{"id":17352,"date":"2024-03-21T18:48:14","date_gmt":"2024-03-21T17:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17352"},"modified":"2024-03-22T09:32:35","modified_gmt":"2024-03-22T08:32:35","slug":"8-bitter-mit-24-bit-adressierung-eine-verpasste-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/03\/21\/8-bitter-mit-24-bit-adressierung-eine-verpasste-chance\/","title":{"rendered":"8 Bitter mit 24 Bit Adressierung \u2013 eine verpasste Chance"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17352\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17352\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich nehme an, viele der &auml;lteren Blogleser haben in den Achtziger einen Heimcomputer gehabt, Ger&auml;te wie der C64, die CPC Serie oder Sinclair Spectrum (um nur die am weitesten verbreiteten Marken zu nennen, es gab noch unz&auml;hlige andere) waren selbst noch popul&auml;r als Heimcomputer mit 16 Bit gab. Erst Anfang der Neunziger Jahre sanken die Preise von PC aber auch Amigas und Ataris soweit, das es keinen Sinn machte einen 8 Bitter zu kaufen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/5604611be8484b96bc69685e639e298d\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nKurz: die 8-Bit Rechner hatten ein langes Leben, es h&auml;tte meiner Ansicht nach noch l&auml;nger sein k&ouml;nnen, wenn ihr Adressspeicher gr&ouml;&szlig;er gewesen w&auml;re. Die drei popul&auml;rsten 8 Bit Prozessoren und ihre Nachbauten\/Nachfolger (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8080.shtml\">Intel 8080<\/a>, Mos 6502 und Motorola 6800) hatten alle einen 16 Bit Adressbus, konnten also 2<sup>16<\/sup> = 65536 Bytes adressieren. Der Adressbus eines Prozessors muss nicht zu seinem Datenbus passen und der wiederum nicht zur internen Registerbreite. Der erste Mikroprozessor <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/4004.shtml\">Intel 4004<\/a> hatte einen 12 Bit Adressbus bei 4 Bit Datenbus. Der Intel 8086 hatte 16 Bit Datenbus und 20 Bit Adressbus, die Motorola 68000 16 Bit Daten- und 24 Bit Adressbus. Nur bei der 32 Bit Generation war es so, dass Daten und Adressbus gleich gro&szlig; waren, aber bei den aktuellen Prozessoren gilt das auch nicht mehr. Intels iCore 13600 Prozessor unterst&uuml;tzt z.B. maximal 192 GByte RAM, das sind 38 Bits. Das gilt &uuml;brigens auch f&uuml;r Gro&szlig;rechner. Es ist nicht unbedingt \u201enat&uuml;rlich\u201c, dass es bei 8 Bittern so 16 Bit f&uuml;r den Adressbus sind.<!--more--><\/p>\n<p>Doch wie kam es dazu?<\/p>\n<p>Als die ersten 8 Bitter erschienen, waren Mikroprozessoren noch etwas relativ neues. Intels 4004 und Texas Instruments TMS 1000 erschienen 1971. Intels erste 8 Bit Prozessor, allerdings mit einem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8008.shtml\">kruden Design<\/a> erschien 1972. Die 8 Bitter folgten dann relativ schnell aufeinander: Intel 8080 und Motorola 6800 erschienen 1974, der MOS 6502 kam im Jahr 1975 und der Zilog Z80 folgte 1976. Danach setzten die Firmen eben wegen dieser schnellen Entwicklung gleich auf die n&auml;chste Generation: Intels 8086 erschien 1978, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/x86-mc68k.shtml\">Motorolas 68000<\/a> 1979 und Zilogs Z8000 ebenfalls 1979. Wenn es neue 8 Bitter gab, so waren sie graduelle Verbesserungen wie der 6802 oder 6809 von Motorola, oder der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8085.shtml\">Intel 8085<\/a>.