{"id":15704,"date":"2022-01-21T16:22:13","date_gmt":"2022-01-21T15:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15704"},"modified":"2022-01-21T16:22:58","modified_gmt":"2022-01-21T15:22:58","slug":"eine-ueberfluessige-schiffsklasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/01\/21\/eine-ueberfluessige-schiffsklasse\/","title":{"rendered":"Eine &uuml;berfl&uuml;ssige Schiffsklasse"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15704\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15704\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Seit ich letztes Jahr das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/05\/20\/buchkritik-schlachtschiff-bismarck\/\">Buch &uuml;ber die Bismarck<\/a> gelesen habe, besch&auml;ftige ich mich etwas mehr mit Kriegsschiffen und da kam ich irgendwann auf diesen Titel, denn tats&auml;chlich erscheint mir nach dem Ersten Weltkrieg eine Schiffsklasse als &Uuml;berfl&uuml;ssig, die der Kreuzer.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/7dbcfc37dc03427187b92035137cd177\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nUm das zu begr&uuml;nden, muss ich etwas weiter in die Geschichte zur&uuml;ckgehen, n&auml;mlich vom &Uuml;bergang der Linienschiffe zu den \u201eDreadnoughts\u201c, so benannt nach der HMS Dreadnought, dem ersten modernen Schlachtschiff. Als modern galt bei der HMS Dreadnought vor allem die Einf&uuml;hrung des einheitlichen Kalibers von 30,5 und 7,6 cm. Vorherige Linienschiffe hatten typischerweise mehr verschiedene Kaliber, z. B. Bei der Klasse vorher 30,5 cm, 15,2 cm, 7,6 cm und 4,6 cm. Interessanterweise hatten die letzten Schlachtschiffe durch die Einf&uuml;hrung der Mittelartillerie und Flugabwehrkanonen wieder genau die Mischung von verschiedenen Kalibern wie vor der Dreadnought.<!--more--><\/p>\n<p>An der Wende zum 20-sten Jahrhundert wurden Duelle &uuml;ber immer weitere Entfernungen ausgetragen. Die Kanonen hatten eine gr&ouml;&szlig;ere Reichweite, es gab erste optische Anlagen zur Entfernungsmessung. F&uuml;r das einheitliche Kaliber sprach auch, das bei verschiedenen Kaliber die Wasserfont&auml;nen bei Fehlsch&uuml;ssen es unm&ouml;glich machten zu erkennen welches Kaliber welchen Einschlag verursachte und das durch steigende Entfernungen die Zeit, die eine Granate ben&ouml;tigte um zum Ziel zu fliegen immer l&auml;nger wurde. Dies musste man aber abwarten, um aufgrund des beobachteten Einschlags den Winkel anzupassen. Also hatte man mehr Zeit eine Kanone zu laden und das dauerte bei gr&ouml;&szlig;eren Kalibern einfach l&auml;nger.<\/p>\n<p>Auf dem anderen Ende der Gr&ouml;&szlig;enskala hatte sich ein neuer Schiffstyp eingeb&uuml;rgert, der des Torpedobootes. Das Torpedo hatte sich Ende des Neunzehnten Jahrhunderts zu einer ernstzunehmenden Waffe entwickelt. Torpedos waren nun zwar immer noch nicht steuerbar, aber durch den Schraubenantrieb musste ein Schiff nicht mehr so nahe an den Gegner herankommen wie bei den ersten Torpedos. Ein Torpedoboot musste aber dennoch klein und schnell sein um ein schwereres Ziel abzugeben. Gegen diese schnellen Schiffe waren die gro&szlig;en Gesch&uuml;tze weitestgehend wirkungslos, sie hatten eine zu geringe Schussrate und waren nicht auf den Nahkampf ausgelegt. Gegen sie wurde die Sekund&auml;rbewaffnung bei der HMS Dreadnught 7,6 cm Kanonen eingesetzt.<\/p>\n<p>Die Kreuzer (in der urspr&uuml;nglichen Bezeichnung daher auch Torpedokreuzer benannt) waren gedacht als schnellere und kleinere Schiffe als die Schlachtschiffe welche diese gegen Torpedoboote verteidigen sollten. Als weitere Aufgabe bekamen sie den Schutz von Handelsrouten und in umgekehrter Mission die Jagd nach feindlichen Handelsschiffen.