{"id":18115,"date":"2025-05-07T22:09:48","date_gmt":"2025-05-07T20:09:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18115"},"modified":"2025-05-15T17:55:22","modified_gmt":"2025-05-15T15:55:22","slug":"die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/07\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; die Pechv&ouml;gel unter den Raumsonden"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18115\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18115\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe zwar jetzt nicht die R&uuml;ckmeldung in den Kommentaren erhalten, ob euch dieses Format gef&auml;llt, aber mir gef&auml;llt es und rein zuf&auml;llig bin ich der Blogautor und bestimme was hier erscheint. Also heute eine weitere Folge dieser Reihe. Diesmal geht es um die &#8222;Pechv&ouml;gel&#8220; unter den Raumsonden. Ich war mir nicht sicher, wie ich den Titel formulieren sollte. Raumsonden k&ouml;nnen ausfallen, aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden. Fehlstarts habe ich ausgenommen. Es muss sich um Probleme handeln, die w&auml;hrend der Mission auftreten. Ich dachte zuerst an ein Ankn&uuml;pfen an meine Rubrik &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/schlamperei.shtml\">Schlamperei in der Raumfahrt<\/a>&#8222;, also vermeidbare Fehler. Aber manchmal hat man auch einfach Pech, beim Mars Observer konnte die Verlustursache nie gekl&auml;rt werden, vermutet wurde der Ausfall eines einzelnen Transistors. Der Unterschied zu Schlamperei liegt im Vergleich bei Mars express vor: der arbeitet seit dem Start mit nur mit 70 % der Leistung, weil man einige Paneele nicht verkabelt hat. S&uuml;ffisantes Detail &#8211; dieselbe Firma baute schon mehr als eine Dekade fr&uuml;her TV SAT A+B und verga&szlig; beim ersten Exemplar Klammern f&uuml;r die Fixierung der Paneele beim Transport vor dem Start zu l&ouml;sen, sodass der Satellit nur den halben Strom hatte. So was ist vermeidbar und ein Fall von Schlamperei. Aber in diesem Blog finden sich auch Raumsonden, die einfach Pech hatten, auch wenn man bei den meisten durch mehr Sorgfalt bei der Herstellung den Ausfall h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen.<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/09\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-2\/\">Teil 2 erscheint &uuml;bermorgen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/10\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-3\/\">Teil 3 dann am Samstag<\/a>. <!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 10: Galileo<\/h4>\n<p>Galileo startete mit mehrj&auml;hriger Verz&ouml;gerung 1989 zum Jupiter. Da die Centaur Oberstufe nicht eingesetzt werden d&uuml;rfte, musste er &uuml;ber drei Vorbeifl&uuml;ge an Venus und Erde Schwung holen. Neu war bei der Sonde die entfaltbare Antenne, wobei neu war die Antenne nur im planetaren Programm, die USA hatten schon zwei TDRS-Satelliten mit derselben Antenne gestartet. entfalten konnte man sie erst nach dem ersten Venusvorbeiflug, weil sonst die thermische Beanspruchung zu hoch war. Als die Antenne am 11.4.1991 <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/galileo-mission2.shtml\">entfaltet wurde<\/a>, stoppte der Motor vorzeitig. Eine Analyse ergab, das drei bis f&uuml;nf Rippen das Entfalten blockierten und sich die Antenne nur teilweise ge&ouml;ffnet hatte. So konnte die Antenne die Signale des Senders nicht b&uuml;ndeln. Als wahrscheinlichste Ursache wurde auslaufendes Schmiermittel angenommen. Die Antenne wurde viermal per Lastkraftwagen transportiert. Zun&auml;chst vom Hersteller Harris in Florida zum JPL in Kalifornien, dann zum Start nach Florida, 1986 zur&uuml;ck zum JPL und 1989 erneut zum Start nach Florida. Das hatte Galileo so durchger&uuml;ttelt, dass bei einigen Rippen das Schmiermittel ausgelaufen war. Ohne Schmiermittel gehen die Metalle im Vakuum eine Kaltschwei&szlig;verbindung ein.