{"id":18142,"date":"2025-05-17T18:16:14","date_gmt":"2025-05-17T16:16:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18142"},"modified":"2025-05-18T09:54:23","modified_gmt":"2025-05-18T07:54:23","slug":"die-glorreichen-10-die-extremsten-orte-im-sonnensystem-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/17\/die-glorreichen-10-die-extremsten-orte-im-sonnensystem-1\/","title":{"rendered":"Die Glorreichen 10 &#8211; die extremsten Orte im Sonnensystem (1)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18142\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18142\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Gemessen an den anderen K&ouml;rpern im Sonnensystem ist unsere Erde richtig langweilig. In nahezu allen Bereich werden wir geschlagen &#8211; es gibt woanders tiefere Gr&auml;ben, h&ouml;here Gebirge, gr&ouml;&szlig;ere Vulkane, krassere Gegens&auml;tze in der Oberfl&auml;che. Hier ein rein subjektives Ranking der extremsten und faszinierendsten Orte des Sonnensystems. Mit einer Ausnahme &#8211; dem Mars &#8211; bespreche ich den ganzen Himmelsk&ouml;rper aus dem einfachen Grund, weil wir wirklich gute hochaufl&ouml;sende Aufnahmen nur vom Mars hbwn. Da es wieder mal etwas l&auml;nger geworden ist gibt es <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/18\/die-glorreichen-10-die-extremsten-orte-im-sonnensystem-2\/\">morgen Platz 5 bis 1.<\/a><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/venus.jpeg\" width=\"499\" height=\"537\" \/>Platz\u00a0 10: Die Venus<\/h4>\n<p>Die Venus landet hier weil die Atmosph&auml;re so extrem ist. Am Boden betr&auml;gt die Temperatur rund 480 Grad Celsius und der Druck rund 90 Bar, also so viel wie bei uns in 900 m Meerestiefe. Die Wolken, die die Sicht auf die Oberfl&auml;che verdecken reichen von 50 bis in 70 km H&ouml;he, in diesem Bereich herrschen auch Temperaturen und Dr&uuml;cke wie bei uns am Erdboden. Die Temperatur ist auch &uuml;berall auf der Venus die gleiche. Egal ob Pol oder &Auml;quator, Tag- oder Nachtseite. Da die Venus in 243 Tagen rotiert w&uuml;rde ohne Atmosph&auml;re die Nachtseite stark abk&uuml;hlen &#8211; bei unserem Erdmond der in 28 Tagen rotiert z.B. auf -120 Grad Celsius, aber die dichte Atmosph&auml;re (sie hat am Boden eine Dichte von 62,5 g\/l, in etwa so viel wie aufgesch&auml;umtes Styrophor) verteilt die W&auml;rme effektiv um denn sie rotiert in 3,5 Tagen um den Planeten.<\/p>\n<p>Wie die Venus zu dieser Atmosph&auml;re fast nur aus Kohlendioxid kam, ist bis heute nicht vollst&auml;ndig gekl&auml;rt. Eine favorisierte Hypothese geht davon aus, das die Venus einmal wie die Erde viel Wasser besa&szlig;. Sie gleicht der Erde ja auch in Masse, Dichte und Gr&ouml;&szlig;e. Durch die gr&ouml;&szlig;ere Sonnen&auml;hre verdampfte dieses und f&uuml;hrte zu einem sich selbst aufschaukelnden Treibhauseffekt, das hei&szlig;t durch die h&ouml;here Temperatur verdampfte immer mehr Wasser und das erh&ouml;hte die Temperatur weiter. Schlie&szlig;lich muss die Atmosph&auml;re so hei&szlig; geworden sein, dass die Oberfl&auml;chengesteine mit dem Wasserdampf reagierten &#8211; Carbonate wurden zu Oxiden, Kohlendioxid wurde freigesetzt und der Sauerstoff im Wasser chemisch gebunden. Der Wasserstoff ging verloren und das Kohlendioxid blieb.<\/p>\n<p>Geologisch ist die Venus nicht ganz so extrem wie andere Planeten, so ist das Relief viel flacher als bei der Erde, es gibt nur ein gro&szlig;es Gebirgsmassiv, die Maxwell Montes. Auf Radarbildern erscheinen diese sehr hell, was bedeutet das die Oberfl&auml;che viele Radarstrahlen reflektiert. Es gibt kaum Krater. Die Radaraufnahmen der Raumsonden zeigten als h&auml;ufigste Strukturen parkettmusterartig gebrochenen Platten von 20 km Breite, Terrasae genannt. Sie haben wahrscheinlich tektonischen Ursprung. Sie bedecken einen Gro&szlig;teil der Hochl&auml;nder, ragen aber auch als einzelne Inseln aus der gr&ouml;&szlig;ten Ebene, Alpha Regio, heraus. Die Niederungen werden zu Hunderten von Coronae bedeckt, ringf&ouml;rmigen Strukturen, die als Einbr&uuml;che erloschener Vulkane gedeutet werden.