{"id":16710,"date":"2023-04-18T12:41:24","date_gmt":"2023-04-18T10:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16710"},"modified":"2023-04-19T13:22:52","modified_gmt":"2023-04-19T11:22:52","slug":"die-ersten-satelliten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/04\/18\/die-ersten-satelliten\/","title":{"rendered":"Die ersten Satelliten"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16710\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16710\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute \u2013 wieder mal, so allm&auml;hlich habe ich daran Gefallen \u2013 ein Retroblog. Dieser Blog behandelt in Kurzform die ersten Satelliten jeder Nation die mit einer eigenen Tr&auml;gerrakete ins All gebracht wurden, Die Beschr&auml;nkung auf eigene Tr&auml;gerrakete muss sein, denn sonst w&auml;ren es zu viele, selbst viele kleine L&auml;nder und Nicht-Raumfahrt-Nationen haben einen Satelliten gestartet und sei es nur ein 1 U Cubesat. Eine Ausnahme gibt es: Deutschland hat zwar das z<a href=\"https:\/\/www.statista.com\/statistics\/745717\/global-governmental-spending-on-space-programs-leading-countries\/\">weith&ouml;chste Raumfahrtbudget in der EU, das sechsth&ouml;chste Weltweit<\/a>, aber nie eine eigene Tr&auml;gerrakete entwickelt, als einziges Land der ersten 10 Nationen weltweit. Die Reihenfolge ist chronologisch.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/d7487973686a4d92b37e88a8f4724f49\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Sputnik 1 (4.10.1957)<\/h4>\n<p>Sputnik 1 war zwar der erste Satellit, aber er war nicht der geplante Satellit. Die UdSSR wie die USA hatten vor w&auml;hrend des internationalen geophysikalischen Jahres (IGY) Satelliten zu starten. Der sowjetische Messsatellit lag aber im Zeitplan zur&uuml;ck und wurde so erst im Mai 1958 als Sputnik 3 gestartet. Um den USA zuvorzukommen wurde Sputnik 1 als einfacher Satellit hergestellt. Er war eine einfache Kugel von 58 cm Durchmesser mit einer Masse von 83,6 kg. Heraus ragten zwei Antennenpaare von 2,4 und 2,9 m L&auml;nge. Diese lagen beim Start an der Rakete an und wuren sp&auml;ter durch Federn in einen Winkel von 35 Grad zur Achse geschwenkt. Die Kugelform erlaubte eine einfache kegelf&ouml;rmige Abdeckung. Der Thermalschutz erfolgte durch Polieren der fl&auml;chen, sodass die Kugel wenig W&auml;rme aufnahm. Das erlaubte es auch den Satelliten durch optische teleskope einfacher zu verfolgen.<\/p>\n<p>Einziges \u201eExperiment\u201c waren zwei Sender die an eine Batterie angeschlossen waren. Ein Schalter schaletet mit einer Frequenz von 2 Hz zwischen beiden Sendern um, wodurch diese kurz volle Leistung hatten und dann wieder stumm waren, was das charakteristische Piep-Piep ergab wenn man eine Frequenz verfolgte. Der Sender erlaubte es den Satelliten leichter zu verfolgen und auch die Ver&auml;nderung der Bahn zu bestimmen. Aufregung gab es damals weil die Frequenzen von 20 und 40 MHz ungew&ouml;hnlich waren. F&uuml;r das IGY hatte man sich international auf Frequenzen im UKW-Band bei 137 bis 140 MHz geeignet. Immerhin lag das 20 MHz Signal nahe zweier Amateurfunkb&auml;nder bei 15 und 17 m (18 bzw. 21 MHz) damit Amateure es empfangen konnten. Mehr konnte Sputnik 1 nicht. Seine Batterie lies 60 Tage Betrieb zu. In seiner Umlaufbahn von 214 x 938 km x 65,10 Grad blieb er bis zum 4 Januar 1958.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Explorer 1 (1.2.1958)<\/h4>\n<p>Eigentlich sollte Vanguard 1 der erste US-Satellit werden. Ich habe als Abfallprodukt meines neuesten Buchs dar&uuml;ber heute einen <b>neuen<\/b> <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/vanguard-explorer.shtml\">Artikel auf der Webseite<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Das Buch habe ich heute frei gegeben, es erscheint also bald, doch das erfahrt ihr noch.