{"id":17865,"date":"2025-01-06T10:34:14","date_gmt":"2025-01-06T09:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17865"},"modified":"2025-01-05T10:39:13","modified_gmt":"2025-01-05T09:39:13","slug":"software-und-ihre-preise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/01\/06\/software-und-ihre-preise\/","title":{"rendered":"Software und ihre Preise"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17865\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17865\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf das heutige Thema kam ich als ich mich k&uuml;rzlich mit der Geschichte von MITS und den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/11\/13\/microsoft-und-das-altair-basic-1\/\">Anf&auml;ngen von Microsoft<\/a> nochmals besch&auml;ftigt habe. Der Aufh&auml;nger war, dass die erste Software von Microsoft, das Altair BASIC, f&uuml;r 350 bzw. 500 Dollar ohne Kauf einer Speichererweiterungskarte f&uuml;r den Altair verkauft wurde und mit sank der Preis unter 100 Dollar. Meine bisherige Ansicht war, das MITS, bzw. Edward Roberts der Firmeneigent&uuml;mer, den Preis so hoch setzte, damit er seine Speichererweiterungskarten verkaufen konnte, die unzuverl&auml;ssig waren. Im Prinzip fuhr man billiger, wenn man eine Karte mit BASIC kaufte, als wenn man das BASIC alleine kaufte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/35a31df5f01f45f69ec1bc0cc1ec7b33\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nAber so war dem nicht. Der Preis wurde von Bill Gates so festgelegt und als sie sich von MITS gel&ouml;st hatten, war ihr erstes Produkt FORTRAN-80 und das verkauften sie auch f&uuml;r 500 Dollar. Zeit mal zu beleuchten, was das besondere an Software ist und wie sich das auf die Preise auswirkt.<!--more--><\/p>\n<figure style=\"width: 327px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"\/img\/presie12-89-software.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium\" src=\"\/img\/presie12-89-software.png\" alt=\"Preisliste 12\/1989\" width=\"327\" height=\"1826\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Preisliste ct&#8216; 12\/1989<\/figcaption><\/figure>\n<p>Technisch und organisatorisch gesehen hat Software mehr etwas mit Literatur oder Musik zu tun. Software ist ein Produkt des menschlichen Geistes. Nur ist es eben kein literarischer Text, sondern Code in einer Programmiersprache. Der passendste Vergleich im Sch&ouml;pfungsprozess ist der mit einem Fachbuch. Wer mal an einer Uni studiert hat, wei&szlig; das es f&uuml;r jedes Fach eines oder mehrere Standwerke als Lehrb&uuml;cher \/ Nachschlagewerke gibt, in denen man vieles zu dem Fach nachlesen kann. Die waren schon zu einer Studienzeit teuer und kostete um die 100 Mark, heute wohl dieselbe Summe in Euro, was jedes Mal bei Beginn eines Semesters ein gro&szlig;es Loch in meinen Geldbeutel riss. Hinsichtlich der Distribution, also Verbreitung d&uuml;rfte Musik eher passen, denn man vertreibt einen Datentr&auml;ger, der relativ preiswert herzustellen ist. Es kam damals dann noch ein Handbuch dazu, aber das fiel bei den Preisen f&uuml;r Software nicht ins Gewicht.