{"id":18117,"date":"2025-05-09T00:18:04","date_gmt":"2025-05-08T22:18:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18117"},"modified":"2025-05-15T17:55:14","modified_gmt":"2025-05-15T15:55:14","slug":"die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/09\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-2\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; die Pechv&ouml;gel unter den Raumsonden (2)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18117\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18117\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dieser Teil schlie&szlig;t an <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/07\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden\/\">Teil 1 an<\/a>, und morgen kommt der<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/10\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-3\/\"> letzte Teil<\/a> mit Platz 3 (Fortsetzung) bis Platz 1.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 6: CONTOUR<\/h4>\n<p>Kommen wir zu der zweiten und nicht letzten Sonde des Discoveryprogramms in dieser Rubrik: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/contour.shtml\">CONTOUR<\/a>. Das Akronym steht f&uuml;r Comet Nukleus Tour. Anders als Genesis war die kleine Raumsonde durchaus gut ausgestattet mit vier Experimenten, darunter einem Staubanalysator aus Deutschland. Ziel von CONTOUR war die nahe Passage der beiden Kometen Encke und Schwassmann-Wachmann. Die Sonde h&auml;tte, da sie sich auf der geplanten Umlaufbahn regelm&auml;&szlig;ig der Erde n&auml;hert noch zu anderen Kometen umgelenkt werden k&ouml;nnen. Entsprechende Pl&auml;ne gab es vor dem Start. Schon auf dem Weg zu den Kometen waren vier Vorbeifl&uuml;ge an der Erde geplant. CONTOUR war noch preiswerter als Genesis, w&auml;hrend deren Missionskosten bei 264 Millionen Dollar lagen, waren es bei CONTOUR nur noch 159 Millionen Dollar. Das hatte ihren Preis, denn f&uuml;r die 50 Millionen f&uuml;r die Tr&auml;gerrakete bekam man keine &#8222;vollwertige&#8220; Delta 2 mit neun Boostern sondern nur mit vier Boostern. So wurde CONTOUR nur in eine stark elliptische Erdumlaufbahn bef&ouml;rdert. Dort sollte sie einen integrierten Star 30 Antrieb z&uuml;nden. Dieser Feststoffantrieb wurde in den Achtziger Jahren als Apog&auml;umsantrieb bei zahlreichen Satelliten eingesetzt.<\/p>\n<p>Als der Zeitpunkt der Z&uuml;ndung am 16.8.2002 kam, wurden die Sender der Sonde abgeschaltet, um sie durch die Vibration des Antriebs nicht zu besch&auml;digen. Doch danach meldete sich CONTOUR nie mehr. Radaraufnahmen zeigten drei Objekte an der Position wo CONTOUR sein sollte. Genau feststellen, was passiert war, war so schwer. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine &Uuml;berhitzung der CONTOUR Sonde durch die Abgase des Feststoffantriebs. Auff&auml;llig war die Position des Feststoffmotors: Der Star 30 Antrieb wurde, um Platz f&uuml;r einen Schutzschild gegen den Kometenstaub zu gewinnen, in die Sonde hinein verlagert. Normalerweise (d.h. bei den Kommunikationssatelliten, in denen er bisher eingesetzt wurde) ist die D&uuml;se v&ouml;llig au&szlig;erhalb der Sonde. Diese D&uuml;se wird durch die Abgase sehr hei&szlig;. Man vermutet, dass die Hitze die Struktur der Sonde so weit gesch&auml;digt hat, dass diese den Schubkr&auml;ften des Antriebs nicht mehr standhalten konnte. Es mussten Teile der Sonde an der D&uuml;se bis zum 50-fachen der Energie aufnahmen, welche die Sonne liefert (bis zu 70 kW\/m\u00b2). Der Untersuchungsbericht konstatierte denn auch, das es an Pr&uuml;fungen des Designs der Raumsonde und der Fertigung es fehlte. Man hatte sich nicht einmal Gedanken gemacht, welche Auswirkungen es hat, die D&uuml;se nach innen zu verlagern.