{"id":16289,"date":"2023-01-20T00:15:12","date_gmt":"2023-01-19T23:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16289"},"modified":"2023-01-18T18:22:49","modified_gmt":"2023-01-18T17:22:49","slug":"russische-marsprogramme-1m-und-2mv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/01\/20\/russische-marsprogramme-1m-und-2mv\/","title":{"rendered":"Russische Marsprogramme: 1M und 2MV"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16289\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16289\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Hall&ouml;chen. In meiner locken Reihe &uuml;ber kurze Sondenbeschreibungen von fr&uuml;heren Raumsonden komme ich heute zu den ersten beiden Marsprogrammen Russlands. Ich habe mich bei mir selbst bedient und gebe hier die Kapitel aus meinem Buch \u201eMit Raumsonden zu den Planetenr&auml;umen\u201c (Band 1) wieder. Wenn es gef&auml;llt: Die B&uuml;cher sind noch zu kaufen, trotz massiv gestiegenen allgemeinen Preis immer noch f&uuml;r denselben Betrag wie 2018:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/8ef542fd8ce9448b8d319a03137d1ea3\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3ILP5ak\">Band 1 mit den Jahren 1958 \u2013 1992<\/a> und <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3H4efQk\">Band 2 mit den Jahren 1993 \u2013 2018<\/a>. Wer dem Autor etwas gutes tun will kauft die B&uuml;cher von mir <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/catalogsearch\/result\/index\/?q=Bernd+Leitenberger&amp;product_list_order=bod_release_date&amp;product_list_dir=desc\">direkt beim Verlag<\/a> \u2013 kostet dank Buchpreisbindung genauso viel wie bei Amazon Libre und iTunes, aber die Marge f&uuml;r mich ist h&ouml;her.<!--more--><\/p>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\"><a name=\"__RefHeading__6523_1226649034\"><\/a> 1M<\/h2>\n<p><a name=\"__RefHeading__6525_1226649034\"><\/a>Da die ersten Marssonden Russlands bei Fehlstarts verloren gingen, gibt es keinen offiziellen Namen. Man kennt jedoch die Programmbezeichnung: \u201e1M\u201c. Bis heute gibt es &uuml;ber das Programm nur wenige Informationen. Das Projekt 1M wurde sehr schnell umgesetzt: genehmigt am 10.12.1959, sollten die Sonden schon im Oktober 1960 starten. Die Ziele von 1M waren:<\/p>\n<ul>\n<li><a name=\"__RefHeading__7954_69349383\"><\/a>Untersuchung des interplanetaren Raumes<\/li>\n<li><a name=\"__RefHeading__7956_69349383\"><\/a>Untersuchung von Mars aus einer Vorbeiflugbahn. Gewinnung von Bildern der Oberfl&auml;che<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a name=\"__RefHeading__7958_69349383\"><\/a>Untersuchung, ob Instrumente mehrere Monate lang st&ouml;rungsfrei operieren k&ouml;nnen. Test der Kommunikation &uuml;ber gro&szlig;e Distanzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a name=\"__RefHeading__7960_69349383\"><\/a>Aus den Zielen geht hervor, dass es sich vornehmlich um eine Testsonde handelte. Schlussendlich betrat man sowohl mit der Kommunikationsdistanz wie auch der Betriebszeit Neuland. 1M bestand aus dem gemeinsamen Bus des Programms 1MV (Mars+Venus) und individuellen Anpassungen an den Mars. Wahrscheinlich hatten die Sonden einen &auml;hnlichen Aufbau wie die Sonden des Programms 1V (Venera 1).