<\/p>\n<p>Es gibt aber einen Riesenunterschied: eine Langspielplatte kostete damals 15 bis 20 Mark, das erste Softwarepaket von Microsoft in DM umrechnet 1.200 Mark. Dabei ist die Vorgehensweise die gleiche: es ist viel Aufwand das Produkt herzustellen. An einem Fachbuch schreiben Autoren &uuml;ber Jahre, dann kommen noch Lektoren hinzu. Bei Musikproduktionen muss man ein Studio mieten, Tontechniker bezahlen. Die Investitionskosten f&uuml;r die Erstellung von Software sind dagegen relativ klein. Man braucht nur einen Computer, idealerweise den f&uuml;r den man programmiert. Das taten damals &uuml;brigens Bill Gates und Paul Allen nicht. Es existierte noch keinen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/11\/09\/die-geburt-des-bastelcomputers-1\/\">Altair <\/a>den man kaufen konnte. Paul Allen programmierte einen Emulator, eine Software die einen 8080 Prozessor simulierte auf dem Gro&szlig;rechner PDP-30 seines Arbeitsgebers Honeywell. Der Simulator lief dann auf einer PDP-30 der Uni Harvard wo Bill Gates dann das Basic im Emulator entwickelte.<\/p>\n<p>Als richtungsweisend betrachten viele daher auch den Vertrag den Bill Gates dann mit Edward Roberts abschloss. Sie verkauften nicht BASIC an MITS, sondern sie lizenzierten es an die Firma. Der Deal wird von einigen Autoren als bahnbrechend beschrieben. MITS sollte BASIC vermarkten \u2013 nicht nur als Version f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/11\/10\/die-geburt-des-bastelcomputers-2\/\">Altair<\/a>, sondern mit Anpassungen an die Hardware auch f&uuml;r andere Computer. Da zeigte sich das Bill Gates eben Sohn eines Anwalts ist und in Harvard Wirtschaft und nicht Computerwissenschaft studierte. Der Vertrag war anfangs f&uuml;r beide Seiten gut. Edward Roberts hatte als er mit dem Altair anfing Schulden. Die konnte er zwar dann begleichen und kam schnell in die Gewinnzone, doch zu dem Zeitpunkt als der Vertrag abgeschlossen war liefen die Verk&auml;ufe erst an. So musste er nur 3.000 Dollar Handgeld zahlen. F&uuml;r Gates und Allen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2024\/11\/14\/microsoft-und-das-altair-basic-2\/\">garantierte der Vertrag<\/a> dagegen Lizenzeinnahmen f&uuml;r jede Kopie. Er hatte aber eine Kappungsgrenze von 180.000 Dollar. Als die nach zwei Jahren erreicht wurde, k&uuml;ndigte Gates den Vertrag. Das ging, weil es auch einen Passus gab in dem MITS sich verpflichtete BASIC nach besten M&ouml;glichkeiten zu vermarkten. Als aber weitere Rechner mit dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8080.shtml\">8080-Prozessor<\/a> auf den Markt kamen, lehnte Roberts Anfragen von Konkurrenten ab und verstie&szlig; so gegen diesen Passus.<\/p>\n<p>Nebenbei gesagt haben Gates und Allen sich dabei eine goldene Nase verdient. 180.000 Dollar waren recht viel Geld, auch wenn es sp&auml;ter noch weitere BASIC-Versionen als nur das erste \u201e4K-BASIC\u201c gab. Gary Kildall war zur selben Zeit angestellter Professor bei der Navy. Sein Jahresgehalt betrug 20.000 Dollar. F&uuml;r das BASIC das Gates und Allen in vier Wochen zur ersten Version entwickelten bekamen sie also das neunfache Gehalt eines Uniprofessors. Als Bill Gates sich &uuml;ber mangelnde Verk&auml;ufe bei Ed Roberts beschwerte, setzte er diesen auf die Gehaltsliste \u2013 f&uuml;r 10 Dollar pro Stunde, demnach entspr&auml;che die Maximalverg&uuml;tung f&uuml;r das Altair-BASIC einen Umfang von 18.000 Mannstunden oder &uuml;ber 2.000 Arbeitstagen \/ 9 Mannjahren.<\/p>\n<p>Sp&auml;tere Versionen waren dann viel billiger. F&uuml;r die Adaption von BASIC an den Motorola 6800 Prozessor zahlte Ed Roberts nur noch etwas &uuml;ber 30.000 Dollar und in einem &auml;hnlichen Umfang lagen auch Adaptionen des \u201eMicrosoft BASIC\u201c, an verschiedene Rechner. Demgegen&uuml;ber sind 500 Dollar f&uuml;r eine Kopie schon viel, vor allem wenn man dies auf den damaligen Kaufwert bezieht. Der Altair 8800 kostete in der Basisausf&uuml;hrung nur 400 Dollar. Gary Kildall konnte sich keine neue Floppy-Disk leisten, die 500 Dollar kostete und entwickelte CP\/M auf einer ausmusterten Floppy, die die MTBF-Tests bestanden hatte. Nimmt man an das sein 20 K Jahresgehalt heute wohl eher 100 k w&auml;ren, so verlangte Microsoft den Gegenwert von 2.500 heutigen Dollar f&uuml;r ihre Software.