{"id":17436,"date":"2024-05-16T17:56:35","date_gmt":"2024-05-16T15:56:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17436"},"modified":"2024-05-16T17:56:35","modified_gmt":"2024-05-16T15:56:35","slug":"die-kurze-geschichte-von-fuenf-schwerlastraketen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/05\/16\/die-kurze-geschichte-von-fuenf-schwerlastraketen\/","title":{"rendered":"Die (kurze) Geschichte von f&uuml;nf Schwerlastraketen"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17436\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17436\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Nun da gerade zwei Schwerlastraketen in Dienst gestellt werden, ist es vielleicht an der Zeit, mal die Geschichte der bisherigen Schwerlastraketen anzuschauen. Dich zuerst einmal muss man den Begriff \u201eSchwerlastraketen\u201c definieren. Also eine einfache Definition w&auml;re eine Rakete, die gedacht ist Menschen zu anderen Himmelsk&ouml;rper zu bef&ouml;rdern. Daf&uuml;r braucht man eine hohe Nutzlast. Das w&uuml;rde aber das Starship aus dieser Rubrik ausschlie&szlig;en. Das Lunar Starship soll das zwar auch leisten, doch nur mit etlichen Tankstarts. Bei dem Gewicht einer normalen Kapsel w&uuml;rden das auch normale Raketen wie die Vulcan oder Ariane 6 (mit weniger Tankfl&uuml;gen) schaffen. Zudem wurde sie f&uuml;r LEO-Transporte designt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4abba8effc4c4828b5c0d6bacd5e1caf\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nEin anderes Kriterium w&auml;re eine Nutzlastmasse von &uuml;ber 100 t im Erdorbit. Dann w&auml;re aber die erste Version der N-1 drau&szlig;en, die diese Grenze nicht schaffte. Auf der anderen Seite w&auml;re das Space Shuttle bei dieser Definition mit drin, denn das wog beim Eintritt in den Erdorbit &uuml;ber 100 t.<\/p>\n<p>Daher wende ich das einfachste Kriterium an: Der Autor definiert einfach, was eine Schwerlastrakete ist.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Saturn \u2013 Schedule Driven<\/h4>\n<p>Bei der Saturn waren die Entwickler mit dem Problem konfrontiert, in sechs Jahren eine Rakete zu entwickeln, die 20-mal schwerer als die bisher gr&ouml;&szlig;te im Einsatz befindliche Rakete, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/atlas.shtml\">Atlas<\/a> war.<\/p>\n<p>Dies ging nur, wenn man mehrere Triebwerke b&uuml;ndelt. Bisher setzten Raketen nur ein oder zwei Triebwerke ein. Dieses Konzept wurde \u2013 wie die Drittstufe auf der kleineren Saturn I und IB erprobt, die urspr&uuml;nglich die ersten bemannten Missionen durchf&uuml;hren sollte. Aber durch Ver&auml;nderungen des Zeitplans gab es keine bemannten Saturn I und nur eine bemannte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn1b.shtml\">Saturn IB<\/a> Mission davor der Mondlandung.<\/p>\n<p>Wernher von Braun setzte auf Kerosin\/LOX als erprobte Treibstoffkombination in der ersten Stufe und Wasserstoff in den oberen Stufen. Sicherheit wurde gro&szlig;geschrieben. Es gab, wo immer es ging, Redundanzen: so drei Sensoren um ein Triebwerk bei St&ouml;rungen abschalten, zwei unterschiedliche Systeme um das Triebwerk der dritten Stufe erneut zu starten. Die Triebwerke der ersten Stufe wurde vor dem Start dreimal gez&uuml;ndet und arbeiteten dabei l&auml;nger als sp&auml;ter im Betrieb.<\/p>\n<p>Kennzeichnend f&uuml;r das ganze Programm war das es \u201eschedule driven\u201c war. Sprich, nicht die Minimierung der Kosten z&auml;hlte, sondern die Einhaltung des Terminplans. Die NASA zahlte alle Kosten der Unterauftragnehmer und legte noch eine Pr&auml;mie obendrauf, wenn sie den Zeitplan einhielten. Um m&ouml;glichst Fl&uuml;ge einzusparen, entstanden so Testst&auml;nde in denen man eine ganze <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn5.shtml\">Saturn V<\/a> Erststufe mit einem Schub von 34.000 kN am Boden &uuml;ber die volle Brennzeit testen konnte. So war die Entwicklung f&uuml;r heutige Verh&auml;ltnisse sehr teuer, die Saturn machte 40 % der Aufwendungen f&uuml;r das Apolloprogramm aus.