{"id":17086,"date":"2023-09-07T17:40:24","date_gmt":"2023-09-07T15:40:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17086"},"modified":"2023-09-07T17:41:03","modified_gmt":"2023-09-07T15:41:03","slug":"steuern-statt-verbote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/09\/07\/steuern-statt-verbote\/","title":{"rendered":"Steuern statt Verbote"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17086\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17086\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf meinen heutigen Blog kam ich durch ein Special der Heute Show. Jeweils in den viel zu langen Sommer- und Winterpausen gibt es Specials in denen Lutz Van der Horst und Fabian K&ouml;ster\u00a0einem Thema nachgehen und dabei auch prominente Politiker fragen. <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/heute-show\/heute-show-spezial-vom-25-august-2023-100.html\">Diesmal ging es um Zucker<\/a>, seine gesundheitlichen Auswirkungen und das Werbeverbot f&uuml;r zuckerhaltige Lebensmittel f&uuml;r Kinder und eine Zuckersteuer, die es in England auf Getr&auml;nke gibt. Zeit das mal aufzudr&ouml;seln.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/f9a661f1b7094367888ac979e38be1db\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nNach einer Studie die Minister Karl Lauterbach als fundiert bezeichnet, entstehen durch Adipositas wirtschaftliche Sch&auml;den von 63 Milliarden Euro pro Jahr. Nun ist Adipositas, also krankhafte Fettsucht, eine Krankheit mit vielen Ursachen. Ebenso ist unbestritten, dass der Anteil von Adip&ouml;sen sowohl bei den Kindern wie auch bei den Erwachsenen ansteigt. Was der Beitrag nun aber total unterschl&auml;gt ist, das es daf&uuml;r einige Ursachen gibt. Dazu komme ich sp&auml;ter noch. Aber zuerst gehe ich mal aufs Kernthema ein: den Zucker.<!--more--><\/p>\n<p>Also Zucker ist ein Kohlenhydrat wie andere auch, wie z.B. die St&auml;rke. Zucker ist im allgemeinen Sprachgebrauch und definiert als Saccharose, also Rohr- und R&uuml;benzucker, das ist der Zucker den man im Laden kaufen kann. Etwas diffiziler ist die Bezeichnung \u201cZucker\u201c in den N&auml;hrwertangaben, dort ist Zucker die Summe aller Mono- und Disaccharide. Das sind \u2013 wenn man exotische Molek&uuml;le mal au&szlig;en vor l&auml;sst, die es in kleinen Mengen auch gibt:<\/p>\n<ul>\n<li>Lactose (Milchzucker) \u2013 ein Disaccharid mit geringer S&uuml;&szlig;kraft<\/li>\n<li>Saccharose (\u201enormaler Zucker\u201c) \u2013 der meist eingesetzte Zucker, kommt nat&uuml;rlich aber auch in Bananen in gr&ouml;&szlig;erer Menge vor<\/li>\n<li>Glucose (Traubenzucker) \u2013 ein Zucker der oft in Fr&uuml;chten vorkommt<\/li>\n<li>Fructose (Fruchtzucker) \u2013 der zweite wichtige Zucker in Fr&uuml;chten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die meisten Fr&uuml;chte, die ja neben Honig die einzige \u201enat&uuml;rliche\u201c Zuckerquelle sind, enthalten Glucose und Fructose. Honig enth&auml;lt aufgespaltene Saccharose also ein 50:50 Gemisch aus Glucose und Fructose. Technisch hergestellt hei&szlig;t dieses Gemisch Invertzuckersirup.