{"id":16044,"date":"2022-08-23T17:37:23","date_gmt":"2022-08-23T15:37:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16044"},"modified":"2022-08-23T17:38:27","modified_gmt":"2022-08-23T15:38:27","slug":"trident","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/08\/23\/trident\/","title":{"rendered":"Trident+"},"content":{"rendered":"<p>Heute geht es wieder mal um eine Mission ins &auml;u&szlig;ere Sonnensystem, die es ja so schwer haben genehmigt zu werden. Das liegt nicht immer am Budget \u2013 die beiden letzten Vorschl&auml;ge IVO (Io Vulcanic Orbiter) und Trident (zum Triton) waren im Bereich der Discovery Class Sonden. Ich will heute mal eine von mir angedachte Variante der Trident vorstellen, die Trident+.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/8ad57ecda599453f8b857aebe4c819ad\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nAber ich fange mit einem anderen Thema an, ich habe ja mal die Leser gefragt, ob sie Zugriff auf einen Artikel hatten. Der Grund war, das ich beim Lesen alter Berichte &uuml;ber die Neptunbegegnung auf diese Abbildung von Daniel Fischer gesto&szlig;en bin:<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/trtonachse1.png\" width=\"2343\" height=\"1704\" \/>Sie gibt an wie der Sonnenstand sich &uuml;ber die Zeit bei dem Neptunmond Triton &auml;ndert. Neptun hat eine Neigung der Achse zur Ekliptik von knapp 29 Grad, Triton eine Neigung der Bahnachse um -23 Grad, rotierte also retrograd zu Neptun. Die Rotationsachse von Triton scheint aber nicht zur Umlaufbahn geneigt zu sein. Doch beide vorherigen Neigungen ergeben ein komplexes Muster das sich nach 650 Jahren wiederholt. Die Grafik gibt an &uuml;ber welchem Breitengrad die Sonne im Zenit steht, also man eine Linie Sonne \u2013 Oberfl&auml;che \u2013 Zentrum ziehen kann. Das schwankt um 52 Breitengrade.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/triton-formel.png\" width=\"534\" height=\"307\" \/><\/p>\n<p>Bei der Abbildung wurde die Quelle einer Formel genannt, und daher wollte ich um die Abbildung selbst zu rendern aber auch aus Interesse den <a href=\"https:\/\/sci-hub.ru\/10.1016\/0019-1035(84)90048-4\">Artikel<\/a> haben. In dem Artikel selbst kommt die Grafik &uuml;brigens nicht vor. Daniel Fischer schreibt, dass er einen Klammerfehler beseitigt hat. Ich meine der ist in der zweiten Formel (wo (\u03b11-\u03b21)*t stehen sollte).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/tritonsubsorlarpoint.png\" width=\"827\" height=\"830\" \/>Nur ich bekomme es nicht hin: Meine Abbildung sieht &auml;hnlich aus, ist aber nicht identisch und so errechne ich f&uuml;r 1989 einen Stand von +47 Grad, w&auml;hrend es Wirklichkeit -43 Grad sind, auch nicht beim Nachrechnen mit dem Taschenrechner. Ich habe seitdem alle m&ouml;glichen Klammerungen ausprobiert, dann nach der Formel gesucht und zwei Varianten gefunden. Eine mit korrekter Klammerung und eine mit einem Fehler in einer konstante. Das Problem ist, dass die Formel nichts erkl&auml;rt und bei Sinus und Cosinus gibt es noch die verschiedenen Gradsysteme. Also 360 Grad f&uuml;r einen Kreisumfang (Gradma&szlig;) oder 2 Pi (Bogenma&szlig;). Aber egal wo ich Konversionen einband, ich kam nicht auf die richtige Ausgabe. Immerhin stie&szlig; ich darauf, dass \u03b10 und \u03b20 Winkel sind. Dann m&uuml;sste eigentlich alles in Grad