{"id":17741,"date":"2024-10-20T08:27:45","date_gmt":"2024-10-20T06:27:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17741"},"modified":"2024-10-20T08:27:45","modified_gmt":"2024-10-20T06:27:45","slug":"warum-ibm-das-personalcomputergeschaeft-aufgab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/10\/20\/warum-ibm-das-personalcomputergeschaeft-aufgab\/","title":{"rendered":"Warum IBM das Personalcomputergesch&auml;ft aufgab"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17741\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17741\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Die Geschichte um die Entstehung des IBM PC ist legend&auml;r und wurde auch von mir schon auf der Website in zwei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Gary-Went-Flying.shtml\">Artikeln<\/a> gew&uuml;rdigt. Doch heute stellt IBM keine PCs mehr her. Am 1.5.2005 verkaufte IBM seine PC-Sparte f&uuml;r 1,75 Milliarden Dollar an den chinesischen Hersteller Lenovo. Zu diesem Zeitpunkt hatte IBM nur noch einen Marktanteil von 6 Prozent am PC Markt. Am 23.1.2014 folgte die x86-Serversparte von IBM. Wie kam es zu diesem Abstieg vom Marktf&uuml;hrer zu einem kleinen Anbieter?<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/55d701a275f04677af37e53ee838cb6e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nDazu m&uuml;ssen wir zuerst dann doch noch mal zum IBM PC zur&uuml;ck. Auch wenn ich dessen Geschichte nicht vollst&auml;ndig wiedergeben, hier die wesentlichen Punkte:<!--more--><\/p>\n<p>Der damalige IBM-CEO Frank Cary sah wie sich ein neuer Markt etablierte: ab Ende der Siebziger Jahre kamen die ersten Mikrocomputer auf den Markt und es wurden nicht nur schnell immer mehr Anbieter, sondern auch die Verk&auml;ufe stiegen fast exponentiell an. 1975 erschien der erste \u201ePC\u201c der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/altair8800.shtml\">Altair 8800<\/a> \u2013 damals wurden 5.000 Ger&auml;te in diesem Jahr verkauft. 1980, als der Bau des IBM PC beschlossen wurde, waren es schon 724.000 und 1981 sollten es schon 1,4 Millionen sein.<\/p>\n<p>IBM hatte schon mehrere Versuche unternommen, hier mitzumischen, war aber aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht richtig erfolgreich. Cary kannte die Firma gut und wusste, das IBM Jahre und Hunderte von Ingenieure f&uuml;r ein solches Projekt brauchte. Vor allem die Zeit hatte man nicht. In einigen Jahren w&auml;re die Hardware von heute schon veraltet und vor allem IBMs Ruf w&uuml;rde leiden, wenn sie Nachz&uuml;gler waren.<\/p>\n<p>Ein zweites wichtiges Argument war das schon jetzt IBMs Ruf litt. IBM war Marktf&uuml;hrer bei Gro&szlig;rechnern. Die Rechner kosteten f&uuml;nf bis sechsstellige Summen und generierten enorme Verdienstspannen. IBM steckte einen Teil des Profits in einen hervorragenden Kundenservice und das begr&uuml;ndete ihren guten Ruf. Nun stie&szlig;en die Techniker immer &ouml;fters auf diese Kleinrechner. Sie waren noch selten, weil man sie selbst programmieren musste, was den m&ouml;glichen Kundenkreis einschr&auml;nkte. Doch wer einen hatte, der war von ihnen &uuml;berzeugt und schlimmer noch, er betrachte die Gro&szlig;rechner bei denen er viel weniger machen d&uuml;rfte, als Relikte einer ablaufenden Zeit. Es galt also Kunden wieder an IBM zu binden.