<\/p>\n<p>Der Lohn war, dass alle 33 Starts einer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn1.shtml\">Saturn I<\/a> \/ IB und V gelangen. Nur bei einem Saturn Start gab es gravierende Probleme: Beim zweiten Teststart fielen Triebwerke in der S-I und S-II aus. Die Mission (Erprobung des Apolloraumschiffs) konnte mit dem Treibstoff des CSM aber durchgef&uuml;hrt wurden.<\/p>\n<h4 class=\"western\">N-1<\/h4>\n<p>Die N-1 als Gegenst&uuml;ck hat eine andere Geschichte als die Saturn. Zuerst einmal wurde sie lange Zeit nicht genehmigt. Chruschtschow investierte das Geld lieber in die Versorgung der Bev&ouml;lkerung als in eine Rakete. Erst mit seiner Entmachtung bewilligte Breschenjew die Mittel. Die N-1 lag so Jahre hinter der Saturn V zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Koroljow war weitaus weniger wagemutig als Wernher von Braun, musste es vielleicht auch wegen der viel geringeren Mittel und des engeren Zeitplans sein. Er setzte LOX\/Kerosin bei allen Stufen ein. Anstatt den Schub wie bei den F-1 der Saturn gegen&uuml;ber bisherigen Triebwerken zu verzehnfachen, blieb er beim doppelten Schub und ben&ouml;tigte so 30 Triebwerke f&uuml;r die erste Stufe. Testst&auml;nde, bei denen man eine ganze Stufe testen konnte, gab es aus Kostengr&uuml;nden nicht, nicht mal jedes Triebwerk wurde einzeln gepr&uuml;ft.<\/p>\n<p>Dazu kam ein Zerw&uuml;rfnis mit Gluschko, der dem f&uuml;hrenden Kombinat f&uuml;r russische Triebwerke vorstand. Koroljow musste sich einen anderen Partner suchen und fand ihn im Hersteller von Strahlturbinen Kusnezow. Seine Ingenieure hatten aber bisher keine Raketentriebwerke entwickelt. So verwundert es nicht, das alle vier Starts der N-1 an Triebwerksproblemen scheiterten.<\/p>\n<p>Die erste Version <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hercules.shtml\">der N-1<\/a> h&auml;tte auch eine zu geringe Nutzlast f&uuml;r eine Mondmission gehabt, obwohl diese mit nur zwei Kosmonauten durchgef&uuml;hrt wurde. Erst die verbesserte N-1 F w&auml;re dazu f&auml;hig gewesen. Sie wurde aber eingestellt, als Gluschko das OKB 1, das Koroljow dann Mischin leiteten, &uuml;bernahm.<\/p>\n<p>Die Kosten des Mondprogramms (mit 16 Flugmustern der N-1) wurden auf 4,97 Milliarden Rubel angegeben. Davon hatte man bis zur Einstellung schon 3,6 ausgegeben, davon wiederum 2,4 Milliarden f&uuml;r die N-1. Die Umrechnung des Rubels ist eine westliche W&auml;hrung ist schwer. Aber Sch&auml;tzungen basierend auf den Preisen f&uuml;r andere Raketen und Vergleiche mit westlichen Gegenst&uuml;cken lassen die 2,4 Milliarden Rubel in einem Bereich von 3 bis 4,8 Milliarden US-Dollar einordnen. Die USA gaben f&uuml;r die Entwicklung der Saturn V 7,5 Milliarden Dollar aus.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Ares I+V<\/h4>\n<p>In einer viel besseren Lage befand sich die NASA als sie von Bush beauftragt wurde neue Schwerlastraketen f&uuml;r das Constellationprogramm zu entwickeln. Geeignete Antriebe gab es n&auml;mlich. Die NASA konstruierte zwei Raketen \u2013 die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ares-i.shtml\">Ares I<\/a> die bemannt eingesetzt wurde und die Ares V die unbemannt die Lasten transportieren sollte. Diese Trennung erh&ouml;ht nicht nur die Nutzlast leicht. Sie senkt die Anforderungen f&uuml;r die Sicherheit der Ares V auch ab und macht sie so billiger.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-srb-et.shtml\">Space Shuttle SRB<\/a> lieferten in beiden Raketen den meisten Schub. Diese sind aus Segmenten aufgebaut und k&ouml;nnen jeweils um ein halbes Segment verl&auml;ngert werden, so konnte man die Performance leicht anpassen.<\/p>\n<p>Bei den Triebwerken wurde dagegen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ares-entwicklung.shtml\">diskutiert<\/a>. Urspr&uuml;nglich sollte die zweite Stufe der Ares I von einem SSME angetrieben werden. Dann schwenkte die NASA auf das J-2X auf, das aus dem J-2 der Saturn V entwickelt werden sollte. Es trieb schon die letzte Stufe der Ares V an. F&uuml;r die Zentralstufe der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ares-v.shtml\">Ares V<\/a> waren die in der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/delta-3und4.shtml\">Delta 4<\/a> verwendeten RS-68 vorgesehen. Es waren die schubkr&auml;ftigsten Triebwerke die Wasserstoff als Treibstoff nutzten. Sie waren nicht man-rated, was aber bei der unbemannten Ares V keine Rolle spielte. Das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-ssme.shtml\">SSME<\/a> wurde evaluiert, es war aber einfach nicht schubkr&auml;ftig genug.