{"id":17482,"date":"2024-06-06T16:53:58","date_gmt":"2024-06-06T14:53:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17482"},"modified":"2024-06-06T17:01:32","modified_gmt":"2024-06-06T15:01:32","slug":"pannen-in-der-raumfahrt-skylab-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/06\/06\/pannen-in-der-raumfahrt-skylab-teil-3\/","title":{"rendered":"Pannen in der Raumfahrt \u2013 Skylab Teil 3"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17482\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17482\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>en folgenden Text habe ich weitestgehend unver&auml;ndert aus meinem Buch \u201eSkylab\u201c entnommen, das umfassend &uuml;ber die Raumstation und ihre Missionen informiert. Man findet es &uuml;berall im gut sortierten Buchhandel, wenngleich meistens nur auf Bestellung, aber auch bei allen Onlinediensten wie Libri,\u00a0<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3yE3xhp\">Amazon<\/a>\u00a0oder kann es\u00a0<a href=\"https:\/\/buchshop.bod.de\/skylab-bernd-leitenberger-9783842338531\">direkt beim Verlag<\/a> bestellen, wodurch der Autor eine h&ouml;here Marge bekommt. Der Preis von 24,99 Euro f&uuml;r 332 Seiten ist aber &uuml;berall der gleiche. Da dieses Ereignis aber so bedeutend ist, nimmt es in meinem Buch zwei Kapitel ein und daher findet ihr es hier in der Website in drei Teile aufgeteilt. Das ist der dritte und letzte Teil 2 &uuml;ber die Skylab 3 Mission, die zweite Rettungsmission. Es erschienen schon in den vergangenen tagen die Beitr&auml;ge &uuml;ber den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/06\/04\/pannen-in-der-raumfahrt-skylab-teil-1\/\">Start (Skylab 1)<\/a> und die erste Rettungsmission<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/06\/05\/pannen-in-der-raumfahrt-skylab-teil-2\/\"> (Skylab 2)<\/a>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/f229ccc036084736b32ededbdfc64702\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"https:\/\/images.bod.com\/images\/skylab-bernd-leitenberger-9783842338531.jpg\/500\/500\/Skylab.webp\" width=\"386\" height=\"500\" \/>Skylab 3 &#8211; der endg&uuml;ltige Schutzschild wird montiert.<\/h4>\n<p>Schon 36 Tage nach der Landung startete die zweite Besatzung Skylab 3 am 28.7.1973. Kommandant dieser Crew war Al Bean. Er war zusammen mit Conrad bei Apollo 12 auf dem Mond gelandet. Pilot war Jack Lousma, Wissenschaftsastronaut war Owen Garriott. F&uuml;r sie beide war es der erste Flug ins All. Geplant war ein Start 60 Tage nach der Landung von SL-2, doch verschiedene Faktoren f&uuml;hrten zu einer Vorverlegung. Die Mission Sklab-3 startete fr&uuml;her als vorgesehen, da die NASA den hohen Sonnenstand auf der Nordhalbkugel besser ausnutzen wollte. Als dann der Kreisel ausfiel, wurde die Mission, die schon vorher vom 17-ten auf den 9-ten August vorgezogen wurde, nochmals vorverlegt.<\/p>\n<p>Diese Besatzung trug einiges an Ausr&uuml;stung zu Skylab, wobei die Apollo-Kommandokapsel den Rekordwert von 6.106 kg Masse aufwies \u2013 mehr h&auml;tten die Fallschirme bei einer Notlandung nicht aushalten k&ouml;nnen (die Tr&auml;gerrakete verf&uuml;gte noch &uuml;ber Reserven, die jedoch in diesem Falle irrelevant waren). Die Besatzung brachte nun die endg&uuml;ltige Version des Sonnenschildes zur Station, den \u201eMarshall Spinnaker\u201c. Dazu kamen die sechs Ersatzgyroskope, genannt \u201esix-pack\u201c, Filmkanister, Essen f&uuml;r eine eventuelle Missionsverl&auml;ngerung, Ersatzteile f&uuml;r verschiedene Experimente und zwei weitere Bandrekorder. Der erste Bandrekorder im ATM war nach 842 Stunden ausgefallen und noch von der ersten Crew repariert worden. W&auml;hrend der unbemannten Zeit fiel der Zweite nach 320 Stunden Betrieb aus. Ebenso f&uuml;hrte die Besatzung zwei neue Videokameras mit, nachdem die eingebauten inzwischen defekt waren.<\/p>\n<p>Schon vor dem Start hatte die NASA am 20.7.1973 die Mission von 56 auf 59 Tage verl&auml;ngert, da die Landung diesmal nahe der amerikanischen Westk&uuml;ste vor San Diego geplant war und bei einer Verl&auml;ngerung um drei Tage die Bedingungen f&uuml;r eine Landung zur Tageszeit besser waren.