{"id":18118,"date":"2025-05-10T07:22:06","date_gmt":"2025-05-10T05:22:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18118"},"modified":"2025-05-15T17:55:06","modified_gmt":"2025-05-15T15:55:06","slug":"die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/10\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-3\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; die Pechv&ouml;gel unter den Raumsonden (3)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18118\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18118\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dies ist der dritte und letzte Teil der Serie &uuml;ber die Pechv&ouml;gel unter den Raumsonden. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/07\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden\/\">Teil 1<\/a> erschien am 7.5 und<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/09\/die-glorreichen-10-die-pechvoegel-unter-den-raumsonden-2\/\"> Teil 2 gestern.<\/a><\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 3: Phobos Grunt und Luna 25 (Fortsetzung)<\/h4>\n<p>20 Jahre sp&auml;ter gab es einen erneuten Anlauf zu Phobos, diesmal mit einem noch anspruchsvolleren Ziel, der Gewinnung von Bodenproben und Transport zur Erde. Nach dem Verlust von Mars 96 hatte Russland diesmal die komplette Antriebsstufe zum Verlassen des Erdorbits in die Raumsonde integriert. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phobos-grunt.shtml\">Phobos Grunt<\/a> f&uuml;hrte auch einen Penetrator von Finnland und einen kleinen chinesischen Subsatelliten mit sich, die beide im ersten Marsorbit entlassen werden sollten. Nach dem Fehlschlag mit Mars 96 gab es aber nicht die internationale Beteiligung wie bei Phobos 1+2 und Mars 96. Die ESA fertigte aber Aufnahmen der Landegebiete auf Phobos mit Mars Express an, um die Mission zu unterst&uuml;tzen. Die Sonde wurde am 8.11.2011 auch korrekt in einen Erdorbit entlassen, doch danach funktionierte nichts mehr. Die Sonde sollte automatisch ihr Triebwerk z&uuml;nden, ein Eingreifen von der Missionskontrolle aus war nicht vorgesehen und sp&auml;tere Versuche, dies zu umgehen scheiterten. Radaraufnahmen zeigten aber das die Solarzellen vollst&auml;ndig entfaltet waren.<!--more--><\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phobos-grunt-fehlschlag.shtml\">Bericht der Untersuchungskommission<\/a>, f&uuml;hrt als prim&auml;re Ursache den simultanen Reboot von zwei \u201eArbeitskan&auml;len\u201c (Elektronikmodulen) des Bordcomputers aus. Verantwortlich f&uuml;r den Reboot waren Ausf&auml;lle von Elektronikkomponenten durch kosmische Strahlung, die wiederum nur m&ouml;glich waren, weil nicht weltraumtaugliche Teile verwendet wurden. Es handelte sich im Detail um 512 K x 32 Bit SRAM-Chips des Typs WS512K32V20G2TM, die in beiden Platinen des Bordcomputers verbaut waren. Diese Chips sind nicht strahlengeh&auml;rtet, lediglich strahlentolerant. Sie gen&uuml;gen der \u201eMilit&auml;rspezifikation\u201c f&uuml;r den Einsatz in Flugzeugen oder Lenkwaffen. Das bedeutet, sie sind auch etwas strahlentoleranter, da Flugzeuge in der Stratosph&auml;re einer h&ouml;heren Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Sie sind allerdings nicht f&uuml;r den dauerhaften Einsatz im Weltraum vorgesehen. Der Einsatz w&auml;re noch tolerierbar f&uuml;r Kurzzeitmissionen von einigen Tagen Dauer, nicht jedoch f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige Marsmission.<\/p>\n<p>Inoffizielle &Auml;u&szlig;erungen von Ingenieuren sagten aus, dass ein Gro&szlig;teil der 90.000 Chips weder auf Weltraumtauglichkeit gepr&uuml;ft wurde, noch daf&uuml;r qualifiziert war. Weiterhin sei die Software schlampig programmiert worden und viele westliche Experten halten Softwarefehler f&uuml;r die wahrscheinlichere Ursache, weil ein Ausfall durch einen Strahlenschaden innerhalb weniger Stunden doch sehr unwahrscheinlich ist, selbst bei strahlungstoleranten Chips.