{"id":17583,"date":"2024-07-14T07:33:46","date_gmt":"2024-07-14T05:33:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17583"},"modified":"2024-07-14T07:33:46","modified_gmt":"2024-07-14T05:33:46","slug":"was-kann-ich-noch-essen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/07\/14\/was-kann-ich-noch-essen-teil-2\/","title":{"rendered":"Was kann ich noch essen? (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17583\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17583\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Weiter geht es mit der Diskussion welche Nahrungsmittel gesund, oder besser ungesund sind, denn ich gehe nach dem Ausschlussverfahren vor: ihr erfahrt also, was ihr NICHT essen solltet. Dieser Teil schlie&szlig;t an den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/07\/12\/was-kann-ich-noch-essen-teil-1\/\">ersten Teil<\/a> an.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/cfc04b56ac4d4757936518d59c6d16d7\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Wei&szlig;mehl<\/h4>\n<p>Das Getreidekorn \u2013 dazu geh&ouml;rt neben Weizen und Roggen auch der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/tag\/haferflocken\/\">Hafer<\/a>, Mais und Reis \u2013 ist ja eigentlich ein Samenkorn und hat einen typischen Aufbau. Von Innen nach Au&szlig;en sind dies: Der Keimling. Das ist der Teil, aus dem sich eine neue Pflanze besteht. Er enth&auml;lt viele Vitamine, weil sie f&uuml;r Stoffwechselvorg&auml;nge notwendig sind, nat&uuml;rlich Eiwei&szlig; und auch den Fettanteil des Korns, das man dann als Weizenkeim&ouml;l oder Maiskeim&ouml;l auch kaufen kann. Es ist ebenfalls ern&auml;hrungsphysiologisch hochwertig, besteht aus vielen mehrfach unges&auml;ttigten Fetts&auml;uren.<\/p>\n<p>Es folgt der Mehlk&ouml;rper, er besteht fast nur aus St&auml;rke, verbunden mit einem Eiwei&szlig; um ihm Stabilit&auml;t zu verleihen. Dieses <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/lebensmittelunvertraeglichkeiten.shtml\">Klebereiwei&szlig;<\/a> ist sp&auml;ter beim Teig sehr wichtig. Es verleiht im Geschmeidigkeit beim Kneten und sp&auml;ter dem Brot seine Elastizit&auml;t. Der Mehlk&ouml;rper dient sp&auml;ter dem Keimling als N&auml;hrstoffdepot. Er muss ja Keimbl&auml;tter und Wurzeln ausbilden. Wer \u201enormalen\u201c also polierten Reis isst: Das ist im Prinzip dieser Mehlk&ouml;rper.<\/p>\n<p>Au&szlig;en wird er von verschiedenen Schichten abgeschlossen. Diese sch&uuml;tzen ihn bis zur Keimung. Sie bestehen aus harten Pflanzenfasern, enthalten den Gro&szlig;teil der Ballaststoffe, aber auch weiteres hochwertiges Eiwei&szlig; und Mineralstoffe.<\/p>\n<p>Bei der Mehlherstellung werden zuerst die &auml;u&szlig;eren Schichten entfernt. Je nach Getreidesorte sind diese mehr oder weniger leicht abtrennbar. Sie sind auch unterschiedlich stark. Innerhalb der Getreide hat Reis die d&uuml;nnsten Schichten und Roggen die dicksten.<\/p>\n<p>Je wei&szlig;er das Brot sein soll, um so mehr wird von den &auml;u&szlig;eren Schichten entfernt. Der Keimling wird bei der Herstellung von Mehl oder Grie&szlig; immer entfernt, weil er durch das &Ouml;l mit mehrfach unges&auml;ttigten Fetts&auml;uren die Verderblichkeit des Mehls deutlich erh&ouml;ht. Je weiter man dabei geht, desto heller wird das Mehl. Bei Weizen und Roggenmehl wird das in der Type verschl&uuml;sselt: die gibt an, wie viel Mineralstoffe bei der Veraschung entstehen. Der Mehlk&ouml;rper ist weitestgehend frei von Mineralstoffen. Je niedriger die Typenzahl ist, desto h&ouml;her <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/brot-faq.shtml\">ausgemahlen<\/a> ist das Mehl. Vollkornmehl hat in der Regel keine Typenzahl.