<\/p>\n<p>Die vier Jahre bis zum Jupiter wurden genutzt, um die f&uuml;r Notf&auml;lle vorgesehene omnidirektionale Antenne optimal zu nutzen. Zumindest w&auml;hrend der Prim&auml;rmission wurden zus&auml;tzliche Antennen des DSN zu einem Verbund zusammengeschaltet, an Bord wurde f&uuml;r Bilder die JPEG-Kompression als Software implementiert. Trotz der Optimierungen betrug die Datenrate in der Regel aber nur ein Tausendstel der Solldatenrate. Das Messprogramm wurden zusammengestrichen, am meisten musste auf Bilder von Jupiter und Messungen der Radioumgebung verzichtet werden. Die Mission wurde zwar zweimal verl&auml;ngert, am Schluss hatte Galileo w&auml;hrend der Prim&auml;rmission 1.645 Bilder &uuml;bermittelt &#8211; geplant waren mindestens 50.000. Mit mehrmaliger Missionsverl&auml;ngerung hatte der Orbiter am Schluss 40 bis 60 % seines Messprogramms erf&uuml;llt.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 9: Ranger<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ranger.shtml\">Ranger<\/a> war das erste Mondprogramm der NASA, nach einigen &#8222;Schnellsch&uuml;ssen&#8220; um vor der UdSSR den Mond zu erreichen. Genehmigt wurde es schon 1969, also vor dem Apolloprogramm, aber seine Bedeutung nahm durch die bemannte Mondlandung zu. F&uuml;r das JPL waren Ranger und die aus ihr abgeleitete Mariner 1+2 Sonden das erste komplexe Raumsondenprogramm. Sie wurden als Pathfinder fpr zuk&uuml;nftige Raumsonden konzipiert. So waren sie f&uuml;r die Aufgabe &#8211; Aufschlag auf dem Mond nach etwa drei Tagen Flugzeit &#8211; unn&ouml;tig komplex aufgebaut. Das JPL plante zwei Generationen: Die Ranger Block I sollte das Konzept in einem elliptischen Erdorbit erproben. Neben der Erprobung der Atlas Agena B ging es um die Erprobung der Sonde, aber auch Messungen des Magnetfelds der Erde und Partikelumgebung der Sonne. Das war eine gute &Uuml;berlegung, denn die sp&auml;teren Block II Sonden w&uuml;rden nach drei Tagen auf dem Mond aufschlagen. Da hatte man keine Zeit nach Fehlern zu suchen, wie dies in einer stabilen Erdumlaufbahn m&ouml;glich ist.<\/p>\n<p>Leider erreichten beide Block I Sonden &#8211; Ranger 1+2 aufgrund des Versagens der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/agena.shtml\">Agena B Oberstufe<\/a> nur einen niedrigen Parkorbit und vergl&uuml;hten innerhalb weniger Tage nach dem Start. Ohne Test der Block I Ger&auml;te ging das JPL nun an die Block II Generation. Das war ein Fehler. Block II hatte eine Kamera an Bord und sollte eine Me&szlig;kapsel vor dem Aufschlag absetzen, die durch einen integrierten Antrieb abgebremst werden sollte, allerdings w&uuml;rde sie selbst dann mit 120 biss 160 km\/h aufschlagen. Man hoffte, eine Kapsel aus Balseholz mit einer Fl&uuml;ssigkeitsf&uuml;llung w&uuml;rde die Energie aufnehmen.<\/p>\n<p>Bei Ranger 3 gelangte die Sonde auf einen Mondkurs, aber w&uuml;rde am Mond vorbeifliegen. Eine Kurskorrektur erfolgte in die falsche Richtung und vergr&ouml;&szlig;erte die Distanz noch. Vor Erreichen des Mondes fiel der Sequenzer aus, der die Abl&auml;ufe steuert, so war die Kamera ebenfalls nicht aktiv.<\/p>\n<p>Ranger 4 gelangte auf einen Mondkurs, taumelte aber um die eigene Achse, sodass die Solarpaneele nicht beschienen wurden. Die Batterie reicht nicht aus, um die Sonde bis zum Aufschlag mit Strom zu versorgen, sodass sie vor dem Aufschlag ausfiel.