<\/p>\n<p>Die grundlegende Maxime war \u2013 \u201eschneller als jedes gr&ouml;&szlig;ere Schiff und st&auml;rker als jedes kleinere Schiff\u201c. Sprich: Begegneten sie einem Schlachtschiff so sollten sie durch ihre h&ouml;here Geschwindigkeit das Weite suchen, gegen die kleineren Zerst&ouml;rer konnten sie sich durch ihre st&auml;rkere Bewaffnung durchsetzen.<\/p>\n<p>Vor allem in England schuf man aber noch eine weitere Schiffsklasse, die zwischen Kreuzer und Schlachtschiff lag. Je nach Auslegung waren das Panzerkreuzer oder Schlachtkreuzer. Ein Schlachtschiff war teuer. Die aufwendige Panzerung machte es schwer aber daf&uuml;r auch schwer zu versenken. Mit den Dampfmaschinen der damaligen Zeit war es langsam. Billiger und schneller konnte es werden, wenn die Panzerung geringer war, die Artillerie aber erhalten blieb. Das war dann ein Schlachtkreuzer. Umgekehrt konnte man einen Kreuzer so panzern wie ein Schlachtschiff, er wurde dann aber langsamer und musste schon sehr nahe an ein Schlachtschiff herankommen um seine kleineren Kaliber einsetzen zu k&ouml;nnen. Das war dann ein Panzerkreuzer. Andere Nationen machten diese Entwicklung auch durch, jedoch in kleinerem Ausma&szlig;. In England war vor allem dem damaligen Chef der Royal Navy f&uuml;r den Bau von Schlachtkreuzern verantwortlich. Er meinte, das Geschwindigkeit der beste Schutz ist. Die Bezeichnung \u201eSchlachtkreuzer\u201c ist meiner Ansicht nach &#8211; anders als bei den Panzerkreuzern \u2013 irref&uuml;hrend. Denn w&auml;hrend Panzerkreuzer von ihrer Gr&ouml;&szlig;e her normale schwere Kreuzer waren, waren Schlachtkreuzer eigentlich Schlachtschiffe mit verringerter Panzerung. Der ber&uuml;hmteste, die HMS Hood war mit 48.000 Bruttoregistertonnen gr&ouml;&szlig;er als alle Schlachtschiffe seiner Zeit und auch sp&auml;ter gab es nur wenige Schlachtschiffe, die gr&ouml;&szlig;er waren.<\/p>\n<p>Inzwischen waren aber auch die Torpedoboote gr&ouml;&szlig;er geworden. Urspr&uuml;nglich als kleine Boote gedacht, die k&uuml;stennah operierten sollten &uuml;berschritten sie zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1.000 t Wasserverdr&auml;ngung pro Schiff und wurden hochseetauglich. Sie wurden nun auch mit Kanonen bewaffnet und verdr&auml;ngten die Kreuzer aus ihrer Rolle als Schutz f&uuml;r die Schlachtschiffe.<\/p>\n<p>So war die Situation vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Der bewies dann aber bald, das die Idee eines mittelgro&szlig;en Schiffs nicht die beste war. Am 8.12.1914 wurde bei den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Seegefecht_bei_den_Falklandinseln\">Falklandinseln<\/a> ein deutsches &Uuml;berseegeschwader bestehend aus 2 Panzerkreuzern, 3 Kreuzern und zwei Hilfsschiffen bis auf eines versenkt, w&auml;hrend das britische Geschwader aus 2 Schlachtkreuzer, 3 Panzerkreuzer,<\/p>\n<p>2 Leichte Kreuzer, 1 Hilfskreuzer nur 10 Tote und leichte Besch&auml;digungen zu beklagen hatte. Die (allerdings veralteten) deutschen Schiffe konnten die britischen Schiffe nicht absch&uuml;tteln, da die Schlachtkreuzer sogar schneller waren. Im Kampf hatten sie mit einem Kaliber von maximal 21 cm keine Chance gegen die beiden Schlachtkreuzer mit 30,5 cm Kanonen.<\/p>\n<p>Die Briten schlossen daraus, dass ihre Idee mit den Schlachtkreuzern eine tolle L&ouml;sung war. Hatte sie sich doch voll best&auml;tigt. Der eigentlich richtige Schluss w&auml;re aber gewesen, das immer das gr&ouml;&szlig;ere Kaliber siegt.