{"id":17101,"date":"2023-09-26T16:47:17","date_gmt":"2023-09-26T14:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17101"},"modified":"2023-09-26T18:30:11","modified_gmt":"2023-09-26T16:30:11","slug":"von-der-r-1-zur-r-5-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/09\/26\/von-der-r-1-zur-r-5-teil-1\/","title":{"rendered":"Von der R-1 zur R-5: Teil 1"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17101\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17101\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Den folgenden artikel habe ich f&uuml;rs aktuelle Buch verfasst, weil er etwas lang f&uuml;r den Blog ist gibt es ihn hier in mehreren kleinen H&auml;ppchen. Sobald er komplett ist gelangt er auch auf die Webseite. In diesem Teil geht es nur um die A-4, doch da die R-1 eine sehr genaue Kopie des Aggregat 4 (V.2) ist eigentlich auch um die R-1. &Uuml;bermorgen folgt dann <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/09\/28\/von-der-r-1-zur-r-5-teil-2\/\">Teil 2 &uuml;ber die R-1 und R-2<\/a> und am 30. September dann <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/09\/30\/von-der-r-1-zur-r-5-teil-3\/\">Teil 3 &uuml;ber die R-3 und R-5.<\/a> Allen Raketen ist gemein, das sie auf der Technologie des Aggregats 4 basieren.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/01d31ce26d67441f8803a91fff9a433c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Dies ist ein kurzer Artikel &uuml;ber die Geschichte der fr&uuml;hen Raketen der Sowjetunion, die auf der A 4 (Aggregat 4) basierten. Nach dem Krieg waren die Alliierten auf der Suche nach deutschen Spezialisten f&uuml;r Milit&auml;rtechnik, die sowjetischen Wissenschaftler voraus war, wie D&uuml;sentriebwerke aber auch den Erbauern der A 4. Die USA konnten sich die wichtigsten Personen sichern, doch nicht alle. Helmut Gr&ouml;ttrup war der h&ouml;chstrangige Raketenwissenschaftler, der mit den Sowjets zusammenarbeitete.<\/p>\n<p>Als die Rote Armee am 1.7.1945 im Mittelbau Dora einmarschierte waren noch Bauteile f&uuml;r etwa 40 A 4 vorhanden, die nun zusammengebaut wurden. Den Gro&szlig;teil hatten die USA abtransportiert die zuerst das Gebiet besetzten. Gr&ouml;ttrup konnte rund 4.000 Mitarbeiter rekrutieren, welche die Konstruktionszeichnungen auf Basis der vorhandenen Bauteile neu erstellten. Im Juli 1946 versuchten der amerikanische und britische Geheimdienst Gr&ouml;ttrup anzuwerben, was aber vom russischen Geheimdienst NKWD aufgedeckt wurde. Schon am 13.5.1946 beschloss Russland die deutschen Spezialisten in die Sowjetunion zu &uuml;berf&uuml;hren. Diese Operation wurde nun beschleunigt und in einer Nacht- und Nebelaktion wurden am 22.10.1946 insgesamt 160 Ingenieure mit ihren Familien in die Sowjetunion verschleppt. Es folgten sp&auml;ter weitere.<\/p>\n<p>Russland hatte mit Helmut Gr&ouml;ttrup, dem Spezialisten f&uuml;r Aerodynamik, Werner Albring, dem Ingenieur f&uuml;r Steuerungs- und Messtechnik Heinrich Wilhelmi und dem Experten f&uuml;r Kreiselsysteme Kurt Magnus vor allem die Personen, die bei der A 4 f&uuml;r die Steuer- und Regelungstechnik verantwortlich waren, w&auml;hrend die USA die Experten f&uuml;r die Konstruktion und Triebwerksentwicklung zur Mitarbeit gewinnen konnten. Die USA hatten sicherlich mehr vom Spitzenpersonal gewonnen, dies glich die Sowjetunion durch Masse aus. In weitere Transporten d&uuml;rften die 160 zuerst deportieren, nicht nur ihren Hausstand nach Russland transferieren, sondern es wurden nach und nach immer mehr Personen verschleppt, genaue Zahlen gibt es nicht. Problematisch f&uuml;r die Zahlenerhebung ist auch, dass Russland nicht nur Raketenexperten verschleppte, sondern alle Personen, die in Bereichen arbeiteten, in denen Deutschland einen technologischen Vorsprung hatte. Es scheinen aber mindestens 302 Raketenspezialisten zu sein. Damit waren es dreimal so viele wie die USA aufnahmen. Es umfasste die deutsche Siedlung auf der Insel Gorodomlja (heute Siedlung Solnetschny) im Seligersee, ca. 380 km nordwestlich von Moskau, mehrere Tausend Personen (zusammen mit anderen Spezialisten z.B. f&uuml;r D&uuml;sentriebwerke, chemische Kampfstoffe, etc.). Gr&ouml;ttrup bekam sein eigenes Designb&uuml;ro mit 214 Angestellten.