{"id":16119,"date":"2022-10-26T00:40:36","date_gmt":"2022-10-25T22:40:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16119"},"modified":"2022-10-25T11:41:25","modified_gmt":"2022-10-25T09:41:25","slug":"eine-bezahlbare-und-machbare-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/10\/26\/eine-bezahlbare-und-machbare-energiewende\/","title":{"rendered":"Eine bezahlbare und machbare Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten Monate haben uns klar gemacht wie abh&auml;ngig wir von russischen begase sind, aber auch wie viele Regelmechanismen bei uns nicht richtig funktionieren wie z.b. das der Strompreis allgemein hochging, nur weil Gaskraftwerke nun teurer produzieren und der Preis f&uuml;r alle von dem teuersten Anbieter bestimmt wird. Ich will an diese Stelle mal einige Vorschl&auml;ge machen wie die Bundesregierung durch Regelungen die Umstellung auf erneuerbare Energien bei Privatpersonen forcieren kann. Das ist nat&uuml;rlich nur ein Teilaspekt: viel Energie ben&ouml;tigt auch die Industrie und ein Riesenkomplex ist die Versorgungssicherheit, dazu am Schluss etwas mehr.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/24e5c26a0ebb4bb8a67d58baab9fa9fb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nAn erneuerbaren Energien haben wir nicht viel \u2013 nur Windkraft und Solarenergie. Biogas sowie andere organische Stoffe setzt man besser als Rohstoffe ein, die bestimmte Industrien wie die chemische Industrie noch ben&ouml;tigen, daneben ist es aus diesen leichter m&ouml;glich Kraftstoffe zu produzieren, ohne die es auch nicht gehen wird. Also sollte man Biogas nicht energetisch verwenden.<!--more--><\/p>\n<p>Nun ein Gro&szlig;teil der Energie wird die Windkraft liefern. Einfach aufgrund der Tatsache, dass sie bei geeigneten Standorten viel g&uuml;nstiger Energie produziert als Sonnenenergie. Hier ist die wesentliche Aufgabe des Bundes mehr Standorte auszuweisen und die Abst&auml;nde zu Bebauungen zu reduzieren. Vor allem aber \u2013 und das gilt ja eigentlich &uuml;berall &#8211; die in den letzten Jahrzehnte ausgeuferte B&uuml;rokratie wieder einzud&auml;mmen und Genehmigungsverfahren schneller abzuschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>Aber auch Solarenergie hat eine Bedeutung, ihre Produktion ist teurer, aber w&auml;hrend es am meisten Wind im Winter gibt, gibt es am meisten Strom aus Solarenergie im Sommer. Bei einem gleichm&auml;&szlig;igen Verbrauch w&auml;re ein 70 : 30 Mix (Wind\/Sonne) ideal um den derzeitigen Bedarf zu decken, doch da wir mit Strom auch heizen m&uuml;ssen kann man dar&uuml;ber nachdenken mit Solarstrom im Sommer zu nutzen um Energie zu speichern. Ein weiterer Vorteil der Solarenergie ist, das die Anlagen kleiner und verteilter sind \u2013 der Strom wird von den Verbrauchern in der N&auml;he abgenommen, man ben&ouml;tigt keine Trassen &uuml;ber Hunderte von Kilometern.<\/p>\n<p>Doch beide Energiearten k&ouml;nnen ausfallen. Es kann Flaute herrschen oder schlechtes Wetter, vor einigen Wintern war es mehrere Wochen lang bedeckt. Man ben&ouml;tigt also Speicher. Ich glaube das die L&ouml;sung ein europ&auml;ischer Stromverbund ist. Zum einen gleichen sich so Schwankungen aus wenn in Nachbarl&auml;ndern die Bedingungen besser sind. Zum anderen haben gerade skandinavische L&auml;nder die F&auml;higkeit, gro&szlig;e Strommengen zu speichern indem sie Pumpspeicherkraftwerke nutzen. Daneben k&ouml;nnen Atlantikanreinerstaaten auch Gezeitenkraftwerke als regenerative Energielieferanten nutzen die v&ouml;llig unabh&auml;ngig von der Witterung sind. Bisher lohnt sich diese Energieform aber wirtschaftlich noch nicht.