<\/p>\n<p>Luna 25 folgte als n&auml;chste Raumsonde Russlands erst 14 Jahre sp&auml;ter, im Jahre 2025. Ihr Ziel war wesentlich weniger ambitioniert: sie sollte neue Landemethoden erproben und wissenschaftliche Untersuchungen an der Landestelle machen. Eine ESA-Beteilligung wurde nach dem &Uuml;berfall auf die Ukraine 2022 wieder zur&uuml;ckgezogen. Die Sonde absolvierte auch zuerst ihr Flugprogramm wie die bisherigen Lunas auch: Eine Sojus brachte sie in eine Transferbahn zum Mond. Nach zwei Kurskorrekturen schwenkte sie in eine erste Mondumlaufbahn ein die dann durch eine weitere Z&uuml;ndung in eine ann&auml;hernd kreisf&ouml;rmige Bahn in 100 km H&ouml;he zirkularisiert wurde. Der n&auml;chste Schritt ist das Absenken des mondn&auml;chsten Punktes auf 18 km H&ouml;he. Aus dieser Bahn heraus w&uuml;rde dann die Landung erfolgen. Doch der Antrieb arbeitete anstatt 84 Sekunden &uuml;ber 127 Sekunden lang, der mondn&auml;chste Punkt der Umlaufbahn sank so unter die Mondoberfl&auml;che und nach wenigen Minuten schlug so Luna 25 auf der Mondoberfl&auml;che auf.<\/p>\n<p>Offensichtlich gibt es auch 30 Jahre nach Phobos 1+2 keinerlei Absicherung in russischen Raumsonden gegen Fehlfunktionen. Wenn die Brenndauer bekannt ist, warum gibt es nicht einen Backup-Timer, der 1 Sekunde nach der nominellen Brenndauer die Triebwerke abschaltet? Es gab zur ganzen Zeit eine Funkverbindung zur Erde, warum greift dann die Bodenkontrolle nicht ein?<\/p>\n<p>Bei allen drei Verlusten gibt es eine gemeinsame Ursache: Der Hersteller Lawotschkin hat die Projekte nicht gegen Fehlfunktionen abgesichert bzw., die Raumschiffe kann man nur als unausgereift und flugtauglich bezeichnen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 2: Mars Polar Lander und Mars Climate Orbiter<\/h4>\n<p>Die NASA hat sich wirklich M&uuml;he gegeben, Platz 2 meiner pers&ouml;nlich Liste zu Erreichen. Er geht an die beiden Marsraumsonden des Jahres 1998. Die Ursache des Scheiterns war zwar unterschiedlich, aber letztendlich doch auch nicht. Beides sind Sonden des Discoveryprogramms und sie mussten noch billiger werden als ihre Vorg&auml;nger. 1996 hatten der Orbiter Mars Global Surveyor und der Marslander Pathfinder noch ein Budget von 230 und 265 Millionen Dollar, so lag es nun bei 150,9 und 165 Millionen Dollar. Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mco.shtml\">Mars Climate Orbiter<\/a> MCO sollte weitere Backzup-Experimente des 1993 verlorenen Mars Observers zum Mars transportieren. Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mpl.shtml\">Mars Polar Lander<\/a> MPL war der erste einer geplanten Serie von weiter entwickelten Landern. Pathfinder hatte 1997 eine neue Landmethode mit Airbags erprobt die nun der Standard werden sollte.<\/p>\n<p>Als der Mars Climate Orbiter am 23.9.1999 in die Marsumlaufbahn eintreten sollte, begann er sein Triebwerk zu feuern. F&uuml;nf Minuten sp&auml;ter verschwand er hinter dem Mars und 29 Minuten danach k&auml;me der MCO aus dem Funkschatten heraus, doch er antwortete nicht mehr. Eine Untersuchung ergab dann eine fast schon skandal&ouml;se Ursache. Der MCO hat ein einzelnes Solarpanel und ist daher unsymmetrischer aufgebaut als andere Raumsonden. Das Paneel f&uuml;hrt durch den Strahlungsdruck der Sonne zu Kursabweichungen, die regelm&auml;&szlig;ig korrigiert werden m&uuml;ssen. Zur Berechnung lieferte der Hersteller der Sonde Lockheed-Martin eine Excel-Tabelle. Deren Ausgabewerte sind in imperialen Einheiten also z.B. beim Schub als &#8222;Pounds of Force&#8220; zu interpretieren. Die NASA arbeitet aber im wissenschaftlichen Bereich mit dem SI-System wie bis auf drei Nationen (USA, Myamar, Liberia) die ganze Welt, also bei Schub mit der Einheit Newton. Die Daten die sie an die Sonde &uuml;bermittelte waren daher um den Faktor 4,45 zu hoch. Die Raumsonde &uuml;berkompensierte und n&auml;herte sich so dem Mars auf 57 anstatt 140 bis 150 km. In dieser H&ouml;he ist die Atmosph&auml;re so dicht, dass sie den Mars Climate Orbiter der sie mit 5-6 km\/s durchfliegt besch&auml;digen kann. Das ergab auch eine Computersimulation, die danach mit den Angaben der Tabelle durchgef&uuml;hrt wurde.