{"id":17797,"date":"2024-11-19T16:36:45","date_gmt":"2024-11-19T15:36:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17797"},"modified":"2024-11-19T16:36:45","modified_gmt":"2024-11-19T15:36:45","slug":"hochdrucktriebwerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/11\/19\/hochdrucktriebwerke\/","title":{"rendered":"Hochdrucktriebwerke"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17797\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17797\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Zeit mal f&uuml;r einen neuen Grundlagenblog. Ich will nicht die ganzen Grundlagen nochmals durchkauen, aber mal auf eine Triebwerksserie eingehen, die derzeit ihren Einstand in den USA feiert: Hochdrucktriebwerke nach dem Prinzip des \u201eStaged Combustion\u201c. Die deutsche &Uuml;bersetzung \u201eGestufte Verbrennung\u201c finde ich so gar nicht toll und verwende lieber den englischen Begriff.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/869ebd6fa6ae4db3b55f4db357c0945b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"western\">Aktive Treibstofff&ouml;rderung<\/h2>\n<p>Wie schon gesagt, die ganzen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/triebwerke.shtml\">Grundlagen<\/a> lasse ich mal weg, aber das Prinzip der Treibstofff&ouml;rderung muss ich mal erl&auml;utern. Gelangt der Treibstoff in die Brennkammer \u2013 meist noch fl&uuml;ssig \u2013 und verbrennt er dort so steigen Volumen und Temperatur an. Nach den Gesetzen der Thermodynamik steigt dann auch der Druck an, die Brennkammer steht unter Druck, dem Verbrennungsdruck. W&uuml;rde der Treibstoff nicht unter Druck eingespritzt werden, es k&auml;me keiner durch diesen Gegendruck mehr in die Brennkammer, die Verbrennung w&uuml;rde erl&ouml;schen.<\/p>\n<p>Daher wird der Treibstoff immer unter Druck eingespritzt. Bei einer passiven F&ouml;rderung stehen die Tanks selbst unter Druck, bei einer aktiven F&ouml;rderung wird der Druck durch eine Pumpe aufgebaut. Beide Verfahren m&uuml;ssen ber&uuml;cksichtigen, dass der Druck durch die Passage der Leitungen und vor allem des Injektors, der die beiden Komponenten Oxidator und Verbrennungstr&auml;ger durchmischen muss, abnimmt bis die Brennkammer erreicht wird.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Erkl&auml;rung des Gasgeneratorprinzips<\/h2>\n<p>Das &auml;lteste aktive Treibstofff&ouml;rderverfahren ist das Gasgeneratorprinzip, erfunden f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/a4.shtml\">A-4<\/a>, wird es auch in den USA als \u201eGas generator cycle\u201c bezeichnet. Es ist das wichtigste Nebenstromverfahren. Wie dieser Begriff aussagt, gibt es neben dem Hauptstrom des Treibstoffs noch einen Nebenstrom im Triebwerk.<\/p>\n<p>Die A-4 nutzte daf&uuml;r eigene Treibstoffe: Es wurde Kaliumpermanganat und Wasserstoffperoxid hinzugeladen. Das Kaliumpermanganat zersetzte das Wasserstoffperoxid katalytisch, es entstand hei&szlig;er Wasserdampf zusammen mit Sauerstoff. Auch die fr&uuml;hen US- und russischen Raketen wie <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/redstone.shtml\">Redstone<\/a>, R-4, R-5 und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/semjorka.shtml\">R-7 <\/a>setzten dieses Prinzip ein. Sp&auml;ter verwandte man die Treibstoffvorr&auml;te, die sowieso schon vorhanden waren.