{"id":16477,"date":"2023-02-19T16:39:02","date_gmt":"2023-02-19T15:39:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16477"},"modified":"2023-02-19T16:39:02","modified_gmt":"2023-02-19T15:39:02","slug":"die-russische-loesung-probleme-umgehen-anstatt-sie-zu-loesen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/02\/19\/die-russische-loesung-probleme-umgehen-anstatt-sie-zu-loesen-teil-2\/","title":{"rendered":"Die russische L&ouml;sung \u2013 Probleme umgehen, anstatt sie zu l&ouml;sen &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16477\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16477\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Im zweiten Teil geht es jetzt um das eigentliche Thema, die Umgehung von Problemen in der Raumfahrt durch die Sowjetunion. Das Thema wird oft missverstanden. Ich kann mich an eine Werbung in einer Raumfahrtzeitschrift erinnern, in der nur ein kurzer, zerkauter Bleistift abgebildet war und in der sinngem&auml;&szlig; stand, das die NASA enorme Summen f&uuml;r einen weltraumtauglichen Kugelschreiber ausgab, w&auml;hrend die Russen das Problem so l&ouml;sten: (und dann kommt der Bleistift).<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/6fea23f70f584b30b40eb79bd14f942b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nDas f&uuml;hrt auf eine falsche F&auml;hrte. Es gibt tats&auml;chlich eine kleine Aff&auml;re um Kugelschreiber im <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/das-gemini-programm-bernd-leitenberger-9783735762405\">Gemini-Programm<\/a>.<!--more--><\/p>\n<p>Die NASA hatte 4.382,50 Dollar f&uuml;r 34 Kugelschreiber ausgegeben, mit denen die Astronauten Notizen machen und Berechnungen durchf&uuml;hren konnten. Sie waren notwendig weil sie zahlreiche Instruktionen von der Missionskontrolle bekamen, die sie erst aufschreiben und danach wieder vorlesen mussten und einen Verst&auml;ndnisfehler auszuschlie&szlig;en. Jeder kostete also rund 129 Dollar.<\/p>\n<p>Das teure war die Anpassung des Druckmechanismus eines Standard-Geh&auml;uses, damit die Astronauten auch in ihren klobigen Handschuhen den Druckknopf bet&auml;tigen konnten. Der Kugelschreiber funktioniert durch die Kapillarkraft, daher kann man auch schreiben wenn die Spitze nach oben zeigt und funktioniert so auch in der Schwerelosigkeit. Die eigentliche Mine stammte von einem regionalen Schreibwarengesch&auml;ft und kostete lediglich 1,75 Dollar. Die Astronauten f&uuml;hrten aber auch vier japanische (!) Pentel Kugelschreiber im Gesamtwert von 0,49 Dollar mit. Nat&uuml;rlich f&uuml;hrte dies zu einer Anfrage, warum die NASA knapp 129 Dollar pro Kugelschreiber ausgab, wenn die Astronauten offensichtlich auch mit einem f&uuml;r 12 Cent aus dem n&auml;chsten Schreibwarenladen arbeiten konnten, der dazu noch nicht einmal ein US-Produkt war.<\/p>\n<p>In der Anzeige wurde also im Prinzip suggeriert, das man bei der NASA sich unn&ouml;tig viel Arbeit macht, mit Dingen die in Russland viel pragmatischer und einfacher gel&ouml;st werden. Doch schon dieses Beispiel zeigt, wie kurzsichtig diese Denkweise ist, denn der Bleistift muss ja mal nachgespitzt werden. Wie macht man das, ohne das Kr&uuml;mel in der Kabine herumfliegen?<\/p>\n<p>Aber zur&uuml;ck zum Thema. Es geht heute um Raumsonden und in beschr&auml;nktem Ma&szlig;e auch Satelliten, weil man von russischen Satelliten nur wenig wei&szlig;. Sei alle m&uuml;ssen in der Schwerelosigkeit, dem Vakuum und unter unterschiedlichen Sonneneinstrahlungen arbeiten k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Die Schwerelosigkeit ist meist kein Problem, weil Elektronik keine Gravitation braucht und Mechanik so konstruiert werden kann, das sie auch ohne Gravitation auskommt. Experimente arbeiten fast immer ohne Gravitation (einfacher Test: wenn man ein Ger&auml;t um 90 Grad drehen kann und es funktioniert noch ohne Einschr&auml;nkung, so ben&ouml;tigt es f&uuml;r eine Funktion keine Gravitation. Ein Fotoapparat kann man drehen um z.B. Hochkantaufnahmen zu machen. Die Gravitationskraft kann leicht durch andere Kr&auml;fte, wie Federkraft ersetzt werden.