{"id":16850,"date":"2023-06-10T07:46:09","date_gmt":"2023-06-10T05:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16850"},"modified":"2023-06-10T07:46:09","modified_gmt":"2023-06-10T05:46:09","slug":"der-agon-light-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/06\/10\/der-agon-light-2\/","title":{"rendered":"Der Agon Light 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16850\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16850\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p align=\"left\">Ich habe in meinem Blog ja schon mal den Retro-Computer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/01\/01\/das-miniz-c-system\/\">MinZ-C<\/a> besprochen. Das ist ein Z180 Rechner mit CP\/M als Betriebssystem und einer RAM- und ROM-Disk. Weitere Programme kann man auf einer SD-Karte ablegen. Nachdem ich auf den Agon Light aufmerksam gemacht wurde, habe ich mir einen zugelegt. Um es genauer zu sagen, den Agon Light 2, der kommerziell von <a href=\"https:\/\/www.olimex.com\/Products\/Retro-Computers\/AgonLight2\/open-source-hardware\">Olimex<\/a> hergestellt wird. Der Agon Light wird von seinem Sch&ouml;pfer als \u201eover engineered\u201c angegeben, Da bei den Ger&auml;ten sehr schnell Extrakosten hinzukommen, habe ich ihn schlie&szlig;lich bei Mouser bestellt und er kam obwohl erst f&uuml;r den 12. Juni avisiert schon zwei Tage nach der Bestellung am 5.6.2023 an. Gekostet hat er mit Mehrwertsteuer schlussendlich 76 anstatt 58 Euro, immer noch billiger als beim Hersteller Olimex wo mit Versand und Zoll der Preis von 50 auf 95 Euro kletterte.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/417fe9174d0d4e21919f16043da6ea7c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>Der Agon Light 2 ist vom Aufbau her eher ein Retrocomputer als das MinZ-C System. Er &auml;hnelt aber eher einem \u201eklassischen\u201c Heimcomputer wie dem C64, auch wenn er nur als Platine wie ein Raspberry Pi verkauft wird (Geh&auml;use ist verf&uuml;gbar, kostet aber extra) und man ihn in einigen Aspekten durchaus mit diesem Bastelcomputer vergleichen kann.<!--more--><\/p>\n<p>Der Rechner hat einen eZ80 Prozessor getaktet mit 20 MHz. Ein eZ80 ist eine Microcontrollerversion des Z80, hat 128 kB integriertes Flash-ROM, 8 KB internes RAM, einen Ethernetport und er kann 16 MB adressieren und ist dreimal schneller als ein Z80 mit derselben Taktfrequenz. Dazu kommen 512 KB RAM. Ein eigenes Betriebssystem ist im ROM untergebracht.<\/p>\n<p>Dazu kommt ein ESP32 Pico als Videoprozessor. Im originalen Agon Light hat der satte 8 MB Speicher und kann VGA Aufl&ouml;sung mit bis zu 64 Farben. In dieser kommerziellen Variante (das \u201e2\u201c am Ende) sind es bei VGA nur 16 Farben, wobei mir 8 MB RAM f&uuml;r VGA Aufl&ouml;sung auch als ziemlich viel erscheinen. Wenn ich mich an Super-VGA Karten in den Achtzigern erinnere, kamen die eigentlich mit 256 KB Speicher aus. Die VideoRAM Gr&ouml;&szlig;e des Agon Light 2 ist nicht angegeben.