<\/p>\n<p>Egal ob nun separate Treibstoffe oder aus den Haupttanks: Die Treibstoffe kommen in eine kleine Brennkammer wo sie verbannt werden. Diese hei&szlig;t bvei diesem Prinzip \u201eGasgenerator\u201c und daher kam auch der Name zustande. Das Mischungsverh&auml;ltnis ist dabei so gew&auml;hlt, dass die Temperaturen nicht zu hoch sind, typisch zwischen 700 und 800 Grad Celsius. Das erlaubt es eine sehr einfache Brennkammer zu konstruieren, die man nicht k&uuml;hlen muss. Erreicht wird dies bei Verwendung der eigenen Treibstoffe durch die Ver&auml;nderung des Mischungsverh&auml;ltnisses: Die Mischung ist so gew&auml;hlt, dass eine Komponente komplett umgesetzt wird, die andere nur zum Teil. Bei LOX\/Kerosin w&uuml;rde man sie sauerstoffreich gestalten, um das Kerosin vollst&auml;ndig umzuwandeln, denn ist das nicht der Fall so enth&auml;lt das Gemisch auch zahlreiche h&ouml;her molekulare Substanzen, die beim Abk&uuml;hlen fest werden und die sich dann an unerw&uuml;nschten Stellen niederschlagen k&ouml;nnen. Der Rest des Sauerstoffs wird nicht verbrannt und stellt so praktisch eine inerte Masse dar, sie aber mit erw&auml;rmt wird. Bei der Ariane 1-4 hat man zus&auml;tzlich Wasser eingespritzt, um den Anteil an Wasserdampf zu erh&ouml;hen, das ist wichtig f&uuml;r die Turbine. In den Gasgenerator gelangt aber nur ein kleiner Teil des Treibstoffs, typisch einige Prozent des Flusses zur Brennkammer.<\/p>\n<p>Eine Turbine wandelt die thermische Energie des Gases in mechanische Energie um, indem sie einen Rotor in schnelle Drehungen versetzt. Das Gas k&uuml;hlt dabei ab. Das Wasser im Gasgemisch unterschreitet dabei den Siedepunkt, wird fl&uuml;ssig, das erzeugt einen Unterdruck, der weitere Gase ansaugt.<\/p>\n<p>Auf dem durch den Rotor in Drehung gebrachten Schaft der Turbine sitzt nun eine Pumpe, die den Treibstoff aus den Hauptleitungen zum Tank ansaugt und unter Druck entl&auml;sst. Die fr&uuml;hesten Pumpen entstanden aus Kreiselpumpen der Feuerwehr f&uuml;r die A-4. Heute gibt es auch andere Pumpen, wie die Axialpumpe die bei hohen F&ouml;rderleistungen f&uuml;r die F&ouml;rderung von Wasserstoff zum Einsatz kommt. In der Regel bilden Turbine und Pumpe eine Einheit in einem gemeinsamen Geh&auml;use. Sie werden daher als \u201eTurbopumpe\u201c bezeichnet. Das ist aber nicht immer so, es kann auch nur eine Turbine f&uuml;r beide Pumpen geben die dann eine Pumpe direkt und die andere &uuml;ber ein &Uuml;bersetzungsgetriebe antreibt. Die Funktion der Pumpe ist die gleiche wie die in einem Hochdruckreiniger: sie entl&auml;sst den Treibstoff unter hohem Druck.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu dem Gasstrom aus der Turbine. Der wird beim Nebenstromverfahren nach Passage der Turbine entlassen. Meist &uuml;ber einen \u201eAuspuff\u201c neben dem Triebwerk. Er tr&auml;gt so etwas zum Schub bei. Das hei&szlig;e Gas, das immer noch etwas unter Druck steht, kann aber auch f&uuml;r andere Zwecke eingesetzt werden, z.B. als Pneumatikgas f&uuml;r das Schwenken der Triebwerke oder als Lagekontrollgas f&uuml;r D&uuml;sen an den Rollachsen.<\/p>\n<p>Der gro&szlig;e Nachteil des Nebenstromverfahrens ist, dass der Energiegehalt des Gases f&uuml;r den Nebenstrom kaum ausgenutzt wird. W&uuml;rde man es vollst&auml;ndig verbrennen so w&uuml;rde man Temperaturen von &uuml;ber 3000 Grad Celsius erreichen. Macht man eine Effizienzberechnung, so ist es so, das f&uuml;r die Steigerung der F&ouml;rderleistung der Treibstoffbedarf f&uuml;r den Nebenstrom ansteigt. Die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit des Gases nach Verlassen der Brennkammer steigt dabei zuerst stark an, dann jedoch immer langsamer. So gibt es ein Optimum, bei dem ein Antrieb den maximalen Gesamtimpuls (das Produkt aus Schub <span style=\"font-family: Arial Narrow, sans-serif;\">\u00d7<\/span> Zeit) erreicht, das ist bei etwa 90 bis 100 Bar Brennkammerdruck der Fall.