und nicht Bogenma&szlig; sein, denn beide Werte sind zu hoch. Ich fand dann folgende neuere <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/355583501_Volatile_transport_modeling_on_Triton_with_new_observational_constraints\/link\/618426bfeef53e51e12bf151\/download\">angabe<\/a>:<\/p>\n<p>Es sind die Konstanten a0 und \u03b20 also Grade, w&auml;hrend sonst alles in Bogenma&szlig; gerechnet wird (wirklich sehr systematisch). Nur macht bei der Formel die Berechnung von \u00b5 keinen Sinn. Die Konstant D ist die Jahresl&auml;nge in Sekunden, mit den 365,25 multipliziert ergibt dies 1\/86400 also ein inverser Tag und mit Ld multipliziert dem Dauer eines Tritontags in Sekunden werden aus Jahren als t ein \u00b5 in der Dimension \u201eJahre x Dauer eines Tritontags in Erdtagen\u201c, also der Wert wird um 5,773 gr&ouml;&szlig;er. Sinniger w&auml;re wohl eher \u201eAnzahl der Tritontage\u201c was \u00b5 = t * D \/ Ld entsprechen w&uuml;rde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium\" src=\"\/img\/triton2.png\" width=\"827\" height=\"607\" \/><\/p>\n<p>Nur ist das alles auch relativ egal, denn die Dimension von Jahr stimmte in Taftons Aufsatz auch und wenn man weiterliest stehen die Konstanten a1 und b1 auch f&uuml;r Perioden von 164 und 650 Jahre, diese machen nur Sinn, wenn die Angabe f&uuml;r t oder \u00b5 in Jahren sind, da 0,0381 * 164 (Dauer eines Umlaufs von Neptun in Erdjahren) = 2 pi, also Bogenma&szlig;. Alle anderen Werte f&uuml;r t ergeben f&uuml;r den Zeitraum nicht die gleiche Anzahl von Hochs und Tiefs.<\/p>\n<p>Ich habe daran sicher einen Tag verbracht den Fehler zu suchen. Zumindest Taftons Aufsatz wurde je nach Quelle 80 bis 103-mal zitiert. Es kann doch nicht sein, das keiner den Fehler bemerkt hat. Anderseits bekam Daniel Fischer die richtige Abbildung hin (1990, also vor Email und Internet) und wenn ich der einzige bin der es nicht hinbekommt, dann liegt es wohl eher an mir als an den anderen. Ich war versucht Daniel anzumailen, aber da der Artikel von 1990 war glaube ich kaum das er noch genau wei&szlig;, was da das Problem war.<\/p>\n<p>Ihr wisst ja, ich gehe gerne Dingen auf den Grund, habe etwas dagegen, sich mit einem Kratzen an der Oberfl&auml;che der Wissenschaft zufriedenzugeben, oder wie ich sage \u201eD&uuml;nnbrettbohrern\u201c, heute wohl ein Ph&auml;nomen das zum Verseichten beitr&auml;gt. Das ist die Schattenseite dieser Charaktereigenschaft: Ich kann viel Zeit in v&ouml;llig unwichtige Dinge stecken. Beim Voyagerbuch habe ich genauso lange mich damit besch&auml;ftigt die Taktzyklen des FDS heraus zuknobeln oder wie bei der Kompression die Datenraten mit den FDS Modi harmonierten. Alles f&uuml;r den Leser uninteressant, zumal das Ergebnis dann in einigen S&auml;tzen landet. Aber trotzdem w&uuml;rde ich gerne die Abbildung richtig hinbekommen, die ihr bei <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=latitude+variation+of+the+subsolar+point+on+Triton:&amp;sxsrf=ALiCzsYIPzDCoaLauYibkjWroZUjYaJtiw:1661148625545&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjmnvrt5Nn5AhVat6QKHYkOCScQ_AUoAXoECAEQAw&amp;biw=1689&amp;bih=888&amp;dpr=1.1\">richtigem Suchb<\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=latitude+variation+of+the+subsolar+point+on+Triton:&amp;sxsrf=ALiCzsYIPzDCoaLauYibkjWroZUjYaJtiw:1661148625545&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjmnvrt5Nn5AhVat6QKHYkOCScQ_AUoAXoECAEQAw&amp;biw=1689&amp;bih=888&amp;dpr=1.1\">egriff<\/a> auch schnell woanders findet, sodass sich das eigentliche Problem der Abbildung erledigt h&auml;tte. Vielleicht ist der eine oder andere Leser schlauer als ich und bemerkt meinen Fehler. Wie schon gesagt, als Probe m&uuml;sste f&uuml;r 1989 -43 Grad rauskommen und f&uuml;r 2050 in etwa 0.