<\/p>\n<p>Nun ist relativ klar: je weniger Vitamine ein Mehl hat, je weniger Mineralstoffe (erkennbar an der Type), je weniger Ballaststoffe, desto schlechter schneidet es ern&auml;hrungsphysiologisch ab. Weizenmehl 405, das h&auml;ufigste Mehl enth&auml;lt von den Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen noch ein Drittel bis ein Siebtel (je nach Stoff) des ganzen Korns. So ist klar, dass man vor allem einen Bogen um Produkte aus hellem Mehl machen sollen. Sie sind an sich nicht ungesund, aber sie haben verglichen mit ihrem Energiegehalt zu wenig Eiwei&szlig;, Fett, Vitamine und Ballaststoffe. Gerade letztere sind aber wichtig f&uuml;r die Darmflora. Die Bakterien produzieren Vitamine, sind aber auch insgesamt wichtig f&uuml;r die Gesundheit des Darms. Ist das Mehl an diesen Stoffen verarmt, so muss die restliche Nahrung relativ reich an diesen Stoffen sein.<\/p>\n<p>Das betrifft nat&uuml;rlich nicht nur Brot, sondern alles was Mehl enth&auml;lt, wie Pasta, Reis, Cornflakes.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Fructose und Zucker<\/h4>\n<p>Fructose ist einer der elementaren <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/zucker.shtml\">Zucker<\/a> (Monosaccharide) aus denen die Kohlenhydrate aufgebaut sind. Es gibt davon in der Nahrung nur drei: die Glucose, Galaktose und Fructose. Die Glucose ist der h&auml;ufigste Bestandteil: St&auml;rke besteht aus Glucose. Galaktose kommt nur im Milchzucker vor. Dei Fructose findet man alleine vor allem in Fr&uuml;chten, daher auch der Name \u201eFructose\u201c. Er ist neben Glucose auch Bestandteil der Saccharose, dem Rohr- und R&uuml;benzucker also dem Haushaltszucker.<\/p>\n<p>Da bei Diabetes die Aufnahme von Glucose in die Zellen gest&ouml;rt ist, hat man lange Zeit Diabetikern Fructose als Ersatzstoff empfohlen, denn Fructose wird insulinunabh&auml;ngig verstoffwechselt. Da Fructose eine h&ouml;her S&uuml;&szlig;kraft als Saccharose hat, wird sie auch von der Industrie als Ersatz f&uuml;r Saccharose genutzt. So kann man den Zuckeranteil, den man ja angeben muss, senken.<\/p>\n<p>Inzwischen sieht man Fructose aber kritischer. Die Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht den &uuml;berm&auml;&szlig;igen Konsum von mit Fructose ges&uuml;&szlig;ten Lebensmitteln mit einer Reihe von Erkrankungen assoziiert. Das Risiko f&uuml;r &Uuml;bergewicht und Fettstoffwechselst&ouml;rung wird als moderat eingestuft. Das Risiko f&uuml;r nicht-alkoholische Fettleber, Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck dagegen als niedrig.<\/p>\n<p>So gesehen sollte man <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/07\/14\/gibt-es-auser-der-laktoseintoleranz-auch-andere-intoleranzen-gegen-andere-zucker\/\">Fructose meiden<\/a>. Fructose findet man aber nicht nur in Form von Fructosesirup oder Glucose-Frcutosesirup zugesetzt in Lebensmitteln, sondern auch frei in Fr&uuml;chten. Bei den meisten Fr&uuml;chten ist Fructose der h&auml;ufigste Zucker. Fr&uuml;chte sind ja an sich gesund, sie enthalten auch Ballaststoffe, Kalium und Magnesium. Aber wegen des enthaltenden Zuckers \u2013 nicht nur der Fructose, sondern auch weil Zucker nicht s&auml;ttigen und den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lasen \u2013 sollte man eben dann doch nicht zu viele Fr&uuml;chte essen und wenn dann die, die wenig Zucker enthalten. Viel enthalten Bananen und Weintrauben, am wenigsten Fructose enthalten Erdbeeren.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Zuckeralkohole<\/h4>\n<p>Doch es gibt ja die Alternative <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/zuckeralkohole.shtml\">Zuckeralkohole<\/a>, die gleich mehrere Vorteile haben \u2013 sie enthalten weniger Energie, werden insulinunabh&auml;ngig verstoffwechselt und sind nicht kariogen. Dann kann man wenn man gen&uuml;gend Kleinheld hat \u2013 Zuckeralkohole sind relativ teuer. Nicht ganz: der K&ouml;rper ist nicht ausgelegt diese Alkohole aktiv aufzunehmen, wie er dies bei Kohlenhydraten tun. Zuckeralkohole werden passiv resorbiert. Isst man zu viele davon, so gelangt ein Teil in den Dickdarm, wird von den Darmbakterien verg&auml;rt und das kann zu Durchfall und Bl&auml;hungen f&uuml;hren.