<\/p>\n<p>Alle US-Triebwerke mit aktiver Treibstofff&ouml;rderung bis 1970 setzten ausschlie&szlig;lich dieses Prinzip ein. Seitdem wird es f&uuml;r neue Triebwerke mit einer Ausnahme nicht mehr verwandt. Die einzige Ausnahme ist das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/merlin.shtml\">Merlin Triebwerk<\/a> von SpaceX. Das liegt aber auch daran, das seit 1970 kaum noch neue Triebwerke in den USA entwickelt wurden und nur vorhandene verbessert wurden.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Erkl&auml;rung des Tap-Off Verfahrens<\/h2>\n<p>Das zweite wichtigste Nebenstromverfahren ist das <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Combustion_tap-off_cycle\">Tap-off Verfahren<\/a>, f&uuml;r das es soweit ich wei&szlig;, keine deutsche &Uuml;bersetzung gibt. Bei diesem Verfahren ist die Brennkammerwand an einer stelle nicht geschlossen, sondern enth&auml;lt z.B. kleine L&ouml;cher. Das Verbrennungsgas tritt aus und wird eingesammelt, z.B. indem man einen Ring um die Stelle zieht. Das Gas steht nat&uuml;rlich auch unter hohem Druck und ist hei&szlig;. Es kann so direkt f&uuml;r den Antrieb der Turbine eingesetzt werden. Der Gasgenerator entf&auml;llt bei dieser Variante. Danach ist der Weg aber der gleiche, auch hier wird das Gas nicht mehr zur&uuml;ck in die Brennkammer geleitet. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, das hier das Gas vollst&auml;ndig verbrannt wird, anstatt das eine Komponente im &Uuml;berschuss verwendet wird. Daf&uuml;r muss man die hohen Temperaturen beherrschen, die das Gas in der Brennkammer hat. Das J-2S war das erste Triebwerk das es einsetzte. Neuere Triebwerke mit de, Tap-off Zyklus sind das Miranda von Firefly Aerospace oder das BE-3 von Blue Origin.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Erkl&auml;rung des staged combusion Verfahrens<\/h2>\n<p>Hauptstromverfahren hei&szlig;en so, weil es nur einen Gas- \/ Fl&uuml;ssigkeitssstrom gibt, also im Idealfall nur eine Treibstoffleitung von den Tanks zu den Triebwerken. Das eigentliche Prinzip ist aber das gleiche: Auch hier wird eine Komponente im &Uuml;berschuss mit der anderen verbrannt. Nur ist es diesmal die gesamte Menge der Komponente im &Uuml;berschuss, also z.B. der gesamte Sauerstoff mit einem kleinen Teil des Kerosins. Anstatt Gasgenerator spricht man dann von einem Vorbrenner (Pre-Burner), er funktioniert aber genauso. Auch der Weg danach ist der gleiche: zu einer Turbine und einer Turbopumpe, nur das das Verbrennungsgas nun nicht nur die Turbine antreibt, sondern direkt in die Pumpe gelangt, w&auml;hrend der Teibstoffstrom beim Nebenstromverfahren eine eigene Leitung f&uuml;r den zu f&ouml;rdernden Treibstoff hat.<\/p>\n<p>So gelangt der ganze Treibstoff in die Brennkammer. Die wichtigste Folge dieses Verfahren der Staged Combustion ist, das die Gasmenge nach Passage des Vorbrenners viel gr&ouml;&szlig;er ist als beim Gasgeneratorverfahren. Dort werden typisch 2 bis 5 Prozent des Treibstoffs daf&uuml;r genutzt. Hier wird eine Komponente vollst&auml;ndig verbrannt. Selbst bei hohen Mischungsverh&auml;ltnissen, wie 6:1 beim SSME ist das mindestens 17 % der gesamten Treibstoffmenge. Es ist viel mehr Gas das dann eine viel gr&ouml;&szlig;ere Antriebsleistung hat und das schl&auml;gt sich in einem h&ouml;heren Brennkammerdruck nieder. Deshalb spreche ich auch von Hochdrucktriebwerken, weil diese eigentlich nur mit dieser Technologie arbeiten, auch wenn das nicht korrekt ist.<\/p>\n<p>Russland ist schon Mitte der Sechziger Jahre auf dieses Prinzip umgeschwenkt. Die meisten seitdem entwickelten russichen Raketentriebwerke arbeiten nach diesem Prinzip. Die ersten Staged Combustion Triebwerke waren die RD-253 Triebwerke der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/proton.shtml\">Proton<\/a>. Die USA haben zuerst nur das SSME nach diesem Prinzip entwickelt. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn das Verfahren hat MBB entwickelt und auch ein Patent darauf erhalten. Inzwischen gibt es mit dem BE-4 und Raptor weitere Triebwerke nach dem Prinzip. Die russischen Triebwerke f&uuml;r die Treibstoffe LOX\/Kerosin und NTO\/UDMH verbrennen jeweils den Oxidator vollst&auml;ndig mit einem Teil des Verbrennungstr&auml;gers. (Im US-Jargon: \u201eoxygen rich\u201c) So wird vermieden, dass es teilverbannte Kohlenwasserstoffe gibt, die sich zu h&ouml;hermolekularen Produkten verbinden. Das bekannteste dieser Produkte ist Ru&szlig;. Sie k&ouml;nnen sich ablagern und so Pumpe oder Injektor sch&auml;digen.<\/p>\n<p>Beim SSME wird dagegen der Wasserstoff vollst&auml;ndig verbrannt. Die beiden Verfahren werden im Englischen als \u201eoxygen-rich\u201c und \u201efuel-rich\u201c bezeichnet. Was vollst&auml;ndig verbrannt wird orientiert sich prim&auml;r am Treibstoff, auf die Performance hat das wenig Einfluss. Eine Variante setzt das Raptor ein, bei dem beide Prinzipien eingesetzt werden. Die Methanturbopumpe hat einen Vorbrenner mit methanreichem Gemsich und die Sauerstoffturbopumpe einen zweiten Vorbrenner mit sauerstoffreichem Gemisch. Da man in beiden Vorbrennern die Mischungsverh&auml;ltnisse einstellen kann, was bei nur einem Vorbrenner nicht m&ouml;glich ist, kann man die Temperaturen des Gases begrenzen, was der Lebensdauer der Turbopumpe zugutekommt. F&uuml;r nicht-wiederverwendbare Triebwerke ist das nicht n&ouml;tig, aber f&uuml;r die weiterverwendbaren Raptors schon.<\/p>\n<p>SpaceX Fans werden nicht m&uuml;de zu betonen, das das was gaaanz besonderes sei. Nun ja es ist deswegen was gaaanz besonderes wie auch die Rutherford-Triebwerke der Electron oder das Miranda von Firefly oder die beiden BE-3\/4 Triebwerke von Blue Origin was gaaaanz besonderes sind, weil die USA seit dem SSME von 1972 kein neues Triebwerk entwickelt haben. Es gibt deswegen wenig Vergleichbares und so hat jede Firma eine L&ouml;sung gefunden, die kein anderer einsetzt.<\/p>\n<p>Wenn man eine funktionierende Technologie hat, dann setzt man diese ein, anstatt was neues zu entwickeln. Nur wer neu im Gesch&auml;ft ist, hat die Wahl welche Technologie er einsetzt. Er kann ja nicht auf etwas schon vorhandenes aufbauen. Das ist so wie bei der deutschen Automobilindustrie: klar kann die auch Elektroautos bauen, aber solange die Verbrenner gekauft werden, entwickelt sie eben keine. In Russland geht man genauso vor: dort hat man so viel Erfahrung mit staged Combustion, dass man sogar das im Auftrag von Indien entwickelte Wasserstoff-Triebwerk f&uuml;r eine Oberstufe in dem Verfahren entwickelt hat, obwohl bei so kleinen Sch&uuml;ben und Wasserstoff als Treibstoff das Expander-Cycle Verfahren als zweites wichtigstes Hauptstromverfahren deutliche Performance- und Gewichtsvorteile hat.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Vorteile des staged combustion Verfahrens<\/h2>\n<p>Neben der vollst&auml;ndigen Ausnutzung des Treibstoffs \u2013 es wird zwar ein Teil der Energie immer noch ben&ouml;tigt, um die Pumpe anzutreiben, aber der Rest der chemischen Energie wird vollst&auml;ndig ausgenutzt \u2013 ist der Hauptvorteil der hohe Druck mit dem die Treibstoffe in die Brennkammern gelangen. Wie beschrieben liegen die meisten Nebenstromtriebwerke unter einem Brennkammerdruck von 100 bar, die einzige Ausnahme ist das Vulcain der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane5.shtml\">Ariane 5<\/a>\/6 das bei 120 Bar liegt. Dagegen sind 200 Bar Druck bei Nebenstromtriebwerken nicht ungew&ouml;hnlich. Die Raptor 2 von SpaceX haben 300 Bar Druck, das SSME 220 Bar und das BE-4 134 Bar. Das RD-191 als aktuelles russisches Triebwerk hat einen Druck von 258 Bar. Andere russische Triebwerke erreichen bis zu 270 Bar.