{"id":17298,"date":"2024-02-13T18:43:02","date_gmt":"2024-02-13T17:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17298"},"modified":"2024-02-13T18:43:02","modified_gmt":"2024-02-13T17:43:02","slug":"wie-war-apollo-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/02\/13\/wie-war-apollo-moeglich\/","title":{"rendered":"Wie war Apollo m&ouml;glich?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17298\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17298\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Das nun schon 55-j&auml;hrige Jubil&auml;um der ersten Mondlandung will ich zum Anlass nehmen, wieder eine lockere Reihe von Artikel &uuml;ber das Apolloprogramm zu ver&ouml;ffentlichen. Heute geht es um einen Punkt, der immer wieder erw&auml;hnt wird. Die beschr&auml;nkten M&ouml;glichkeiten damals. Gerne verpackt in Vergleichen wie \u201eder Bordcomputer von Apollo hatte weniger Speicher als ein Icon auf ihrem Smartphone belegt\u201c.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/cadb2220b81243908e120b65a9deaf7b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nDer extrem lange Fortschritt beim Artemisprogramm, das nun ja auch schon so lange l&auml;uft wie Apollo Ende 1967 war, ber&uuml;cksichtigt man das SLS und Orion noch &auml;lter sind und die SLS nicht mal neu ist, l&auml;sst den Respekt f&uuml;r damals noch ansteigen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Tatsache, dass man nun erst wieder zum Mond aufbricht und daf&uuml;r l&auml;nger braucht als damals und vor allem die 50 Jahre, in denen es kein bemanntes Mondprogramm gab, lie&szlig;en in den letzten Jahren ja die Verschw&ouml;rungstheorien sprie&szlig;en, man w&auml;re gar nicht auf dem Mond gelandet.<\/p>\n<p>Ich fange mal an, mit einigen Irrt&uuml;mern aufzur&auml;umen. Der erste Irrtum: Nur weil der Bordcomputer f&uuml;r die heutige Zeit langsam war, w&auml;re er nicht ausreichend f&uuml;r die Mission gewesen. Die Geschwindigkeit war auch gemessen an damaligen Minicomputern gering, das lag daran, dass man das Design fr&uuml;hzeitig festgelegt hatte und er aus Schaltungen mit niedriger Integrationsdichte bestand. Aber der Befehlssatz war genau auf seine Aufgabe ausgelegt. Er ist damit mit einem Mikrocontroller vergleichbar. Der erste Microkontroller seiner Art war der Intel 8048, der 1976 vorgestellt wurde und noch langsamer als der Apollo-Bordcomputer war. Sein erster Einsatz war in der Lambda-Sonde f&uuml;r Automobile von Ford. Er musste bei jeder Zylinderz&uuml;ndung die Sauerstoffmenge messen und Ventile &ouml;ffnen und schlie&szlig;en damit immer genug Sauerstoff f&uuml;r eine vollst&auml;ndige Verbrennung vorhanden war. Und obwohl er das bis zu 12.000-mal pro Minute tun musste, war er damit kaum ausgelastet.<\/p>\n<p>Die Arbeit des Apollo-Bordcomputers war komplexer. Das komplexeste Programm war beim Abstieg aktiv. Der Bordcomputer musste einem vorgegebenen Profil folgen, dazu &uuml;berwachte er die Triebwerke, schwenkte die F&auml;hre so, dass der Flugpfad den Vorgaben entsprach. Die Daten daf&uuml;r bekam er von der Inertialplattform und einem Radar. Das Design der Software war so ausgelegt, dass er maximal zu 80 Prozent ausgelastet war. Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/program-alarm.shtml\">ber&uuml;chtigte Fehler<\/a> der bei der Landung von Apollo 11 vorkam, wo er eine &Uuml;berlastung signalisierte, beruhte darauf das Buzz Aldrin das Rendezvousradar, ein zweites Radarsystem, dass man f&uuml;r die Ankopplung an die Columbia ben&ouml;tigte, aktivierte und die Verarbeitung dieser Daten &uuml;berforderte ihn dann. Das war aber ein Fehler Aldrins, denn selbst bei einem Missionsabbruch w&auml;re dieses Radar nach den Prozeduren erst aktiv geworden, wenn die Abstiegsstufe abgesprengt worden w&auml;re und sich der Bordcomputer dann nicht mehr um das Landeradar k&uuml;mmern musste.<\/p>\n<p>Wer wie ich, noch einen 8 Bit Heimcomputer besa&szlig;, der wei&szlig;, dass man auch relativ wenig Rechenleistung (verglichen mit heute) einiges bewerkstelligen konnte und anders als bei diesen musste der Bordcomputer keinen Bildschirm mit Informationen versorgen, sondern nur ein kleines 7-Digit Display.<\/p>\n<p>&Auml;hnliche Fortschritte wie bei der Elektronik k&ouml;nnen wir in der Kommunikation vermelden. Signale werden heute digital &uuml;bermittelt und komprimiert, sodass man mehr Daten bekommen w&uuml;rde und mit der Bandbreite, die damals zur Verf&uuml;gung stand, w&uuml;rde man heute zum Beispiel beim &Uuml;bertragen von TV-Signalen die drei bis sechsfache Aufl&ouml;sung\/Framerate erreichen.<\/p>\n<p>In den meisten anderen Bereichen gab es seitdem aber nicht die gro&szlig;en Spr&uuml;nge. Schaut man sich die inzwischen verf&uuml;gbaren <a href=\"https:\/\/apolloarchive.com\/apollo_archive.html\">Originalaufnahmen<\/a> mit Hasselbladkameras an, so m&uuml;ssen diese sich nicht vor den Bildern heutiger Digitalkameras verstecken. In der Raketentechnik konnte man seitdem die Triebwerke etwas leistungsf&auml;higer bauen, aber es gab keine Revolution wie in den Jahren vorher. Das Gleiche gilt f&uuml;r das Gewicht von Strukturen. So hat die SuperHeavy, die erste Stufe des Starship nahezu den gleichen Strukturfaktor wie die S-IC Erststufe der Saturn V und zwischen beiden liegen rund 60 Jahre.<\/p>\n<p>Also dieser Vergleich ist falsch, weil er sich einen Teilaspekt herausgreift, der aber nicht typisch f&uuml;r das ganze Projekt war.<\/p>\n<p>Was Artemis und Apollo unterscheidet ist, dass als Apollo angefangen wurde, die Raumfahrt noch in den Kinderschuhen steckte. Als John F. Kennedy seine ber&uuml;hmte Rede hielt, hatte Alan Shepard gerade mal einen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mercury-mr3.shtml\">suborbitalen Hopser hingelegt<\/a>. Raketen hatten noch eine sehr schlechte Zuverl&auml;ssigkeit. Es waren erst wenige Jahre vergangen, seit man von der Weiterentwicklung der A-4 Technologie zum Bau gr&ouml;&szlig;erer Triebwerke und Raketen &uuml;berging. Das gilt auch f&uuml;r andere Teile des Programms, wie die Raumschiffe. Apollo war daher erheblich riskanter als Artemis. Damals war man aber auch bereit, gr&ouml;&szlig;ere Risiken einzugehen, nicht nur in der Raumfahrt. Damals tobte auch der Vietnamkrieg. Die USA verloren in ihm <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1165881\/umfrage\/verluste-nach-kriegspartei-im-vietnamkrieg\/\">58.200 Soldaten<\/a>. Heute w&uuml;rde ein Pr&auml;sident den Krieg bei weitaus weniger Todesopfern ganz schnell einstellen, wie auch der R&uuml;ckzug aus dem Irak durch Obama zeigt. Bei Apollo rechnete man mit einem LOM-Risiko (Lost of Mission: Mission muss abgebrochen