{"id":17724,"date":"2024-10-16T17:45:59","date_gmt":"2024-10-16T15:45:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17724"},"modified":"2024-10-17T10:36:04","modified_gmt":"2024-10-17T08:36:04","slug":"nachgerechnet-eine-marsexpedition-mit-dem-starship-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/10\/16\/nachgerechnet-eine-marsexpedition-mit-dem-starship-teil-1\/","title":{"rendered":"Nachgerechnet: eine Marsexpedition mit dem Starship &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17724\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17724\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mir gedacht es wird doch mal Zeit mal durchzurechnen wie eine Marsexpedition mit dem Starship f&uuml;r SpaceX aussehen k&ouml;nnt, insbesondere wie oft man auftanken muss. Ich werde immer ein bisschen Grundlagenwissen vermitteln. Etwas mehr findet ihr auf der Website in der kleinen Artikelserie \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/flug-zum-mars-index.shtml\">Flug zum Mars<\/a>\u201c. Die ist zugegebenerma&szlig;en etwas konfus, weil ich immer wieder erg&auml;nzt habe und mich am Schluss auch die Lust verlassen hat, aber sie liefert doch einige Eisnichten und Daten.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/2626064bc9084576852cfd94926550c2\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nNun wei&szlig; man praktisch nichts &uuml;ber Elon Musks Pl&auml;ne zum Mars. Die Videos zeigen dann immer ganze St&auml;dte also praktisch den Endausbau. Ich gehe davon aus, dass die erste, wahrscheinlich aber mehrere Missionen zum Mars wieder zur Erde zur&uuml;ckkehren. Zum einen braucht man mehrere Expeditionen um die Infrastruktur aufzubauen die man braucht um autark zu sein, also auf dem Mars Treibstoff und Nahrungsmittel zu erzeugen, f&uuml;r den sp&auml;teren Ausbau muss man dann auch Rohstoffe gewinnen, verarbeiten und daraus Produkte herstellen. Man muss sich nur mal &uuml;berlegen, was wir auf der Erde an Anlagen brauchen um Eisenerz zu f&ouml;rdern, daraus Eisen zu gewinnen, zu Stahl zu veredeln und diesen dann zu verarbeiten und wie viele Tausend Leute in diesen Industrien besch&auml;ftigt sind, dann ahnt man das dies nicht nach wenigen Fl&uuml;gen steht.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Also wie sieht ein solcher Flug aus?<\/h4>\n<p>Himmelsmechanisch gibt es alle 26 Monate \u2013 dann wiederholen siech die relativen Positionen von Mars und Erde ein Startfenster, das bei geringem Treibstoffmehraufwand \u2013 etwa 2-3 Wochen offen ist. Ein Flug zum Mars dauert typisch 6 bis 10 Monate, das h&auml;ngt davon ab, ob der Mars nahe seines Perig&auml;ums oder Apog&auml;ums befindet. Man kann aber, ohne viel Treibstoff mehr zu verbrauchen die Reisezeit um 1-2 Monate verk&uuml;rzen, allerdings f&uuml;r den Preis das die Ankunftsgeschwindigkeit dann stark ansteigt.<\/p>\n<p>Beim Mars angekommen kann man nicht sofort zur&uuml;ck, selbst wenn eine Landung ausgeschlossen ist. Landet man so kann man dann nach etwa 500 bis 600 Tagen je nach Position des Mars in seiner Bahn und R&uuml;ckreisedauer zur&uuml;ckkehren und braucht daf&uuml;r weitere 6 bis 10 Monate, sodass die gesamte Mission knapp drei Jahre dauert.<\/p>\n<p>F&uuml;r die von Elon Musk zuletzt genannten Startdaten \u2013 die Jahre 2028\/30 sehen die optimalen Routen nach dem <a href=\"https:\/\/trajbrowser.arc.nasa.gov\/traj_browser.php?NEAs=on&amp;NECs=on&amp;chk_maxMag=on&amp;maxMag=25&amp;chk_maxOCC=on&amp;maxOCC=4&amp;chk_target_list=on&amp;target_list=Mars&amp;mission_class=roundtrip&amp;mission_type=rendezvous&amp;LD1=2028&amp;LD2=2031&amp;maxDT=3&amp;DTunit=yrs&amp;maxDV=7.0&amp;min=DV&amp;wdw_width=365&amp;submit=Search#a_load_results\">NASA Trajectory Browser<\/a> so aus:<\/p>\n<table width=\"643\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<thead>\n<tr