{"id":18163,"date":"2025-05-24T00:31:57","date_gmt":"2025-05-23T22:31:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18163"},"modified":"2025-05-23T17:36:44","modified_gmt":"2025-05-23T15:36:44","slug":"die-glorreichen-10-rekorde-im-sonnensystem-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/24\/die-glorreichen-10-rekorde-im-sonnensystem-2\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 \u2013 Rekorde im Sonnensystem (2)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18163\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18163\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>So weiter geht es mit den Extremen im Sonnensystem, eigentlich einer nett verpackten geschichte der Entstehung des Sonnensystems. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/05\/23\/die-glorreichen-10-rekorde-im-sonnensystem\/\">Teil 1 erschien gestern<\/a>. An diesen Beitrag schlie&szlig;t dieser Blog an.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 5: Jupiter, der Staubsauger im Sonnensystem<\/h4>\n<p>Jupiter liegt jenseits der Eislinie. Das ist in der Astronomie eine Grenze bei der Wasser nicht mehr gasf&ouml;rmig sein kann, sondern fest, und sich so zu Eiskristallen, Schneeb&auml;llen und schlie&szlig;lich Himmelsk&ouml;rpern aggregiert. Die Grenze ist variabel, je nach Albedo eines K&ouml;rpers, aber auch der Sonnenaktivit&auml;t, die im Laufe der Jahrmilliarden zunimmt. Als &auml;u&szlig;erste Grenze gelten bei unserem Sonnensystem 3,2 AE, Jupiter ist 5,2 AE entfernt.<\/p>\n<p>Damit steht f&uuml;r Jupiter viel mehr Material zu seiner Bildung zur Verf&uuml;gung. Neben Silikaten eben Wasser in Form von Eis. Sobald Jupiter eine bestimmte Gr&ouml;&szlig;e hatte, konnte er durch seine Gravitation auch Gase binden &#8211; am h&auml;ufigsten im solaren Urnebel ist der Wasserstoff, dann folgt Helium. Alle schwereren Elemente machen zusammen weniger als ein Prozent der H&auml;ufigkeit von Wasserstoff und Helium aus. Damit ein Planet die leichten Gase Wasserstoff und Helium binden kann, muss er sehr massereich sein &#8211; ein Gasatom oder Molek&uuml;l hat abh&auml;ngig von Masse und Temperatur eine mittlere Geschwindigkeit. Aber dies ist eben das Mittel, einige Molek&uuml;le k&ouml;nnen viel schneller sein und wenn ihre Geschwindigkeit h&ouml;her als die Fluchtgeschwindigkeit des Planeten ist, dann verliert er sie. Die Erde kann Wasserstoff und Helium nicht halten. Wasserstoff der durch UV-Spaltung von Wasser entsteht, geht genauso verloren wie Helium das nur nur aus dem radioaktiven Zerfall von Elementen entsteht. Daher ist das Gas auch relativ teuer.<!--more--><\/p>\n<p>Der Jupiter konnte beide Elemente binden und wurde so schnell immer gr&ouml;&szlig;er und immer massereicher, womit er noch mehr Materie band bis er schlie&szlig;lich seine ganze Region freiger&auml;umt hatte. Das trifft nicht nur auf Jupiter selbst zu, sondern auch seine Monde. Anders als Saturn und Uranus hat Jupiter keine &#8222;mittelgro&szlig;en2 Monde, sondern nur vier gro&szlig;e und etliche eingefangene Asteroiden. Auch die vier galileischen Monde &#8211; zwei sind davon gr&ouml;&szlig;er als Merkur und drei gr&ouml;&szlig;er als der Erdmond &#8211; haben so viel Material aufgenommen, das f&uuml;r kleinere Monde von 500 bis 1.500 km Gr&ouml;&szlig;e wie sie bei den anderen &auml;u&szlig;eren Planeten vorkommen, keines mehr &uuml;brig blieb.<\/p>\n<p>Jupiter hat so viel Wasserstoff, das im Inneren der Druck so hoch ist, das ein Wasserstoffatom ihr Elektron abgibt. Freie Elektronen bewirken aber einen elektrischen Strom und dieser wiederum induziert ein Magnetfeld. Jupiters Magnetfeld ist nach der Sonne das st&auml;rkste im Sonnensystem. Wie unser Magnetfeld f&auml;ngt es so die Teilchen des Sonnenwindes ein. Der entstehende Strahleng&uuml;rtel ist so stark, dass ein Mensch nicht mal eine kurze Durchquerung &uuml;berleben k&ouml;nnte. Selbst Raumsonden, die auf die 25-fache Dosis ausgelegt sind, die f&uuml;r einen Menschen t&ouml;dlich ist, brauchen f&uuml;r die Elektronik eine zentimeterdicke Titanh&uuml;lle und d&uuml;rfen sich trotzdem nur kurzzeitig bis auf den Orbit von Europa n&auml;hern. Darunter steigt die Strahlung rasch an, weshalb Io als innerster gro&szlig;er Mond bisher nur sporadisch besucht wurde.