werden, die Crew wird gerettet) <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apollo-risiko.shtml\">mit 1:5, <\/a>was wenn man bedenkt, dass Apollo 13 eine solche LOM-Mission war, auch gut zu den Daten passt. Als kleiner Vergleich: Das Space Shuttle Programm hatte ein LOM von 1:56 basierend auf den absolvieren Missionen. Bei Artemis liegt es f&uuml;r eine <a href=\"https:\/\/foia.msfc.nasa.gov\/sites\/foia.msfc.nasa.gov\/files\/FOIA%20Docs\/42\/SLS-RPT-077_SLSP-Reliability-Allocation-Report.pdf\">Mondmission bis zum Brennschluss der SLS <\/a>bei 1:120, wenn man die Zahlen f&uuml;r die Subsysteme addiert.<\/p>\n<p>Die Technologie von heute hatte man nicht, also was tat man, um daf&uuml;r zu sorgen, dass es trotzdem so erfolgreich war? Die Schl&uuml;ssel sind Manpower und Geld. Manpower hei&szlig;t: Es waren je nach Quelle bis zu 400.000 Personen direkt oder indirekt an Apollo behelligt, weitaus mehr Personen als die gesamte US-Raumfahrtindustrie heute umfasst. Diese Leute bauten nicht nur Teile, viel Arbeit entfiel auf Tests und Kontrollen. Die NASA f&uuml;hrte ein Zertifizierungssystem ein, das bei den Komplettsystem begann und dann den Herstellungsprozess herunterging. Es wurden also erst Subsysteme zertifiziert, dann Komponenten, dann Einzelteile usw. am Ende der Kette wurde selbst die Eisenmine, aus der das Erz f&uuml;r die Stahlherstellung stammt, zertifiziert. Damit einher gingen Qualit&auml;tskontrollen auf jeder Ebene, die gew&auml;hrleisten sollten, dass auch nur die Qualit&auml;t geliefert wird, die zertifiziert ist. Dieses System bew&auml;hrte sich und ist bis heute im Einsatz, treibt allerdings auch seltsame Bl&uuml;ten. So werden &uuml;berall in der ISS zertifizierte Lampen eines Herstellers verwendet. Alleine das Pr&uuml;fprotokoll jeder Lampe ist einige Hundert Seiten stark. Der Hersteller fertigte dann aber irgendwann mal die Lampen nicht mehr, sodass man von den HTV und ATV, die auch diese Lampen verwenden, sie vor dem Abtrennen von der ISS ausbaute, damit man Ersatz f&uuml;r ausgefallene R&ouml;hren in den Modulen hatte.<\/p>\n<p>Dazu geh&ouml;rten auch Tests. Man kann die intensiven Tests am besten an den Triebwerken festmachen. Das F-1 Triebwerk lief vor dem ersten Einsatz<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn5.shtml\"> 239.140 Sekunden lang<\/a>. Das Haupttriebwerk der Ariane 6, das Vulcain 2.1 zum Vergleich lief <a href=\"https:\/\/www.ariane.group\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/VULCAIN2.1_2020_04_PS_EN_Web.pdf\">13.798 Sekunden<\/a>. Durch diese intensiven Tests wollte man jeden m&ouml;glichen Fehler vor dem Einsatz finden. Damit dies bei dem engen Zeitplan ging, wurde viel parallel getestet. Ein Veteran des J-2 Programms erinnert sich das sie bei einem Test eines Triebwerks beim Durchsehen der Diagramme etwas Auff&auml;lliges sahen, was kein echter Fehler war, aber eben eine Abweichung. Als sie am n&auml;chsten Tag das Triebwerk untersuchen wollten, ging das nicht \u2013 es stand schon eines neues in der Testkammer und das Triebwerk war zum n&auml;chsten Test weitergewandert. Entsprechend wurden auch sehr viele Exemplare nur f&uuml;r Tests gefertigt. Beim J-2 waren es mit den Serienexemplaren zusammen 190 Exemplare, nur 86 davon wurden eingesetzt. Jedes F-1 Triebwerk hatte vor dem eigentlichen Start schon 495 Testsekunden absolviert \u2013 w&auml;hrend eines Saturn V Starts lief es normalerweise maximal 165 Sekunden lang. Heute gibt es Firmen, die legen nicht mal Wert darauf, das alle Triebwerke auch nur z&uuml;nden.