<\/p>\n<p>Die rekonstruierten Konstruktionspl&auml;ne wurden dann von russischen Spezialisten untersucht. Sergej Koroljow, der sp&auml;tere Vater des sowjetischen Weltraumprogramms kam in einem 1947 fertiggestellten Report &uuml;ber 13 B&auml;nde zu diesem Schluss, dass die A 4 in vielen Dingen konstruktiv unvollkommen und technisch unausgereift w&auml;re. Das betraf sowohl die Gesamtkonstruktion mit nichttragenden Treibstofftanks in einer tragenden Zelle, fest verbunden mit dem Gefechtskopf, wie auch die unn&ouml;tige Kompliziertheit vieler Bauteile, Systeme und Aggregate sowie die ungen&uuml;gende Zuverl&auml;ssigkeit des Lenksystems. Die A 4 sei nach Koroljows Ansicht zu komplex f&uuml;r eine Serienproduktion. Markige Worte f&uuml;r jemand dessen pers&ouml;nliche Beteiligung an dem Bau einer Rakete die GIRD-X mit 29,5 kg Startmasse war, also etwa 500-mal kleiner als eine A 4. Gelenkt wurde diese Rakete &uuml;berhaupt nicht.<\/p>\n<p>Valentin Gluschko, schon damals verantwortlich f&uuml;r ein OKB, das Raketentriebwerke f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke konstruierte, erkannte mehr von der Leistung an: \u201eDie Entwicklung der V-2 in den vierziger Jahren in Deutschland war eine gro&szlig;e technische Leistung des Raketenbaus \u2026 Das Konstruktionsprinzip der Rakete hatte jedoch keine Zukunft. Zwar konnte die Konstruktion etwas verbessert werden (Verbesserung der K&uuml;hlung, Erh&ouml;hung des Brennkammerdrucks, Verl&auml;ngerung der Schubd&uuml;se) doch den Schub und vor allem den spezifischen Impuls wesentlich zu erh&ouml;hen war nicht m&ouml;glich\u201c.<\/p>\n<p>De Fakto war die A 4 ein Prototyp und nat&uuml;rlich war der Prototyp noch unausgereift. Die Erbauer selbst wollten die Konstruktion wesentlich vereinfachen, um die Serienproduktion zu erleichtern. Zahlreiche Verbesserungen, die dann in den Triebwerken RD-101 und RD-103 eingesetzt wurden, waren schon in der Entwicklung. Dies wurde verhindert, weil nachdem Hitler einen Film &uuml;ber den ersten gelungenen Start einer A 4 sah, er sofort die &Uuml;berf&uuml;hrung in die Serienproduktion befahl, was zu einem \u201eDesign-Freeze\u201c f&uuml;hrte. Dass die Rakete unn&ouml;tig massiv war, war dem geschuldet, dass sie im zweiten Weltkrieg als Gefechtswaffe auf dem Feld eingesetzt wurde \u2013 bei feindlicher Luft&uuml;berlegenheit. Keine der russischen Nachfolger w&auml;re daf&uuml;r geeignet gewesen, daf&uuml;r war ihre Vorbereitungszeit viel zu lange. Was die Lenkungsgenauigkeit betrifft, so hatte Steinhof ein System ausgearbeitet das die Breitenstreuung (100%) von 18 auf 1 km dr&uuml;ckt, doch ohne Dringlichkeitsstufe war Telefunken nicht bereit es in die industrielle Fertigung zu &uuml;bernehmen und nach dem Design-Freeze kam es auch nicht mehr zum Einsatz.<\/p>\n<p>Das Triebwerk war auch ein Prototyp. Sp&auml;tere Triebwerke verzichteten auf Strahlruder, hatten eine aus R&ouml;hren geschwei&szlig;te Brennkammer und setzten energiereichere Treibstoffe ein. Aber immerhin konnte es im Schub von 257 auf 432 kN gesteigert werden \u2013 um fast 70 Prozent. Kein sp&auml;teres sowjetisches Triebwerk wurde in seiner Entwicklung so in der Leistung gesteigert.