<\/p>\n<p>Der Schub einer Brennkammer berechnet sich nach Brennkammerfl&auml;che x Brennkammerdruck. Gemeint ist dabei die Stirnfl&auml;che bevor sich die Brennkammer zur D&uuml;se verengt. Es ist klar, das wenn ich den Brennkammerdruck von 100 auf 200 Bar verdoppele, ich den doppelten Schub erhalte, oder wenn ich den konstanten Schub erhalten m&ouml;chte, ist die Fl&auml;che halb so gro&szlig;, die Brennkammer und damit auch das Triebwerk kleiner. Die Brennkammer wird dabei wenig an Gewicht verlieren \u2013 sie ist zwar kleiner muss aber mehr Druck aushalten, weshalb die Wandst&auml;rke dicker wird, was sich dann ausgleicht. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Turbopumpen. Man spart aber einige Leitungswege ein. Vor allem an der D&uuml;se kann man Gewicht sparen. Eine Kennziffer der D&uuml;se ist ihr Fl&auml;chenverh&auml;ltnis. Sie gibt das Verh&auml;ltnis der Fl&auml;che am D&uuml;senbeginn zum D&uuml;senende an. Ein Fl&auml;chenverh&auml;ltnis von 25 bedeutet, dass die D&uuml;se an der M&uuml;ndung die 25-fache Fl&auml;che der Brennkammerstirnfl&auml;che hat. Das entspricht dem f&uuml;nffachen Durchmesser.<\/p>\n<p>Ist die Brennkammerfl&auml;che nun durch h&ouml;heren Brennkammerdruck kleiner, so ist es die D&uuml;se bei einem gegebenen Fl&auml;chenverh&auml;ltnis auch und das spart Gewicht ein. Selbst wenn man denselben D&uuml;senm&uuml;ndungsdruck haben will, also eine definierte Restenergie im ausstr&ouml;menden Gas, so spart man Gewicht ein, weil die Druckabnahme exponentiell erfolgt, das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis aber nur quadratisch ansteigt.<\/p>\n<p>Der spezifische Impuls ist schon alleine durch die vollst&auml;ndige Nutzung des Treibstoffs h&ouml;her. Leider kenne ich nur ein Beispielm wo man den Effekt illustrieren kann: die sowjetische <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hercules.shtml\">Mondrakete N-1<\/a> setzte zuerst Nebenstromtriebwerke ein. Sp&auml;ter sollten diese durch Hauptstromtriebwerke mit in etwa demselben Schub und demselben Treibstoff ersetzt werden (die Testfl&uuml;ge erfolgten, aber mit den Nebenstromtriebwerken, die Triebwerke werden heute in der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sojus-varianten.shtml\">Sojus 2.1v<\/a> und fr&uuml;her in der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/taurus-ii.shtml\">Antares<\/a> eingesetzt). Hier ein Vergleich der Daten:<\/p>\n<table width=\"558\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th width=\"162\">Gr&ouml;&szlig;e<\/th>\n<th width=\"89\">NK-15<\/th>\n<th width=\"89\">NK-15V<\/th>\n<th width=\"97\">NK-33<\/th>\n<th width=\"99\">NK-43<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">eingesetzt in<\/td>\n<td width=\"89\">1 Stufe<\/td>\n<td width=\"89\">2 Stufe<\/td>\n<td width=\"97\">1 Stufe<\/td>\n<td width=\"99\">2 Stufe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">interner Produktcode<\/td>\n<td width=\"89\">11D51<\/td>\n<td width=\"89\">11D52<\/td>\n<td width=\"97\">11D111<\/td>\n<td width=\"99\">11D112<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Entwicklungszeitraum<\/td>\n<td width=\"89\">1962-1972<\/td>\n<td width=\"89\">1962-1972<\/td>\n<td width=\"97\">1970-1974<\/td>\n<td width=\"99\">1969-1974<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Einsatz<\/td>\n<td