{"id":17929,"date":"2025-02-09T00:24:49","date_gmt":"2025-02-08T23:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=17929"},"modified":"2025-02-06T12:42:17","modified_gmt":"2025-02-06T11:42:17","slug":"die-technik-hinter-cpm-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/02\/09\/die-technik-hinter-cpm-4\/","title":{"rendered":"Die Technik hinter CP\/M (4)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17929\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17929\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Das ist der letzte von vier Teilen &uuml;ber das Innenleben von CP\/M. Erschienen sind:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/02\/06\/die-technik-hinter-cpm\/\">Teil 1 behandelt den Aufbau des Speichers und des Dateisystems<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/02\/07\/die-technik-von-cpm-2\/\">Teil 2 behandelt den Aufbau einer Diskette und des Rechners, Bildschirm und Tastatur<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/02\/08\/die-technik-hinter-cpm-3\/\">Teil 3 behandelt die BDOS-Funktionen, den Kommandointerpreeter, User Befehl und die Ger&auml;te.<\/a><\/p>\n<p>und sie lesen gerade:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/c856a223beba4810a51f03eaf5c360a9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/02\/09\/die-technik-hinter-cpm-4\/\">Teil 4:\u00a0 &Uuml;ber CP\/M 3, andere Versionen und warum es heute noch neue CP\/M Rechner gibt.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"western\">CP\/M 3.0 und nachfolgenden Versionen<\/h2>\n<p>Ein Betriebssystem muss der Hardware vorausgehen, das hei&szlig;t im Idealfall existiert die neue Version des Betriebssystems, bevor die Hardware auf dem Markt ist. Das ist m&ouml;glich, weil die Hersteller von Prozessoren und anderer Hardware an ihre Software-Lieferanten schon vorher technische Datenbl&auml;tter und Handb&uuml;cher abgeben, auch wenn die Hardware dann noch nicht physikalisch existiert, kann man Programme f&uuml;r sie erstellen und gegebenenfalls emulieren.<\/p>\n<p>Was bei allen Programmen von Digital Research auff&auml;llig ist, ist die Versionen, nach der ersten Ausgabe meistens dem technischen Fortschritt hinterherhinkten. Von Firmengr&uuml;nder <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kildall.shtml\">Gary Kildall<\/a> ist bekannt das er sich mehr f&uuml;r neue Aufgaben und Herausforderungen interessierte, als f&uuml;r eine Weiterentwicklung eines bestehenden Produktes und f&uuml;r ihn auch nicht wichtig war, das man m&ouml;glichst viel Geld mit der Cash-Cow \u2013 hier CP\/M \u2013 verdiente. Das scheint sich auf die Mitarbeiter von Digital Research, die nach der Version 1 CP\/M weiterentwickelten, sich durchgeschlagen zu haben.<\/p>\n<p>CP\/M 2.2 erschient 1979, zu einem Zeitpunkt als 64 Kbit RAMs auf dem Markt erschienen \u2013 CP\/M erschien in der ersten Version, als 4 Kbit RAM &uuml;blich waren, man h&auml;tte also schon vorhersehen k&ouml;nnen, das es sehr bald Rechner mit mehr Speicher geben w&uuml;rde, als die 64 KByte die ein Prozessor direkt adressieren konnte. Trotzdem erscheint die Nachfolgeversion CP\/M 3.0 welche diese F&auml;higkeit hat, erst Anfang 1983. Damals gab es dann schon Heimcomputer mit 64 KByte Speicher. Ebenso war die gro&szlig;e &Auml;nderung bei CP\/M 2.2 das es nicht nur 8 Zoll Diskettenlaufwerke im IBM Format, sondern auch die 5,25 Zoll Formate unterst&uuml;tzte. Diese waren aber schon seit drei Jahren auf dem Markt.<\/p>\n<p>Genauso macht man sich bei Digital Research keine Gedanken ein neues Dateisystem einzuf&uuml;hren. F&uuml;r Festplatten ist CP\/M 2.2 nicht gut geeignet, da die Festplattengr&ouml;&szlig;e auf 8 MB begrenzt ist und es keine Unterverzeichnisse hatte, die schon bei gro&szlig;en Disketten wo man leicht 100 Dateien unterbringen konnte gut gewesen w&auml;ren.