<\/p>\n<p>Problematischer ist das Vakuum. Zwar ben&ouml;tigen viele Dinge keine Atmosph&auml;re zum Arbeiten, bei manchen Experimenten st&ouml;rt sie sogar (Vidiconr&ouml;hren sind z.B. evakuiert). Aber die Atmosph&auml;re hat auf der Erde einen enormen Vorteil \u2013 sie gleicht W&auml;rmeunterschiede durch Konvektion aus und durch ihre W&auml;rmekapazit&auml;t sind die Unterschiede zwischen von der Sonne bestrahlten und nicht bestrahlten Fl&auml;chen geringer als im Weltraum. Es soll in tiefen Mondkratern am Monds&uuml;dpol Eis geben, das normalerweise bei den Temperaturen l&auml;ngst verdampft w&auml;re, aber ohne direkte Einstrahlung ist es dort so kalt das das Eis &uuml;ber Milliarden von Jahren best&auml;ndig ist. Ein Satellit heizt sich so auf einer Seite auf und bleibt auf der anderen Seite sehr kalt.<\/p>\n<p>Die Sonneneinstrahlung ist im erdnahen Weltraum auch gr&ouml;&szlig;er, da die Atmosph&auml;re wegf&auml;llt, variiert aber bei den Planeten.<\/p>\n<p>Die USA arbeiteten zuerst an verschiedenen Oberfl&auml;chenlackierungen, welche die Temperatur in einem ertr&auml;glichen Rahmen halten sollten, sp&auml;ter wurden viele Satelliten durch rasche Rotation um die eigene Achse versetzt. Das stabilisiert sie nicht nur, sondern verteilt die Sonneneinstrahlung auf die ganze Oberfl&auml;che. Das ging so gut, dass dies bis in die Achtziger Jahre angewandt wurde, sogar bei mehreren Tonnen schweren Kommunikationssatelliten. Die heutige Methode ist es, durch reflektierende Folien und entsprechende Oberfl&auml;chen nur so viel W&auml;rme aufzunehmen, das die der sonnenzugewandte Seite in einem normalen Temperaturbereich bleibt \u2013 meist Zimmertemperatur, weil das auch die Anforderungen f&uuml;r alle Komponenten auf gewohnte Ma&szlig;st&auml;be absenkt. Teile des Satelliten, die nicht von der Sonne beschienen werden werden aktiv beheizt, heute wird auch mit HeatPipes W&auml;rme innerhalb der Raumfahrzeuge transferiert.<\/p>\n<p>Russland umging dies, indem sie einfach auf den Raumsonden normale Bedingungen schuf. Alles was temperaturempfindlich war, wurde in ein Gef&auml;&szlig; gef&uuml;llt mit Stickstoff platziert, in dem ein Ventilator die Atmosph&auml;re umw&auml;lzte. So wurde die W&auml;rme von der hei&szlig;en Wand aufgenommen und umverteilt. Das sieht man zahlreichen fr&uuml;hen Sonden an, man muss nur darauf achten, ob der Zentralk&ouml;rper die Form eines abgerundeten Zylinders hat. Das ist der Druckzylinder.<\/p>\n<p>Neben dem Mehrgewicht \u2013 der Zylinder muss dem Innendruck standhalten \u2013 hat das Vorgehen noch einen Nachteil. Der Beh&auml;lter muss druckdicht bleiben. Ein Mikrometeorit der einen \u201enormalen\u201c Satelliten trifft, muss schon etwas treffen was Schaden verursacht \u2013 innen bestehen Satelliten meist aus leerem Raum, die Gr&ouml;&szlig;e wird oft von den Solarpaneelen bestimmt. Bei einem Druckzylinder reicht ein Treffer aus, das die Luft entweicht und die Raumsonde durch erhitzen ausf&auml;llt. Das passierte einige Male so. Schon bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/01\/14\/russische-mondprogramme-e-1-bis-e-3\/\">Luna 3<\/a>, der ersten Anwendung des Konzepts bei einer Raumsonde (schon Sputnik 1 war eine mit Stickstoff gef&uuml;llt Kugel) gelang es nicht die Temperaturen einzuhalten und die Sonde &uuml;berhitzte. Da die Sonde Film nutzte um Fotos zu machen, waren die Bilder auch von nicht sehr hoher Qualit&auml;t.<\/p>\n<p>Trotzdem wurde das Prinzip bei allen Raumsonden der Sechziger und siebziger Jahre verwendet. Oft fielen sie schon vor Erreichen des Ziels aus weil der Druckzylinder punktiert war. Von dem Sondentrio Mars 4 bis 7 gelangte nur <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars.shtml\">Mars 5<\/a> in eine Umlaufbahn, machte gerade die ersten Bilder als durch Druckabfall die Temperaturen ansteigen. Man beschleunigte das Messprogramm, konnte aber nur wenige Bilder gewinnen, bis die Sonde kurz darauf ausfiel.