{"id":17385,"date":"2024-04-14T10:18:08","date_gmt":"2024-04-14T08:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17385"},"modified":"2024-04-14T10:18:08","modified_gmt":"2024-04-14T08:18:08","slug":"pannen-in-der-raumfahrt-voyager-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/04\/14\/pannen-in-der-raumfahrt-voyager-2\/","title":{"rendered":"Pannen in der Raumfahrt &#8211; Voyager 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17385\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17385\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Es gibt in meiner Website den Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/schlamperei.shtml\">Schlamperei in der Raumfahrt<\/a>\u201c. In dieser geht es um Verlust von Missionen, wie auch Katastrophen die verhinderbar gewesen w&auml;ren und gravierende Auswirkungen hatten. Es gibt aber auch viel mehr Ereignisse, in denen etwas an Bord nicht funktionierte und trotzdem die Mission gl&uuml;ckte. Ich will eine kleine Serie anfangen in der ich einige dieser Ereignisse aufgreife und beschreibe. Da ich das aus meiner Erinnerung tue \u2013 ich habe nicht so was wie eine Textsammlung zu dem Thema &#8211; bin ich auch f&uuml;r Vorschl&auml;ge zu dem Thema in den Kommentaren dankbar. Ich fang an mit der Panne, die am besten kompensiert wurde und die meine Lieblingssonde betrifft, &uuml;ber die ich auch einen <a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/voyagers-grand-tour-bernd-leitenberger-9783756835706\">600 Seiten W&auml;lzer<\/a> geschrieben habe.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/db128c98ee9f4dc6a1db96d7fc0047d3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Voyager 2 (5.4.1978)<\/h4>\n<p>Die interplanetare Sonde <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-sonde.shtml\">Voyager 2<\/a> wurde vor ihrer Schwestersonde Voyager 1 am 20.8.1977 gestartet. Voyager 1 w&uuml;rde Voyager 2 durch eine h&ouml;here Startgeschwindigkeit &uuml;berholen, daher die Benennung. Die beiden Voyagers sollten f&uuml;nf Jahre lang funktionieren. Damit dies gelang gab es zahlreiche Redundanzen an Bord. So waren die Computer, Sender und Empf&auml;nger doppelt vorhanden und es gab elektronische Schaltungen und Computerprogramme, genannt Fault Protection Algorithm (FPA), die Defekte erkennen sollen und dann automatisch die Reservesysteme aktiveren. F&uuml;r den Vorfall war aber ein anderes Ereignis mitschuldig.<\/p>\n<p>Schon vor dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-gandtour.shtml\">Start der beiden Sonden<\/a>, a<span lang=\"de-DE\">m 14.4.1977 gab die NASA intern die Entwicklung der <\/span><span lang=\"de-DE\"><b>J<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">upiter-<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>O<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">rbi<\/span><span lang=\"de-DE\">t<\/span><span lang=\"de-DE\">er-<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>P<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\">robe (<\/span><span lang=\"de-DE\">JOP, <\/span><span lang=\"de-DE\">sp&auml;ter <\/span><span lang=\"de-DE\">in <\/span><span lang=\"de-DE\"><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/galileo-orbiter.shtml\">Galileo<\/a> <\/span><span lang=\"de-DE\">umbenannt<\/span><span lang=\"de-DE\">) <\/span><span lang=\"de-DE\">in Auftrag<\/span><span lang=\"de-DE\">. Im Oktober 1977 genehmigte das Repr&auml;sentantenhaus die Mittel <\/span><span lang=\"de-DE\">f&uuml;r JOP<\/span><span lang=\"de-DE\">. <\/span><span lang=\"de-DE\">Dieses neue Projekt<\/span><span lang=\"de-DE\"> hatte gravierende Folgen f&uuml;r Voyager. Denn die f&uuml;r Voyager-<\/span><span lang=\"de-DE\">Mission<\/span> <span lang=\"de-DE\">V<\/span><span lang=\"de-DE\">erantwortlichen arbeiteten nun zu 90 Prozent a<\/span><span lang=\"de-DE\">n JOP<\/span><span lang=\"de-DE\">, bei