{"id":16905,"date":"2023-06-20T17:15:39","date_gmt":"2023-06-20T15:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=16905"},"modified":"2023-06-20T17:15:39","modified_gmt":"2023-06-20T15:15:39","slug":"eine-raumstation-aus-dem-starship","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/06\/20\/eine-raumstation-aus-dem-starship\/","title":{"rendered":"Eine Raumstation aus dem Starship"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16905\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16905\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Den Aufh&auml;nger f&uuml;r den heutigen Blog lieferte mir <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/nasa-agreements-to-support-work-on-commercial-spacecraft-and-space-stations\/\">dieser Artikel bei Spacenews<\/a> in dem es um ein Abkommen zwischen der NASA und Firmen geht die Subventionen erhalten, um an kommerziellen Raumstationen zu arbeiten (offensichtlich sind diese alleine mit kommerzieller Finanzierung nicht zu betreiben). In Dem Artikel steht:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/d3b66a1e46004bf590c7f8431c867b27\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\n\u201c<i>SpaceX\u2019s Starship is so large and also so cost-effective that it could be a station itself,\u201d said Chad Anderson, founder and managing capital of Space Capital .. He suggested that it could disrupt business models for other commercial space stations.<\/i><\/p>\n<p><i>An example he gave was a hotel company outfitting the interior of Starship for customers. \u201cThey could launch a group of people and stay however long they want with the accommodations they want, and they could do it all for less than the cost of one seat to the space station today.\u201d<\/i><\/p>\n<p>Ich habe mir schon selbst mal Gedanken gemacht wie man aus dem Starship eine Raumstation machen kann und es gibt \u2013 meiner Ansicht nach \u2013 drei grundlegende Vorgehensweisen, die auch woanders zumindest mal verfolgt, in zweien der drei auch umgesetzt wurden. Das sind die Konzepte:<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>\u201ewet Workshop\u201c<\/li>\n<li>\u201edry Workshop\u201c<\/li>\n<li>InOrbit Montage<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die ersten beiden Begriffe stammen aus dem <a href=\"https:\/\/amzn.to\/46aJcwy\">Skylabprogramm<\/a> wo ich mich dank <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/skylab-bernd-leitenberger-9783842338531\">meines Buches <\/a>etwas besser auskenne. Skylab einstand aus einer umgebauten S-IVB Oberstufe einer Saturn IB. In dem Wasserstofftank wurden die Mannschaftsquartiere und die Experimente eingebaut, der Sauerstofftank diente als Abfalleimer. Es kamen noch weitere Elemente hinzu, aber den Gro&szlig;teil des Volumens stellte dieser Bereich. Das gestartete Skylab war der \u201edry Workshop\u201c (dieser Teil der Station hie&szlig; denn auch \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/skylab-station.shtml\">Orbital Workshop<\/a>\u201c. Das hei&szlig;t die ganze Stufe wurde vor dem Start fertig ausger&uuml;stet und umgebaut. So wurden Luken installiert, das Triebwerk und Druckgastanks entfernt etc.