<\/p>\n<p>Das Constellation Programm sollte vor allem dadurch finanziert werden, das die beiden bisherigen bemannten Programme Space Shuttle und ISS eingestellt werden. So war es noch nicht weit gediehen, als 2012 es die neue Regierung unter Obama einstellen lies. Bis dahin hatte es nur einen Teststart der Ares I mit Ballast in Form der Oberstufe gegeben.<\/p>\n<h4 class=\"western\">SLS<\/h4>\n<p>Die Geburt des SLS war schon seltsam. Als Ares I und V eingestellt wurden, gab es Widerstand von den Senatoren in Bundesstaaten, in denen diese Raketen produziert werden sollten. So beauftragte der Senat und nicht der Pr&auml;sident die NASA ein neues Konzept auszuarbeiten, das der SLS, die deswegen oft nicht als Space Launch System, sondern Senate Launch System abgek&uuml;rzt wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sls.shtml\">Die SLS <\/a>ist im Prinzip eine billigere Version der Ares V. Es werden erneut die SRB eingesetzt, nur ein halbes Segment k&uuml;rzer. Die Zentralstufe wurde im Durchmesser von 10,06 auf 8,38 m verringert. Das ist der Durchmesser des Space Shuttle Tanks, dadurch waren keine neuen Fertigungsanlagen n&ouml;tig. Auch wurden verbesserte RS-68 durch <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-ssme2.shtml\">SSME<\/a> ersetzt, die man nach dem Ausmustern des Space Shuttles noch auf Lager hatte. Langfristig verteuert das einen Start, aber da diese Triebwerke extrem teuer sind.<\/p>\n<p>Die Oberstufe wurde komplett gestrichen. Die ersten Fl&uuml;ge werden mit einer Delta 4 Oberstufe durchgef&uuml;hrt, erst sp&auml;ter wird eine gr&ouml;&szlig;ere Oberstufe konstruiert werden, aber nicht mit dem J-2X dessen Entwicklung beendet wurde, aber von der NASA als zu schubstark eingestuft wurde. Die derzeitige SLS kann daher nur Mondorbit Missionen durchf&uuml;hren. Trotzdem wurde die Rakete sehr teuer, weil das US-Parlament nicht der NASA die Mittel f&uuml;r einen typischen Entwicklungszyklus bewilligte. Sie mussten gestreckt werden, was bei festen Fixkosten die Entwicklung ausbremste und verteuerte. Aufgrund dessen ist ein Start einer SLS nur alle zwei Jahre m&ouml;glich und er ist inflationsadjustiert teurer als der einer Saturn V.<\/p>\n<p>Immerhin absolvierte die erste SLS aber im Dezember 2023 ihre Mission ohne Probleme \u2013 das kann man weder von der N-1 noch dem parallel entwickelten Starship behaupten.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Starship<\/h4>\n<p>Das Starship ist einerseits Bestandteil von Elon Musk Mars-Vision, auf der anderen Seite ist es Kernbestandteil des Starlink-Netzwerks. Dessen Satelliten in der zweiten Ausbaustufe wiegen mit 1,5 t sechsmal mehr als die der ersten Generation und k&ouml;nnen so mit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/falcon9.shtml\">Falcon 9<\/a> nicht mehr in ausrechnender Zahl bef&ouml;rdert werden.<\/p>\n<p>Pl&auml;ne f&uuml;r ein vollst&auml;ndig wiederverwendbares Gef&auml;hrt ver&ouml;ffentlichte SpaceX seit langem. Doch konkret nach Abschluss der Designphase wurde es erst 2016 vorgestellt. 2019 erhielt das Programm nach weiteren &Auml;nderungen den Namen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/StarShip-Super-Heavy.shtml\">Starship<\/a> und Elon Musk k&uuml;ndigte den ersten Start schon in einem Jahr an.<\/p>\n<p>Daraus wurde nichts. Prototypen explodieren schon bei Druckbeaufschlagungstests oder knickten von alleine um. SpaceX brauchte f&uuml;nf Prototypen und &uuml;ber ein Jahr bis nur die Landung des Starships aus 1<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-Entwicklung-Fehlschlaege.shtml\">0 km nach einem freien Fall klappte.