<\/p>\n<p>Was hat das nun mit Trident zu tun? Nun aus der Abbildung ergibt sich, das im Jahre 2050 die Sonne &uuml;ber dem &Auml;quator stehen m&uuml;sste. Als Voyager Triton passierte, stand die Sonne bei -43 Grad, das hei&szlig;t, das die Tagseite von Triton maximal bis zum 47. n&ouml;rdlichen Breitengrad geht. Wir kennen das ja bei etwas geringerer Achsenlage von der Erde: Bei ihr sind es etwas &uuml;ber 23 Grad. Das bedeutet das jedes Gebiet, das n&ouml;rdlicher oder s&uuml;dlicher als 67 Grad liegt (90 \u2013 23) einmal im Jahr vollkommen im Schatten liegt und einmal im Jahr geht die Sonne nicht unter. Bei allen anderen Regionen schwankt die Tagesl&auml;nge, au&szlig;er am &Auml;quator. Nur zweimal im Jahr steht die Erdachse senkrecht zur Ekliptik. Dann herrscht Tag und Nachtgleiche, &uuml;berall ist der Tag gleich lang und nur an diesem Tag kann man die ganze Erdoberfl&auml;che bei Sonnenlicht aus dem All aufnehmen. Das ist bei uns am 21. M&auml;rz und 23. September.<\/p>\n<p>Voyager konnte so nur die S&uuml;dhalbkugel und einen Streifen der Nordhalbkugel <a href=\"https:\/\/solarsystem.nasa.gov\/resources\/238\/map-of-triton\/\">aufnehmen<\/a>. Somit ergibt sich als idealer Ankunftstermin f&uuml;r eine Tritonsonde das Jahr 2049\/50, denn nur dann sieht sie den ganzen Mond.<\/p>\n<p>Interessanterweise ist das sogar eine g&uuml;nstige Startgelegenheit. Die originale Trident (Taking Remote and In-situ Data to Explore Neptune and Triton) sollte 2038 Neptun erreichen bei einem Flyby an Jupiter. Diese Gelegenheiten wiederholen sich alle 12,5 Jahre und addiert man 12,5 zu 2038 so kommt man auf 2050\/51.<\/p>\n<p>Trident wird Triton sehr viel n&auml;her kommen als Voyager, auf 500 bis 1000 km. Sie passiert die Seite die Voyager nicht beobachten konnte, da sie Triton vor Neptun passiert. Triton rotiert wie die meisten inneren Monde gebunden. Dennoch bleibt ein Makel: die andere Seite Tritons wird man nur grob erfassen. Darunter ist das von Voyager 2 beobachtete Gebiet aber auch ein Gro&szlig;teil f&uuml;r Voyager im Schatten liegenden Breiten. Mein Vorschlag f&uuml;r Trident w&auml;re eine Erweiterung um eine Subsonde, daher das Plus beim Namen.<\/p>\n<p>Europa hat mal zwei solche Konzept f&uuml;r Europa Clipper untersucht, das eines Europa Orbiter\/Penetrators und das einer Sonde die zweimal an Io vorbeifliegt. Diese Sonde <a href=\"https:\/\/sci.esa.int\/web\/trs\/-\/56474-clipper-esa-orbiter-cleo-and-clipper-esa-penetrator-clep#study_results_cleo\">CLEO<\/a> hat &auml;hnliche Anforderungen wie eine Subsonde f&uuml;r Trident.<\/p>\n<p>Die allgemeine Vorgehensweise w&auml;re so: Die Tochtersonde wird einige Monate vor Trident abgetrennt, ein integrierter Antrieb beschleunigt sie, sodass sie genau 2,93 Tage vor ihr ankommt und Triton passiert. Sie tr&auml;gt nur die f&uuml;r die Oberfl&auml;chenerkundung wichtigste Instrumente das ist eigentlich eines, die Kombination der Telekamera mit einem IR-Spektrometer. Wann dies geschieht, h&auml;ngt vom Antriebsverm&ouml;gen ab, bei einer typischen Ankunftsgeschwindigkeit von 15 km\/s w&uuml;rde eine Beschleunigung die Sonde um 100 m\/s schneller machen, das sind 0,67 Prozent der Hauptgeschwindigkeit entsprechend w&uuml;rde man f&uuml;r 3 Tage zeitliche Distanz 450 Tage ben&ouml;tigen. Bei 300 m\/s sinkt das auf 150 Tage.