<\/p>\n<p>Explorer 1 war ein viel kleinerer Satellit als Sputnik 1 und der erste einer Serie von Forschungssatelliten welche die erde erforschten. Der letzte, Explorer 46, startete am 13.8.1972. Die Serie war so erfolgreich das man auch seitdem \u201eExplorer\u201c als Bestandteil anderer Satellitennamen findet wie bei FUSE (Far Ultraviolett Solar Explorer).<\/p>\n<p>Explorer 1 hatte die Form eines Zylinders mit Spitzkegel und sieht eher aus wie eine Pfeilspitze als ein Satellit. Das war bedingt durch die Montage auf dem Juno I Oberstufenb&uuml;ndel bei dem es keine Nutzlastspitze gab, der Satellit also aerodynamisch sein musste.<\/p>\n<p>Explorer 1 wog 13,97 kg, war aber fest mit der letzten Stufe verbunden, ohne diese waren es noch 8,3 kg. Trotz der zehnmal kleineren Masse hatte er drei Experimente. Zwei Experimente detektierten Mikrometeorite die auf der Oberfl&auml;che einschlugen. Auf der kleinen Oberfl&auml;che (Explorer 1 war 95 cm lang und hatte einen Durchmesser von 16,5 cm) lieferte es w&auml;hrend der kurzen Betriebszeit keine Daten. Die wissenschaftliche Sensation kam vom dritten Experiment einem Geiger-M&uuml;ller Z&auml;hler, der radioaktive Strahlung erfasste (die &auml;lteren von uns erinnern sich noch an diese Ger&auml;te die 1986 genutzt wurden um die Radioaktivit&auml;t von Gem&uuml;se nach Tschernobyl nachzuweisen. Strahlung erzeugt ein charakteristisches Knacken).<\/p>\n<p>Explorer 1 gelangte in einen elliptischen Erdorbit von maximal 2.260 km Erdentfernung in der er bis zum 31.3.1970 verblieb. Die Wahl eines elliptischen Orbits erfolgte wie bei Sputnik aus der &Uuml;berlegung heraus, das die Performance unbekannt war und er so in jedem falle in einem Orbit gelangt, &Uuml;berschussgeschwindigkeit hebt dann das Apog&auml;um an.<\/p>\n<p>Die Wichtigste wissenschaftliche Entdeckung von Explorer1 war das es um die Erde die Strahlenbelastung hoch ist und mit der H&ouml;he zunimmt. Bei Explorer 1 gingen dann die &uuml;bertragenen Signale auf Null zur&uuml;ck. James Van allen der das Experiment betreute interpretierte dies richtig als eine &Uuml;bers&auml;ttigung des Detektors. Ein weniger empfindlicher Detektor an Bord von Explorer 3 konnte dann den inneren Strahlungsg&uuml;rtel der seitdem Van Allen G&uuml;rtel hei&szlig;t nachweisen.<\/p>\n<p>Bis zum Ersch&ouml;pfen der Batterien am 23. Mai 1958 funkte Explorer 1 Daten zur Bodenstation.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Ast\u00e9rix (26.11.1965)<\/h4>\n<p>W&auml;hrend zwischen Sputnik 1 und Explorer 1 wenige Monate liegen, folgte der dritte nationale Satellit Ast\u00e9rix erst nach sieben Jahren. Der Grund ist relativ einfach: ein Land braucht ja auch eine Tr&auml;gerrakete um einen Satelliten zu starten und gro&szlig;e Raketen mit langer Reichweite die auch Satelliten starten k&ouml;nnen bauten eben die UdSSR und die USA. Selbst andere Atomm&auml;chte, wie Frankreich und England bauten keine gro&szlig;en Raketen, da sie taktische Kernwaffen hatten, die auf dem Gefechtsfeld eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>Ast\u00e9rix wurde mit einer zivilen Rakete gestartet, das gilt f&uuml;r die meisten folgenden Satelliten. Frankreich ging dies konsequent an. Sie entwickelte die Tr&auml;gerrakete Diamant und testete vorher &uuml;ber vier Jahre die drei Stufen separat oder zusammen, erst danach wurde die Diamant mit allen drei Stufen gestartet, was dann auch auf Anhieb funktionierte.<\/p>\n<p>Die Diamant weihte auch das CSG an. Ihre Startrampe war die erste von der aus es Orbitaleins&auml;tze gab. Die ersten Starts und auch der von Ast\u00e9rix fanden aber noch von Hammaguir in Algerien aus statt, das Frankreich nach dem verlorenen Algerienkrieg aber r&auml;umen musste.