{"id":17243,"date":"2024-01-05T18:49:48","date_gmt":"2024-01-05T17:49:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17243"},"modified":"2024-01-05T18:49:48","modified_gmt":"2024-01-05T17:49:48","slug":"der-hanf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/01\/05\/der-hanf\/","title":{"rendered":"Der Hanf"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17243\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17243\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Inzwischen haben wir ja einen <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/fileadmin\/Dateien\/3_Downloads\/C\/Cannabis\/Gesetzentwurf_Cannabis_Kabinett.pdf\">Gesetzesentwurf zur Cannabislegalisierung<\/a>. Der scheint irgendwie nicht so weit vorw&auml;rtszukommen, denn seit letztem Mai hat er es nicht ins Parlament geschafft, w&auml;hrend andere Schnellsch&uuml;sse der Regierung, wie das Heizungsgesetz da deutlich schneller waren, wenngleich wie sich ja zeigte das kein Kriterium f&uuml;r die Qualit&auml;t war. Der Entwurf wird von den meisten kritisiert, weil es keine Regelung ist, wie in anderen Staaten, also man geht einfach in einen Laden und kauft dort Marihuana. Das geht wohl wegen dem EU-Recht nicht, daher dieses Konstrukt der \u201eCannabis-clubs\u201c in denen man sich organisiert und gemeinsam anbaut bzw. diese Cannabis an ihre Mitgleiter (wahrscheinlich auch nicht f&uuml;r umsonst) abgeben.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/28cb0f00a275483eba72c30dacf45958\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nF&uuml;r den einen oder anderen ist aber ein anderer Aspekt in dem Gesetzentwurf relevant, n&auml;mlich dass man legal drei weibliche Cannabispflanzen anbauen kann, ebenso sollen diese \u201eCannabis-Clubs\u201c pro Person und Monat bis zu f&uuml;nf Stecklinge und sieben Hanfsamen abgeben k&ouml;nnen. Das bedeutet, man kann selbst Hanf anbauen. Warum sollte man dies tun? Nun ganz einfach: die Erfahrungen in anderen L&auml;ndern zeigen, dass die Legalisierung nicht zur Senkung der Preise f&uuml;hrten. Im Gegenteil, es wurde oft noch teurer. Wer Cannabis heute auf dem Schwarzmarkt kauft, zahlt 8 bis 10 Euro pro Gramm, wer es \u2013 auf Rezept, da verschreibungspflichtig, heute in einer Apotheke erwirbt, zahlt 13,50 Euro pro Gramm. Ein Hersteller, der Cannabis unter Kunstlicht und h&ouml;chsten Sicherheitsvorkehrungen anbaut, bekommt nach einem Interview das ich sah gerade mal 2,30 Euro pro Gramm und macht trotz der durch den Aufwand verursachten enormen Kosten noch Profit. Das hei&szlig;t, wer selber anbaut, spart viel Geld \u2013 im ersten Jahr, wenn das Equipment angeschafft werden muss, etwa 90 Prozent des Schwarzmarktpreises und wenn man dann selbst vermehrt, im zweiten Jahr 95 Prozent. Das sollte doch Anreiz genug sein, den Anbau selbst zu probieren.<!