<\/p>\n<p>Ziemlich viele Personen waren aber nur damit besch&auml;ftigt zu &uuml;berlegen, wie man mit Problemen umgehen kann. Soweit m&ouml;glich wollte man die gar nicht erst auftreten lassen, oder wenn Technologie nicht so zuverl&auml;ssig war wie ben&ouml;tigt baute man -redundanzen ein. So waren Leitungen und Ventile doppelt vorhanden, Speichermodule im Computer der Saturn V sogar dreifach. Aber man arbeitete auch Prozeduren aus f&uuml;r Notf&auml;lle. Computersimulationen gab es ja nicht. Bei der Apollo 11 Landung war so der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/program-alarm.shtml\">Fehlercode, der eine &Uuml;berlastung signalisierte, <\/a>schon bekannt und man konnte Entwarnung geben. Dass der Computer weiter arbeitete, hatte man vorher gepr&uuml;ft.<\/p>\n<p>Das zweite war das Geld. Verglichen mit heute pumpte man enorm viel Geld in das Apolloprogramm. Zu Spitzenzeiten waren es \u2013 gemessen am gesamten US-Haushalt viermal so viel wie heute die ganze NASA bekommt. Das ganze Programm war \u201etime driven\u201c, sprich die Vertr&auml;ge hatten nicht die Aufgabe eine m&ouml;glichst g&uuml;nstige L&ouml;sung zu finden, sondern die schnellste. So gab es meist \u201eCost plus Fee\u201c Vertr&auml;ge. In diesen bezahlt die NASA alle Aufwendungen der Firmen f&uuml;r den Auftrag und wenn sie bestimmte Konditionen erf&uuml;llen, meist zeitliche Vorgaben bekommen sie noch eine Pr&auml;mie. Das blieb nicht ohne folgen und f&uuml;hrte letztendlich zu dem Brand bei Apollo 1 \u2013 North American hatte ein beta-Raumschiff ausgeliefert in dem noch viel zu tun war und das nicht h&auml;tte bemannt gestartet werden d&uuml;rfen. Dazu kamen noch Deisgnm&auml;ngel wie die vor Erreichen des Orbits nur von Au&szlig;en &ouml;ffenbare Luke. Auch der erste Apollo-Mondlander fiel bei den Abnahmepr&uuml;fungen im Kennedy-Center durch, Gas&uuml;berpr&uuml;fungen auf Dichtigkeit ergaben das die Leitungen nicht dicht waren: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apollo-7.shtml\">\u201eJunk Garbage, Leaking like a Sieve\u201c <\/a>wurde Dem Hersteller Grumman bescheinigt.<\/p>\n<p>Das Programm wurde so schnell durchgezogen, dass jede Menge Hardware gebaut wurde, die nie gebraucht wurde. Einfach, weil man mit mehr Problemen rechnete und sich die Pl&auml;ne &auml;nderten. Die Saturn I war urspr&uuml;nglich f&uuml;r die Starts von Apollo gedacht, als das Raumschiff zu schwer wurde &uuml;bernahm diese rolle die Saturn IB, die Starts er Saturn I verliefen so glatt, das man am Schluss jede Menge Stufen und Triebwerke &uuml;brig hatte. Die Triebwerke wurden dann in der Delta eingesetzt. &Auml;hnlich erging es der Saturn IB, mit der urspr&uuml;nglich zahlreiche Erdorbitmissionen geplant waren., Apollo 1 war schlie&szlig;lich nur Wochen vor dem Start als der Brand ausbrach. So fielen durch den Brand und die Beseitigung von Hunderten von M&auml;ngeln alle bemannten Starts zwischen Februar 1967 und Oktober 1968 weg. Die Saturn IB wurden dann f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/skylab-station.shtml\">Skylab<\/a> und Apollo Sojus eingesetzt. Vom Mondlander und den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn-geschichte.shtml\">Saturn V<\/a> gab es &uuml;brige Exemplare, weil drei Missionen gestrichen wurden.