{"id":16508,"date":"2023-03-08T10:34:03","date_gmt":"2023-03-08T09:34:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16508"},"modified":"2023-03-26T16:01:12","modified_gmt":"2023-03-26T14:01:12","slug":"die-hitler-tagebuecher-teil-3-warum-flog-die-faelschung-nicht-vorher-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/08\/die-hitler-tagebuecher-teil-3-warum-flog-die-faelschung-nicht-vorher-auf\/","title":{"rendered":"Die Hitler-Tageb&uuml;cher \u2013 Teil 3: warum flog die F&auml;lschung nicht vorher auf?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16508\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16508\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dies ist ein Artikel aus einer kleinen Serie zu dem Skandal um die gef&auml;lschten Hitler Tageb&uuml;cher:<\/p>\n<ul>\n<li>Teil 1: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/06\/die-hitler-tagebuecher-teil-1\/\">Die Vorgeschichte<\/a><\/li>\n<li>Teil 2: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/06\/die-hitler-tagebuecher-teil-1\/\">Der Handel<\/a><\/li>\n<li>Teil 3: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/08\/die-hitler-tagebuecher-teil-3-warum-flog-die-faelschung-nicht-vorher-auf\/\">Warum flog die F&auml;lschung nicht vorher auf?<\/a><\/li>\n<li>Teil 4: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/09\/die-hitler-tagebuecher-teil-4-der-vertrag\/\">Der Vertrag<\/a><\/li>\n<li>Teil 5: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/10\/hitlers-tagebuecher-teil-5-baende-pruefungen-und-rechte\/\">B&auml;nde, Pr&uuml;fungen und Rechte<\/a><\/li>\n<li>Teil 6: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/11\/die-hitler-tagebuecher-teil-6-die-veroeffentlichung\/\">Die Ver&ouml;ffentlichung<\/a><\/li>\n<li>Teil 7: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/12\/die-hitler-tagebuecher-teil-7-der-scoop\/\">Der Scoop<\/a><\/li>\n<li>Teil 8: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/13\/die-hitler-tagebuecher-teil-8-die-bombe-platzt\/\">Die Bombe platzt<\/a><\/li>\n<li>Teil 9: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/14\/die-hitler-tagebuecher-nachwehen\/\">Nachwehen<\/a><\/li>\n<li>Teil 10: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/15\/die-hitler-tagebuecher-teil-10-epilog\/\">Epilog<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Teile behandeln den Skandal relativ umfassend und weitestgehend chronologisch.<\/p>\n<p>Zuerst eine <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/03\/07\/die-hitler-tagebuecher-teil-2-der-handel\/\">Zusammenfassung des zweiten Teils<\/a> (hier ist Chatbot sogar n&uuml;tzlich):<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/6d61336934084c28bc79a2571c440fbc\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nDer Journalist Heidemann zeigt Interesse an den Hitler-Tageb&uuml;chern und informiert einen Sammler dar&uuml;ber. Der Sammler kontaktiert Konrad Kujau (unter dem Namen Konrad Fischer), der die Geschichte der Tageb&uuml;cher aus der DDR aufgebaut hat. Kujau erlaubt Heidemann, ihn anzurufen, und Heidemann berichtet von seinen Recherchen zum Flugzeugabsturz bei B&ouml;rnersdorf und den angeblich wertvollen Dokumenten an Bord des Flugzeugs. Kujau behauptet, dass er &uuml;ber Verbindungen in die DDR die Tageb&uuml;cher besorgen kann, die angeblich 27 B&auml;nde umfassen, sowie handschriftliche Dokumente und Zeichnungen von Hitler enthalten. Heidemann sucht nach einem Finanzier und findet einen Million&auml;r in Leiden, der Millionen f&uuml;r die Tageb&uuml;cher bezahlen w&uuml;rde. Heidemann und Walde machen einen Termin im achten Stockwerk des Gruner &amp; Jahr Verlags, wo sie das Dossier vorstellen. Manfred Fischer, Leiter des ganzen Verlags, zweifelt nicht an der Geschichte und glaubt, dass Hitler das Tagebuch geschrieben hat, obwohl es wenige Beweise daf&uuml;r gibt. Sp&auml;ter stellt sich heraus, dass die Hitler-Tageb&uuml;cher gef&auml;lscht sind.<!--more--><\/p>\n<p>Kleines Detail am Rande, zuerst antwortete ChatBot in englisch und da ist die Zusammenfassung deutlich k&uuml;rzer:<\/p>\n<p>In short, the Hitler Diaries scandal began when journalist Heidemann expressed interest in the diaries to a collector. The collector informed Konrad Kujau (posing as Konrad Fischer) who created a story that the diaries came from the DDR. Heidemann was convinced and sought financing from a millionaire in Leiden. He and Walde presented a dossier mixed with facts and speculation to Gruner &amp; Jahr Verlag. Despite doubts about Hitler&#8217;s writing ability, the story was believed and presented to the world until it was discovered that it was a hoax.<\/p>\n<p>Was die kleine Bitte \u201eBitte in deutsch\u201c doch alles bewirken kann \u2026<\/p>\n<p>Ich habe mir vorgenommen in jedem teil einen au&szlig;er der Chronologie einen Schwerpunkt aufzugreifen. In diesem Teil ist es Echtheitspr&uuml;fung.