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 5: Schiaparelli<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/exomars.sonde.shtml\">Schiaparelli<\/a> war eine Sekund&auml;rnutzlast des europ&auml;isieren Trace Gas Orbiters. Obwohl nicht gerade leicht &#8211; beim Start wiegt Schiaparelli 600 kg, bei der Landung noch etwa die H&auml;lfte davon, war er nur ein technisches Experiment, das vor der Namensvergabe unter EDL-Demo lief. EDL steht f&uuml;r Entry-Decend-Landing. Nur mit Batterien als Stromversorgung sollte er nur wenige Tage lang arbeiten und hat auch nur wenige Instrumente an Bord. Prim&auml;r soll Schiaparelli das Landeverfahren f&uuml;r den eigentlichen Exomars Rover erproben und Daten vom Abstieg bis zum Aufsetzen liefern.<\/p>\n<p>Das tat er auch. Anders bei den US-Sonden der Zeit hatte er die ganze Zeit eine Funkverbindung zum Orbiter, der alle Daten zwischenspeicherte und zur Erde &uuml;bertrug. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phoenix.shtml\">Bei der Landung <\/a>riss der Funkkontakt aber 50 Sekunden vor dem geplanten Landezeitpunkt ab. Die NASA nahm mit der hochaufl&ouml;senden Kamera von MRO das Landegebiet auf und entdeckte einen neuen 2,4 m gro&szlig;en Krater und etwas davon entfernt den Fallschirm.<\/p>\n<p>Die Auswertung der Daten und Computersimulationen zeigten dann was passiert war. Als sich das Ereignis ereignete, war Schiaparelli in 3,7 km H&ouml;he, auf halber Strecke zwischen zwei Ereignissen, dem Abwurf der hinteren Abdeckung und Entfaltung der Fallschirme in 7-8 km H&ouml;he und dem Abwurf der Fallschirme und &Uuml;bergang zur Z&uuml;ndung der Triebwerke in 1,1 bis 1,2 km H&ouml;he. Es kam zu einer Phase, in der es durch die Fallschirme zu starken Schwankungen der r&auml;umlichen Lage kam. Dies f&uuml;hrte zur S&auml;ttigung der IMU, einem Inertialsystem das Schiaparelli signalisiert, wo er sich befindet und wie er ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>Dieser Messwert signalisierte, dass die Sonde sich unterhalb der Oberfl&auml;che befand. Das l&ouml;ste einige Trigger aus. So wurde der Fallschirm abgeworfen, das n&auml;chste Ereignis im Ablauf (bei 1,2 km H&ouml;he), dann die Triebwerke aktiviert, doch da sich die Sonde ja auf der Oberfl&auml;che befinden sollte wurden die Triebwerke sofort wieder abgeschaltet. So fiel Schiaparelli ungebremst aus 3,7 km H&ouml;he auf die Oberfl&auml;che wo er mit hoher Geschwindigkeit zerschellte. H&auml;tte der Bordcomputer die Plausibilit&auml;t der Daten (wie sollte die Sonde von einem Augenblick zum anderen pl&ouml;tzlich um 3,7 km nach unten gesackt sein?) hinterfragt und einfach mit den vorliegenden Daten weiter gearbeitet bis sich das Schaukeln beruhigt hat und dann die IMU neu gestartet, so w&auml;re die Mission wahrscheinlich gegl&uuml;ckt. Die ESA ist daher der Meinung, dass Schiaparelli seine Mission &#8211; die Daten f&uuml;r Landung zu liefern, trotzdem zu einem gro&szlig;en Teil erf&uuml;llt hat.