<\/p>\n<p>Obwohl Koroljow also so abf&auml;llig &uuml;ber die A 4 urteilte baute er sie mehrere Jahre lang nach, entwickelte die R-2, als wenig verbesserten A 4 Nachfolger und selbst die R-5 setzte noch die Treibstoffe und das Triebwerk der A 4 ein. Rund ein Jahrzehnt brauchte Koroljow, um nur die Reserven des A 4 Konzeptes auszuloten, das er so abf&auml;llig beurteilte.<\/p>\n<p>Die danach von Russland selbst entwickelten Triebwerke hatten dann sehr bald Probleme. Verbrennungsinstabilit&auml;ten f&uuml;hrten zu Explosionen. Als Folge beschr&auml;nkte Gluschkos OKB 456 den Schub neuer Triebwerke auf das Niveau des RD-103, rund 400 kN, sodass die R-7 zwanzig dieser Brennkammern, die R-16 und R-26 jeweils sechs dieser Brennkammern und selbst die kleinen Raketen R-12 und R-14 zwei Brennkammern ben&ouml;tigten. Es ist immer einfach zu sagen das etwas keine Zukunft hat, sehr viel schwieriger ist es zu beweisen das man etwas Besseres konstruieren kann.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Die A 4<\/h2>\n<p>Wenig ist &uuml;ber die ersten russischen Raketen bekannt. Bei der R-1 ist dies aber kein gro&szlig;es Problem, denn sie war ein Nachbau der A 4 und &uuml;ber die ist einiges mehr bekannt. Die Konstruktionspl&auml;ne wurden leicht angepasst, sodass russische Komponenten verwendet werden konnten. Im Folgenden beschreibe ich daher vorrangig die A 4 und gehe nur auf Unterscheide zur R-1 ein.<\/p>\n<p>Die A 4 wurde von Anfang an als Waffe konzipiert, als Ersatz f&uuml;r eine Fernartillerie. Das schl&auml;gt sich im Design nieder. Weiterhin war Wernher von Braun nicht so experimentierfreudig, hatte er bei den vorherigen Raketen A 1 bis A 2 (vor der A 4 sollte das verkleinerte Modell A 5 noch fliegen) eine L&ouml;sung gefunden, so verwandte er diese weiter. Das betrifft in erster Linie den Treibstoff. W&auml;hrend der Oxydator fl&uuml;ssiger Sauerstoff bis heute in Raketen eingesetzt wird, setzte die A 4 auf eine Alkohol Wasser-Mischung mit 75 Prozent Alkohol, 25 Prozent Wasser. Diese Mischung hat einen geringeren Energiegehalt als Kohlenwasserstoffe, wie das sp&auml;ter eingesetzte Kerosin, zum einen, weil der Alkohol schon teiloxidiert ist, zum anderen, weil das Wasser als nicht an der Reaktion teilnehmende Substanz dabei ist. Aber das reduziert die Verbrennungstemperatur und damit den K&uuml;hlaufwand und die L&ouml;sung nimmt mehr W&auml;rme auf, bis sie verdampft als reiner Alkohol oder Kerosin. Die Wahl entpuppte sich sp&auml;ter im Krieg als eine gute, denn abgeschnitten von Roh&ouml;llieferungen wurde das Benzin knapp, sodass man in Peenem&uuml;nde den Alkohol, den man aus der Destillation von verg&auml;rtem Kartoffeln gewan sogar f&uuml;r den Antrieb der Motorr&auml;der und Kraftfahrzeuge nutzte, nachdem das Benzin rationiert wurde.<\/p>\n<p>Die A 4 war, weil der Sprengkopf nicht abgetrennt wurde, sehr massiv gebaut, sprich das Verh&auml;ltnis von Startmasse zu Endmasse und damit die erreichbare Geschwindigkeit waren schlecht. Das lag an verschiedenen Faktoren. Zum einen waren die Tanks aus leichtem Aluminium in einer tragenden H&uuml;lle aus Edelstahl, wie im Flugzeugbau verst&auml;rkt mit Spanten und Stringern eingebettet. Das addierte Gewicht \u2013 als auch Aluminium knapp wurde, versuchte man tats&auml;chlich eine Zeitlang die Tanks durch gen&auml;hte und mit PVC beschichtete Textilien zu ersetzen, doch die N&auml;hte hielten dem Druck nicht stand. Edelstahl als Material f&uuml;r die H&uuml;lle war n&ouml;tig, weil diese sich beim Wiedereintritt auf bis zu 680 Grad Celsius aufheizte.