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Die Echtheitspr&uuml;fung<\/h3>\n<p>Sobald die ersten B&auml;nde bei Gruner und Jahr angekommen sind, geht es um die Pr&uuml;fung der Echtheit. Da das F&auml;lschen von Tageb&uuml;chern eher selten ist nehme ich als Beispiele die Malerei, wo sehr gerne gef&auml;lscht wird und wo die Pr&uuml;fung von neuen \u201eMeisterwerken\u201c auch Routine ist. Es gibt mehrere Ebenen was man pr&uuml;fen kann.<\/p>\n<p>Das gibt es die Pr&uuml;fung des Materials mit physikalisch-chemischen Methoden. Bei Gem&auml;lden die meist &auml;lter sind kann man das Alter von Leinwand oder Rahmen pr&uuml;fen indem man &uuml;ber die C-14 Methode die Menge des noch vorhandenen Kohlenstoffisotops mit der Atommasse 14 pr&uuml;ft. Dieses entsteht laufend durch die kosmische Strahlung in der Atmosph&auml;re, wird von Lebewesen &uuml;ber das Kohlendioxid aufgenommen und so haben Lebewesen solange sie fressen oder assimilieren eine konstante Konzentration an C-14, wenn sie sterben h&ouml;rt das auf, dann zerf&auml;llt das <sup>14<\/sup>C mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren. Die Methode war schon in den achtziger Jahren ausgereift und Routine, ist f&uuml;r die Hitlertageb&uuml;cher aber nicht anwendbar, weil sie dazu zu jung sind. Auch bei vielen wertvollen Bildern schreckt man vor ihr zur&uuml;ck, denn dazu muss man einen Teil des Bildes entnehmen und verbrennen. Wenn man dies tut dann meistens aus nicht sichtbaren Stellen wie unter dem Rahmen. Dann kann man weiter gehen und diese Pigmente untersuchen, ob sie Substanzen enthalten die damals un&uuml;blich oder noch gar nicht vorhanden waren. Bei der Malerei ist das heute sehr verbreitete Titanwei&szlig; so ein Pigment. Aber F&auml;lscher k&ouml;nnen so was umgehen. In der Malerei indem sie alte Bilder auf dem Flohmarkt kaufen, mit Verd&uuml;nner das alte Bild entfernen und dann mit selbst gemischten Farben neu bemalen. Kujau wusste entweder nichts von den Materialpr&uuml;fungsmethoden oder \u2013 meine Meinung \u2013 es war ihm v&ouml;llig egal. Er kaufte Kladden aus der DDR, weil sie alt aussahen und das war es dann schon. Der Stern machte den Fehler, dass er das Material gar nicht pr&uuml;fen lies. Walde meinte, das Papier und anderes Material w&auml;re bei so \u201ejungen\u201c Dokumenten ganz leicht zu beschaffen, da w&uuml;rde keiner f&auml;lschen. Sprich: Kujau h&auml;tte sich auch leicht auf dem Flohmarkt altes Papier besorgen k&ouml;nnen und das verwenden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Das Versagen auf dieser Ebene ist um so gr&ouml;&szlig;er weil die Fehler in dem Papier und Einband der B&uuml;cher offensichtlich sind. Wie einfach man die Hitler Tageb&uuml;cher entlarven konnte, habe ich selbst als Chemiestudent im ersten Semester, rund 2 Jahre nach dem Skandal erlebt. Bei uns gab es im ersten Analytikpraktikum einen \u201eDunkelraum\u201c, in dem man Elemente in einer Probe durch Spektren beim Verbrennen nachwies, da diese sehr schwach waren, musste es im Raum dunkel sein. Es gab aber eine schwache Lichtquelle das war eine UV-Lampe die schwaches blaues Licht aussandte und f&uuml;r einen anderen Nachweis ben&ouml;tigt wurde (welchen hab ich inzwischen vergessen) Wir haben die Lampe selten ben&ouml;tigt f&uuml;r die Analytik, aber um die Messergebnisse zu notieren \u2013 unsere Hefte leuchteten in ihrem Licht auf, genauso wie unsere Kittel.<\/p>\n<p>Die Ursache sind optische Aufheller, das sind organische Stoffe aus sehr vielen konjugierten aromatischen Ringen. Sie absorbieren UV-Licht, das versetzt sie in einen angeregten Zustand und sie geben beim Verlassen des Zustands wieder Licht ab, aber bei einer h&ouml;heren Wellenl&auml;nge (geringere Energie) im blauen Spektralbereich. Sie werden Waschmitteln und Papier zugesetzt um den gleichen Effekt zu bewirken: sie sollen Gilb kaschieren. Bei Papier, dass es nicht ganz wei&szlig; ist sondern leicht gelblich, bzw. langsam vergilbt und bei W&auml;sche das die Waschmittel auch nicht alles rausbekommen und die W&auml;sche so immer weniger wei&szlig; und immer gelblicher wird. Gelbes Licht (Grundfarben rot und gr&uuml;n) und blaues Licht ergeben addiert wieder wei&szlig;es Licht.<\/p>\n<p>Optische Aufheller werden erst nach dem zweiten Weltkrieg breit eingesetzt. Heute haben \u2013 au&szlig;er Schrieben vom Finanzamt \u2013 alle Papiere optische Aufheller. Auf die Existenz dieser Substanzen, relativ einfach nachweisbar indem man einfach ein Blatt der Hitler Tageb&uuml;cher unter eine UV-Lampe h&auml;lt, kam man auch schon vor der Ver&ouml;ffentlichung. Sie fielen dann auch durch. Heidemann sagte, das ist sogar korrekt, das optische Aufheller schon vor Ende des zweiten Weltkriegs existierten Bayer hatte die ersten unter dem Markennamen \u201eBlankophor\u201c 1940 auf den Markt gebracht. Aber: Markteinf&uuml;hrung und breite Marktdurchsetzung sind zwei Paar Dinge. Im zweiten Weltkrieg wurden sie jedenfalls nicht in Papier verwendet und wichtiger noch: alle B&auml;nde der Hitler Tageb&uuml;cher hatten solche Aufheller, auch die vor 1940 geschriebenen.