<\/p>\n<p>Es gibt eine Menge Anschl&uuml;sse. Die Tastatur wird &uuml;ber USB angeschlossen, muss aber PS\/2 kompatibel sein. Eine Cherry Tastatur aus dem Regal machte keine Probleme, ein Nachbau des Modell M also eine mechanische IBM Tastatur der ersten PC-Stunde wurde aber nicht erkannt. Wenn man eine Tastatur hat, f&uuml;r es einen USB zu PS\/2 Stecker mitgeliefert wird, dann d&uuml;rfte die passen. Die Grafikausgabe geht &uuml;ber einen VGA-Port, den haben gottseidank auch die modernsten LED-Fernseher noch als Eingang. Versorgt wird der Rechner &uuml;ber einen USB-C Port, wie man ihn von Smartphones kennt. Bei mir h&auml;ngt er an einem USB Port des PC, aber ein Netzteil geht sicher auch. Alternativ gibt es einen Port auf der Platine wo man eine propiet&auml;re LiPO4-Batterie anschlie&szlig;en kann die sogar langsam aufgeladen wird, wenn man eine Stromversorgung am USB-C Port anschlie&szlig;t. Der Massenspeicher ist ein Steckplatz f&uuml;r eine Mini-SD Karte bis 32 GB.<\/p>\n<p>Dazu kommt ein 40-poliger GPIO Port wie beim Raspbery Pi und ein achtpoliger User Port f&uuml;r den es von Olimex, dem Hersteller auch Addons gibt wie LED Modul, <a href=\"https:\/\/www.olimex.com\/Products\/Modules\/MP3\/\">MP3-Player<\/a> und sogar ein Wifi-Inteface. Dank es Etherports des eZ80 gibt es sogar einen <a href=\"https:\/\/github.com\/nihirash\/Agon-MOS-Tools\/tree\/main\/esp8266\/snail\">Textbrowser f&uuml;rs Internet<\/a>, womit der Rechner dann wohl der einzige weltweit w&auml;re, f&uuml;r den man keinen Virenschutz braucht. Als letztes hat er noch den obligaten Reset Taster, den man z.b. braucht wenn man die SD-Karte zwischendurch wechselt \u2013 er arbeitet problemlos weiter, erkennt beim Neueinstecken aber nicht neu aufgespielte Programme auf der Karte.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Inbetriebnahme<\/h4>\n<p>Ich steckte eine Micro-SD Karte mit 8 GB in den Slot, verband VGA Port mit dem Monitor, steckte Tastatur an und dann das USB-C Kabel und wechselte beim Monitor den Eingang und nach einigen Sekunden kam ein Textbildschirm mit zwei Bootmeldungen. Das hatte ich nicht erwartet. Beim MinZ-System muss man erst mal Treiber installieren die COM-Schnittstellen &uuml;ber USB emulieren und dann noch ein Terminalprogramm starten bzw. erst installieren. Nur &uuml;ber dieses funktioniert die Kommunikation.<\/p>\n<p>Nach dem Eintippen von \u201edir\u201c sah ich dann auch das Verzeichnis der SD-Karte und war positiv &uuml;berrascht. Das sah n&auml;mlich aus wie unter Windows. Es war wie ich an den Dateien feststellte, die Bootpartition eines Raspberry Pi Systems. Aber eben mit vollen Dateinamen, nicht wie man es bei einem 8 Bit System erwarten, w&uuml;rde mit 8:3 gek&uuml;rzten Dateinamen wie man das noch von DOS kennt.<\/p>\n<p>Danach formatierte ich die SD-Karte erst mal komplett. Sie muss als FAT32 formatiert sein. Danach kam aber die Ern&uuml;chterung. Denn auch wenn so das &Uuml;berspielen von Dateien einfach ist \u2013 auf dem PC im Internet runterladen, auf Micro-SD Karte schreiben und dann die Karte wieder einstecken, das war es auch schon was der Retro-PC selbst kann. Beim MiniZ System war im ROM ein CP\/M mit einigen Dienstprogrammen enthalten, das hier war \u201enackt\u201c. Kein Hilsprogramm, nicht mal das BBCBASIC das so angepriesen wurde. Nachdem ich das Basic \u201ebbcbasic.bin\u201c kopiert und gestartet hatte (zuerst LOAD bbcnasic.bin, dann RUN, man sollte vorher aber mit SET KEYBOARD 2 auf das deutsche Layout wechseln und bitte aufpassen, vorher ist das \u201ey\u201c auf dem \u201eZ\u201c). kam die erste Ern&uuml;chterung. Nach einigen Jahrzehnten wollte ich mal wieder ein \u201eHallo Welt\u201c Programm schreiben und tippte ein:<\/p>\n<p>print \u201eHallo Welt!