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 4: Venera 4 bis 6<\/h4>\n<p>Bei der Venus wollte die Sowjetunion unbedingt vor den USA landen, obwohl diese gar keine Landung vorhatten. Das lag auch daran, dass durch die dichte Atmosph&auml;re eine Landung viel einfacher ist &#8211; sie bremst eine Kapsel effektiver ab, sodass Fallschirme ausreichen, w&auml;hrend man beim Mars ohne Landetriebwerke mit hoher Geschwindigkeit auf dem Boden aufschl&auml;gt. Das es auf der Venus sehr hei&szlig; ist, stellte schon 1962 Mariner 2 fest. Ab <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/venera1-8.shtml\">Venera<\/a> 2 wollte die Sowjetunion auf der Venus landen, doch erst Venera 4 kam funktionst&uuml;chtig bei der Venus an.<\/p>\n<p>In 45.000 km Entfernung wurde die Spinstabilisierung gestoppt und der Bus dreiachsenstabilisiert, mit dem Lander zur Venus zeigend. Als der Erdsensor einen Kontaktverlust signalisiere, wurden Lander und Bus bei 11 km\/s getrennt. Die Landesonde wurde um bis zu 300 g abbremst und begann mit ihren Messungen. Die erste Messung des Radarh&ouml;henmessers ergab eine H&ouml;he von 26 km. Wegen der &Uuml;bertragung nur eines Bereichs war dies aber nicht die echte H&ouml;he, sondern zu interpretieren als \u201emindestens 26 km H&ouml;he\u201c. In Wirklichkeit war, wie man Jahre sp&auml;ter anhand der Daten &uuml;ber die Atmosph&auml;re ermittelte, die Sonde noch in 61 bis 65 km H&ouml;he.<\/p>\n<p>Die erste Messung ergab einen Au&szlig;endruck von 0,75 Bar und eine Temperatur von -31 Grad Celsius in 55 km H&ouml;he. 93 Minuten lang sank die Sonde ab. Der Druck- und Dichtesensor erreichte bald den maximalen Messwert, der bei 5,3 bar lag. Lediglich der Temperatursensor lieferte 250 Messpunkte bis zum Schluss: Die Temperatur stieg bis auf 262 \u00b0C an der Au&szlig;enseite. Als Venus 4 verstummte, meinten die Wissenschaftler, sie w&auml;re gelandet und feierten dies. Zeitgleich passierte Mariner 5 den Planeten. Sie konnte mithilfe ihres Bedeckungsexperiments den Venusradius genauer als bisher bestimmen. Russland nahm einen Radius von 6.072 km an. Mariner 5 ermittelte einen Radius von 6.048 km (korrekter Wert: 6.051,6 km). Ber&uuml;cksichtigt man diesen niedrigeren Wert, so war klar, dass die Sonde nicht die Venusoberfl&auml;che erreicht haben konnte. Venera 4 fiel bei einem Druck von 17 bis 20 Atmosph&auml;ren in einer H&ouml;he von etwa 28 km aus. Immerhin war anhand Daten von Mariner 5 extrapolierbar, dass an der Oberfl&auml;che 500 \u00b0C und 75 bar Druck herrschen mussten.<\/p>\n<p>Das war ein Erfolg, den vorher wusste niemand welcher Druck an der Oberfl&auml;che herrschte, Venera 4 war f&uuml;r eine maximale Temperatur von 350 Grad Celsius und einen Druck von 10 Bar ausgelegt. Doch nun kommt dass, weshalb Venera 5 und 6 in dieser Rubrik auftauchten: die sowjetischen Wissenschaftler glaubten den Daten von Mariner 5 nicht! Venera 5+6 waren auf maximal 25 Bar Druck ausgelegt. Sie erreichten die Venus im Mai 1969. Immerhin hatten die Sonden nun einen genaueren H&ouml;henmesser an Bord, der nun erstmals die richtige H&ouml;he &uuml;ber dem Grund messen konnte, allerdings nicht kontinuierlich, es gab nur zwei bzw. drei Messungen w&auml;hrend des Abstiegs. Der tiefste Punkt lag bei 23 bzw. 20 km. Kurz danach, in fast derselben H&ouml;he verstummten beide Sonden &#8211; bei einem Au&szlig;endruck von 27 Bar in rund 17 bis 18 km H&ouml;he &uuml;ber dem Boden. Erst danach glaubten die sowjetischen Ingenieure den amerikanischen Daten und legten die Nachfolgesonde Venera 7 auf einen hohen Druck aus, verzichteten f&uuml;r die st&auml;rker Druckh&uuml;lle auf fast alle Instrumente. Venera 7 erreichte erfolgreich den Boden, Venera 8 &#8211; nun wieder etwas leichter, weil man ja die Bedingungen am Boden kannte, machte dann die notwendigen Messungen in der Atmosph&auml;re die man ben&ouml;tigte, um mit Venera 9 bis 14 viel gr&ouml;&szlig;ere und leistungsf&auml;higere Sonden zur Venus zu entsenden. Venera 4,7 und 8 hatten als Doppelmission jeweils noch eine zweite baugleiche Sonde, die aber nicht die Venus erreichte sondern im Erdorbit strandete. Die Schwestersonde von Venera 8, Kosmos 482 soll in wenigen Tagen in die Erdatmosph&auml;re eintreten.