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Rotes Fleisch<\/h4>\n<p>Das ging vor einigen Jahren durch die Medien: Rotes Fleisch, so genannt, weil es mehr Eisen in Form des Blutfarbstoffs H&auml;moglobin enth&auml;lt, als wei&szlig;es Fleisch wo das Eisen vor allem im Muskelfarbstoff Myoglobin steckt, soll das Dickdarmrisiko um 18 Prozent erh&ouml;hen. Das ist doch ein Grund rotes Fleisch zu meiden oder? Rotes Fleisch stammt von S&auml;ugetieren. Also sollte man auf Gefl&uuml;gelfleisch ausweichen.<\/p>\n<p>Ich nehme das mal als Aufh&auml;nger um zu zeigen wie die Berichterstattung in den Medien funktioniert: Es wurden 800 Studien durchforstet. Davon wunden nur 10 verwendet, woanders fand man nicht die Zusammenh&auml;nge, nach denen man suchte. Diese 10 Studien waren Beobachtungsstudien. Man hat also nicht untersucht, was die Menschen a&szlig;en, sondern sie befragt. Jeder der mit Ern&auml;hrungsstudien zu tun hat wei&szlig;, das diese Methode sehr fehlerbehaftet ist. 50 g Wurst pro Tag sollen nach der WHO-Studie das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent erh&ouml;hen. Bei rotem Fleisch trotz Verdopplung der Verzehrmenge auf 100 g ist der Zusammenhang noch ungesicherter.<\/p>\n<p>Klingt dramatisch. Aber von 100 Personen erkranken 5 Dickdarmkrebs. Das absolute Risiko steigt nur von 5\/100 auf 6\/100. Also eine Steigerung des absoluten Risikos um 1 Prozent. Genaueres findet ihr in diesem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xCeIfVGedr0\">Video von Quarks<\/a> und hier <a href=\"..\/..\/..\/..\/Downloads\/mono114.pdf\">die Studie<\/a>. Die zu finden war gar nicht so einfach, die WHO verlinkt selbst auch nur auf Q&amp;A und f&uuml;r Google Schoolar war sie unbekannt.<\/p>\n<p>Insgesamt sollte man aber auch bedenken, das vor allem mageres Fleisch reich an wertvollem Eiwei&szlig;, Vitaminen und vor allem dem Spurenelement Eisen ist, gerade das ist ja f&uuml;r die rote Farbe verantwortlich.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Fleisch an sich<\/h4>\n<p>Dann essen wir doch einfach alle Gefl&uuml;gelfleisch, das enth&auml;lt ja wenige H&auml;m-eisen. Na ja ganz so einfach ist es nicht. Fleisch an sich wird so in der Ern&auml;hrungsmedizin kritisch gesehen. Fleisch enth&auml;lt vor allem ges&auml;ttigte Fetts&auml;uren, wenig der essentiellen mehrfach unges&auml;ttigten Fetts&auml;uren. Fleisch enth&auml;lt sehr viel Purine, die das Gichtrisiko deutlich erh&ouml;hen, Fleisch enth&auml;lt viel <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cholesterin-arteriosklerose.shtml\">Cholesterin<\/a> und nach Ansicht der deutschen Gesellschaft f&uuml;r Herz-Kreislauferkrankungen nehmen 60 bis 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung mehr Cholesterin auf als sie als ungef&auml;hrlich einstufen. Und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/zuckeralkohole.shtml\">Cholesterin<\/a> findet man auch in Gefl&uuml;gel und zwar in der gleichen Menge wie in Rind oder Schwein. Also sollte man auch auf <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/wildfleisch-zuchtfleisch.shtml\">Fleisch<\/a> verzichten.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Eier und Milch<\/h4>\n<p>Aber es gibt ja noch Eier und Milch. Das ist doch bestimmt gesund oder? Jein, Eier enthalten sehr viel Cholesterin. 