width=\"89\">N-1 Flug 1-7<\/td>\n<td width=\"89\">N-1 Flug 1-7<\/td>\n<td width=\"97\">N-1F Flug 8ff<br \/>\nAntares<\/td>\n<td width=\"99\">N-1F Flug 8ff<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">H&ouml;he<\/td>\n<td width=\"89\">2.34 m<\/td>\n<td width=\"89\">2,70 m<\/td>\n<td width=\"97\">3.71 m<\/td>\n<td width=\"99\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Breite<\/td>\n<td width=\"89\">1.50 m<\/td>\n<td width=\"89\">2.00 m<\/td>\n<td width=\"97\">1.50 m<\/td>\n<td width=\"99\">2.50 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Gewicht<\/td>\n<td width=\"89\">1247 kg<\/td>\n<td width=\"89\">1345 kg<\/td>\n<td width=\"97\">1354 kg<\/td>\n<td width=\"99\">1471 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Schub Boden<\/td>\n<td width=\"89\">1510 kN<\/td>\n<td width=\"89\"><\/td>\n<td width=\"97\">1510 kN<\/td>\n<td width=\"99\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Schub Vakuum<\/td>\n<td width=\"89\">1544 kN<\/td>\n<td width=\"89\">1648 kN<\/td>\n<td width=\"97\">1690 kN<\/td>\n<td width=\"99\">1770 kN<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">spez. Impuls Boden<\/td>\n<td width=\"89\">2913 m\/s<\/td>\n<td width=\"89\"><\/td>\n<td width=\"97\">2923 m\/s<\/td>\n<td width=\"99\">.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">spez. Impuls Vakuum<\/td>\n<td width=\"89\">3118 m\/s<\/td>\n<td width=\"89\">3334 m\/s<\/td>\n<td width=\"97\">3247 m\/s<\/td>\n<td width=\"99\">3404 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Brennkammerdruck<\/td>\n<td width=\"89\">78.5 Bar<\/td>\n<td width=\"89\">78.5 Bar<\/td>\n<td width=\"97\">145.7 Bar<\/td>\n<td width=\"99\">145.7 Bar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Technologie:<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"181\">Nebenstromverfahren<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"201\">Hauptstromverfahren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"162\">Schub\/Gewichtsverh&auml;ltnis<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"181\">123-124<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"201\">120-125<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wir haben also eine Steigerung des spezifischen Impulses um 70 m\/s im Vakuum und 130 m\/s beim Start auf Meeresh&ouml;he. &Auml;hnlich hoch steigt auch der Schub an. Er ist also nicht wie beim Brennkammerdruck fast doppelt so gro&szlig;, weil nat&uuml;rlich das Gas in der D&uuml;se expandiert und relevant nur der D&uuml;senm&uuml;ndungsdruck ist. Auch das Schub\/Gewichtsverh&auml;ltnis als wichtige Kenngr&ouml;&szlig;e hat sich nicht wesentlich verbessert. Dieses h&auml;ngt weniger davon ab, welches Verfahren der Treibstofff&ouml;rderung man einsetzt, sondern wie viele Reserven man bei dem Design einkalkuliert. Fr&uuml;her waren Triebwerke erheblich \u201erobuster\u201c hatten mehr Reserven f&uuml;r Schubspitzen, dickere Geh&auml;use f&uuml;r Turbopumpen, dickere W&auml;nde bei K&uuml;hlkan&auml;len als heute. Das ist der Hauptgrund f&uuml;r die besseren Schub-\/Gewichtsverh&auml;ltnisse neuerer Triebwerke. Nicht zuletzt k&ouml;nnen neuere Herstellungstechnologien wie 3D-Druck die Massen senken, weil vieles nicht geschwei&szlig;t werden muss, sondern ohne Naht direkt K&uuml;hlkan&auml;le aus dem Metall \u201egedruckt\u201c werden.<\/p>\n<p>Der spezifische Impuls l&auml;sst sich aber alleine durch den Brennkammerdruck nicht steigern. Das zeigt eine Betrachtung der Entwicklung des Raptors:<\/p>\n<table width=\"643\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th width=\"244\">Triebwerk<\/th>\n<th width=\"67\">Raptor 1<\/th>\n<th width=\"69\">Raptor 2<\/th>\n<th width=\"99\">Raptor 3 Schub<\/th>\n<th width=\"68\">Raptor ?