<\/p>\n<p>Am Adressbus wurde nichts mehr ge&auml;ndert und der entstand in diesen Prozessoren eben zwischen 1974 bis 1976. 1974 erschien das 4 Kbit DRAM, &uuml;blicher war damals aber noch die Vorg&auml;ngergeneration mit 1 Kbit Kapazit&auml;t. Mit 4 Kbit RAM, die 512 Byte speichern k&ouml;nnen, braucht man aber 128 RAM-Bausteine um den Speicher voll auszun&uuml;tzen. Das ist dann nicht mehr die Platine eines Heimcomputers, auch weil der Speicher 1974 noch teuer war. Noch drei Jahre sp&auml;ter, als es schon 16 Kbit RAM gab, kostete das Aufr&uuml;sten eines <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apple-2.shtml\">Apple II <\/a>(der erste Rechner, der es erlaubte den Speicherausbau voll zu nutzen) mehr als die Basisausstattung des Apple II mit 4 KByte.<\/p>\n<p>So verwundert es nicht, dass die Firmen sich auf 16 Adressbits beschr&auml;nkten. Bis man diesen Adressraum voll ausnutzen w&uuml;rde, w&uuml;rde es Jahre dauern und dann g&auml;be es schon die Nachfolgenegation mit 16 Bit, wer sollte dann noch einen veralteten 8 Bitter kaufen? So war dem auch. Die ersten 8 Bit Rechner die 64 KByte RAM hatten, erschienen erst nach den ersten 16-Bit-Prozessoren und bis 64 KByte auch f&uuml;r Heimcomputer erschwinglich waren sollte es noch bis 1983\/84 dauern, da stand schon die 32 Bit Generation in den Startl&ouml;chern. Aber es kam anders: die Firmen meinten, ihre Prozessoren w&uuml;rden in der Industrie f&uuml;r Steueraufgaben eingesetzt werden. Das jemand auf einem 8-Bit-Prozessor eine Anwendung nutzen w&uuml;rde wie Textverarbeitung, Datenbanken oder Tabellenkalkulation \u2013 all das gab es schon zu 8 Bit Zeiten &#8211; war f&uuml;r sie unvorstellbar.<\/p>\n<p>Es gab nat&uuml;rlich noch Nachfolger der 8 Bitter, die einen gr&ouml;&szlig;eren Adressbereich boten, zumindest soweit ich wei&szlig; in der 6502 und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/z80.shtml\">Z80 Linie<\/a>, Motorola konzentrierte sich, nachdem sie nicht so viele 6800 Prozessoren absetzen konnten, darauf ihn als Mikrocontroller umzubauen und waren damit sehr erfolgreich: schon vor mehr als 20 Jahren konnte die Firma &uuml;ber 1 Milliarde verkaufter 68xx Mikrocontroller vermelden.<\/p>\n<p>Der Nachteil dieser Nachfolger war, dass sie nicht nur den Adressbereich erweiterten, sondern auch neue Features integrierten. Der HD64180 von Hitachi integriere serielle Schnittstellen, DMS, Timer, MMU und einiges mehr. Noch weiter ging der 65816 von Western Digital, der ein 16 Bit Ptrozessor mit 8 Bit Emulationsmodus war. Wie man aber schon an den Herstellern sieht: Die Entwickler Mos Technologies und Zilog hatten kein Interesse an einer Weiterentwicklung. Diese Prozessoren waren leistungsf&auml;hig, aber sie waren auch teuer und bei den 8 Bit Rechnern z&auml;hlte eben vor allem der Preis.<\/p>\n<p>Ich will mal skizzieren, dass es durchaus m&ouml;glich gewesen w&auml;re, einen gr&ouml;&szlig;eren Adressraum anzubieten. Prinzipiell gibt es daf&uuml;r drei technische L&ouml;sungen. Alle drei erfordern weitere Adressleitungen oder einen gemultiplexten Adressbus, darauf komme ich noch zur&uuml;ck.<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Register, das die zus&auml;tzlichen oberen Adressleitungen beinhaltet. Der normale (64 Kilobyte) Adressraum ist dann ein Fenster innerhalb eines gr&ouml;&szlig;eren Adressraums.<\/li>\n<li>Wie oben, nur das ein Register nicht direkt die zus&auml;tzlichen Datenleitungen beinhaltet, sondern verschoben zum Adressraum, den es schon bisher gab, addiert wird. &auml;hnlich gegen Intel beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8086.shtml\">8086<\/a> vor.