{"id":18389,"date":"2025-09-17T11:40:25","date_gmt":"2025-09-17T09:40:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18389"},"modified":"2025-09-17T11:40:25","modified_gmt":"2025-09-17T09:40:25","slug":"die-glorreichen-10-die-besten-deutschen-panzer-im-zweiten-weltkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/17\/die-glorreichen-10-die-besten-deutschen-panzer-im-zweiten-weltkrieg\/","title":{"rendered":"Die glorreichen 10 &#8211; Die besten deutschen Panzer im Zweiten Weltkrieg"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18389\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18389\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute wieder ein neuer Blog im allseits beliebten Format &#8222;Die glorreichen 10&#8220;. Diesmal geht es um die Panzer der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Deutschland sticht hier heraus, weil es im Zweiten Weltkrieg sehr viele Modelle einsetzte \u2013 sechs Hauptlinien mit mehreren Submodifikationen und daraus abgeleitet noch zahlreiche andere Modelle. Bei den USA, England oder der UdSSR k&auml;me ich nie auf 10 Modelle, wie ich sie f&uuml;r die Glorreichen 10 brauche.<\/p>\n<p>Daneben ist eine deutsche Besonderheit die gro&szlig;e Zahl von aus den Basismodellen abgeleiteten Varianten, die je nach Einsatzzweck Sturmgesch&uuml;tz, Jagdpanzer, Selbstfahrlafetten und am Ende des Krieges auch Flakpanzer hie&szlig;en. Darauf m&ouml;chte ich noch kurz eingehen.<!--more--><\/p>\n<p>Sturmgesch&uuml;tze wurden schon vor dem Krieg projektiert. Es wurde erkannt, dass f&uuml;r die Infanterie im St&auml;dtekampf eine Artillerieunterst&uuml;tzung sehr wichtig war. Ein Panzer sollte dazu ein Feldgesch&uuml;tz aufnehmen, der Turm entfiel, und es wurde direkt in die Wanne eingebaut. Damit war der Schwenkbereich begrenzt, aber die Sturmgesch&uuml;tze sollten ja nicht direkt gegen andere Panzer k&auml;mpfen.<\/p>\n<p>Die Jagdpanzer entstanden zuerst, um alte Fahrgestelle, also den Unterbau mit der Wanne veralteter Panzer oder erbeuteter Panzer (von Frankreich), weiter verwenden zu k&ouml;nnen. Der Turm wurde entfernt und ein Panzerabwehrgesch&uuml;tz dort installiert, dazu gab es nur leichte Panzerplatten als Schutz gegen Granatsplitter und Infanteriebeschuss. Diese Panzer waren, anders als der Name suggeriert, nicht gedacht f&uuml;r den direkten Kampf gegen andere Panzer, sondern f&uuml;r den Beschuss aus dem Hinterhalt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/8ae7f5ac55f14b0282aac782fa596ba3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nSp&auml;ter verschwammen die Unterschiede zwischen Sturmgesch&uuml;tz und Jagdpanzer, da die Sturmgesch&uuml;tze dann meist keine Haubitze mehr erhielten, sondern die normalen Kanonen der Kampfpanzer.<\/p>\n<p>Selbstfahrlafetten, also Artillerie auf Panzergestellen, wurden ebenfalls schon 1939 projektiert. Anders als Sturmgesch&uuml;tze sollten sie Ziele nicht direkt beschie&szlig;en, sondern wie klassische Artillerie durch eine Wurfparabel. Der Vorteil war, dass diese Artillerie viel mobiler war.<\/p>\n<p>Erst zum Kriegsende wurden als Reaktion auf die alliierte Luft&uuml;berlegenheit Flakpanzer eingef&uuml;hrt. Dabei wurde ebenfalls der Turm durch einen offenen Ausbau mit einem bis vier Flugabwehrgesch&uuml;tzen ersetzt.