<\/p>\n<p>Es geht weiter. Im Einband fand man Nylonf&auml;den. Nylon gab es schon zu der Zeit, wurde aber nicht f&uuml;r Einb&auml;nde verwendet sondern f&uuml;r Textilien (Feinstrumpfhosen). Die Initialen auf zwei B&auml;nden waren aus Plastik. Auch das gab es schon im dritten Reich, aber selten. Verwendet wurde damals Bakelit, ein harter, spr&ouml;der, herstellungsbedingt schwarzer Kunststoff. Die Initialen waren aus einem weichen Kunststoff den es damals auch nicht gab. H&auml;tte der Stern die B&uuml;cher fr&uuml;hzeitig materialtechnisch untersuchen lassen, es w&auml;re ihm ein Skandal erspart geblieben und viele Millionen, die er daf&uuml;r ausgegeben hat. Er tat es aber erst, als es schon andere Zweifel an der Echtheit gab.<\/p>\n<p>Der zweite Punkt bei einem Kunstwerk der untersucht wird, ist der Stil. Jede Maler hat seinen eigenen Stil, nicht nur wie das Bild als ganzes wirkt sondern wie es gemalt ist, die Pinself&uuml;hrung, ob und wie er vorher Skizzen macht etc. Bei Hitlers Tageb&uuml;chern fielen die Schriftexperten ja lange Zeit auf die F&auml;lschung rein. Bis heute ist offen, ob Kujau wirklich die Schrift so gut nachahmen konnte oder nicht. Zum einen bekamen die Schriftexperten als Vergleich zum Teil keine Originale von Hitler sondern andere F&auml;lschungen von Kujau, zum anderen gab es doch Bemerkungen in den eingeholten Gutachten &uuml;ber deutliche Unterscheide zu den wenigen Originaldokumenten. Vor allem aber sollte doch der Stil wundern. Hitler schriebt in den Tageb&uuml;chern in einem milit&auml;rischen Stil in der er oft das Subjekt wegl&auml;sst. Hier ein <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/tagebuecher\/Datenbank-Die-gefaelschten-Hitler-Tagebuecher-zum-Durchsuchen,hitlertagebuecherdatenbank102.html#5\/1940\">Ausschnitt vom 1.5.1940<\/a>:<\/p>\n<p>\u201e<i>1)<br \/>\nMorgenlage<br \/>\nArbeite nochmals kurz den Befehl Gelb durch. Gebe den Befehl den Geheimplan Gelb am Sonntag, den 5. Mai zu starten. Da f&uuml;r uns nun der Kampf in Norwegen beendet ist, darf ich den Gegnern keine Zeit lassen, Luft zu holen, ich mu&szlig; mit der sofortigen Durchf&uuml;hrung des Falles Gelb beginnen. Habe einige Pl&auml;ne ausgearbeitet, um die Festung Holland im Handstreich zu nehmen. Lasse morgen G&ouml;ring mit seinem Stabe kommen.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Hat so Hitler geschrieben? Man kann den Stil ja mit vorhandenen seltenen Dokumenten vergleichen. Ich glaube eher das Kujau so schreibt, denn er f&auml;lschte ja auch Begleitdokumente, hier ein Gutachten aus der DDR zum Kamerad\u201c:<\/p>\n<p>\u201e<i>Dr. H. Feininger<br \/>\nChefgraphologe der Regierung der DDR<br \/>\nStaatl. Vereidigter Sachverst&auml;ndiger der Graphologi <\/i><\/p>\n<p><i>Berlin, <\/i><\/p>\n<p><i>Hauptstand der DDR, 1.06.81 <\/i><\/p>\n<p><i>Genossen Generalmajor Dr. H. Fischer <\/i><\/p>\n<p><i>Geehrt. Genosse Fischer! Kann Ihnen nach langer Pr&uuml;fung der mir zuges. Originale und Bilder (Handschriften und Tusche-Bilder) des A. Hitler nur versichern, das es sich alles. um Originale handelt. Konnte auch einige der Originale in der SV (im Archiv Moskau) vergleichen, die Schreiben und Bilder sind von der Hand des fasch. Diktators. <\/i><\/p>\n<p><i>Man kann im Schriftbild erkennen,wenn diese Person erregt war (&Auml;nderung der Struktur des Schriftbildes), auch wenn er ein dienstl. Schreiben verfa&szlig;te, (gezwungene Schriftlini\u00aden). <\/i><\/p>\n<p><i>Die Mappe mit den Abz&uuml;gen habe ich ebenfalls einer Pr&uuml;\u00adfung unterzogen. <\/i><\/p>\n<p><i>Bis auf ein Blatt sind alle aus der Hand des Hitler. (Blatt ist gekennzeichnet). <\/i><\/p>\n<p><i>Ich gratuliere Ihnen zu diesem Fund, er wird eine gro&szlig;e Be\u00adreicherung f&uuml;r unsere Forschung in der DDR &uuml;ber die dunkelte Geschichte unseres Landes sein. <\/i><\/p>\n<p><i>Ich verbleibe mit den besten Gr&uuml;&szlig;en! <\/i><\/p>\n<p><i>(gez.) Feininger Dr. H. Feininger\u201c<\/i><\/p>\n<p>Also die Rechtschreibfehler stammen nicht von mir, wie \u201eGraphologi\u201c \u201edunkelten\u201c \u2026 Aber dieser Kommandoton wie \u201eKann Ihnen\u201c anstatt \u201eIch kann ihnen\u201c ist schon sehr auff&auml;llig der gleiche wie bei Hitler. Geht man weiter in der Analyse, so w&auml;re auch die gesamte Schreibart zu ber&uuml;cksichtigen. Also wie er schreibt. Eigenes Beispiel: ich wei&szlig; das meine B&uuml;cher und Artikel schwer zu lesen sind, aber so schreibe ich, mit langen S&auml;tzen, oft vielen Nebens&auml;tzen, detailverliebt und abschweifend. Aber so rede ich auch. Von Hitler gibt es wenig an handschriftlichen Schriftquellen, aber es gibt etliche Reden von ihm und es gibt \u201emein Kampf\u201c das er He&szlig; in der Haft diktierte und wenn ich mich an meine Schule erinnere wimmelt es da vor Hass und Tiraden. Von diesem Stil findet sich in den Tageb&uuml;chern &uuml;berhaupt nichts. Hier erscheint der F&uuml;hrer als uninformiert, f&uuml;rsorglich und unter Gesundheitsproblemen leidend. Von der Parkinson erf&auml;hrt man in den Tageb&uuml;chern erst