{"id":18322,"date":"2025-08-02T09:07:11","date_gmt":"2025-08-02T07:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18322"},"modified":"2025-08-02T18:28:17","modified_gmt":"2025-08-02T16:28:17","slug":"die-glorreichen-10-die-ersten-besucher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/08\/02\/die-glorreichen-10-die-ersten-besucher\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; die ersten Besucher"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18322\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18322\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Wir haben acht Planeten, fr&uuml;her waren es mal neun, derzeit 416 Monde, davon alleine 274 bei Saturn (als ich mich zuerst f&uuml;r Astronomie interessierte, so um 1980, waren es mal 39 Monde &#8230;) f&uuml;nf Zwergplaneten und etliche Planetoiden und Kometen. In dieser Folge der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/\">&#8222;Glorreichen 10&#8220; <\/a>geht es um die Raumsonden, die jeweils als Erste Raumsonde ein Objekt erreichten. Also jedes Objekt kann ich bei den vielen Monden und Planetoiden\/Kometen, die schon erkundet wurden auch nicht nehmen, aber die acht Planeten, zwei der Zwergplaneten, den Erdmond, die erste und bisher einzige Mission zu einem Mond und jeweils die erste Mission zu einem Kometen und Asteroiden, wobei hier die Betonung ist, das prim&auml;res Ziel ein Komet oder Asteroid ist.<\/p>\n<p>Anders als sonst in dieser Kategorie ist das zeitlich geordnet und bei den ersten drei Zielen (Erdmond, Venus und Mars) hat es anfangs nicht geklappt, sodass ich die erste Mission und die erste erfolgreiche Mission erw&auml;hne. Alle Datumsangaben sind Startdaten, nicht Ankunftsdaten.<\/p>\n<p>In einem Artikel &uuml;ber ein Dutzend Sonden zu schreiben ist schwer. Ich habe daher wissenschaftliche Ergebnisse oder Details der Sonden weitestgehend weggelassen und mich auf Anekdoten und &#8222;nice to know&#8220; Facts beschr&auml;nkt. Trotzdem wurde der Artikel so lang, dass ich ihn in zwei Teile aufgeteilt habe. Die Links f&uuml;hren aber zu den Detailaufs&auml;tzen auf der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/raumsonden.shtml\">Website<\/a>, die vielleicht f&uuml;r den einen oder anderen, nicht nur an oberfl&auml;chlichen Infos interessierten gedacht sind. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/08\/03\/die-glorreichen-10-die-ersten-besucher-2\/\">Morgen folgt dann Teil 2<\/a><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Erdmond (2.1.1959 \/ 12.9.1959)<\/h4>\n<p>Die ersten Jahre der Raumfahrt waren ereignisreich. Braucht heute das Starship mehrere Jahre, um einen Orbit &uuml;berhaupt zu erreichen (bei der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/saturn-geschichte.shtml\">Saturn V<\/a> lag zwischen Jungfernflug und Landung von Apollo 11 weniger Zeit) und vergehen mehrere Jahre zwischen zwei Artemismissionen (zwischen Dezember 1968 und November 1969 f&uuml;hrte die NASA f&uuml;nf bemannte Apollomissionen mit der Saturn V durch) ging es damals wirklich schnell.<\/p>\n<p>Schon ein Jahr nach dem Start von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Sputnik-1-3.shtml\">Sputnik 1<\/a> war das n&auml;chste Ziel der Erdmond. Das ist insofern besonders, weil die Nutzlast einer Tr&auml;gerrakete zum Mond nur noch ein Viertel der f&uuml;r den Erdorbit betr&auml;gt und trotzdem wog die erste Mondsonde, Luna 1 viermal so viel wie Sputnik 1. Der Aufbau war aber derselbe. In einer hermetisch abgeschlossenen Kugel befand sich ein Sender, einige Experimente und ganz wichtig &#8211; Metallplaketten mit sowjetischen Hoheitssymbolen (Hammer und Sichel), also das moderne Gegenst&uuml;ck zu der spanischen Flagge die Columbus in den Strand der Inseln rammte, die er zuerst in Amerika erreichte. Da die Sonde auf dem Mond aufschlagen sollte, waren sie so gearbeitet das sie dies &uuml;berstehen w&uuml;rden.