<\/p>\n<p>Bill Loewe, von der Abteilung \u201eEinstiegssysteme\u201c in Bocca Raton (Florida) meinte, er k&ouml;nnte einen PC in einem Jahr bauen. Er bekam das Okay das Konzept auszuarbeiten und es wurde schlie&szlig;lich auch gebilligt. Es war f&uuml;r IBM revolution&auml;r, barg aber schon den Keim des Niedergangs in sich. Damit dies &uuml;berhaupt ging d&uuml;rfte der PC keine IBM-Bausteine verwenden, sondern nur das was auf dem Markt verf&uuml;gbar war. Der PC w&uuml;rde nicht an den normalen IBM-Support angebunden werden und wie Schreibmaschinen im B&uuml;rofachhandel verkauft werden, was bei Computern bei IBM vorher nie der Fall war. Selbst die Software w&uuml;rde IBM einkaufen.<\/p>\n<p>Technisch basierte der IBM PC (offizielle Bezeichnung IBM Modell 5150) auf dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/konzeption-des-ibm-pc.shtml\">IBM System\/23 Modell 5120<\/a>. Dessen Entwicklung zog sich lange hin, was auch den Entschluss f&ouml;rdere m&ouml;glichst viel einzukaufen. Da er aber den 8085 Mikroprozessor, den Vorg&auml;nger des 8088 des IBM PC verwandte, konnte man den Bus &uuml;bernehmen.<\/p>\n<p>Technisch war der IBM PC nicht wirklich progressiv. IBM hatte nur die 8088 CPU mit 8 Bit Datenbus verendet und diese nur mit 4,77MHz getaktet. Sie stammte von der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8086.shtml\">8086<\/a> CPU ab und die war mit 8 MHz Takt verf&uuml;gbar, das kostete &uuml;ber die H&auml;lfte der Geschwindigkeit. Das Betriebssystem PC-DOS war ein Klon von CP\/M-86, was dann auch noch f&uuml;r Probleme sorgte. IBM hatte das Gl&uuml;ck, das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kildall.shtml#\">Gary Kildall<\/a>, Chef von Digital-Research und Programmierer von CP\/M mehr an technischen Projekten als an Geld interessiert war und Konflikte scheute, so konnten sie ihn ausbooten. Neben vielen Fehlern in der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/DOS-Versionen.shtml\">ersten Version<\/a> nutzte es aber den Speicher nicht richtig: Die erste Version kannte nur das COM-Format f&uuml;r Programme, &uuml;bernommen von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">CP\/M<\/a>. Programme konnten so maximal 64 KByte gro&szlig; sein und maximal 64 KByte Daten nutzen, was auch den legend&auml;ren Spruch (\u201e640 KByte sind genug f&uuml;r jedermann\u201c von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/gates.shtml\">Bill Gates<\/a> aus der Zeit erkl&auml;rt.<\/p>\n<p>IBMs PC schlug trotzdem ein wie eine Bombe. Einfach wegen des Rufs der Firma. Dieser Ruf f&uuml;hrte auch dazu das andere Firmen mehr Pcs verkauften, denn nun wurden viele Entscheider erst auf die Maschinen aufmerksam. IBMs Verkaufsprognosen f&uuml;r f&uuml;nf Jahre wurde schon nach einem Jahr &uuml;bertroffen. Dei Nachfrage war so gro&szlig;, dass eine deutsche Version erst zwei Jahre nach der in den USA erschien, vorher hatte man auch nicht die Produktionskapazit&auml;t den europ&auml;ischen Markt zu bedienen.<\/p>\n<p>IBM hatte damit gerechnet das man bei dem \u201eoffenen\u201c Konzept \u2013 es wurde auch der PC in allen Details dokumentiert, damit m&ouml;glichst viele Firmen Zubeh&ouml;r entwickelten, f&uuml;r das IBM gar nicht die Entwicklungskapazit&auml;t hatte \u2013 es bald Nachahmer geben w&uuml;rde. Das gab es schon, so hatte sich der ehemalige IBM Entwickler des System 360, Gene Amdahl selbstst&auml;ndig gemacht und IBMs Systeme nachgebaut und war damit erfolgreich. IBM meinte aber, weil sie gr&ouml;&szlig;ere Mengen aller Komponenten bezogen, w&uuml;rden sie billiger produzieren und so konkurrieren k&ouml;nnen. Die Firma hatte auch darauf geachtet und Intel musste damit ihr Prozessor verwendet wurde ihn lizenzieren, so an AMD, Harris und andere Halbleiterhersteller. In vielen IBM PC steckte auch ein 8088 von AMD.