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 3: Phobos 1+2<\/h4>\n<p>Platz geht wie Platz 2 gleich an mehrere Sonden. N&auml;mlich die letzten Sonden der Sowjetunion bzw. Russlands. Mars 96 fehlt in der Liste, weil er schon beim Start verloren ging. Aus Platzgr&uuml;nden kommen die beiden anderen Sonden f&uuml;r Platz 3 im letzten Teil des Blogs. Die Sonden gingen aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden verloren, doch sie haben eine gemeinsame Ursache, mangelnde Sorgfalt und Absicherung. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phobos.shtml\">Phobos 1+2<\/a> waren die beiden letzten Raumsonden der Sowjetunion. Die Sonden waren so schwer, dass sie ihren eigenen Antrieb schon im Erdorbit z&uuml;nden mussten, um zum Mars zu gelangen. Dort sollten sie den inneren <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/marsmonde-forschung.shtml\">Marsmond Phobos<\/a> in wenigen Hundert Metern Entfernung passieren und dabei Landeger&auml;te absetzen. Schon im Vorfeld &ouml;ffnete die Sowjetunion sich und unter den vielen Experimenten waren nicht nur welche aus kommunistischen Partnerl&auml;ndern, sondern auch aus &Ouml;sterreich, Frankreich, der BRD und der ESA. Wie bisher war es eine Doppelmission, damit wenigstens eine Sonde das Ziel erreicht. Der Start beider Sonden gl&uuml;ckte aber.<\/p>\n<p>Als man am 2.9.1988 Phobos 1 ansprach, antwortete sie nicht mehr. Alle Versuche, sie wieder zu aktivieren, scheiterten. Am 3. November 1988 wurde Phobos 1 offiziell aufgegeben. Die Ursache war eine neue Software, die am 29\/30. August zur Sonde &uuml;berspielt wurde. Diese enthielt einen Programmfehler, der die Steuerungsd&uuml;sen deaktivierte, anstatt dass er das Gammastrahlenspektrometer abschaltete. Die Sonde geriet ins Taumeln. Ohne die korrekte Ausrichtung wurden die Solarpaneele nicht mehr beschienen. Die Batterie an Bord von Phobos 1 entlud sich. So ging die Sonde verloren. Im Normalfall wurden die Kommandos von Jewpatrovia Sendekomplex gepr&uuml;ft, nachdem sie vom Moskauer Kontrollzentrum &uuml;bermittelt wurden, doch an diesem Tag war die entsprechende Hardware nicht aktiv, so die offizielle Begr&uuml;ndung.<\/p>\n<p>Phobos 2 bremste sich dagegen in einen Marsorbit ein und n&auml;herte sich Phobos. Die Raumsonde hatte sich am 27.3.1989 bis auf 35 km an den Marsmond herangepirscht. Der Vorbeiflug war f&uuml;r den 4\/5. April 1989 geplant. Nun galt es, f&uuml;r mitgef&uuml;hrte Lander die Landepl&auml;tze auszumachen. Dazu musste die Missionskontrolle die Sonde drehen, um Bilder anzufertigen. Nach der so entstehenden Kommunikationspause empfing die Bodenstation 17 Minuten lang ein schwaches Signal, aber ohne auswertbare Telemetrie. Phobos 2 hatte die Orientierung verloren. Die Antenne zeigte nicht mehr zur Erde. Die Sonde rotierte und die Solarzellenfl&auml;chen waren nicht auf die Sonne ausgerichtet. Ohne korrekte Ausrichtung k&uuml;hlte die Sonde aus. Alle Versuche, Phobos 2 wieder unter Kontrolle zu bringen, scheiterten. Am 15.4.1989 wurde das Scheitern des