dem in der ersten <\/span><span lang=\"de-DE\">Projektp<\/span><span lang=\"de-DE\">hase die ganzen Anforderungen und Instrumente festgelegt wurde. Wer jetzt nicht dabei war, hatte sp&auml;ter kaum noch Einfluss. Um Voyager k&uuml;mmerte<\/span><span lang=\"de-DE\">n sie sich<\/span><span lang=\"de-DE\"> kaum. Wie eine sp&auml;tere Untersuchung zeigte, waren auch <\/span><span lang=\"de-DE\">zahlreiche <\/span><span lang=\"de-DE\">Probleme die es in der Fr&uuml;hen Mission bei Voyager 1+2 gab,<\/span> <span lang=\"de-DE\">auf die Vernachl&auml;ssigung<\/span><span lang=\"de-DE\"> zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<\/span><\/p>\n<p>W&auml;hrend Voyager 1, die zuerst Jupiter erreichen sollte, noch gen&uuml;gend \u201eAufmerksamkeit\u201c bekam, \u201everga&szlig;\u201c die Missionskontrolle Voyager 2 im April 1978 einfach und zwar &uuml;ber eine Woche. Sie sandte keine Kommandos zur Sonde. Der Fehlerkorrekturalgorithmus des <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/computer-raumfahrt2.shtml\">Bordcomputers CCS<\/a> interpretierte eine Woche ohne Kontakt mit einer Bodenstation nach der implementierten Logik als Ausfall des Hauptempf&auml;ngers. Ein FPA, der Command Los Timer, schlug zu. Das CCS schaltete den Prim&auml;rempf&auml;nger am 5.4.1978 in 2,81 AE Entfernung ab und auf den Reserveempf&auml;nger um. Der Reserveempf&auml;nger hat jedoch einen fehlerhaften 75 \u00b5F Kondensator. Der Kondensator war verantwortlich, dass sich der Empf&auml;nger automatisch auf das st&auml;rkste Signal der Empfangsfrequenz einpendelt. Da die Frequenz durch die Bewegung der Sonde, der Erde und die Rotation der Erde durch die Dopplerverschiebung sich laufend &auml;ndert, kam keine Funkverbindung zustande. Das Funksignal von einer Bodenstation kann im S-Band um &uuml;ber 100 Kilohertz schwanken, Voyager 2 konnte ohne den Kondensator nur noch auf einem Intervall von 30 bis 96 Hz um die Zentralfrequenz empfangen. Das CCS war so programmiert, dass es nach 12 Stunden ohne Funkkontakt wieder auf den Prim&auml;rempf&auml;nger umschalten w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Das tat sie am 6.4.1978. Das DSN sandte Kommandos zur Sonde, inklusive der wichtigsten Anweisung, dem Reset des Timers. Doch 30 Minuten nach dem Wechsel auf den Hauptempf&auml;nger fiel der prim&auml;re Empf&auml;nger aus, eine Sicherung war durchgebrannt. Die genaue Ursache ist bis heute unbekannt, vermutet wird eine zu hohe Stromaufnahme durch das Sende-\/Empfangssystem. Die Missionskontrolle achtete von nun an bei beiden Sonden darauf, beide Sender selten zusammen im h&ouml;chsten Powermode zu betreiben.<\/p>\n<p>Nun hatte Voyager 2 die volle Aufmerksamkeit, die sie vorher nicht bekam. Der wissenschaftliche Betrieb bei Voyager 1 wurde eingestellt und die 64 m Antenne bei Madrid sandte, als der Timer nach einer Woche am 13.4.1978 abgelaufen war, &uuml;ber neun Stunden lang Kommandos in einer langsam aufsteigenden Frequenz. Um 3:30 kalifornischer Zeit empfing Voyager 2 eine Sequenz und antwortete \u2013 aufgrund der Signallaufzeit kam das Signal erst 55 Minuten sp&auml;ter an.<\/p>\n<p>Von nun an achtete die Missionskontrolle peinlich darauf, die Empfangsfrequenz, die vorher berechnet wurde, genau zu treffen. Das Intervall daf&uuml;r betrug nur 50 Hz. Schon eine Erw&auml;rmung der Empf&auml;nger um 0,25 Grad Celsius an Bord reicht aus, die Empfangsfrequenz aus diesem Fenster zu verschieben. Neben der laufenden Anpassung an die Relativgeschwindigkeit von Voyager 2 war es notwendig die Temperatur im Sende- und Empfangssystem konstant zu halten. Sind mehrere Sender in Betrieb, oder springen Heizelemente an, so erw&auml;rmt sich das System. Dann werden zwei bis drei Tage lang keine Kommandos gesendet, um dem Empf&auml;nger Zeit zum Abk&uuml;hlen zu geben. Diese genaue Thermalkontolle musste w&auml;hrend der ganzen folgenden Mission beibehalten werden, was vor allem bei den Near Encounterphasen, also wenn die meisten Experimente aktiv sind, eine Beeintr&auml;chtigung war. Dann sollten die Sender mit hoher Leistung arbeiteten um viele Daten zu &uuml;bertragen und auch um Radiobedeckungsexperimente durchzuf&uuml;hren, wenn zwischen Bodenstation und Sonde sich ein Ring oder die Atmosph&auml;re eines Planeten schob und man die Signalver&auml;nderungen ma&szlig;.