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 4: Saturn &#8211; der leichteste<\/h4>\n<p>Die Dichte der solaren Urwolke nimmt aber mit der Entfernung ab. Zum einen, weil durch die Gravitation die Materie zum Zentrum str&ouml;mte &#8211; in der Sonne stecken &uuml;ber 99 % der Materie des Sonnensystems &#8211; und zum anderen, weil sie sich auf einen immer gr&ouml;&szlig;eren Radius verteilte. Saturn entstand so wie Jupiter, aber in der Region, in der er sich bildete, gab es schon weniger Material. Beide haben fast denselben Durchmesser, aber Saturn hat 95 Erdmassen und Jupiter 318. Das hat Folgen. Den Wasserstoff mit metallischen Eigenschaften hat der Saturn nicht, der Druck reicht dazu nicht aus. Der Druck reicht auch nicht aus, um die Gase stark zu komprimieren. Die mittlere Dichte von Saturn ist daher kleiner als die von Wasser. G&auml;be es einen riesigen Ozean aus Wasser, der Saturn w&uuml;rde darin schwimmen, alle anderen Planeten dagegen untergehen. Jupiter schrumpft auch noch weiter, er gibt dadurch mehr W&auml;rme ab als er von der Sonne erh&auml;lt. Saturn tut dies schon lange nicht mehr. Die geringere Gravitation kann auch die Fliehkraft durch die Eigenrotation in etwas &uuml;ber 10 Stunden nur bedingt kompensieren. Der Planet ist dadurch sichtbar abgeplattet &#8211; der &Auml;quatorradius ist 10 % gr&ouml;&szlig;er als der Polradius. Bei den anderen Gasplaneten wie Jupiter ist diese Abplattung sehr viel geringer.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 3: Uranus, der gekippte<\/h4>\n<p>Zwei Planeten fallen mit ihrer Eigenrotation auf. Die Venus durch ihre retrograde Rotation und der Uranus weil die Rotationsachse gekippt ist. G&auml;be es keine Kollisionen, so w&uuml;rde die Rotationsachse eines Planeten senkrecht zur Bahn stehen. Jupiter der sehr schnell wuchs, kommt diesem Ideal am n&auml;chsten. Merkur interessanterweise auch, ebenso die Venus, aber durch die retrograde Rotation w&auml;ren es bei ihr eigentlich 177 Grad. Bei den anderen Planeten sind die Rotationsachsen um 23 bis 30 Grad geneigt. Bei Uranus ist die Rotationsachse dagegen um 98 Grad geneigt, das heilt sie verl&auml;uft ann&auml;hernd parallel zur Bahnachse. Bei Uranus schauen also die Pole in die Bahnrichtung. Dadurch haben sich bei Uranus die Bedeutung von Tag und Jahr vertauscht: Ein Umlauf dauert 84 Erdjahre. Ein Pol ist ungef&auml;hr die H&auml;lfte der Zeit voll beleuchtet und liegt die weitere 42 Jahre im Schatten. Nur zur Zeiten der Sonnenwende gibt es f&uuml;r kurze Zeit eine Situation, in der der ganze Planet beleuchtet wird. Ein solcher Zeitpunkt ist f&uuml;r eine Raumsonde, die den ganzen Planeten und seine Monde untersuchen will, nat&uuml;rlich der ideale. Als Voyager 2 den Uranus passierte, war aber gerade die Wintersonnenwende vorbei und so konnte die Sonde von allen Monden maximal die H&auml;lfte der Oberfl&auml;che erfassen. Den n&auml;chsten Zeitpunkt einer Sonnenwende &#8211; 2006\/7 hat man verpasst, die n&auml;chste Chance g&auml;be es dann 2048\/49.<\/p>\n<p>Wie Uranus zu dieser Verschiebung der Rotationsachse kommt, ist nicht endg&uuml;ltig gekl&auml;rt. Nach der g&auml;ngigen Theorie wurde er wie die Venus von gro&szlig;en Protoplaneten getroffen , welche die Rotationsachse verschoben. Da auch alle Monde in dieser Ebene rotieren ,muss dies sehr fr&uuml;h gewesen sein. Das Innere scheint die Kollision weniger stark getroffen zu haben, denn das Magnetfeld ist um 60 Grad zur Rotationsachse geneigt, bei den anderen Planeten betr&auml;gt die Abweichung der Magnetfeldachse zur -rotationsachse nur wenige Grad. Nach Computersimulationen m&uuml;ssten es mindestens zwei Einschl&auml;ge von K&ouml;rpern mit mindestens zwei Erdmassen sein, um die Verschiebung der Rotationsachse zu erkl&auml;ren.