<\/p>\n<p>Nun war das vielleicht etwas viel \u2013 Kildall verkaufte seine erste <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">CP\/M Version<\/a> f&uuml;r 75 Dollar, obwohl der Codeumfang gr&ouml;&szlig;er war als der von BASIC. Auffallend ist aber, das es noch bis in die Neunziger so war, dass Software recht teuer sein konnte. Ich habe hier mal eine Preisliste vom Dezember 1989 beigelegt. Deutlich werden einige Dinge. Die Preise differieren auch in den Kategorien. Gilt eine Software als \u201eStandard\u201c so ist sie viel teuer als die Konkurrenz. Am deutlichsten ist das bei Autocad zu sehen. Daneben wird Software mit der man Geld verdienen kann, oft teurer verkauft als Hilfsprogramme, unabh&auml;ngig vom Codeumfang. Vor allem aber gibt es eine direkte Beziehung zu den Rechnerpreisen. Es gab damals noch den IBM PC, die beiden folgenden Generationen mit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80286.shtml\">286<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">386 Prozessor<\/a> waren auch im Markt, aber nat&uuml;rlich teurere Rechner. Unix-Betriebssysteme f&uuml;r den 286 oder 386 Prozessor waren ziemlich teuer, weil ich die Rechner, die deutlich potenter als MS-DOS Rechner sein mussten, teuer waren. Business-Software f&uuml;r einen Heimcomputer, einen Atari ST oder Amiga war bei derselben Leistung viel preiswerter, weil auch die rechner weniger kosteten.<\/p>\n<p>Umgekehrt waren Spiele f&uuml;r Heimcomputer viel billiger, kostete oft unter 50 DM. Klar, wer einen Computer f&uuml;r 500 bis 1000 DM kauft, kauft kein Spiel f&uuml;r 200 Mark. Dabei steckt in einem guten Spiel durchaus &auml;hnlich viel Aufwand wie f&uuml;r eine Anwendung, auch der Codeumfang ist vergleichbar. Es gab sogar unterschiedliche Preispolitiken: DBase, Wordstar und Multiplan gab es auch als CP\/M Versionen. Ich und ein Freund legten zusammen und kauften die drei Programme, er bekam die Handb&uuml;cher und Disks von Multiplan und ich die beiden anderen, die Programmdisketten kopierten wir. Wir zahlen 200 DM pro Version, anstatt 800 oder 1500 DM. Bis heute ist dem so: ein Spiel kann durchaus &auml;hnlichen Codeumfang wie eine Anwendung haben, aber man kann daf&uuml;r nicht Hunderte von Euros verlangen. Der Preis richtet sich also nicht nach dem Arbeitsaufwand<\/p>\n<p>Mit Software konnte man reich werden. Lotus 1-2-3 wurde zur Killerapplikation f&uuml;r den PC. Geschrieben hat die erste Version Jonathan Sachs. Bekannter ist der Firmengr&uuml;nder von Lotus Mitchell Kapor, der als Sch&ouml;pfer des Programms gilt. Er selbst bezeichnet seine Rolle als \u201eSoftware-Designer\u201c. Das Programm in Maschinensprache war viel schneller als die schon etablierte Konkurrenz <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/VisiCalc.shtml\">Visicalc<\/a> und Multiplan die nur von CP\/M adaptiert war. Innerhalb eines Jahres war Lotus einen zweistelligen Millionenbetrag wert.