bgcolor=\"#222222\">\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"96\"><a name=\"th_DestDep\"><\/a> Startdatum:<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\"><a name=\"th_EarthArr\"><\/a> Ankunft<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\"><a name=\"th_DTdest\"><\/a> Abflug<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\"><a name=\"th_DT\"><\/a> R&uuml;ckkehr<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Aufenthalt<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"88\"><a name=\"th_DLA\"><\/a> Dauer<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"73\">&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"th_DV\"><\/a>Startgeschwindigkeit<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"44\">dV nach Start<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\"><a name=\"th_Route\"><\/a> Gesamt<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"51\"><a name=\"tr_22078\"><\/a> Ankunfts-dv<\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#000000\">\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"96\">Nov-29-2028<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Sep-29-2029<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Nov-03-2030<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Jun-15-2031<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">1.1 yrs<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"88\">2.54 yrs<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"73\">3.59<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"44\">1.57<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">5.16<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"51\">13.54<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#222222\">\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"96\">Dec-21-2030<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Oct-05-2031<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Jan-27-2033<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">Aug-23-2033<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">1.31 yrs<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"88\">2.67 yrs<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"73\">3.68<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"44\">1.67<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"58\">5.35<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\" width=\"51\">11.93<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Geschwindigkeiten sind jeweils relativ zu einem 200 km Orbit. Bei dem Start entsprechen sie der Geschwindigkeit, die ein Starship von einem LEO aus erreichen muss, beim Mars k&auml;me aber zuerst noch das Erreichen des Orbits von der Oberfl&auml;che selbst dazu.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Logistik<\/h4>\n<p>Es ist illusorisch zu glauben, dass die ersten Expeditionen autark sein werden. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-index.shtml\">ISS<\/a> ist nun seit &uuml;ber 25Jahren im Orbit und hat viele Kreisl&auml;ufe geschlossen, sprich man bereitet Wasser wieder auf generiert aus Kohlendioxid wieder Sauerstoff. Trotzdem braucht man pro Astronaut und Jahr etwa 2 t Versorgungsg&uuml;ter. Mittelfristig k&ouml;nnte man diesen Verbrauch senken, indem man Sauerstoff aus dem Kohlendioxid der Marsatmosph&auml;re gewinnt (ein <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/perversance-experimente.shtml\">Experiment<\/a> ist zum Beispiel an Bord des aktuellen Mars Rovers <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/perversance.shtml\">Perseverance<\/a>) und Wasser aus dem Permafrostboden gewinnt. Nahrung, Ersatzteile, Bekleidung etc. wird man aber auch nach mehreren Missionen wohl noch mitbringen m&uuml;ssen. Bei einer Dreijahresmission sind dies mindestens 6 t pro Person.