<\/p>\n<h4 class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/europa.jpg\" width=\"1021\" height=\"1105\" \/>Platz\u00a0 9: Europa<\/h4>\n<p>Noch glatter als die Venus ist der Jupitermond Europa. Seine ganze Oberfl&auml;che ist von einem Eispanzer bedeckt. Darunter befindet sich wahrscheinlich ein Ozean, der durch die Gezeitenkr&auml;fte fl&uuml;ssig gehalten wird. Krater gibt es fast keine, denn die Oberfl&auml;che ist dauernd in Bewegung. Der Mond wird von zahlreichen Br&uuml;chen und Gr&auml;ben durchzogen, weil die Gezeitenkr&auml;fte nat&uuml;rlich auch an der Oberfl&auml;che zerren und sie so in Bewegung ist. Die tieferliegende Ursache sind Str&ouml;mungen hei&szlig;en Wassers unter der Oberfl&auml;che welche die Eisplatten mitziehen. Zwischen diesen Gr&auml;ben ist die Essoberfl&auml;che allerdings ziemlich glatt. Jemand der auf einer solchen Platte sich befindet, wurde, soweit er nur schaut nur eine Eisw&uuml;ste ohne Erhebungen sehen.<\/p>\n<h4 class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium\" src=\"\/img\/saturnringe-gegenlicht.jpeg\" width=\"700\" height=\"336\" \/>Platz\u00a0 8: Die\u00a0Saturnringe<\/h4>\n<p>Die Saturringe waren schon etwas besonderes, bevor sie mit Raumsonden genauer untersucht wurden, denn lange Zeit war der Saturn der einzige Planet mit Ringen. Seitdem hat man auch Ringe bei den anderen Gasriesen entdeckt, doch sie sind viel d&uuml;nner als die Saturnringe.<\/p>\n<p>Voyager entdeckte, dass es nicht nur vier gro&szlig;e Ringsysteme gibt, sondern sie Ringe aus Tausenden von Einzelringen bestehen. Entdeckt wurden auch Sch&auml;ferhundmonde, Monde die am Rande des A-Rings und auf beiden Seiten des F-Rings den Planeten umkreisen und die scharfe Kante verursachen. Ebenso wurden helle und dunkle Zonen auf den Ringen beobachtet. Die als &#8222;Speichen&#8220; bezeichneten Strukturen rotieren mit dem Planeten. Es handelt sich um Staub der durch elektrische Aufladung sich von der Ringebene abhebt und durch seine elektrische Ladung mit dem Magnetfeld des Planeten rotiert.<\/p>\n<p>Cassini konnte noch weitere Ph&auml;nomene entdecken, so st&ouml;ren die kleinen Monde durch ihre Gravitation die Ringe und verursachen Wellen in den Ringen, es gibt auch, obwohl die Ringe selbst sehr flach sind, Erhebungen wie Gebirge die sich &uuml;ber die Ringebene erheben. Die gro&szlig;e Zahl an Ringen liegt wohl an zahlreichen Mini-Monden, die sich zwischen ihnen befinden und Material das sich ihnen n&auml;hert, ablenkt. Einen 300 m gro&szlig;en dieser &#8222;Moonlets&#8220; konnte Cassini noch abbilden, die meisten d&uuml;rften aber nur einige Hundert Meter gro&szlig; sein und damit zu klein f&uuml;r die Kamera von Cassini.<\/p>\n<p>K&ouml;nnte man in einer fernen Zukunft mit einem Raumschiff in oder knapp &uuml;ber die Ringebene sich bewegen, der Ausblick w&auml;re wohl spektakul&auml;r.