<\/p>\n<p>Der erste Start einer Lunasonde fand schon am 23,9.1858 statt, weniger als ein Jahr nach Sputnik. Ziel war es auch zum <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sputnikschock.shtml\">Jahrestag von Sputnik 1<\/a> die Sonde auf dem Mond aufschlagen zu lassen. Er scheiterte, aber wie die n&auml;chsten zwei Starts. Erst beim vierten Anlauf, am 2.1.1959 gelang es Luna 1 auf einen Mondkurs zu bringen. Die dritte Stufe war aber nicht korrekt ausgerichtet und so war kurz nach dem Start klar, dass die Sonde den Mond verfehlen w&uuml;rde. Prompt wurde verlautbart, dass w&auml;re Absicht gewesen und die Sonde w&uuml;rde den Menschheitstraum erf&uuml;llen die erde zu verlassen. Zeitgleich starten auch die USA ihre ersten Pioneer Sonden, die allerdings nur den Mond passieren sollten.<\/p>\n<p>Zeitgleich arbeiteten auch die USA an einer Mondsonde, aber mit dem Ziel eines Vorbeiflugs. Das wurde am 3.3,1959 auch im f&uuml;nften Anlauf mit <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pioneer.shtml\">Pioneer 4<\/a> erreicht. Nachdem im M&auml;rz die letzte Pioneer gestartet war, konnte man sich f&uuml;r Luna 2 Zeit lassen und startete sie erst am 2.9.1959, ein weiterer Start einer Luna im Juni scheiterte. Diesmal klappte alles und nach zweieinhalb Tagen schlug Luna 2 auf dem Mond auf. Damit war das propagandistische Ziel erreicht und das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/luna.shtml\">Programm<\/a> eingestellt, wie dies damals so oft beim sowjetischen Raumfahrtprogramm war, bei dem es prim&auml;r darum ging als fortschrittlich dazustehen und nicht den Mond oder die Erde zu erforschen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Mars (10.10.1960 \/ 5.11.1964)<\/h4>\n<p>Beim <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars-missionen1.shtml\">Mars<\/a> wagte die Sowjetunion einen echten Schnellschuss &#8211; Ende 1960, drei Jahre nach dem ersten Satelliten, wollten sie eine Sonde zum Mars entsenden. Das war deswegen ehrgeizig, weil bisher die Sowjetunion nur drei Sputniks, neun Lunas und zwei unbemannte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/wostok.shtml\">Wostok-Prototypen<\/a> gestartet hatte. Keine der bisherigen Nutzlasten arbeitete lang. Die Lunas und Wostokraumschiffe nur wenige Tage lang, Sputnik 3 war 19 Tage aktiv und Sputnik 1 als Rekordhalter 92 Tage. Die Reise zum Mars dauert aber &uuml;ber sieben Monate. &Uuml;ber die Raumsonde des Programms ist wenig bekannt. Die Instrumentierung liest sich gut, aber es gibt Zweifel, ob sie funktioniert h&auml;tte. So gab es ein Ger&auml;t, um Leben auf dem Mars nachzuweisen, indem man im IR-Spektrum nach Linien von organischen Molek&uuml;len suchte. Vor dem Start probierte man es sicherheitshalber in der kasachischen Steppe aus &#8211; Das Ger&auml;t zeigte kein Leben an und wurde so wieder entfernt, um Gewicht zu sparen. Die Sonde hatte durch die Fehlstarts nicht mal einen offiziellen Namen. Intern lief das Projekt nur unter &#8222;1M&#8220;.<\/p>\n<p align=\"left\">Beide Raumsonden gingen aber bei Fehlstarts der neuen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/semjorka.shtml\">Molnija Tr&auml;gerrakete<\/a> verloren. Sehr zum Verdruss von Nikita Chruschtschow &#8211; er hatte Modelle der Sonden dabei, als er am 12.10.1960 eine Ansprache vor der UN hielt, man hatte eigens den Start der Sonden wegen dieses Termins um zwei Wochen verschoben.<\/p>\n<p>So geb&uuml;hrt Mariner 4 die Ehre, als erste Sonde den Mars auch zu erreichen &#8211; vier Jahre nach dem geplanten Vorbeiflug von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars.shtml\">&#8222;1M&#8220;<\/a>. Da es &uuml;ber diese einen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mariner34.shtml\">Webartikel<\/a> gibt und auch einen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/07\/15\/vor-60-jahren-mariner-4-erreicht-den-mars\/\">Blogeintrag<\/a>, erspare ich mir hier viele Worte.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Venus (12.2.1861 \/ 27.8.1962)<\/h4>\n<p>Erneut wollte die Sowjetunion auch bei der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/venus.shtml\">Venus<\/a> die ersten sein. Sie nutzen das Startfenster im Februar 1961 zum Start von zwei Sonden, die auf dem Bus von 1M basierten. Auch die Instrumentierung &auml;hnelte. Vieles hatte man von der erfolgreichen Luna 3 Mission &uuml;bernommen, so das Kamerasystem und die Temperaturregelung. Ziel war ein Venusvorbeiflug in rund 100.000 km Distanz. Von den zwei Sonden ging eine am 4.2.1961 verloren, als die Oberstufe der Molnija nicht z&uuml;ndete und sie im Erdorbit verblieb. Die