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ast%C3%A9rix_(satellite)\">Ast\u00e9rix<\/a> 1, urspr&uuml;nglich nur \u201eA-1\u201c, aber wegen der Popularit&auml;t der gleichnamigen <a href=\"https:\/\/amzn.to\/43J8PmM\">Comicserie benannt<\/a> war prim&auml;r ein Technologieexperiment. Er bestand aus zwei Kegelschnitten, wog 42 kg bei 52 cm Durchmesser und 55 cm H&ouml;he. Die Ausr&uuml;stung bestand aus Beschleunigungsmessern, Radar-Peilsignal, Radartransponder, Thermometer und Telemetriesender. Er sollte prim&auml;r die Belastungen beim Raketenstart und die Temperatur, der passiv durch Anstrich regulierten H&uuml;lle &uuml;bermitteln und mit den Sendern verfolgbar sein. Beim Abtrennen der Nutzlastverkleidung, zehn Minuten nach dem Erreichen des Orbits, wurde die Sendeausr&uuml;stung besch&auml;digt, so ist unklar ob Ast\u00e9rix Messungen &uuml;bermittelte. Je nach Quelle soll er aber zwei oder 111 Tage gearbeitet lang haben. Da es prim&auml;r darum ging einen Orbit zu erreichen wurde er als Erfolg verbucht. Dank des hohen Orbits (527 x 1.697 km x 34,3 Grad beim Start) ist er heute noch im Orbit (2023: 522 x 1.640 x 34,26 Grad).<\/p>\n<h4 class=\"western\">Azur (8.11.1969)<\/h4>\n<p>Azur war Deutschlands erster Satellit. Nachdem 1962 die ersten Gelder f&uuml;r die Weltraumfahrt flossen, dauerte es noch weitere sieben Jahre bis zum Start des ersten nationalen Satelliten. Die Pl&auml;ne f&uuml;r einen eigenen Satelliten gab es seit 1961, der Bau begann 1965. Das Projekt Azur kam erst nach dem Regierungswechsel 1966 zur gro&szlig;en Koalition richtig in Gang, erst dann begann man auch die Unterst&uuml;tzung der Raumfahrt mit nennenswerten Betr&auml;gen. Deutschlands Einstand kam relativ sp&auml;t. Vorher hatten schon neben den Gro&szlig;m&auml;chten Sowjetunion und USA auch schon England, Frankreich, Italien, Japan, Australien und Kanada einen eigenen Satelliten gestartet, wenngleich nicht alle L&auml;nder mit eigenen Tr&auml;gerrakete.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/deutsche-satelliten.shtml\">Azur<\/a> war als erster Satellit nicht einfach, keine Firma hatte bisher Erfahrungen im Bau von Raumfahrzeugen. Die Kosten stiegen weit &uuml;ber den Plan an. Geplant war ein Kostenrahmen von 30 Millionen DM, doch es wurden &uuml;ber 70 Millionen DM. Aufgabe des zuerst n&uuml;chtern &#8222;625 A-1&#8220; genannten Satelliten war die Erforschung des Sonnenwindes und die Wechselwirkung mit dem Erdmagnetfeld und elektrischen Teilchen. Sieben Experimente an Bord waren daf&uuml;r ausgelegt. Sie wurden aus &uuml;ber 100 Vorschl&auml;gen ausgew&auml;hlt. Federf&uuml;hrend in der Entwicklung und dem Bau war MBB. Die Experimente wurden vorher schon getestet, indem sie mit H&ouml;henforschungsraketen in 1000 km H&ouml;he geschossen wurden. Gestartet wurde der Satellit mit einer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/scout.shtml\">Scout<\/a> Tr&auml;gerrakete von den USA. Er erreichte eine elliptische Umlaufbahn von 383 km Erdn&auml;he und 3415 km Erdferne. Den Satellitenbetrieb &uuml;bernahm am 15. November 1969 das eigens in Oberpfaffenhofen errichtete Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum (GSOC) der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DFVLR), die Vorg&auml;ngeragentur des Deutschen Zentrums f&uuml;r Luft- und Raumfahrt (DLR).