<\/p>\n<p>Sehr oft setzt man aber durch S&auml;ure oder enzymatisch aufgespaltene St&auml;rke als Zucker ein. Je nach Methode entsteht eine reine Glucosel&ouml;sung, eine Glucosel&ouml;sung mit etwas Fructose oder eine Glucosel&ouml;sung mit gr&ouml;&szlig;erem Fructoseanteil, die dann im Zutatenverzeichnis als Glucosesirup, Glucose-Fructosesirup oder Fructosesirup auftaucht. Auch das sind nach gesetzlicher Definition Zucker. Was aus dieser Definition rausf&auml;llt sind noch s&uuml;&szlig;e Oligosaccharide wie Maltotriose, ein Bestandteil von Malz. Das ist aber ein kleiner Anteil am Gesamtzucker.<\/p>\n<p>Zucker an und f&uuml;r sich ist nicht energiereicher als St&auml;rke. Also ein Kilogramm Reis oder St&auml;rke haben genau denselben Energiegehalt wie Zucker. Anders als St&auml;rke muss der Zucker aber nicht aufgespalten werden und gelangt so schneller ins Blut, l&auml;sst den Blutzuckerspiegel also schneller ansteigen was zur Aussch&uuml;ttung von Insulin f&uuml;hrt. F&uuml;r gesunde Menschen ist das kein Problem. Nat&uuml;rlich macht Zucker so nicht so satt wie St&auml;rke, aber es gibt anders als dies Medien behaupten, keinen Hei&szlig;hunger wenn der Blutglucosewert nachdem der Zucker in die Zellen gelangt, wieder absinkt.<\/p>\n<p>Weshalb nun gerade Zucker so unter Beschuss ist, ist weil die Vorliebe f&uuml;r bestimmtes Essen schon in der Kindheit gepr&auml;gt wird. Man sieht das bei so nationalen Eigenheiten. Also das englische Essen \u2013 im Extrembeispiel zum Fr&uuml;hst&uuml;ck Spiegeleier, Speck, Bratw&uuml;ste und Bohnen in Tomatenso&szlig;e m&ouml;gen wohl nur die Engl&auml;nder. Von der Wissenschaft her ist es egal ob man deftig morgens oder mittags isst. Der springende Punkt ist, dass wenn man das schon als Kind vorgesetzt bekommt, mag man es, w&auml;hrend man bei einem Erstkontakt als Erwachsener eine solche Kombination gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig findet. So kann man leicht viele nationale oder nur regionale Eigenheiten (Saumagen) erkl&auml;ren. Wenn nun Kinder relativ s&uuml;&szlig;e Speisen und Getr&auml;nke konsumieren, dann so, der derzeitige Stand der Erkenntnis pr&auml;gt dies ihre Vorlieben und sie essen auch als Erwachsener eher Lebensmittel mit mehr S&uuml;&szlig;kraft.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Zuckersteuer in England greift deswegen genau da an. Limonaden werden zwar auch von Erwachsenen getrunken, aber in gro&szlig;er Menge auch von Kindern. Da gibt es nun eine Steuer von 18 Pence\/l ab 50 g Zucker pro Liter und 24 Pence\/l ab 80 g Zucker pro Liter. Nur zur Einordnung: <a href=\"https:\/\/fddb.info\/db\/de\/lebensmittel\/coca-cola_coca-cola_classic\/index.html\">Coca Cola classic hat 106 g Zucker\/l<\/a>, <a href=\"https:\/\/fddb.info\/db\/de\/lebensmittel\/coca-cola_fanta_orange\/index.html\">Fanta Orange 76 l Zucker pro Liter<\/a>. Sie ist aber auf Getr&auml;nke begrenzt, also Zucker in Fr&uuml;hst&uuml;ckscerealien, auch etwas was kritisiert wird, ist zum Beispiel nicht betroffen.<\/p>\n<p align=\"left\">Das Werbeverbot f&uuml;r zuckerreiche Lebensmittel f&uuml;r Kinder geht davon aus, das Kinder durch comicartige Spots oder &auml;hnliches verleitet werden S&uuml;&szlig;igkeiten zu kaufen. Gerade bei Kindern ist der Anteil der fettleibigen Kinder ja betr&auml;chtlich angestiegen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Meine Meinung<\/h4>\n<p align=\"left\">Bisher mal eine Wiedergabe dessen was der Beitrag und Verbrauchersch&uuml;tzer fordern. Ich habe eine naturwissenschaftliche akademische Ausbildung und als Chemiker gehe ich von den Gesetzen der Chemie und Physik aus, nach denen gibt es einen