{"id":17208,"date":"2023-12-09T18:12:26","date_gmt":"2023-12-09T17:12:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17208"},"modified":"2023-12-09T18:12:26","modified_gmt":"2023-12-09T17:12:26","slug":"durchgerechnet-das-raptor-triebwerk-der-schub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/12\/09\/durchgerechnet-das-raptor-triebwerk-der-schub\/","title":{"rendered":"Durchgerechnet: Das Raptor Triebwerk \u2013 der Schub"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17208\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17208\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute in kurzer Folge ein weiterer Blog zu SpaceX Geheimtechnologie. Er ergab sich aus den Versuchen, meine Simulation mit den Daten des zweiten Testflugs in &Uuml;bereinstimmung zu bringen. W&auml;hrend die Leermassen relativ gut bekannt sind, gibt es sonst weitestgehend keine Daten. Es war ja noch nie so, dass SpaceX viele technische Basisdaten, von Details will ich gar nicht reden, ver&ouml;ffentlicht. Aber beim Starship ist die Situation noch wesentlich schlechter als bei der Falcon 9 oder Falcon Heavy.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/678da050c9324c97acfd8d4b3d61b92f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nSpeziell bei den Raptoren ist die Situation besonders schlimm. Es gibt zahllose Tweets von Elon Musk, eine Medienabteilung hat die Firma ja nicht und bei denen wei&szlig; man nicht, worauf sie sich beziehen \u2013 erreichte Werte oder Ziele? Werte f&uuml;r den Betrieb auf Meeresh&ouml;he oder im Vakuum? Eines kann ich aufl&ouml;sen \u2013 es sind meist die Vakuumwerte, da diese generell h&ouml;her sind und es geht bei Musk ja prim&auml;r darum anzugeben, nicht zu informieren.<!--more--><\/p>\n<p>Vor allem sind das nat&uuml;rlich keine verbindlichen Werte. Die einzigen verbindlichen Angaben sind die die SpaceX f&uuml;r Genehmigungen vorlegen muss. Ich zitiere aus einem <a href=\"https:\/\/www.faa.gov\/sites\/faa.gov\/files\/2022-06\/Final_PEA_Executive_Summary.pdf\">Dokument der FAA<\/a>:<\/p>\n<p>\u201eSuper Heavy is expected to be equipped with up to 37 Raptor engines, and Starship will employ up to six Raptor engines. The Raptor engine is powered by liquid oxygen (LOX) and liquid methane (LCH4) in a 3.6:1 mass ratio, respectively. Super Heavy is expected to hold up to 3,700 metric tons (MT) of propellant and Starship will hold up to 1,500 MT of propellant. Super Heavy, with all 37 engines, will have a maximum lift\u2010off thrust of 74 MN, allowing for a maximum lift\u2010off mass of approximately 5,000 MT. Starship, with six engines, will have a maximum lift\u2010off thrust of 12 MN, allowing for a maximum lift\u2010off mass of approximately 1,000 MT.\u201c<\/p>\n<p>Man sieht, das ist noch Zukunft, denn derzeit sind es 33 Triebwerke. Die Verl&auml;ngerung der Tanks ist beschlossen, aber derzeit fassen sie noch 3.400 und 1.200 t. Offen ist dann ob der Schub von 2.000 kN pro Triebwerk (Sealevel) f&uuml;r die endg&uuml;ltige Version der Raptors gilt, oder f&uuml;r die aktuelle Generation.