<\/p>\n<p>In kleinem Ma&szlig;stab kann man Energie speichern, indem man Pufferbatterien nutzt. Mir fallen hier spontan E-Autos ein. Es gibt rund 48 Millionen zugelassene PKW in Deutschland. Nicht alle werden elektrisch angetrieben werden, aber die H&auml;lfte legt in der Regel so kleine Strecken zur&uuml;ck, dass E-Autos eine Alternative sind. Bis 2030 sollen es 15 Millionen E-Autos nach den Pl&auml;nen der Bundesregierung sein. In jedem steckt eine Batterie von typisch &uuml;ber 50 kWh Kapazit&auml;t und das Auto steht typisch 23 Stunden am Tag nur rum. K&ouml;nnte man zu einer Vereinbarung mit den Automobilherstellern kommen, das die Batterie etwas gr&ouml;&szlig;er ist als angegeben eingebaut werden und dieser Zusatz als Puffer f&uuml;rs Stromnetz genutzt wird so hat man einen enorm gro&szlig;en verteilten Kurzzeitspeicher. Nimmt man 20 % mehr Kapazit&auml;t an, 15 Millionen Elektroautos und 50 Kwh Nennkapazit&auml;t dann reden wir von einem Speicher f&uuml;r 150 GWh. Der mittlere Stromverbrauch eines 4-Personenhaushalts betr&auml;gt rund 4000 kWh\/Jahr oder 12 kwh\/Tag. Das w&uuml;rde also bei 12,5 Millionen Haushalten einen Tag ohne Strom abpuffern. Noch besser w&auml;re eine generelle Nutzung als Zwischenspeicher. So k&ouml;nnte ein Automobilbesitzer der das Auto t&auml;glich nutzt aber nur geringe Strecken zur&uuml;cklegt eine st&auml;rkeres Entladen bei Strombedarf tolerieren. Mit IT-Technologie ist so etwas sicher meisterbar. Als Anreiz k&ouml;nnte man den Preis f&uuml;r Bezug von Strom f&uuml;rs E-Auto absenken, abh&auml;ngig von der zur Verf&uuml;gung gestellten Kapazit&auml;t.<\/p>\n<p>Gut in Zukunft werden die Haushalte viel mehr Strom ben&ouml;tigen weil Strom Gas und Erd&ouml;l ersetzt, aber auf der anderen Seite brechen die erneuerbaren Energien ja auch nicht total ein.<\/p>\n<p>Doch was kann der Bund tun um vor allem bei Privaztpersonen die Wende voranzubringen? Eine M&ouml;glichkeit sind Gesetzesinitiativen, so gibt es in Baden-W&uuml;rttemberg seit Mai eine Solaranlagenpflicht f&uuml;r Neubauten, doch da ein Haus im Mittel mehrere Jahrzehnte steht, dauert so eine Umstellung viel zu lange. Es l&auml;uft viel besser, wenn es finanzielle Anreize gibt. Das EEG Gesetz hat zu einem Boom bei der Installation von Solaranlagen gef&uuml;hrt. Dieser Trend hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen, obwohl die Verg&uuml;tung laufend sinkt, anders als die Preise f&uuml;r Komplettanlagen, die haben in den letzten zwei Jahren um 10 Prozent zugelegt. Daran ist eine weltweite Knappheit der Module und steigende Handwerkpreise \u2013 die machen inzwischen den gr&ouml;&szlig;ten Kostenfaktor der Anlage aus \u2013 schuld. Daneben gibt es ein ganzer Geb&auml;udekomplex bei dem es sich heute meist nicht lohnt Solaranlagen zu installieren, das sind H&auml;user die vermietet werden oder die mehreren Parteien geh&ouml;ren. Denn um den Stromverbrauch jeder Partei zu bestimmen und abzurechnen muss man nochmals erheblich mehr investieren in eigene Zuleitungen zu jeder Wohnung und daran angeschlossenen Z&auml;hlern. Normal wird der eingespeiste Strom an einem Basispunkt vor dem Hauptz&auml;hler eingespeist und was nicht im Haus genutzt wird geht ins Netz. Vermieter haben so wenig Anreize eine Solaranlage zu installieren. Mein Vorschlag, der aber auch f&uuml;r alle Eigenheimbesitzer interessant w&auml;re und der auch den schnellen Umstieg bei den Heizungen forcieren kann, w&auml;re die das man f&uuml;r jede Kwh die man ins Netz einspeist eine Kwh beziehen k&ouml;nnen bei der keine Steuern anfallen. Im Prinzip nutzt man ja nur den eigenen Strom &#8211; Netzentgelte fallen wegen des Transports nat&uuml;rlich auch an. Bei mir machen die Steuern 46 Prozent des Strompreises aus. Das hei&szlig;t die Kilowattstunde w&uuml;rde sich dadurch auf fast die H&auml;lfte verbilligen. Noch weiter gehen die Niederlande, bei denen l&auml;uft der Z&auml;hler einfach r&uuml;ckw&auml;rts, dann bezieht man den Strom f&uuml;r den Preis den man auch bei Einspeisung bekommt, also derzeit so etwa 8 ct\/kwh bei Kleinanlagen.