<\/p>\n<p>Was die Briten &uuml;bersehen hatten \u2013 Seegefechte fanden auf immer gr&ouml;&szlig;eren Entfernungen statt, zumindest wenn die Sicht ausreichend war. Der Bau der Dreadnought war eine Konsequenz das die durchschnittliche Schussentfernung bei ihrem Bau schon bei 5,5 km lag. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg lag die mittlere Kampfentfernung bei der Schlacht im Gelben Meer bei 13 km. Die 305 mm Kanonen der beiden Schlachtkreuzer hatten eine maximale Reichweite von 22,8 km. Ein schlecht gepanzertes Schiff konnte also aus gro&szlig;er Distanz versenkt werden, lange bevor es selbst in den eigenen Feuerbereich kam. Mehr noch: bei schlechten Sichtverh&auml;ltnissen, wie sie vor allem im Nordatlantik typisch sind, kann ein Kreuzer ein Schlachtschiff oft gar nicht rechtzeitig sehen, um zu wenden und zu entkommen.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Skagerrakschlacht\">Seeschlacht bei Skagerrak<\/a> machte die M&auml;ngel von Panzer- und Schlachtkreuzern denn auch deutlich. Der Schlagabtausch begann schon &uuml;ber eine Distanz von 15 km. Beide Seiten f&uuml;hrten zusammen 44 Schlachtschiffe in die Begegnung, die allesamt &uuml;berlebten. Von 17 Schlacht- und Panzerkreuzern der Britten wurden aber sechs ,also mehr als ein Drittel versenkt, die Deutschen verloren nur ein veraltetes Linienschiff, f&uuml;nf Kreuzer und f&uuml;nf Torpedoboote. Das hei&szlig;t beide Seiten verloren im wesentlichen nur die schlecht gepanzerten Einheiten. England lernte daraus. Der Bau weiterer Schlachtkreuzer wurde gestoppt, die schon im Bau befindliche Hood aber nach Diskussionen doch noch fertiggestellt.<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg gab es dann mehrere Flottenabkommen, die das Wettr&uuml;sten, das es vor dem Ersten Weltkrieg gab, eind&auml;mmen sollten. Es wurden Maximaltonnagen f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;eren Marinen festlegt, teilweise auch Begrenzungen des Kalibers wie 21 cm f&uuml;r Kreuzer und 35,6 cm f&uuml;r Schlachtschiffe (eine Gr&ouml;&szlig;e welche die Hood mit 38 cm schon &uuml;berschritt). Deutschland war au&szlig;en vor, es d&uuml;rfte nach dem Versailler Vertrag &uuml;berhaupt keine Schlachtschiffe mehr bauen. Wie in anderen Bereichen war man in der Weimarer Republik erfinderisch und legte die drei \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland-Klasse_(1931)\">Westentaschen-Schlachtschiffe<\/a>\u201c (offiziell: \u201ePanzerschiff\u201c, sp&auml;ter \u201eSchwerer Kreuzer\u201c) Deutschland, Admiral Graf Spee und Admiral Scheer auf. Sie hatten die Verdr&auml;ngung eines schweren Kreuzers, hielten so den Versailler Vertrag ein, waren aber mit sechs 28 cm Gesch&uuml;tzen anstatt acht 21 cm Gesch&uuml;tzen bewaffnet und durch den in dieser Gr&ouml;&szlig;enklasse erstmals eingef&uuml;hrten Dieselantrieb schnell. Einen trotzdem wirksamen Schutz bekamen sie geschwei&szlig;te Verbindungen anstatt genietete, was Gewicht einsparte.<\/p>\n<p>Trotzdem bauten alle Nationen weiter in gro&szlig;en Mengen Kreuzer, die man in leichte Kreuzer (typische Bewaffnung 15,5 cm Kanonen) und schwere Kreuzer (21 cm Kanonen) unterteilte. Das zeigt die folgende Tabelle:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\"><\/td>\n<td width=\"25%\">Royal Navy<\/td>\n<td width=\"25%\">US- Navy<\/td>\n<td width=\"25%\">Kaiserliche Marine<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\">Schlachtschiffe<\/td>\n<td width=\"25%\">15<\/td>\n<td width=\"25%\">17<\/td>\n<td width=\"25%\">12<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\">Kreuzer<\/td>\n<td width=\"25%\">66<\/td>\n<td width=\"25%\">37<\/td>\n<td width=\"25%\">43<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\">Zerst&ouml;rer<\/td>\n<td width=\"25%\">164<\/td>\n<td