<\/li>\n<li>Schl&uuml;sselregister in der CPU (PC, SP, Arbeitsregister) jeweils erweitert um ein weiteres Adressregister.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle drei M&ouml;glichkeiten haben Vor\u2013 und Nachteile. Bei M&ouml;glichkeit 1 ist der offensichtlichste Nachteil, dass es nicht m&ouml;glich ist zwischen den 64 KByte gro&szlig;en \u201eKacheln\u201c zu kopieren, also Daten austauschen, daher w&uuml;rde ich sie von vorneherein ausschlie&szlig;en. M&ouml;glichkeit 2 hat diesen Nachteil nicht. Hier wird der Inhalt dieses neuen Adressregisters nicht einfach oben an die schon existenten 16 Adressleitungen addiert, sondern diese bzw. das Register vorher verschoben und addiert. So ging Intel vor, um beim 8086 die 64 KByte gro&szlig;en Segmente im 1 MByte gro&szlig;en Adressraum um jeweils 16 Byte zu verschieben. Diese M&ouml;glichkeit erlaubt das Kopieren zwischen den \u201eFenstern\u201c, aber jeder Adresszugriff wird langsamer, weil eine Addition vorgeschaltet ist. M&ouml;glichkeit 3 ist die flexibelste und erfordert nur anstatt einem mehrere Register. Ich will dies am Beispiel des Z80 zeigen, da ich dessen Architektur kenne.<\/p>\n<p>Der Z80 stammt vom 8080 ab und dieser hatte folgende Architektur:<\/p>\n<ul>\n<li>Es gab die 8 Bit Rechenregister A,B,C,D,E,H und L. Im Akkumulator A landeten alle Ergebnisse von 8 Bit Rechnungen und er war auch immer ein Operand bei 8 Bit Rechnungen.<\/li>\n<li>Die Register B und C, D und E und H und L konnte man f&uuml;r 16 Bit Rechnungen zusammenfassen, das Register HL auch f&uuml;r einen 16 Bit Speicherzugriff. Neben diesem indirekten Zugriff (Lade den Wert von einer Adresse, die Du in HL findest) gab es noch die M&ouml;glichkeit einen 8 oder 16 Bit Wert als Konstante direkt zu laden oder ebenfalls indirekt, dann aber &uuml;ber eine direkt angeh&auml;ngte Adresse.<\/li>\n<li>Die Register PC f&uuml;r den Programmcounter und SP f&uuml;r den Stackpointer waren von vorneherein 16 Bit Register.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Z80 erweiterte dies und erlaubte auch f&uuml;r die Kombination BC und DE einen 16 Bit Speicherzugriff und f&uuml;hrte zwei 16 Bit Indexregister IX und IY ein, die zus&auml;tzlich noch mit einem Displacement (Versatz f&uuml;r Indexe) arbeiten konnten. Daneben wurde der gesamte Registersatz verdoppelt und es konnte &uuml;ber einen Befehl umgeschaltet werden.<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach braucht man so mindestens drei, besser vier weitere Register f&uuml;r den oberen Adressbereich. Ich bin, weil die meisten Register bisher 8 Bit breit sind, von einem 8 Bit Register ausgegangen, das sind dann maximal 16 MByte \u2013 die Adressleitungen A16 bis A23.<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Register, das den PC auf 24 Bit erweitert<\/li>\n<li>Ein Register das den SP erweitert (optional, man k&ouml;nnte nach wie vor von einem \u201elokalen\u201c Stack, der nur innerhalb eines 64 K Fensters verschoben werden kann zurechtkommen, ohne Probleme zu haben)<\/li>\n<li>Zwei Register f&uuml;r die Erweiterung von Speicherzugriffen &uuml;ber Register.