<\/p>\n<p>Der einzige Knackpunkt war das BIOS. Zuerst &uuml;berwand Compaq \u2013 damals eine neu gr&uuml;ndete Firma \u2013 die H&uuml;rde. Sie programmierten es nach, verwandten aber nicht den originalen Code. Sp&auml;ter wurde auch ein rechtlich einwandfreies Bios von Phoenix als Produkt angeboten.<\/p>\n<p>Doch zuerst sah es nach einem Siegeszug aus: Zuerst erschienen MS-DOS kompatible Rechner, das hei&szlig;t der Rechner verwandte auch einen 8086\/88 Prozessor und das Betriebssystem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/qdos.shtml\">MS-DOS<\/a> (von IBM als PC-DOS verkauft), die Technik des Rechners war aber eine andere. Rechner dieser Art waren z.B. der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sirius-ibm-pc.shtml\">Sirius Victor<\/a> oder der Texas Instruments Rainbow. Sie hatten auf lange Zeit aber keine Chance. Zum einen, weil der PC zum Standard wurde, zum anderen, weil er so langsam war. Es b&uuml;rgerte sich ein, am Betriebssystem vorbei zu programmieren und das BIOS anzusprechen oder direkt auf die Hardware zuzugreifen. Das klappte bei den MS-DOS kompatiblen nicht.<\/p>\n<p>Es erschienen so auch bald Nachbauten. Zuerst von anderen etablierten Computerherstellern wie Wang, HP oder NCR. Preislich &auml;hnlich wie der IBM PC angesiedelt, waren diese keine Bedrohung, Sp&auml;ter folgten die \u201eneuen\u201c Hersteller von Mikrocomputer, so fertigten auch Commodore, Tandy, Schneider oder Atari IBM PC Kompatible. Sie hatten zum einen den Zugang zu einem ganz anderen Markt \u2013 die Rechner wurden dort verkauft wo auch die anderen Rechner der Firmen verkauft wurden also &uuml;ber den Computerfachhandel. Ebenso wandten sie sich eher an Kunden, die sonst eher einen Rechner dieser Firmen gekauft h&auml;tten. Vor allem aber brachten diese Firmen ihre Erfahrung in die Fertigung der Rechner ein und diese Rechner wurden deutlich billiger als der IBM PC verkauft.<\/p>\n<p>IBM senkte auch seine Preise relativ selten. Das war damals ungew&ouml;hnlich, weil die Preise f&uuml;r einen PC laufend sanken. Am extremsten war die 1982\/83, bei den Heimcomputer als Commodore mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/c64.shtml\">C64<\/a> einen Preiskampf lostrat und den preis f&uuml;r den Rechner innerhalb eines Jahres halbierte. Dazu kam eine Vertriebspolitik, die vor allem auf den Gro&szlig;kundenstamm ausgerichtet war und H&auml;ndler bevorzugte die gro&szlig;e Mengen abnahmen. Das f&uuml;hrte dazu, dass diese oft zu viele PC bestellten um Rabatte zu erhalten, die sie dann nicht los bekamen. Michael Dell begann seine Karriere, indem er diese Restposten aufkaufte und weiter verkaufte.<\/p>\n<p>Richtig bedrohlich wurden die Nachbauten aber erst zum Ende der Achtziger Jahre. Damals brachte die Firma Chips &amp; Technologies den ersten Chipsatz heraus. Chips &amp; Technologies produzierten f&uuml;nf Chips, welche 63 Bausteine des Motherboards eines IBM-AT ersetzten. Sie kosteten nur 72,40 Dollar. Nun produzierten zahlreiche Firmen kompatible Hauptplatinen, die noch dazu, weil nur wenige Chips ben&ouml;tigt wurden, preiswerter als IBMs eigene Platinen waren. Vorher ben&ouml;tigte eine Computerfirma viel Erfahrung, um eine eigene Hauptplatine zu designen und Kapital um sie inm Gro&szlig;serie zu bauen, nun tauchten \u201ekompatible Motherboards\u201c aus Taiwan auf. Es begann die Zeit der \u201eNo-Name\u201c Kompatiblen.