wurde jedoch der erste Satellit mit dieser Technik gestartet. Das Hauptproblem: Die Oberfl&auml;chen m&uuml;ssen eine Glattheit haben, die zehnmal kleiner als die Wellenl&auml;nge ist \u2013 und die ist bei R&ouml;ntgenstrahlen eben tausendmal geringer als die des sichtbaren Lichts. So fein polieren musste man erst mal k&ouml;nnen. Seitdem ist die Zahl der Schalen rapide angestiegen. Der deutsche R&ouml;ntgensatellit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/rosat.shtml\">Rosat<\/a> hatte 6 Schalen, der europ&auml;ische XMM Newton schon 13 und das neueste Instrument e-Rosita 54. Entsprechend steigt die Aufl&ouml;sung an und auch die Empfindlichkeit.<\/p>\n<p>Bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/astonomische-satelliten-gamma.shtml\">Gammastrahlen<\/a> geht das bis heute noch nicht, mehr als Abschirmen kann man die Detektoren nicht, daher gab es bisher wenige Satelliten, die vor allem im Gammastrahlenbereich aktiv sind. Der Wellenbereich wurde aber, da man im Prinzip Gammastrahlen mit einem einfachen Geigerz&auml;hler nachweisen kann, schon vorher erkundet. Den Anfang machte S 15 oder Explorer 11 schon 1961. Gro&szlig;en Aufschwung bekam die Forschung in den Siebziger Jahren, als US-Fr&uuml;hwarnsatelliten die eigentlich die Gammastrahlen von Atomexplosionen nachweisen sollten, im Weltall Quellen nachwiesen, die nur kurzzeitig aktiv sind und dabei enorme Energiemengen freisetzen. Diese <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gammablitz\">Gamma Ray Bursts<\/a> geh&ouml;ren zu den Ereignissen im Weltall die am meisten Energie freisetzen. Einige GRB setzen in wenigen Sekunden mehr Energie frei als die Sonne in ihrer gesamten Lebenszeit.<\/p>\n<p>Deutlich schwieriger ist der Nachweise von Infrarotstrahlung. Zwar kann man anders als bei R&ouml;ntgenstrahlung dieselben optischen Elemente wie im visuellen verwenden, aber es gibt daf&uuml;r Probleme mit dem Raumfahrzeug selbst. Jede Wellenl&auml;nge entspricht einer Temperatur, bei der genau in dieser Wellenl&auml;nge das Strahlungsmaximum ausgestrahlt wird. F&uuml;r die Sonne sind dies bei 5800 K Oberfl&auml;chentemperatur rund 550 nm. F&uuml;r einen K&ouml;rper der 290 K warm ist (das sind rund 17 Grad Celsius) ist die Wellenl&auml;nge 20-mal gr&ouml;&szlig;er und liegt bei 11 \u00b5m im mittleren Infrarot. Infrarotstrahlen mit noch h&ouml;herer Wellenl&auml;nge entsprechen einer noch niedrigeren Temperatur. Nun hat ein Raumfahrzeug aber in der Regel Temperaturen die in etwa der Zimmertemperatur entsprechen. Damit emittiert alles im Satelliten auch IR-Strahlung im mittleren Infrarot und man kann ein schwaches Signal nicht mehr in dieser Hintergrundstrahlung nachweisen. Es ist, als w&uuml;rde man versuchen am Tag Sterne zu beobachten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/astonomische-satelliten-ir.shtml\">Infrarotsatelliten<\/a> m&uuml;ssen daher extrem heruntergek&uuml;hlt werden. Nicht nur die Detektoren, sondern die ganze Optik. Das war lange Zeit nur durch das Einpacken in eine riesige Thermosflasche m&ouml;glich, gef&uuml;llt mit fl&uuml;ssigem Helium, das eine Temperatur nahe des absoluten Nullpunktes hatte. Die Isolation der Dewarflasche und ein Sonnenschutzschild sollen verhindern das es zu schnell verdampft. Trotzdem hatten die ersten IR-Satelliten nur eine geringe Lebensdauer. Dem Erstling IRAS (1982) folgte ISO der ESA, der um die IR-Strahlung der Erde als St&ouml;relement zu verringern, schon auf eine geostation&auml;ren Umlaufbahn gerbracht wurde. IRAS arbeitete neun Monate (geplant 12), ISO schon 26 (geplant 24). Es gab einige Nachfolger mit derselben Bauweise, alle arbeiteten nur einige Jahre, obwohl sie teilweise auf Sonnenumlaufbahnen ode den L2-Lagrangepunkt gebracht wurden, damit die IR-Strahlung der Erde, weniger st&ouml;rt. Eine Alternative ist es auf das langwellige Infrarot zu verzichten. Dann reicht es das Teleskop durch passive Abschirmung auf Temperaturen zu k&uuml;hlen die zwar kalt sind (30 bis 70 Kelvin) aber nicht so kalt wie fl&uuml;ssiges Helium. Die Instrumente werden dann mit einem regenerativen Kreislauf zus&auml;tzlich weiter herabgek&uuml;hlt wobei wie bei einem K&uuml;hlschrank das K&uuml;hlmittel zirkuliert. Das James Webb Teleskope ist das letzte und gr&ouml;&szlig;te Instrument dieser Art und es zeigt auch, wie sich der Forschungsschwerpunkt verschiebt. Als das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hst.shtml\">Hubble Weltraumteleskop<\/a> gestartet wurde, war es f&uuml;r Beobachtungen im Sichtbaren und nahen UV ausgelegt, die Instrumente wurden nach und nach ersetzt und sie deckten immer mehr den Infrarotbereich ab. Das spannendste <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hst-instrumente.shtml\">IR-Experiment<\/a>, NICMOS bei dem die Detektoren in einen Block aus festem Stickstoff gebracht wurden versagte jedoch wegen eines W&auml;rmelecks.