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 2: Neptun, der letzte Eisriese<\/h4>\n<p>Neptun und Uranus bezeichnet man als Eisriesen. Ihre obere, beobachtbare Atmosph&auml;re besteht aus Wasserstoff, Helium und Spuren anderer Gase, aber die meiste Masse macht Eis aus. Der innerste Kern kann aus Gestein bestehen. Das zeigt den Trend auf, den schon Saturn vorgebt: die protosolare Scheibe wird nach au&szlig;en hin immer d&uuml;nner. Obwohl in Neptuns Distanz der Sonnenwind weniger stark ist und so langsamer das Gas wegweht und auch die W&auml;rmestrahlung der Sonne das Gas nicht so erw&auml;rmt, dass es aus der Wolke entkommen kann, k&ouml;nnen die Protoplaneten in dieser Region nicht mehr so viel Material aufsammeln und bleiben kleiner. Wenn, dann ist ihr Baumaterial eben Eis und nicht Gase, die bei Jupiter und Saturn der Gro&szlig;teil der Masse bilden.<\/p>\n<p>Neptun h&auml;lt auch einen anderen Rekord: Der Mond S\/2021 N 1 ist der Mond, der die l&auml;ngste Umlaufszeit aller bekannten Satelliten hat. Zwischen 28 und 71 Millionen km vom Planeten entfernt, hat er eine Umlaufsdauer von 27 Jahren. Das liegt daran, dass Neptun die ausgedehnteste Einflusssph&auml;re hat. Es gibt zwei Definitionen der Einflusssph&auml;re. Die erste auch Sphere of Influence (SOI) genannte, ist die Umgebung in der man den Gravitativen Einfluss eines anderen Himmelsk&ouml;rpers (bei Planeten: die Sonne) bei Berechnungen vernachl&auml;ssigen kann. Diese Einflussph&auml;re hat bei der Erde einen Radius von 925.000 km. Die zweite Definition, die der Hill-Sph&auml;re ist die, wo sich die gravitativen Einfl&uuml;sse von Sonne und Planet aufheben, bei der Erde ist das in 1,5 Millionen km Distanz der Fall. Uranus hat einen SOI Radius von 86,7 Mill. Km, deutlich mehr als Jupiter, Saturn und Uranbus die um 50 Mill. km liegen. Der Radius der Hill-Sph&auml;re liegt sogar bei 114 Mill. km. Der Unterschied ist: erst in der Hillsph&auml;re besteht die Gefahr das ein K&ouml;rper von einer Kreisbahn um den Planeten auf eine Sonnenumlaufbahn wechselt, aber schon au&szlig;erhalb der Einflussph&auml;re (SOI) kann die Sonne die Bahnen st&ouml;ren, sodass man ihren Einfluss f&uuml;r die genaue Bahnberechnung schon ber&uuml;cksichtigen muss.<\/p>\n<p>Man hat in den letzten Jahren durch automatisierte Auswertungen von Fotos und empfindliche Kameras immer mehr irregul&auml;re Monde in stark elliptischen, weit hinausreichenden Bahnen in allen m&ouml;glichen Bahnneigungen entdeckt. Jupiter hat 97 bekannte Monde, Saturn 275, Uranus 28 und Neptun 16. Das die beiden &auml;u&szlig;eren Planeten so wenige (bekannte) Monde haben liegt nicht nur an ihrer kleineren Masse, sondern Monde fallen bei ihnen, weil sie weiter entfernt sind nicht so auf, bewegen sich langsamer und sind lichtschw&auml;cher. Zum Vergleich, als ich mich vor knapp 45 Jahren f&uuml;r Astronomie interessierte hatte Jupiter noch 14, Saturn 10, Uranus 5 und Neptun 2 Monde.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 1: Kometen und KBO, die letzten K&ouml;rper im Sonnensystem<\/h4>\n<p>Ebenfalls durch automatisierte Suchprogramme sind seit den Neunziger Jahren viele weitere Asteroiden jenseits des Neptuns entdeckt worden. Die Zone wurde schon vor Jahrzehnten von dem Astronomen Kuiper vorhergesagt und hei&szlig;t denn auch Kuiperg&uuml;rtel und die Asteroiden dort KNO f&uuml;r Kuiper Belt Objects. Man kann auch im Kuiperg&uuml;rtel Familien ausmachen, also K&ouml;rper mit &auml;hnlichen Bahnen, so geh&ouml;rt Pluto zu einer Familie deren Bahnen eine 3:2 Resonanz mit Neptun haben.