<\/p>\n<p>Das meiste Leergewicht wurde aber durch das Heck addiert. Es gab vier Finnen, kleine Fl&uuml;gel am Ende. Auf ihnen ruhte die Rakete und sie stabilisierten mit Lenkrudern den Flug bis die A 4 alleine durch ihre hohe Geschwindigkeit stabil war. Dadurch konnte die A 4 aber auch von &uuml;berall aus starten, sie ben&ouml;tigte keine ebene Startplattform, da sie auf diesen Finnen wie auf Beinen ruhte. Ebenfalls ein wichtiger Punkt f&uuml;r eine im Feld eingesetzte Rakete. Praktisch wurden die Raketen von einer Waldlichtung aus gestartet und &uuml;ber ihnen die B&auml;ume zusammengebunden. Erst kurz vor dem Start wurden die Kronen freigegeben und die Rakete so sichtbar. So wurde keine A 4 beim Abschuss zerst&ouml;rt, auch wenn es zwei reklamierte Versuche daf&uuml;r gibt.<\/p>\n<p>Das Triebwerk bestand wie moderne Konstruktionen aus drei Komponenten: einem Gasgenerator, einer Treibstoffpumpe und einer Brennkammer. Die Treibstoffpumpe, aus Kreiselpumpen f&uuml;r die Feuerwehr, die seit 1935 in Deutschland im Einsatz waren, entwickelt wurde unterschied sich nicht sehr von modernen Konstruktionen. Unterschiede gibt es aber in der Brennkammer und dem Gasgenerator. Der Gasgenerator hat die Aufgabe hei&szlig;es Arbeitsgas zu erzeugen, das eine Turbine antriebt, deren Antriebswelle wiederum die Pumpe antreibt. Es wurden drei Methoden evaluiert: Die Verbrennung des Alkohols mit Sauerstoff im &Uuml;berschuss \u2013 der &Uuml;berschuss ist n&ouml;tig, um die Verbennungstemperaturen zu begrenzen, das Einspritzen von Wasser in die st&ouml;chiometrische Verbrennung von Alkohol und Sauerstoff (d.H. im optimalen Verh&auml;ltnis wodurch am meisten Energie freigesetzt wird) ebenfalls um die Verbrennungstemperaturen zu begrenzen und die Zersetzung von Wasserstoffperoxid. Wasserstoffperoxid ist ein Molek&uuml;l das unter innerer Spannung steht und leicht in Wasser und Sauerstoff zerf&auml;llt und dabei wird Energie frei. Verwendet wurde die letzte Methode, weil die beiden ersteren nach der Untersuchung eine komplexe Regelmechanik mit Ventilen erforderten. Als Nachteil der katalytischen Zersetzung von Wasserstoffperoxid (mit einer Kaliumpermanganatl&ouml;sung) hat man einen weiteren getrennten Treibstoffkreislauf mit eigenen Treibstoffen. Die zweite L&ouml;sung \u2013 die Einspritzung von Wasser in die Verbrennung brachte Karl Heinz Bringer 1942 zur Einsatzreife. Sie wurde sp&auml;ter in den franz&ouml;sischen Raketen Veronique, Diamant und der Ariane 1 bis 4 eingesetzt. Ab Mitte der F&uuml;nfziger Jahren verwendeten US-Raketen die Verbrennung einer der Komponenten im &Uuml;berschuss, russische Raketen setzten dagegen noch sehr lange auf die katalytische Zersetzung von Kaliumpermanganat.<\/p>\n<p>Ein Grundproblem bei der Entwicklung neuer Raketenbrennkammern ist, dass die Verbrennung absolut gleichm&auml;&szlig;ig erfolgen muss. Es darf keine lokalen &Uuml;bersch&uuml;sse an Alkohol oder Sauerstoff geben und die Verbrennung muss laminar erfolgen. Ist das nicht der Fall, so gibt es Verbrennungsinstabilit&auml;ten die zu starken Druckschwankungen im Triebwerk f&uuml;hren und diese Schwankungen schaukeln sich innerhalb kurzer Zeit so weit auf, dass ein Triebwerk explodieren kann. Bis in die sp&auml;ten Sechziger Jahren waren Verbrennungsinstabilit&auml;ten ein Problem, dass bei fast jeder neuen Trilateralentwicklung auftrat und nur durch langwierige Versuche mit vielen Ver&auml;nderungen am Einspritzsystem l&ouml;sbar waren.