Ursache \u2013 Wirkungsmechanismus. Damit st&ouml;&szlig;t man bei vielen Ern&auml;hrungsrichtlinien aber schnell an Grenzen. In der Medizin werden Erkenntnisse durch Studien gewonnen. Man versucht vereinfacht gesagt eine Erkenntnis durch Versuche bei Menschengruppen zu gewinnen. Also z.B. nimmt man besser ab wenn man kohlen-hydrat oder fettreduziert sich ern&auml;hrt? Das Problem ist das der Mensch ein komplexes System ist, bei dem es nicht nur einen Faktor gibt der den Stoffwechsel beeinflusst und noch schlimmer die Stoffwechselvorg&auml;nge verzahnt sind. So beeinflusst Alkohol den Kohlenhydratabbau und Kohlenhydrate den Fettabbau. F&uuml;r mich als Chemiker ist dass, wie wenn ich 10 Substanzen zusammensch&uuml;tte und erhitze und dann versuche eine dieser Substanzen f&uuml;r das Haupteinprodukt verantwortlich zu machen. Das wird nur selten gehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Fakt ist, und ich zitiere hier den <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/480534\/0ae314792d88005c74a72378e3a42aec\/wd-9-053-16-pdf-data.pdf\">wissenschaftlichen Dienst f&uuml;r den Bundestag<\/a>, der die offiziellen Zahlen hat, das der Zuckerkonsum in den letzten Jahren schwankte, aber nicht angestiegen ist:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"top\">\n<th width=\"50%\">Jahr<\/th>\n<th width=\"50%\">Zucker in kg\/Person\/Jahr<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">1950\/1951<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">28,1<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">1980\/1981<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">35,6<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">2000\/2001<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">35,3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">2013\/2014<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">31,6<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">2021\/2022<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p align=\"left\">34,8<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p align=\"left\">Das hei&szlig;t seit 1980 schwankt der Zuckerkonsum zwischen 31,6 und 35,3 kg pro Person und Jahr, er ist heute immer noch geringer als 1980, kann also alleine nicht den Anstieg von Fettleibigkeit in der Bev&ouml;lkerung erkl&auml;ren. Zur Einordnung: Die <a href=\"https:\/\/www.dge.de\/wissenschaft\/stellungnahmen-und-fachinformationen\/stellungnahmen\/quantitative-empfehlung-zur-zuckerzufuhr-in-deutschland\/\">DGE empfiehlt<\/a> 10 Prozent der Nahrungsenergie in Form von freiem Zucker aufzunehmen, das w&auml;ren bei der Normfrau (60 kg, leichte T&auml;tigkeit) die die Referenz in den N&auml;hrwertangaben ist, 49 g Zucker pro Tag, der Durchschnitt liegt heute bei 95 g und die DGE Empfehlung schlie&szlig;t nat&uuml;rlichen Zucker, wie er in Fr&uuml;chten vorkommt, mit ein.<\/p>\n<p align=\"left\">Schaut man beim Fettkonsum nach, so findet man ein &auml;hnliches Bild, allerdings mit leicht steigender Tendenz, also w&uuml;rde man wenn man dem Ursache -&gt; Wirkungsprinzip geht eher das Fett als problematisch ansehen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Zuckervermeidung<\/h4>\n<p align=\"left\">Warum Zucker so im Fokus geraten ist, ist das man hier viel einfacher als bei Fett die Menge reduzieren kann. Oft wird Zucker nur zugesetzt, damit es s&uuml;&szlig; schmeckt, selbst