<\/p>\n<p>Gebaut wurden die Sonden vom Kombinat OKB-1 unter der Leitung von Koroljow. Wie die folgenden Sonden bestand 1M aus einem hermetisch abgeschlossenen, mit Stickstoff gef&uuml;llten Zylinder. Die Experimente befanden sich mit Ausnahme der Fernsehkamera an der oberen Au&szlig;enseite des Zylinders. Zwei Solarpaneele lieferten Strom. Dazu gab es eine Silber-Zinkbatterie. Eine entfaltbare Antenne mit 2,33\u00a0m Durchmesser sandte die Daten mit hoher Datenrate bei 3,75 GHz. Andere Antennen arbeiteten bei niedrigen Frequenzen und konnten auch empfangen. Die Funkverbindung zur Bodenstation wurde genutzt, um die Sonde auf die Erde auszurichten.<\/p>\n<p>Der Bus unterteilte sich in eine untere Antriebssektion mit dem Triebwerk zur Kurskorrektur, der mittleren Elektroniksektion und einem oberen Experimentmodul. Die Lageregelungstriebwerke arbeiteten mit Stickstoffdruckgas. Zeitweise erwog das OKB1 auch einen Marslander mitzuf&uuml;hren, doch war er in der zur Verf&uuml;gung stehenden Zeit nicht entwickelbar und wurde auf eine sp&auml;tere Mission verschoben.<\/p>\n<p><a name=\"__RefHeading__7964_69349383\"><\/a>Von den sechs Experimenten mussten das wichtigste und schwerste, das Fotoexperiment, eine Woche vor dem Start entfernt werden, weil die Sonden zu schwer waren. Das Fotoexperiment arbeitete wie bei allen fr&uuml;hen russischen Sonden mit Film, der an Bord entwickelt wurde und dann von einem Elektronenstrahl einer TV-R&ouml;hre beleuchtet wurde. Die Helligkeit wurde von einem Photometer detektiert. Man erwartete Aufnahmen mit einer Aufl&ouml;sung von 3 bis 6 km, in etwa die Aufl&ouml;sung, die auch die ersten Mariner 4 Bilder hatten. Aus Zeitgr&uuml;nden beschloss man, das Luna 3 Kamerasystem zu &uuml;bernehmen, h&auml;tte also &auml;hnlich unscharfe Aufnahmen erhalten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"__RefHeading__7966_69349383\"><\/a>F&uuml;r den Start ben&ouml;tigte man eine neue Version der R-7 Tr&auml;gerrakete. Man stattete diese mit zwei neuen Oberstufen, genannt Block I und Block L, aus. Es sollte Jahre dauern, bis diese (sp&auml;ter Molnija genannte) Version der R-7 eine hohe Zuverl&auml;ssigkeit erreichte. Sowohl \u201eMars 1960A\u201c (es gibt keine offizielle Bezeichnung der Sonden, andere Bezeichnungen, die genannt werden, sind \u201eMarsnik\u201c oder \u201eKorabl 4\u201c (Schiff, Raumschiff, so hie&szlig;en eigentlich die unbemannten <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/wostok.shtml\">Wostokkapseln<\/a>, so sollte die wahre Natur verschleiert werden)) wie auch \u201eMars 1960B\u201c gingen beim Start verloren. Ihr Startfenster war auf den Termin einer Rede Chruscht\u00adschows vor der UN am 12.10.1960 festgelegt worden. Das war am Ende des Startfensters, der optimale Zeitpunkt lag am 27.9.1960. Chruscht\u00adschow hatte sogar ein Modell der Sonden im Reisegep&auml;ck, das er Pr&auml;sident Eisenhower nach einem erfolgreichen Start &uuml;berreichen wollte.<\/p>\n<p><a name=\"__RefHeading__7968_69349383\"><\/a>Mars 1960A hob am 10.10.1960 als erste Raumsonde ab. Schon kurz nach Z&uuml;ndung der dritten Stufe, Block I, geriet diese vom Kurs ab und wurde nach 309 s abschaltet. Nach Erreichen einer Gipfelh&ouml;he von 120\u00a0km ging die Nutzlast in Ostsibirien nieder. Der Flug von Mars 1960B, gestartet am 14.10.1960, endete noch fr&uuml;her. Vor dem Start gab es ein Leck im Sauerstofftank der dritten Stufe, das nicht entdeckt wurde. Der austretende Sauerstoff hatte zum Einfrieren des Kerosins in den Leitungen gef&uuml;hrt und die Turbopumpe des Triebwerks von Block I fiel schon bei der Z&uuml;ndung nach 290 s aus.<\/p>\n<p><a name=\"__RefHeading__7970_69349383\"><\/a>H&auml;tte die Mission geklappt, so h&auml;tten die Sonden nach einer Kurskorrektur im M&auml;rz 1961 den Mars am 13.5.1962 und 15.5.1962 in einer Entfernung zwischen 5.000 und 30.000\u00a0km passiert. Bilder der Sonden des 1M Programms gibt es nicht. Sie sollen Venera 1 &auml;hneln. Das abgebildete Foto ist daher das von Venera 1.