<\/p>\n<p>In der fr&uuml;hen Phase wollte man sparen und plante einen \u201ewet Workshop\u201c. Eine Saturn IB h&auml;tte eine minimale Nutzlast gehabt (Kopplungsadapter, eventuell Solarzellen als Stromversorgung, die SIVB Stufe selbst w&auml;re aber soweit umgebaut worden, dass sie nun nicht vollst&auml;ndig bewohnbar ist, aber die strukturell n&ouml;tigen Teile wie Zwischenb&ouml;den \/ Zwischenw&auml;nde (die B&ouml;den als Gitterb&ouml;den damit der Treibstoff der beim Start ja noch in der Stufe ist weiterhin flie&szlig;en kann) w&auml;ren schon montiert gewesen, ebenso Befestigungspunkte f&uuml;r die sp&auml;tere Ausr&uuml;stung und Einrichtung. Mehrere Missionen h&auml;tten sich dann kurz in dieser Station aufgehalten. Sie mussten die Ausr&uuml;stung jeweils mitbringen und konnten nur so lange im Orbit bleiben wie ihr Raumschiff die Ressourcen bereitstellte. Man hat es dann verworfen und das Konzept des Dry Workshops verwendet.<\/p>\n<p>Die dritte Option ist die die seit Saljut 7 verwendet wird: Die In-Orbit-Montage. Das hei&szlig;t, man baut eine Raumstation modulweise auf. So entstand auch die ISS, f&uuml;r die dutzende von Missionen die Bauteile ins All tragen mussten. In diesem Falle ist die Nutzlast eines Starships jeweils ein Modul und so kann im Prinzip eine Station sehr gro&szlig; werden, beim Wet bzw. Dry Workshop setzt die Gr&ouml;&szlig;e des Starships eine Grenze.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Dry Workshop<\/h4>\n<p>Beim Dry Workshop baut man die Nutzlastsektion um. Die bei den Prototypen sowieso verschwei&szlig;te H&uuml;lle weicht einer stabilen Konstruktion mit einem Mikrometeoritenschutzschild und Fenstern. Die Form bleibt im wesentlichen weil sie durch die Aerodynamik diktiert ist. Im Inneren wird die Station komplett eingerichtet. Dazu werden zuerst Trennw&auml;nde und Zwischenb&ouml;den eingezogen. Eine der Lehren von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/skylab.shtml\">Skylab<\/a> war, das eine so gro&szlig;e Station (Durchmesser 6,60 m) gar nicht so vorteilhaft f&uuml;r das Arbeiten ist, weil in der Schwerelosigkeit ein Astronaut sich fixieren muss, sonst &uuml;bt jede T&auml;tigkeit eine Gegenkraft aus, die ihn drehen w&uuml;rde. Bei den Modulen der ISS die meist 4,4 m Durchmesser haben und bei denen nur ein Korridor in der Mitte frei bleibt, ist das kein Problem, aber beim Starship schon. Dann bringt man dort Experimente und Einrichtung unter bzw. wenn es tats&auml;chlich ein Hotel werden sollte, gibt es dann Einzelzimmer.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Bef&ouml;rderung der Besatzung wird man oben im konischen Teil auf ein einige Meter verzichten und dort einen zylinderf&ouml;rmigen Koppeladapter anbringen. Einer mit 4 m L&auml;nge b&ouml;te mindestens drei, bis zu f&uuml;nf Koppelstellen. Er w&uuml;rde beim Start von einer Verkleidung gesch&uuml;tzt, die im Orbit dann abgesprengt wird. An ihn koppeln Versorgungsraumschiffe und die Mannschaftstransporter an. An ihm kann man auch Solarzellen zur Energieversorgung anbringen (siehe unten).<\/p>\n<h4 class=\"western\">Passagiertransporte<\/h4>\n<p>Ich gehe davon aus, das die Besatzung dieser Station wie alle anderen von Dragons gebracht wird, die mit Falcon 9 gestartet werden. Daf&uuml;r gibt es einen einfachen Grund: diese Raumschiffe sind f&uuml;r bemannte Missionen von der NASA zertifiziert. Dagegen m&uuml;sste SpaceX ein bemanntes Starship selbst aus dem unbemannten Starship entwickeln und welchen G&uuml;testandards das gehorcht. wei&szlig; dann nur SpaceX. Die Entwicklung der Dragon 2 war in jedem Falle um ein vielfaches teurer als die der Frachtdragon. Nur bei sehr vielen zahlenden Kunden (angek&uuml;ndigter Suborbitaltransport ?) d&uuml;rfte sich die Entwickeln eines bemannten Starships amortisieren.