<\/p>\n<p>Die prim&auml;re wissenschaftliche Aufgabe dieser Crew war vor allem die Sonnenbeobachtung. Dazu kam der erste Block von Sch&uuml;lerexperimenten, und es sollten Lehrfilme f&uuml;r das Projekt \u201eClassroom in Space\u201c gedreht werden.<\/p>\n<p>Bei Skylab 3 gab es bald nach dem Start, noch vor dem Ankoppeln, einen Defekt im Servicemodul. Durch ein Leck trat RCS-Treibstoff aus und gefror an der Wand. Dadurch wurde eine D&uuml;senglocke abgetrennt. Das erschwerte schon das Ankoppeln. Das Haupttriebwerk wurde nur zur Erh&ouml;hung der Umlaufbahn oder zum Abbremsen vor der Landung eingesetzt. Die vier RCS (<b>R<\/b>eaction <b>C<\/b>ontrol <b>S<\/b>ystem) Einheiten mit jeweils vier Triebwerken von 445 N Schub wurden f&uuml;r alle feinen Kurskorrekturen ben&ouml;tigt. Schon vor der Ankopplung an Skylab wurde daher der erste Block deaktiviert, da alle Triebwerke an einer gemeinsamen Treibstoffleitung hingen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/marshall-spinacker.jpg\" width=\"3000\" height=\"2007\" \/>Das Hauptproblem war nun der unsymmetrische Schub. Da nur noch drei der vier Triebwerke arbeiteten, bewirkte jede Vorw&auml;rtsbewegung eine Rotation oder eine Bewegung zur Seite. Es sah deshalb anfangs so aus, als w&uuml;rde sich das Raumschiff Skylab nicht n&auml;hern. Garriott hatte den ersten wissenschaftlichen Taschenrechner von Hewlett-Packard, den HP-35, mitgenommen. Dieser bewies nun seinen Nutzen. Da das CM zwar einen Radartransponder zur Bestimmung der Entfernung, aber keine Elektronik zur Bestimmung der Relativgeschwindigkeit aus den Daten hatte, musste die Besatzung diese berechnen, indem die Differenz der Distanz zwischen zwei Messungen durch die Zeitdifferenz geteilt wurde. Dies machte Garriott, der Alan Bean die Relativgeschwindigkeit des Raumfahrzeugs mitteilte. Dadurch konnte sich Apollo langsam Skylab ann&auml;hern. Das Ankoppeln klappte dann ohne Probleme. Vorher umrundete das Raumschiff das Labor. Dies wurde abgebrochen, als auf Fernsehaufnahmen sichtbar wurde, dass die Abgase der RCS-D&uuml;sen den Parasol zum Flattern brachten und die Flugkontrolleure bef&uuml;rchteten, dass sich die Abgase auf den Solarzellen niederschlagen k&ouml;nnten. 52 Minuten sp&auml;ter dockte das CSM-117 an. Es war das erste Mal, dass eine Raumstation von zwei Besatzungen bewohnt wurde.<\/p>\n<p>Zuerst einmal gab es ein Problem, das nichts mit Skylab zu tun hatte \u2013 alle Astronauten litten unter Raumfahrerkrankheit. So musste der auf den vierten Tag nach dem Start vorgesehene Ausstieg f&uuml;r die Reparatur des Sonnenschirms aufgeschoben werden. Er rutschte vom dritten Missionstag &uuml;ber den Sechsten auf den zehnten Tag. Erst nach f&uuml;nf Tagen waren die Astronauten wieder wohlauf.<\/p>\n<p>Als die Besatzung am sechsten Tag gerade eine Erdbeobachtung durchf&uuml;hrte, sah sie einen Schneeschauer am Fenster vorbeifliegen, und bald darauf ert&ouml;nte auch ein Alarm. Bean hechtete in die Kommandokapsel und stellte fest, dass ein zweites Leck im RCS vorlag und nun ein zweiter Triebwerksblock abgeschaltet werden musste. 6 kg Treibstoff waren verloren gegangen. Nun waren Block B und D (Steuer- und Backbordseite des SM) ausgefallen.<\/p>\n<p>Am Boden bereitete die Missionskontrolle nun eine Rettungsmission vor. Was w&uuml;rde passieren, wenn noch ein Triebwerksblock ausfallen w&uuml;rde? Es wurde nun sowohl untersucht, ob die Mission abgebrochen werden sollte, wie auch die Fortf&uuml;hrung mit nur einem Triebwerksblock.