<\/p>\n<p>CP\/M 3.0 hatte mehrere Verbesserungen. Der offensichtlichste war, dass es in einer gebankten und ungebankten Version verf&uuml;gbar war. Beim Bank-Switching wird ein Teil des 64 KByte gro&szlig;en Adressraums ausgetauscht, bei CP\/M 3.0 waren dies der letzte Teil wo CP\/M residierte. Dort wurden nur einige Buffer f&uuml;r den Datenaustausch, Routinen um die Bank zu wechseln und Spr&uuml;nge in die eigentlichen Routinen, eingef&uuml;gt. Von 64 Kbyte Arbeitsspeicher blieben so zwischen 61 und 63 KByte &uuml;brig. Das war f&uuml;r viele Anwender schon Grund genug es einzusetzen, denn so vergr&ouml;&szlig;erte sich der Bereich f&uuml;r die eigentlichen Anwendungsprogramme. Bei meinem Rechner von 38 auf 61 KByte. CP\/M konnte nun auch einen Speicherbereich nutzen, um das Verzeichnis zwischenzuspeichern, das reduzierte die Zugriffe auf die Diskette deutlich.<\/p>\n<p>Dem Grundproblem von CP\/M \u2013 es gab eine Vielzahl von Hardwarekonfigurationen \u2013 wurde damit begegnet, dass es eine Schnittstelle f&uuml;r herstellereigene Erweiterungen gab, genannt RSX und GSX \u2013 Resident System eXtension und Graphical System Extension. RSX waren Erweiterungen des Systems, um spezielle Hardware zu unterst&uuml;tzen, die weiter als die BIOS Routinen ging. Druckertreiber konnten so erstellt werden. GSX war eine analoge Erweiterung, die es Anwendungsprogrammen erm&ouml;glichen sollte, eine Grafik auf einer Vielzahl von Plottern und Druckern auszugeben, ohne das das Anwendungsprogramm mit den Befehlen dieser Ger&auml;te hantieren musste. Beides sinnvolle Erweiterungen, doch sie kamen zu sp&auml;t.<\/p>\n<p>Die Kargheit des Systems wurde leicht verbessert. So wurden nun viele Befehle des CCP in ausf&uuml;hrbare Dateien ausgelagert. Sie wurden nun auch leicht verbessert, so konnte man den Rename Befehl ohne Dateinamen aufrufen und er fragte diese ab. Erstmals konnte man den Programmen auch Parameter angeben, so bekam man mit Dir [Full] endlich auch mal alle Attribute und Dateil&auml;ngen zu sehen.<\/p>\n<p>Device, Set und Show ersetzen die umst&auml;ndliche Bedienung von Stat. Andere Programme erlaubten es erstmals eine Ersatztabelle f&uuml;r Bildschirmsteuerzeichen oder Tastaturcodes zu definieren.<\/p>\n<p>Intern hatte man viel renoviert, so griffen nun alle Routinen auf die physikalischen Sektoren zur&uuml;ck und nicht in 128 Byte Schritten wie bei den fr&uuml;heren Versionen. Leider konnte man an den grunds&auml;tzlichen Strukturen nichts machen. So gab es nun die M&ouml;glichkeit das Datum und die Uhrzeit in eine Datei einzutragen, aber dies geschah intransparent und war nicht mit CP\/M 2.2 kompatibel. Ebenso wurden Dateigr&ouml;&szlig;en immer noch in 128 Byte Records und nicht bytegenau gemessen und Unterverzeichnisse gab es auch nicht. Dazu h&auml;tte man die Verzeichnisstruktur &auml;ndern m&uuml;ssen, aber damit auch die BDOS-Funktionen und damit m&uuml;ssten Programme umgeschrieben werden. Das wollte man nicht riskieren.<\/p>\n<p>Seltsamerweise war die Suite aus Entwicklungsprogrammen &#8211; CP\/M kam immer schon mit dem 8080 Assembler ASM, dem Debugger DDT und dem HEX-Dumper Dump ausgeliefert worden, was zu der Zeit schon bei MS-DOS nicht mehr der Fall war &#8211; noch erweitert worden. Es gab nun auch noch einen verbesserten Assembler RMAC, einen symbolischen Debugger SID und einen Linker den man brauchte wenn man Assembler mit h&ouml;heren Programmiersprachen wie C mischte. Aber nach wie vor sprachen alle die Syntax den 8080 Prozessors der 1983 keine Marktbedeutung mehr hatte. Stattdessen steckte in fast allen CP\/M Rechner der Z80 Prozessor der gegen&uuml;ber dem Nachfolger von Intel 8085 leistungsf&auml;higer und schneller war.