<\/p>\n<p>Erinnert sich noch jemand an die deutsche PC-Schmide Escom? Die warben in den fr&uuml;hen Neunzigern f&uuml;r ihre PC damit, das sie Software belegten, die mehrere Tausend Euro im Einzelverkauf kostete. Das zeigte schon das Paradoxon. Es gab schon immer Lizenzvertr&auml;ge zwischen Firmen. Da flossen dann immer kleine Betr&auml;ge. Von den Summen f&uuml;r die Erstellung von BASIC-Interpretern habe ich ja schon gesprochen. Legt man die typisch 10.000 bis 30.000 Dollarbetr&auml;ge auf die Produktionszahl eines Heimcomputers um so kommt man auf Betr&auml;ge von einigen Cent pro Rechner. Ein fr&uuml;hes Beispiel des Bundle-Prinzips war der \u201etragbare\u201c Rechner Osborne 1. Adam Osborne, Journalist und Buchautor lie&szlig; ihn f&uuml;r Journalisten konstruieren und verhandelte mit Softwareschmieden &uuml;ber g&uuml;nstige Lizenzen und bekam die auch. So warb man damals das der Rechner Software umfasste, die fast genauso teuer war wie der Rechner selbst. Eines der ersten Hardwareprojekte der Computerzeitschrift ct\u2019 war auch \u201eOsborne-Kit\u201c. Wie ein Redakteur sp&auml;ter schrieb, kauften viele nur die Basisplatine, bauten aber keinen Rechner, nutzen aber die Software die mitgeliefert wurde.<\/p>\n<p>Das &auml;nderte sich im Laufe der Zeit tendenziell wurde Software billiger, wie auch Rechner billiger wurde. Die gro&szlig;e Wende kam mit Shareware und Freeware. Shareware also Software, die man ausprobiert und wenn sie einem gef&auml;llt dann bezahlt, gab es schon fr&uuml;hzeitig, ebenso wie Freeware, also Software f&uuml;r die man gar nichts zahlen muss. Aber mit dem Internet fiel eine gro&szlig;e H&uuml;rde \u2013 n&auml;mlich wie man an die Software kommt. Wie sollte man vorher von der Existenz einer Software wissen? Es gab Tests in Computerzeitschriften und dort auch Anzeigen der Hersteller. Doch wie erf&auml;hrt man von der Software eines Autors, der vielleicht sogar in den USA sitzt? Es gab Gruppen die sammelten solche Programme und ver&ouml;ffentlichten Katalogdisks. Die bestellte man und schaute sich am Rechner die Beschreibungen an, um dann die Programme zu bestellen. Daf&uuml;r verlangten Firmen Kopiergeb&uuml;hren. <a href=\"https:\/\/www.pearl.de\/\">Pearl<\/a> begann so und von denen habe ich damals einige Sharewareprogramme auch bestellt.<\/p>\n<p>Mit dem Internet ist das viel einfacher. Eine Suchmaschine erm&ouml;glicht es einem jedes Programm zu finden. Linux als kostenloses Betriebssystem war erst durch die Zusammenarbeit vieler Programmierer &uuml;ber das Internet m&ouml;glich und die Konkurrenz durch kostenlose Programme hat die Preise gesenkt. Es wurden viele Pakete die mal Geld kosteten zu Freeware. So das Libreoffice, die Web-Editionen von Visual Studio oder die Virtual-Box. Ich habe inzwischen fast nur noch kostenlose Software im Einsatz. Es gibt bei mir zwei Ausnahmen: wo die Software nicht preiswerter wurde: Das Betriebssystem kostete Ende 1989 unter 100 DM, heute kostet Windows in der Home Version 115 Euro. Ebenso kostete damals Tuerbo Pascal 250 DM, der Nachfolger Delphi kostet in der kleinsten Version 1.869 Euro + MwSt. Es gibt aber auch eine kostenlose Version, die ich aber bisher nicht getestet habe, da ich festgestellt habe, das fr&uuml;her gekaufte Software nicht mehr compiliert, sodass ich weiterhin mit meinem uralten Rad Studio Seattle von 2016 arbeite. Auch der Grund warum ich bisher nicht zu Windows 11 gewechselt habe. Bezieht man die Preise auf die Verkaufspreise eines PC so wird der Unterschied noch deutlicher: Wenn ich nur mal das Betriebssystem nehme das jeder Rechner braucht, dann kostete das Ende der Achtziger 3 Prozent des Rechners, und heute 14 Prozent \u2013 jeweils berechnet f&uuml;r einen Durchschnitts-PC.