<\/p>\n<p>In dem Jahr, das bis zum Jupitervorbeiflug blieb, untersuchte das JPL diverse Szenarien, wie man die restliche Mission durchf&uuml;hren kann auch wenn der Kommandoempf&auml;nger defekt war. Das Messprogramm von Voyager wurde an eines der drei Computersysteme, das CCS &uuml;bermittelt. Das Arbeitsprogramm war nicht konstant. W&auml;hrend eines Vorbeiflugs, der einige Monate dauern konnte, waren mehrere Programme aktiv, die Dauer betrug anfangs einige Wochen bis hinab zu 1-2 Tagen vor der n&auml;chsten Begegnung. Ohne Kommandoempf&auml;nger konnte man diese Programme nicht mehr durch neue austauschen. Heute, in der interplanetaren Phase, deckt ein Programm einen Zeitraum von mehreren Monaten ab. Es wurde nun ein Programm entwickelt, das das schlimmste Szenario abdeckte, n&auml;mlich das man Voyager 2 nie mehr mit Kommandos w&uuml;rde versorgen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Am 26. Juni 1978 sandte das Deep Space Network (DSN) eine Backup-Sequenz zu Voyager 2. Dieses Programm enthielt nur die dringendsten Anweisungen, Bilder w&uuml;rde es bei dieser Sequenz von Jupiter nicht geben, aber von Saturn. Es w&uuml;rden nur drei Positionen auf der Scanplattform angefahren. Anstatt Tausende Positionen, wie sonst vorgesehen, aber mit diesem Backupmissionsporgramm k&ouml;nnte die Sonde autonom bis Saturn arbeiten, ohne Sie jemals wieder ein Kommando von einer Bodenstation empfing. Eingeschlossen war eine Kurskorrektur nach Passage von Jupiter damit sie &uuml;berhaupt Saturn erreicht. Die Backup-Software belegte die H&auml;lfte des Platzes f&uuml;r das Messprogramm. Noch traute sich das JPL nicht zu es nur in einem der beiden CCS-Computer unterzubringen, um gegen einen Ausfall des prim&auml;ren CCS gewappnet zu sein.<\/p>\n<p>Es wurde untersucht ob man &uuml;ber eines der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-instrumente.shtml\">Experimente<\/a>, die Radioastronomieantenne, eine einfache Stabantenne Kommandos schicken konnte. <span lang=\"de-DE\">Am 13. September 1978 schickte die Stanford Universit&auml;t von Palo Alto mit einer gro&szlig;en Antenne und 300 kW Sendeleistung bei 46,72 MHz Signale in einem Abstand von 6 Minuten zu Voyager. Das Radioastronomieexper<\/span><span lang=\"de-DE\">i<\/span><span lang=\"de-DE\">ment hatte Empf&auml;nger, die eigentlich nur bis <\/span><span lang=\"de-DE\">maximal <\/span><span lang=\"de-DE\">40,55 MHz arbeiten sollten, sie empfingen aber trotzdem noch ein Signal, das deutlich &uuml;ber dem Rauschen lag. So k&ouml;nnte <\/span><span lang=\"de-DE\">das DSN<\/span><span lang=\"de-DE\"> mit geeigneten Sendern trotzdem noch mit Voyager 2 kommunizieren, wenn der zweite Empf&auml;nger ausfallen w&uuml;rde. Allerdings nur mit niedriger Bitraten, da PRA eine lange Integrationszeit hat. <\/span><span lang=\"de-DE\">Voyager 2 <\/span><span lang=\"de-DE\">m&uuml;sste komplett umprogrammiert werden und die Messdaten als Kommandos interpretieren. <\/span><span lang=\"de-DE\">Diese Idee wurde daher nicht weiter verfolgt.