<\/th>\n<th width=\"70\">Raptor ?<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Druck [bar]<\/td>\n<td width=\"67\">250<\/td>\n<td width=\"69\">300<\/td>\n<td width=\"99\">350<\/td>\n<td width=\"68\">400<\/td>\n<td width=\"70\">450<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Expansionsdruck e=34 [bar]<\/td>\n<td width=\"67\">0,606<\/td>\n<td width=\"69\">0,731<\/td>\n<td width=\"99\">0,845<\/td>\n<td width=\"68\">0,981<\/td>\n<td width=\"70\">1,104<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Expansionsdruck e=80 [bar]<\/td>\n<td width=\"67\">0,198<\/td>\n<td width=\"69\">0,237<\/td>\n<td width=\"99\">0,278<\/td>\n<td width=\"68\">0,320<\/td>\n<td width=\"70\">0,361<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Temperatur e=34 [K]<\/td>\n<td width=\"67\">1.313<\/td>\n<td width=\"69\">1.329<\/td>\n<td width=\"99\">1.342<\/td>\n<td width=\"68\">1.353<\/td>\n<td width=\"70\">1.364<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Temperatur e=80 [K]<\/td>\n<td width=\"67\">1.048<\/td>\n<td width=\"69\">1.062<\/td>\n<td width=\"99\">1.077<\/td>\n<td width=\"68\">1.085<\/td>\n<td width=\"70\">1.092<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Spezifischer Impuls Gleichgewicht) e=34 [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.603<\/td>\n<td width=\"69\">3.606<\/td>\n<td width=\"99\">3.609<\/td>\n<td width=\"68\">3.612<\/td>\n<td width=\"70\">3.614<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Spezifischer Impuls Gleichgewicht) e=80 [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.758<\/td>\n<td width=\"69\">3.761<\/td>\n<td width=\"99\">3.763<\/td>\n<td width=\"68\">3.765<\/td>\n<td width=\"70\">3.767<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Spezifischer Impuls (eingefroren) e=34 [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.382<\/td>\n<td width=\"69\">3.391<\/td>\n<td width=\"99\">3.400<\/td>\n<td width=\"68\">3.407<\/td>\n<td width=\"70\">3.413<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Spezifischer Impuls (eingefroren) e=80 [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.494<\/td>\n<td width=\"69\">3.505<\/td>\n<td width=\"99\">3.513<\/td>\n<td width=\"68\">3.521<\/td>\n<td width=\"70\">3.528<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Impuls gemittelt e=34, SL [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.559<\/td>\n<td width=\"69\">3.563<\/td>\n<td width=\"99\">3.569<\/td>\n<td width=\"68\">3.571<\/td>\n<td width=\"70\">3.574<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"244\">Impuls gemittelt e=80, Vakuum [m\/s]<\/td>\n<td width=\"67\">3.705<\/td>\n<td width=\"69\">3.710<\/td>\n<td width=\"99\">3.713<\/td>\n<td width=\"68\">3.716<\/td>\n<td width=\"70\">3.719<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Mittlung in den letzten beiden Zeilen erfolgte nach den Erfahrungswerten f&uuml;r Kerosin\/Wasserstoff, da Methan auch ein Kohlenwasserstoff ist: 80 % freies und 20 % eingefrorenes Gleichgewicht.<\/p>\n<p>Man sieht nur ein leichtes Ansteigen von maximal 15 m\/s, also rund 0,4 Prozent, obwohl der Druck um 80 Prozent erh&ouml;ht wurde. Ein h&ouml;herer Brennkammerdruck selbst steigert den spezifischen Impuls per se nicht. Relevant ist der D&uuml;senm&uuml;ndungsdruck und die Temperatur, denn das ist ein Ma&szlig; f&uuml;r die Restenergie, die noch im Treibstoff steckt. Die Zahlen oben beinhalten auch nicht den Treibstoff der ben&ouml;tigt wird, um die Pumpe anzutreiben, denn dessen Energie fehlt ja dann im Abgasstrom.