<\/p>\n<p>Immerhin \u2013 ein Teil davon wird verbraucht bevor man landet, allerdings muss man einen Teil \u2013 n&auml;mlich den, den man f&uuml;r die R&uuml;ckreise braucht auch wieder von der Marsoberfl&auml;che starten, was die Startmasse deutlich erh&ouml;ht. Vorschl&auml;ge f&uuml;r Marsmissionen gehen daher auch davon aus, ein Transfervehikle, das nur f&uuml;r die Hin- und R&uuml;ckreise benutzt wird \u2013 im Prinzip eine Mini-Raumstation &#8211; im Marsorbit zu parken. Da man nicht wei&szlig; wie das bei Musks \u201eVision\u201c ist kann man nur spekulieren, ich rechne mal beide M&ouml;glichkeiten durch.<\/p>\n<p>Ideal w&auml;re es den Treibstoff vor Ot zu gewinnen. Das w&auml;re, wenn man an einem Platz mit Wasser im Untergrund landet auch m&ouml;glich gem&auml;&szlig; folgenden Teilreaktionen:<\/p>\n<p>CO<sub>2<\/sub> \u2192 CO + \u00bd O<sub>2<\/sub><\/p>\n<p>CO + 3 H<sub>2<\/sub>O \u2192 CH<sub>4<\/sub> + 1 \u00bd O<sub>2<\/sub><\/p>\n<p>Auch hier: ich gehe davon aus das die ersten Missionen den Treibstoff mitbringen. Der Grund ist relativ einfach: ob das funktioniert, wei&szlig; man erst vor Ort. Selbst wenn eine Fabrik auf der Erde funktioniert kann es auf dem Mars scheitern, denn ob man an einem Platz gen&uuml;gend Wasser findet (wir reden von Hunderten von Tonnen) wei&szlig; man erst, wenn man dort ist und ob es dann funktioniert \u2013 das Wasser ist ja kein reines Trinkwasser, sondern wird aus dem Boden entnommen und enth&auml;lt, wie wir aus Analysen wissen, Peroxide und Perchlorate \u2013 kann man auch erst dann feststellen. Dagegen ist die Installation einer R&uuml;ckverfl&uuml;ssigungsanlage relativ einfach, die braucht man sowieso, denn sonst w&auml;re der Treibstoff in den Monaten zwischen Start und Ankunft schon verdampft.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Wie viele Personen?<\/h4>\n<p>Ich konzentriere mich auf die Frage, wie viele Personen ein Starship transportieren kann. Eine gr&ouml;&szlig;ere Expedition setzt dann einfach mehr Schiffe ein. Da man nicht wei&szlig; wie der \u201eMars Colony Transporter\u201c aussieht, nehme ich mal an, das man die Nutzlastsektion des Starships durch eine gleichartig geformte Sektion f&uuml;r den Aufenthalt der Personen ersetzt.<\/p>\n<p>Diese ist gemessen an der nominellen Nutzlast recht klein. Die Verkleidung hat nach dem <a href=\"https:\/\/www.spacex.com\/media\/starship_users_guide_v1.pdf\">Users Guide<\/a> ein Volumen von 587 m\u00b3. Die Verkleidung der Ariane 6 hat ein Volumen von 232 m\u00b3. Das Volumen ist also um den Faktor 2,5 gro&szlig;er, aber die LEO Nutzlast um den Faktor 5. Wie viele Personen man darin unterbringt, h&auml;ngt aber sehr davon ab wie \u201ekomfortabel\u201c sie es haben. Hier drei Beispiele:<\/p>\n<p>Saljut 6: 45 m\u00b3 pro Person<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/skylab-station.shtml\">Skylab<\/a>: 117 m\u00b3 pro Person<\/p>\n<p>ISS: 143 m\u00b3 pro Person<\/p>\n<p>Diese reinen Angaben sagen allerdings nichts &uuml;ber den Komfort aus. Sowohl bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-raumstationen-geschichte.shtml\">Saljut<\/a> wie auch der ISS haben die Module einen kleinen Durchmesser und belegen die Wand ziemlich dicht mit Racks und Ausr&uuml;stung, nur in der Mitte gibt es freien Platz. Bei Skylab das aus einer umgebauten Saturn V Stufe entstand, orientierte man sich nach der Erde: es gab im Hauptteil zwei Stockwerke, Zwischenw&auml;nde und sogar eigene Crewquartiere, sehr viel mehr freien Platz. Aufgrund des gro&szlig;en Durchmessers w&auml;re das Starship eher mit Skylab vergleichbar. So k&ouml;nnte man etwa 5 Personen in dem Volumen unterbringen. Viel mehr werden es nicht sein, denn anders als bei Skylab m&uuml;ssen alle Verbrauchsg&uuml;ter ja innen sein. Bei Skylab waren die Gase und das Wasser au&szlig;en angebracht.<\/p>\n<p>So gehe ich im folgenden von 5 Personen aus.