<\/p>\n<p>Eine reine Stromversorgung mit Batterien w&auml;re f&uuml;r Triton ausreichend, aber man vergibt dann eine Chance. Neptun ist zwar ein Gasplanet aber nicht so riesig wie Jupiter oder Saturn und man n&auml;hert sich ihm schnell, wenn die Reisedauer nicht zu lange sein soll. LORRIs Blickfeld, als eine moderne NAC-Kamera, w&uuml;rde er in weniger als 10 Millionen km Distanz f&uuml;llen, das ist erst 7 Tage vor der Ankunft. Bei Trident rechnet man mit einer Science Campaign von 10 Tagen. Bei identischer Kamera w&uuml;rde die Tochersonde das verdoppeln k&ouml;nnen, dann kommt man aber nicht mit Batterien aus.<\/p>\n<p>Ein MMRTG soll nach den Angaben des Trident-Tams rudn 35 Millionen Dollar kosten. Wenn man einen hat, so kann man sicher nicht bei 110 W bei Neptun alle Systeme mit Strom versorgen. Aber man k&ouml;nnte, wenn man 10 Watt &uuml;brig hat eine Batterie laden und dann mehrmals pro Tag kurzzeitig die Kamera aktivieren und Daten senden. Wenn diese Systeme 50 Watt ben&ouml;tigen, kommt man auf 4 Stunden Betrieb pro Tag und 20 Stunden Laden. Gewichtsm&auml;&szlig;ig gibt es keine Nachteile, der erw&auml;hnte CLEO h&auml;tte 6 m\u00b2 Solarzellen, die wiegen mehr als ein RTG.<\/p>\n<p>Was aufgrund der Distanz problematisch ist und diese wird nach dem Vorbeiflug deutlich ansteigen, weil wahrscheinlich Neptun beide Sonden in unterschiedliche Richtungen lenkt, ist die Daten&uuml;bertragung per Funk. Trident hat eine Hauptantenne mit 2,5 m Durchmesser, f&uuml;r CLEO war eine von 1,1 m Durchmesser angedacht. Bei 4 Millionen km als typische Entfernung k&ouml;nnte man mit 10 Watt Sendeleistung im Ka-Band 1,9 Mbit\/s &uuml;bertragen. Ich bin f&uuml;r eine optische Daten&uuml;bertragung. Die ergibt nicht nur h&ouml;here Datenraten. Sie erspart auch das Gewicht einer gro&szlig;en HGA. Bei dieser Distanz ist das Senden von Kommandos &uuml;ber die Hauptsonde mit einer Niedriggewinnantenne m&ouml;glich, ebenso wie das Senden von Telemetrie. Optische Daten&uuml;bertragung wird von Psyche erneut erprobt. Erprobt deswegen, weil die Vorteile bei einer Empfangstation auf der Erde nicht so gro&szlig; sind wie sie sein k&ouml;nnten. Tags&uuml;ber sinkt die Datenrate rapide ab, sie ist viel st&auml;rker abh&auml;ngig von der Position &uuml;ber den Horizont und bei schlechtem Wetter f&auml;llt sie ganz aus. Bei Psyche geht sie bei 3 AE Distanz von 1,5 Mbit\/s nachts auf 0,25 Mbit\/s tags&uuml;ber zur&uuml;ck. F&uuml;r Raumsonden die mit der erde kommunizieren kann es nur eine Erg&auml;nzung sein. Aber: das Terminal wiegt nur 30 kg, hat bei einem 4 Watt Laser allerdings einen Stromverbrauch von 76 Watt. Nimmt man nur 2 Watt Sendeleistung dann kommt man auf 38 Watt, in etwa die Leistung die auch die Kameras ben&ouml;tigen werden. (CLEO als Tochtersonde ging auch von 65 Watt f&uuml;r den Sender aus). Ein ebenso gro&szlig;es Empfangsterminal bei Trident w&uuml;rde bei 4 Millionen km Distanz eine Datenrate von 35,4 Mbit\/s erm&ouml;glichen, w&auml;re als System leichter als das Sendesystem und ben&ouml;tigt weniger Energie.