<\/a><\/p>\n<p>Dann tat sich zwei Jahre lang gar nichts, bis im April 2023 der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-1-testflug.shtml\">erste Start<\/a> anstand. Viele Triebwerke der Superheavy fielen aus, es gab Br&auml;nde im Heck und die Stufentrennung scheiterte. Selbst das Flight Termination System reagierte nicht und die Rakete drehte antriebslos &uuml;ber eine Minute Loopings bis sie gesprengt wurde. Die beim Start angerichteten Zerst&ouml;rungen auf der Startrampe aber auch der Umgebung f&uuml;hrten zu scharfer Kritik an der FAA welche diesen Start erlaubte und riefen andere US-Beh&ouml;rden auf den Plan.<\/p>\n<p>Beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-ITF2.shtml\">zweiten Start<\/a> fielen keine Triebwerke der SuperHeavy aus, die Stufentrennung gelang, nur die Superheavy konnte nicht geborgen werden, da sie kurz darauf explodierte. Eine Turbopumpe war explodiert und hatte die anderen Triebwerke besch&auml;digt. Auch das Starship erreichte keinen Orbit. Die Ursache war bizarr: Man lies w&auml;hrend die Triebwerke arbeiteten fl&uuml;ssigen Sauerstoff ab, das f&uuml;hrte zu einem Brand und zur Explosion, 30 Sekunden vor Erreichen des Orbits.<\/p>\n<p>Beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-ITF3.shtml\">dritten Teststart<\/a> vier Monate sp&auml;ter gelang die R&uuml;ckf&uuml;hrung der Superheavy zum Startplatz, doch ihr Landeman&ouml;ver fiel aus und sie wurde durch die aerodynamischen Kr&auml;fte zerrissen. Das Starship auf einer suborbitalen Bahn absolvierte einen Teil der Tests. Auch hier konnte ein Raptor nicht erneut gez&uuml;ndet werden. Die Ursache waren wohl die unregelm&auml;&szlig;ige Rotation des Starships, die auch vor dem Wiedereintritt nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. So fehl orientiert vergl&uuml;hte das Starship in 65 km H&ouml;he.<\/p>\n<p>Es wird weitere Tests geben. Schon alleine, weil ohne das Starship das Starlink als Cash-Cow von SpaceX auf wackeligen F&uuml;&szlig;en steht. Die Nutzlast ist bei derzeitigen Starship auf die H&auml;lfte des Sollwertes gesunken: von 100 azuf 40 bis 50 t. So plant SpaceX Upgrades Der Triebwerke und Verl&auml;ngerungen der Stufen um die Zielnutzlast zu erreichen und zu &uuml;bertreffen. Nat&uuml;rlich kann hier das gleiche wie beim Starship V1 passieren, das auch diese <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Starship-V2-und-V3.shtml\">Starships V2 und V3<\/a> die Nutzlast nicht erreichen. Von neuen Problemen mit neuen Triebwerken und verl&auml;ngerten Stufen ganz zu schweigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17436\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17436\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Nun da gerade zwei Schwerlastraketen in Dienst gestellt werden, ist es vielleicht an der Zeit, mal die Geschichte der bisherigen Schwerlastraketen anzuschauen. 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Dauerhaft, zusammen mit dem Artikel f\u00fcr den Flugplan und Abbildungen findet ihr das ganze auch auf der Website. Drei Dinge fielen mir auf: Beim Boostback-Burn der Super Heavy schaltete eines der\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/d237e8ebe33746ddb174f7e072b94b6c","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18465,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/11\/07\/neues-zu-artemis-blue-origin-und-spacex\/","url_meta":{"origin":17436,"position":5},"title":"Neues zu Artemis, Blue Origin und SpaceX","author":"Bernd Leitenberger","date":"7. November 2025","format":false,"excerpt":"Hallo. Ich wei\u00df, ich habe mich in den letzten Wochen etwas rar gemacht. Ich hatte zum einen viel zu tun, dann noch eine OP am Handgelenk, etwas an meinem Buch geschrieben und derzeit ist auch meine Winterdepression wieder st\u00e4rker, sodass ich lieber spiele als Artikel zu verfassen. Es hat sich\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/76454a00a29844c79745dc13a13341de","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17436"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17436\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}