<\/p>\n<h4 class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/iapetus3.jpg\" width=\"540\" height=\"537\" \/>Platz\u00a0 7:\u00a0Iapetus<\/h4>\n<p>Saturn hat eine Rehe von seltsamen Monden. Da w&auml;re Mimas mit einem Einschlagstarter von einem Drittel der Mondgr&ouml;&szlig;e, der auch tief ist und dem Mond das Aussehen des Todessterns aus Star Wars gibt. Enceladus ist wie Europa verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig glatt, und hat einen aktiven Kryovulkanismus. Noch gr&ouml;&szlig;er als bei Mimas ist der gr&ouml;&szlig;te Einschlagskrater auf Tethys, er macht 40 % des Monddurchmessers aus, ist aber da er aufgef&uuml;llt wurde, ist er weniger auff&auml;llig. Dione hat ein ausgedehntes helles Grabensystem und &uuml;ber Rhea zieht sich eine schnurgerade Linie. Hyperion hat eine pockenarbige Struktur mit schroffen Klippen und Titan erscheint mit Seen, Fl&uuml;ssen, D&uuml;nenfeldern sogar erd&auml;hnlich. Der auff&auml;lligste Mond ist aber Iapetus, wegen seiner zwei unterschiedlichen H&auml;lften auch &#8222;Ying-Yang-Mond genannt&#8220;. Das er etwas Besonderes ist bemerkte schon Cassini im 17.ten Jahrhundert der ihn entdeckte &#8211; er war unterschiedlich hell, je nachdem ob er sich links oder rechts des Saturns befand. Voyager lieferte dann den ersten Beweis, eine H&auml;lfte des Mondes ist pechschwarz, die andere strahlend wei&szlig;, 12-mal heller als die dunkle Seite. Cassini flog einmal so nahe an Iapetus vorbei, dass beeindruckende Aufnahmen gelangen. Am &Auml;quator verl&auml;uft eine Gebirgskette, 1.300 km lang, 20 km breit und bis zu 13 km hoch, das f&auml;llt dann sogar im Profil von Iapetus auf. Das Gebirge muss in einer fernen Zukunft ein Paradies f&uuml;r Bergsteiger sein.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/iapetus5.jpg\" width=\"393\" height=\"423\" \/><\/p>\n<p>Die dunkle Farbe kommt nach der g&auml;ngigsten Hypothyreose von dem &auml;u&szlig;eren Saturnmond Phobe, vielleicht auch anderen Saturnmonden, die man in den letzten Jahren weit au&szlig;en im Saturnsystem entdeckt hat. Dieser Mond ist sehr dunkel, fast schwarz. Mikrometeoriten schlagen Teilchen aus Phoebe heraus, die werden in das innere Saturnsystem getrieben und das meiste Material sammelt Iapetus auf. Zu der Theorie passt, dass das Material auch Krater zudeckt, also relativ jung sein muss und es sich nur auf der Seite des Mondes befindet die in Bewegungsrichtung orientiert ist.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 6: Der Neptunmond Triton<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium\" src=\"\/img\/triton.jpeg\" width=\"400\" height=\"514\" \/><\/h4>\n<p>Eine Einsicht die Raumsonden brachten ist das je weiter man im Sonnensystem nach au&szlig;en kommt um so skuriller werden die Objekte und sie sind sogar, obwohl Sonnenenergie kaum noch zur Verf&uuml;gung steht wieder geologisch aktiv.<\/p>\n<p>Die Oberfl&auml;che hat kaum Krater, der gr&ouml;&szlig;te ist nur 27 km gro&szlig;. Daf&uuml;r weist ein gr&ouml;&szlig;erer Abschnitt der Oberfl&auml;che dieselbe Struktur wie Cantaloup-Melonen auf. Die Oberfl&auml;che ist hier hellblau, w&auml;hrend sie sonst gelbliche T&ouml;ne aufweist. In diesem Bereich gibt es au&szlig;er der granul&auml;ren Struktur von 30-40 km Durchmesser pro \u201ePore\u201c keine anderen Oberfl&auml;chenformen. Krater wurden zugedeckt. Es gilt als das &auml;lteste Terrain auf Triton.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Punkte, von denen dunkle aber auch helle Fahnen ausgehen. Wie die Auswertung von Aufnahmen zeigte, sind dies Geysire, die Stickstoff und Methan bis in 8 km H&ouml;he aussto&szlig;en. Sie sind wahrscheinlich f&uuml;r die Ablagerungen hinter den Geysiren verantwortlich. Wei&szlig;e Ablagerungen bestehen aus Stickstoffgas, das Methan bildet durch UV-Strahlung die dunklen Fahnen. Durch die Geysire hat Triton eine d&uuml;nne Atmosph&auml;re mit einem Bodendruck von 1,4 Pascal. Der Stickstoff lagert sich auch auf der Oberfl&auml;che ab und hat so alle Kraterspuren bedeckt. Alle Geysire befinden sich bei 50 bis 57 Grad S&uuml;d, nahe des Punktes, wo die Oberfl&auml;che am st&auml;rksten erhitzt wird. Bei Triton entdeckte man zuerst aktiven Kryovulkanismus, denn man inzwischen auch f&uuml;r die Oberfl&auml;chenstrukturen von Enceladus, Titan und Pluto verantwortlich macht. F&uuml;r eine aktive Geologie spricht auch ein System von Verwerfungen. Die wenigen Krater wurden mit Eislava aufgef&uuml;llt. Bedingt durch die Neigung der Umlaufbahn zum &Auml;quator gibt es auf Triton extreme Jahreszeiten. Als Voyager vorbeiflog, lag der Nordpol seit 30 Jahren im Schatten und der S&uuml;dpol seit 30 Jahren in der Sonne. Trotzdem hat der S&uuml;dpol eine d&uuml;nne Eiskappe, wahrscheinlich aus gefrorenem Stickstoff.