{"id":16133,"date":"2022-10-31T01:00:47","date_gmt":"2022-10-31T00:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16133"},"modified":"2022-10-30T17:04:08","modified_gmt":"2022-10-30T16:04:08","slug":"vom-altair-zum-apple-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/10\/31\/vom-altair-zum-apple-ii\/","title":{"rendered":"Vom Altair zum Apple II"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16133\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16133\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Eigentlich erwarte ich um diese Zeit herum die Retro-Ausgabe der ct\u2019. Die erschien in den letzten vier Jahren immer um diese Zeit. Vielleicht kommt sie noch, aber ich glaube eher nicht. Die letzten Ausgaben haben sich in der Geschichte schon sehr stark heute angen&auml;hert. Dabei hat schon die erste Ausgabe nicht direkt den Anfang der Heim-Computergeschichte behandelt, sondern fing mit dem Sinclair Spectrum an, also den fr&uuml;hen achtziger Jahren. Prinzipiell k&ouml;nnte man erheblich mehr schreiben, aber ich glaube das Problem liegt daran, dass die heutigen Redakteure die ganzen Rechner und Dinge &uuml;ber sie sie schreiben nicht aus eigenem Erleben kennen, dann schreibt man das zusammen was man in der Literaturrecherche findet und das ist dann eben kurz. So kann man in einem Heft mit einem Dutzend Artikeln gleich ein ganzes Jahrzehnt abdecken.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/4972d7e5e5a7442bb0768ae2938d4e12\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Ich habe mir vorgenommen die wesentlichen Stationen zwischen dem Beginn der Mikrocomputerrevolution und den ersten Rechnern, die wirklich n&uuml;tzlich waren abzustecken. Ich wei&szlig; das etliche Blogleser in meinem Alter oder ein wenig j&uuml;nger sind, also die goldene Zeit der Heimcomputer in den Achtzigern noch selbst miterlebt haben. Der Beitrag wendet sich aber gerade an die, die diese Zeit nicht kennen. Und f&uuml;r die eine kleine Einf&uuml;hrung.<\/p>\n<p>In den Achtziger Jahren wurden Heimcomputer \u2013 eine etwas bieder klingende &Uuml;bersetzung des englischen \u201eHomecomputer\u201c erschwinglich und sie zogen schnell in die Wohnzimmer ein. Der Computer war komplett anders aufgebaut als heute. Es gab ein Geh&auml;use mit einer Tastatur, etwas h&ouml;her als eine heutige Tastatur, denn in ihr steckte der ganze Computer, vor allem aber war das Geh&auml;use so hoch wegen der Anschl&uuml;sse an der R&uuml;ckseite und teilweise an den Seiten. Technisch steckte darin das, was heute das Motherboards ist, allerdings ohne Steckpl&auml;tze und ohne Laufwerke. Steckpl&auml;tze hatten Homecomputer \u2013 mit wenigen Ausnahmen \u2013 keine. Sie boten standardisierte Schnittstellen an die man Peripherie anschlie&szlig;en konnten. F&uuml;r beliebige Peripherie meist den Systembus der alle Leitungen des Mikroprozessors nach au&szlig;en f&uuml;hrte. Angeschlossen wurden sie an einen Fernseher, die wenigsten hatten einen Ausgang f&uuml;r einen Monitor, obwohl die Signale die erzeugt wurden zuerst die f&uuml;r einen Monitor waren, die dann durch einen TV-Modulator in die Frequenzsignale nach dem PAL oder NTSC-Standard umgesetzt wurden. Das Bild war durch diese Konvertierung eher bescheiden, auch ein Grund warum die Aufl&ouml;sung ebenfalls grob war. Als Massenspeicher schloss man einen Kassettenrekorder an, einen Ausgang daf&uuml;r hatten fast alle Heimcomputer. F&uuml;r die meisten gab es zus&auml;tzlich Floppy Disk Laufwerke als \u201eechten\u201c digitalen Massenspeicher, die waren aber meist teurer als der Computer selbst. Das lag an zwei Faktoren. Zum einen wurden die Computer selbst in gr&ouml;&szlig;eren St&uuml;ckzahlen verkauft und sanken auch durch die Konkurrenz so rascher im Preis, zum anderen gab es bei den