<\/p>\n<p>IBMs Marktanteilsverlust beruht aber mehr auf eigenen Fehlern, denn wie Apple bis heute beweist sind Benutzer durchaus bereit f&uuml;r das Image einer Firma einen deutlichen Mehrpreis zu bezahlen. Es waren zwei wesentliche Gr&uuml;nde: IBMs Tr&auml;gheit und das Abr&uuml;cken von \u201eoffenen Standards\u201c. Die Tr&auml;gheit zeigte sich daran, dass IBM zwar den ersten PC innerhalb eines Jahres fertigstellen konnten, sie aber zwei Jahre brauchten um den Nachfolger zu designen, der nun auf dem Intel <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80286.shtml\">80286<\/a> basierte: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibm-pc-at.shtml\">Der IBM PC AT.<\/a> Beim n&auml;chsten Prozessor \u2013 dem 1985 erschienen 80386 Prozessor \u2013 wartete nun die Konkurrenz nicht. Compaq brauchte im September 1986 den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/compaq.shtml\">Compaq Deskpro 386<\/a> auf den Markt \u2013 neben dem neuen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">Prozessor 80386<\/a>, war die einzige &Auml;nderung das zwei Busstecker verl&auml;ngert waren um die zus&auml;tzlichen Signale des Prozessors bereitzustellen.<\/p>\n<p>IBM kam ein PC mit dem neuen Prozessor erst ein Jahr sp&auml;ter mit dem Modell 80 auf den Markt. Das war weniger eine wirtschaftliche Entscheidung \u2013 die meiste Kasse machte man mit der Plattform die etabliert und etwas &auml;lter war, auch weil ein PC mit der neuesten Technik 10.000 bis 20.000 DM kostete, inflationsbereinigt in etwa die gleiche Summe heute in Euro. Das konnten sich nicht viele leisten. Es war vielmehr ein Imageverlust: denn nun war nicht mehr IBM an der Spitze des Fortschritts.<\/p>\n<p>Gravierender war, das IBM den offenen PC nun als Nachteil sah. Das betraf zwei Dinge: Zum einen die Steckpl&auml;tze die dokumentiert waren, zum zweiten \u2013 eher unabsichtlich \u2013 das Betriebssystem, denn Bill Gates hatte beim Vertragsabschluss auf das Recht bestanden es an andere Hersteller zu lizenzieren. Beides sollte verschwinden. Mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ps-2-os2.shtml\">PS\/2 (Personal System 2) <\/a>f&uuml;hrte IBM etliche Hardwareneuigkeiten ein die das System lange &uuml;berlebten wie den VGA Standard oder des PS\/2 Anschluss f&uuml;r M&auml;use oder Tastaturen. Kernpunkt war aber ein neues erheblich schnelleres und leistungsf&auml;higes Bussystem der Microchanel und der war zum einen patentrechtlich abgesichert \u2013 wer eine Karte daf&uuml;r entwickeln wollte, musste Lizenzgeb&uuml;hren zahlen. Karten f&uuml;r den alten \u2013 ISA Bus \u2013 funktionierten dort aber nicht, anders als bei der Erweiterung des Buses von Compaq. Zusammen mit Microsoft entwickelte IBM OS\/2 \u2013 eigentlich wollten sie es alleine entwickeln, hatten jedoch die Bef&uuml;rchtung das sie es alleine nicht hinbekommen. Hier w&uuml;rde eine Basisversion von Microsoft vertrieben werden, eine leistungsf&auml;higere Version g&auml;be es nur von IBM. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/OS-2.shtml\">Entwicklung von OS\/2<\/a> verlief schleppend, zudem bestand IBM drauf, das man zuerst den 80286 als Codebasis nehmen w&uuml;rde \u2013 der war zwar zum Entwicklungszeitpunkt verbreiteter, aber als die erste Version erschien deckte der 386er in den meisten Rechner im Markt.