<\/p>\n<p>Es gab, das zeigte auch der Untersuchungsbericht Warnungen von den Ingenieuren, welche die Bahn &uuml;berwachten und die Forderung die Bahn nochmals zu korrigieren. Doch dies wurde von der Missionsleitung ignoriert. Diese Leitung war zu unerfahren und auch personell unterbesetzt &#8211; eine folge des Sparkurses im Discoveryprogramm.<\/p>\n<p>Einige Monate sp&auml;ter stand am 3.12.1999 die Landung des Mars Polar Landers an. Er hatte w&auml;hrend der Landung keine Funkverbindung, sollte sich erst nach der Landung melden. So sparte man 5 Millionen Dollar f&uuml;r einen Sender ein. Das tat er nicht, sodass man lange Zeit keine Ursache f&uuml;r das Scheitern ausmachen konnte. Da er aber der erste einer Serie war und der n&auml;chste Lander f&uuml;r das Startfenster 2001 schon vorbereit wurde, bekam man die Fehlfunktion doch noch heraus. Ende Januar 2000 begann man bei Lockheed Martin mit den Tests der Hardware des 2001 er Landers. Die Landebeine haben einen Sensor, der signalisiert, ob sie Bodenber&uuml;hrung haben. Es zeigte sich bei Tests, dass dieser auch ausschl&auml;gt, wenn die Beine in 1500 m H&ouml;he ausgeklappt werden. Als der MPL in 40 m H&ouml;he angekommen war, wurde der Sensor ausgelesen und er gab zur&uuml;ck, dass die Sonde den Boden ber&uuml;hrt habe, worauf der Computer das Triebwerk abschaltete und Mars Polar Lander mit 80 km\/h anstatt 9 km\/h auf dem Boden aufschlug. Der Mars Polar Lander wurde durch den harten Aufprall besch&auml;digt oder zerst&ouml;rt.<\/p>\n<p>Eine Untersuchungskommission stellte fest, dass man die Sensoren von MPL vorher testete, als sie nicht reagierten, &uuml;berpr&uuml;fte man die Verkabelung und stellte Fehler fest, wiederholte den Test aber nicht mehr. So konnte der Softwarefehler nicht erkannt werden. Ein Softwarepatch h&auml;tte das Problem gel&ouml;st. Er h&auml;tte nur den Sensor abfragen und r&uuml;cksetzen m&uuml;ssen. Der Absturz war vermeidbar und die Ursache waren letztendlich Probleme des Programms. Das war auch das Res&uuml;mee der Untersuchungskommission der beiden Verluste der Sonden.<\/p>\n<p>Die Landesonde von 2001 wurde so zuerst eingemottet und das Disovceryprogramm grundlegend gewandelt. Es bekam jetzt eine ad&auml;quate Finanzierung. Der n&auml;chste Orbiter, Mars Odyssey zum Beispiel zus&auml;tzlich die Mittel die f&uuml;r die Landesonde von 2001 gedacht waren. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Psyche.shtml\">Psyche<\/a> als letzte Raumsonde des Discoveryprogramms hat z.B. ein Gesamtbudget von 961 Millionen Dollar, dreimal so viel wie die NASA f&uuml;r MPL und MCO zusammen ausgab. Den zweiten Lander, der urspr&uuml;nglich 2001 gestartet werden sollte, wurde erst 2007 als <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phoenix.shtml\">Phoenix<\/a> auf den weg gebracht &#8211; nun mit 420 Millionen Dollar fast dreimal so teuer wie der MPL.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 1: Mars 4-7<\/h4>\n<p>Platz 1 stand f&uuml;r mich nie zur Diskussion. Denn warum sollte man eine Raumsonde starten, wenn man schon vor dem Start wei&szlig;, das sie mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit nicht funktionsf&auml;hig am Ziel ankommt?<\/p>\n<p>Genau das tat sie Sowjetunion 1973. Sie w&auml;hnte sich immer noch im Wettlauf mit den USA, diesmal um die Erforschung des Mars. Sie wollte vor den USA einen Lander absetzen. 1971 scheiterte dies bei Mars 2+3. 