{"id":18222,"date":"2025-06-15T00:45:14","date_gmt":"2025-06-14T22:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18222"},"modified":"2025-06-14T07:46:59","modified_gmt":"2025-06-14T05:46:59","slug":"die-glorreichen-10-die-wichtigsten-innovationen-bei-der-hardwareentwicklung-der-computer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/06\/15\/die-glorreichen-10-die-wichtigsten-innovationen-bei-der-hardwareentwicklung-der-computer\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; die wichtigsten Innovationen bei der Hardwareentwicklung der Computer"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18222\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18222\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Man k&ouml;nnte eine Reihe von Reihen &uuml;ber die glorreichen 10 zum Thema Computer machen &#8211; &uuml;ber die besten Computer, die Fortschritte in der Architektur, die Programmiersprachen, Betriebssysteme und so weiter. Heute geht es alleine um Fortschritte in der Hardwareentwicklung des Computers allgemein, also Erfindungen, aber nicht um interne Verbesserungen wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sram-dram-caches.shtml\">Caches<\/a> oder Pipelines.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 10: USB<\/h4>\n<p>Als einzige Schnittstelle hat es USB in diese Liste geschafft. Warum wei&szlig; jeder, der vor USB etwas an den Computer angeschlossen hat. Der Computer hatte keine Chance zu erkennen, was man angeschlossen hatte. Man musste zuerst Treiber installieren. Dabei besteht die USB-Schnittstelle nur aus wenigen Leitungen, weil es &#8211; das steckt im &#8222;S&#8220; &#8211; ein serieller Bus ist und nur eine Datenleistung hat. Die passen dann sogar in einen kleinen USB-C Stecker. Trotzdem ist die Schnittstelle schnell &#8211; 20 GBit\/s erreicht die neueste Norm, so schnell sind meist nicht mal die angeschlossenen Ger&auml;te. Man stelle sich mal vor, anstatt USB m&uuml;sste man den Platz auf dem Motherboard und im Geh&auml;use f&uuml;r die vorher &uuml;blichen Schnittstellen SCSI, Centronics oder RS-232 haben, dann w&auml;re es Essig mit 8 Ports an einem Computer und Notebooks h&auml;tten gar keine Anschl&uuml;sse. Dar&uuml;ber hinaus ist die Schnittstelle standardisiert. Wer ein USB Ger&auml;t an einen Raspberry Pi anschlie&szlig;t, also einen Rechner mit einer ARM-CPU und Linux als Betriebssystem, wird feststellen, das diese in der Regel auch funktionieren. Das wankt allerdings in letzter Zeit. Ich hatte schon &#8222;Wifi-6 Sticks&#8220; zum Testen gehabt. Die geben sich gegen&uuml;ber dem Computer als Laufwerk aus, von dem man dann doch den Treiber installieren muss und das geht dann nur noch unter Windows oder MacOS. Ohne Treiber bieten sie gar keinen Wifi-Standard, weil z.B. ein Raspberry Pi nur ein Laufwerk erkennt. Das ist schon deswegen bl&ouml;dsinnig, weil die meisten Sticks klein sind und die Empfangsqualit&auml;t ab einer Mindestentfernung vom Router mehr von der Antennengr&uuml;&szlig;e als dem Wifi-Standard abh&auml;ngt.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 9: Mikroprozessor<\/h4>\n<p>Der Mikroprozessor hat selbst in Gro&szlig;rechnern und Supercomputern die vom Hersteller entwickelte CPU abgel&ouml;st. Warum erscheint er nur auf dem vorletzten Platz? Ganz einfach. Der Mikroprozessor ist f&uuml;r mich eine folgerichtige Weiterentwicklung der integrierten Schaltung. Wenn die Anzahl der Bauelemente pro Chip steigt, reicht sie irgendwann aus, auch eine CPU auf einem Chip unterzubringen.<\/p>\n<p>Intel und Texas Instruments warteten nicht, bis die Integrationsdichte so weit war, das man die bei Minicomputern &uuml;blichen 16 Bit-CPUs auf einem Chip unterbringen konnte, sondern begannen mit einer 4 Bit-CPU. Die hatte nur einen begrenzten Nutzen. Beide Firmen entwickelten sie f&uuml;r Tisch- und Taschenrechner, mit einem festen Programm im ROM. Richtig durchstarten konnte der Mikroprozessor ab der 8 Bit Generation. Die schnelleren 16 Bit-CPUs waren dann schon eine Konkurrenz f&uuml;r Minicomputer und steckten in den ersten Workstations und ab der 32 Bit Generation erreichten Mikroprozessoren auch die Leistungsf&auml;higkeit der kleinsten Gro&szlig;rechner, ab der 64 Bit Generation steckten sie dann in fast allen Supercomputern.