<\/p>\n<p>Vor allem aber w&uuml;rde dies drei Technologien bedeutend voranbringen:<\/p>\n<p>Photovoltaik \u2013 die Anlage wird deutlich profitabler. Es lohnt sich nun eine Anlage zu bauen die den ganzen Strombedarf deckt nicht nur ein \u201e<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3soFhcO\">Balkonkraftwerk<\/a>\u201c, bei dem man f&uuml;r den &Uuml;berschuss nichts bekommt und das man so auf die Abdeckung des Grundbedarfs der Ger&auml;te die immer laufen auslegt. Daf&uuml;r reichen meist 300 bis 600 Watt, viel mehr passen auch nicht auf einen Balkon, denn die Paneele belegen dann schon 1,7 bzw. 3,4 m\u00b2 Fl&auml;che.<\/p>\n<p>W&auml;rmepumpen. W&auml;rmepumpen entziehen der Umwelt W&auml;rme und verbrauchen daf&uuml;r Strom. Bis zum Ukrainekrieg war Strom aber so viel teurer als das Heizen mit Gas oder Erd&ouml;l, das sich das nur lohnt wenn die W&auml;rmepumpe eine hohe Effizienz hat. Ist der Strom billiger so wird sie attraktiver, auch bei weniger guten Bedingungen.<\/p>\n<p>Speicher&ouml;fen: Die zweite Art mit Strom zu heizen ist es direkt den Strom in W&auml;rme umzuwandeln. Neben Heizl&uuml;ftern sind Speicher&ouml;fen sehr interessant. Sie speichern in Schamottsteinen W&auml;rme und geben sie dann langsam ab. Sie k&ouml;nnen so als zus&auml;tzlicher Speicher genutzt werden.<\/p>\n<p>F&ouml;rderung von Batteriespeichern: Man kann eine PV-Anlage um einen Akku erweitern. Der speichert Strom wenn sie Sonne scheint und man nutzt ihn nachts oder wenn es bedeckt ist. Heute sind diese Speicher enorm teuer: Sie kosten pro Kilowattstunde installierter Kapazit&auml;t rund 1.000 Euro. Nur mal zum Vergleich: Viele Elektroautos kosten pro Kwh Batteriekapazit&auml;t weniger \u2013 und daf&uuml;r bekommt man ein komplettes Auto, nicht nur eine Batterie. W&uuml;rde der Staat die Installation f&ouml;rdern, so entlastet das das Netz \u2013 Strom wird nicht abgegeben wenn viel produziert wiurd und nachts wird keiner bezogen. Auch damit kann man \u201eDunkelflauten\u201c abpuffern.<\/p>\n<p>Alles h&auml;ngt zusammen. W&auml;rmepumpen sind an und f&uuml;r sich tolle Heizungen sie produzieren aus 1 kwh Strom 3 bis maximal 5 kwH W&auml;rmeenergie. Doch es gibt Haken. Das eine ist das die effizientesten Erdw&auml;rmepumpen und Grundwasserw&auml;rmepumpen sind. Die ben&ouml;tigen aber viel Platz, Erdw&auml;rmepumpen etwa die doppelte beheizte Fl&auml;che und auf der d&uuml;rfen auch keine B&auml;ume wachsen oder sie darf versiegelt sein. Das schlie&szlig;t die meisten H&auml;user aus. Grundwasserpumpen sind noch teurer und brauchen eine Genehmigung. Luftw&auml;rmepumpen sind daher die am meisten installierten Systeme aber auch die mit der geringsten Effizienz und die sinkt bei sinkender Lufttemperatur noch ab, gerade dann wenn man besonders viel W&auml;rmeenergie braucht, es also drau&szlig;en kalt ist.