<\/p>\n<p>Hatte man mehr als etwa 96 KByte RAM, 32 KByte brauchte CP\/M mit Buffern in der zweiten Bank, so bot CP\/M 3.0 aber keine M&ouml;glichkeit mehr Speicher zu nutzen. Die meisten Rechner legten im zus&auml;tzlichen Speicher eine RAM-Disk an. In diese kopierte man beim Start alle Programme, arbeitete dann nur in der RAM Disk und bevor man den Rechner abschaltete, kopierte man die Daten auf eine Diskette zur&uuml;ck. Das erscheint ineffizient, aber da die meisten Programme sowieso mit Overlays arbeiteten, also ihr ganzer Programmcode nicht in den Speicher passte, war es egal ob dieser nun von einer RAM-Floppy geladen wurde oder direkt in einer direkt ansprechbaren Speicherbank sa&szlig;, die Verz&ouml;gerung war vernachl&auml;ssigbar.<\/p>\n<p>CP\/M 3.0 war nun so gro&szlig;, das es nicht mehr in Systemspuren passte und eine eigene Datei meistens \u201eCpm3.sys\u201c erzeugt wurde. Das Problem von CP\/M 3.0 war, dass man zum einen zu sp&auml;t kam \u2013 Softwarefirmen entwickeln f&uuml;r neue Hardware und als es Anfang 1983 erschien, war der IBM-PC schon &uuml;ber zwei Jahre auf dem Markt und es gab zahlreiche Nachbauten. Die Firmen modernisierten ihre Software nicht auf CP\/M 3 und neue Software erschien kaum, noch weniger Software, welche die neuen M&ouml;glichkeiten von RSX und GSX nutze. Die Idee die karge UI zu verbessern, indem man nun Kommandos als .com Datei aus dem CCP auslagerte, f&uuml;hrte dazu das diese zus&auml;tzlich Platz wegnahmen \u2013 anders als im CCP belegten sie ja immer ganze Bl&ouml;cke auf der Diskette und es durch die bekannten M&auml;ngel schon zahlreiche Alternativen wie Xdir gab.<\/p>\n<p>Die Hochzeit von CP\/M war Anfang der Achtziger Jahre, es lief auf Millionen von PC, 1980 machten Einnahmen aus CP\/M den Gro&szlig;teil der Einnahmen von Digital Research aus, mit einer Gewinnspanne von 57 Prozent! Praktisch jeder PC mit einem 8080 \/ 8085 oder Z80 Prozessor konnte es einsetzen, selbst Rechner bei denen die Hersteller ein eigenes DOS hatten, wie die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-1.shtml\"> TRS-80 Serie von Tandy<\/a>. Microsoft machte den gr&ouml;&szlig;ten Teil seines Umsatzes vor PC-DOS mit dem verkauf einer Softcard, einer Erweiterungskarte f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/tandy-commodore-apple-2.shtml\"> Apple II<\/a>, damit auch auf diesem CP\/M lief.<\/p>\n<p>Das ging auch nach Einf&uuml;hrung des IBM PC noch einige Jahre so weiter. Der Grund war das diese 8086 Rechner mindestens doppelt so teuer wie ein CP\/M Rechner hatten und weil das Betriebssystem und Code umfangreicher waren, musste man einen IBM-PC kompatiblen mit mindestens 128, besser 192 KByte Speicher ausstatten damit gleichwertige Programme liefen.<\/p>\n<p>Aber \u201eKompatible\u201c PC kamen vermehrt auf den Markt, es begann ein Preiskampf der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ibm-pc.shtml\">IBM-PC<\/a> und kompatible Rechner rasch verbilligte. Speicher wurde immer billiger und erm&ouml;glichte unter MS-DOS\/PC-DOS Anwendungen die komfortabler als CP\/M-Programme waren. Trotzdem erschienen noch neue CP\/M Rechner. Nun wurden viele Heimcomputer CP\/M F&auml;hig. Es wurde der CPC-Serie beigelegt, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/C128.shtml\">Commodores C128<\/a> hatte einen zus&auml;tzlichen Z80 Prozessor um CP\/M laufen zu lassen. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/msx.shtml\">MSX-Serie<\/a> hatte ein CP\/M kompatibles Betriebssystem. Ein reines neues CP\/M System war die PCW-Serie, in Deutschland als \u201eJoyce\u201c verkauft. Alle diese Rechner wurden in Millionen Exemplaren verkauft.<\/p>\n<p>CP\/M-86 ist eng mit der Geschichte verkn&uuml;pft <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Gary-Went-Flying.shtml\">wie IBM zu seinem PC-DOS kam<\/a>. Die erste Version von MS-DOS war ein Plagiat von CP\/M 2.2. IBM unterst&uuml;tzte Microsoft, indem es die Verkaufspreise sehr unterschiedlich setzte: PC-DOS kostete je nach Quelle 40 oder 60 Dolle, CP\/M-86 dagegen 240. So war der Ausgang des Wettbewerbs klar. Ab <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/DOS-Versionen.shtml\">Version 2 von MS-DOS<\/a> kamen dann auch neue Funktionen hinzu. CP\/M-86 wurde nicht weiter entwickelt, stattdessen konzentrierte sich Digital-Research auf MP\/M eine Multi-User Umgebung und Betriebssysteme die MS-DOS kompatibel waren: DRI-DOS als Konkurrenzprodukt und Concurrent-DOS als Multiuser-System, aber MS-DOS kompatibel.