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das letzte muss ich erkl&auml;ren. Im Prinzip w&uuml;rde ja ein Register f&uuml;r den Speicherzugriff reichen, will man aber innerhalb des Adressraumes kopieren, so braucht man zwei Register f&uuml;r Quell- und Zieladresse und da hat der Z80 mit den befehlen LDIR und LDDR die in einem Befehl ein Byte von einer Sourceadresse in HL an eine Zieladresse in DE kopieren, HL und DE inkrementieren (bei lddr dekrementieren) und das Register BC dekrementieren und dies wiederholen bis BC Null ist zwei tolle Kopierbefehle.<\/p>\n<p>Kleine Bemerkung an die, die bei meinem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/03\/14\/der-schnellste-z80-rechner\/\">letzten Block zum Thema<\/a> den Z80 so schlecht gemacht haben: folgende Befehlsfolge kopiert 16 KByte von Adresse 0000H an C000H und das in 21 x 16384 Taktzyklen = 0,087 Sekunden bei einem 4 MByte Z80 \u2013 wie lange ist die Befehlsfolge bei einem 6502 und wie lange braucht er bei der &Auml;quivalenztaktfrequenz von 2 MHz? (Ein 6502 hat pro 1 Takt zwei interne Taktzyklen, ein Z80 nur einen).<\/p>\n<p>Ld hl,0000H<\/p>\n<p>ld de,c000h<\/p>\n<p>ld bc,4000h<\/p>\n<p>ldir ; insgesamt 8 Bytes<\/p>\n<p>Sieht man zwei Register f&uuml;r DE und HL vor, so ist dieser und zahlreiche andere Blockbefehle m&ouml;glich wie auch einfachere Speichertransfers. Vier Register (Erweiterung von PC, SP, DE und HL) und die dazu n&ouml;tigen befehle kosten wenig CPU Platz, man darf nicht vergessen, dass beim &Uuml;bergang vom 8080 zum Z80 12 neue 8 Bit Register eingef&uuml;hrt wurden und die Befehlszahl sich verdoppelte, hier w&auml;ren es nur vier Register und pro Register zwei Befehle zum Laden des Registers bzw. dem Auslesen des Registers.<\/p>\n<p>Auch die Kompatibilit&auml;t zu bisherigen Anwendungen w&auml;re gegeben, wenn die neuen Adressen einfach oben angeh&auml;ngt werden, also A16 bis A23. Ben&ouml;tigt man nur 64 KByte Speicher, so verbindet man die Adressen einfach nicht. Der Knackpunkt und das war wohl der Punkt, weshalb man es nicht gemacht hat, war dass so das Geh&auml;use der CPU in jedem falle mehr Pins gehabt h&auml;tte. Das klingt heute komisch, aber zum einen fielen die Preise f&uuml;r die CPUs so rasch, das die Geh&auml;use mit jeweils eigenen Metallpins bei CPU Preisen von wenigen Mark dann bald ein Kostenfaktor waren. Es bedeutet auch das man auf einer Platine mehr Leitungen ziehen musste und die Platine so teurer wurde. Deswegen war schon beim 8080\/Z80 der Steuerbus mit dem Datenbus gemultiplext, benutzten also dieselben Leitungen und dieselbe &Uuml;berlegung f&uuml;hrte auch beim 8086 zu einem gemultiplexten Bus, und um diesen noch g&uuml;nstiger zu fertigen, gab es den 8088 mit weiterer Reduktion der Pins, wenngleich auf Kosten der Geschwindigkeit.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gab es in der Endzeit der 8 Bitter zahlreiche Rechner mit mehr als 64 KByte Speicher eie den C128, Sinclair Spectrum 128, Amstrad 6128 oder die Joyce Reihe, da ben&ouml;tigte man Zusatzbausteine wie die 74138 \/ 139 der 74 IC Serie die aus einem gespeicherten Wert weitere Adresssignale bereitstellten, um weitere B&auml;nke anzusprechen.<\/p>\n<p>Meine Erfahrung mit solchen gebankten Systemen ist, dass sie keine optimale L&ouml;sung waren. Man konnte den zus&auml;tzlichen Speicher nur f&uuml;r bestimmte Zwecke nutzen, so als Druckerspooler oder RAM-Floppy. Das Grundproblem war, dass eben immer ein Teil des Adressbereiches weg war und durch einen anderen Block ersetzt wurde, dass machte die Programmierung aufwendig und selbst CP\/M 3.0 das als Betriebssystems Babys unterst&uuml;tzte hatte keinen einfachen Mechanismus f&uuml;r Anwendungen mehr Speicher effektiv zu nutzen. Das w&auml;re bei einem linearen, gr&ouml;&szlig;eren Speicher kein Problem.