Floppy Disklaufwerken keine Konkurrenz und der Hersteller holte sich hier die Marge wieder rein, die er beim Computer verlor. Eine grafische Oberfl&auml;che gab es damals nicht, aber auch keine textuelle Oberfl&auml;che wie sie DOS hatte, das die etwas weniger Jungen noch kennen. Es begr&uuml;&szlig;te einen ein BASIC Interpreter. BASIC ist seine sehr einfache Programmiersprache in der man zum einen direkt befehle eintippen konnte wie \u201ePrint 5+6\u201c aber auch Programme schreiben indem man einem Befehl eine Zeilennummer voranstellte. Die Heimcomputer waren eigentlich nur dazu geeignet (und gedacht) BASIC zu lernen und darin zu programmieren. F&uuml;r Anwendungsprogramme mussten sie mit Diskettenlaufwerken aufger&uuml;stet werden und trotzdem hatten viele nicht die daf&uuml;r notwendige Aufl&ouml;sung f&uuml;r die Textdarstellung. Sie waren deswegen so beliebt, weil es auch Spiele f&uuml;r sie gab. Verglichen mit heutigen Spielen waren die Computerspiele sehr einfach, aber damals das beste was die meisten gesehen hatten, die Videospielkonsolen wie das Atari System VCS 2600 waren noch viel schlechter. Vor allem wurden die Spiele auf Kassetten verkauft, weil die wenigsten Diskettenlaufwerke hatten. Kassetten kann man relativ einfach kopieren und Spiele so tauschen.<\/p>\n<p>Trotzdem dauerte es zwei Jahre vom ersten Mikrocomputer bis zu den ersten dieser Heimcomputer. Das ist die kurze Geschichte dieser Zeit.<\/p>\n<p>Der erste Mikrocomputer war der Altair 8800. Die Vorgeschichte des Altairs geht noch etwas weiter in die Vergangenheit zur&uuml;ck. Die Firma MITS (Micro Instrumentation and Telemetry Systems) fertigte seit Ende der Sechziger Jahre Tischrechner. Genauer gesagt, sie vertrieb Kits. Der K&auml;ufer musste den Tischrechner noch selbst zusammenbauen. Ein Tischrechner war ein Taschenrechner als Tischger&auml;t, in gehobener Ausstattung mit einem kleinen Thermodrucker f&uuml;r die Ergebnisse. Anfang der Siebziger Jahre ger&auml;t MITS in Schwierigkeiten. Texas Instruments hatte Anfang der Siebziger Jahre den Mikroprozessor erfunden, wenngleich Intel etwas schneller auf dem Markt war. Anders als Intel war <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3zsP05W\">Texas Instruments<\/a> aber Hersteller von Endverbraucherger&auml;ten und sie bauten den Mikroprozessor in ihre Taschen- und Tischrechner ein. Binnen weniger Jahre sanken die Preise f&uuml;r diese Rechner rapide und TI als Hersteller der Bauteile konnte alle Konkurrenten unterbieten. Viele Firmen kamen in Schwierigkeiten, drunter MITS und Commodore, die sp&auml;ter noch auf sich aufmerksam machen w&uuml;rde. Commodores Gr&uuml;nder <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tramiel.shtml\">Jack Tramiel<\/a> folgte dem Beispiel Texas Instruments und kaufte ebenfalls einen Halbleiterhersteller auf, MITS suchte nach Produkten, f&uuml;r die es keine Konkurrenz gab. MITS Gr&uuml;nder und Chef <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/roberts.shtml\">Ed Roberts<\/a> war befreundet mit dem Verleger der Zeitschrift Popular electronics und der bat ihn zahlreiche Baupl&auml;ne zu untersuchen, die er von Bastlern bekam und die er ver&ouml;ffentlichen sollte. Roberts erkannte, das ein solcher Computer auf Basis eines Mikroprozessors das Produkt sein k&ouml;nnte, das seine Firma rettete und konstruierte auf Basis des gerade erschienen 8080 Mikroprozessors einen Computer, eben den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/altair8800.shtml\">Altair 8800.