<\/p>\n<p>Wichtig ist aber auch, was diese Spitze mit Wohnquartier wiegt. Und das h&auml;ngt nat&uuml;rlich auch von der \u201eBef&uuml;llung\u201c ab. Das ESA Modul Columbus wiegt voll ausgestattet 27.200 kg bei nur 75 m\u00b3 Volumen. Der Orbital Workshop von Skylab dagegen 35.400 kg bei 290 m\u00b3 Volumen. Im ersten Fall sind die W&auml;nde voll gepackt mit Racks, sodass nur noch in der Mitte ein Gang bleibt. Im zweiten Falle haben wir vor allem ein Wohnquartier (die Luftschleuse nahm in diesem Falle die meisten Ger&auml;tschaften auf.<\/p>\n<p>Da wir die ganze Masse nicht nur auf dem Mars landen, sondern auch wieder zur Erde zur&uuml;ckbringen m&uuml;ssen w&auml;re es eine kluge Entscheidung das Quartier nicht mit Ger&auml;tschaften vollzustopfen, sondern nur das zu installieren, was man zum Wohnen braucht. Diese kann man mit einer (oder mehreren) Starships, die unbemannt landen zum Mars bringen. Diese kehren nicht zur&uuml;ck. Das ist auch wegen der Nutzung als Wohnquartier sinnvoll, denn da wird man mehrere Stockwerke einziehen. Volumin&ouml;se Ausr&uuml;stung bringt man da nicht unter und da ist einiges:<\/p>\n<p>Die NASA erw&auml;gt den Einsatz eines Caravans. So k&ouml;nnen die Marsastronauten mehrere Tage sich von der Basisstation entfernen. So ein Ding ist aber nicht gerade klein.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt f&uuml;r die Stromversorgung. Entweder ein kleiner Kernreaktor (bei den Kosten f&uuml;r einen solchen und Musks Sparsamkeit, selbst entwickeln darf er den Atomreaktor ja wohl eher nicht) oder eine Solarfarm.<\/p>\n<p>Eine Fabrik f&uuml;r die Treibstoffproduktion ist auch nicht gerade klein, vor allem aber braucht man Ger&auml;tschaften um in tieferen Schichten nach Wasser zu bohren, das vom Boden zu trennen und das Rohwasser aufzubereiten.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Die ben&ouml;tigte Geschwindigkeit<\/h4>\n<p>F&uuml;r ein Transfermodul, das nur in einem Marsorbit verbleibt, ist die Rechnung relativ einfach. Schauen wir uns die Grafiken zu diesen Fl&uuml;gen an. Der Knackpunkt ist die Ankunfts- und Abfluggeschwindigkeit. Die sieht recht gering aus, ist aber bezogen auf die Fluchtgeschwindigkeit. Zumindest wenn man nicht direkt landet kann einem das nicht egal sein, denn um in einen Orbit einzuschwenken muss man die Fluchtgeschwindigkeit unterschreiten.<\/p>\n<p>Eine ideale Bahn f&uuml;r ein Transfermodul in einem Marsorbit halte ich eine 24 Stunden 37 Minuten Bahn, die erlaubt jeden Tag einen Startversuch, da sie genau die gleiche Periode wie der Marstag hat. Bei einem marsn&auml;chsten Punkt von 200 km Distanz zur Oberfl&auml;che liegt das Apog&auml;um in 33.859 km H&ouml;he. Das addiert 221 m\/s zu den obigen Geschwindigkeiten, sowohl beim Einbremsen wie Verlassen des Mars.<\/p>\n<p>Deutlich schwerer ist es bei dem Landemodul. Der mittlere Luftdruck am Boden des Mars entspricht auf der Erde einer H&ouml;he von etwa 42 km. Die Abbremsung ist ohne genaue Daten nicht genau zu berechnen, aber man kann ja das Starship beim letzten Testflug ITF4 als Ma&szlig;stab nehmen. Das hatte in 42 km H&ouml;he noch eine Geschwindigkeit von 7.700 km\/h, das sind 2140 m\/s. Bei ITF-5 war es mit 7.900 km\/h sogar noch schneller. Da beim Mars die Atmosph&auml;re nicht nur weniger dicht ist, sondern auch in geringere H&ouml;hen reicht \u2013 der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mro.shtml\">Mars Reconnaissance Orbiter<\/a> umrundet den Mars seit 2005 in einer 255 x 320 km Bahn ohne Bahnanhebungen. Auf der Erde w&auml;re die Raumsonde in einem gleich hohen Orbit in weniger als einem Jahr vergl&uuml;ht. Das bedeutet, auch da so die Abbremsung deutlich sp&auml;ter stattfindet, dass das Starship weniger an Geschwindigkeit verloren hat. Auf der anderen Seite ist die Ankunftsgeschwindigkeit beim erreichen der Marsatmosph&auml;re auch geringer als bei einem Wiedereintritt in die Erdatmosph&auml;re und liegt bei 6 und nicht 8 km\/s. Trotzdem w&uuml;rde ich die Restgeschwindigkeit h&ouml;her einsch&auml;tzen, denn das Starship bei ITF-4 war leer und unser Starship f&uuml;r eine Marsexpedition d&uuml;rfte voll beladen das doppelte wiegen, entsprechend wird es viel weniger stark abgebremst, weil die gleichen Kr&auml;fte sich auf mehr Masse verteilen.