<\/p>\n<p>Bei Ranger 5 gab es nach dem Start einen Kurzschluss, als die Solarpaneele ausgefahren wurden. Eine Kurskorrektur konnte so nicht erfolgen und die Sonde passierte den Mond in 720 km Distanz. Nur der schwache Sender der Landekapsel konnte verfolgt werden.<\/p>\n<p>Nun war guter Rat teuer, denn mehr als diese f&uuml;nf Sonden waren nie geplant. Man setzte eine Untersuchungskommission ein, die M&auml;ngel in der Organisation, vor allem beim JPL, aber auch beim Sondendesign fand. Die Raumsonden waren nicht \u201erobust\u201c genug, hatten zu wenig redundante Systeme und waren unn&ouml;tig komplex. Auch die auf Ranger basierte Mariner 2 Sonde hatte zahlreiche Probleme auf dem Weg zur Venus, fiel kurz nach der Passage aus und funktionierte wie ein Wunder bei der Venus, wodurch JPL nun als Abk&uuml;rzung f&uuml;r &#8222;Just Plenty Luck&#8220; stand. Das JPL bekam die Mittel f&uuml;r eine dritte Baureihe, Block III. Die Landekapsel wurde demontiert, das Sondendesign umgekrempelt und anstatt einer Kamera gab es nun eine ganze Kamerasuite aus 6 Kameras mit einem Blickwinkel von 2,1 bis 25 Grad. Sie sollten in der letzten halben Stunde vor dem Aufschlag Aufnahmen zur Erde senden &#8211; jeweils mehrere Tausend Aufnahmen.<\/p>\n<p>Ranger 6 startete problemlos, beim Aufstieg der Atlas fiel der Kontakt zur Sonde kurzzeitig aus, was man aber nicht weiter verfolgte. Als dann aber die Kameras aktiviert wurden, gab es kein Bild. Sp&auml;ter wurde festgestellt, dass die bei der Stufentrennung sich bildende ionisierte Plasmawolke wohl einen Kurzschluss im elektrischen System verursacht hatte. Es wurde &uuml;berarbeitet. Mitschuld wurde auch eine Sterilisierung der Sonden bei 125 Grad um den Mond vor irdischen Bakterien zu sch&uuml;tzen gemacht, diese Temperaturen hatten das elektrische System offensichtlich vorgesch&auml;digt.<\/p>\n<p>Die drei letzten Sonden, Ranger 7 bis 9 erf&uuml;llten dann ihre Mission und &uuml;bertrugen mehrere Tausend Aufnahmen, ab Ranger 8 war die NASA so sicher, dass es klappen w&uuml;rde, dass sie die Aufnahmen life ins US-Fernsehen einspeiste.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 8: Nozomi<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/nozomi.shtml\">Nozomi<\/a> war Japans erste und bisher einzige Marssonde. Sie startete im Juli 1998 und sollte im Oktober 1999 in eine Marsumlaufbahn einschwenken. Die My V Tr&auml;gerrakete war aber nicht leistungsf&auml;hig genug die Sonde direkt zum Mars zu schicken. Japan belie&szlig; sie zuerst im Erdorbit und hob die Bahn durch zwei Vorbeifl&uuml;ge am Mond an. Dann sollte der eigene Antrieb sie auf einen Marskurs bringen, doch der schaltete vorzeitig ab und so hatte die Sonde zu wenig Geschwindigkeit. Eine nachtr&auml;gliche Kurskorrektur kostete weiteren Treibstoff. F&uuml;r die geplante Mission hatte Nozomi nun zu wenig Treibstoff. Die JAXA arbeitete einen Alternativplan aus, nun sollten zwei Erdvorbeifl&uuml;ge in Dezember 2002 und Juni 2003 die ben&ouml;tigte Geschwindigkeit und Richtungs&auml;nderung bringen und die Sonde erst im Dezember 2003, also mit vier Jahren Versp&auml;tung den Mars erreichen. Doch schon vorher, am 21.4.2002 geriet Nozomi in einen Sonnensturm, der zu einem Kurzschluss in der Batterie f&uuml;hrte und die Bordcomputer besch&auml;digte. Als Folge davon fror das Hydrazin in den Tanks aus. Sp&auml;ter fiel der Bordcomputer komplett aus und am 8.7.2003 schwieg die Sonde f&uuml;r immer. Nozomi flog am 14.12.2003 defekt am Mars vorbei. Wenn ich auf die Titelzeile des Blogs zur&uuml;ckkehren kann &#8211; wenn es einen echten