Unternehmens bekannt gegeben. Die Ursache konnte nicht endg&uuml;ltig gekl&auml;rt werden. Es wurde vermutet, dass der Computer der Sonde versagt hatte. In Zeiten von Glasnost wurden dann zahlreiche M&auml;ngel bekannt. Ein solches Projekt unter Einsatz (f&uuml;r die SU) neuester Technologien, wie Mikroprozessoren, h&auml;tte sechs bis sieben Jahre zur Umsetzung gebraucht. Es standen aber nur dreieinhalb Jahre zur Verf&uuml;gung. So verlie&szlig;en \u201eBeta-Raumschiffe\u201c, ohne erprobte Komponenten die Erde. Insbesondere die Computer waren nicht ausreichend getestet worden. So gab keine Safemode-Programme, die eingreifen, wenn eine bedrohliche Situation auftritt und es fehlte an Redundanzen. So konnte ein Fehler zum Verlust der ganzen Mission f&uuml;hren, w&auml;hrend US-Sonden sich dann automatisch so ausrichten, dass die Solarpaneele zur Sonne zeigen und sie versuchen die Bodenstation &uuml;ber eine ominidirektionale Antenne zu erreichen.<\/p>\n<p>So, nun mache ich einen Break, Die Fortsetzung von Platz kommt dann morgen, ihr d&uuml;rft schon mal raten was das f&uuml;r Sonden sein k&ouml;nnten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/7f2ae2a827504583ab1d71ddfbbd2c37\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18117\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18117\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dieser Teil schlie&szlig;t an Teil 1 an, und morgen kommt der letzte Teil mit Platz 3 (Fortsetzung) bis Platz 1.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5296],"tags":[5285,622],"class_list":["post-18117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-glorreichen-10","tag-glorreichen-10","tag-raumsonden","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":247,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18504,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/25\/die-glorreichen-10-satellitenrekorde\/","url_meta":{"origin":18117,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Satellitenrekorde","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. 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Mai 2026","format":false,"excerpt":"Heute ein Blog, in dem ich zwei Galileoprojekte unter die Lupe nehme, die zumindest diskutiert wurden. Galileo durchlief vor dem Start ja einige Umplanungen. Diese waren vor allem dadurch bedingt, dass die Sonden von 1.500 auf \u00fcber 2.500 kg Gewicht anwuchsen und so die geplante Startm\u00f6glichkeit mit einem Space Shuttle\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/4c32cea80e8e49b69bdc5bc974151b2d","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18409,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/25\/die-landung-des-starships-auf-dem-mars\/","url_meta":{"origin":18117,"position":5},"title":"Die Landung des Starships auf dem Mars","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. September 2025","format":false,"excerpt":"Es wird mal Zeit, sich mit der geplanten Marslandung des Starships zu besch\u00e4ftigen. Das tut ja anscheinend keiner au\u00dfer mir, sonst w\u00e4re anderen schon etwas aufgefallen. Die Grundproblematik ist die gleiche wie f\u00fcr Raumsonden: Der Mars hat eine extrem d\u00fcnne Atmosph\u00e4re. Deren Bodendruck liegt bei \"Normalnull\" (mangels Meeren willk\u00fcrlich festgelegt\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/0c873c0799fe4a22aedc6879d71e9a71","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18117\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}