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/cover.jpg\" width=\"2400\" height=\"1267\" \/>Eine Rettungsmission, das zeigte eine Konferenz der beteiligten NASA-Zentren, w&auml;re in einem Monat startbereit, und am Kennedy Space Center beschleunigten die Bodenmannschaften die Vorbereitungsarbeiten an dem CSM-118 und der Saturn IB SA-208 f&uuml;r die Skylab 4 Mission, die als n&auml;chste starten sollte. Der Umbau des CSM-118 f&uuml;r die Bef&ouml;rderung von f&uuml;nf Astronauten wurde dabei nach hinten geschoben, da dies innerhalb von acht Arbeitsstunden m&ouml;glich war. So war eine Entscheidung noch wenige Tage vor dem Start m&ouml;glich. Es gab auch eine Besatzung f&uuml;r diesen Fall: Es waren Don Lindt und Vance Brandt aus der Ersatzbesatzung f&uuml;r Skylab 3+4. Sie waren, als 1971 erstmals &uuml;ber die Rettungsm&ouml;glichkeit beraten wurde, als Vertreter des Astronautenkorps bei der Planung beteiligt. Sie hatten auch f&uuml;r diese Mission trainiert. Die NASA begann mit den ersten Vorbereitungen f&uuml;r eine Rettungsmission am 10.8.1973. Falls keine andere L&ouml;sung gefunden werden konnte, w&uuml;rde sie am 5.9.1973 starten und am 10.9.1973 wieder landen.<\/p>\n<p>W&auml;hrenddessen gingen die Astronauten an Bord von Skylab ihrer Arbeit nach \u2013 Eile gab es nicht, denn Skylab verf&uuml;gte ja noch &uuml;ber die Vorr&auml;te f&uuml;r die dritte Besatzung. Sie h&auml;tten &uuml;ber vier Monate an Bord der Station bleiben k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich kam die Missionskontrolle zu dem Schluss, dass keine Rettungsmission n&ouml;tig war. Die Missionskontrolle schickte den Astronauten eine 15 Seiten lange Liste von Dingen, die sie beachten sollten, um keine Probleme mit den Steuerd&uuml;sen beim Wiedereintritt zu haben. Man z&uuml;ndete sie nur kurz, um sich von Skylab zu l&ouml;sen und f&uuml;hrte den Wiedereintritt mit dem Haupttriebwerk durch.<\/p>\n<p>Die zweite Besatzung montierte am neunten Tag ihres Aufenthalts das endg&uuml;ltige Sonnensegel, das dann die Temperaturen auf 22 Grad sinken lies. Es war eine der Hauptaufgaben dieser Mission, und sie brachten die endg&uuml;ltige Version zur Station. Es gab zwei Gr&uuml;nde daf&uuml;r: Zum einen deckte der Parasol nur einen Teil des Workshops ab. Zum Zweiten wurde die Basisschicht aus Nylon durch die UV-Strahlung der Sonne langsam zerst&ouml;rt. Das Bestreichen mit einer UV-best&auml;ndigen Farbe h&auml;tte die Schichtdicke soweit erh&ouml;ht, dass es gefaltet nicht mehr durch die Luftschleuse gepasst h&auml;tte.<\/p>\n<p>Lousma und Garriott hatten anders als die erste Besatzung gen&uuml;gend Zeit, um im Wassertank die Montage des Segels zu &uuml;ben. &Uuml;ber 100 Stunden umfasste das Training daf&uuml;r. Lousma hangelte sich zuerst am ATM-Ger&uuml;st bis zu einer Position in H&ouml;he des OWS entlang. Dort angekommen konnte er die Haltevorrichtung f&uuml;r die Stangen befestigen.<\/p>\n<p>Garriott montierte in der Zwischenzeit die Stangen aus 1,5 m langen Teilen. Die einzelnen Teile hatten einen Bajonettverschluss. Die Enden wurden schr&auml;g aneinandergesteckt, wobei eine Feder heruntergedr&uuml;ckt wurde. Nach einer Drehung um 20 Grad rastete das Bajonett ein. Zuletzt wurde ein Gummi &uuml;ber die Verbindungsstelle gerollt. Es verhinderte, dass sich die Verbindung lockern konnte. Dies war beim Zusammenbau mit den klobigen Handschuhen der schwierigste Teil. Nachdem Lousma die Befestigung montiert hatte, reichte ihm Garriott die beiden Stangen, die er in Form eines \u201eV\u201c befestigte. Die Haltevorrichtung war dann der Fu&szlig;punkt des \u201eV\u201c. Das Ende der 16,5 m langen Stangen lag am Ende des Workshops.<\/p>\n<p>Das eigentliche Segel wurde mit zwei Leinen auf diesen Stangen aufgezogen. Fixiert wurden die Leinen am ATM-Gest&auml;nge. Sie wurden um das Ger&uuml;st herumgezogen. W&auml;hrend die Stangen relativ gut zu montieren waren, bereitete das Aufziehen der Leinen Probleme, da hier die Verbindungsleine hinderlich war. Die Missionskontrolle schlug vor, die Leine zuerst an dem Ende der Stangen zu befestigen und erst mit befestigter Leine dann die Stangen zusammenzusetzen. Letztendlich klappte es, doch dauerte die EVA deutlich l&auml;nger als geplant \u2013 vier Stunden. Das Aufziehen des Segels war dann relativ problemlos. Es war 7,25 m lang und bedeckte die gesamte exponierte Oberfl&auml;che (der vordere Teil des OWS war ja von mehrlagiger Folie thermisch abgeschirmt). Nun sanken die Temperaturen im Inneren von 27 auf wohnliche 22 Grad Celsius ab.