<\/span><\/p>\n<p>Bei den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-jupiter-saturn.shtml\">Vorbeifl&uuml;gen an Jupiter und Saturn<\/a> wurden so Backup-Missionsprogramme hinterlegt. Sie w&uuml;rden es erlauben, die Mission von Voyager 2 bis Saturn durchzuf&uuml;hren, aber es musste so eben viel gestrichen werden. Beobachtungen der Monde w&uuml;rden so zum Beispiel fast vollst&auml;ndig entfallen. Ab Uranus wurde auf das Backup-Programm verzichtet, durch die geringere Datenrate dauerte das &Uuml;berspielen der Programme nun so lange, dass man w&auml;hrend der Nahbeobachtungsphase zu viel Zeit gebraucht h&auml;tte ein neues Programm zu &uuml;berspielen. Der Backup-CCS hielt so die n&auml;chsten Programme vor wenn das im prim&auml;ren CCS ablief. Zwischen den Begegnungen mit den Eisriesen wurden aber die Backup-Programme wieder hochgespielt. Noch heute haben beide Sonden diese Programme in ihren kleinen Speichern (das CCS hat einen Speicher von 16 KByte pro Computer).<\/p>\n<p>Es gab immer wieder Probleme mit Voyager 2, aber auch ihrer Schwester Voyager 1. Voyager 2 verlor am 21.7.2023 f&uuml;r 14 Tage <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2023\/08\/04\/world\/nasa-voyager-2-communications-restored-scn\/index.html\">den Kontakt mit der Erde<\/a> als ein fehlerhaftes Kommando die Antenne in eine falsche Richtung drehte. Voyager 1 hatte erst vor <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/wissenundtechnik\/ursache-gefunden-voyager-1-sendet-wegen-besch%C3%A4digtem-speicher-nur-datenm%C3%BCll\/ar-BB1l70pp\">wenigen Tagen einen Defekt <\/a>und &uuml;bermittelte \u201eUnsinn\u201c. Wie sich zeigte war ein Chip im FDS, <sup>1<\/sup>\/<sub>32<\/sub> des Gesamtspeichers defekt und dieser Bereich wurde nun gesperrt. Etwas &auml;hnliches mit gravierender Auswirkung erlebte auch Voyager 1 w&auml;hrend sie sich <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-uranus-neptun.shtml\">Uranus n&auml;herte<\/a>. Die Aufnahmen waren mit wei&szlig;en und dunklen Linien durchzogen, weil ein Bit im FDS dauerhaft gekippt war.<\/p>\n<p>Beide Sonden sind \u2013 nun fast 47 Jahre nach dem Start \u2013 immer noch aktiv und liefern noch Daten. Man musste wegen der abfallenden Leistung der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cassini-rtg.shtml\">RTG<\/a>, die den Strom liefern die meisten Experimente abschalten, aber vier bzw. f&uuml;nf (Voyager 1\/2) Experimente die Daten &uuml;ber Wellen und Teilchen liefern sind immer noch aktiv. Die Raumsonden selbst <a href=\"https:\/\/voyager.jpl.nasa.gov\/mission\/status\/\">sind heute<\/a> 24,32 (Voyager 1) bzw. 20,27 (Voyager 2) Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.<\/p>\n<p>Der Schl&uuml;ssel f&uuml;r den Erfolg von Voyager 2, trotz der Beeintr&auml;chtigungen durch den fehlerhaften Empf&auml;nger war, das sie Computersysteme hatte die neu programmierbar waren. Sie waren noch relativ neu, erst eine Mission \u2013 <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/viking.shtml\">Viking<\/a> \u2013 hatte Computersysteme. Die vorherigen Sonden hatten Sequenzer. Ein Sequenzer ist eine Art Zeitschaltuhr mit einem Programmspeicher. Zu einem bestimmten Zeitpunkt f&uuml;hrte er vorher festgelegte Anweisungen aus. Er konnte so aber nicht auf Ereignisse reagieren die in diesen Programmen nicht vorgesehen waren.<\/p>\n<p>Meiner pers&ouml;nlichen Meinung nach war im R&uuml;ckblick der Zeitpunkt des Ausfalls ein gl&uuml;cklicher. Der Kondensator war ja schon beim Start defekt. Wahrscheinlich war auch die Sicherung vom Start weg vorgesch&auml;digt. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter h&auml;tte man irgendwann auf den Reserveempf&auml;nger umgeschaltet und sei es nur zu Testzwecken. Ebenso h&auml;tte man sp&auml;testens beim Encounter die Sender mit der maximalen Sendest&auml;rke betrieben und so das Durchbrennen der Sicherung forciert Durch den Ausfall ein Jahr bevor am 25.4.1979 die Encounterphase mit Jupiter begann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17385\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17385\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Es gibt in meiner Website den Artikel \u201eSchlamperei in der Raumfahrt\u201c. 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