<\/p>\n<p>Hier breche ich mal abrupt ab, weil der gesamte Beitrag einfach so lang wurde. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/10\/17\/nachgerechnet-eine-marsexpedition-mit-dem-starship-teil-2\/\">Morgen gibt es dann den zweiten Teil<\/a> und dann eine Nachlese zu ITF-5.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17724\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17724\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mir gedacht es wird doch mal Zeit mal durchzurechnen wie eine Marsexpedition mit dem Starship f&uuml;r SpaceX aussehen k&ouml;nnt, insbesondere wie oft man auftanken muss. 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September 2025","format":false,"excerpt":"Es wird mal Zeit, sich mit der geplanten Marslandung des Starships zu besch\u00e4ftigen. Das tut ja anscheinend keiner au\u00dfer mir, sonst w\u00e4re anderen schon etwas aufgefallen. Die Grundproblematik ist die gleiche wie f\u00fcr Raumsonden: Der Mars hat eine extrem d\u00fcnne Atmosph\u00e4re. Deren Bodendruck liegt bei \"Normalnull\" (mangels Meeren willk\u00fcrlich festgelegt\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/0c873c0799fe4a22aedc6879d71e9a71","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18430,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/06\/treibstoffgewinnung-auf-dem-mars\/","url_meta":{"origin":17724,"position":3},"title":"Treibstoffgewinnung auf dem Mars","author":"Bernd Leitenberger","date":"6. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Bis es eine Kolonie auf dem Mars gibt wird es sicher noch Jahrzehnte dauern, wenn \u00fcberhaupt. Ich bin jetzt 60 und glaube nicht, das ich dies noch erleben werde. Chancen g\u00e4be es f\u00fcr eine Expedition, also einen Flug zum Mars, einen Aufenthalt dort, der aus himmelsmechanischen Gr\u00fcnden etwa eineinhalb Jahre\u2026","rel":"","context":"In &quot;Chemie&quot;","block_context":{"text":"Chemie","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/chemie\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/1098a0be1f3743bcb77eed3bd08301c5","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18423,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/04\/die-schwere-landung-des-starships-auf-dem-mars-2\/","url_meta":{"origin":17724,"position":4},"title":"Die schwere Landung des Starships auf dem Mars (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"4. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Ich m\u00f6chte an meinen Beitrag vor einigen Tagen \u00fcber die Landung des Starships (https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/starship.shtml) auf dem Mars eingehen und sowohl auf einige Kommentare eingehen, wie auch neue Aspekte herausarbeiten. Ich habe inzwischen meine Simulation erweitert und kann einige F\u00e4lle mehr durchrechnen. Doch ich will auch vermitteln, dass man zu einer\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/34af58916c19453fae3b655602c04a41","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18656,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/09\/vor-dem-12-ten-testflug-des-starships\/","url_meta":{"origin":17724,"position":5},"title":"Vor dem 12-ten Testflug des Starships","author":"Bernd Leitenberger","date":"9. Mai 2026","format":false,"excerpt":"W\u00e4hrend ich f\u00fcr den Artikel recherchiere, gibt es noch keinen Starttermin f\u00fcr das erste Starship V3, der Start wurde mehrfach von M\u00e4rz bis Mai verschoben. SpaceX k\u00fcndet immer kurzfristig an, sodass sich das mit dem Schreiben des Blogs \u00fcberlappen kann. 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