--more--><\/p>\n<p>Nun ist das Gesetz noch nicht in Kraft und ich will mich nicht in die Nesseln setzen, daher in diesem ersten Teil ein sehr allgemeiner Aufsatz, der sich nur mit der Hanfpflanze besch&auml;ftigt und mit Informationen die ihr auch bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hanf#Anbau\">Wikipedia<\/a> herausbekommt. Es geht darum, was man &uuml;ber den Hanf wissen muss, wenn man Cannabis gewinnen m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Das wichtigste Merkmal des Hanfes, das ihn auch von vielen anderen Pflanzen unterscheidet, ist dass er zweih&auml;usig ist. Die meisten Pflanzen sind einh&auml;usig. Unter dem sperrigen Begriff verbirgt sich die einfache Tatsache, dass es bei Hanf Pflanzen mit zwei Geschlechtern gibt. In Anlehnung an den Sprachgebrauch bei Tieren spricht man von weiblichen und m&auml;nnlichen Pflanzen oder einfach Weibchen und M&auml;nnchen. Die m&auml;nnlichen Pflanzen bringen bei der Bl&uuml;te nur Pollens&auml;cke hervor, die weiblichen nur Bl&uuml;ten mit der Nabe, die dann von den Pollen best&auml;ubt werden. Samen bringen nur die weiblichen Pflanzen hervor.<\/p>\n<p>Das ist f&uuml;r den Cannabisanbau sehr wichtig, denn was als Marihuana verkauft wird, sind die weiblichen Bl&uuml;ten. Die Cannaboide wie die beiden bekanntesten Substanzen THC (<b>Tetrahydrocannabinol<\/b>) und CBD (<b>Cannabidiol<\/b>) werden nur in Dr&uuml;senhaaren gebildet, die neben den weiblichen Bl&uuml;ten gebildet werden. Bei der Ernte werden die umgebenden Bl&auml;tter m&ouml;glichst gut entfernt und der Bl&uuml;tenstand als <b>Marihuana<\/b> verkauft. Alternativ kann man auch das Harz, in denen die Cannaboide gel&ouml;st sind, extrahieren, dann erh&auml;lt man <b>Haschisch<\/b>, das r&ouml;tlich bis schwarz gef&auml;rbt ist (\u201er&ouml;tlicher Libanese\u201c oder \u201eschwarzer Afghane\u201c). Meist gewinnt man Haschisch aber aus dem Abfall, der bei der Bl&uuml;tengewinnung anf&auml;llt, da die Cannaboide \u2013 wenngleich in geringerer Konzentration \u2013 auch im Rest der Pflanze zu finden sind.<\/p>\n<p>Wenn man Hanf f&uuml;r die Cannabisgewinnung anbaut, sollte man darauf achten, dass es keine m&auml;nnlichen Pflanzen gibt, denn die weibliche Hanfpflanze bildet nur solange Bl&uuml;ten, bis sie best&auml;ubt wird, dann stellt sie das ein und bildet Samen.<\/p>\n<p>Wie kommt man nun zu rein weiblichen Pflanzen? Eine einfache Methode, im kommerziellen Anbau vorherrschend, ist dass man Stecklinge einer weiblichen Pflanze nimmt. Die vegetative Vermehrung hat den Vorteil, dass die Pflanzen genetisch identisch mit der Mutterpflanze sind, das bedeutet auch das der Gehalt an Cannaboiden und der Ertrag vergleichbar sein sollten. Bei Samen ist es komplizierter. Im kommerziellen Anbau will man keine m&auml;nnlichen Pflanzen haben. Dazu setzt man Hanfpflanzen mit chemischen Substanzen unter Stress. Dieser Stress f&uuml;hrt dazu, dass die Pflanzen auf ein \u201e&Uuml;berlebensprogramm der Art\u201c umschalten. Die Pflanzen werden zu Hermaphroditen, bilden weibliche und m&auml;nnliche Geschlechtsorgane aus. Der Pollen dieser Pflanzen wird, wenn man damit andere weibliche Pflanzen best&auml;ubt, nur weibliche Pflanzen hervorbringen. Das ist aus Sicht der Arterhaltung logisch, denn nur weibliche Pflanzen bringen Samen hervor und so wird die Art erhalten.