<\/p>\n<p>Das ganze ging schief. Microchannel konnte sich nicht auf dem Markt durchsetzen und selbst IBM kehrte zum alten Bus zur&uuml;ck. Bei <a href=\"https:\/\/bernd-leitenberger.de\/OS-2.shtml\">OS\/2<\/a> war die Konkurrenz <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/windows.shtml\">Windows<\/a>. Obwohl in Stabilit&auml;t und Leistungsf&auml;higkeit mit OS\/2 nicht vergleichbar \u2013 Windows bis zum Ende der Neunziger Jahre war nur ein Aufsatz auf DOS, kein eigenst&auml;ndiges Betriebssystem \u2013 setzte es sich durch. Windows brauchte weniger Ressourcen und es gab von OS\/2 zuerst nur eine textbasierte Version, wie MS-DOS. Nebenbei hatte <a href=\"https:\/\/bernd-leitenberger.de\/Windows-Geschichte.shtml\">Windows<\/a> als DOS-Aufsatz den Vorteil das alle DOS-Programme, also das, was die Leute schon hatten, problemlos liefen, w&auml;hrend die <a href=\"https:\/\/bernd-leitenberger.de\/DOS-Versionen.shtml\">DOS<\/a>-Emulation von OS\/2 nur sehr schlecht funktionierte.<\/p>\n<p>Das Signal, das beide Entscheidungen aussandte, war \u2013 IBM verabschiedet sich von dem Standard, den es selbst schuf. Das kostete am meisten Marktanteile. Diese Entscheidung war auch nicht wiedergutmachbar.<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibmpc-auf-abstieg.shtml\"> Von nun an ging es noch rascher bergab<\/a>. In den Neunzigern entwickelte Windows sich zum Standard, auch bei Firmen mit der Windows NT Linie. Ein Industriegremium unter der Leitung von Intel schuf nun die neuen Standards die man brauchte, weil alte Bussysteme auf dem Mainboard, dem Festplattenkontroller und zu Peripherieger&auml;ten nicht gen&uuml;gend Geschwindigkeiten hatten. Der erste neue Standard waren die PCI-Steckpl&auml;tze. Schlussendlich verkaufte IBM die PC-Sparte die immer weniger Marktanteile hatte an Lenovo und konzentrierte sich wieder auf die gr&ouml;&szlig;eren Rechner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17741\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17741\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Die Geschichte um die Entstehung des IBM PC ist legend&auml;r und wurde auch von mir schon auf der Website in zwei Artikeln gew&uuml;rdigt. Doch heute stellt IBM keine PCs mehr her. Am 1.5.2005 verkaufte IBM seine PC-Sparte f&uuml;r 1,75 Milliarden Dollar an den chinesischen Hersteller Lenovo. 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April 2011","format":false,"excerpt":"Nun einige Wochen nach dem Super-Gau von Japan wird es an der Zeit f?r eine Nachlese und zwar eine etwas allgemeiner gehaltene. Ich m?chte an dieser Stelle mal meine Einstellung zur Kernkraft in den letzten Jahrzehnten reflektieren. Ich war urspr?nglich f?r Kernkraft. Wie viele andere, glaubte ich an umweltfreundliche Energie\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":18502,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/22\/der-ariane-kompatible-orbit\/","url_meta":{"origin":17741,"position":5},"title":"Der Ariane-Kompatible Orbit","author":"Bernd Leitenberger","date":"22. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Heute wieder ein Grundlagenblog f\u00fcr alle, die die Grundlagen auf der Website noch nicht entdeckt haben, oder sie ihnen zu detailliert sind oder die einfach nur den Blog lesen. 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