im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/tagebuecher\/Datenbank-Die-gefaelschten-Hitler-Tagebuecher-zum-Durchsuchen,hitlertagebuecherdatenbank102.html#3\/1945\">M&auml;rz 1945<\/a>. Dabei war Hitler nach Augenzeugen aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung schon Anfang 1944 nicht mehr f&auml;hig fl&uuml;ssig zu schreiben. Das wusste auch Heidemann und bekam von Kujau wieder eine Erkl&auml;rung pr&auml;sentiert, Hitler h&auml;tte sich gezwungen sauber zu schreiben. Das stehe so in den Tageb&uuml;chern. Also die Tageb&uuml;cher selbst liefern den Beweis warum Kritik nicht angebracht ist &#8230;<\/p>\n<p>Der dritte Punkt ist nat&uuml;rlich der Inhalt des Kunstwerks. Also kann es sein, das dieses vom K&uuml;nstler stammt. Auch hier zuerst mal ein Beispiel aus der Malerei: Rubens ist daf&uuml;r bekannt das er vollschlanke Menschen auf seinen Bildern wiedergab. W&uuml;rde nun ein Rubens Bild mit GNTM-Hungerhaken auftauchen, so w&auml;re das dann schon komisch. Oder Caspar David Friedrich ist f&uuml;r seine romantischen Landschaften bekannt, vereinzelt auch Portr&auml;ts, w&uuml;rde der nun Stillleben anfertigen, dann w&uuml;rde das nicht zu seinem Stil passen.<\/p>\n<p>Das legt dann bei Hitler den Schwerpunkt auf die inhaltliche Pr&uuml;fung. Kujau verwandte vorwiegend zwei Werke f&uuml;r die B&uuml;cher. Beides Chroniken des dritten Reichs. Es liegt nahe das man &auml;hnliche Chroniken auch zur Pr&uuml;fung der B&uuml;cher verwendet und da sollte die &Uuml;bereinstimmung doch offensichtlich sein. Die Tageb&uuml;cher sind was den historischen Inhalt angeht, relativ schlecht gemacht. Wenn es ein geschichtliches Ereignis in den Chroniken gab, dann &uuml;bernahm Hitler das und wenn nicht, dann gab es an dem Tag nichts. Er &uuml;bernahm auch Fehler, dazu mehr. Vor allem aber sollte doch stutzig machen das Hitler in seinem Tagebuch einfach Ereignisse wiedergibt die sp&auml;ter in einem Geschichtsbuch landen, also mit ihm pers&ouml;nlich gar nichts zu tun haben. Das sind dann teilweise solche nichtssagenden Abschnitte:<\/p>\n<p>\u201e<i>Gro&szlig;e Lagebesprechung<\/i><\/p>\n<p>Vortragende:<br \/>\nJodl,<br \/>\nKeitel<br \/>\nv. Puttkamer<\/p>\n<p>Allgem. Themen.\u201c<\/p>\n<p>Also da lohnt sich nicht mal das aufschreiben. Was ist da passiert? Welchen Sinn macht es eine Lagebesprechung zu notieren ohne deren Inhalt?<\/p>\n<p>Soviel Allgemein und speziell abgehoben von einem bestimmten Band oder einem bestimmten Ereignis. Die Echtheit der B&uuml;cher war schon am Anfang ein wichtiger Punkt. Auch wenn Heidemann\/Waldau und die Verlagsleitung von ihnen so angetan waren, das sie von einem \u201esinnlichen Erlebnis\u201c sprachen, musste diese doch &uuml;berpr&uuml;ft werden.<\/p>\n<p>Waldau fasst eine materialtechnische Untersuchung gar nicht erst ins Auge, weil F&auml;lscher diese M&ouml;glichkeiten kennen und es bei so \u201ejungen\u201c Tageb&uuml;cher ganz einfach ist an Originalpapier und &Auml;hnliches aus der Zeit zu kommen. H&auml;tte er dies getan, die Geschichte w&auml;re anders verlaufen. Da der Stern nur den Inhalt der Tageb&uuml;cher ver&ouml;ffentlicht, diese nun aber nicht wie ein Kunstwerk ausgestellt werden w&auml;ren auch das Material zerst&ouml;rerische Methoden in Frage gekommen, dann w&auml;re es mit den Tageb&uuml;chern ausgewiesen.<\/p>\n<p>Heidemann fordert von Kujau andere Dokumente von Hitler als Vergleich. Da fragt man sich dann schon warum Heidemann beim Stern als \u201eSp&uuml;rhund\u201c und Rechercheur gilt. Wie kann man von derselben Quelle B&uuml;cher und Vergleichsmaterial beziehen? Man ben&ouml;tigt doch unabh&auml;ngiges Vergleichsmaterial. Heidemann h&auml;tte zum Bundesarchiv gehen k&ouml;nnen. Doch das Bundesarchiv r&uuml;ckt keine Originale heraus, nur Kopien, die nutzen Graphologen aber nichts. Das wusste Heidemann und nahm die Abk&uuml;rzung &uuml;ber Kujau.<\/p>\n<p>Es gibt schon damals Zweifel an der Quelle. Vor den Tageb&uuml;chern hatten die Historiker J&auml;ckel \/ Kuhn einen <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3myuHAp\">Band<\/a> &uuml;ber Hitlers Dokumente von 1906 bis 1924 verfasst. Dabei nutzten sie auch Material des Sammlers Hartung der von Kujau mit Dokumenten versorgt war. Der Stern hatte das Gedicht \u201eder Kamerad\u201c vorab aus dem Band abgedruckt. Nun liest im Mai 1981 Walde in den Vierteljahresheften f&uuml;r Zeitgeschichte das dieses Gedicht eine F&auml;lschung ist, mehr noch das eine Reihe von Dokumenten die J&auml;ckel verendete trotz Begleitdokumenten aus der Nazizeit F&auml;lschungen sind. Mehr noch, 55 dieser Dokumente hatten auch gef&auml;lschte Begleitdokumente. Insgesamt 72 Dokumente alle aus derselben Quelle einem nicht genannten Sammler sind falsch. Walde wei&szlig; das aus dieser Sammlung auch der erste Hitlerband stammt und die von J&auml;ckel beschriebenen Papierstreifen, die gef&auml;lscht sind. Man k&ouml;nnte als Journalist nun doch die Verlagsleitung informieren, die schon 2 Millionen DM f&uuml;r f&uuml;nf gef&auml;lschte B&auml;nde ausgegeben hat um einen weiteren Schaden zu vermeiden, er k&ouml;nnte sich an J&auml;ckel wednen und ihn befragen und bald herausstellen das J&auml;ckel und der stern von demselben Konad fischer mit Material versorgt wurden, er k&ouml;nnte auch eine Materialpro&uuml;fung veranlassen. Doch was macht Walde? Er beauftragt Heidemann bei Kujau nachzufragen, ob es einen zusammenhang gibt. Der verneint das soagr und fertigt schlie&szlig;lich zwei Schreiben aus der DDR! An, eines ist oben abgedruckt. Also die DDR best&auml;tigt seinem Vruder General Fischer die Echtheit der Hitler Tagebv&uuml;cher die dieser angeblich dann in in die BRD schmuggelt. Keiner in der DDR kommt auf die Idee diese Tageb&uuml;cher selbst auszuwerten? Wie Wahrscheinlich ist das denn?