<\/p>\n<p>Bei der A 4 l&ouml;ste man das Problem, indem man oberhalb der eigentlichen Brennkammer 18 Vormischkammern anbrachte in denen sich Alkohol und Sauerstoff vermischen konnten, bevor sie in die Brennkammer eintraten. Das l&ouml;ste das Problem, machte das Triebwerk schwerer als n&ouml;tig. Die L&ouml;sung entstand, weil der verantwortliche Konstrukteur Dr. Thiel diese Mischd&uuml;senkonstruktion schon f&uuml;r ein Triebwerk mit 1,5 t Schub entwickelt hatte und sie dort funktionierte. Mit 18 dieser Mischkammern konnten so 25 t Schub erzeugt werden. Diese Variante genannt \u201eWarzenkopf\u201c war die Serienversion des Triebwerks, nachdem verschiedene Versuche mit einer Injektionsplatte bis 1942 nicht zum Durchbruch f&uuml;hrten und dann das Design eingefroren wurde. Bis Kriegsende war dieser monolithische Injektor aber einsatzbereit.<\/p>\n<p>Diese Konstruktion ist wahrscheinlich auch mit daf&uuml;r verantwortlich, dass die Brennkammer nicht die vom Gewicht her optimale Zylinderform hat, sondern birnenf&ouml;rmig ist, da die Mischk&ouml;pfe zueinander geneigt sind.<\/p>\n<p>Die Schubrichtung muss auch geregelt werden. Hier wurde auf Steuerruder und in der ersten Phase zus&auml;tzlich Luftruder an den Finnen gesetzt, vergleichbar dem Ruder eines Schiffes. Die Strahlruder ragen in den Abgasstrahl und wenn sie aus der Senkrechten gelenkt werden so wird ein Teil des Schubs abgelenkt und die Rakete neigt sich. Diese L&ouml;sung war schwer aber es war eben die einfachste L&ouml;sung. Sp&auml;tere sowjetische Raketen nutzten daf&uuml;r zus&auml;tzliche kleine Steuertriebwerke, die USA gingen sehr bald auf kardanisch schwenkbare Triebwerke &uuml;ber. Diese machen eine komplexe Hydraulik n&ouml;tig, auch weil das Triebwerk mit der Turbine und Pumpe schnell rotierende Teile beinhaltet, die sich einer Drehung aus der Rotationsachse widersetzen. Das war der Grund, warum diese L&ouml;sung nicht bei der A 4 gew&auml;hlt wurde.<\/p>\n<p>Die A 4 musste auch gelenkt werden. Hier wurde \u2013 vor allem um die Zielgenauigkeit zu verbessern, am meisten w&auml;hrend des Kriegs entwickelt. Die Standardlenkung funktionierte relativ einfach. Eine der Heckflossen war besonders gekennzeichnet. Die Rakete musste so aufgestellt werden, dass diese Flosse in einer Linie mit der Flugbahn zum dem Ziel lag. Dann wurde im Instrumententeil &uuml;ber das Drehen eines Einstellrades der Endwinkel eingestellt. Die A 4 startete senkrecht und neigte sich nach 4 Sekunden mit fester Rate bis zu diesem Endwinkel, bei maximaler Reichweite waren dies 46 Grad. Je niedriger der Winkel war, desto weiter flog sie. Der Brennschluss wurde durch einen Analogrechner \u2013 im Prinzip ein Integrator \u2013 ausgel&ouml;st, der die Werte des Beschleunigungsmessers addierte und bei Erreichen der vorgegebenen Endgeschwindigkeit das Triebwerk abschaltete.<\/p>\n<p>Die Treffgenauigkeit war nicht sehr gro&szlig;, in der Standardversion betrug die 50 % Abweichung (CEP) 4,5 km. So wurde fieberhaft daran gearbeitet, sie zu verbessern. Die Genauigkeit in dem Winkel konnte durch Funkleitung verbessert werden. Dazu gab es zwei Antennen die eine \u201eKeule\u201c abstrahlten und einen festen Winkel zueinander hatten. In der Mitte war die Intensit&auml;t des Leitstrahls, den die A 4 empfing von beiden Empf&auml;ngern (f&uuml;r linke und rechte Antenne, die bei unterschiedlichen Frequenzen sendeten) gleich gro&szlig;. Dieses Verfahren wurde schon f&uuml;r Flugzeuge angewandt, das Problem f&uuml;r die A 4 war, dass man f&uuml;r eine befriedigende Genauigkeit und Durchdringung des Flammenstrahls viel h&ouml;here Frequenzen ben&ouml;tigte und die Technologie daf&uuml;r erst entwickeln musste. Das erfolgte, ging wegen der fehlenden Dringlichkeit aber nie in die Serienfertigung.<\/p>\n<p>So wurde ein Standard-Luftwaffenleitstahlsystem eingesetzt, das aber nur in Ausnahmef&auml;llen bei dem operativen Einsatz verwendet wurde. Trotzdem war die A 4 selbst in der letzten Version, mit einer CEP von 1,8 km \u2013 in einem Kreis mit einem Radius von 1,8 km kamen 50 Prozent aller Raketen nieder &#8211; f&uuml;r eine Waffe relativ ungenau, selbst beim Transport einer Atombombe w&auml;re dies nicht tolerierbar gewesen.