<\/a><\/p>\n<p>Roberts blieb dem Firmenkonzept treu und bot den Computer als Kit und zusammengebaut an. Das h&ouml;rt sich heute befremdlich an, zumal man den Computer nicht einfach zusammenstecken konnte, sondern l&ouml;ten musste und ohne Digital-Multimeter oder sogar Oszilloskop kam man bei der Fehlersuche oft nicht weiter. Der Zusammenbau galt als Anspruchsvoll und viele scheiterten daran. Das war aber damals die Firmenphilosophie, schaut man sich Anzeigen in der Fachzeitschrift Byte aus dieser Zeit an, so findet man fast alle Rechner als \u201eKit\u201c oder \u201eassembled\u201c. Der Grund ist relativ einfach: selbst eine kleine Firma konnte f&uuml;r einen erschwinglichen Preis eine Platine nach vorliegendem Layout fertigen lassen. Best&uuml;ckungsautomaten kamen erst Ende der Siebziger Jahre auf, vorher mussten alle Bauteile von Hand eingel&ouml;tet werden und dauerte und kostete wegen der ben&ouml;tigten Arbeitszeit auch viel.<\/p>\n<p>Der Altair 8800 bestand in das Basisausf&uuml;hrung aus einem Geh&auml;use, das vorne Kippschalter und eine Reihe von Leuchtdioden hatte. Als Anschluss gab es nur die f&uuml;r das Netzteil. Intern bestand er aus einer Backplane wo durch Flachbandkabel Stecker mit je 100 Kontakten \u2013 dies sollte bald als S100 Bus Industriestandard werden \u2013 verbunden wurden. In der Standardausf&uuml;hrung gab es zwei Karten. Eine mit der 8080 CPU und eine Karte mit 256 Byte RAM.<\/p>\n<p>Was konnte man mit dem Altair 8800 anfangen? Nicht viel. Am Frontpaneel konnte man mit den Kippschaltern eine Adresse im Speicher w&auml;hlen und mit anderen Schaltern ein Byte dort ablegen. Ein Schalter schaltet jeweils zwischen Schreiben und Lesen um. Hatte man so ein Programm in Bin&auml;rform in der Maschinensprache des 8080 Prozessors eingegeben, so konnte man die CPU starten die bei Adresse 0 beginnend es ausf&uuml;hrte. Zahlreiche Firmen brachten bald solche Mikroprozessor Kits auf den Markt, meist anders als der Altair auf einer Platine mit einer 7-Sgementanzeige (bekannt von Taschenrechnern) und einer echten Tastatur im Hexformat (0-9 und A-F). das war schon komfortabler, wenngleich man immer noch alles direkt in Maschinensprache programmierte. Popul&auml;r war in den USA das KIM-1 von MOS Technologies mit dem 6502 Prozessor und in Deutschland der \u201eMikro Professor\u201c.<\/p>\n<p>Damit man etwas mit dem Altair 8800 anfangen konnte musste man ihn erweitern. MITS hatte aber nicht die Ressource dazu, die ben&ouml;tigten Karten schnell genug zu entwickeln, sie kamen schon mit dem Abarbeiten der Bestellungen nicht hinterher. Trotz Vorkasse mussten K&auml;ufer monatelang auf ihren Altair 8800 warten. Das f&uuml;hrte zu dem Aufkommen einer Zubeh&ouml;rindustrie. Die Firma Prozessor Technologies begann als Garagenunternehmen. Die Gr&uuml;nder versuchten vergeblich von MITS zeitnah eine RAM Erweiterungskarte f&uuml;r die Altair 8800 zu bekommen. MITS hatte Probleme mit der Fertigung die sich wie sich aber erst sp&auml;ter herausstellen sollte, an einem Fehler des <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8080.shtml\">8080 Prozessors<\/a> lag, der keinen zuverl&auml;ssigen Refresh f&uuml;r dynamische RAM erzeugte. Die Firmengr&uuml;nde bauten einfach eine Speicherkarte mit statischen RAM auf. Das war teurer aber sie konnten diese liefern. Sp&auml;ter wurde das wichtigste Produkt von Processor Technologies der VDM, Video Display Monitor, eine Karte die erstmals Text (64 x 16 Zeichen) auf einem Monitor darstellen konnte. Eine andere Firma war IMSAI. IMS Asscociates hatte von einem General Motors Gro&szlig;h&auml;ndler den Auftrag bekommen ein \u201eWorkstation\u201c System zu entwickeln. Damit sollte er seine Auftr&auml;ge verwalten. Sie fanden, dass der Altair 8800 sich als Basis eignen w&uuml;rde und sie nur die Zusatzkarten entwickeln m&uuml;ssten, die es von MITS nicht gab und die f&uuml;r das Projekt ben&ouml;tigt wurden. Doch MITS konnte nicht liefern und wollte auch keinen Rabatt f&uuml;r die Abnahme gr&ouml;&szlig;erer St&uuml;ckzahlen einr&auml;umen. So kaufte man einen Altair 