<\/p>\n<p>Heute haben wir das Gegenteil. Ein Programm, das extrem langsam verl&auml;uft, so aber interessanterweise nicht billiger als Apollo sein wird, denn dann fressen die Fixkosten, die bei einem bemannten Programm immer recht hoch sind, viel von den Mitteln. Finanztechnisch und auch &ouml;ffentlichkeitswirksamer w&auml;re ein Programm mit st&auml;rkerer Kostenkontrolle wie bei Apollo, aber einer dem Entwicklungszyklus angepassten Finanzierung, da w&uuml;rde man eben einige Jahre lang mehr Mittel erfordern, daf&uuml;r wird es am Ende billiger, wenn nichts mehr zu entwickeln ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Budget_of_NASA#\/media\/File:NASA-Budget-Federal.svg\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p>Das leitet mich zu der Frage, &uuml;ber die ja den Verschw&ouml;rungstheorien zugrunde liegt: Warum ist man seitdem nicht mehr auf dem Mond gewesen? Die Antwort liefert diese Grafik: Apollo erforderte &uuml;ber einige Jahre sehr hohe Mittel. Dieser Peak in der Mitte der Sechziger Jahre ist der einzige in der Abbildung. Seitdem sinkt der Gesamtanteil der NASA am Gesamthaushalt der USA. Es ist ja nicht so, dass es kein Geld g&auml;be. Diese zweite Abbildung zeigt die Einnahmen und Ausgaben der USA. Man stellt fest das man unter Trump erheblich mehr ausgegeben hat, ein Bruchteil davon w&auml;re ausreichend gewesen, um schnell auf dem Mond zu landen, er wollte ja das man zu seiner Pr&auml;sidentschaft noch landet. Die Artemis-2 Mission w&auml;re, wenn er das gleich am ersten Tag angegangen h&auml;tte, sogar m&ouml;glich gewesen. Aber damit steht er nicht alleine. Kein Pr&auml;sident seit Kennedy wollte f&uuml;r ein solches Ziel viel Geld ausgeben. Nicht das die USA f&uuml;r idiotische Dinge nicht viel Geld ausgeben k&ouml;nnen. Sie haben &uuml;ber Jahre nur f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/schwitzende-soldaten-us-armee-zahlt-20-milliarden-dollar-fuer-klimaanlagen-a-770801.html\">Klimatisierung von Zelten f&uuml;r Soldaten im Irak und Afghanistan mehr Geld ausgegeben als die NASA damals bekam<\/a>, anstatt einfach nur mal eine Isolationsschicht aufspr&uuml;hen oder feste Unterk&uuml;nfte zu bauen. Aber beim Milit&auml;r gibt es, glaub ich keine idiotischen Dinge. Sieht man es logisch \u2013 das tut man leider nur bei der Wissenschaft \u2013 dann ist nat&uuml;rlich die Erforschung des Mondes unbemannt viel billiger durchzuf&uuml;hren und ein bemanntes Mondprogramm nicht n&ouml;tig, weshalb es auch 5 Jahre zehnte lang keines gab.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium\" src=\"https:\/\/www.heritage.org\/sites\/default\/files\/~\/media\/images\/reports\/2012\/10\/sr121\/srfedspendingnumbers2012p4chart4600.jpg\" width=\"600\" height=\"390\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17298\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17298\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Das nun schon 55-j&auml;hrige Jubil&auml;um der ersten Mondlandung will ich zum Anlass nehmen, wieder eine lockere Reihe von Artikel &uuml;ber das Apolloprogramm zu ver&ouml;ffentlichen. 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