<\/p>\n<p>Viele der Einschr&auml;nkungen und Nachteile der A 4 waren ihrem Prototypcharakter geschuldet, sowie der Forderung, sie m&ouml;glichst schnell in die Fertigung zu &uuml;berf&uuml;hren. Das Heer wollte erm&ouml;glicht rasch eine Rakete. Das hei&szlig;t: ab 1936 begann die Planung f&uuml;r die A 4. Zuerst wurde als Zwischenschritt ein Motor mit 5 t Schub entwickelt. Ab 1940 waren auch Tests des A 4 Antriebs auf dem Pr&uuml;fstand VII in Peenem&uuml;nde m&ouml;glich, wo von 1936 bis 1940 rund 550 Millionen Reichsmark f&uuml;r ein gemeinsames Forschungszentrum der Luftwaffe (Peenem&uuml;nde-West) und dem Heer (Peenem&uuml;nde-Ost) investiert wurden. Mit dem Krieg wurde die Lage schlimmer. Der Rakete wurde im Fr&uuml;hjahr 1940 die h&ouml;chste Dringlichkeitsstufe entzogen, was bedeutete, dass zum einen das Personal jederzeit eingezogen werden konnte, zum anderen bei allen Verhandlungen mit Firmen alle Auftr&auml;ge erst angenommen wurden, wenn die Projekte mit h&ouml;chster Dringlichkeitsstufe erledigt waren. So hatte man ein verbessertes Leitstahlsystem entwickelt, das die 50%-Genauigkeit von rund 2 km bei Verwendung des Luftwaffen-Leitsystems auf 250 m dr&uuml;cken w&uuml;rden. Doch Telefunken als industrieller Partner war voll ausgelastet mit der Entwicklung von milit&auml;rischen Funkger&auml;ten f&uuml;r Wehrmacht und Luftwaffe. Als Hitler im Dezember 1942 einen Film &uuml;ber den ersten erfolgreichen Flug der A 4 vorgef&uuml;hrt beakm, schl&auml;gt seine Stimmung ins v&ouml;llige Gegenteil um. W&auml;hrend er bei seinem ersten Besuch im M&auml;rz 1939 nicht an das Projekt glaubt, soll nun die A 4 schnellst m&ouml;glichst in die Serienproduktion &uuml;berf&uuml;hrt werden. Sie bekommt nun die Einstufung in die h&ouml;chste Dringlichkeitsstufe, aber eben mit der Auflage das sie nun produziert wird. Das bedeutete aber auch, dass die A 4 die produziert wurden, noch Prototypen sind. Geplant war von den Konstrukteuren, dass sie nun sukzessive einfacher, aber auch leistungsf&auml;higer wird. Sie bezweifelten sogar, dass die Truppe mit einem solch komplexen Ger&auml;t &uuml;berhaupt zurechtkam, was sich aber nicht bewahrheitete. Damit war es relativ einfach, die A 4 nach dem Krieg in der Sowjetunion aber auch den USA zu verbessern und auf Basis ihrer Technologie Raketen zu bauen die doppelt so weit flogen. Man musste nur die Entwicklungen die es von 1942 bis 1945 gab und die nicht in die Serienproduktion einflossen, umsetzen.<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"100%\">\n<p class=\"western\">A 4<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">L&auml;nge:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">14,0236 m<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Maximaler Durchmesser:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">3,554 m (Flossen, L&auml;nge der flossen: 3,935 m)<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Durchmesser des zylindrischen Teils<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">1,651 m<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Startgewicht:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">12.700 \u2013 12.900 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Trockengewicht:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">4.000 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Nutzlastspitze:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">1.000 kg, 2,01 m L&auml;nge<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Ger&auml;teraum<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">480 