<\/p>\n<p>Der Satellit Azur wog 72 kg, (mit Adapter zur Rakete 87,7 kg) war 123 cm hoch, hatte einen maximalen Durchmesser von 76 cm. 5.300 Solarzellen an de Au&szlig;enseite des zentralen Zylinders lieferten 39 Watt elektrische Leistung. Der nominelle Stromverbrauch betrug 33 Watt. Angeschlossen an die Solarzellen von je 2 x 2 cm Gr&ouml;&szlig;e waren Silber-Cadmiumbatterien zum Abpuffern von Zeiten im Erdschatten. Die Stabilisierung im dreidimensionalen Raum erfolgte durch Momente von Permanentmagneten, welche die Bestrebung haben, sich parallel zum Erdmagnetfeld auszurichten. Die Genauigkeit der Ausrichtung betrug 5 bis 7 Grad. Die W&auml;rmeregulation geschah durch passiv W&auml;rmeabgabe au&szlig;en und W&auml;rmeleitung im inneren. Gesandt wurde mit einer Sendeleistung von 0.5 W bei 136.56 und 136.74 MHz. Kommandos wurden bei 148.25 MHz empfangen.<\/p>\n<p>Daten konnten in Echtzeit gesandt oder auf ein Endlos-Analogtonband gespeichert und mit 50-facher Geschwindigkeit ausgelesen werden.<\/p>\n<p>Die acht Experimente wogen insgesamt 16.88 kg und verbrauchten 8.4 Watt an Leistung. Sie untersuchten sieben verschiedene Ph&auml;nomene die man folgenden drei Fragestellungen zuordnen konnte:<\/p>\n<ul>\n<li>Untersuchungen &uuml;ber die Natur des inneren Strahlungsg&uuml;rtels<\/li>\n<li>Messungen von Vorg&auml;ngen in der Polarlichtzone<\/li>\n<li>Messungen der Ver&auml;nderungen von Ionen bei Strahlungsausbr&uuml;chen der Sonne<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Experimente stammten von MPI f&uuml;r extraterrestrische Forschung in Garching, MPI f&uuml;r Aeronomie in Lindau, der Uni Kiel, der TH Darmstadt und der DFVLR. Sie erforschten kosmische Strahlen, Teilchen des Van Allen Strahlungsg&uuml;rtels und Polarlichter.<\/p>\n<p>Schon zehn Tage nach dem Start wurde der Kommandoempf&auml;nger st&ouml;ranf&auml;lliger. Dies konnte man durch das gleichzeitige Senden mit mehreren Bodenstationen kompensieren. Schon am 9.12.1969 nach 300 Uml&auml;ufen fiel der Bandrekorder aus. Danach konnten die 70 Prozent der Daten empfangen werden, die in Echtzeit gesendet wurden. Am 29.6.1970 brach der Kontakt zum Satelliten nach 233 Tagen aus unbekannten Gr&uuml;nden ab, die geplante aktive Lebensdauer von einem Jahr wurde damit nicht erreicht. Ursache war vermutlich eine Strahlensch&auml;digung des Datensenders. Zehn Jahre nach dem Start vergl&uuml;hte Azur am 10.12.1969 in der Atmosph&auml;re. Trotz der Probleme und der nicht erreichten Solllebensdauer war Azur ein voller Erfolg. Er lieferte &uuml;ber 10 Gigabit an Daten &uuml;ber die Strahlungsg&uuml;rtel der Erde. Mit Azur bekam die Bundesrepublik nicht nur einen Satelliten sondern auch Know-how im Management einer Weltraummission und der Koordinierung von vielen Partnern in Forschung und Industrie.<\/p>\n<p>So, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/04\/19\/die-ersten-satelliten-2\/\">morgen geht es dann weiter<\/a> mit Japan, China, England und Australien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16710\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16710\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute \u2013 wieder mal, so allm&auml;hlich habe ich daran Gefallen \u2013 ein Retroblog. 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Diesmal der Artikel \u00fcber die Thor Agena A, eine der fr\u00fchen Versionen die nicht oft flog. Der Artikel ist trotzdem l\u00e4nger geworden, weil eine der Neuerung, die ich beim laufenden Manuskript eingef\u00fchrt habe, ist das ich auch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/8002b5135f8349af8dcfab89af02a721","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18475,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/12\/20\/die-corona-spionagesatelliten\/","url_meta":{"origin":16710,"position":5},"title":"Die Corona-Spionagesatelliten","author":"Bernd Leitenberger","date":"20. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"Es gibt zwar schon auf meiner Webseite einen Artikel dar\u00fcber, aber ich m\u00f6chte heute im Blog etwas mehr \u00fcber die Corona-Satelliten schreiben. 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