in Produkten wo traditionell kein Zucker verwendet wird. Im Beitrag wurde als Vergleich mal eine Pizza mit und ohne Zucker gemacht und wen wundert es \u2013 die mit Zucker schmeckt besser. In dieser Funktion ist Zucker relativ einfach durch S&uuml;&szlig;stoff zu ersetzen. Das taten denn auch die Getr&auml;nkehersteller in England. Im Allgemeinen kann Zucker in Fl&uuml;ssigkeiten (Getr&auml;nken, Dressings aber auch Wasser bei Gem&uuml;sekonserven wie roter Beete oder Krautsalat) praktisch problemlos durch S&uuml;&szlig;stoff ersetzt werden und es gibt ja auch bei Limonaden schon lange \u201eZero\u201c Getr&auml;nke, man muss sie nur kaufen und das Problem ist gel&ouml;st. Wenn ich mal rote Beete im Glas kaufe weiche ich die erst einige Zeit in Wasser ein, damit der Zucker raus geht und setze dann dem Dressing S&uuml;&szlig;stoff zu. Fruchts&auml;fte sind &uuml;brigens keine L&ouml;sung, denn sie enthalten viel nat&uuml;rlichen Zucker.<\/p>\n<p align=\"left\">Bedingt ersetzen kann man Zucker in past&ouml;sen Lebensmitteln wo man auch seine wasserbindende Wirkung nutzt, das sind Desserts wie Pudding, Eiscreme, Fruchtjogurt etc. Hier kann man S&uuml;&szlig;stoff einsetzen, ben&ouml;tigt aber noch ein Dickungsmittel. Und die haben als Zusatzstoff eben einen schlechten Ruf einfach, weil sie Zusatzstoffe sind und Namen keiner kennt, dabei handelt es sich meist um Pflanzeninhaltsstoffe aus dem Bereich der Ballaststoffe, sie sind also nat&uuml;rlich und gesund. Daher findet man solche Lebensmittel eher selten im Regal.<\/p>\n<p align=\"left\">Schwer zu ersetzen ist S&uuml;&szlig;stoff wo er Masse bildet. Also in Geb&auml;ck oder in Schokoriegeln. Nuss-Nougat-Creme. Hier muss man die Rezeptur ver&auml;ndern und das geht nicht ohne Geschmacksver&auml;nderungen. Dass ist meist das aus f&uuml;r die Industrie weil der Verbraucher auf einen bestimmten Geschmack gepr&auml;gt ist und das neue Produkt so wie Blei im Regal liegen bleibt. Trotzdem hat die Industrie in den letzten Jahren die Zuckermenge ihrer Produkte gesenkt. Zufrieden sind Verbrauchersch&uuml;tzer aber trotzdem nicht: anstatt die Produkte teurer zu machen wurden die Portionen verkleinert. Schauen sie mal auf ihre Schokoladentafel. In vielen Sorten ist inzwischen anstatt 100 nur noch 85 g drin. Aber so nimmt man auch weniger Zucker auf, k&ouml;nnte man nat&uuml;rlich auch durch Selbstdisziplin selbst steuern.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Die wahre Ursache von mehr Fettleibigkeit<\/h4>\n<p align=\"left\">Schaut man sich Statistiken f&uuml;r Nahrungsmittelgruppen an, so wird man nirgends einen drastischen Anstieg am Verbrauch feststellen, es gibt Ver&auml;nderungen so sank der Fleischkonsum st&auml;ndig. Warum gibt es dann einen Anstieg an Fettleibigkeit? Tja auch hier helfen die Naturgesetze weiter. Der Mensch lagert Energie in Form von Fett ein wenn er mehr Energie in Form von Nahrung aufnimmt, als er an Energie f&uuml;r Bewegung und Aufrechterhaltung der K&ouml;rpertemperatur ben&ouml;tigt. Und hier hat sich eben viel ge&auml;ndert. Die Zahl der Personen, die schwer arbeiten, hat drastisch abgenommen, aber auch bei den anderen T&auml;tigkeiten gibt es Verschiebungen. Es gibt immer mehr Maschinen und Werkzeuge die Arbeit abnehmen. Die Zahl der Personen, die aktiv arbeiten hat abgenommen, die der die nur im B&uuml;ro sitzen zugenommen und selbst beim Weg zum