<\/p>\n<p>Wer Samen im Internet kauft wird diese Samen als \u201efeminisierte\u201c Samen finden. Die \u201enormalen\u201c Samen also Samen, die in etwa zur H&auml;lfte m&auml;nnliche und weibliche Pflanzen hervorbringen sind dann \u201eregul&auml;re\u201c Samen. Gegen&uuml;ber der Stecklinksvermehrung ist so nicht so sicher das die Genetik identisch zur Mutterpflanze ist, weil es immer noch eine Befruchtung und damit eine Durchmischung des Erbguts zweier Pflanzen kommt \u2013 selbst wenn beide aus derselben Mutterpflanze stammen, so wird normalerweise nur ein Teil des Erbgutes abgelesen und bei der Durchmischung kann es da Unterschiede geben. Die Samen haben den Vorteil, dass man sie anders als Stecklinge problemlos per Post verschicken kann, denn schon heute bekommt man so <a href=\"https:\/\/herbiesheadshop.com\/de?utm_source=bernd-leitenberger&amp;utm_medium=people&amp;utm_campaign=bernd-leitenberger_partner&amp;a_aid=bernd-leitenberger&amp;a_cid=d4a9f156\">Hanfsamen<\/a> aus Holland, Spanien oder anderen L&auml;ndern, in denen der Vertrieb von Samen legal ist \u2013 bei uns &uuml;brigens, bis das neue Gesetz kommt, ist dies illegal.<\/p>\n<p>Die zweite wichtige Tatsache, die man &uuml;ber Hanf wissen muss, ist das es eine einj&auml;hrige Pflanze. Eine Hanfpflanze w&auml;chst, bl&uuml;ht und stirbt dann ab, egal ob sie Samen bildete oder nicht. Man kann also nicht eine Pflanze mehrere Jahre lang als Cannabisquelle nutzen, sondern muss f&uuml;r jeden Anbau Samen erwerben oder selbst z&uuml;chten oder Stecklinge verwenden. Bei Stecklingen wird die Uhr zur&uuml;ckgedreht, aber auch nur dann, wenn die Stecklinge von einer nicht zu alten Pflanze gewonnen wurden: bl&uuml;ht die Pflanze schon, so werden auch die Stecklinge nicht alt.<\/p>\n<p>Sch&ouml;n w&auml;re es jetzt wenn man Hanf ganzj&auml;hrig anbauen k&ouml;nnte. Das geht aber nur unter Kunstlicht und wenn man diesen Weg geht, wie bisher im illegalen Anbau in sogenannten Grow-Boxen aber auch kommerziellen Anbau in Hallen, dann geht viel Geld f&uuml;r den Strom drauf, der das Licht ersetzt. Alle folgenden Ausf&uuml;hrungen von mir beziehen sich daher auf den Anbau unter nat&uuml;rlichem Licht.<\/p>\n<p>Warum aber geht der Anbau nicht im Winter? Mit den Zimmerpflanzen klappt das ja auch? Die Bl&uuml;te ist gekoppelt an die Tagesl&auml;nge. Hanf bl&uuml;ht, sobald der Tag weniger als 13 Stunden lang ist, das ist bei uns in der Regel von Mitte September bis Ende September der Fall. Jede Sorte hat dann eine gewisse Bl&uuml;hdauer, meist zwischen maximal sechs und acht Wochen, das hei&szlig;t sp&auml;testens Mitte bis Ende November ist Schluss mit dem Cannabisanbau. Bedenkt man, dass Wetter bei uns kalt ist, meist noch fr&uuml;her, sofern man die Pflanzen nicht im Zimmer aufzieht. Es gibt aber noch eine zweite Grenze. Erfahrungsgem&auml;&szlig; bl&uuml;ht Hanf auch nach sechs bis sieben Monaten, selbst wenn es dann noch Sommer ist. Das hei&szlig;t man kann nicht Hanf im Dezember bis Februar auf der Fensterbank schon mal zu mittelgro&szlig;en Pflanzen ziehen, die dann w&auml;hrend des Sommers erheblich gr&ouml;&szlig;er (und damit ertragreicher) werden, als wenn man sp&auml;ter auss&auml;t. Denn dann bl&uuml;ht er eben schon im Juli und ist noch nicht so gro&szlig;. Im Sommer, so Juli bis September kann Hanf wirklich enorm schnell wachsen, unter idealen Verh&auml;ltnissen kann Hanf in einem Jahr bis zu 5 m H&ouml;he erreichen, realistischer ist aber bei Aussaat im Freiland eher 3 m Maximalh&ouml;he. In einem Blumenk&uuml;bel, der den Vorteil hat, dass man ihn im Herbst, wenn die Bl&uuml;te ansteht aber es nachts doch auch schon sehr kalt werden kann (bei Minustemperaturen sterben die Pflanzen ab) sind 2 bis 2,50 m H&ouml;he das Maximum.