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 8: Magnetb&auml;nder<\/h4>\n<p>Die einzige Hardware in der Liste, die es schon vor der Erfindung des Computers gab, war das Magnetband, aber als wichtige Speichertechnologie muss sie auch hier rein. Magnetb&auml;nder waren lange Zeit das wichtigste Speichermedium bei Massenspeichern, also f&uuml;r alles, was man nicht permanent im Zugriff haben musste. Der Sprung vom analogen Tonband zum digitalen Magnetband war klein: der Schreiblesekopf musste nur anstatt einem variabel starken Magnetfeld eines mit fester Feldst&auml;rke erzeugen, das an oder abgeschaltet wurde. Diese Technik war denn auch bei Homecomputern verbreitet, wo ein Kassettenrekorder als Datenspeicher missbraucht wurde. Der Vorteil war, das man ein Magnetband schneller lesen konnte als einen Lochstreifen, es war robuster und es passte viel drauf: ein Magnetband konnte hunderte von Metern lang sein, die Gesamtfl&auml;che eines Bandes konnte mehrere Quadratmeter betragen. Gro&szlig;computer hatten fr&uuml;her nicht nur eine Magnetbandlaufwerk, sondern mehrere Laufwerke, f&uuml;r unterschiedliche Zwecke. Wollte man Lesen und Schreiben so brauchte man zwei Laufwerke: eines zum Lesen, eines zum Schreiben, sonst w&auml;re es durch das Spulen sehr langsam geworden. Eines brauchte man f&uuml;r das Betriebssystem, eines f&uuml;r geladene Anwendungsprogramme etc. Bilder aus den F&uuml;nfzigern bis in die Siebziger Jahre zeigen denn auch eine ganze Parade von Magnetbandlaufwerken neben der meist kleinen Konsole des eigentlichen Rechners.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 7: Wechselplatten<\/h4>\n<p>Magnetb&auml;nder haben den gro&szlig;en Nachteil, dass man sie nur sequentiell schnell lesen kann, will man auf verschiedene Stellen zugreifen, so muss zeitaufwendig hin- und her-gespult werden. Schon fr&uuml;h etablierten sich daher andere Technologien die Daten magnetisch speicherten, aber einen schnelleren Zugriff boten. In den F&uuml;nfziger Jahren kam der Trommelspeicher auf, bei dem die Oberfl&auml;che eines schnell rotierenden Zylinders genutzt wurde. Trommelspeicher wurde meist als Arbeitsspeicher genutzt. Einige Computer bauten sogar auf seinen Eigenschaften auf &#8211; w&auml;hrend der Computer die eingelesenen Daten verarbeitet hatte sich der Zylinder weitergedreht und legten Daten nicht sequentiell ab, sondern in der Reihenfolge, in der sie nacheinander eingelesen werden konnten, auch wenn sie auf der Oberfl&auml;che an unterschiedlichen Stellen waren und im Arbeitsspeicher nicht an linear ansteigenden Adressen.<\/p>\n<p>Der lange Zeit verbreitetste Massenspeicher war dann die Wechselplatte. Man hatte die Oberfl&auml;che des Zylinders praktisch zu einer Scheibe &#8222;plattgewalzt&#8220;. Der Vorteil: im gleichen Volumen passten nun mehrere Platten anstatt eines Zylinders. Die Platten wurden in Stapeln mit einem Loch f&uuml;r den Motorantrieb geb&uuml;ndelt. Im Laufwerk selbst steckten die Schreiblesek&ouml;pfe &#8211; je einer pro Plattenseite. Das Ganze war wechselbar, also eine Art Floppy-Disk nur mit starren Metallplatten und mehreren Platten anstatt einer einzigen wie bei der Floppy Disk. In den Sechziger und Siebziger Jahren waren Wechselplatten der Standardspeicher bei gr&ouml;&szlig;eren Computern und verdr&auml;ngten Magnetb&auml;nder auf die Rolle Daten zu speichern, die man nicht dauernd brauchte oder f&uuml;r die Archivfunktion.