<\/p>\n<p>Was ein Starship aber kann, w&auml;re ein Frachtmodul zur Station zu starten. Die Nutzlastkapazit&auml;t ist so hoch, das selbst wenn die Station nicht wie die ISS Wasser und Gase weitestgehend recycelt ein Versorgungsflug pro Jahr vollkommen ausreichen w&uuml;rde um selbst eine Besatzung die gr&ouml;&szlig;er als die der ISS ist zu versorgen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Orbit<\/h4>\n<p>De Fakto setzt bei der hohen Nutzlastkapazit&auml;t des Starships die Mannschaftsversorgung die Bahngeometrie. Die Crewed Dragon wiegt nach NASA angaben nach Abkoppeln von der ISS 12.519 kg, das ist selbst, wenn man etwas Gewicht f&uuml;r das Erreichen der ISS hinzurechnet ,soweit von der maximalen Nutzlastkapazit&auml;t der Falcon 9 entfernt, dass man eine Raumstation in einem sonnensynchronen Orbit oberhalb von 600 km platzen w&uuml;rde. Die Dragon ben&ouml;tigt dann etwas mehr Treibstoff, doch das w&auml;re noch von der Falcon 9 problemlos schaffbar. Ein sonnensynchroner Orbit bietet nicht nur einen Blick auf die ganze Erde. Er erlaubt zumindest in der Theorie auch Erdbeobachtungsexperimente, die bei der ISS deutlich weniger Sinn machen. Daneben sind die Solarzellen fast st&auml;ndig beleuchtet, was die H&auml;lfte deren Gewicht und weiteres Gewicht bei den Pufferbatterien einspart.<\/p>\n<p>Die H&ouml;he von gr&ouml;&szlig;er 600 km ergibt sich daraus, dass die Station dann mit Sicherheit 25 Jahre im Orbit bleibt und man ist noch oberhalb der Orbits von Starlink Satelliten. Das reduziert das Risiko von Kollisionen und spart Treibstoff.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Wet Workshop<\/h4>\n<p>Der Wet Workshop kann die umgebaute Nutzlastsektion des Dry Workshops beinhalten, aber er nutzt auch die Tanks als Wohnquartier. Neben Skylab gab es auch mal eine Idee so <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-srb-et.shtml\">Space Shuttle Tanks<\/a> so zu nutzen. Da diese fast einen Orbit erreichen, w&auml;re die Station relativ billig aufzubauen gewesen. Beim Starship w&uuml;rde man in den Tanks schon mal feste Installationen unterbringen. Also die Leitungen ziehen, Befestigungspunkte in den W&auml;nden verankern und auch Trennw&auml;nde und Gitterb&ouml;den anbringen. Weil alles erst mal im Treibstoff schwimmt, w&uuml;rde die Einrichtung erst sp&auml;ter folgen. Die Tanks m&uuml;ssten mit Luken versehen werden, damit sie sobald das Schiff im Orbit ist, zug&auml;nglich sind.<\/p>\n<p>Die gesamte Inneneinrichtung dieses Teils w&uuml;rde man sp&auml;ter montieren. Entweder befindet sie sich schon im Dry Workshop oben und muss dann noch montiert werden, oder eines oder mehrere Frachtmodule bringen die Einrichtung.<\/p>\n<p>Anzubringen durch Weltraumspazierg&auml;nge w&auml;re aber ein &auml;u&szlig;erer Mikrometeoritenschutzschild. Ebenso Solarpaneele. Die k&ouml;nnen, wie beim Dry Workshop an dem Adapter angebracht werden. Dann entfallen zwei Koppelpunkte aber ausrollbare Solararrays wie die iROSA w&uuml;rden dort angebracht werden. Zwei dieser iROSA-Paneele w&uuml;rden 40 kw Leistung bringen. Weitaus weniger als die ISS heute hat, aber sofern man keine Experimente betreibt, die viel Strom ben&ouml;tigen ausreichend. Skylab hatte f&uuml;r drei Astronauten eine Leistung von 22,9 kW, kam aber mit 16,7 kW aus. Sodass bei diesem Level 40 kW f&uuml;r sieben Astronauten ausreichen w&uuml;rden. Wenn der Wet Workshop aber beide Tanks umr&uuml;stet, dann steigt das interne Volumen von 650 (Standardl&auml;nge der Verklediung) bzw. 850 m\u00b3 (verl&auml;ngert auf 22 m) um weitere 1.450 m\u00b3 an. Will man das Volumen voll nutzen um mehr Passagiere unterzubringen, dann muss man externe Solarzellenfl&auml;chen anbringen, auch weil man dann mehr Kopplungspunkte f&uuml;r Dragons braucht, denn jede transportiert ja nur vier Personen. Daher sehe ich den Wet Workshop als die schlechteste der drei Ideen an.