kg, 1.41 m L&auml;nge<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Mittelteil (Tanks)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">742 kg, 6,215 m L&auml;nge<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Antriebsteil<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">931 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Heck:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">750 kg, 4,40 m L&auml;nge<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon sonstiges:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">105 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Treibstoff Alkohol:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">3.800 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Oxidator Sauerstoff:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">4.900 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Wasserstoffperoxid:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">175 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Kaliumpermanganat:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">13 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Treibstoffreste:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">210 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die A 4 wurde laufend verbessert. Der erste erfolgreiche Flug am 3.10.1952 f&uuml;hrte &uuml;ber eine Distanz von 200 km bei einer Leermasse von 5,5 t. Die Reichweite der Serienversion lag bei 300 km bei einer Leermasse von 4 t. Die letzten Exemplare hatten eine Reichweite von 420 km.<\/p>\n<p>Es gab zwei Ansatzpunkte f&uuml;r eine Verbesserung. Der einfachere Ansatz war es das Strukturgewicht zu senken. Es lag bei 4 t. Mit relativ einfachen Verbesserungen wie der Verkleinerung der Flossen, der Abtrennung des Sprengkopfs, sodass die Tanks selbsttragend waren wurde es besser. Daneben entpuppte sich das Triebwerk der A 4 als im Schub steigerbar, was die Mitf&uuml;hrung von mehr Treibstoff erm&ouml;glichte und da der Mittelteil mit den Tanks schon der Teil der Rakete mit dem geringsten Leergewicht war, verbesserte dies das Voll-\/Leergewicht deutlich.<\/p>\n<p>Das zweite war es den Alkohol durch einen Treibstoff mit h&ouml;herer Energie zu ersetzen. Entsprechende Forschungen gab es schon im dritten Reich. E wurde eigenes ein experimentelles Raketentriebwek ED-140 konstruiert, mit dem man verschiedenerlei Treibstoffkombinationen testen konnte. Mit ihm wurde der Treibstoff f&uuml;r die Flugabwehrrakete Wasserfall gefunden. Dieses Triebwerk gelangte in sowjetische H&auml;nde und wurde in der Folge intensiv genutzt, um neue Treibstoffkombinationen zu erproben.<\/p>\n<p>Das Triebwerk der A 4 war eine doppelwandige Konstruktion, durch die der Alkohol zirkulierte, zus&auml;tzlich gab es an einzelnen Stellen Schlitze, durch die er in die Brennkammer austreten konnte und diese durch Filmk&uuml;hlung sch&uuml;tzte. Nach Passieren der Doppelwand trat der Alkohol in die 18 Vorbrennkammern ein, in denen es insgesamt 2.160 Bohrungen f&uuml;r den Sauerstoff und 1.224 f&uuml;r den Alkohol gab. Das war enorm viel, heute haben selbst schubst&auml;rkere Triebwerke nur einige Hundert Mischd&uuml;sen, die aber komplexer aufgebaut sind. Das Triebwerk hatte folgende Kenndaten:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"100%\">\n<p class=\"western\">A 4 Triebwerksblock<\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">L&auml;nge:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">4,40 m<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Startgewicht:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">935 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Brennkammer:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">422 