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/mars-1m.jpg\" width=\"2100\" height=\"1457\" \/><\/p>\n<table width=\"491\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" valign=\"top\" bgcolor=\"#cccccc\" width=\"485\">\n<p class=\"western\">Datenblatt 1M<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Start:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">10.10.1960 \u201eMars 1960A\u201c Molnija L1-4M (Fehlstart)<\/p>\n<p class=\"western\">14.10.1960 \u201eMars 1960A\u201c Molnija L1-5M (Fehlstart)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Vorbeiflug:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">Mars 1960A: 13.5.1962 (geplant)<\/p>\n<p class=\"western\">Mars 1960B: 15.5.1962 (geplant)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Missionsende:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Mission:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">Marsvorbeiflug<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Gewicht:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">Gesch&auml;tzt auf 480 bis 650 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Abmessungen:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">H&ouml;he 2\u00a0m, Durchmesser des zentralen Zylinders 1,05\u00a0m<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Instrumente:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">Vier Instrumente im Gesamtgewicht von 10 kg:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Magnetometer<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Radiometer<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Detektor f&uuml;r geladene Teilchen (Ionen und Elektronen)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Mikrometeoritendetektor<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">(Kamerasystem: Vor dem Start entfernt)<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"95\">\n<p class=\"western\">Ergebnisse:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"386\">\n<p class=\"western\">Keine Sonde erreicht auch nur einen Parkorbit.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2 class=\"western\" align=\"center\"><a name=\"__RefHeading__7275_511883421\"><\/a> 2MV: Mars 1<\/h2>\n<p>Das n&auml;chste Programm, 2MV setzte auf gemeinsame Sonden zu Mars und Venus. Himmelsmechanisch vorteilhaft lagen die Startfenster von Venus und Mars 1962 nur zwei Monate auseinander, sodass Russland eine Sondengeneration innerhalb kurzer Zeit zu beiden Zielen schicken konnte.<\/p>\n<p>Der Aufbau entsprach dem von 1MV: Ein gemeinsamer Bus, bestehend aus einem Druckteil f&uuml;r die Elektronik, an dem die Solarpaneele und die Parabolantenne angebracht waren, wurde unten durch eine Antriebssektion erg&auml;nzt. Das auf dem Bus oben angebrachte Experimentmodul wurde missionsspezifisch best&uuml;ckt. Es konnte durch einen kleinen Lander ersetzt werden. Es gab im Bus eine 0,6\u00a0m hohe Experimentsektion, die unter Druck stand, in der das Kamerasystem und ein IR-Spektrometer installiert waren.