\u201c<\/p>\n<p>Nachdem ich zweimal auf Enter dr&uuml;cken musste \u2013 wie sich zeigte musste man das immer bei BBCbasic tun kam ein:<\/p>\n<p>\u201eMistake\u201c<\/p>\n<p>okay, jedes BASIC das ich kenne war auch interaktiv nutzbar, also als Programm:<\/p>\n<p>10 print \u201eHallo Welt!\u201c<\/p>\n<p>run<\/p>\n<p>\u201eMistake\u201c<\/p>\n<p>list<\/p>\n<p>\u201eMistake\u201c<\/p>\n<p>Dann fand ich aus worum es diesen Fehler gab. Das ist das einzige BASIC das ich jemals sah, das darauf besteht das Befehlsworte in Gro&szlig;buchstaben eingegeben werden also:<\/p>\n<p>PRINT \u201eHallo Welt!\u201c<\/p>\n<p>Hallo Welt!<\/p>\n<p>Damit habe ich den Ausflug in die BASIC Welt erst mal beendet. Ich suchte nach der Doku f&uuml;r das BASIC, vor allem weil mich interessierte, wie fortschrittlich es ist. Also es gibt ja die einfachen BASIC die in den Interpretern der Heimcomputer in den Achtzigern verbaut war und es gibt bessere Basic die ohne Zeilennummern auskommen, lokale Variablen und Parametern kennen wie GFA-Basic, Turbo Basic oder Power Basic. Aber nach der <a href=\"https:\/\/oldpatientsea.github.io\/agon-bbc-basic-manual\/0.1\/bbc1.html\">Doku<\/a> und auch der kleinen Bin&auml;rdatei (15 kb) s scheint es sich eher um eines der einfaches BASIC zu handeln.<\/p>\n<p>Und da komme ich zum Hauptproblem: Der Dokumentation denn die ist rar und muss entweder aus Github-Archiven mit dem Sourcecode extrahiert werden oder im Falle von der Doku des Rechners durch Olimex sind es Bilder oder nicht verlinkte PDF! Sodas man dort enthaltene Links nicht mal anklicken kann.<\/p>\n<p>Nach etwas st&ouml;bern fand ich dann die \u201eDokumentation\u201c des BASIC. Es kommt auch bei Variablen nicht mit Kleinbuchstaben zurecht. Ich habe mir parallel eine CP\/M Version auf mein miniZ-System &uuml;berspielt weil es da wesentlich komfortabler zugeht. Ein paar Tests, um zu sehen wie viel Speicher man frei hat (44 k) und dann ein einfaches Programm, das nur von 1 bis 1000 z&auml;hlt und die Zahl ausgibt. Lief verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig langsam, bedenkt man das die CPU mit 33 MHz l&auml;uft. Also hochskaliert w&auml;re das BASIC das mein CPC damals hatte schneller auf dieser CPU.<\/p>\n<p>Das BASIC auf dem Agon Light ist dagegen eine Qual. Zum einen weil der \u201eReturn-Tasten\u201c bug nicht nur bei Kommandos zuschl&auml;gt. Sondern wenn ich mit \u201eRUN\u201c das Programm starte tut sich nichts. Erst wenn ich zweimal hintereinander auf RETURN haue kommt eine Zahl, das muss man bei jeder Programmzeile die abgearbeitet wird tun. Zwischen jedem Schleifendurchlauf liegen aber einige Sekunden. Eine andere Tastatur die ich hatte, wird leider nicht erkannt. Aber im Betriebssystem brauche ich keine doppelten Return, also scheint das ein Fehler des bbcbasic zu sein. Immerhin, es r&uuml;ckt den Quelltext automatisch ein, ein Feature das bei anderen Programmiersprachen relativ neu ist (wenn auch schon 20 Jahre alt). Was mich nat&uuml;rlich interessiert sind die Grafikf&auml;higkeiten. Und die wurden nicht in das BASIC integriert. Das originale BBC-BASIC hatte einfache Grafikkommandos wie \u201eLine\u201c. Es lief ja auf einem grafikf&auml;higen Heimcomputer. Die fielen dann beim Port weg, obwohl die Befehlsw&ouml;rter noch reserviert sind. Das hei&szlig;t das Schl&uuml;sselwort \u201eLINE\u201c ergibt ein \u201esorry\u201c kein \u201eMistake\u201c. Stattdessen muss man &uuml;ber ein \u201eMode\u201c Kommando dem VDP direkt Anweisungen geben und das einzige Element das etwas zeichnet ist der Plot Befehl, also ein einziger Punkt. Keine Linien, kein Kreis, keine F&uuml;llroutine, nicht die Platzierung von Text an w&auml;hlbaren Koordinaten.