<\/p>\n<p>Das leitet mich &uuml;ber zu den Generationen der Raptors. SpaceX hat zuerst ein Raptor 1 mit 250 kN Brennkammerdruck entwickelt. Dieses kommt nicht in den Fl&uuml;gen zum Einsatz, sondern dient dazu die Technologie zu entwickeln. Einige Daten des Raptor 1 die auch f&uuml;r das Raptor 2 gelten, findet man in einer Simulation von <a href=\"https:\/\/www.faa.gov\/sites\/faa.gov\/files\/space\/stakeholder_engagement\/spacex_starship\/Appendix_G_Exhaust_Plume_Calculations.pdf\">Sierra Engineering<\/a>.<\/p>\n<p>Die derzeitigen Raketen fliegen mit dem Raptor 2 mit 300 Bar Brennkammerdruck. Und es soll ein Raptor 2.5 oder 3 kommen, mit einem noch h&ouml;heren Brennkammerdruck, je nach Aussage 330 bis 350 Bar. In der Physik (es werden auch Ver&auml;nderungen im Aufbau reklamiert) &auml;ndert sich vor allem der Brennkammerdruck w&auml;hrend Treibstoffdurchsatz und die D&uuml;sen identisch bleiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich versuche soweit es geht, die aktuellsten Daten zu ber&uuml;cksichtigen, doch ich bin dankbar, wenn jemand neuere hat, ich folge schlie&szlig;lich Musk nicht und benutze prim&auml;r die Wikipedia als Referenz. Dann bitte mit Link in den Kommentaren posten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"western\">Schub, Schub, Schub<\/h4>\n<p>Ich will den Artikel nutzen, um Grundlagenwissen zu vermitteln. Eigentlich steht das ja alles schon in meiner <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/grundlagen-der-raumfahrt.shtml\">Grundlagensektion<\/a> auf der Website, aber die scheint weitestgehend unbekannt zu sein. Ich fange aber mit etwas ganz Einfachem an, dem Schub. Warum steigert SpaceX den Brennkammerdruck dauernd?<\/p>\n<p>Nun der Brennkammerdruck korrespondiert mit dem Schub. Der Schub kann (im Vakuum) berechnet werden durch die Formel: Stirnfl&auml;che der Brennkammer x Brennkammerdruck. Bei 300 Bar ist das ein Druck von 300 x 100.000 N\/m\u00b2. Multipliziert man dies nun mit der Stirnfl&auml;che, so erh&auml;lt man den Schub. Man ben&ouml;tigt so nur eine Fl&auml;che von 0,07 m\u00b2, um 2.100 kN Schub zu erzeugen (300 x 100.000 N\/m\u00b2 x 0,07 m\u00b2 = 2.100.000 N). Das ist nicht viel, eine Kreisfl&auml;che von 30 cm Durchmesser liefert bei diesem Druck diesen Schub.<\/p>\n<p>Nun g&auml;be es nat&uuml;rlich noch eine zweite L&ouml;sung, anstatt den Druck zu erh&ouml;hen \u2013 mehr Triebwerke. Schaut man sich das Heck der Superheavy an, so sieht man aber das Dilemma \u2013 da ist wenig Platz und das, obwohl SpaceX ja schon die Triebwerke mit dem h&ouml;chsten bisher erreichten Brennkammerdruck einsetzt. Die Triebwerke der Saturn V hatten nur 70 Bar Brennkammerdruck, die der N-1 150 Bar. Ist das nicht paradox?<\/p>\n<p>Nein ist es nicht. Es ist ein Problem der Raketenentwicklung. Ver&auml;ndere ich die Form einer Rakete nicht \u2013 die schlanke Form ergibt sich ja auch aus physikalischen Gr&uuml;nden \u2013 so kann man leicht folgendes feststellen: Vergr&ouml;&szlig;ere ich eine Rakete in allen Abmessungen um den Faktor 2, das hei&szlig;t der Durchmesser und die H&ouml;he steigen um den Faktor 2, so vergr&ouml;&szlig;ert sich das Volumen um den Faktor 8. Das meiste dieses Volumens machen die Tanks aus, da auch bei gro&szlig;en Raketen die Strukturfaktoren, also das Verh&auml;ltnis von Start- zu Leermasse sich kaum noch verbessert bedeutet das: eine Rakete die zweimal in allen Dimensionen gr&ouml;&szlig;er ist, wiegt achtmal so viel wie die Ausgangsrakete.