1973 wollte man der Viking Mission zuvorkommen, weil man wusste, das deren Lander technisch viel ausgekl&uuml;gelter als die eigenen Exemplare waren. Bei den Startvorbereitungen stellte man fest, dass ein bestimmter Transistor in der Stromverteilung eine erh&ouml;hte Ausfallwahrscheinlichkeit hatte. Als man beim Hersteller nachforschte, stellte sich heraus, dass dort die Kontaktpins aus Gold durch welche aus Aluminium ersetzt wurden um das Edelmetall einzusparen, die einen Ausfall wahrscheinlicher machen. Das Problem war das diese Transistoren oft verwendet wurden, das Stromverteilungssystem war &#8222;gef&uuml;llt&#8220; mit ihnen. Schon ein einziger ausgefallener Transistor kann dann ein ganzes Subsystem lahmlegen. Die Projektverantwortlichen pl&auml;dierten daher f&uuml;r eine Verschiebung des Starts auf 1975, doch die politische F&uuml;hrung wollte ihre Erstleistung und so wurden die Raumsonden gestartet, so wie sie waren.<\/p>\n<p>Es kam wie zu erwarten: Mars 4, ein Orbiter hatte vor dem Erreichen des Mars einen Ausfall des Systems f&uuml;r das Haupttriebwerk und flog so am Mars vorbei, anstatt in eine Umlaufbahn einzuschwenken.<\/p>\n<p>Mars 6 sollte einen Lander absetzen. Bald nach dem Start fiel die Kommunikation aus, sodass Mars 6 nun alles autonom durchf&uuml;hren musste. Das klappte sogar. Doch der Lander von Mars 6 schlug hart mit rund 200 km\/h auf, die Ursache ist bis heute ungekl&auml;rt.<\/p>\n<p>Auch bei Mars 7 fielen zwei von drei Kommunikationskan&auml;len aus, der Lander wurde vier Stunden zu fr&uuml;h abgetrennt und flog am Mars vorbei.<\/p>\n<p>Lediglich der Orbiter Mars 5 erreichte einen Marsorbit. Er arbeitete aber nur &uuml;ber 22 Uml&auml;ufe. Ursache war hier nicht ein Ausfall der Elektronik, sondern er verlor Druckgas. Die Sowjetunion brachte die gesamte Ausr&uuml;stung in einem Druckbeh&auml;lter unter, dieser wurde mit Stickstoff gef&uuml;llt und dieser durch Ventilatoren umgew&auml;lzt. Diese Technik garantierte erd&auml;hnliche Bedingungen, es mussten keine ausgekl&uuml;gelten L&ouml;sungen f&uuml;r das Thermalmanagement gefunden werden. Durch den Druckverlust &uuml;berhitzten aber die Instrumente nach drei Wochen.<\/p>\n<p>In der Summe hatte man mit vier Sonden einen Teil des Arbeitsprogramms eines Orbiters erreicht, aber auch nicht die gew&uuml;nschte Erstleistung. Mit einem Start von Sonden, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit schon vor Erreichen des Mars ausfallen, hat sich das sowjetische Raumfahrtprogramm Platz 1 redlich verdient.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/981b52fbf6e8461a872d7be0c048e46b\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18118\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18118\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Dies ist der dritte und letzte Teil der Serie &uuml;ber die Pechv&ouml;gel unter den Raumsonden. 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Platz 3: Phobos Grunt und Luna 25 (Fortsetzung) 20 Jahre sp&auml;ter gab es einen erneuten Anlauf zu Phobos, diesmal mit einem noch anspruchsvolleren Ziel, der Gewinnung von Bodenproben und Transport zur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5296],"tags":[5285,622],"class_list":["post-18118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-glorreichen-10","tag-glorreichen-10","tag-raumsonden","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":238,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18504,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/25\/die-glorreichen-10-satellitenrekorde\/","url_meta":{"origin":18118,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Satellitenrekorde","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. 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Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18118\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}