width=\"25%\">171<\/td>\n<td width=\"25%\">169<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"25%\">Flugzeugtr&auml;ger<\/td>\n<td width=\"25%\">7<\/td>\n<td width=\"25%\">7<\/td>\n<td width=\"25%\">13<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Es gab bei allen Marinen drei bis viermal mehr Kreuzer als Schlachtschiffe. Die Verluste bei Kreuzern waren beim reinen Aufeinandertreffen von Schiffen immer erheblich gr&ouml;&szlig;er. Dabei waren Kreuzer nicht so viel billiger als Schlachtschiffe. Bei den deutschen Schiffen gibt es dazu belastbare Zahlen:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\"><\/td>\n<td width=\"17%\">Tonnage<\/td>\n<td width=\"17%\">Max. Panzerung<\/td>\n<td width=\"17%\">Gesch&uuml;tze<\/td>\n<td width=\"17%\">H&ouml;chstgeschwindigkeit<\/td>\n<td width=\"17%\">Baukosten<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bismarck-Klasse_(1939)\">Schlachtschiff Bismarck Klasse<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">45,590 t<\/td>\n<td width=\"17%\">320 mm<\/td>\n<td width=\"17%\">8 x 38 cm<\/p>\n<p>12 x 15,2 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">30,8 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">196,8 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scharnhorst-Klasse_(1936)\">Schlachtschiff Scharnhorst Klasse<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">32.100 t<\/td>\n<td width=\"17%\">350 mm<\/td>\n<td width=\"17%\">9 x 28 cm,<\/p>\n<p>12 x 15,2 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">31,5 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">143 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland-Klasse_(1931)\">Panzerschiff Deutschland Klasse<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">10.600 t<\/td>\n<td width=\"17%\">80 mm<\/td>\n<td width=\"17%\">6 x 28 cm,<\/p>\n<p>8 x 15,2 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">28 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">82 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\">Schwerer Kreuzer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Admiral-Hipper-Klasse\">Admiral Hipper Klasse<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">16.170 t<\/td>\n<td width=\"17%\">80 mm<\/td>\n<td width=\"17%\">8 x 20,3 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">32,6 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">85,86 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\">Leichter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leipzig-Klasse_(1929)\">Kreuzer Leipzig Klasse<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">8.070 t<\/td>\n<td width=\"17%\">50 mm<\/td>\n<td width=\"17%\">9 x 15,2 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">32,3 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">40 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"17%\">Zerst&ouml;rer <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zerst%C3%B6rer_1936\">Z 1936<\/a><\/td>\n<td width=\"17%\">2.806 t<\/td>\n<td width=\"17%\">Keine G&uuml;rtelpanzerung<\/td>\n<td width=\"17%\">5 x 12,7 cm<\/td>\n<td width=\"17%\">38,5 kn<\/td>\n<td width=\"17%\">13,7 Mill. RM<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Insbesondere die Panzerung ist die Achillesverse. Als die Bismarck ihr letztes Gefecht hatte, gelang es zwei Schlachtschiffen mit 38 und 34,6 cm Kanonen nicht sie zu versenken. Das geschah \u2013 je nach Darstellung durch Torpedos des Kreuzers Dorsetshire oder Selbstversenkung. Im Falle der Bismarck ist das nur eine akademische Frage, aber man wei&szlig; von den &Uuml;berlebenden, dass ein Gro&szlig;teil der Besatzung die unterhalb des