<\/p>\n<p>Die Krux ist das alle W&auml;rmepumpen Niedrigtemperatursysteme sind, das hei&szlig;t, sie heizen das Wasser auf niedrige Temperaturen hoch, je h&ouml;her die Wassertemperatur desto ineffizienter werden sie. Die Effizient wird meistens f&uuml;r eine Wassertemperatur von 35 Grad angegeben. Daher sind sie die ideale Wahl, wenn ein Neubau entsteht, er gut ged&auml;mmt ist und man den Platz f&uuml;r neue gro&szlig;volumige Heizk&ouml;rper oder eine Fussbodenheizung hat \u2013 man muss bei geinerer Wassertemperatur mehr Fl&auml;che zum Abgeben der W&auml;rme haben. Bei Bestandsbauten kommen jede Menge assoziierte Kosten f&uuml;r W&auml;rmed&auml;mmung, neue Heizk&ouml;rper etc. hinzu, sodass es heute relativ unwirtschaftlich ist eine W&auml;rmepumpe einzubauen wenn das Geb&auml;ude bestimmte Standards unterscheidet. Noch gravierender: in solchen F&auml;llen kann bei sehr tiefer Au&szlig;entemperatur die Pumpe dann auch nicht mehr die W&auml;rme bringen, die ben&ouml;tigt wird, man ben&ouml;tigt also eine zweite Heizung wie eben Speicher&ouml;fen als Absicherung. F&uuml;r die meisten Bestandsbauten scheidet sie so heute als Alternative zur Gas- oder &Ouml;lheizung aus. Sinkt der Strompreis aber stark bzw. nutze ich den Strom den ich &uuml;ber eine PV-Anlage im Sommer einspeise und bezahle f&uuml;r den nur das Netzentgelt, dann verbilligt sich der Strompreis enorm. Dann kann auch eine W&auml;rmepumpe attraktiv werden, deren Gewinn gering ist weil sie eine Vorlauftemperatur von 50 oder noch mehr Grad erzeugen muss. Daneben bezahle ich f&uuml;r den von Speicher&ouml;fen genutzten Strom dann auch nur einen geringen Strompreis.<\/p>\n<p>Trotzdem wird man Energie speichern m&uuml;ssen. Am besten geht das mit der Generierung von Wasserstoff. Wasserstoff kann vom Strombetreiber &uuml;ber Brennstoffzellen wieder in Strom umgewandelt werden wenn er gebraucht wird \u2013 f&uuml;r Privatpersonen ist diese Technologie unwirtschaftlich teuer. Das sieht man auch an der geringen Verbreitung von Brennstoffzellenautos. Doch zumindest bei kommerziell genutzten Fahrzeugen (Bussen, LKW) die viel Strecke zur&uuml;cklegen ist er eine Alternative zu Benzin und Diesel. Wasserstoff kann auch als direkte Energiequelle f&uuml;r hohe Temperaturen genutzt werden, so wenn Glas verformt wird, das geschieht meist &uuml;ber einen direkten Flammenkontakt und er dient als Reduktionsmittel. Daf&uuml;r wird Gas in der chemischen Industrie und Stahlindustrie ben&ouml;tigt. Das Manko: Die Effizienz der Kette Strom \u2013 Wasserstoff \u2013 Strom ist gering. Es h&auml;ngt sowohl bei der Elektrolyse wie auch Brennstoffzelle von der Technologie und Gr&ouml;&szlig;e der Anlage ab. Bei der Elektrolyse erreicht man 40 bis 70 % Wirkungsgrad, bei Brennstoffzellen 32 bis 60 Prozent. Nimmt man bei beiden Angaben jeweils das Mittel so sind nur 26 Prozent der Energie des Ursprungstroms nach dem Zwischenschritt wieder nutzbar. Selbst wenn man davon ausgeht das nur die besten Anlagen mit den h&ouml;chsten Wirkungsgraden zum Einsatz kommen, sind es nur 42 Prozent. Der so generierte Strom ist also zweieinhalb Mal teurer als der der direkt genutzte. Eine weitere M&ouml;glichkeit w&auml;re das direkte Heizen mit Wasserstoff.<\/p>\n<p>W&uuml;rde man diese Speicher&ouml;fen gerade dann auff&uuml;llen, wenn es viel Strom aus Windenergie gibt, so kann man zumindest Schwankungen &uuml;ber einen Tag, mit Einbu&szlig;en auch &uuml;ber mehre Tage mindern. Auch f&uuml;r sie w&uuml;rde der Strompreis enorm sinken wenn sie eine PV-Anlage auf dem Dach haben. Vielleicht wird sich auch gesellschaftlich etwas &auml;ndern. Industrien die viel Energie nutzen k&ouml;nnten dann arbeiten wenn der Verbrauch durch Privatpersonen klein ist, z.B. nachts oder am Wochenende. Allerdings glaube ich kaum das das durchsetzbar ist. Eher sinnvoll ist es den Ausbau soweit zu forcieren, dass einfach durch die Anzahl der Anlagen und ihre Weiterentwicklung der generierte Strom immer billiger wird, sodass auch die zweieinhalbfache Steigerung des Preises f&uuml;r aus Wasserstoff gewonnenem Strom g&uuml;nstig ist.