zweite, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/venera1-8.shtml\">Venera 1<\/a> wurde erfolgreich am 12.2.1961 gestartet. Sehr bald geriet sie in Probleme, sie &uuml;berhitzte und dies wurde mit steigender Ann&auml;herung an die Sonne schlimmer. Versuche den Stromverbrauch und damit die W&auml;rmeabgabe zu reduzieren, brachten keine L&ouml;sung. Dazu kam ein Defekt in einem Zeitgeber, der den Funkempf&auml;nger und Sender nach einiger Zeit anschalten sollte. Die letzte &Uuml;bertragung gab es f&uuml;nf Tage nach dem Start in knapp 1,9 Millionen km Distanz von der Erde. Immerhin war dies ein Teilerfolg gegen&uuml;ber den vier Monate vorher gestarteten Marssonden.<\/p>\n<p>So war Mariner 2 die erste Sonde die ein Startfenster (584 Tage) sp&auml;ter die Venus erreichte &#8211; allerdings mit viel Gl&uuml;ck, denn auf dem Weg zur Venus h&auml;uften sich auch bei ihr Probleme, so verlor sie die H&auml;lfte der elektrischen Leistung auf dem Weg zur Venus. Bei der Passage klappte allerdings alles. Wenige Tage nach der Passage fiel <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mariner12.shtml\">Mariner 2<\/a> dann endg&uuml;ltig aus. Bei der NASA witzelte man das die Abk&uuml;rzung &#8222;JPL&#8220; des NASA Centers das die Sonden baute f&uuml;r &#8222;Just plenty Luck&#8220; standen und es gab Kritik auch weil die Ranger Sonden auf deren Design Mariner 1+2 basierten bei den ersten sechs Starts allesamt ausfielen. Die Sowjetunion gab aber nicht auf und entsandte bis 1985 noch 15 <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/venera9-16.shtml\">weitere Veneras<\/a> und zwei Vega Sonden zu der Venus, die nach Venera 7 auch alle erfolgreich waren.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Jupiter (3.3.1972)<\/h4>\n<p>Ab jetzt gibt es keinen Wettlauf zwischen den beiden Superm&auml;chten mehr zu neuen Zielen. Bis in die Achtziger Jahre entsandte die Sowjetunion zwar weitere Raumsonden, aber ausschlie&szlig;lich zu Mond, Venus und Mars. Die erste Raumsonde zu Jupiter war Pioneer 10. Das Pioneer Programm lief neben dem Marinerprogramm. Die Pioneersonden waren alle drallkstabilisiert und hatten Instrumente f&uuml;r die Detektion von Teilchen, Strahlen und dem Vermessen von Magnetfeldern, aber keine Kameras oder Spektrometer wie die Mariner Raumsonden. Bisher verma&szlig;en alle Pioneers den interplanetaren Raum zwischen Venus und Mars. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pioneer10-11.shtml\">Pioneer 10+11<\/a> sollten dasselbe tun, aber au&szlig;erhalb der Marsumlaufbahn und zus&auml;tzlich Jupiter nahe passieren. Daf&uuml;r gab es eigene Experimente, sogar eine primitive Kamera. Bei Jupiter fielen einige Experimente von Pioneer 10 durch den Strahleng&uuml;rtel aus. Man wusste zwar, dass ein solcher um Jupiter existiert, da Elektronen, die vom Magnetfeld aus ihrer Bewegung abgelenkt werden, spezifische Emissionen im Radiobereich abgeben, die man mit Radioteleskopen entdeckte. Aber von der St&auml;rke war man doch &uuml;berrascht, sodass man die Bahn von Pioneer 11 ab&auml;nderte: Sie passierte Jupiter zwar n&auml;her als Pioneer 10, aber durchstie&szlig; dabei nur die &Auml;quatorebene, wo der Strahleng&uuml;rtel am st&auml;rksten ist. Pioneer 10 &uuml;bermittelte etwa 500 Aufnahmen des Jupiter und entdeckte zahlreiche Ph&auml;nomene die dann die beiden Voyagers f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter genauer untersuchen konnten.<\/p>\n<p>F&uuml;r die schon im Bau befindlichen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-sonde.shtml\">Voyagersonden<\/a> war dies die Rettung. Ihr Design stand schon fest, konnte also nicht mehr ge&auml;ndert werden, aber man konnte zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Schutz vor hochenergetischen Teilchen durchf&uuml;hren, so wurden alle Leitungen, in denen sich Spannungen durch den Beschuss bildeten, mehrmals mit Aluminiumfolie aus dem &ouml;rtlichen Supermarkt eingewickelt.