<\/p>\n<p>Real sank beim &Uuml;bergang vom Raptor 1 zum Raptor 2 der spezifische Impuls sogar leicht, allerdings war die Hauptursache das man den D&uuml;senhals aufweitete, wodurch das Fl&auml;chenverh&auml;ltnis von beim Triebwerk f&uuml;r die Superheavy 34 auf 27-28 absank. Die Steigerung des Brennkammerdrucks hat ihre prim&auml;re Ursache darin, das SpaceX die Masse des Starships um 41 % bis zur Version 3 steigern will und mehr Masse macht mehr Schub erforderlich \u2013 mehr Triebwerke k&ouml;nnen sie aber bei der SuperHeavy kaum noch unterbringen, wie ein Foto des Hecks zeigt. Hochdrucktreibwerke sind daher ein Muss f&uuml;r sehr gro&szlig;e Raketen. Der Grund ist relativ einfach: Man hat f&uuml;r die Installation der Triebwerke eine Kreisfl&auml;che, die gegeben durch den Durchmesser der ersten Stufe ist. Verdoppelt man in einem Gedankenexperiment den Durchmesser der Rakete, so steigt die Fl&auml;che um den Faktor 4 (das hei&szlig;t im Quadrat) die Masse aber, wenn die Proportionen erhalten bleiben, um den Faktor 8 (das hei&szlig;t in der dritten Potenz). Raketen von einem Durchmesser der Saturn V oder Superheavy haben daher eng gedr&auml;ngte Triebwerke.<\/p>\n<p>SpaceX hat also praktisch keine andere M&ouml;glichkeit als den Brennkammerdruck zu steigern, wollen sei die Rakete verl&auml;ngern wie dies geplant ist, doch die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit als f&uuml;r die Nutzlast wichtigste Gr&ouml;&szlig;e beeinflusst das nicht.<\/p>\n<p>Gerne w&uuml;rde ich aktuelle Triebwerke vergleichen, es w&uuml;rde sich ein Vergleich von Merlin und Raptor anbieten, doch dazu braucht man weitere Daten der Triebwerke, wie die Massen der einzelnen Str&ouml;me, Turbinen- und Pumpenleistungen und solche Daten liegen eben nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit vor.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Fazit<\/h2>\n<p>Staged Combustion ist eine Evolution des Gasgeneratorprinzips. Wenn ich ein neues Triebwerk konstruiere, so verwende ich nat&uuml;rlich dieses bessere Verfahren. Aber es ist jetzt keine Revolution oder ein komplett anderes Verfahren wie dies zum Beispiel der Expander-Cycle ist, an den sich bisher noch keine der neuen US-Firmen herantraut.<\/p>\n<p>Der h&ouml;here Brennkammerdruck erlaubt kompaktere und etwas leichtere Triebwerke, man kann die im Treibstoff steckende Energie besser ausnutzen, das alles sind Vorteile, die man gerne mitnimmt wenn man ein Triebwerk sowieso neu konstruiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17797\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17797\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Zeit mal f&uuml;r einen neuen Grundlagenblog. Ich will nicht die ganzen Grundlagen nochmals durchkauen, aber mal auf eine Triebwerksserie eingehen, die derzeit ihren Einstand in den USA feiert: Hochdrucktriebwerke nach dem Prinzip des \u201eStaged Combustion\u201c. Die deutsche &Uuml;bersetzung \u201eGestufte Verbrennung\u201c finde ich so gar nicht toll und verwende lieber den englischen Begriff.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[3482,3481,3483,5249],"class_list":["post-17797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-gasgeneratorverfahren","tag-hauptstromverfahren","tag-staged-combustion","tag-tap-off","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":838,"today_views":2},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":5216,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/08\/10\/fcea2\/","url_meta":{"origin":17797,"position":0},"title":"FCEA2","author":"Bernd Leitenberger","date":"10. 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