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Gasgenerator:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">73 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Turbopumpe:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">159 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Ger&uuml;st:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">56 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon Druckluft<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">75,5 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Davon W&auml;rmeaustauscher<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">6,7 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Eintrittsdruck:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">18,7 bar<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Brennkammerdruck:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">14,5 Bar<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Schub Meeresh&ouml;he:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">252,1 kN<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Schub Vakuum:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">270 kN<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Brennzeit:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">60 \u2013 63 s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Verbrennungstemperatur:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">2000 Grad Celsius<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Austrittsgeschwindigkeit der Gase (Meeresh&ouml;he\/Vakuum)<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">1887 \/ 2076 m\/s im Mittel 2000 m\/s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Durchsatz Alkohol:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">58 kg\/s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Durchsatz Sauerstoff:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">72 kg\/s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Durchsatz Wasserstoffperoxid:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">2,1 kg\/s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Durchsatz Kaliumpermanganat:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">0,2 kg\/s<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">Treibstoffreste:<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"50%\">\n<p class=\"western\">210 kg<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Triebwerk arbeitete mit relativ geringem Brennkammerdruck, zieht man Druckgas, das nicht nur f&uuml;r das Triebwerk ben&ouml;tigt wurde und das Ger&uuml;st ab, so wog es 852 kg bei einem Schub von 252 kN ist das ein Schub\/Gewichtsverh&auml;ltnis von 30, moderne Konstruktionen erreichen hier ein Verh&auml;ltnis von 80.<\/p>\n<h2 class=\"western\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17101\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17101\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 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Sobald er komplett ist gelangt er auch auf die Webseite. In diesem Teil geht es nur um die A-4, doch da die R-1 eine sehr genaue Kopie des Aggregat 4 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1270,5079],"class_list":["post-17101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-a-4","tag-r-1","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":360,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18515,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/30\/thor-agena-a-und-kh-1\/","url_meta":{"origin":17101,"position":0},"title":"Thor Agena A und KH-1","author":"Bernd Leitenberger","date":"30. 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