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Montagel&ouml;sung<\/h4>\n<p>Die dritte L&ouml;sung ist die wie man Mir und ISS aufbaute. Das Starship ist in diesem Falle nur eine Rakete. Die Nutzlast sind standardisierte Module. Sie werden im All zusammengekoppelt. Der Erste Start k&ouml;nnte ein dreidimensionales Kreuz mit f&uuml;nf Kopplungsstellen (entsprechend den Fl&auml;chen eines W&uuml;rfels minus eins) ins All Bringen. Anstatt des sechsten Kopplungspunktes befindet sich ein ausfahrbarer Ausleger mit Solarzellen und Radiatoren, &auml;hnlichem dem \u201eKiel\u201c der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-index.shtml\">ISS<\/a>. Die einzelnen sp&auml;ter bef&ouml;rderten Module sind dann wie bei der ISS reine Zylinder ohne Ausleger. Am Kreuz kann sich noch ein Kran befinden um das Ankoppeln zu erleichtern.<\/p>\n<p>De einzelnen Module bestehen dann aus einem Zylinder in der Gr&ouml;&szlig;e der Nutzlastsektion des Starship Nach <a href=\"https:\/\/www.spacex.com\/media\/starship_users_guide_v1.pdf\">Space Angaben<\/a> sind daf&uuml;r 8 m Durchmesser und 8 m zylindrischer H&ouml;he zul&auml;ssig. Sie enden nach oben mit einem 9 m langen Koppeladapter von 3,60 m Durchmesser der in den konischen Teil der Verkleidung passt. Das sind immerhin 400 m\u00b3 Volumen pro Modul. Mehrere Module kann man durch einen zweiten Kopplungspunkt am unteren Ende des Moduls zusammenkoppeln, diese folgenden Module ben&ouml;tigen dann auch keinen so langen Tunnel weil sie nicht am zentralen Kreuz montiert werden. Alternativ haben sie auch mehrere Kopplungspunkte an einem 9 m langen Tunnel, damit mehr Dragons andocken k&ouml;nnen, weitere Module scheiden wegen ihrer Breite an diesen Punkten aber aus. So kann man die Station im Prinzip unendlich weit ausbauen. Dragons w&uuml;rden an den Endpunkten der Module oder dem zentralen Kreuz ankoppeln. Eine Station mit f&uuml;nf Modulen h&auml;tte so ein Volumen von 2.000 m\u00b3 und k&ouml;nnte 20 Personen aufnehmen.<\/p>\n<p>Der Vorteil ist das diese Station am Boden fertig montiert werden kann wie der Dry Workshop, aber flexibel erweiterbar ist. Die Module k&ouml;nnte man sogar in Kleinserie fertigen. Als Nachteil ben&ouml;tigt jedes Modul einen Antrieb, ein Servicemodul wie die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cygnus-dragon.shtml\">ISS-Zubringer<\/a> der es zu der Raumstation bringt und ankoppelt. Das erh&ouml;ht die Kosten.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Der Sinn<\/h4>\n<p>Die entscheidende Frage aber ist und das trifft f&uuml;r alle kommerziellen Weltraumaktivit&auml;ten zu: gibt es einen Markt daf&uuml;r? Wir haben jetzt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltraumtourismus#Liste_der_orbitalen_Weltraumtouristen\">Weltraumtourismus<\/a>, aber auf niedrigem Niveau: drei Missionen mit der Dragon seit 2021, also rund eine pro Jahr. Die Touristen k&ouml;nnen jetzt schon an Bord der ISS und m&uuml;ssen zwar daf&uuml;r inzwischen mehr zahlen, aber das deckt gerade mal die Unkosten der NASA ab, sie m&uuml;ssen aber nicht die Entwicklung und weitere Ausbauten wie gerade das Erg&auml;nzen der Solarpaneele der ISS finanzieren. Im Gegenteil: die NASA zahlt 140 Millionen Dollar <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/press-release\/nasa-selects-first-commercial-destination-module-for-international-space-station\">f&uuml;r ein kommerzielles Modul f&uuml;r die ISS<\/a>. Die gesamte Finanzierung der Raumstation m&uuml;ssten aber Weltraumtouristen auf einer kommerziellen Weltraumstation aufbringen. Damit sinkt die Zahl der potenziellen Kunden ab, und ohne die ISS, die 2030 au&szlig;er Betrieb gehen soll g&auml;be es zwar diese \u201ebillige\u201c Konkurrenz nicht, aber es ist auch nicht gesagt ob Kunden dann h&ouml;here Preise die f&uuml;r eine eigene Station zwangsl&auml;ufig n&ouml;tig w&auml;ren, bezahlen w&uuml;rden. Selbst wenn nicht \u2013 eine Mission pro Jahr, wie heute, d&uuml;rfte kaum kostendeckend sein.