<\/p>\n<p>Nachdem es bisher jeweils zwei Sonden pro Startfenster gab, klotzte man nicht und baute sechs Sonden f&uuml;r vier Missionen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"aufz&auml;hlung-kurz\">2MV-1: Venus Landung (je zwei Sonden)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"aufz&auml;hlung-kurz\">2MV-2: Venus Vorbeiflug (eine Sonde)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"aufz&auml;hlung-kurz\">2MV-3: Mars Landung (eine Sonde)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"aufz&auml;hlung-kurz\">2MV-4: Mars Vorbeiflug (je zwei Sonden)<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Sonden waren schwerer als ihre Vorg&auml;nger und wogen beim Start zwischen 900 und 1.100 kg. Das OKB-1 lernte aus dem Ausfall von Venera 1 und k&uuml;hlte das Innere des Druckteils aktiv. Eine K&uuml;hlanlage setzte Ammoniak ein, das durch die W&auml;rme verdampfte und in einem domf&ouml;rmigen Radiator seine W&auml;rme wieder abgab und dabei auskondensierte. Es gab es gr&ouml;&szlig;ere Solarpaneele mit einer Fl&auml;che von 2,6 anstatt 1,6\u00a0m\u00b2. Batterien mit h&ouml;herer Kapazit&auml;t erg&auml;nzten sie. Weitere Sender wurden installiert, die Parabolantenne war mit einem Erdsensor auf die Erde ausgerichtet.<\/p>\n<p>Der Landeapparat war abtrennbar. Ein Ablativschild aus Epoxidharz sollte die Energie abf&uuml;hren. Modelle der Lander wurden mit H&ouml;henforschungsraketen in bis zu 50\u00a0km H&ouml;he geschossen. Sie unterschieden sich bei den Mars- und Venussonden. Aufgrund der h&ouml;heren Eintrittsgeschwindigkeit hatte der Venuslander einen dickeren Hitzeschutzschild, daf&uuml;r wegen der dichteren Atmosph&auml;re einen kleineren Fallschirm. Beide Lander waren schwimmf&auml;hig. Der Marslander hatte ein Experiment, das nach Leben suchen sollte. Die Busse, welche die Lander zu Mars\/Venus bef&ouml;rderten, w&uuml;rden in der Atmosph&auml;re vergl&uuml;hen. Die Lander wurden sterilisiert, um eine Kontamination der Planeten zu verhindern.<\/p>\n<p>Die Kameras an Bord beider Sonden wogen mehr als die gesamte Instrumentierung von Mariner Mars 64. Es waren Filmkameras, die mit 70-mm-Rollfilm arbeiteten. 112 Aufnahmen passten auf eine Rolle. Der Film wurde an Bord entwickelt und dann punktweise ausgelesen. Es gab drei Modi. Einen Vorschaumodus mit 96 Zeilen und zwei Abtastmodi mit 720 und 1.440 Zeilen. Bei 90 Pixeln\/s dauerte die &Uuml;bertragung eines Bildes im hochaufl&ouml;senden Modus 6 Stunden. Die Kamera hatte zwei Objektive von 750 und 35 mm Brennweite. Beim Teleobjektiv erwartete man eine Aufl&ouml;sung von 650\u00a0m aus 10.000\u00a0km Entfernung. Der Film wurde auch genutzt, um beim UV-Spektrometer die Spektren aufzunehmen.<\/p>\n<p>Bei den Marsvorbeiflugsonden war ein IR-Spektrometer an Bord, das die Intensit&auml;t der Strahlung zwischen 2,4 und 4,1 Mikrometern im Absorptionsband organischer Substanzen ma&szlig;. Einige Quellen berichten davon, dass man das Experiment vor dem Start in der Steppe Kasachstans erprobte. Doch es konnte kein Leben detektieren. Daraufhin entfernte man es angeblich vor dem Start.<\/p>\n<p>Den Anfang machten die Venussonden. Zuerst startete die Landesonde 2MV-1 Nr. 1. Die Sonde erreichte problemlos einen Parkorbit. Kurz vor der Z&uuml;ndung der vierten Stufe (Block\u00a0L) sollten vier Feststoffstufen z&uuml;nden und den Treibstoff an den Tankb&ouml;den sammeln. Es z&uuml;ndeten aber nur drei der Antriebe. Die Stufe taumelte um ihre eigene Achse. Block L arbeitete so nur 45 anstatt 240 Sekunden. Die Nutzlast wurde von NORAD <b>Sputnik 19<\/b> getauft. Russland vergab keinen Namen.<\/p>\n<p>Wenige Tage sp&auml;ter \u2013 die USA hatten inzwischen Mariner 2 erfolgreich gestartet \u2013 startete die zweite Venuslandesonde. Auch sie gelangte in eine Erdumlaufbahn, doch ein Befehl zum &Ouml;ffnen eines Ventils in Block L unterblieb und die Sonde strandete im Erdorbit. NORAD nannte sie <b>Sputnik 20<\/b>.