<\/p>\n<p>Nun das Problem: Die Stirnfl&auml;che der ersten Stufe, also da wo ich die Triebwerke anbringen kann, wird nur um den Faktor 4 gr&ouml;&szlig;er. Das hei&szlig;t, jedes der Triebwerke muss doppelt so schubstark werden und das geht eben nur durch einen h&ouml;heren Brennkammerdruck. Bei der Saturn V w&auml;ren die Triebwerke bei dem viel geringen Brennkammerdruck gar nicht vollst&auml;ndig unter die Rakete gegangen. Man lies die D&uuml;sen &uuml;ber den Rand hin ausstehen da ging es. Und bei der N-1 hat man die Rakete spitzkegelig gebaut, sodass die erste Stufe am Triebwerksbereich &uuml;ber 15 m Durchmesser hatte, bei der Saturn V die etwas schwerer war waren es nur 10 m. Die Superheavy ist nochmals schwerer, hat mit 9 m aber einen noch geringeren Durchmesser, so geht es nur durch die Kombination von vielen Triebwerken mit hohem Brennkammerdruck. Die &auml;u&szlig;eren 20 Triebwerke sind nicht mal schwenkbar, weil der Platz fehlt.<\/p>\n<p>Speziell beim Starship gibt es noch ein zweites Problem, das resultiert aus dem Missionsdesign. Das ist vergleichbar dem einer Falcon 9, die eine Landlandung durchf&uuml;hrt. Ich habe das schon bei der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/11\/24\/zweite-nachlese-zum-teststart\/\">Nachlese zum Teststart diskutiert<\/a>. F&uuml;r eine Landlandung muss die untere Stufe SuperHeavy die ostw&auml;rts gerichtete Bewegung zuerst neutralisieren und dann in eine westw&auml;rts gerichtete Bewegung umwandeln. Das erfordert viel Treibstoff \u2013 stimmt die Prozentanzeige im Video beim zweiten <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/11\/19\/nachlese-zum-zweiten-teststart-des-spassships\/\">Teststart<\/a> so hatte die Superheavy bei Stufentrennung noch 380 t Treibstoff an Bord \u2013 bei einem Leergewicht von maximal 200 t. Weiterhin muss die Stufentrennung bei m&ouml;glichst geringer Geschwindigkeit stattfinden. Je h&ouml;her sie ist, desto mehr Treibstoff wird f&uuml;r die Umkehrung der Bewegung ben&ouml;tigt. Daher ist das Starship auch so gro&szlig; \u2013 Es wiegt ein Drittel der Super Heavy, bei der Falcon 9 wiegt die Oberstufe nur ein Viertel der ersten Stufe und eine nicht wiederverwendbare Stufe w&auml;re noch leichter (bei der Zenit als &auml;hnliches System wie die Falcon 9 wiegt die zweite Stufe z.B. ein F&uuml;nftel).<\/p>\n<p>Das hat zwei negative Folgen. Als Erstes hat das Starship so hohe Gravitationsverluste. Sie resultieren im Allgemeinen dadurch, dass die Erdgravitation dauernd an der Rakete zieht. Eine Rakete die anfangs mit 1,5 g startet, beschleunigt so effektiv nur um 0,5 g. Die ersten Stufen anderer Raketen erreichen deswegen Spitzenbeschleunigungen von 5 bis 6 g, dann macht zu diesem Zeitpunkt der Abzug durch die Erdgravitation nur noch ein F&uuml;nftel bis ein Sechstel der Gesamtbeschleunigung aus. Doch durch den Resttreibstoff und die fr&uuml;he Stufentrennung erreicht die Superheavy nur eine Spitzenbeschleunigung von (gesch&auml;tzt) 3,6 g. So hat das Gespann hohe Gravitationsverluste auch weil das Starship anfangs mit weniger als 1 g beschleunigt. Insgesamt braucht die Kombination fast genauso lange um einen Orbit zu erreichen wie eine Ariane 5 mit ihren bekannt hohen Gravitationsverlusten.