<\/p>\n<p>Chad Anderson, der oben zitiert wird, geht deswegen davon aus, das Elon Musks ehrgeizige Angaben &uuml;ber die Preise eines Starship Wirklichkeit werden. Es gibt von Musk verschiedene Angaben, aber da die gr&ouml;&szlig;te Konkurrenz die eigenen Falcon 9 sind, kann man eine Obergrenze ziehen: Ein Starship kann zwei Falcon Heavy Satelliten in den GTO starten, muss also g&uuml;nstiger sein, als zwei Falcon Heavys und das w&auml;ren 180 Millionen Dollar. Das w&auml;re aber nur der Startpreis der Rakete. Bei der Dragon zahlt die NASA ja 220 Millionen Dollar pro Mission, w&auml;hrend die Rakete nur 67 Millionen Dollar kostet und sie hat die Entwicklung mit 2.600 Millionen Dollar finanziert. All diese Entwicklungskosten und die Kosten eines bemannten Starships m&uuml;sste der Kunde dann &uuml;bernehmen und sie w&uuml;rden den Start deutlich verteuern, sodass sich dies nur lohnt wenn man wirklich viele \u2013 wir reden dann von Dutzenden Personen pro Start \u2013 gleichzeitig transportiert, damit die Kosten pro Passagier klein bleiben. Trotzdem reden wir dann immer noch von Millionen Dollar pro Person, die sich nur sehr Reiche leisten k&ouml;nnen und dann muss man von diesem exklusivem Zirkel, bei denen jeder gewohnt ist, dass sich die Welt nur um ihn dreht, noch gen&uuml;gend zusammen bekommen, die dann zu einem festen Zeitpunkt alle miteinander starten.<\/p>\n<p>Halte ich f&uuml;r sehr schwer, daher glaube ich das dieses Konzept eines Weltraumhotels kaum umgesetzt wird. F&uuml;r die Forschung braucht man eine Station nicht. Die NASA hat 15 Jahre gebraucht, um nur alle Racks ihres eigenen Labors zu f&uuml;llen. Schon bei dem Bau der ISS fragte man bei der Industrie nach, ob sie Interesse h&auml;tte und das Resultat war ern&uuml;chternd, nahezu niemand meldete sich zur&uuml;ck. Bei einer privaten Station m&uuml;sste man zudem f&uuml;r die Forschung zahlen. Das an der ISS &uuml;berhaupt jenseits der Humanwissenschaft (also den Astronauten als Versuchsteilnehmern) geforscht wird, verdankt man nur das dies viel billiger ist als ein Experiment auf einem Satelliten unterzubringen, da ein Interessent nur das Experiment stellen muss. Die gesamte Stromversorgung, Datenhandling etc stellt die ISS, der Transport ist kostenlos und f&uuml;r die Mannschaftsstunde die das Experiment ben&ouml;tigt zahlt man auch nichts. Das w&auml;re bei einer privaten Raumstation ganz anders.<\/p>\n<p>Kurz: ich sehr schwarz f&uuml;r private Weltraumstation, egal ob mit oder ohne Starship.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_16905\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"16905\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Den Aufh&auml;nger f&uuml;r den heutigen Blog lieferte mir dieser Artikel bei Spacenews in dem es um ein Abkommen zwischen der NASA und Firmen geht die Subventionen erhalten, um an kommerziellen Raumstationen zu arbeiten (offensichtlich sind diese alleine mit kommerzieller Finanzierung nicht zu betreiben). 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Ich will das als eine Folge von fiktiven\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/b2e94ef07fec4d7190886846bcbb4589","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16905\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}