<\/p>\n<p>Die in den siebziger Jahren aufkommende und bis zur Jahrtausendwende in allen Pcs eingesetzte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/11\/21\/die-floppy-disk\/\">Floppy Disk<\/a> kann man zumindest von der Technologie her als den Nachfahren der Wechselplatte bezeichnen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 6: Ringkernspeicher<\/h4>\n<p>Eine fr&uuml;he Herausforderung war, dass man f&uuml;r den Speicher viel mehr Bauelemente braucht als f&uuml;r die Logik. Heute hat ein PC-Prozessor wie ein <a href=\"https:\/\/amzn.to\/4kyEpf8\">Ryzen 7<\/a> etwa 1 Milliarde Transistor&auml;quivalente. Ein 16 GByte gro&szlig;er Arbeitsspeicher hat aber 131 Milliarden Speicherzellen und wenn jede nur einen Transistor ben&ouml;tigt, so zeigt diese Zahl schon, das dies viel mehr Transistoren sind als in der viel teureren CPU stecken. Man kann den Arbeitsspeicher aus denselben Elementen wie die Logik aufbauen, doch das ist dann extrem teuer. Es wird heute nur noch bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cache.shtml\">CPU-Caches<\/a> so gemacht, weil es die schnellste Technologie ist. Wie schon geschrieben setzte sich zuerst der Trommelspeicher als Arbeitsspeicher durch, er wurde dann aber schnell vom Ringkernspeicher abgel&ouml;st. Das sind kleine Eisenringe aufgef&auml;delt auf einer zweidimensionalen Matrix, je nach Technologie auch mit einer dritten Leitung pro Kern. Legte man an eine Spalte und eine Zeile eine bestimmte Mindeststromst&auml;rke an, so konnte an dem Kreuzungspunkt die Magnetisierung des Ringkerns ge&auml;ndert werden. Bei einer geringen Spannung wurde je nach Magnetfeld ein Strom induziert, so lass man die Information wieder aus. Die Herstellung durch das Auff&auml;deln auf eine Drahtmatrix war zuerst aufwendig, wurde im Laufe der Zeit aber automatisiert, sodass auch die Ringkerne immer kleiner werden konnten und der Speicher billiger wurde. Rund 20 Jahre lang waren Ringkernspeicher die normalen Arbeitsspeicher bei Computern.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 5: Festplatten<\/h4>\n<p>Was die Datendichte von Wechselplatten begrenzte, war die Tatsache, dass der Schreib-\/Lesekopf aufgrund der Entnehmbarkeit einen Mindestabstand zur Oberfl&auml;che einhalten konnte. Die Platten waren zwar wechselbar, doch damit konnten sich auch nicht mit blo&szlig;em Auge sichtbare Staubteilchen auf der Oberfl&auml;che ablagern. Das begrenzte den Minimalabstand, zudem gab es mechanische Probleme, wenn der Kopf immer n&auml;her an die Oberfl&auml;che r&uuml;ckte beim Einlegen der Platte.<\/p>\n<p>IBM kam auf die Idee einen Plattenstapel in ein luftdicht abgeschlossenes Geh&auml;use zu packen. Das bedeutete, dass der Schreiblesekopf viel n&auml;her an die Oberfl&auml;che kommen konnte, die Schreibdichte stieg dadurch an. Zugleich konnten die Platten nun schneller rotieren, da es keine Gefahr gab, dass der Kopf mit einem Hindernis kollidiert, der ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte &#8222;Headcrash&#8220;. Wechseln konnte man die Platten nicht mehr, aber die anderen Vorteile &uuml;berwogen, sodass sich <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/massenspeicher.shtml\">Festplatten<\/a> gegen&uuml;ber den Wechselplatten durchsetzten. Sie sind &uuml;brigens die Computerkomponente mit dem gr&ouml;&szlig;ten Preisverfall: 1980 kostete eine 10 MB Festplatte noch mehr als ein kompletter PC mit zwei Floppydisklaufwerken.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 4: EPROM<\/h4>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/computerbegriffe.shtml\">EPROM<\/a> ist eine Zufallserfindung: Intel war einer der ersten Hersteller von DRAMs. Man entdeckte bei der Fertigung einen hohen Ausschuss. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, das ein Teil der Transistoren, das Gate sich von der Basis gel&ouml;st hatte. Dieses &#8222;floating Gate&#8220; behielt anders als ein normales Gate die Ladung, auch wenn die Spannung weggenommen wurde. Das wurde ausgenutzt, um einen programmierbaren Speicher zu haben, der anders als DRAM permanent ist. Er ist beim Auslesen aber genauso schnell wie DRAM und eignet sich so hervorragend f&uuml;r das Betriebssystem und Anwendungsprogramme. Fr&uuml;her z&auml;hlte vor allem die Kostenersparnis: es gab schon einmal programmierbare ROM, aber EPROM waren wieder l&ouml;schbar und so konnte man die Software testen. Sp&auml;ter wurde aus dem UV-l&ouml;schbaren EPROM das elektrisch l&ouml;schbare EEPROM das man nicht zum L&ouml;schen aus dem Computer entfernen musste und da das Neubeschreiben mit einer hohen Spannung sehr lange dauert, erfolgt das beim heutigen Flash-ROM immer in gro&szlig;en Bl&ouml;cken, anstatt wie beim EEPROM byteweise. Man stelle sich mal die heutigen Computer ohne Flash-ROM in <a href=\"https:\/\/amzn.to\/4kFtaBA\">SSD<\/a> oder als ROM in <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/01\/31\/was-an-mir-vorbeigegangen-ist-das-smartphone\/\">Smartphones<\/a> vor.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 3: DRAM<\/h4>\n<p>Man kann aus den Logikbausteinen, also zuerst Relais, dann Radior&ouml;hren, dann Transistoren auch den Speicher aufbauen, man braucht aber daf&uuml;r viele Elemente. Um ein Bit zu speichern, ben&ouml;tigt die Schaltung eines Flip-Flops, das daf&uuml;r genutzt wird mindestens vier Elemente. Dieses &#8222;statische&#8220; RAM war denn auch das erste kommerzielle verf&uuml;gbare RAM basierend auf integrierten Schaltungen. Doch man entdeckte, dass es auch einfacher ging. Silizium ist ein Halbleitermetall, dessen Leitf&auml;higkeit durch Dotieren erh&ouml;ht wird. Dotiert man eine Stelle sehr stark, so kann man in dieser Ladungen speichern, sie wirkt praktisch wie ein Kondensator. Damit die Elektronen nicht wieder abfliie&szlig;en kontrolliert ein Transistor &uuml;ber ihr den Zugriff. Man ben&ouml;tigt so pro Bit nur noch einen anstatt vier Transistoren wie beim statischen RAM, zudem ist der Aufbau des RAMs, weil es weniger Leitungen gibt, einfacher. Der Nachteil, und deswegen hei&szlig;en diese RAM auch &#8222;Dynamisch&#8220;, ist das Silizium als Halbleiter die Ladung langsam abflie&szlig;en l&auml;sst. Sie muss regelm&auml;&szlig;ig, alle paar Millisekunden, erneut geschrieben werden, indem sie zuerst ausgelesen, verst&auml;rkt und wieder zur&uuml;ckgeschrieben wird. Heute ist bis auf die CPU-internen Caches der gesamte Arbeitsspeicher aus <a href=\"https:\/\/amzn.to\/4e51H9Z\">DRAM<\/a> aufgebaut.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 2: Transistor<\/h4>\n<p>Platz 2 hat sich der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/technik-der-computer.shtml\">Transistor<\/a> verdient. Er l&ouml;ste die Vakuumr&ouml;hre ab, einer Technologie die als Verst&auml;rker schon in Radios und sp&auml;ter Fernsehern verwendet wurde. Gegen&uuml;ber der Vakuumr&ouml;hre arbeitet er nicht mit einer Hochspannung, brauchte weniger Strom und die Str&ouml;me f&uuml;hrten zur Erosion der Elektroden, sodass Radior&ouml;hren schneller ausfielen als Transistoren. Das war wichtig. Selbst heute haben Vakuumr&ouml;hren nur eine Lebensdauer von 10,000 Betriebsstunden klingt nach viel, aber eine 8 Bit CPU besteht aus 5.000 bis 8.000 Schaltelementen, in Vakuumr&ouml;hrentechnik w&uuml;rde also jeweils ein Schaltelement pro Betriebsstunde statisch ausfallen. Als Radior&ouml;hren in Computern eingesetzt wurden, war die Lebensdauer einer R&ouml;hre noch geringer.<\/p>\n<p>Daneben waren Transistoren schon bei Einf&uuml;hrung kleiner und verbrauchten viel weniger Strom und schalteten schneller, da nicht jedes Mal ein Hochspannungsfeld auf- und abgebaut werden musste. Die Rechner wurden deutlich zuverl&auml;ssiger, billiger und kleiner. Voll transistorisierte Computer f&uuml;hrten ab Ende der F&uuml;nfziger Jahre dazu, das aus Computern als Spezialanfertigungen f&uuml;r bestimmte Zwecke ein universell nutzbares Werkzeug wurde und auch die Wirtschaft begann sie einzusetzen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 1: Integrierte Schaltung<\/h4>\n<p>Transistoren kann man zu Schaltungen kombinieren. Je kleiner sie aber wurden, desto schwieriger war das Best&uuml;cken von Hand und sie mussten auch noch verdrahtet werden. Das begrenzte die Komplexit&auml;t eines Computers. Bei Texas Instruments