<\/p>\n<p>Es kommt noch Dicker. Heidemann hat pers&ouml;nlichen Umgang mit Nazi-Gr&ouml;&szlig;en unter anderem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Mohnke\">SS-General Mohnke<\/a>. Er liest ihm am Telefon Tagebucheintr&auml;ge vor, in denen Hitler beschreibt wie die Leibstandarde Hitler gergr&uuml;ndet, nach ihm benannt und eingeschworen wird und hat sie sogar besucht:<\/p>\n<p>\u201e<i>5.<\/i><\/p>\n<p><i>Besichtigung der schon ausgesuchten M&auml;nner und der Unterku\u0308nfte der Extra-Standarte der SS in Lichterfelde. Diese SS-Standarte soll meinen Namen tragen, und auf mich eingeschworen werden.<\/i><\/p>\n<p><i>16.<\/i><\/p>\n<p><i>Der bayerische Ministerpr&auml;sident erkl&auml;rt seinen Ru\u0308cktritt.<\/i><\/p>\n<p><i>R&auml;umung der Westernplatte durch das polnische Milit&auml;rdetachement.<\/i><\/p>\n<p><i>Abru\u0308stungsvorschlag des englischen Ministerpr&auml;sidenten Mac-Donald in Genf.<\/i><\/p>\n<p><i>17.<\/i><\/p>\n<p><i>Die christlichen Gewerkschaften erkl&auml;ren sich fu\u0308r unpolitisch.<\/i><\/p>\n<p><i>Ab heute besteht eine SS-Standarte mit Sitz in Lichterfelde. Ab sofort werden alle mich betreffenden Sicherheitsma&szlig;nahmen von diesen Leuten durchgef&uuml;hrt. Diese Leute sind besonders ausgesuchte Nationalsozialisten.<\/i><\/p>\n<p><i>Die Standarte tr&auml;gt ab heute meinen Namen und ist auf mich eingeschworen.<\/i><\/p>\n<p><i>18.<\/i><\/p>\n<p><i>Besuch bei meiner Leibstandarte [.] Es sind pr&auml;chtige M&auml;nner!<\/i><\/p>\n<p><i>Bis in die Nacht hinein Gespr&auml;che mit Mitgliedern des Kabinetts.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Nun war Mohnke Leiter der Leibstandarte und wei&szlig; daher, dass es diese im M&auml;rz 1933 noch gar nicht gab. Er sagt dies Heidemann und meint das Hitler dies nachgetragen hat, was Heidemann verneint. Der F&uuml;hrer sei hier sehr pingelig gewesen und habe das selten gemacht und eigens gekennzeichnet. Mohnke beendet das Gespr&auml;ch damit das er noch mal in seinen Aufzeichnungen nachschlagt und ruft Heidemann zur&uuml;ck. Die ersten Soldaten trafen am 17.3.1933 in Berlin ein, erst Ende April bezogen sie die Unterkunft in Lichterfelde und hie&szlig;en damals \u201eStabswache Berlin\u201c. Auf dem Parteitag am 9.11.1933 wurde die Umbenennung beschlossen die im April 1934 stattfand. Hitler wei&szlig; also Dinge lange bevor sie geschehen. Ein wahrer Prophet!<\/p>\n<p>Nun sollten doch bei Heidemann die Alamglocken klingeln. Mohnke ist sein pers&ouml;nlicher Freund, Trauzeuge der letzten Ehe, mit ihm als T&uuml;r&ouml;ffner besuchte er 1980 &uuml;ber zwei Monate gefl&uuml;chtete Ex-Nazis in S&uuml;damerika wie Klaus Barbie. Und es ist nicht die erste Aussage die im Widerspruch zu den Tageb&uuml;chern steht. Das Hitler kein Tagebuch schrieb, sagten schon seine Sekret&auml;rin und sein Adjutant die er bei der Beerdigung von D&ouml;nitz traf. Sollten nicht Zeitzeugen die Wahrheit kennen?<\/p>\n<p>Heidemann informiert Walde, trotzdem glauben sie an einen Irrtum von Mohnke. Sie bestellen im Nationalarchiv in Washington Kopien der Dokumente des dritten Reichs &uuml;ber die Leibstandarte, die bleiben beim Zoll h&auml;ngen und erreichen den Stern erst im Mai 1982, dann will keiner aber mehr etwas davon wissen, dabei war dies immer noch ein Jahr vor der Ver&ouml;ffentlichung, zeit genug sie durchzusehen und die Diskrepanz festzustellen.<\/p>\n<p>Es g&auml;be noch viele andere solche Beispiele von Fehlern, die bei einer auch nur oberfl&auml;chlichen &Uuml;berpr&uuml;fung aufgefallen w&auml;ren. Warum diese unterblieb, ist Thema des n&auml;chsten Artikels, der sich mit dem Vertrag zwischen dem Stern und Heidemann\/Walde besch&auml;ftigt.<\/p>\n<p>Am n&auml;chsten Tag gibt es in der Redaltion standing Ovations f&uuml;r Koch, weil er sich so wacker geschlagen hat. Es wird &uuml;ber die Runde diskutiert und das konzentriet sich auf die eigenen Fehler der Kritiker. Das inspriert Koch zu einem Kommentar der im n&auml;chsten Heft erscheinen wird und f&uuml;r ihn das Karriere-Aus bedeutet. Er beschreibt das der stern gerade sorgf&auml;#ltig w&auml;re, im Gegensatz zu seinen Kritikern. Wirft J&auml;ckel vor selbst auf F&auml;sckungen hereingefallen zu sein und sie publizieert zu haben, w&auml;hrend der stern alles sorgf&auml;ltig pr&uuml;ft. Irving h&auml;tte Materia&ouml; erhalten das gef&auml;lscht sei und das auch der Stern angeboten bekommen habe, aber abgeweisen habe. Auch Tevor-Roper bekommt sein Fett weg. Schlie&szlig;lich war die He&szlig;sschrift die einzige die nicht als falsch erkannt wurde. Die Echtheit der Tageb&uuml;cher sei &uuml;ebr jeden Zweifel erhaben.