<\/p>\n<p>Beim Letzten des Venustrios, 2MV-2, der Vorbeiflugsonde, sorgte schon die dritte Stufe Block I f&uuml;r die Probleme. Zum Betriebsende traten durch Gasblasen in den Tanks Verbrennungsunregelm&auml;&szlig;igkeiten auf, die zum Taumeln f&uuml;hrten. Block L gelangte mit der Sonde in eine Erdumlaufbahn, doch 0,8 s nach der Z&uuml;ndung schaltete sich die Stufe wieder ab, als die Gyroskope durch das Taumeln blockierten. NORAD taufte die Stufe mit Venussonde <b>Sputnik 21<\/b>.<\/p>\n<p>Zwei Monate sp&auml;ter &ouml;ffnete sich das Startfenster zum Mars. Auch diesmal erreichte die erste Sonde nur einen Erdorbit. 16 s nach der Z&uuml;ndung von Block L explodierte die Turbopumpe und die Kombination zerbrach in etwa zwei Dutzend Teile. Das war am 21.10.1962, auf dem H&ouml;hepunkt der Kubakrise. Obwohl bald klar war, dass aufgrund der Bahn die Tr&uuml;mmerwolke keine Attacke auf die USA war, wurde angesichts von 24 Teilen, die vom Radar erfasst wurden, Alarm ausgel&ouml;st. NORAD nannte die Tr&uuml;mmerwolke <b>Sputnik 22<\/b>. Es war die erste Vorbeiflugsonde des Typs 2MV-4. Sie h&auml;tte, wenn alles nach Plan gelaufen w&auml;re, den Mars am 17.6.1963 erreicht.<\/p>\n<p>Die Kubakrise war auch die Ursache, dass die n&auml;chste Sonde drei Tage sp&auml;ter als geplant startete. Denn die Raketenstreitkr&auml;fte, die auch f&uuml;r zivile Starts zust&auml;ndig waren, standen nun in Alarmbereitschaft und Personal wurde vom Projekt abgezogen. Nach Erreichen eines 174 \u00d7 243\u00a0km Parkorbits mit einer Bahnneigung von 64,9 Grad brachte diesmal Block L die Sonde auf einen Kurs zum Mars. <b>Mars 1<\/b>, so verlautbarte es, w&uuml;rde den Mars in 230 Tagen erreichen. Mars 1 war die zweite Vorbeiflugsonde des Typs 2MV-4.<\/p>\n<p>Die letzte Sonde, der Marslander, wurde drei Tage sp&auml;ter gestartet. Diesmal hatte sich eine Sicherung durch starke Vibrationen beim Start aus der Verankerung gel&ouml;st und Block L z&uuml;ndete gar nicht erst. Diese Sonde sollte den Mars am 21.6.1963 erreichen. NORAD vergab den Namen <b>Sputnik 24<\/b>.<\/p>\n<p>Mars 1 w&uuml;rde den Mars in 261.000\u00a0km Entfernung passieren. Bald nach dem Start wurde klar, dass Stickstoff aus einem Tank austrat, wahrscheinlich durch ein verunreinigtes, nicht ganz geschlossenes, Ventil. Dadurch begann Mars 1 zu taumeln. Nach einer Woche wurde die Kontrolle &uuml;ber Mars 1 zur&uuml;ckerlangt. Daf&uuml;r ben&ouml;tigte man den Gro&szlig;teil des Stickstoffs aus dem zweiten Tank. Eine Kurskorrektur wurde als Folge abgesagt. Sie sollte eigentlich die Vorbeiflugdistanz auf 1.000 bis 10.000\u00a0km begrenzen. Stattdessen brachte man Mars 1, um sie zu stabilisieren, in eine langsame Rotation. Von nun an sollten die Gyroskope die Lageregelung &uuml;bernehmen. Russland kontaktiere Mars 1 alle f&uuml;nf Tage und rief die Daten der Instrumente ab. Alles verlief gut bis zum 1.3.1963. Dann fiel die empfangene Signalst&auml;rke deutlich ab.<\/p>\n<p>Eine Analyse zeigte, dass das Lagekontrollsystem den ganzen Stickstoff zur Lageregelung verbraucht hatte. Ohne das Druckgas konnte Mars 1 die Antenne nicht mehr der Erde nachf&uuml;hren. Das Signal wurde langsam schw&auml;cher. Am 21.3.1963 kam in 106 Millionen\u00a0km Entfernung von der Erde der letzte Funkkontakt zustande.<\/p>\n<p>Damit stellte Mars 1 immerhin einen neuen Rekord auf: Es war die bisher gr&ouml;&szlig;te Kommunikationsdistanz. Den alten Rekord hatte wenige Monate vorher Mariner 2 mit 86,7 Millionen\u00a0km Entfernung aufgestellt.