<\/p>\n<p>Im kommerziellen Anbau werden die Pflanzen in kleinen K&uuml;beln gehalten und lange nicht so hoch, meist nur 1 m. Das liegt daran, das jede Hanfpflanze einen Haupttrieb am Stamm hat, der bringt in der Spitze die meisten Bl&uuml;ten hervor. Nur diese Spitze wird im kommerziellen Anbau verwendet (und der Rest dann noch f&uuml;r die Haschsichgewinnung, daf&uuml;r wird das Harz mit einem lipophilen L&ouml;sungsmittel herausgel&ouml;st). Wer selbst anbaut und Zeit hat (die Ernte ist wegen des heraus schneidens jeder einzelnen Bl&uuml;te und dem Entfernen der Bl&auml;tter sehr zeitraubend und kaum durch Maschinen erleichterbar) wird aber alle Seitenzweige nehmen und diese enthalten in jeder spitze weitere Bl&uuml;ten und alle davon abgehenden Zweige ebenfalls Bl&uuml;ten, die aber immer kleiner werden.<\/p>\n<p>Da der Anbau bei uns unter Kunstlicht erfolgt, gibt es noch sogenannte \u201eAutoflowering\u201c Sorten. Diese bl&uuml;hen nach einer bestimmten Zeit unabh&auml;ngig von den Lichtverh&auml;ltnissen. Daf&uuml;r bleiben die Pflanzen relativ klein, was sowohl im Hallenanbau wie in einer Growbox von Vorteil ist.<\/p>\n<p>Hat der Hanf genug Platz, so wird er eine dreieckige Form entwickeln, also unten breit, nach oben spitz zulaufen, in der Form und Gr&ouml;&szlig;e in etwa mit einem Weihnachtsbaum vergleichbar. F&uuml;r die Fasergewinnung wird Hanf sehr eng gepflanzt, dann bildet er diese Wuchsform nicht aus, &auml;hnlich wie Fichten und Tannen, wenn sie in einem Wirtschaftswald stehen nicht dreieckig sind, sondern schmale St&auml;mme. Da der Hauptstamm die st&auml;rksten und l&auml;ngsten Fasern bildet, ist dies sinnvoll. Hanffasern wurden, bis die Pflanze verteufelt wurde, bei uns f&uuml;r Seile oder K&ouml;rbe verwendet, weil sie hochbelastbar sind. Heute werden sie als D&auml;mmmaterial eingesetzt. F&uuml;r Kleidung sind sie aber zu grob.<\/p>\n<p>Das sch&ouml;ne f&uuml;r den Hanfanbauer: es ist eine sehr robuste Pflanze. Schon die Anzucht ist einfach, weil die Samen relativ gro&szlig; sind und das erleichtert die Aufzucht sehr, denn man m&ouml;chte ja eine Pflanze pro Topf haben. Daneben bringen gro&szlig;e Samen auch gro&szlig;e Pflanzen hervor wenn sie keimen, diese sind dann nicht so empfindlich in den ersten Wochen wie aus feinen Samen gezogene Pflanzen. Als bester Aussattermin werden die Monate April und Mai genannt.<\/p>\n<p>Hanf braucht keinen besonderen Boden, auch wenn im kommerziellen Anbau sowohl Substrat wie D&uuml;ngung optimiert werden. Wer Hanf in Blumenerde aufzieht oder im Garten, und ab und zu d&uuml;ngt, der wird zwar Bl&uuml;ten mit geringerem THC-Gehalt erhalten, aber daf&uuml;r liefert die gro&szlig;e Pflanze viel mehr davon. 50 Gramm Ertrag pro Pflanze sind bei einer K&uuml;belpflanze normal, bei einer Gartenpflanze k&ouml;nnen es noch mehr sein. Das entspricht bei den derzeitigen Schwarzmarktpreisen rund 400 bis 500 Euro Marihuana pro Pflanze.