<\/p>\n<p>Das Bundesarchiv bekommt vier weitere B&auml;nde zum begutachten, ein unabh&auml;ngiger Gutachter soll bei 12 Seiten aus dem He&szlig;and das Alter des Papiers bestimmen.<\/p>\n<p>W&auml;hrenddessen r&auml;umt Heidemann am 18 April seinen Safe bei der deustchen Bank aus, ab dem 23 April beginnt er Teile seines Archivs auszulagern, wohin wei&szlig; man bis heute nicht. Am 28. Apirl bekommt er die letzten 300.000 DM f&uuml;r die letzten B&auml;nde vom Verlag, am selben Tag trifft er Kujua in seienr wohnung, doch der reist ohne Geld nach Stuttgart zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Dann beruhigt es sich zeurst etwas. Der Spiegel erscheint am folgenden Monatg, dem 2. Mai, berichtet aber neutral &uuml;ber die Vorstellung der Tageb&uuml;cher und die Kontroverse mit der schlagzeile \u201eFund oder F&auml;lschung\u201c. Der Stern ist beunruhigt weil nun Teile der Fundgeschichte offensichtlich von Hartung erz&auml;hlt drin stehen und eine Fotokopie aus dem Band den Hartung hatte erscheint. Der Spiegel war selbst in der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kuenstler-hitler-a-298bfece-0002-0001-0000-000014020480?context=issue\">Ausgabe 6\/1983<\/a> auf einen Kunstband mit gef&auml;lschten Hitler-Zeichnungen (darunetr viele Kujaus) teingefallen, aber das war nicht eine gro0e Schlagzeile, das war eine Buchbesprechung.<\/p>\n<p>Am selben Tag gibt es erste Neuigkeiten aus Koblenz. Das Papier enth&auml;lt den Aufheller Blankophor und die Polyesterf&auml;den im Einband wurden nicht vor 1953 eingesetzt. Dazu findetauch das Bundesaarchiv Ungreeimheiten. Die Eintr&auml;ge f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung zweier Gestze stimmen nicht. Beim Stern schaut man in einer Chronik nach, einem der beiden B&auml;nde die auch Kujau verwendet und entdeckt keine Abweichung. Nur ist die Chronik hier falsch, im Bundesarchiv schaute man nat&uuml;rlich in den Reichsanzeiger, das Gesetzesblatt des dritten Reichs. Beim Stern vermutet man aber einen fehelr des Bundearchivs. Als letzte Klammer fragt man Dr. Henke ob denn nicht die optischen Aufheller durch Textilien die man zur Papierherstellung nahm hineinkommen k&ouml;nnte. Henke h&auml;lt das angsichts der gefudnen Menge f&uuml;r unwahrscheinlich. Heidemann fragt Kujau ob er wisse wann Blankophor verwendet wird, der ist nicht da aber seine Mitarbeiterin liest ihm einen Zettel vor die Kujau angeblich von einmem Polizeibeamnten eingeholt hat und nachd er die #susbatnz im Ausland schon ab 1917 eingesetzt wurde. Ein zweietr Anrufer erfkundigt sich beim Hersteller Bayer der nicht ausschlie&szlig;en kann, das Blankophor schon in den Kriegsjahren eingesetzt wurde (es kam 1940 auf den Markt).<\/p>\n<p>Erst an dem Tag f&auml;llt einem der Mitarbeietr des Stern auf, das auf den B&auml;nden nur auf zweien Initalien sind, die nach Plastik aussehen und es ein \u201eFH\u201c ist (obwohl man in Millionenauflage die Initalien auch auf der titelseite des Sterns sah. Auch heir hat Heidemann eine Erkl&auml;rung. Hitler h&auml;tte das selbst bemerkt und deswegen g&auml;be es die flaschen Initailaien auch nur auf zwei Kladden.<\/p>\n<p>Die Bombe platzt<\/p>\n<p>Am 4. Mai liegen die Ergebnisse vor. Das Papier besteht aus Nadelholzfasern, Gras und Laub und enth&auml;lt iptische Aufheller die erst 1955 in Papier verwendet wurden. Die roten schn&uuml;re mit Hakenkreuzen enthalten Viskose und Polyester und stammen aus der Nachrkriegszeit. Es wurden vier verschiedene Tinten benutzt. Die Tinte aus den Tageb&uuml;chern ist maximal zwei Jahre alt, die vom He&szlig;band maximal ein Jahr &auml;lter. Weitere Funde betreffen den Inhlat wie ein Telegramm das in den Tageb&uuml;chern auftuacht aber nie verschickt wurde, stattdesen Telefonierte Hitler. Nun muss das ganze noch in druckreife Gutachten gepresst werden.<\/p>\n<p>Die offiziellen Ergebnisse werden dem Stern zeitgleich mit einer Pressekonferenz des Bundesarchivs am 6.Mai pr&auml;sentiert. Um 11:00 erf&auml;hrt sie der Stern um 12:00 beginnt die Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Es beginnt eine Krisenredkationskonferenz. Henir Nannen stoppt sofort die Rotationsmaschinen in Itzehoe, 70.000 schon geedruckte Exemplare m&uuml;ssen zur&uuml;ckgerufen und eingestamoft werden, er schiickt auch eine Prrssemeldung zu den Nachrichtenagenturen das die Tageb&uuml;cher gef&auml;lscht sind, aber Zimemrmann war schnelelr. Der Bundesinnenminsietr bekam auch die Ergebnisse und nutzte die Gelegenheit dem \u201elinken Kampfblatt\u201c eins auszuwischen. Um 13:27 ging die erste Meldung &uuml;ber die Agenturen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig h&auml;lt das Bundesarchiv eine Presskonferenz in der es die Ergebnisse erl&auml;utert. Er endet mit dem Satz \u201eEs ist eine recht simple F&auml;lschung, Abschriften die ein phantasieloser, ja ich w&uuml;rde sagen, lustloser F&auml;lscher in die Ich.Form umgebogen hat\u201c. Tja was haben \u201eMein Kampf\u201c und \u201eDie Hitlertageb&uuml;cher\u201c gemien? Keiner hat sie jemals richtig glesen \u2026.