<\/p>\n<p>Pioneer 10 arbeitete noch lange nach dem Vorbeiflug. Die NASA kontaktierte sie routinem&auml;&szlig;ig bis zum 31.3.1997. Die elektrische Leistung der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cassini-rtg.shtml\">RTG<\/a> lies zu dem Zeitpunkt nur noch den Betrieb von zwei Experimenten zu, sodass man sie danach nicht mehr regelm&auml;&szlig;ig kontaktierte um Geld zu sparen. Es wurden aber immer wieder Mittel und Wege unternommen sie auch sp&auml;ter zu kontaktieren. Nach dem 10.2.2000 konnte Pioneer 10 keine Kommandos mehr empfangen. Dazu war die empfangene Leistung f&uuml;r den Bordempf&auml;nger zu gering. Damit war es nicht mehr m&ouml;glich, die Hauptantenne auf die Erde auszurichten. Zwei Jahre sp&auml;ter, am 27.4.2002 war das auf der Erde empfangene Signal so schwach, das man keine Daten mehr extrahieren konnte und am 22.1.2003 gelang der letzte Empfang eines Signals von Pioneer 10.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Saturn (5.4.1973)<\/h4>\n<p>Zu Saturn startete man erstaunlicherweise noch vor Merkur. Die Schwestersonde von Pioneer 10 hatte zuerst einen Kurs, der sie wie Pioneer 10 aus dem Sonnensystem herausbringen w&uuml;rde. Das gelungene Swing-By von Mariner 10 und die Ergebnisse &uuml;ber den Strahleng&uuml;rtel von Pioneer 10 f&uuml;hrten dazu, dass man umplante. Die neue Bahn f&uuml;hrte wieder bis auf 557 Millionen km an die Sonne heran und zu Saturn am 1.9.1979. Saturn war nicht an der optimalen Stelle, sodass Pioneer 11 ein Jahr vor <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-jupiter-saturn.shtml\">Voyager 1<\/a> ankam, aber viereinhalb Jahre vorher gestartet wurde.<\/p>\n<p>Beim Durchsto&szlig;en der Ringebene, in einer als &#8222;Leer&#8220; angesehenen Region knapp au&szlig;erhalb des &auml;u&szlig;ersten A-Rings stie&szlig; die Sonde fast mit dem bis dahin unbekannten Saturnmond Janus zusammen. Die Teilchenexperimente ma&szlig;en einen R&uuml;ckgang auf Null. Erst sp&auml;ter entdeckte man den Mond auf einer Aufnahme, die 17 Stunden vorher gemacht wurde. Pioneer 11 musste den Mond um 2.500 km verpasst haben. Es wurden weitere Monde, sowie sehr d&uuml;nne Ringe die visuell bei irdischen Beobachtungen nicht sichtbar waren, entdeckt. 220 Aufnahmen von Saturn und seinen Ringen wurden &uuml;bermittelt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4667c85a197b42bc854b82cde3137fb6\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nPioneer 11 arbeitete nicht so lange wie ihre Schwestersonde. Die Bahn&auml;nderung um zu Saturn zu kommen hatten mehr Treibstoff f&uuml;r die Lageregelung verbraucht als bei Pioneer 10. Am 31.3.1995 schaltete man die Sonde ab, weil der Treibstoff nahezu verbraucht war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18322\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18322\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Wir haben acht Planeten, fr&uuml;her waren es mal neun, derzeit 416 Monde, davon alleine 274 bei Saturn (als ich mich zuerst f&uuml;r Astronomie interessierte, so um 1980, waren es mal 39 Monde &#8230;) f&uuml;nf Zwergplaneten und etliche Planetoiden und Kometen. 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Bis vor 600 Millionen Jahren \u2013 also \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil dieser Zeit \u2013 gibt es kaum Fossilienfunde, und auch alte Gesteine werden umso seltener, je weiter man in der Zeit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Chemie&quot;","block_context":{"text":"Chemie","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/chemie\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/929016b2bd2249e0b0f606c4839ef36b","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18654,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/08\/zwei-hypothetische-galileoprojekte\/","url_meta":{"origin":18322,"position":5},"title":"Zwei hypothetische Galileoprojekte","author":"Bernd Leitenberger","date":"8. Mai 2026","format":false,"excerpt":"Heute ein Blog, in dem ich zwei Galileoprojekte unter die Lupe nehme, die zumindest diskutiert wurden. Galileo durchlief vor dem Start ja einige Umplanungen. Diese waren vor allem dadurch bedingt, dass die Sonden von 1.500 auf \u00fcber 2.500 kg Gewicht anwuchsen und so die geplante Startm\u00f6glichkeit mit einem Space Shuttle\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/4c32cea80e8e49b69bdc5bc974151b2d","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18322"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18322\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}