<\/p>\n<p>Die Sonden waren gut ausger&uuml;stet, allerdings sagt das nichts &uuml;ber die tats&auml;chlich realisierbaren Resultate aus. Man muss nur die Luna 3 Bilder ansehen \u2013 sie waren voller Artefakte, verrauscht und ohne Kontrast. Die Aufnahmen von 2MV w&auml;ren von &auml;hnlicher Qualit&auml;t gewesen. Ob der Film Monate im Weltraum &uuml;berstanden h&auml;tte, ohne durch kosmische Strahlen belichtet zu werden, ist auch offen.<\/p>\n<p>Eines ist sicher: Die beiden Landeapparate w&auml;ren verloren gegangen. Sie wurden auf falsche Bedingungen ausgelegt. Die Venusatmosph&auml;re wurde 1,5 bis 5-mal so dicht wie die Erdatmosph&auml;re angenommen, beim Mars dagegen eine Dichte von 10 bis 30\u00a0Prozent der irdischen Atmosph&auml;re. Das bedeutet, die Venussonde w&auml;re in etwa 35\u00a0km H&ouml;he zerquetscht worden, die Marssonde w&auml;re mit hoher Geschwindigkeit aufgeschlagen.<\/p>\n<table width=\"491\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" valign=\"top\" bgcolor=\"#cccccc\" width=\"485\">\n<p class=\"western\">Datenblatt 2MV<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Start:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">25.8.1962 2MV-1 Nr.1 (Sputnik 19), Molnija T103-12 in einen 174 \u00d7 248 \u00d7 64,88\u201c Erdorbit.<\/p>\n<p class=\"western\">1.9. 1962 2MV-1 Nr.2 (Sputnik 20), Molnija T103-13 in einen 185 \u00d7 246 \u00d7 64,8\u201c Erdorbit.<\/p>\n<p class=\"western\">12.9.1962 2MV-2 Nr.1 (Sputnik 21), Molnija T103-14 in einen 163 \u00d7 195 \u00d7 64,8\u201c Erdorbit.<\/p>\n<p class=\"western\">24.10.1962 2MV-4 Nr.1 (Sputnik 22), Molnija T103-15 in einen 202 \u00d7 261 \u00d7 65,1\u201c Erdorbit.<\/p>\n<p class=\"western\">1.11.1962 2MV-4 Nr.2 (Mars 1), Molnija T103-16 in eine Transferbahn zum Mars<\/p>\n<p class=\"western\">4.11.1962 2MV-3 Nr.1 (Sputnik 24), Molnija T103-17 in einen 170 \u00d7 170 \u00d7 65,85\u201c Erdorbit.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Vorbeiflug<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">19.6.1962 Mars 1 passiert den Mars in 193.000\u00a0km Entfernung.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Missionsende:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">Sputnik 19 vergl&uuml;ht am 28.8.1962, Sputnik 20 vergl&uuml;ht am 6.9.1962.<\/p>\n<p class=\"western\">Sputnik 21 vergl&uuml;ht am 14.9.1962, Sputnik 22 vergl&uuml;ht am 29.10.1962.<\/p>\n<p class=\"western\">Sputnik 24 vergl&uuml;ht am 5.11.1962, Kommunikationsverlust mit Mars 1 am 21.2.1963.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Mission:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">Sputnik 19, 20: Venusvorbeiflug<\/p>\n<p class=\"western\">Sputnik 21: Venuslandung<\/p>\n<p class=\"western\">Sputnik 22, Mars 1: Marsvorbeiflug<\/p>\n<p class=\"western\">Sputnik 24: Marslandung<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Gewicht:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">Landesonden: 1.100 kg davon 305\/250 kg Lander (Mars\/Venus), Vorbeiflugsonden: 893,5 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Abmessungen:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">4\u00a0m Spannweite, 3,60\u00a0m H&ouml;he. Zentraler Bus 1,10\u00a0m Durchmesser<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Instrumente:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">Vorbeiflugsonden:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Uniaxiales Magnetometer: maximaler Messbereich 6- 12 nT.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Zwei Geigerz&auml;hler.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">NaI Szintillator \/ CsI Szintillator.