<\/p>\n<p>Im Stern l&ouml;st die Nachricht eine Krise aus. Heidemann muss her. Der ist gerade in Bayern unterwegs will bei einer alten Druckerei die f&uuml;r die SS geabrietet hat rausbekommen ob schon damals Blankophor verwendet wurde. Heidemann wird erreicht soll zum M&uuml;nchner flughagen fahren, f&uuml;r ihn wird eien Chartermaschine geordert, damit er der Presse entkommt. Heidemann trifft um 20:00 im Verlagshaus ein. Inzwischen hat Henri Nannen einige Redeakteure beauftragt die Sache zu untersuchen. Einer, Michael Seifert scheibt jahre sp&auml;ter dar&uuml;ber ein sehr empfehlenswertes Buch. Heidemann wird verh&ouml;rt, der kapiert zuerst gar nicht warum es geht und spielt zwei Telefonmitschnitte vor, die belegen sollen, das er Martin Bormann auf der spur ist. Das \u201eVerh&ouml;r\u201c zieht sich &uuml;ber stunden hin. Immer wieder wird Heidemann ermahnt das er alles vegessen soll was er von Fischer geh&ouml;rt hat, die ganze DDR Story w&auml;re wohl erstunken und erlogen und er soll doch endlich dessen Identit&auml;t preisgeben. Es gibt von der Vesprechung eine Abschrift weil ein Tonbdnad mitl&auml;uft. Auf Seite 39 von 42 ist Gheidemann so m&uuml;rbe und &uuml;ebrm&uuml;det das er die Telefonnummer von Fischer nennt. Er hat zwar Kujau einmal in Ditzingen besucht, doch der ist mittlerweile umgezogen und seitdem trafen sie siich nie bei ihm zu Hause. Nun geht alles sehr schnell. Es ist 5 Uhr morgens. &Uuml;ber die Telefonauskunft wird ermittelt, das der Anschluss in Bietigheim-Bissingen verortet ist, eienr Kreisstadt nahe Stuttgart mit damals etwa 35.000 Einwohnern. Um 7.00 wird der Stern-Reporter in Frankfurt der am n&auml;chsten ist beauftragt dorthin zu dahen und Fischer zu suchen. Der findet das in drei Stunden heraus und meldet das der Mann Kujau jhei&szlig;e es sei nieamnd da, Nachbarn meinen Kuja und seine Lebesngef&auml;hrtin w&auml;ren in Urlaub gefahren. Mit der Information wird der Reporter in west\u2014Berlin gef&uuml;ttert der in die DDR fahren soll und dort die Geschichte von einem Bruder im Generalsrang abklopfen soll. Der hat in einem Tag die Verwandten von Kujau ausfindig gemacht und es gibt keinen General doer sonstwie in einer DDR-Beh&ouml;rde angestellten unter Kujaus Verwandten. Innerhalb eines ages hat der Stern die wahre Natur von Kujau herausgefunden und die Story die Kujau Heidemann erz&auml;hlt als eine L&uuml;ge entlarfvt, etwas was Hediemann nicht in zwei Jahren fertigegebrahct hat. Am 7. Mai, einem Samstag ist offenkundig, das die gesamte Fundgeschichte erfunden und erlogen ist und Kujua die B&uuml;cher ge&auml;flscht hat oder den kennt der sie gef&auml;lscht hat.<\/p>\n<p>Am Montag, Sonntags haben ja auch Gerichte zu erstattet Henrie Nannen Strafanzeige gegen Gerd Heidemann, der bekommt am n&auml;chsten tag, dem 10. Mai 1983 mit Hinweis auf die Straganzeige die schriftliche K&uuml;ndigung. Die Nachricht geht nat&uuml;rlich &uuml;ber die Medien und so ost auch Konkrad Kujau informiert als er sich am 14.5.1983 beim Grenz&uuml;bertritt von &Ouml;sterreich nach dEutschland stellt. Der Prozess beginnt am 21.6.1984 und endet am 8.5.1985. Konrad Kujua ist voll gest&auml;ndig. Gerd Heidemann sieht sich auch im Prozess noch als Opfer. Noch jahrzehnte sp&auml;ter lamentiert er dar&uuml;ber das er seine Unschuld durch die Mitschnitte von Gespr&auml;chen und Telefonaten beweisen k&ouml;nne, aber man diese beim gericht nicht als Beweis anerkannt habe, da ohne wissen von Kuja angefertigt. Kujau wird zu 4 Jahren 6 monaten verurteilt, kommt wegen einer Erkrankung an Kehlkopfkrebs aber schon nach drei Jahren frei. Heidemann bekommt 4 Jahre 8 Monate. 2 Monate mehr, denn es geht ja nicht um die F&auml;lschung von Tageb&uuml;chern, sondern Unterschlagung und Betrug und Heidemann hat nach dem Gericht mehr Geld unterschlagen und das Vertrauensverh&auml;ltnis ders Verlags ausgenutzt um Geld abzuzweiegn was der Richter in der urteilsbeg&uuml;ndung als starfversch&auml;rfend ansieht.<\/p>\n<p>Zum Thema:<\/p>\n<h3 class=\"western\">Links \/ Referenzen zur Serie<\/h3>\n<p><a name=\"productTitle\"><\/a><a name=\"title\"><\/a> Auf die Besch&auml;ftigung mit dem Thema kam ich durch die ZDF Dokumentation \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_yvuBz5jzL0\">Die Jahrhundertf&auml;lschung Hitlers Tageb&uuml;cher<\/a>\u201c von ZDFZeit 2013. Daraufhin kaufte ich mir drei B&uuml;cher, <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3FfP0sG\">eines von Erich Kuby<\/a> schmiss ich nach dem Lesen weniger Seiten mit grundlegender Imperialismuskritik im DDR Jargon wieder weg. Es fand sich dann auch nur ein DDR-Verlag f&uuml;r die Publikation. Dabei galt der Autor als kompetent und arbeitete f&uuml;r Spiegel und Stern. Die beiden