Pechvogel gibt, bei dem &auml;u&szlig;ere Umst&auml;nde eine Rolle spielen, dann ist es Nozomi. Das Problem, das der Antrieb sich vorzeitig abschaltet wiederholte sich &uuml;brigens bei der Venussonde <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/akatsuki.shtml\">Akatsuki<\/a>, auch diese konnte so nicht in die Venusumlaufbahn einbremsen, musste eine Extrarunde drehen, welche die Mission um f&uuml;nf Jahre verl&auml;ngerte. Seit 2015 umrundet sie die Venus, allerdings auf einer ungewollten, sehr weit von der Venus entfernten Bahn, da auch hier die Extrarunde zus&auml;tzlichen Treibstoff kostete. Sie arbeitete aber immerhin bis zum April 2024.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 7: Genesis<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/genesis.shtml\">Genesis<\/a> ist die erste Sonde des Discoveryprogramms &#8211; ich will jetzt schon vertraten, das ich in dieser Rubrik noch weitere Kandidaten aus diesem Programm bespreche. Genesis war eine Sonde mit einem sehr beschr&auml;nkten Aufgabengebiet und damit eigentlich ein Vorzeigeprojekt f&uuml;r dieses Programm das unter der Schlagzeile &#8222;Faster &#8211; better &#8211; cheaper&#8220; Sonden schneller entwickeln sollte, die sollten billiger sein und so mehr Wissenschaft f&uuml;r ihr Geld liefern. Vor allem war es nun aber auch m&ouml;glich Sonden zu bauen, die sonst nie genehmigt worden w&auml;ren, weil sie nicht ein Dutzend Instrumente trugen, sondern nur wenige und deren Mission relativ einfach war. Genesis war im Wesentlichen ein Satellitenbus mit einer Kapsel. Diese Kapsel wird im Orbit ge&ouml;ffnet und sie enth&auml;lt im Inneren 55 kleine Platten aus verschiedenen Materialien. Auf ihnen sollen sich geladene Teilchen des Sonnenwindes sammeln. Es gab dann noch zwei Messinstrumente f&uuml;r den Sonnenwind und einen Konzentrator der mit einem elektrischen Feld die Teilchen auf einem Punkt b&uuml;ndelt. Zwei Jahre lang sollen die Fl&auml;chen dem Sonnenwind ausgesetzt werden und so 10 bis 20 Mikrogramm Sonnenmaterie aufsammeln. Nach zwei Jahren im sonnenzugewandten Librationspunkt L1 tritt die Sonde die R&uuml;ckreise an, verschlie&szlig;t die Kapsel und trennt sie ab. In der W&uuml;ste Nevadas geht sie an einem Fallschirm nieder und wird noch w&auml;hrend des Flugs von einem Helikopter eingefangen, damit den Scheiben auf jeden Fall nichts passiert. Die Scheiben w&uuml;rde man dann auf de Erde in Reinr&auml;umen ausbauen und die gesammelten Ionen mit einem Ionenstrahl abl&ouml;sen und mit Massenspektrometern untersuchen.<\/p>\n<p>Soweit der Plan, der auch voll funktionierte, bis zum Tag der Landung. Bei der Landung am 8.9.2004 entfaltete die Kapsel ihren Fallschirm nicht und schlug mit 311 km\/h auf dem Boden auf. Dabei wurde die &auml;u&szlig;ere H&uuml;lle &uuml;ber 50 cm Breite aufgerissen und es klaffte ein 7-8 cm breiter Riss. Der Sonnenwindkonzentrator war zu 3\/4 unbesch&auml;digt , die Sammelfl&auml;chen aber zerbrochen und mit Staub kontaminiert. Es zeigte sich das vier Schalter, welche den Fallschirm ausl&ouml;sen sollten, verkehrt herum bei Lockheed Martin eingebaut worden waren. Man verzichtete auf einen Test, welcher die Funktionsf&auml;higkeit des Systems pr&uuml;fte, sondern machte nur einen einfacheren Test, der die Elektronik mit der weitgehend baugleichen Kapsel von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/stardust.shtml\">Stardust<\/a> verglich, die intensiv auf einem Beschleunigungstisch getestet wurde. Dass man bei Tests sparte war auch ein <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/faster-better-cheaper.shtml\">Teil des Konzepts<\/a> und das sollte sich noch sp&auml;ter r&auml;chen. Die Kapsel von Stardust, auf der die von Genesis basierte, l&ouml;ste ihren Fallschirm dagegen aus und brachte Kometenmaterie zur&uuml;ck zur Erde.