1 H&uuml;hnerei enth&auml;lt so viel <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/09\/10\/die-cholesterinluege\/\">Cholesterin<\/a> wie 400 g Fleisch. Daher gibt es regelm&auml;&szlig;ig Meldungen die sagen mal sollte nur ein Ei pro Woche essen. Immerhin, selbst die DGE bezeichnet die Studienlage als uneinheitlich und meint das zwei bis drei Eier pro Woche <a href=\"https:\/\/www.dge.de\/presse\/meldungen\/2020\/eierverzehr-fokus-auf-gesamtqualitaet-der-ernaehrung-legen\/\">tolierbar sind<\/a>. Was man in jedem Fall verwenden kann, ist das Eiklar, das ist fettfei und enth&auml;lt so gar kein Cholesterin. Aber weil man ja selbst nicht wei&szlig; ob man zu der Bev&ouml;lkerungsgruppe geh&ouml;rt die empfindlich auf Cholesterin reagieren oder man zu den 60 bis 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung geh&ouml;rt, die (nach den &Auml;rzten) einen zu hohen Cholesterinspiegel haben, sollte man dann doch Eier meiden, wenn man sich gesund ern&auml;hren will.<\/p>\n<p>Bei Milch ist es so, das sie Milchzucker (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/laktose.shtml\">Lactose<\/a>) enth&auml;lt. Etwa 10 bis 15 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben eine Milchzuckerunvertr&auml;glichkeit. Das ist eine genetische Disposition, denn evolutionsgenetisch ist es so, dass die F&auml;higkeit Milchzucker aufzunehmen und zu spalten eine Mutation ist. In Gegenden, wo der Milchkonsum weniger verbreitet ist, hat ein noch viel gr&ouml;&szlig;erer Anteil der Bev&ouml;lkerung diese Unvertr&auml;glichkeit. Der Milchzucker wird nicht im D&uuml;nndarm aufgenommen, er kommt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien unter Gasbildung vergoren, das f&uuml;hrt zu Durchfall und Koliken.<\/p>\n<p>Immerhin: der Milchzuckeranteil ist reduzierbar. Entweder spaltet man die Milch enzymatisch, die wird dann als \u201elaktosefrei\u201c beworben oder man isst Milchprodukte wo Bakterien den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/fermentierte-milcherzeugnisse.shtml\">Milchzucker abbauen<\/a>, das sind zum Beispiel gereifte K&auml;se. Aber schon bei der Herstellung von K&auml;se, wo das Eiwei&szlig; ausgef&auml;llt wird und der Gro&szlig;teil des Milchzuckers in der Molke verbleibt reduziert den Gehalt an Milchzucker.<\/p>\n<p>Aber das betrifft ja nur einen Teil der Bev&ouml;lkerung. Doch wie sieht es beim Rest aus? Milch enth&auml;lt auch Cholesterin und das nimmt man ja allgemein zu viel zu sich. Es ist weniger als in Fleisch oder Eiern. Aber es steckt im Fettanteil. Die beliebtesten Milchprodukte sind aber fett-angereichert, so Sahne, K&auml;se. Viele Milchprodukte wie Jogurt und Quark gibt es mit variablem Fettanteil und je mehr Fett diese enthalten um so mehr Cholesterin enthalten sie. Wer also sich gesund ern&auml;hren will, der isst vor allem fettreduzierte Milchprodukte wie teilentrahmte Milch, Magerquark oder Magerjogurt.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Vegane Ern&auml;hrung<\/h4>\n<p>Also irgendwie sind alle tierischen Nahrungsmittel ungesund, warum dann nicht sich vegetarisch ern&auml;hren, also bewusst auf Fleisch verzichten, am besten auch auf Eier und Milch also vegan. Immerhin ist hier die Studienlage eindeutig: Menschen, die sich vegetarisch ern&auml;hren sind, ges&uuml;nder. Klingt doch toll, oder? Na ja, ganz so einfach ist das nicht, hier komme ich wieder auf <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/07\/12\/was-kann-ich-noch-essen-teil-1\/\">Teil 1<\/a> zur&uuml;ck. Denn nach Studien sind Vegetarier eben auch sportlicher als der Rest der Bev&ouml;lkerung, im Mittel schlanker, es gibt weniger Personen mit &Uuml;bergewicht. Da Sport gesund ist und &Uuml;bergewicht mit zahlreichen Krankheiten assoziiert ist, ist so nicht verwunderlich, das Vegetarier im Schnitt ges&uuml;ndester sind als Fleischesser.<\/p>\n<p>Das Interessante: bisher gibt es aber keine Studie die innerhalb einer homogenen Gruppe (also Personen die in etwa gleichen BMI haben und gleiches Bewegungsspektrum haben) untersucht hat, ob Vegetarier oder Veganer oder reduzierte Fleischesser einen Gesundheitsvorteil haben und welchen. Derzeit werden gerade <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/regional\/badenwuerttemberg\/swr-ist-vegan-gesund-testpersonen-fuer-grosse-ernaehrungsstudie-in-karlsruhe-gesucht-100.html\">Teilnehmer f&uuml;r eine solche Studie gesucht<\/a>.