anderen B&uuml;cher kann ich empfehlen. Zeitnah, etwas k&uuml;rzer ist von <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3FcuKs5\">Manfred Bissinger: Hitlers Sternstunde. Kujau, Heidemann und die Millionen<\/a>. Es ist etwas detailverliebter, geht weiter in der Biographie von Kujau und man findet mehr Zahlen und Daten in dem Buch. Seine Schw&auml;che ist die Gliederung nach Themenschwerpunkten, nicht der Chronologie. Zudem ist es ein typischer Schnellschuss, will den Hype um den Skandal ausnutzen. Es endet noch vor dem Urteil. Das zweite Buch <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3JtNZ2J\">Der Skandal um die Hitler-Tageb&uuml;cher<\/a> stammt von Michael Seufert, Ressortleiter beim Stern und von Henri Nannen beauftragt mit der internen Aufkl&auml;rung des Skandals. Es ist umfangreicher, chronologisch gegliedert und mehr auf den Stern zentriert. Beide enden aber ziemlich genau nach dem Skandal und behandeln den Prozess eher stiefm&uuml;tterlich. Ich kann beide empfehlen und w&uuml;rde auch heute wieder beide kaufen und sie erneut lesen. Warum? Ingrid Kolb, damals Stern Redeakteurin, gibt in der obigen ZDF Doku die Antwort. Sie wird von Bekannten nach dem Spielfilm \u201eSchtonk!\u201c angesprochen und sagt dann immer \u201eEs war noch irrealer\u201c und die B&uuml;cher sind wirklich Infotainment. Die Details sind so bizarr das das Lesen wirklich am&uuml;sant ist, sofern man nicht gerade Heidemann hei&szlig;t. <a href=\"https:\/\/www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Tageb%C3%BCcher-Prozess_1.pdf\">&Uuml;ber den Prozess informiert dieses PDF<\/a>. Genaueres &uuml;ber die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung liefert das <a href=\"https:\/\/www.bundesarchiv.de\/DE\/Content\/Virtuelle-Ausstellungen\/Vor-30-Jahren-Pressekonferenz-Des-Bundesarchivs-Zu-Hitler-Tagebuchern\/001__henke-nachbetrachtung_PDF.pdf?__blob=publicationFile\">Bundesarchiv<\/a>.<\/p>\n<p>Es gibt zwei neuere Aufarbeitungen des Stern-Skandals. Der Stern selbst hat den 10-teilligen Audio Podcast \u201e<a href=\"https:\/\/faking-hitler.podigee.io\/\">Faking Hitler<\/a>\u201c herausgebracht, mit vielen Tonbandmitschnitten von Heidemann\/Kujau sowie Interviews mit Heidemann, Walde und Sorge. Man erf&auml;hrt aber sehr wenig &uuml;ber die Details, die Fehler in den B&uuml;chern und Kujau kommt in dem Podcast erheblich schlechter weg als Heidemann. Er gilt als der wahre Schuldige, von der Unterschlagung von Heidemann ist fast nicht im Podcast die Rede. Der Stern h&auml;lt wohl noch immer zu ihm.<\/p>\n<p>Reschke Fernsehen (ich kann auch die Sendung von Anja <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/reschke-fernsehen\/ego-land-bayern-so-zieht-die-csu-uns-alle-ab\/das-erste\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS80ODY3XzIwMjMtMDItMDItMjMtMzU\">Reschke &uuml;ber die CSU<\/a> empfehlen) hat sich nun erstmals mit dem <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/reschke-fernsehen\/gefaelschte-tagebuecher-so-gefaehrlich-war-der-hitler-fake-wirklich\/das-erste\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS80ODY3XzIwMjMtMDItMjMtMjMtMzU\">Inhalt der B&uuml;cher<\/a> befasst. Den kennt man, weil ja nach zwei Ausgaben die Stern-Reportage eingestellt wurde, bis heute nicht. Hinzugezogene Historiker beurteilen die B&uuml;cher heute als eine gro&szlig; angelegte Holocaust Leugnung. Nun ist auch klar, warum die Tageb&uuml;cher bis heute nicht &ouml;ffentlich gemacht wurden, obwohl der Stern dies f&uuml;r 1993 ank&uuml;ndigte und seitdem mehrmals, aber nie ans Bundesarchiv abgaben. Das ist ein Skandal von Heute: Der Stern als Helfer von Holocaustleugner und Nazis, weil eben die B&uuml;cher niemals Historikern zug&auml;nglich gemacht wurden, weil man bef&uuml;rchtete der Inhalt wurde sonst publik werden. Die B&uuml;cher kann heute <a href=\"http:\/\/z\/\">jeder einsehen und &uuml;ber Volltext-Recherche durchsuchen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16508\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16508\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dies ist ein Artikel aus einer kleinen Serie zu dem Skandal um die gef&auml;lschten Hitler Tageb&uuml;cher: Teil 1: Die Vorgeschichte Teil 2: Der Handel Teil 3: Warum flog die F&auml;lschung nicht vorher auf? Teil 4: Der Vertrag Teil 5: B&auml;nde, Pr&uuml;fungen und Rechte Teil 6: Die Ver&ouml;ffentlichung Teil 7: Der Scoop Teil 8: Die Bombe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[4999,4100,5000,2975],"class_list":["post-16508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-heidemann","tag-hitler-tagebuecher","tag-kujau","tag-stern","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":383,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18488,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/16\/die-raumfahrtnachlese-2025\/","url_meta":{"origin":16508,"position":0},"title":"Die Raumfahrtnachlese 2025","author":"Bernd Leitenberger","date":"16. 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