<\/p>\n<p>So, das waren nun die ersten vier Kandidaten, es bleiben noch sechs R&auml;nge, die aber von mehreren Raumsonden besetzt werden &#8211; wenn Missionen v&ouml;llig scheitern teilen sie sich eben einen Platz. Da der Artikel aber schon jetzt sehr lang ist und ich nicht eure Aufmerksamkeit strapazieren will mache ich hier einen Break, ihr k&ouml;nnte aber schon mal raten wer sich auf den ersten sechs Pl&auml;tzen tummelt. Private Mondmissionen sind &uuml;brigens keine dabei, aus dem einfachen Grund, weil es &uuml;ber sie nur gefilterte und d&uuml;rftige Informationen gibt, nicht weil diese erfolgreicher w&auml;ren als staatlich durchgef&uuml;hrte Missionen &#8211; wer noch den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/04\/23\/mondlander-frueher-und-heute\/\">Artikel zu den letzten Mondmissionen<\/a> in Erinnerung hat kann sich vielleicht an deren verheerende Bilanz erinnern.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/a7b10d5e8a4b49499882303d802c76fe\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18115\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18115\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe zwar jetzt nicht die R&uuml;ckmeldung in den Kommentaren erhalten, ob euch dieses Format gef&auml;llt, aber mir gef&auml;llt es und rein zuf&auml;llig bin ich der Blogautor und bestimme was hier erscheint. 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Derzeit arbeite ich noch flei\u00dfig an der Aufstiegssimulation, nun vor allem im Pflegen der alten Daten. Rund 200 Tr\u00e4ger wollen schlie\u00dflich erg\u00e4nzt werden. Anscheinend hat es keiner gemerkt: Der letzte Blog war ein Aprilscherz. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde unsere Regierung nie auf seinen\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/sapcex-falcons.jpg","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/sapcex-falcons.jpg 1x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 1.5x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 2x"},"classes":[]},{"id":18614,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/29\/galileos-cds-teil-3\/","url_meta":{"origin":18115,"position":4},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 3","author":"Bernd Leitenberger","date":"29. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"So nun zum dritten Teil \u00fcber das prim\u00e4re Computersystem von Galileo, das CDS. Nachdem sich die ersten beiden Teile nur mit dem RCA 1802, warum er gew\u00e4hlt wurde und seiner Architektur befassten geht es heute um das Computersystem selbst. Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18612,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/28\/galileos-cds-teil-2\/","url_meta":{"origin":18115,"position":5},"title":"Galileos CDS \u2013 Teil 2","author":"Bernd Leitenberger","date":"28. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"So, heute geht es weiter mit Teil 2 \u00fcber Galileos CDS, dieser Beitrag schlie\u00dft nahtlos an den ersten Beitrag von gestern an, wie man schon an der ersten Textzeile sieht. Nach der Einleitung im ersten Teil geht es heute weiter damit warum der RCA 1802 genutzt wurde und was seine\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/191e4b0728de42829cf656027b84dc82","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18115"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18115\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}