<\/p>\n<p>Danach stand das Ersetzen der Filmkassetten an. Lousma zog auch eine weitere Materialprobe vom Experiment S230 ab. Danach schauten er und Bean vom MDA aus nach irgendwelchen Lecks bei den RCS-D&uuml;sen des CSM. Es konnten keine entdeckt werden. Aber Lousma stellte fest, dass die sonnenzugewandte Seite des CSM sich verf&auml;rbt hatte. Ebenso erfolglos verlief die Suche nach dem Leck der K&uuml;hlfl&uuml;ssigkeit. Das Experiment S149 wurde neu installiert und das UV-Spektrometer inspiziert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/7449835.jpg\" width=\"2984\" height=\"3000\" \/>Geplant war eine EVA von dreieinhalb Stunden, doch erst nach 6 Stunden 29 Minuten war sie beendet.<\/p>\n<p>Beim Marshall Spinnaker zeigte sich, dass in der Eile der Vorbereitung ein Zusatzstoff, der zum Trennen der Lagen zugesetzt wurde, nicht gen&uuml;gend Zeit zum Aush&auml;rten hatte. Er verf&auml;rbte sich dann in der Sonne recht schnell, und so ist auf den Fotos das Segel hellbraun, bis auf die Mitte, wo der Binder voll aush&auml;rten konnte. Dort ist es heller.<\/p>\n<p>Am Tag 40 fragte die Besatzung auch nach, ob sie nicht f&uuml;nf oder zehn Tage l&auml;nger im All bleiben k&ouml;nnte. Die Bodenkontrolle beriet sich und verwarf diese Option am Tag 50. Das Problem war, dass Skylab 3 durch die gro&szlig;e Effizienz knapp an Ressourcen wurde. Es gab zwar gen&uuml;gend Nahrungsmittel und Wasser f&uuml;r eine Missionsverl&auml;ngerung, aber die Filmvorr&auml;te gingen zu Ende. Weiterhin wurde die Unterbekleidung, die nach jeweils zwei Tagen in den M&uuml;ll wanderte, knapp.<\/p>\n<p>Skylab 3 dauerte nur drei Tage l&auml;nger als geplant und ging nach 59 Tagen zu Ende. Sie erf&uuml;llte nicht nur die Missionsziele, sondern weitaus mehr. Die NASA sprach in einer offiziellen Pressemitteilung von 150% Effizienz. Die Mannschaft war die eingespielteste von allen drei im Programm. Die &Uuml;bererf&uuml;llung der Vorgaben r&auml;chte sich dann bei der n&auml;chsten Mission, als die Missionskontrolle diese als \u201enormal\u201c voraussetzte und die Besatzung sich &uuml;ber eine zu hohe Arbeitslast beklagte.<\/p>\n<p>Die zweite Crew konnte nicht nur die Vorgaben erf&uuml;llen, sondern deutlich &uuml;bertreffen. 27,7% der Aufenthaltszeit entfiel auf wissenschaftliche Untersuchungen \u2013 ein Drittel mehr als bei der ersten Besatzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17482\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17482\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>en folgenden Text habe ich weitestgehend unver&auml;ndert aus meinem Buch \u201eSkylab\u201c entnommen, das umfassend &uuml;ber die Raumstation und ihre Missionen informiert. Man findet es &uuml;berall im gut sortierten Buchhandel, wenngleich meistens nur auf Bestellung, aber auch bei allen Onlinediensten wie Libri,\u00a0Amazon\u00a0oder kann es\u00a0direkt beim Verlag bestellen, wodurch der Autor eine h&ouml;here Marge bekommt. Der Preis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[312,5198],"class_list":["post-17482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-skylab","tag-skylab-3","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":299,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18504,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/25\/die-glorreichen-10-satellitenrekorde\/","url_meta":{"origin":17482,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Satellitenrekorde","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Ich denke, es wird mal wieder Zeit f\u00fcr etwas leichte Unterhaltung die etwas Wissen vermittelt. Also einen Blog \u00fcber 10 Rekorde bei Satelliten, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Um eines klarzustellen - es geht nur um Satelliten. Raumsonden sind au\u00dfen vor, weil bei ihnen vieles anderes ist, so kann\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/1kgsats.png","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/1kgsats.png 