<\/p>\n<p>CP\/M-68K f&uuml;r Prozessoren der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/x86-mc68k.shtml\">MC68000<\/a> Serie fristete zuerst ein Stiefm&uuml;tterchendasein. Diese Prozessoren waren so potent, das sie auch Unix als Betriebssystem nutzen konnten. Sie steckten so in den ersten Workstations von Sun und SGI. Firmen, die Personalcomputer mit diesen Prozessoren entwickelten, setzten auf eine grafische Oberfl&auml;che, wie beim Macintosh oder Amiga. CP\/M-68K war aber noch textbasiert.<\/p>\n<p>Die einzige Ausnahme war der Atari ST. Die Amiga Corporation, damals eine eigenst&auml;ndige Firma, hatte das Konzept des Amiga entwickelt und brauchte Geld das sie sich von Jack Tramiel, Atari-Besitzer liehen. Der hatte vor, das Konzept und die Firma zu &uuml;bernehmen f&uuml;r den Atari ST. Commodore bekam davon Wind, kaufte die Firma auf und sie konnten so den Kredit zur&uuml;ckzahlen. Jack Tramiel war so ohne Betriebssystem und wandte sich an Digital Research. Die hatten neben CP\/\/M auch eine Benutzeroberfl&auml;che namens <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/gui.shtml\">GEM <\/a>f&uuml;r den x86 Prozessor entwickelt und portieren diese auf den Atari ST, wo sie zusammen mit CP\/M-68K das Betriebssystem bildete.<\/p>\n<p>Heute gibt es \u2013 40 Jahre nach CP\/M 3.0 \u2013 wieder neue Rechner mit dem Betriebssystem. Der Grund ist die Retro\/Vintage-Welle. Es gibt Bastler, die ver&ouml;ffentlichen Baus&auml;tze oder ganze Computer, die wie ein PC aus den fr&uuml;hen Achtzigern arbeiten. Daf&uuml;r braucht man nicht viel. Nimmt man eine Z180 CPU, so hat man wichtige Peripheriebausteine an Bord. Ben&ouml;tigt wird mindestens eine SIO f&uuml;r die Serielle Schnittstelle, denn die Boards werden mit einem PC &uuml;ber USB verbunden, der zweckentfremdet als serielle Schnittstelle genutzt wird und auch den Strom liefert. Daneben braucht man meist nur drei weitere Bausteine: ein ROM in dem CP\/M und meistens weitere Programme stecken und ein RAM sowie einen Duplexer, der abh&auml;ngig von der Adresse zwischen RAM\/ROM umschaltet.<\/p>\n<p>CP\/M ist als Quelltext ver&ouml;ffentlicht und freie Software. Ein Entwickler muss also nicht das ganze System neu programmieren, er muss nur das BIOS an die Nutzung des ROM (meist als Festplattenersatz) anpassen. Alle Bildschirmausgaben und Tastatureingaben werden vom PC verarbeitet und &uuml;ber eine serielle Schnittstelle geschickt, wof&uuml;r man einen Treiber auf dem PC installieren muss und man ben&ouml;tigt ein Terminalprogramm.<\/p>\n<p align=\"left\"><img decoding=\"async\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Admin\/Documents\/Websites\/bernd-leitenberger\/img\/olimex-agonlight2.jpg\" alt=\"AgonLight2\" width=\"50%\" height=\"50%\" \/>Ich selbst habe als Mensch mit zwei Linken H&auml;nden zwei fertige Kits im Einsatz mit einem 33 MHz Z180 und einem 50 MHz eZ80. Wer sich daf&uuml;r interessiert sollte nach \u201eRC2014\u201c suchen. Bei Tindie gibt es <a href=\"https:\/\/www.tindie.com\/search\/?q=RC2014\">etliche dieser Kits<\/a>. Die gehen recht weit, man kann nicht nur einen einfachen Computer bauen, sondern einen der auch vollst&auml;ndig autonom ist und Farbgrafik wie fr&uuml;here Heimcomputer hat. Der hier abgebildete AgonLight bietet zum Beispiel einen VGA-Anschluss, USB und man k&ouml;nnte auch noch eine Floppy Disk anbinden \u2013 wenn man eine mit den alten 40 poligen Pfostensteckern noch findet.