Arbeit benutzen immer mehr das Auto anstatt mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel zu fahren bei denen es zumindest den Fu&szlig;weg bis zur Haltestelle gibt. Bei Kindern ist es noch extremer. Als ich jung war haben wir auf der Stra&szlig;e oder im Garten gespielt. Fernsehen gab es erst ab 17:00. Heute sitzen die Kinder vor der Spielkonsole oder chatten mit Video&uuml;bertagung. Sie bewegen sich viel weniger und so muss es nicht wundern wenn dann die Fettleibigkeit ansteigt. Daneben hat der Konsum von Fertiggerichten zugenommen. Das diese zucker- und fettreich sind ist kein Wunder. Die Zutaten sind billig und bringen Geschmack, mageres Fleisch oder Gem&uuml;se ist dagegen teuer und so wenig enthalten. Man kann die Politik aber nicht f&uuml;r die Folgen der eigenen Verzehrgewohnheiten und das man bei der Kindererziehung den einfachen konfliktarmen Weg geht verantwortlich machen oder wie die Eagles sagen: \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9yS7bzfZSVc\">Get over it!<\/a>\u201c<\/p>\n<h4 class=\"western\">Meine Meinung<\/h4>\n<p align=\"left\">Ich halte eine Zuckersteuer, weil sie sich in England bew&auml;hrt hat f&uuml;r durchaus sinnvoll. Aber man sollte weite gehen und Zucker allgemein besteuern. 100 Prozent auf den Preis drauf geschlagen und die Einnahmen sollten genutzt werden um die Krankenkassen zu entlasten und nicht im allgemeinen Haushalt landen. Heute kostete 1 kg Zucker im Laden 1,49 Euro, bei 34,8 kg\/Person und 83 Millionen Einwohner w&auml;ren das 4,3 Mrd. Euro reinkommen, bei 63 Mrd. Euro volkswirtschaftlichen Sch&auml;den durch Fettleibigkeit nur eine kleine Minderung der Kosten. Ich denke aber die Verteuerung bewirkt das Ersetzen von Zucker durch S&uuml;&szlig;stoff und das senkt dann den Zuckerkonsum insgesamt.<\/p>\n<p align=\"left\">Von dem Werbeverbot halte ich nichts. Kinder werden wohl nicht in den Laden st&uuml;rmen und etwas kaufen weil sie eine Werbung sehen. Problematischer ist die Aufmachung der Verpackungen mit Comicfiguren oder &auml;hnlichem die Kinder beim Einkauf sehen. Der Beitrag zeigte das ja auch auf. Ein Junge sagte, er nehme viermal pro Einkauf was aus dem Regal und seine Mutter legt es immer wieder zur&uuml;ck. Das macht sie vielleicht viermal und beim f&uuml;nften Mal nicht mehr. Mein Tipp an ALDI, Lidl &amp; Co: Ihr wollte doch das vor allem Erwachsene <b>bei euch<\/b> einkaufen denn die machen viel mehr Umsatz als Kinder. Wo meint ihr kaufen die lieber ein \u2013 in einem Laden wo S&uuml;&szlig;igkeiten und Fr&uuml;hst&uuml;ckzerealien in Kinderh&ouml;he in den Regalen einger&auml;umt sind und die Kindern dauernd was rausnehmen sodass die Eltern genervt es zur&uuml;cklegen m&uuml;ssen, oder in einem Laden in dem das nur in den oberen Regalen ist und in der unteren Ebene nur gesundes Zeugs? Klar man muss dann die Sortierung aufbrechen also in einem Regel gibt es eben oben und unten verschiedene Warengruppen, aber daran kann man sich gew&ouml;hnen. Ich wage zu prognostizieren: ihr habt dann mehr Kundschaft wenn die entspannender einkaufen kann.