kam man auf die Idee einen Transistor &#8222;plattzuklopfen&#8220;. Eine Siliziumoberfl&auml;che wird nacheinander mit den Schichten versehen, die einen Transistor ausmachen: die Halbleiterschichten erzeugt man durch Dotieren mit anderen Elementen, die die Leitf&auml;higkeit von Silizium erh&ouml;hen, Leitungen durch Aufdampfen von Aluminium und Isolationsschichten ,indem man dieses Aluminium oxidiert. Damit man nur jeweils den Teil der Oberfl&auml;che bearbeitet, wird durch Masken die Bearbeitung durchgef&uuml;hrt und lichtempfindlicher Lack deckt nicht zu bearbeitende Teile ab. Er kann durch Licht dann wieder gel&ouml;st werden, wenn man diese Zone bearbeiten will. Heute geschieht dies durch extremes UV-Licht an der Grenze zu den R&ouml;ntgenstrahlen da die kleinsten Strukturen von der Wellenl&auml;nge des Lichts abh&auml;ngen. Die neueste Technik erzeugt Strukturen von 2 nm Gr&ouml;&szlig;e, das sind weniger als 10 Van-der Waals Radien eines Siliziumatoms. Das zeigt aber auch, das wir bald eine Grenze erreichen, denn kleiner als 1 Atom kann eine Struktur nicht werden, wahrscheinlich gibt es schon fr&uuml;her eine Grenze, denn ein Atom d&uuml;rfte bei einer elektrischen Leitung oder Isolationsschicht nicht mehr leiten oder isolieren.<\/p>\n<p>Kleines Detail am Rande: W&auml;hrend Transistoren Vakuumr&ouml;hren schnell abl&ouml;sten, dauerte es fast ein Jahrzehnt bis die integrierte Schaltung &uuml;ber die Transistoren dominierte. Das lag daran, dass anfangs nur wenige Elemente auf die Schaltung passten und sie teuer war. Doch wir <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/12\/20\/das-moorsche-gesetz-gilt-noch-immer-oder-nicht-mehr\/\">Gordon Moore<\/a> schon in den Sechziger Jahren feststellte, verdoppelte sich die Zahl der Elemente sehr schnell, damals alle 12 bis 18 Monate. Damit wurde sie g&uuml;nstiger und die Nachfrage stieg, die dann wiederum den Preis senkte.<\/p>\n<p>Was haltet ihr von den Nicht-Raumfahrtthemen bei den &#8222;<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/\">Glorreichen 10<\/a>&#8222;. R&uuml;ckmeldung ist erw&uuml;nscht.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/cb6c4ee623604baf806f4a98fa02c3ab\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18222\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18222\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Man k&ouml;nnte eine Reihe von Reihen &uuml;ber die glorreichen 10 zum Thema Computer machen &#8211; &uuml;ber die besten Computer, die Fortschritte in der Architektur, die Programmiersprachen, Betriebssysteme und so weiter. Heute geht es alleine um Fortschritte in der Hardwareentwicklung des Computers allgemein, also Erfindungen, aber nicht um interne Verbesserungen wie z.B. Caches oder Pipelines.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5296],"tags":[1793,3602,609,5208,2986],"class_list":["post-18222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-glorreichen-10","tag-cpu","tag-dram","tag-festplatte","tag-transistor","tag-wechselplatten","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":403,"today_views":0},"jetpack-related-posts":[{"id":18380,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/03\/die-glorreichen-10-das-war-mal-weg-pc-hardware\/","url_meta":{"origin":18222,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Das war mal weg: PC Hardware","author":"Bernd Leitenberger","date":"03.09.2025","format":false,"excerpt":"Ich will heute mal zwei ZDF Info \/ Neo Sendungen verbinden. Die glorreichen 10, die bei mir als Vorlage f\u00fcr einige Blogs dienten und die von mir noch mehr gesch\u00e4tzte Sendung \"Das war mal weg\", wo es um Dinge geht, die fr\u00fcher fast jeder hatte und die heute aus unserem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/876c61d389304d98aa0332fadd769381","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18683,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/06\/01\/die-glorreichen-10-programmiersprachen-2\/","url_meta":{"origin":18222,"position":1},"title":"Die