<\/p>\n<p align=\"left\">Wer nur mal CP\/M Retrofeeling sp&uuml;ren will ohne zu l&ouml;ten, f&uuml;r den sind die Kits von <a href=\"https:\/\/www.tindie.com\/stores\/circlem\/\">Circle M. Systems<\/a> etwas, wo auch meine beiden herkommen.<\/p>\n<p align=\"left\">Sie werden sich aber teilweise umstellen m&uuml;ssen. Nach 48 Jahren k&uuml;ndigte Zilog das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Zilog-Z80-Prozessor-Der-Intelschreck-verlaesst-endgueltig-das-Feld-9698956.html\"> Produktionsende des Z80 Prozessors an<\/a>. Meiner Ansicht nach h&auml;tte man noch das 40-j&auml;hrige Jubil&auml;um abwarten k&ouml;nnen, immerhin, er wurde 34 Jahre l&auml;nger als der 8080 Prozessor, aus dem er hervorging, produziert.<\/p>\n<p align=\"left\">Viele Kits basieren auf dem Z80, aber codekompatibel, wenn auch etwas teurer da leistungsf&auml;higer ist sein bis heute produzierter Nachfolger Z180.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Links:<\/h2>\n<p align=\"left\"><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">K&uuml;rzerer Artikel &uuml;ber die Geschichte und Technik von CP\/M<\/a><\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/geschichte-von-cpm.shtml\"> Ausf&uuml;hrlicher Artikel &uuml;ber die Entwicklungsgeschichte von CP\/M.<\/a><\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Gary-Went-Flying.shtml\">Die wahre Geschichte wie IBM zu PC-DOS kam.<\/a><\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"http:\/\/www.cpm.z80.de\/\">Inoffizielle CP\/M Site mit Manuals und Software.<\/a><\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/CP-M-Das-erste-richtige-Betriebssystem-fuer-Mikrocomputer-4958391.html\"> Artikel &uuml;ber CP\/M bei Heise.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_17929\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"17929\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Das ist der letzte von vier Teilen &uuml;ber das Innenleben von CP\/M. 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Viele Interpreten, auch durchaus K\u00fcnstler mit eigenen ber\u00fchmten Songs haben ihre ersten Platten mit Covern gef\u00fcllt, so die Beatles. Andere versuchen sich auf der Spitze ihres Erfolges in Neuauflagen wie Bowie\/Jagger an Dancing in the Street und wenn es gut l\u00e4uft, ist das Cover erfolgreicher als alle\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/3a82449d144d41f6b2a3a633a1ec60c0","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18802,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/08\/02\/die-sea-dragon-3\/","url_meta":{"origin":17929,"position":3},"title":"Die Sea Dragon (3)","author":"Bernd Leitenberger","date":"2. August 2026","format":false,"excerpt":"Heute geht es weiter mit dem letzten Teil zur Sea Dragon. 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Man k\u00f6nnte ihn auch als Teil 4 ansehen, indem ich die in den teilen 1 bis 3 erarbeiteten Erkenntnisse praktisch verarbeite. Die drei grundlegenden Erkenntnisse die ich gewonnen habe: Stufen sollten m\u00f6glichst viele gemeinsame Triebwerke und Strukturen aufweisen, das sorgt f\u00fcr\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/9d0f29ed62004cccb168642c4f6ff0e3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18727,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/06\/20\/wiederverwendung-eine-loesung-fuer-europa-2\/","url_meta":{"origin":17929,"position":5},"title":"Wiederverwendung: eine L&ouml;sung f&uuml;r Europa (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"20. Juni 2026","format":false,"excerpt":"Im zweiten Teil geht es erneut um eine wiederverwendbare Rakete. 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Als Triebwerk\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/d438f6257d4448088c56fe3a235b09f8","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17929"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17929\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}