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Halbkugelf&ouml;rmige Ionenfallen: erfasste Ionen mit &gt; 0V, &gt; 50 V und Elektronen &gt; 80 V.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Flache Ionenfallen mit Energiemodulation.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Mikrometeoritendetektor: 1,5 m\u00b2 Fl&auml;che piezoelektrische Detektion, Masse &gt; 0,1 \u00b5g.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">IR-Spektrometer empfindlich bei 2,4 und 4,1 \u00b5m Wellenl&auml;nge.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">UV-Spektrograph, empfindlich im Ozonabsorptionsband.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Tscherenkowz&auml;hler: erfasste Elektronen &gt; 70-80 keV und Protonen &gt; 500 keV.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">200 bis 2.000 kHz Plasmawellen-Radioempf&auml;nger.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Kamerasystem: zwei Objektive mit 35 \/ 750 mm Brennweite, 112 Aufnahmen auf 70-mm-Rollfilm. Aufl&ouml;sung maximal 650\u00a0m aus 10.000\u00a0km Distanz. Maximal 1.440 Linien\/Bild.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\">Landesonden:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"western\">Chemische Gasanalyse.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Temperatur-, Dichte-, Drucksensoren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Antikoinzidenz-Gammastrahlenz&auml;hler.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Druckschwankungsz&auml;hler.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"western\">Dezimeterband-Sender.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Ergebnisse:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">Mars 1 stellt neuen Kommunikationsrekord auf.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"89\">\n<p class=\"western\">Kosten:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"392\">\n<p class=\"western\">36 Millionen Rubel, etwa 72 bis 108 Millionen Dollar<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wem das alles viel zu kurz ist und er sich geistig unterfordert f&uuml;hlt: &Uuml;ber das russische Marspogramm gibt es <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars.shtml\">viel mehr auf meiner Website<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/Mars_1.jpg\" width=\"2100\" height=\"1148\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16289\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16289\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Hall&ouml;chen. In meiner locken Reihe &uuml;ber kurze Sondenbeschreibungen von fr&uuml;heren Raumsonden komme ich heute zu den ersten beiden Marsprogrammen Russlands. Ich habe mich bei mir selbst bedient und gebe hier die Kapitel aus meinem Buch \u201eMit Raumsonden zu den Planetenr&auml;umen\u201c (Band 1) wieder. Wenn es gef&auml;llt: Die B&uuml;cher sind noch zu kaufen, trotz massiv gestiegenen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[4968,4969,14],"class_list":["post-16289","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-1m","tag-2mv","tag-mars","entry"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":13317,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/04\/04\/die-aufklaerung-des-aprilscherzes\/","url_meta":{"origin":16289,"position":0},"title":"Die Aufkl&auml;rung des Aprilscherzes","author":"Bernd Leitenberger","date":"4. April 2018","format":false,"excerpt":"So, nun komme ich wieder mal zu einem Blog. 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