<\/p>\n<p>Die zweite Folge ist eine relativ hohe Leermasse des Starship, da die Stufe relativ gro&szlig; ist wiegt sie auch viel. Sie macht schon bei einem LEO die H&auml;lfte der Gesamtmasse aus, bei der Falcon 9 macht die zweite Stufe weniger als ein Viertel aus. So kommt SpaceX f&uuml;r h&ouml;here Orbits nicht ohne Betankung aus. Das Starship ist in der Masseblianz der kritische Teil, denn beim zweiten Teststart fand die Stufentrennung bei 5.700 km\/h statt, f&uuml;r einen Orbit ben&ouml;tigt das Starshp rund 28.000 km\/h. So muss diese Stufe den L&ouml;wenanteil aufbringen. Das ist deutlich schlechter als bei der Falcon 9, wo die Stufentrennung bei 8.100 km\/h stattfindet.<\/p>\n<p>F&uuml;r diese Analyse muss man &uuml;brigens kein Experte sein, man muss nur die beiden Teststarts vergleichen. Beim zweiten Teststart fand die Stufentrennung bei einer Geschwindigkeit von 5.700 km\/h statt. Beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-1-testflug.shtml\">ersten Teststart<\/a> errichte die Rakete nur maximal 2.000 km\/h. Das herabsinken der Geschwindigkeit auf ein Drittel war die Folge von sechs von 33 Triebwerken, die ausfielen.<\/p>\n<p>So ist verst&auml;ndlich das SpaceX st&auml;ndig daran arbeitet den Schub zu steigern. Auf der anderen Seite finden wir den Hinweis, dass schon im November 2022, also vor einem Jahr, mehr als ein Raptor Triebwerk pro Tag als Vorrat f&uuml;r Starts produziert werden. Das macht eigentlich nur Sinn bei einem Triebwerk, bei dem sich nichts mehr &auml;ndert. Das Testprogramm sollte abgeschlossen sein. Ergeben sich sonst &Auml;nderungen, so muss man die schon gefertigten Triebwerke wegschmei&szlig;en. Produziert wird es seit dem 18.12.2021, schon im Februar 2022 sollen f&uuml;nf Triebwerke pro Woche <a href=\"https:\/\/www.nasaspaceflight.com\/2022\/02\/starships-self-sustaining-city-mars\/\">produziert werden<\/a>, das hei&szlig;t in den zwei Jahren seit Produktionsbeginn sollten bei durchschnittlich (mindestens) 6 Triebwerken pro Woche es inzwischen 624 Triebwerke geben, gen&uuml;gend f&uuml;r 16 Starts bei denen sie Totalverluste sind.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Meldungen von Musk das man einen neuen Rekord im Schub erreicht habe. Ich pers&ouml;nlich vermute, dass es bei den 33 Triebwerken bleibt und sukzessive eben die derzeitigen durch neue ersetzt werden. Eine kleine Rechnung ergibt, dass das Starship das bei ITF 2 flog durch 10 Prozent mehr Schub (das entspricht 330 Bar, die schon in Tests erreicht wurden) rund 14 t mehr Nutzlast transportieren kann.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Die Physik<\/h4>\n<p>Die Physik der Schubberechnung ist relativ einfach. Kennt man den Brennkammerdruck, den Durchmesser der D&uuml;se am Ausgang und das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis, so kann man den Schub berechnen. Genauer gesagt den Schub im Vakuum. Beim Betrieb unter Umgebungsdruck, also beim Start bis in eine H&ouml;he wo der Umgebungsdruck vernachl&auml;ssigbar ist, ist es komplexer, da dieser nat&uuml;rlich die freie Expansion verhindert, sobald die D&uuml;se passiert wird. Aus dem Grund kann eine D&uuml;se bei Triebwerken, die schon beim Start gez&uuml;ndet werden, nicht beliebig gro&szlig; sein. Der Druck an der D&uuml;senm&uuml;ndung kann etwas unter 1 Bar liegen (0,4 Bar gelten meist als