<\/p>\n<p>Aber machen wir uns nichts vor: wir sind erst am Anfang der Wende. Derzeit machen erneuerbare Energien nur bei der Stromproduktion viel aus. Beim verkehr, beim Heizen oder bei der Nutzung von Erd&ouml;l\/Gas in der Industrie f&uuml;r verschiedene Zwecke spielt sie keine Rolle. Der Energieverbrauch all dieser Gebiete muss aber auch abgedeckt werden. Gemessen am Prim&auml;renergieverbrauch sind es nach Bundesumweltamt erst 16 %. Selbst wenn ich davon ausgehe das Strom eine effizientere Energiequelle ist \u2013 Elektromotoren in Autos brauchen viel weniger Energie pro gefahrenem Kilometer als Ottomotoren und Strom wird auch aus Gas\/Kohle mit niedrigen Wirkungsgraden erzeugt, so ist doch klar, das wir von einer Vervielfachung der erneuerbaren Energien reden wenn wir wirklich eine Energiewende anstreben.<\/p>\n<p>&Uuml;brigens: Wir haben ja derzeit eine Diskussion &uuml;ber eine \u201e&Uuml;bergewinnsteuer\u201c f&uuml;r Gewinne aus Stromlieferung, aber auch fossile Energien. Ich habe mich mal gefragt ,wie das mit meinem erzeugten Strom aussieht \u2013 diesen Sommer haben meine PV-Anlagen rund 15.000 kWh ins Netz eingespeist. Im Mittel lag der Strompreis an der B&ouml;rse bei rund 50 ct\/kwh, die Spitze waren 70 ct, heute sind es noch 34,9 ct\/khw. Das lag daran, dass nun Strom aus Erdgas so teuer ist und bei dem System alle den gleichen Preis bekommen den das teuerste System vorgibt. Nun kann ich mich aber nicht auf 7.500 Euro Verg&uuml;tung freuen. Denn ich gebe den Strom ja zu einem festen Preis (10 ct\/kWh) wegen des EEG-Gesetzes ab. Aber wo landet die Differenz von rund 40 ct\/kwh? Sie landet beim Staat. Ich glaube aber nicht, das dieser selbst &Uuml;bergewinnsteuer zahlt, aber ich wei&szlig; nun woher die vielen Milliarden f&uuml;r die Entlastungspakete kommen. Wenn ich aber Strom beziehe wird er in jedem falle teurer, auch eine Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>&Uuml;berhaupt sollte der Staat mal &uuml;ber die Steuern f&uuml;r Strom nachdenken. Wenn ich will als alle m&ouml;glichst Strom als wichtigste regenerative Quelle nutzen und auf W&auml;rmepumpen umsteigen oder PV-Anlagen installieren, dann ger&auml;t Strom zu der Basisenergie. Und Energie brauchen wir alle, genauso wie wir Lebensmittel brauchen. Doch auf die gibt es eine Mehrwertsteuer von 7 Prozent und nicht 19 Prozent und noch etliche Umlagen und Abgaben die beim Strompreis (vor dem Sprung) rund die H&auml;lfte des Preises ausmachen. Eine Reduktion der staatlichen Abgaben auf die MWSt von 7 Prozent w&auml;re wohl das beste allgemeine Mittel, da es Strom f&uuml;r alle billiger machen w&uuml;rden, und auch bei Industrien die bisher Gas und &Ouml;l nutzen w&uuml;rde er dann attraktiver werden. Im Gegenzug k&ouml;nnte man das EEG-Gesetz nun auslaufen lassen, denn es d&uuml;rfte zu erwarten sein, das auch nach dem Ende des Ukrainekriegs fossile Energie so teuer sein wird, das es keinen Unterschied zu regenerativ erzeugten Strom gibt. Kernkraftstrom ist ja heute schon teurer als Solar- oder Windstrom und zu Kohlestrom betrug die Differenz zum Schluss nur noch 1 bis 2 ct\/kwh.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Monate haben uns klar gemacht wie abh&auml;ngig wir von russischen begase sind, aber auch wie viele Regelmechanismen bei uns nicht richtig funktionieren wie z.b. das der Strompreis allgemein hochging, nur weil Gaskraftwerke nun teurer produzieren und der Preis f&uuml;r alle von dem teuersten Anbieter bestimmt wird. 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