<\/p>\n<p>Im Garten hat man auch keine Probleme mit dem Gie&szlig;en, denn Hanf bildet sehr tiefe Wurzeln aus, in einem K&uuml;bel kann aber eine gro&szlig;e Hanfpflanze wirklich viel Wasser brauchen, sodass man bei hie&szlig;en Tagen bis zu dreimal am Tag gie&szlig;en muss. Sch&auml;dlinge gibt es wie bei anderen Pflanzen auch. Hanf kann Schimmel bekommen, wenn es l&auml;ngere Zeit feucht ist \u2013 K&uuml;belpflanzen kann man dann unterstellen, ein weiterer Vorteil dieser Anbauform und es gibt die &uuml;blichen Insekten als Sch&auml;dlinge \u2013 Blattl&auml;use, Wanzen und Spinnmilben sind die h&auml;ufigsten Insekten, die ihn befallen. Vergleichen mit mancher Zierpflanze ist der Befall aber selten.<\/p>\n<p>Ansonsten l&auml;uft alles wie bei normalen Pflanzen, sagen wir mal K&uuml;chenkr&auml;utern ,die man auch sonst anbaut \u2013 man zieht eine Pflanze in einem Topf auf, pflanzt den dann im Garten aus oder in einen gr&ouml;&szlig;eren Topf um, gie&szlig;t und d&uuml;ngt bis die Bl&uuml;te kommt. Wer \u201eregul&auml;re\u201c Samen einsetzt, muss nun eine Entscheidung treffen. Netterweise bl&uuml;hen die m&auml;nnlichen Pflanzen etwa zwei bis drei Wochen vor den weiblichen. Man kann sie nun also aussondern. Das ist leicht zu erkennen, schon bevor die Bl&uuml;ten voll ausbildet sind, gibt es an der Stelle bei M&auml;nnchen kleine \u201eKnubbel\u201c w&auml;hrend bei Weibchen d&uuml;nne durchsichtige Haare zuerst entstehen.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, die ich meine ist die: entsorge ich nun die m&auml;nnlichen Pflanzen oder \u201eopfere\u201c ich eine weibliche Pflanze, (sinnigerweise die kleinste) um Samen zu ziehen, mit denen ich im n&auml;chsten Jahr erneut anbauen kann? Entscheide ich mich f&uuml;r letzteres so m&uuml;ssen eine m&auml;nnliche und weibliche Pflanze perseveriert werden, also in ein eigenes, verschlossenes Zimmer kommen. Im Freiland d&uuml;rfte dies schwieriger werden. Zum einen sind die Pflanzen dann schon gro&szlig;, man kann sie kaum noch ausgraben ohne das sie kaputt gehen, und zum anderen n&uuml;tzt das Versetzen wenig, denn Hanf ist ein Windbest&auml;uber, er braucht keine Insekten. Wenn man so selbst Samen zieht, reicht es einfach mehrmals die m&auml;nnlich Pflanze zu sch&uuml;tteln, das setzt eine gelbe Wolke aus Pollen frei. Die weibliche Pflanze wird nach Best&auml;ubung dann Samen bilden und lebt etwas l&auml;nger als unbest&auml;ubte Pflanzen, aber sp&auml;testens nach der Samenbildung stirbt auch sie ab.<\/p>\n<p>Wer das nicht m&ouml;chte oder den Platz nicht hat, der muss eben jedes Jahr neue Samen kaufen, wobei er dann gleich zu feminisierten Samen greifen sollte, denn so spart man es sich die H&auml;lfte der Pflanzen erst monatelang aufzuziehen und dann entsorgen zu m&uuml;ssen. Das wissen die Z&uuml;chter und so sind feminisierte Samen ziemlich teuer: Die Preise beginnen bei 5 Euro pro Samen und k&ouml;nnen bei Spitzensorten auch deutlich h&ouml;her sein.