<\/p>\n<p>Mars 5 arbeitete auch mit fotografischem Film. Das war die zweite &Uuml;bernahme von erd&auml;hnlichen Bedingungen. Mit Film arbeiteten auch US-Aufkl&auml;rungssatelliten lange und Russlands Satelliten noch l&auml;nger, aber bei diesen Satelliten wurden die Filmkapseln geborgen und in professionellen Labors entwickelt. Russland setzte bei Raumsonden bei denen die Filmbergung nicht m&ouml;glich war auf das Entwickeln an Bord und das Abtasten mit Photodioden, anstatt eine weltraumtaugliche, kleine elektronische Kamera zu entwickeln. Die USA probierten die Technik anfangs im <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kh-2.shtml\">SAMOS Projekt<\/a> aus und setzten sie einmal auch bei der Planetenforschung ein \u2013 bei den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/lunar-orbiter.shtml\">Lunar Orbitern<\/a>, weil eine Videokamera niemals den Bereich abgebildet h&auml;tte den man f&uuml;r die Auswahl der Landepl&auml;tze ben&ouml;tigte. Allerdings waren deren Aufnahmen relativ gut, anders als die russischen Aufnahmen von Raumsonden, die ver&ouml;ffentlicht wurden. Der Nachteil von Film ist, dass er eine begrenzte Ressource ist und sich w&auml;hrend der Lagerung ver&auml;ndern kann \u2013 verspr&ouml;den, oder noch schlimmer, er wird durch kosmische Strahlen belichtet. Die Sonden <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars.shtml\">Mars 2+3<\/a> kamen zeitgleich mit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mariner89.shtml\">Mariner 9<\/a> an, doch von ihnen gibt es nur wenige sehr schlechte Fotos.<\/p>\n<p>Die Spitze in der Bereitstellung erd&auml;hnlicher Bedingungen d&uuml;rften wohl die Zenit Aufkl&auml;rungssatelliten sein. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/wostok.shtml\">Wostok Raumkapseln<\/a> waren schon konstruktiv so ausgelegt, dass Eingreifen seitens des Kosmonauten nicht vorgesehen war. Da war der Schritt nicht gro&szlig;, den Menschen wegzulassen und vor das Bullauge eine Kamera zu montieren. So kam Russland zu ihren ersten Aufkl&auml;rungssatelliten. Sie hatten mit 10 bis 15 Meter Aufl&ouml;sung und 1.500 Frames auf der Filnmrolle. Das ist vergleichbar mit der ersten <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kh-1.shtml\">Generation von KH-1 Satelliten<\/a>, aber w&auml;hrend diese etwa 250 bis 400 kg wogen, waren es bei den Zenit 4,7 t. Um den Preis das man sich eine Entwicklung eines Aufkl&auml;rungssatelliten sparte, baute Russland bis 1994 Raumfahrzeuge die sicher auch nicht billig waren und startete sie mit Wostok-Tr&auml;gerraketen w&auml;hrend f&uuml;r einen Aufkl&auml;rungssatelliten wohl eine <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kosmos.shtml\">Kosmos C<\/a> gereicht h&auml;tte.<\/p>\n<p>Insgesamt waren russische Raumfahrzeuge immer schwerer als westliche Gegenst&uuml;cke. Daf&uuml;r meistens kurzlebiger. Selbst die bemannten Raumfahrzeuge hatten lange Zeit nur eine begrenzte Lebensdauer, weil sie noch Wasserstoffperoxid als Treibstoffkomponente verwendeten und dieses sich langsam zersetzte. Anstatt einen nicht zersetzenden Treibstoff zu verwenden umging die Sowjetunion das Problem: es gab zu <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-raumstationen-geschichte.shtml\">Saljut und Mir<\/a> Gastbesatzungen die eine neue Sojus zur Station brachten und mit der alten Sojuskapsel zur&uuml;ckkehrten.<\/p>\n<p>Nur bei den Venuslandekapseln war dieses Konzept von Vorteil. Bedingt durch den enormen Druck mussten Kapseln sowieso massiv sein. Je gr&ouml;&szlig;er sie waren desto langsamer wurde es im Inneren unertr&auml;glich hei&szlig;. In der kurzen Betriebszeit \u2013 maximal einige Stunden \u2013 war auch eine komplexe Elektronik nicht vorn Vorteil. Man konnte nicht von der Missionskontrolle gro&szlig; eingreifen, dazu war die Zeitspanne zu kurz. Zudem wusste man nicht, wie lange die Kapsel arbeiten w&uuml;rde. Die Veneras wurden ab <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/venera9-16.shtml\">Venera 9<\/a>, der ersten am Boden arbeitenden Generation so konstruiert, das sie ein festes Programm durchliefen. War dass Programm durch, so fing es von neuem an. Das hat Vorteile \u2013 man bekommt so Mehrfachmessungen. Mehrere Messungen desselben Werts best&auml;tigen diesen, ansonsten kann man schleichende Ver&auml;nderungen erkennen. Bei den Kameras konnten so L&uuml;cken in den Bildern gef&uuml;llt werden, die dadurch entstanden, dass Kameras und Telemetriesender sich eine Verbindung teilten und so es wenn Telemetrie gesendet wurde, L&uuml;cken in den Panoramen gab. Venera 9 und 10 hatten eine Sollbetriebsdauer von 32 Minuten. Die zweite Generation, ab Venera 11 eine von 60 Minuten. Der Rekord f&uuml;r die Betriebszeit liegt bei 127 Minuten, aufgestellt von Venera 13. Allerdings waren einige Sonden noch aktiv als sie au&szlig;er Funkreichweite der Busse waren, welche die daten &uuml;bertrugen, so k&ouml;nnte es sein das sie noch l&auml;nger arbeiteten (auch die europ&auml;ische Raumsonde <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/huygens.shtml\">Huygens<\/a> arbeitete noch als der Funkkontakt zu Cassini abriss, die Tr&auml;gerwelle konnte mit Radioteleskopen noch lange danach empfangen werden).