<\/p>\n<p>Insbesondere Microsoft ist ja sehr erfinderisch in ihren Lizenzbedingungen. Als sie mehr Dominanz in den Handymarkt haben wollten und daf&uuml;r sogar extra Nokia aufkauften, damit auch jemand Handys produziert versprachen sie, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Windows-Geschichte.shtml\">Windows<\/a> 10 w&auml;re auf Lebenszeit kostenlos. Nun ja die Lebenszeit endet im Oktober dieses Jahres dann gibt es keine Updates mehr und Windows 11 ist nat&uuml;rlich nicht kostenlos. Nachdem man mit den Officepaketen nicht mehr viel verdiente und auch deren Preis durch die Freeware-Konkurrenz senken musste, ging man zu einem Abomodell &uuml;ber, das auch Adobe einsetzt. Man kauft die Software also nicht mehr, sondern mietet sie. Generiert dauerhafte Einnahmen denn ohne Mietvertrag sind alle bisher erstellten Dokumente etc. nicht mehr bearbeitbar.<\/p>\n<p>Den Preis hochhalten kann man, wenn man marktf&uuml;hrend ist. Das gilt z. B. F&uuml;r Autocad, das schon 1989 &uuml;ber 7000 DM kostete, also so viel wie ein gut ausgestatteter PC. Das d&uuml;rfte auch der Grund sein, warum Delphi als Turbo Pascal Nachfolger so teuer ist. Es gibt mit Lazarus eine Freeware Alternative, aber hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit aber auch Ausstattung mit Komponenten also fertigem Programmcode hinkt Lazarus eben doch ziemlich hinterher.<\/p>\n<p>Aber eines ist sicher: mit Software \u2013 etwas weiter gefasst mit Dingen die man auf oder f&uuml;rv einen Pc erstellt \u2013 kann man reich werden, weil man sie nur einmal erstellen muss und dann von vielen genutzt werden kann. Heute sind Google und Amazon die \u201ewertvollsten\u201c Firmen weltweit. Sie verkaufen keine Software, sondern haben Software erstellt mit denen sie &uuml;ber Werbung oder den verkauf von Produkten Geld verdienen k&ouml;nnen. Aber auch klasssiche Firmen wurden enorm wertvoll. Ich habe Apple Aktien seit 2009, die sind heute das 50-fache wert. Haupteinnahmequelle von Apple ist der Verkauf &uuml;ber den iTunes Shop und Apple TV, nicht die Handys oder Rechner. Microsoft Aktien sind, seit ich sie 2011 kaufte auch das 14-fache heute wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17865\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17865\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Auf das heutige Thema kam ich als ich mich k&uuml;rzlich mit der Geschichte von MITS und den Anf&auml;ngen von Microsoft nochmals besch&auml;ftigt habe. 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M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Bei uns wurde in BW gew\u00e4hlt und nat\u00fcrlich gab es jede Menge Sendungen im Radio und Fernsehen mit den Spitzenkandidaten. Ich habe mir die SWR1 Reihe \"Leute\", ein Radio-Talkformat mit den Spitzenkandidaten angeh\u00f6rt und nehme das mal als Aufh\u00e4nger etwas \u00fcber das zu schreiben was mich an der Politik in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9297ac798f9047d9a27f46008ab7fa99","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18385,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/07\/spacex-splitter\/","url_meta":{"origin":17865,"position":5},"title":"SpaceX-Splitter","author":"Bernd Leitenberger","date":"7. September 2025","format":false,"excerpt":"Der heutige Blog ist nicht neu, das, was ich schreibe habe ich schon einige Male geschrieben, aber ebenso wie ich zum wiederholten Male Artikel \u00fcber den Fortschritt oder fehlenden Fortschritt in anderen Webseiten lese, denke ich kann man einiges noch mal aufkochen. 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