glorreichen 10 \u2013 Programmiersprachen (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"01.06.2026","format":false,"excerpt":"Der heutige Teil schlie\u00dft nahtlos an den ersten Teil an, der gestern erschien. Es geht um 10 Kriterien anhand derer man Programmiersprachen kategorisieren kann. Maschinennah oder universell, aber komplex Als eine maschinennahe Sprache bezeichnet man eine Sprache, die nahe den M\u00f6glichkeiten von Prozessoren ist. Das Paradebeispiel ist C. Alle Prozessoren\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/7f5d9cf5265047179df05b778bf455b5","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18676,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/31\/die-glorreichen-10-programmiersprachen\/","url_meta":{"origin":18222,"position":2},"title":"Die glorreichen 10 \u2013 Programmiersprachen","author":"Bernd Leitenberger","date":"31.05.2026","format":false,"excerpt":"Ich wollte mal eine Reihe in dieser Rubrik \u00fcber Programmiersprachen machen. Zuerst dachte ich daran eine Liste nach meinen pers\u00f6nlichen Favoriten zu erstellen. Anfangs bef\u00fcrchtete ich, dass ich gar nicht auf 10 komme, aber es sind tats\u00e4chlich mehr, wenngleich ich in vielen Sprachen nur kleine Programme verfasst habe oder mich\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/4073c4f9dc6943a08702cdde13605d43","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18610,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/27\/galileos-cds-teil-1\/","url_meta":{"origin":18222,"position":3},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 1","author":"Bernd Leitenberger","date":"27.03.2026","format":false,"excerpt":"Hall\u00f6chen, es wird Zeit das ich mich mal wieder melde. Es gab zwei Gr\u00fcnde, warum ich mich so rar gemacht habe. Das eine ist das es gerade nicht so viel aktuelles gibt, au\u00dfer einem Update zu Artemis, zu dem ich vielleicht noch etwas schreibe. W\u00e4hrend Trump das ganze Programm nach\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4fb81c7bafbd4d9d88b5695abdb33d29","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18389,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/17\/die-glorreichen-10-die-besten-deutschen-panzer-im-zweiten-weltkrieg\/","url_meta":{"origin":18222,"position":4},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Die besten deutschen Panzer im Zweiten Weltkrieg","author":"Bernd Leitenberger","date":"17.09.2025","format":false,"excerpt":"Heute wieder ein neuer Blog im allseits beliebten Format \"Die glorreichen 10\". Diesmal geht es um die Panzer der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Deutschland sticht hier heraus, weil es im Zweiten Weltkrieg sehr viele Modelle einsetzte \u2013 sechs Hauptlinien mit mehreren Submodifikationen und daraus abgeleitet noch zahlreiche andere Modelle. Bei\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/8ae7f5ac55f14b0282aac782fa596ba3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18504,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/25\/die-glorreichen-10-satellitenrekorde\/","url_meta":{"origin":18222,"position":5},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Satellitenrekorde","author":"Bernd Leitenberger","date":"25.01.2026","format":false,"excerpt":"Ich denke, es wird mal wieder Zeit f\u00fcr etwas leichte Unterhaltung die etwas Wissen vermittelt. Also einen Blog \u00fcber 10 Rekorde bei Satelliten, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Um eines klarzustellen - es geht nur um Satelliten. Raumsonden sind au\u00dfen vor, weil bei ihnen vieles anderes ist, so kann\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/1kgsats.png","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/1kgsats.png 1x, \/img\/1kgsats.png 1.5x, \/img\/1kgsats.png 2x, \/img\/1kgsats.png 3x"},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18222"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18222\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}