<\/p>\n<p>Im Infraroten kann man alles beobachten, was k&auml;lter als ein Stern ist. Im nahen Infrarot sind dies noch ganz leuchtschwache Sterne mit niedriger Oberfl&auml;chentemperatur und Braune Zwerge, ein Mittelding zwischen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/spektralklassen.shtml\">Stern<\/a> und Riesenplaneten, bei denen die Fusion nicht z&uuml;ndete, die aber immer noch kontrahieren und W&auml;rmstrahlung abgeben. Es folgen Nebel. Sternentstehungsgebiete erw&auml;rmen sich durch die Reibung der Gase und Staub und strahlen im Infraroten ab. Weiterhin ist die Strahlung von Galaxien im fr&uuml;hen Universum ins Infrarote verschoben, sie bilden einen Forschungsschwerpunkt des JWST, das \u2013 so hoffen die Forscher bis 300.000 Jahre nach dem Urknall \u201ezur&uuml;ckblicken\u201c soll. 300.000 Jahre nach dem Urknall war das Weltall so \u201ekalt\u201c, dass Atome anfingen Elektronen einzufangen und sie gaben dabei Strahlung ab, die kosmische Hintergrundstrahlung die heute durch die Expansion des Universums einer Wellenl&auml;nge rund 1.000 Mikrometern entspricht. Die Forschung konzentriert sich heute mehr auf den Infrarotspektralbereich, auch weil durch Fortschritte in der Technik erdgebundene Teleskope gegen&uuml;ber Weltraumteleskopen aufgeholt haben.<\/p>\n<p>Bei der Wellenl&auml;nge der kosmischen Hintergrundstrahlung (~ 1000 Mikrometer = 1 mm) setzt man allerdings schon <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/astonomische-satelliten-speziell.shtml\">Radioteleskope<\/a> ein. Das bekannteste und gr&ouml;&szlig;te Instrument ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atacama_Large_Millimeter\/submillimeter_Array\">ALMA<\/a>, das aus 66 Einzelteleskopen empfindlich zwischen 0,32 und 2 mm (320 bis 2000 Mikrometer). F&uuml;r Radiostrahlen ist die Atmosph&auml;re wieder durchsichtig, wenn auch nicht vollst&auml;ndig. Molek&uuml;le werden durch Radiowellen in Schwingung versetzt, das wird auch praktisch genutzt z.\u00a0B. als Regenradar. Submillimeter Radioteleskope stehen daher wie optische Teleskope meist auf Bergen, das reduziert die Atmosph&auml;re dar&uuml;ber und damit die Absorption. Bisher gab es daher wenige Radioteleskope im All. Seit langem wird aber postuliert, dass man welche auf den erdabgewandten R&uuml;ckseite des Mondes installieren k&ouml;nnen. Das w&auml;ren dann Teleskope wie das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arecibo-Observatorium\">Arecibo-Teleskop<\/a>, das vor zwei Jahren zerst&ouml;rt wurde. Es wurde fest in einem Talkessel installiert. Beim Mond w&auml;ren es Krater. Ein solches Teleskop ist nicht schwenkbar, doch im Laufe des Jahres dreht sich der Himmel einmal &uuml;ber dem Teleskop, sodass trotzdem jedes Objekt beobachtet werden kann. Man w&uuml;rde dabei die Form der Krater ausnutzen und Seile am Kraterrand installieren, welche die Reflexionsschicht \u2013 im einfachsten Fall eine Folie, halten w&uuml;rden. F&uuml;r die parabolische Form sorgt dann die Schwerkraft und der Empf&auml;nger m&uuml;sste an einem weiteren Seil oder auf einer S&auml;ule in der Mitte installiert werden. Bei der geringen Mondschwerkraft k&auml;me man mit relativ wenig Material aus und die tiefen Temperaturen in der Mondnacht w&uuml;rden zudem die Empfindlichkeit der Empf&auml;nger stark erh&ouml;hen. Die Mondr&uuml;ckseite wurde deswegen vorgeschlagen, weil irdische Radioteleskope nat&uuml;rlich auch alle Radiowellen empfangen, die von unz&auml;hligen Sendern aller Art auf der Erde gesendet werden, vom Wlan &uuml;ber Rundfunk, Fernsehen bis hin zu Satelliten. Der Mond w&uuml;rde alle diese St&ouml;rquellen abschirmen und daher optimale Beobachtungsbedingungen liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15700\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15700\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Nun ist das James Webb Teleskop ja schon auf dem halben Weg in den L2-Lagrangepunkt und ich greife das mal auf, um die Geschichte der Astronomie mit Satelliten Revue passieren zu lassen. 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Wie bei allen anderen \u201ealternativen\u201c Antriebskonzepten wie nuklearen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/ebe2eec6979b4f928aca02f69c05d636","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15700\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}