<\/p>\n<p>Das ist f&uuml;r mich ein R&uuml;ckschritt in die wirklich ganz fr&uuml;he Zeit der Heimcomputer, den die meisten konnten Grafik mit einfachen Befehlen bis auf die Commodore Ger&auml;te. Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/02\/04\/vergleich-c64-vs-sinclair-spectrum\/\">C64<\/a> war zwar grafikf&auml;hig, aber das BASIC hatte da von der CBM Serie &uuml;bernommen keine Anweisungen daf&uuml;r. Es fehlen auch viele Text-Anweisungen wie PRINT USING oder LOCATE. PRINT gibt immer eine Zeile aus, ich bin gewohnt das ein Komma als letzter Parameter dazu f&uuml;hrt das die n&auml;chste Ausgabe an die alte anschlie&szlig;t.<\/p>\n<p>BBCBASIC ist so f&uuml;r mich rudiment&auml;r, wegen des RETURN Bugs auch unbenutzbar. Der einzige Nutzen den es hat, ist das es viel Speicher f&uuml;r Programme l&auml;sst. Auf dem MiniZ System lief eine CP\/M Version von <a href=\"http:\/\/www.bbcbasic.uk\/\">BBCBASIC<\/a> bei der waren 44.544 Bytes f&uuml;r Programme frei, das ist schon ein guter wert, der nur von wenigen Rechnern &uuml;bertroffen wird wie dem C128. Auf dem Argon Light sind es sogar 48.640 Bytes, weil CP\/M als Betriebssystem wegf&auml;llt.<\/p>\n<h4 class=\"western\">CP\/M 2.2<\/h4>\n<p>Auf genau das wechselte ich nun. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">CP\/M<\/a> ist keine Alternative zu dem Betriebssystem des Agon Lite sondern ein Programm das unter ihm l&auml;uft, das hei&szlig;t es wird mit LOAD geladen und mit RUN gestartet. Es sieht anders aus \u2013 die Buchstaben sind anders gerendert, aber es ersetzt das Betriebssystem nicht. Die TPA ist etwas kleiner als beim MiniZ, das eine 57 K TPA hat, hier sind es 512 Bytes weniger, f&uuml;r ein Non-Banking CP\/M 2.2 aber trotzdem viel. CP\/M 2.2 macht auch nicht Gebrauch von der Struktur der SD-Karte, ist daran nicht angepasst, sondern liest und schreibt in maximal 16 feste Dateien mit den Namen cpmX.dsk also cpma.dsk, cpmb.dsk etc\u2026. Die sind je 8 MB gro&szlig;, die gr&ouml;&szlig;te Festplattengr&ouml;&szlig;e die CP\/M 2.2 unterst&uuml;tzt. F&uuml;r heutige Verh&auml;ltnisse winzig, doch f&uuml;r 8 Bit Programme riesig. Das entsprach je nachdem welches Diskdrive man hatte, 10 bis 40 Disketten. Auf drei Disk Images sind Turbo Pascal 3, Wordstar 4 und Supercalc 2 drauf, die vierte ist leer und kann so auch als Vorlage f&uuml;r weitere \u201eFestplatten\u201c genutzt werden. CP\/M 2.2 unterst&uuml;tzt bis zu 16 Laufwerke, also beim Buchstaben P: ist Schluss.