Decks war &uuml;berlebte. W&auml;re es nicht ein deutsches, sondern englisches Schiff gewesen man h&auml;tte es abschleppen und wieder instandsetzen k&ouml;nnen. Sie Selbstversenkung geschah ja gerade aus dieser &Uuml;berlegung heraus das der Gegner sie nicht abschleppt. Auch die Scharnhorst konnte nicht bei ihrem letzten Gefecht von den Schlachtschiffen versenkt werden, das geschah durch Torpedos der Zerst&ouml;rer, die an das Schiff herankommen konnten, nachdem die Artillerie ausgefallen war. Andere Marinen bei denen die Schiffe nicht einzeln unterwegs waren, h&auml;tten so kampfunf&auml;hige Schilfe retten k&ouml;nnen und das wurde auch getan.<\/p>\n<p>80 mm Panzerung eines schweren Kreuzers ist verdammt wenig. So viel hatten an Land viele Panzer \u2013 und hier gab es keine Gesch&uuml;tze mit 15 oder 20 cm Durchmesser, sondern 7,5 bis 9 cm. De Faktor konnte eine 21 cm Granate keinen Schlachtschiffspanzer durchschlagen, umgekehrt ging das problemlos. Kurz ein schwerer Kreuzer hatte gegen ein Schlachtschiff keine Chance, kostete in der Anschaffung aber die H&auml;lfte. Daher meine Meinung das diese Schiffsklasse weitestgehend &uuml;berfl&uuml;ssig ist.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite wurden die Zerst&ouml;rer immer gr&ouml;&szlig;er. Die Zerst&ouml;rer der Z-Klasse waren schon dreimal gr&ouml;&szlig;er als die des Ersten Weltkriegs. Sie hatten l&auml;ngst die Aufgabe des Schutzes der Schlachtschiffe \u2013 nun angesichts viel schnellerer Schlachtschiffe die Turbinenantrieb anstatt Dampfmaschinen hatten und mit einer Mittelartillerie zur Abwehr kleiner Schiffe, nicht mehr gegen andere Zerst&ouml;rer, sondern gegen U-Boote.<\/p>\n<p>Letztendlich waren alle kanonenbasierten Schiffe aber durch tr&auml;gergest&uuml;tzte Flugzeuge &uuml;berholt. Sie waren schon lange bevor sie auf Schussreichweite herankamen durch Aufkl&auml;rungsflugzeuge entdeckbar und auch Flakgesch&uuml;tze boten keinen ausreichenden Schutz gegen Flugzeugangriffe, auch wenn im Zweiten Weltkrieg hier alle Nationen massiv nachr&uuml;steten. Um so mehr verwunderte es mich das Ronald Reagan Anfang der achtziger Jahre noch Schlachtschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg wieder in Dienst stellte.<\/p>\n<p><a name=\"firstHeading\"><\/a><a name=\"firstHeading1\"><\/a> Heute gibt es die Bezeichnungen Zerst&ouml;rer und Kreuzer noch, aber sie entsprechen nicht mehr denen von fr&uuml;her. Die neueste Zerst&ouml;rerklasse der US Navy die USS Zumwalt hat eine Wasserverdr&auml;ngung von 15.600 t und damit so viel wie ein schwerer Kreuzer im zweiten Weltkrieg. Die Verdr&auml;ngung ist sogar gr&ouml;&szlig;er als die der US-Kreuzer der Ticonderoga Klasse<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Linux Libertine, Georgia, Times, serif;\"> mit 10.000 t.<\/span><\/span> Die deutsche Marine hat gar keine Zerst&ouml;rer mehr, nur Fregatten, ein kleiner Schiffstyp der urspr&uuml;nglich nur Handelsschiffe gegen U-Boote besch&uuml;tzen sollte. Doch selbst die neuesten Fregatten der Sachsen-Klasse haben mit 5.800 t mehr Verdr&auml;ngung als ein leichter Kreuzer des Zweiten Weltkriegs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15704\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15704\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Seit ich letztes Jahr das Buch &uuml;ber die Bismarck gelesen habe, besch&auml;ftige ich mich etwas mehr mit Kriegsschiffen und da kam ich irgendwann auf diesen Titel, denn tats&auml;chlich erscheint mir nach dem Ersten Weltkrieg eine Schiffsklasse als &Uuml;berfl&uuml;ssig, die der Kreuzer. 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