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Steuern auf echte Drogen<\/h4>\n<p align=\"left\">Wo man aber eine die volkswirtschaftlichen Kosten deckende Steuer einf&uuml;hren k&ouml;nnte, w&auml;ren Alkohol und Tabak. Das sind ja Drogen und man findet sie eben nicht wie Zucker als nat&uuml;rlicher Bestandteil der Nahrung und es gibt bei beiden Drogen keine Dosis die unsch&auml;dlich ist. Tabak verursacht wirtschaftliche Sch&auml;den in H&ouml;he von <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/panorama\/alkohol-und-tabak-verursachen-volkwirtschaftliche-kosten-2298673.html\">26,7 Milliarden Euro pro Jahr<\/a>, bei Tabak sind es <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/studie-raucher-kosten-jahrlich-80-milliarden-euro-5779771.html\">25,4 Milliarden Euro<\/a>. In der letzten Zahl sind die Sch&auml;den durch Arbeitsausfall etc. nicht mal ber&uuml;cksichtigt sondern nur die zus&auml;tzlichen Kosten f&uuml;r das Gesundheitssystem.<\/p>\n<p align=\"left\">Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 9,6 l reinen Alkohol pro Tag, und raucht <a href=\"https:\/\/www.dhs.de\/suechte\/tabak\/zahlen-daten-fakten\">791 Zigaretten,<\/a> also eben die Gesamtmenge des Verbrauchs in der BRD durch 83 Millionen Einwohner getrennt. Legt man die 26,7 Milliarden Euro Sch&auml;den durch Alkohol auf alle Einwohner um so m&uuml;sste man jeden Liter reinen Alkohol um 33,5 Euro verteuern. Bei den Kosten die Tabak f&uuml;r das Gesundheitssystem verursachen w&auml;ren es 38,7 ct pro Zigarette. Das ist erst mal abstrakt, ich habe das auf einige Konsumeinheiten umgerechnet:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"left\">Bier, 0,5 l Flache, 5 Prozent Alkohol: 84 ct pro Flasche<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\">Wein, 0,75 l Flasche, 11 Prozent Alkohol: 2,77 Euro pro Flasche<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\">Schnaps: 0,7 l Flasche, 45 Prozent Alkohol: 10,55 Euro pro Flasche<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"left\">Zigarettenpackung, 18 St&uuml;ck: 6,97 Euro<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"left\">Bei Alkoholika w&uuml;rde sich der Preis bei einfachen Qualit&auml;ten also verdoppeln, w&auml;hrend der Aufpreis f&uuml;r einen Qualit&auml;tswein oder einen lange gelagerten Whisky &uuml;berschaubar bleibt weil diese schon per se teurer sind. Zigaretten w&uuml;rden deutlich teurer als heute \u2013 heute entfallen auf eine Zigarette nur 17,8 ct Tabaksteuern. Diese Tabaksteuer, wie auch Steuern auf Alkohol (Wein- und Brandweinsteuer etc.) w&uuml;rden nat&uuml;rlich entfallen was den Aufpreis etwas mindert.<\/p>\n<p align=\"left\">Diese Steuereinnahmen w&uuml;rden dann nat&uuml;rlich ins Gesundheitssystem flie&szlig;en um die Kosten durch die entstandenen Sch&auml;den zu kompensieren. Als Folge w&uuml;rde der Beitrag f&uuml;r alle sinken. Bei den gesetzlichen Krankenkassen gab es E<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/73331\/umfrage\/einschaetzung-der-einnahmen-und-ausgaben-der-gkv\/\">innahmen 2022 in H&ouml;he von 265 Millairden Euro<\/a>, da sind diese rund 55 Milliarden Euro schon ein guter Teil davon, auch wenn das nur eine S&auml;ule ist, es gibt ja noch die privaten Krankenkassen. Also ich finde das ist ein guter Vorschlag: so zahlen die die das Gesundheitssystem belasten &uuml;ber Steuern das was sie an Kosten verursachen. Was meint ihr?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17086\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17086\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf meinen heutigen Blog kam ich durch ein Special der Heute Show. 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