8800 und baute ihn nach, der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/IMSAI_8080\">IMSAI 8080<\/a> war der erste \u201eClone-Computer\u201c. Er wurde dann auch verkauft. Verbessert war nur das Netzteil, das beim Altair zu schwach war und der IMSAI war nicht handverdrahtet. Er war auch der erste Rechner auf dem das Betriebssystem CP\/M \u2013 Version 1,3 \u2013 lief. Wer den Spielfilm \u201eWar Games\u201c geschaut hat \u2013 den Computer den der Hacker dort hat, ist ein IMSAI 8080. Es gab zahlreiche andere Rechner die nach dem &auml;hnlichen Konzept entstanden, viele nutzten den S100 Bus Standard und noch mehr Firmen offerierten Zubeh&ouml;rkarten, denn die brauchte man. Damit man mit einem Altair zumindest etwas anfangen konnte brauchte man:<\/p>\n<ul>\n<li>Die M&ouml;glichkeit &uuml;ber eine Tastatur etwas einzugeben<\/li>\n<li>Die M&ouml;glichkeit etwas auszugeben entweder zu drucken oder auf einem Monitor<\/li>\n<li>Die M&ouml;glichkeit etwas zu speichern und zu lesen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die ersten beiden Dinge wurden damals durch eine Karte gel&ouml;st, mit der man einen Fernschreiber anschlie&szlig;en konnte. Ein Fernschreiber hatte schon eine Schreibmaschine integriert und alle eingetippten Zeichen lieferte er kodiert &uuml;ber eine Leitung. Er war so eingabe- und Ausgabeger&auml;t zugleich. Das Speichern war kompliziert. Zuerst wurden Karten f&uuml;r Papierstreifenleser verkauft. Damit konnte man immerhin fertige Programme lesen. Papierstreifenstanzer waren um einiges teurer. Da etablierte sich bald das Kassette Interface bei der die Bits als T&ouml;ne von zwei vorgegebenen Frequenzen gespeichert wurden, und beim Einlesen jeweils der Ton durch Messen des Nulldurchgangs festgestellt wurde. Die Ausgabe auf einen Monitor erforderte schon eine eigene Karte mit 48 Bausteinen. Sie ist nicht trivial, denn die Schaltung muss w&auml;hrend der Elekttonenstrahl das Bild aufbaut, die Bitmuster getaktet senden. F&auml;llt das auch nur kurzzeitig aus, so gibt es Bildst&ouml;rungen.<\/p>\n<p>Als der erste Computer der die heutige Architektur hat, dahingehend das er komplett ist war der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sphere_1\">Sphere 1<\/a>. In einem Geh&auml;use gab es einen Computer mit einem fest eingebauten BASIC Interpreter, RAM und Monitor. Es gab den Sphere in mehreren Versionen. Die gr&ouml;&szlig;te beinhaltete auch Floppy Disk Laufwerke. Leider geriet die Firma sehr bald in Finanznot, sodass nur 1.300 Sphere 1 gefertigt wurden.<\/p>\n<p>Als n&auml;chster Schritt zum Computer, den man nur einschalten musste, war der Sol. Der Sol-20 hatte zwar anders als der Sphere 1 keinen integrierten Monitor, aber er bestand anders als dieser aus einer einzigen Platine. Processor Technologies integrierten ihre Zusatzkarte VDM-1 mit einer CPU-Karte und einem Casetteninterface und einer seriellen Schnittstelle auf einem Board. Kaufte man einen Monitor hinzu und einen Kassettenrekorder, so hatte man einen vollst&auml;ndigen Computer. Der startete allerdings ein Terminalprogramm, weil der Sol urspr&uuml;nglich als Terminal ausgelegt war,daher auch die Serielle Schnittstelle. Sp&auml;ter gab es ein Modul mit BASIC, das jedoch einen gr&ouml;&szlig;eren Speicher n&ouml;tig machte. Der Sol verkaufte sich gut je nach Quelle 10.000 bis 12.000 mal wurde jedoch eingestellt, als die Firma in Schwierigkeiten kam. Es gab zum einen die Konkurrenz durch neuere Ger&auml;te, zum anderen stellte der Hersteller der Floppys ihre Produktion ein. Das so angek&uuml;ndigte System konnte nicht ausgeliefert werden.