<\/p>\n<p>Aus medizinischer Sicht ist relativ klar, das vegane Ern&auml;hrung \u2013 also ohne Milchprodukte und Eier \u2013 nicht so gesund ist, wie Verfechter dieser Ern&auml;hrungsform behaupten. Pflanzliche Nahrung enth&auml;lt kein Vitamin B12, sehr wenig Eisen und bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen, wie dem Calcium muss man die Ern&auml;hrung sorgf&auml;ltig zusammenstellen, um den Bedarf zu decken, w&auml;hrend man diesen Aufwand bei einer Mischkost oder einer vegetarischen Ern&auml;hrung (nur Verzicht auf Fleisch) nicht betreiben muss.<\/p>\n<p>Am kritischsten ist der Vitamin B12 Mangel, das wird nur von Mikroorganismen synthetisiert. Tierische Nahrungsmittel haben es, weil die Tiere es von den Mikroorganismen haben, Veganer m&uuml;ssen dann sehr viel der wenigen mikrobiell verg&auml;rten pflanzlichen Lebensmittel wie Sauerkraut essen. Bei Erwachsenen ist der Mangel oft unerkannt, weil zum einen der K&ouml;rper dieses Vitamin am besten speichern kann \u2013 die K&ouml;rpervorr&auml;te reichen, wenn sie gef&uuml;llt sind f&uuml;r Jahre \u2013 und zum anderen Fols&auml;ure die reichlich in Pflanzen vorkommt diesen Mangel teilweise kompensieren kann.<\/p>\n<p>Kinder und Jugendliche k&ouml;nnen das nicht und sind wegen des Wachstums auch st&auml;rker vom Eisenmangel betroffen. F&uuml;r sie ist vegane Kost gesundheitssch&auml;dlich.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Nahrungszubereitung<\/h4>\n<p>Als w&auml;re es nicht kompliziert genug, spielt auch die Zubereitung der Nahrung eine Rolle. Dabei ist es relativ einfach: je weniger erhitzt und zerkleinert etwas wird, um so ges&uuml;nder ist es. Allerdings nicht ohne Ausnahmen. Einige pflanzliche Nahrungsmittel sind ohne Erhitzen giftig, so gr&uuml;ne Bohnen. Andere enthalten Stoffe die andere Nahrungsbestandteile binden wie Getreide die Phytins&auml;ure Mineralstoffe oder in Eiern das Avidin das Vitamin H bindet. Diese Bindung ist durch eine geeignete Nahrungszubereitung reduzierbar oder aufhebbar. Nicht zuletzt kann unser K&ouml;rper stark ballaststoffreiche Kost nur bis zu einem bestimmten Grad verarbeiten, w&uuml;rde man zu viel nicht erhitztes Gem&uuml;se und Vollkornprodukte zu sich nehmen so f&uuml;hrt dies zu massiven Verdauungsproblemen.<\/p>\n<p>Aber die Zubereitung der Nahrung zerst&ouml;rt such <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/vitamin.shtml\">Vitamine<\/a> und Wasser das verwendet wird, laugt sie aus. Daneben gibt es eine Reihe von Zubereitungsformen bei denen krebserregende Stoffe entstehen. Am gef&auml;hrlichsten ist das Grillen auf offener Flamme. Tropft Fett in die Flamme so entstehen Acrolein und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/grillgut.shtml\">polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe <\/a>(PAK) wie Benzypen die verdampfen und sich auf dem Grillgut ablagern. Beides erwiesenerma&szlig;en krebserregend.<\/p>\n<p>Beim l&auml;ngeren Erhitzen von Fett wie beim Frittieren entsteht auch <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/umweltkontaminanten.shtml\">Acrolein<\/a>, das f&uuml;r den stechenden Geruch verantwortlich ist, aber es kommt auch zu Kondensaktionsprodukten von Fetts&auml;uren.<\/p>\n<p>Beim Hydrieren von Fett wie es in der Industrie der Fall ist um fl&uuml;ssige &Ouml;le in streichbare Fette zu &uuml;berf&uuml;hren entstehen Trans-Fetts&auml;uren. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr weltweit eine halbe Million Menschen an koronarer Herzkrankheit, die durch den Konsum von Trans-Fetts&auml;uren verursacht wurde.<\/p>\n<p>Beim Erhitzen von Kohlenhydraten auf hohe Temperaturen \u2013 beim Frittieren und Backen entsteht <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/07\/28\/fragen-zum-kaffee\/\">Acrylamid<\/a>, ebenfalls krebserregend.