1x, \/img\/1kgsats.png 1.5x, \/img\/1kgsats.png 2x, \/img\/1kgsats.png 3x"},"classes":[]},{"id":18610,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/27\/galileos-cds-teil-1\/","url_meta":{"origin":17482,"position":1},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 1","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Hall\u00f6chen, es wird Zeit das ich mich mal wieder melde. Es gab zwei Gr\u00fcnde, warum ich mich so rar gemacht habe. Das eine ist das es gerade nicht so viel aktuelles gibt, au\u00dfer einem Update zu Artemis, zu dem ich vielleicht noch etwas schreibe. W\u00e4hrend Trump das ganze Programm nach\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4fb81c7bafbd4d9d88b5695abdb33d29","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18627,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/04\/05\/artemis-ii\/","url_meta":{"origin":17482,"position":2},"title":"Artemis II","author":"Bernd Leitenberger","date":"5. April 2026","format":false,"excerpt":"Seit gestern ist nun die Artemis II Mission auf dem Mond, wenige Tage zuvor hat NASA Administrator Isaac Jaredmann neue Pl\u00e4ne ank\u00fcndigt. Zeit mal was dazu zu schreiben. Ich fange aber mit was an was zusammenh\u00e4ngt: Die Verseichtung. Keine Ahnung ob es den Begriff schon gibt, ich beschreibe damit das\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9a9d83018f8447148efa0d8328798e18","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18419,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/02\/der-neue-rekordhalter-bei-der-bemannten-raumfahrt\/","url_meta":{"origin":17482,"position":3},"title":"Der neue Rekordhalter bei der bemannten Raumfahrt","author":"Bernd Leitenberger","date":"2. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"\u2026 ist unfreiwillig Oleg Popolow. Die Geschichte zeigt, wo Russland heute in der Raumfahrt steht. Sie beginnt am 22. September 2022. Russland f\u00fchrt seit rund sieben Monaten Krieg gegen die Ukraine und hat Tausende Gefallene, Verwundete und gefangene Soldaten zu beklagen. Um die Verluste auszugleichen, wurde an diesem Tag eine\u2026","rel":"","context":"In &quot;M\u00fcnchhausens Kolumne&quot;","block_context":{"text":"M\u00fcnchhausens Kolumne","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/satire\/muenchhausen\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/6566478af4c24587a85b9f439288056d","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18488,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/16\/die-raumfahrtnachlese-2025\/","url_meta":{"origin":17482,"position":4},"title":"Die Raumfahrtnachlese 2025","author":"Bernd Leitenberger","date":"16. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Ich schiebe etwas sp\u00e4t eine kurze Raumfahrtnachlese f\u00fcr 2025 nach. Das auff\u00e4lligste ist nat\u00fcrlich der rasante Anstieg der Starts bzw. Startversuche, 325 waren es letztes Jahr. Eine Steigerung um 58 gegen\u00fcber letztem Jahr und damit nicht nur in der H\u00f6he ein Rekord, sondern auch im Zuwachs. Nur mal als Vergleich\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/25bb1cf6b21949af835bc77482e531d6","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":15301,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/04\/20\/nachlese-zum-human-landing-system-hls-kontrakt\/","url_meta":{"origin":17482,"position":5},"title":"Nachlese zum Human Landing System (HLS) Kontrakt","author":"Bernd Leitenberger","date":"20. April 2021","format":false,"excerpt":"\ufeffWie bereits bekannt und hier auch schon kommentiert, hat die NASA am Wochenende SpaceX den Vertrag \u00fcber das HLS in einer H\u00f6he von 2,89 Milliarden Dollar vergeben. Ich habe zuerst \u00fcberlegt, ob ich das in der Aprilnachlese zu SpaceX thematisieren sollte, aber da die Kritik daran eigentlich nur teilweise mit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/352f2778c491440a9f73c731c5880d09","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17482\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}