<\/p>\n<p>Ich denke die 8 Bitter h&auml;tten noch ein paar Jahre mehr gehabt, wenn sie mehr Speicher adressieren h&auml;tten k&ouml;nnen. Denn der war knapp. Viele Anwendungen, die ich unter CP\/M nutzte wie Wordstar oder DBASE waren zu gro&szlig; f&uuml;r den Speicher. Sie lagerten Funktionen in Overlays aus, Segmenten die von Disk geladen wurden. Ich selbst habe diese Overlays genutzt. Mein Programm \u201eRakete\u201c entstand 1987 und war bald zu klein f&uuml;r 64 KByte. Einige Routinen sind bis heute im Programm. Spiele h&auml;tten von einem gr&ouml;&szlig;eren Bildschirmspeicher profitiert, der bei 64 K klein war, sonst h&auml;tte man wenig Speicher f&uuml;rs System gehabt, mein System hatte mit 16 KByte schon einen gro&szlig;en Bildschirmspeicher. Die meisten anderen Systeme hatten nur ein 6 oder 8 KByte gro&szlig;en Speicher.<\/p>\n<p>Mit schnelleren CPUs die in den Achtzigern erschwinglich wurden, w&auml;re auch ein schnelleres System m&ouml;glich gewesen. Der Z80 erschien mit 2,5 MHz und wurde bis 8 MHz getaktet. Beim 6502 war der Sprung von 1 auf 3 MHz genauso gro&szlig;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17352\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17352\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich nehme an, viele der &auml;lteren Blogleser haben in den Achtziger einen Heimcomputer gehabt, Ger&auml;te wie der C64, die CPC Serie oder Sinclair Spectrum (um nur die am weitesten verbreiteten Marken zu nennen, es gab noch unz&auml;hlige andere) waren selbst noch popul&auml;r als Heimcomputer mit 16 Bit gab. 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Nachdem sich die ersten beiden Teile nur mit dem RCA 1802, warum er gew\u00e4hlt wurde und seiner Architektur befassten geht es heute um das Computersystem selbst. Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18676,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/31\/die-glorreichen-10-programmiersprachen\/","url_meta":{"origin":17352,"position":4},"title":"Die glorreichen 10 \u2013 Programmiersprachen","author":"Bernd Leitenberger","date":"31. Mai 2026","format":false,"excerpt":"Ich wollte mal eine Reihe in dieser Rubrik \u00fcber Programmiersprachen machen. Zuerst dachte ich daran eine Liste nach meinen pers\u00f6nlichen Favoriten zu erstellen. Anfangs bef\u00fcrchtete ich, dass ich gar nicht auf 10 komme, aber es sind tats\u00e4chlich mehr, wenngleich ich in vielen Sprachen nur kleine Programme verfasst habe oder mich\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/4073c4f9dc6943a08702cdde13605d43","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18654,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/08\/zwei-hypothetische-galileoprojekte\/","url_meta":{"origin":17352,"position":5},"title":"Zwei hypothetische Galileoprojekte","author":"Bernd Leitenberger","date":"8. Mai 2026","format":false,"excerpt":"Heute ein Blog, in dem ich zwei Galileoprojekte unter die Lupe nehme, die zumindest diskutiert wurden. Galileo durchlief vor dem Start ja einige Umplanungen. Diese waren vor allem dadurch bedingt, dass die Sonden von 1.500 auf \u00fcber 2.500 kg Gewicht anwuchsen und so die geplante Startm\u00f6glichkeit mit einem Space Shuttle\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/4c32cea80e8e49b69bdc5bc974151b2d","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17352\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}