<\/p>\n<p>Zuletzt noch ein Wort zu den Arten. Es gibt drei Arten, die heute beim Anbau aber keine Rolle mehr spielen: den in Europa wachsenden Hanf (Cannabis sativa), den indischen Hanf (Cannabis indica) und den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruderal-Hanf\">Ruderalhanf<\/a> (Cannabis ruderalis). Cannabis indica und Cannabis satia werden unterschiedliche Wirkungen, die durch die Unterschiede in der Zusammensetzung der Cannaboide entstehen sollen zugeschrieben, mit den Extremen anregend (\u201ehigh\u201c) und beruhigend (\u201estoned\u201c).<\/p>\n<p>Alle Sorten, die man heute aber erh&auml;lt sind Hybride dieser Sorten. Die urspr&uuml;nglichen Wildsorten spielen nach Jahrhunderten der Z&uuml;chtung keine Rolle mehr: alleine der THC-Gehalt ist in den Zuchtsorten in wenigen Jahrzehnten von 3-4 Prozent auf 20 und mehr Prozent gesteigert worden. Die in rauerem Klima (angeblich Sibirien) beheimatete Sativa ruderalis wird nicht so gro&szlig; und bl&uuml;ht erheblich fr&uuml;her. Sie war die Ausgangsbasis f&uuml;r die Autoflowering Sorten.<\/p>\n<p>Wenn es mal legal ist Hanf anzubauen gibt es den n&auml;chsten Teil der Reihe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17243\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17243\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Inzwischen haben wir ja einen Gesetzesentwurf zur Cannabislegalisierung. 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Januar 2026","format":false,"excerpt":"Bei meinem regelm\u00e4\u00dfigen Besuch des Space Reviews stie\u00df ich auf diesen Artikel: SpaceX, orbital data centers, and the journey to Mars. Ich hatte in meiner Nachlese schon erw\u00e4hnt das Elon Musk, nachdem er dies lange verschoben hat nun plant SpaceX an die B\u00f6rse zu bringen. Ich meinte aber, das l\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0ee72da693054bc3b5c3f00214a7e2b3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18472,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/12\/16\/die-deutsche-automobilindustrie-2\/","url_meta":{"origin":17243,"position":4},"title":"Die Deutsche Automobilindustrie.","author":"Bernd Leitenberger","date":"16. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"Ich wei\u00df, ich habe lange nichts von mir h\u00f6ren lassen. Ich lebe aber noch. Ich arbeite derzeit viel an dem neuen Buch \u00fcber die Thor- und Delta-Tr\u00e4gerraketen. Leider sto\u00dfe ich auf immer mehr Material und das nimmt sehr viel Arbeit in Anspruch, um mich einzuarbeiten und zu schreiben. Jetzt schon\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","block_context":{"text":"Politik","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/politik\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/98960bbbe1644c829b9337b57667bf6c","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18393,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/18\/die-falcon-9-eine-nachlese\/","url_meta":{"origin":17243,"position":5},"title":"Die Falcon 9 &#8211; eine Nachlese (1)","author":"Bernd Leitenberger","date":"18. 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Ebenso habe ich die wirtschaftliche\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/8d7fcc876a9d4ed4b27890b8d59e8e87","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17243"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17243\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}