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz\u00a0 5: Der Zwergplanet Pluto<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/Pluto.jpg\" width=\"600\" height=\"600\" \/><\/h4>\n<p>Pluto war mal ein Planet, wurde aber w&auml;hrend die Raumsonde New Horizons zu ihm unterwegs war zu einem Zwergplaneten degradiert. Heute wei&szlig; man, er ist nur das gr&ouml;&szlig;te Kuiperg&uuml;rtelobjekt in dieser Region, weiter drau&szlig;en gibt es &auml;hnlich gro&szlig;e KBO, Eris k&ouml;nnte noch gr&ouml;&szlig;er als Pluto sein. Plutos Oberfl&auml;che entpuppte sich, als geologisch jung. Es gab nur wenige Krater. Insgesamt 1070 wurden gez&auml;hlt. Etwa die H&auml;lfte der erfassten Oberfl&auml;che nimmt eine gro&szlig;e Ebene ein, Tombaugh Regio genannt. Ein Teil der Tombaugh Regio, Sputnik Planum genannt, zeigt Eisfl&uuml;sse, wie von Gletschern, und ist nahezu frei von Kratern und weniger als 100 Millionen Jahre alt. Andere Regionen sind st&auml;rker verkratert, ein kleines Gebiet auch stark. Dieses ist etwa 4 Milliarden Jahre alt. Man nimmt an, dass Pluto heute noch geologisch aktiv ist und Kryovulkanismus vorherrscht. Ausgesto&szlig;ene Gase fallen beim Abk&uuml;hlen als Eis auf die Oberfl&auml;che und konnten in den Spektren nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Im Gegenlicht konnte eine ausgedehnte Dunstschicht um den Zwergplaneten nachgewiesen werden. Sie reicht in bis zu 130 km H&ouml;he. Aufgrund der Temperaturen von 33 bis 55 K (-218 bis -240\u00b0C) kristallisieren Gase bald aus, sodass sie nur tempor&auml;r vorhanden ist. Als New Horizons vorbeiflog, hatte die Ausdehnung der Atmosph&auml;re schon von 3.000 auf 1.600 km abgenommen und der Atmosph&auml;rendruck war von 1,5 auf 0,22 Pascal gefallen. Dies entspricht dem Druck der Atmosph&auml;re auf Triton. Beide Himmelsk&ouml;rper sind ungef&auml;hr gleich gro&szlig; und auch Triton war wohl ein KBO der von Neptun eingefangen wurde.<\/p>\n<p>Noch interessanter ist das Plutos Mond Charon, der nur 18.000 km von der Oberfl&auml;che entfernt seine Kreise zieht v&ouml;llig anders als Pluto aussieht: Charons Oberfl&auml;che besteht anders als die von Pluto aus Wassereis. Bei Pluto dominieren Methan und Ammoniakablagerungen, die &uuml;ber Milliarden Jahre ausgesto&szlig;en wurden. Die Oberfl&auml;che ist mit einer Albedo von 0,37 deutlich dunkler und farbloser als die von Pluto mit einer Albedo von 0,60. Lediglich am Nordpol ist bei einem Becken der Mond rot gef&auml;rbt. Es fehlen weitestgehend Krater, daf&uuml;r gibt es ein ausgedehntes Canyonsystem. Dieses durchschneidet auch eine Hochebene. Man nimmt Kryovulkanismus und Geysire als treibende geologische Kraft an. So findet man auch die von anderen Monden bekannten Rillen an denen Gase austreten k&ouml;nnen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/6e48ed2c28434905bd72d63eccaabe06\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18142\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18142\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Gemessen an den anderen K&ouml;rpern im Sonnensystem ist unsere Erde richtig langweilig. 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