<\/p>\n<p>Wie viele Daten das sind, h&auml;ngt von der Dauer ab. 10 Tage betr&auml;gt die Science Phase f&uuml;r Trident. Betriebt man die Instrumente 1 Stunde und das optische Terminal 3 Stunden pro Tag so sind dies in dieser Phase 1.146 GBit. Man k&ouml;nnte sie komprimieren vor dem Senden , auf der anderen Seite ben&ouml;tigt man Reserven f&uuml;r Fehlercodes und erneute &Uuml;bertragung. Das gleicht sich aus, da man eine typische Kompressionsrate von 2 bei verlustloser Komprimierung erreicht. 1146 GBit sind bei 12 Bits\/Pixel und einem 4 MPixel Sensor knapp 239.000 Aufnahmen. Das sind erheblich mehr als beim Vorbeiflug bei Triton anfallen, das sind nur 19.200 Aufnahmen, selbst wenn man von 500 km Distanz dauernd Bilder macht. Wenige Tage nach dem Vorbeiflug w&auml;re die Mission der Tochtersonde beendet. Die optische Daten&uuml;bertragung hat also enorme Reserven, so viele Daten k&ouml;nnte die Hauptsonde mit Funk wohl kaum &uuml;bertragen. Immerhin k&ouml;nnte man nachts noch das optische Terminal hinzunehmen, das ergibt weitere 15 kbit\/s.<\/p>\n<p>Da in Trident eine Marge von &uuml;ber 50 Prozent beim Gewicht vorgesehen ist, bei nur 1.800 kg Masse und einem c3 unter 24 km\u00b2\/s\u00b2 w&auml;re die Mitnahme einer etwa 250 bis 300 kg schweren Sonde wahrscheinlich kein Problem. Ich sehe hier auch eine Chance. Da die Sonde dann wahrscheinlich das Discovery Budget sprengen w&uuml;rde, k&ouml;nnte dieser Subsatellit doch von Europa kommen und mit einer Ariane 6 gestartet werden, im Austausch gegen Beteiligung bei den -instrumenten. Es w&auml;re auch denkbar, dass die Tochtersonde andere Instrumente als die Hauptsonde hat, die von Europa kommen. Das h&auml;tte den Vorteil das man mit ihnen andere Schwerpunkte setzen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Trident soll auch Jupiter passieren. Diese Gelegenheit k&ouml;nnte man f&uuml;r eine baugleiche Tochtersonde die Io nahe passiert nutzen. Bei Jupiter ist sie auch noch so nahe, dass diese direkt zur Erde senden k&ouml;nnte (mit 500 kbit\/s nachts). Ein Nachbau w&auml;re zudem kosteng&uuml;nstig, da die Entwicklungskosten nur einmal einfallen. Es gibt dann eher die Frage, ob es noch genug Platz f&uuml;r zwei Sonden an Trident gibt.<\/p>\n<p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich stellt sich eher eine andere Frage: selbst wenn die Sonde 2050 Neptun erreicht, also genehmigt wird, was offen ist, genauso wie bei den drei gro&szlig;en Flagshipmissionen Enceladus Orbitlander, Neptune Odyssey und Uranus Orbiter \u2013 alle liegen im Zeitrahmen um 2050. Da w&auml;re ich 85, wenn ich so alt werde. (in meiner Familie wurden m&auml;nnlichen Angeh&ouml;rigen nicht besonders alt). Ob ich das noch erlebe? Ich glaube &auml;hnlich haben sich die Apollo Astronauten in den letzten Jahrzehnten gef&uuml;hlt als ein Mondlandeprojekt nach dem anderen im Lokus landete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute geht es wieder mal um eine Mission ins &auml;u&szlig;ere Sonnensystem, die es ja so schwer haben genehmigt zu werden. Das liegt nicht immer am Budget \u2013 die beiden letzten Vorschl&auml;ge IVO (Io Vulcanic Orbiter) und Trident (zum Triton) waren im Bereich der Discovery Class Sonden. 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