<\/p>\n<p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich interessant w&auml;re ein Vergleich mit US-Vorgehensweise auf der Oberfl&auml;che der Venus hinsichtlich &Uuml;berlebensdauer. Leider ist er schwer m&ouml;glich. Zeitgleich mit Venera 11+12 landeten auch die<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pioneer-venus-multiprobe.shtml\"> Pioneer Venus Kapseln<\/a>, doch sie waren f&uuml;r eine Landung nicht ausgelegt und kippten als Kugeln dann um. Empfangen konnte man ein Signal, wenn der Sender zuf&auml;llig in Richtung Erde zeigte. Das war bei einer Sonde der Fall die noch 67 Minuten lang Daten sandte. F&uuml;r <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/PSJ\/ac63c2\/pdf\">Davinci<\/a>, die einzige geplante Venuslandemission ist eine &Uuml;berlebenszeit von 18 Minuten nach der Landung m&ouml;glich, die Rechnung basiert aber auf den Ressourcen. Auch Davinci ist keine Landemission und landet relativ hart mit 18,7 m\/s (entspricht auf der Erde einem Fall aus 18 m H&ouml;he, so das ein Ausfall wahrscheinlich ist) Russland hat seit 2003 eine <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Venera-D\">Verena-D<\/a> in der Planung, die l&auml;nger auf der Venus arbeitet, aber wie so viele andere russische Projekte blieb es bisher eine Papiersonde. Angeblich soll sie 2029 nach 26 Jahren Planung starten, nach dem 2004 ver&ouml;ffentlichten Konzept ist das genau 15 Jahre nach der erfolgten Landung im Jahre 2014 \u2026<\/p>\n<p>Ach ja: Ich habe ChatGPT eine Zusammenfassung des Textes anfertigen lassen:<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Text geht es um die russische L&ouml;sung, Probleme in der Raumfahrt nicht zu l&ouml;sen, sondern zu umgehen. Im zweiten Teil des Textes wird beschrieben, wie die Sowjetunion mit den Herausforderungen umgegangen ist, die die Schwerelosigkeit, das Vakuum und unterschiedliche Sonneneinstrahlungen mit sich brachten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Annahme, dass die russische L&ouml;sung immer die einfachere und pragmatischere ist, nicht immer zutrifft. Ein Beispiel daf&uuml;r ist die Geschichte mit den teuren Kugelschreibern der NASA im Gemini-Programm. Der Text beschreibt auch, wie die USA Probleme mit der Temperatur in Satelliten durch die Rotation um die eigene Achse gel&ouml;st haben.\u201c<\/p>\n<p>Also ich bin damit nicht zufrieden, so wird viel weggelassen und die Kugelschreiberepisode hat mit Russland nichts zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16477\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16477\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Im zweiten Teil geht es jetzt um das eigentliche Thema, die Umgehung von Problemen in der Raumfahrt durch die Sowjetunion. 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April 2026","format":false,"excerpt":"Inzwischen habe ich beim Schreiben des Buchs \u00fcber die Raumsonde Galileo die Computer hinter mir gelassen und bin gerade beim Durcharbeiten der wechselvollen Geschichte der Mission. Damit wir alle auf dem gleichen Stand sind, mal hier eine kleine Zusammenfassung, wie Galileo zum Jupiter kommen sollte: Bei Projektbeginn war ein Start\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/67742b596a42421d95a9f5f4ec0d8b69","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18610,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/27\/galileos-cds-teil-1\/","url_meta":{"origin":16477,"position":5},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 1","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Hall\u00f6chen, es wird Zeit das ich mich mal wieder melde. 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