<\/p>\n<p>Keine Gesundheitsgefahren gehen nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand nur vom Kochen oder D&uuml;nsten als Zubereitung aus.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Was bleibt?<\/h4>\n<p>Wenn Sie ihren K&uuml;chenschrank, ihre Eink&auml;ufe oder die L&auml;den durchgehen, in denen sie einkaufen, dann werden sie sehen. Es bleibt nicht mehr viel &uuml;brig. Ganze Warengruppen fallen weg. So alles was gr&ouml;&szlig;ere Mengen an Zucker enth&auml;lt. Fleisch, Eier, Wei&szlig;mehlprodukte. Aber es bleibt ja noch einiges &uuml;brig: Gem&uuml;se, Obst mit wenig Zucker, Vollkornprodukte, aber von dem, was &uuml;brig geblieben ist, darf man dann auch nicht zu viel essen, denn Ern&auml;hrung muss, weil ja Vitamine und Mineralstoffe ungleichm&auml;&szlig;ig in den Nahrungsmitteln verteilt vielseitig sein.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Der Ern&auml;hrungs-GAU<\/h4>\n<p>Was ist das unges&uuml;ndeste Lebensmittel? Man m&uuml;sste dazu mal eine Studie machen. In meinem privaten Ranking ist das aber der fr&uuml;her so popul&auml;re \u201eToast Hawaii\u201c. Dazu tostet man Wei&szlig;brot an, belegt das dann mit Kochschinken, Ananas aus der Dose und K&auml;se, im Originalrezept sogar Schmelzk&auml;se und garniert mit einer Coktailkirsche.<\/p>\n<p>Also in Toastbrot finden wir Acrylamid durch das trockene Erhitzen von Kohlenhydraten. In Kochschinken finden wir jede Menge Eiwei&szlig; und vor allem sehr viel Nitritp&ouml;kelsalz. Schmelzk&auml;se enth&auml;lt freie Amine und Zitronens&auml;ure als Schmelzsalz. Die Ananas aus der Dose ist garantiert vitaminfrei, enth&auml;lt daf&uuml;r das proteinspaltende Enzym Bromelain und ebenfalls S&auml;ure. Und die Cocktailkirsche hat nach der Verarbeitung nichts mehr mit einer Kirche zu tun.<\/p>\n<p>Entscheidend ist die Bildung von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/nitrat.shtml\">Nitrosaminen<\/a>. Diese erfolgt aus freien Aminen, aber auch Aminos&auml;uren. Dazu ben&ouml;tigt man Nitrit als Reaktionspartner, eine S&auml;ure als Katalysator und Temperaturen damit die Reaktion in Gang kommt. Nett, dass das Bromelain aus dem Schinken und K&auml;se weitere Aminos&auml;uren f&uuml;r die Reaktion freisetzt. Freie Amine enth&auml;lt aber der K&auml;se sowieso. Das Nitrit finden wir im Schinken und die S&auml;ure in de Ananas und im K&auml;se. Und damit das Ganze so richtig in Gang kommt &uuml;berbacken wir es noch im Backofen. &#8211; So synthetisiert man krebserregende Substanzen.<\/p>\n<p>Der Toast Hawaii ist inzwischen aus der Mode gekommen, doch jede Generation erfindet ihn und damit seine krebserregende Zusammensetzung neu, so als Pizza Hawaii oder Steak Hawaii.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17583\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17583\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Weiter geht es mit der Diskussion welche Nahrungsmittel gesund, oder besser ungesund sind, denn ich gehe nach dem Ausschlussverfahren vor: ihr erfahrt also, was ihr NICHT essen solltet. Dieser Teil schlie&szlig;t an den ersten Teil an.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[276],"tags":[5022,1760,5215,2168,5216,3356],"class_list":["post-17583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ernaehrung","tag-eier","tag-fructose","tag-laktorse","tag-rotes-fleisch","tag-toast-hawaii","tag-vegetarische-ernaehrung","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":319,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18436,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/11\/intransparenz-bei-omega-3-praeparaten\/","url_meta":{"origin":17583,"position":0},"title":"Intransparenz bei Omega-3 Pr&auml;paraten","author":"Bernd Leitenberger","date":"11. 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