<\/p>\n<p>Zum bearbeiten braucht man dann die <a href=\"https:\/\/github.com\/lipro-cpm4l\/cpmtools\">CP\/M Tools<\/a>. Die sind ziemlich alt und laufen nur in einer Kommandozeile. Das Hauptproblem sieht man aber, wenn man ein Programm startet, in meinem Falle Turbo Pascal, weil ich ein Benchmarkprogramm laufen lassen wollte. Jeder Computer hat Steuercodes mit denen er den Cursor an einer bestimmten Stelle positionieren kann, Zeichen, Zeilen oder den Bildschirm l&ouml;schen kann, oft auch invertierte Darstellung ein-\/ausschalten kann. Ohne diese ist ein Bildschirmeditor, wie er in Turbo Pascal eingebaut ist, nutzlos. Klar das kann man mit TINST einstellen, aber welches Codes bitte? Weder beim Agon Light noch beim <a href=\"https:\/\/github.com\/nihirash\/Agon-CPM2.2\">CP\/M Port <\/a>ist etwas dokumentiert. Bei Supercalc, dass im Video gezeigt wird, hat man einen Screen Editor, aber auch hier der Tastaturbug. Die Pfeiltasten reagieren tr&auml;ge, erst bei mehrmaligem Bet&auml;tigen. Das war beim MiniZ anders. Da war dokumentiert, das die Ausgabe nach dem Terminalstandard VT100 erfolgt, ich musste das in meinem Terminalprogramm nur einstellen und es lief. So ist das CP\/M aber praktisch unbenutzbar.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Was bleibt?<\/h4>\n<p align=\"left\">Der Agon Light ist ein Rechner der alleine funktioniert, ohne PC. Das war es aber dann auch schon. Das Basic ist unbedienbar und rudiment&auml;r, der CP\/M Port auch. Die Grafikf&auml;higkeiten nur unter BASIC aufwendig anzusprechen, 384 K Speicher ebenfalls vom BASIC aus als Datenhalde &uuml;ber <a href=\"https:\/\/github.com\/TurboVega\/agon512k\">User Functions<\/a>.<\/p>\n<p>Man kann &uuml;ber den Zweck dieser Retrocomputer streiten. Real will ich nicht mehr mit Turbo Pascal 3 entwickeln und mit Wordstar Texte verarbeiten, aber mit dem MiniZ geht das wenigstens bequemer als damals, mit einer 1 MB RAM Disk und einer 0,5 MB ROM Disk. Man kann mit einem Terminalprogramm sich komfortabel verbinden und das Editieren ist so auch bequemer.<\/p>\n<p>Es bleibt die GPIO Leiste, die aber zumindest von dem Abstand nicht kompatibel zum Raspberry pi ist. Nur wenn ich das vorhabe, dann kann ich gleich zu einem Raspberry Pi greifen. F&uuml;r den gibt es auch das BBCBASIC, aber auch eine komfortablere Version das MMBASIC. Einfacher ist es aber, man l&auml;sst sich auf eine neue Programmiersprache ein. Als ich meinen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2022\/12\/22\/der-digitale-oeltankmesser\/\">&Ouml;lstandsmesser<\/a> als Makerprojekt umsetzte, habe ich ja auch von Pascal auf Python gewechselt, weil die Zeitmessung mit der Systemfunktion bei Pascal zu ungenau war und die Python Lib f&uuml;r die GPIO Anbindung eben besser ist und einen Hardware Timer enth&auml;lt. War mein erstes Python Programm, klappte trotzdem.<\/p>\n<p>Wenn ich nach einem echten Retrocomputer suchen w&uuml;rde, der auch GPIO hat, dann w&uuml;rde ich zum <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Maximite\">Color Maximite<\/a> raten. Den gibt es in verschiedenen Versionen. Er bootet ein sehr komfortables MMBASIC (dasselbe wie f&uuml;r den Raspberry pi), die beiden aktuellen Versionen haben mindestens einen 400 MHz ARM Cortex Prozessor, 512 KB Speicher f&uuml;r BASIC Programme und bis zu 5 MB f&uuml;r Arrays, mindestens Super-VGA Grafik in 800 x 600 Pixeln, kommen in einem Geh&auml;use und haben die GPIO Pins. Gut, ein paar Euro teurer, aber daf&uuml;r nutzbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16850\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16850\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe in meinem Blog ja schon mal den Retro-Computer MinZ-C besprochen. 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