<\/p>\n<p>1977, zwei Jahre nachdem Altair erschien, kamen dann die ersten Computer die so aufgebaut waren wie die Heimcomputer die bis in die fr&uuml;hen Neunziger Jahre die Wohnzimmer bev&ouml;lkerten. Es waren nahezu zeitgleich der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-1.shtml\">Apple II, Tandy TRS-80 und der Commodore PET<\/a>. Alle drei hatten einen Basic Interpreter, der einen beim Start begr&uuml;&szlig;te. Der TRS-80 und Commodore PET wurden zusammen mit Monitor verkauft, den Apple konnte man an einen Fernseher abschlie&szlig;en. Alle drei hatten einen Anschluss f&uuml;r einen Kassettenrekorder als Speichermedium. Commodore PET und Apple II hatten f&uuml;r die Erweiterung interne Slots, der TRS-80 einen herausgef&uuml;hrten Systembus.<\/p>\n<p>Der von Stephen Wozniak vorher entwickelte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/AppleI.shtml\">Apple I<\/a> wird zwar von ihm als erster echter PC bezeichnet, war aber technisch noch dem Sol unterlegen. Der Apple I war nur eine Platine bestehend aus zwei Teilen. Einem Terminal, das Wozniak vorher entwickelt hatte und das Zeichen seriell, sehr langsam auf einem Fernseher ausgab und einem 6502 basieren Computer mit Monitorprogramm. Benutzer mussten selbst eine Tastatur anschlie&szlig;en und zwar direkt &uuml;ber Kabel, nicht als Stecker und noch ein Netzteil besorgen, dass die ben&ouml;tigte Gleichspannung erzeugte. Es wurden nur wenige Apple I verkauft, auch weil zwar <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/jobs-wozniak.shtml\">Steven Jobs<\/a> den Besitzer des Byte Computer Stores &uuml;berreden konnte, den Rechner zu verkaufen, dieser aber einen vollst&auml;ndigen Rechner erwartete und nicht nur eine Platine.<\/p>\n<p>Mit dem TRS-80 und Commodore Pet endete auch die Zeit der Kits (den Apple II gab es anfangs noch als Kit) und es gab nun den Computer den man benutzen konnte, ohne von Elektronik und dem Zusammenbau eine Ahnung zu haben. Das vergr&ouml;&szlig;erte den potenziellen Kundenkreis enorm. Die Verkaufszahlen der Ger&auml;te explodierten. 1976 wurden weltweit 46.000 Rechner verkauft, 1977 waren es 150.000. Davon waren zwei Drittel TRS-80, was an dem konkurrenzlos niedrigen Preis lag. Allerdings korrespondierte dies auch mit der Fertigungsqualit&auml;t, sodass der Rechner bald die Abk&uuml;rzung \u201eTrash 80\u201c erhielt. Der Sprung um den Faktor 3 wurde nie wieder erreicht (der Sprung von 1975 auf 1976 war von 5.000 auf 56.000 Ger&auml;ten noch gr&ouml;&szlig;er, das lag aber daran das es vor 1976 nur den Altair gab und MITS bis Jahresmitte 1975 keine Ger&auml;te liefern konnte).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16133\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16133\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Eigentlich erwarte ich um diese Zeit herum die Retro-Ausgabe der ct\u2019. Die erschien in den letzten vier Jahren immer um diese Zeit. Vielleicht kommt sie noch, aber ich glaube eher nicht. Die letzten Ausgaben haben sich in der Geschichte schon sehr stark heute angen&auml;hert. Dabei hat schon die erste Ausgabe nicht direkt den Anfang der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1634,4915,3754,4916,1667,1636,4914,1808],"class_list":["post-16133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-computer","tag-altair-8800","tag-apple-1","tag-apple-ii","tag-commodore-pet","tag-imsai-8080","tag-mits","tag-sol","tag-tandy-trs-80","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":376,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18380,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/03\/die-glorreichen-10-das-war-mal-weg-pc-hardware\/","url_meta":{"origin":16133,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Das war mal weg: PC Hardware","author":"Bernd Leitenberger","date":"3. September 2025","format":false,"excerpt":"Ich will heute mal zwei ZDF Info \/ Neo Sendungen verbinden. Die glorreichen 10, die bei mir als Vorlage f\u00fcr einige Blogs