Mindestkriterium) aber nicht beliebig niedrig, sonst gibt es in der D&uuml;se turbulente Str&ouml;mungen die Performance kosten aber auch das Triebwerk besch&auml;digen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Beim Raptor kann man die D&uuml;sen relativ einfach ausmessen, wenn Menschen im Bild sind, das ist aber nicht n&ouml;tig. Die Daten des Raptor 1 sind bekannt:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr valign=\"top\">\n<th width=\"50%\">Parameter<\/th>\n<th width=\"50%\">Wert<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">Brennkammerdruck:<\/td>\n<td width=\"50%\">250 bar<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">D&uuml;sendurchmesser:<\/td>\n<td width=\"50%\">1,3 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td width=\"50%\">Fl&auml;chenverh&auml;ltnis<\/td>\n<td width=\"50%\">34,34<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis gibt wie die Bezeichnung schon verr&auml;t, das Verh&auml;ltnis zwischen der Kreisfl&auml;che der D&uuml;senm&uuml;ndung und dem D&uuml;senenghals an. So kann man zuerst die l&auml;che am D&uuml;senenghals errechnen:<\/p>\n<p>F = (1,3 m\/2)\u00b2 * <span style=\"font-family: Georgia, serif;\">\u03c0 \/ 34,34<\/span><\/p>\n<p>F = 0,03865 m\u00b2<\/p>\n<p>Multipliziert man dies nun mit dem Druck, so erh&auml;lt man den Schub:<\/p>\n<p>S = 0,03865 m\u00b2 * 300 * 100.000 N\/m\u00b2<\/p>\n<p>S = ~ 1.160 kN<\/p>\n<p>Das sind deutlich weniger als die 2.000 kN die Reklamiert werden. Das liegt daran, dass sich das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis auf den D&uuml;senenghals bezieht und nicht die Brennkammer. Da die Form einer D&uuml;se aber physikalischen Gesetzen folgt, ist das Verh&auml;ltnis zwischen Enghals und Brennkammerdurchmesser relativ konstant. Es ein Optimum bei dem Faktor 1,7 bis 1,8, wo genau h&auml;ngt von den genauen Bedingungen ab. CEA2 nennt f&uuml;r 300 Bar 1,7295 als optimalen Faktor, das w&auml;ren dann 2.006 kN Schub.<\/p>\n<p>Nun reklamiert Musk aber mehr Schub, 230 t das sind 2.256 kN, inzwischen hat zumindest f&uuml;r kurze Zeit ein Triebwerk 350 Bar <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1657249739925258240\">erreicht<\/a>, das entspricht 269 t (2638 kN) Schub. Wie kommt das zustande? Nun eine Erl&auml;uterung Musk bei einer Guided Tour des Everyday Astronauts <a href=\"https:\/\/everydayastronaut.com\/spacex-raptor-engine-comparison\/\">erkl&auml;rt es<\/a>: sie haben den D&uuml;senhals aufgeweitet. So ist der Fluss nat&uuml;rlich h&ouml;her. Man sieht es auch daran, dass das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis des Raptors mit der gro&szlig;en Vakuumd&uuml;sen von 115 beim Raptor 2 auf 80 bis 90 beim Raptor 3 nach den Erl&auml;uterungen gesunken ist. W&uuml;rde das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis nur von 115 auf 102 sinken, so reicht das schon aus.<\/p>\n<p>Soviel f&uuml;r heute, morgen geht es um den zweiten Teil, etwas komplexer in der Physik, der spezifische Impuls.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17208\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17208\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute in kurzer Folge ein weiterer Blog zu SpaceX Geheimtechnologie. 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