<\/p>\n<p>Die Bahnen k&ouml;nnen seit weit nach au&szlig;en reichen. Der rund 1.000 km gro&szlig;e Asteroid Senda hat z.B. eine Umlaufbahn mit einem Perihel von 76,369 AE und einem Aphel von 1006,894 AE. Zum Vergleich, Voyager 1, die derzeit am weitesten entfernte Raumsonde hat w&auml;hrend ich dies schreibe gerade mal 166,7 AE erreicht. Er braucht &uuml;ber 12.600 Jahre um die Bahn zu durchlaufen und wurde vor allem deswegen entdeckt, weil er derzeit nahe des Perihels ist, das er 2075 erreicht. Exzentrische Umlaufbahnen und auch hohe Bahnneigungen sind die Regel, das spricht daf&uuml;r das diese K&ouml;rper sehr urspr&uuml;nglich sind, also ihre Bahn nicht durch nahe Vorbeifl&uuml;ge an Planeten ver&auml;ndert wurden. F&uuml;r Pluto trifft das nicht zu, dessen Bahn hat nur eine geringe Neigung zur Ekliptik und ist zwar elliptisch, aber weitaus weniger extrem als die anderer K&ouml;rper.<\/p>\n<p>Neptuns einziger gro&szlig;er Mond Triton ist wahrscheinlich ein KBO, denn er rotiert retrograd und stark geneigt zu Neptuns &Auml;quator. Alle anderen planetennahen Monde, die mit den Planeten entstanden rotieren prograd und in der &Auml;quatorebene. Triton wie auch Pluto zeigen deutliche Anzeichen von Kryovulkanismus, denn man vorher so weit au&szlig;en im Sonnensystem nicht mehr erwartete.<\/p>\n<p>Noch weiter drau&szlig;en bis in 1 Lichtjahr Distanz soll sich die Oortsche Wolke befinden. K&ouml;rper in ihr sind nur lose gravitativ an die Sonne gebunden, Planeten beeinflussen ihre Bahn schon gar nicht mehr. Interstellare St&ouml;rungen, wie ein vorbeiziehender Stern oder eine nahe explodierende Supernova k&ouml;nnen sie durch ihre Anziehung aus ihren bahnen werfen. Dann gibt es zwei M&ouml;glichkeiten &#8211; sie verlassen das Sonnensystem oder sie st&uuml;rzen in Richtung Sonne. Bis sie dort ankommen brauchen sie wegen ihrer anfangs geringen Geschwindigkeit aber sehr lange, Tausende bis Millionen Jahre. Sie bestehen aus Eis und darin eingeschlossenen Gasen, das bei Erw&auml;rmung verdampft und dann bilden sie einen Kometenschweif aus.<\/p>\n<p align=\"left\">Auch die Zahl der bekannten Kometen hat sich ebenfalls explosionsartig vergr&ouml;&szlig;ert. Bisher erkannte man nur Kometen die hell am Nachthimmel aufleuchteten, Kometen die tags&uuml;ber am Himmel waren konnte man nicht sehen. Als Entdecker entpuppte sich ausgerechnet eine Sonnenmission: der ESA-NASA Satellit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/soho.shtml\">SOHO<\/a> hat einen Koronografen an Bord, der die Sonnenscheibe abdeckt und die solare Corona beobachtet. Regelm&auml;&szlig;ig durchfliegen Kometen das Blickfeld oder schlagen auf der Sonne auf. <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-wissen.de\/nachrichten\/astronomie\/sonnenobservatorium-soho-entdeckte-bereits-4.000-kometen-13374378\">Schon Ende November 2020 waren es 4.000.<\/a> Da es durchschnittlich drei pro Woche sind d&uuml;rfte Ende 2027 der 5.000-ste f&auml;llig sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/51d23341a4fc432bab00e8ba33228a3f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18163\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18163\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>So weiter geht es mit den Extremen im Sonnensystem, eigentlich einer nett verpackten geschichte der Entstehung des Sonnensystems. 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Ich meinte aber, das l\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0ee72da693054bc3b5c3f00214a7e2b3","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18163","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18163"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18163\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18163"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18163"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18163"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}