dienten und die von mir noch mehr gesch\u00e4tzte Sendung \"Das war mal weg\", wo es um Dinge geht, die fr\u00fcher fast jeder hatte und die heute aus unserem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/876c61d389304d98aa0332fadd769381","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18536,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/02\/22\/thor-nomenklaturchaos\/","url_meta":{"origin":16133,"position":1},"title":"Thor Nomenklaturchaos","author":"Bernd Leitenberger","date":"22. Februar 2026","format":false,"excerpt":"Heute geht es wieder um einen Splitter meiner Recherche zu dem Buch und zwar um Bezeichnungen und Abk\u00fcrzungen der Thor. Wer mit den Akronymen PGM-17, SM-75, WS-315A, DM-18, MB3, DSV-2L-1A, DSV3E, SLV-2G, Thorad, TAT, TAID, LTTAT, UBT ELT und XLT etwas anfangen kann, der braucht den Blog nicht zu lesen.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/b59364b1981c43209378f0bd5b9df7ef","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18627,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/04\/05\/artemis-ii\/","url_meta":{"origin":16133,"position":2},"title":"Artemis II","author":"Bernd Leitenberger","date":"5. April 2026","format":false,"excerpt":"Seit gestern ist nun die Artemis II Mission auf dem Mond, wenige Tage zuvor hat NASA Administrator Isaac Jaredmann neue Pl\u00e4ne ank\u00fcndigt. Zeit mal was dazu zu schreiben. Ich fange aber mit was an was zusammenh\u00e4ngt: Die Verseichtung. Keine Ahnung ob es den Begriff schon gibt, ich beschreibe damit das\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9a9d83018f8447148efa0d8328798e18","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":5216,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/08\/10\/fcea2\/","url_meta":{"origin":16133,"position":3},"title":"FCEA2","author":"Bernd Leitenberger","date":"10. August 2011","format":false,"excerpt":"CEA2 (Chemical Equilibrium with Applications) ist ein seit gut 30 Jahren entwickeltes NASA Programm mit dem verschiedenste Probleme bei Gasphasen berechnet werden k\u00f6nnen. Ich beschr\u00e4nke mich auf das, was Raumfahrtliebhaber wohl am meisten machen: Die Berechnung der Performance von Triebwerken bei Raketen. Ich will die Benutzung des Programmes einmal erl\u00e4utern,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/89efc24160614a1a93d97d19447e81a6","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18610,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/27\/galileos-cds-teil-1\/","url_meta":{"origin":16133,"position":4},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 1","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Hall\u00f6chen, es wird Zeit das ich mich mal wieder melde. Es gab zwei Gr\u00fcnde, warum ich mich so rar gemacht habe. Das eine ist das es gerade nicht so viel aktuelles gibt, au\u00dfer einem Update zu Artemis, zu dem ich vielleicht noch etwas schreibe. W\u00e4hrend Trump das ganze Programm nach\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4fb81c7bafbd4d9d88b5695abdb33d29","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18614,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/29\/galileos-cds-teil-3\/","url_meta":{"origin":16133,"position":5},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 3","author":"Bernd Leitenberger","date":"29. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"So nun zum dritten Teil \u00fcber das prim\u00e4re Computersystem von Galileo, das CDS. Nachdem sich die ersten beiden Teile nur mit dem RCA 1802, warum er gew\u00e4hlt wurde und seiner Architektur befassten geht es heute um das Computersystem selbst. Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16133"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16133\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}