<\/p>\n<p>In meiner Liste habe ich je einen der sechs gebauten Panzermodelle, ein Sturmgesch&uuml;tz, Jagdpanzer, Selbstfahrlafette aufgenommen. Einiges musste entfallen, so der Jagdtiger, Sturmtiger, Ferdinand oder der Panzer &#8222;Maus&#8220;. Ich denke, es gibt bei Interesse auch eine Folge mit den schlechtesten Panzern im Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 10: Panzer I<\/h3>\n<p>Den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_I\">Panzer I<\/a> auf den letzten Platz zu setzen ist einfach. Ich w&uuml;rde ihn nicht mal als \u201eechten\u201c Panzer bezeichnen. Der Entwurf stammte noch aus der Weimarer Republik. Eigentlich durfte Deutschland nach dem Versailler Vertrag keine Panzer besitzen. Das Modell war daher nur leicht gepanzert, die Panzerung hielt maximal Maschinengewehrfeuer ab, schon Panzerb&uuml;chsen (gro&szlig;kalibrige Gewehre mit Hartkernmunition) konnten sie durchschlagen. Dazu war er nur mit zwei MG, sp&auml;ter einem MG und einer 20-mm-Kanone bewaffnet. Schon im Spanischen B&uuml;rgerkrieg zeigte sich, dass er anderen Panzern nicht gewachsen war, und er wurde ausgemustert. Von 1.500 gebauten Exemplaren waren zu Beginn des Polenfeldzugs nur noch 260 im Einsatz. Die Fahrgestelle wurden dann aber f&uuml;r zahlreiche andere Projekte wie den Jagdpanzer I B und die Selbstfahrlafette Wespe eingesetzt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 9: Elefant<\/h3>\n<p>Ferdinand Porsche baute, bevor die Firma nach dem Krieg f&uuml;r Sportwagen bekannt wurde, vor allem Ger&auml;te f&uuml;r die Wehrmacht. Er hatte einen Konkurrenzentwurf zum Tiger-Fahrgestell geschaffen. Sein Ruf reichte aus, dass dieses Fahrgestell in Serie ging, bevor die Evaluation beider Entw&uuml;rfe abgeschlossen war. Doch dabei ging das Fahrgestell von MAN als Sieger hervor. Der Porsche-Entwurf war unkonventionell, ben&ouml;tigte zwei Motoren und hatte nur eine geringe Reichweite.<\/p>\n<p>Der Porsche-Entwurf war mit 65 t Gewicht noch schwerer als der Tiger I, noch langsamer als dieser. Trotzdem wurden die vorhandenen Exemplare genutzt und noch weitere in einer kleinen Serie von 90 Exemplaren gefertigt. Er bekam einen relativ gro&szlig;en Turm mit einer 8,8-cm-Flak mit 71 Kaliberl&auml;ngen \u2013 die gleiche wie beim K&ouml;nigstiger, der Tiger kannte nur eine mit 56 Kaliberl&auml;ngen. Der Turm war nicht schwenkbar, aber es war ein Turm, die Waffe war nicht wie bei Jagdpanzern in die Wanne eingebaut.<\/p>\n<p>Der als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerj%C3%A4ger_Tiger_(P)\">&#8222;Elefant&#8220; oder &#8222;Ferdinand&#8220;<\/a> bezeichnete Panzer war nicht sehr erfolgreich. Das Hauptproblem war, dass man ihn &uuml;berhastet einsetzte, bevor alle Kinderkrankheiten beseitigt waren. Daneben war er langsam, und er hatte eine nur unzureichende Bewaffnung gegen Infanterieangriffe, also Maschinengewehre \u2013 diese wurden erst nachger&uuml;stet, auch weil die Sicht ohne drehbaren Turm sehr eingeschr&auml;nkt war. Es wurden nur 90 Exemplare gebaut.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 8: Panzer II<\/h3>\n<p>Ebenfalls als &Uuml;bergangsl&ouml;sung wurde schon nach der Machtergreifung der Panzer II konzipiert. Durch den Versailler Vertrag hatte man in Deutschland nicht die Erfahrungen mit dem Panzerbau wie die Alliierten, auch wenn man dies durch eine Kooperation mit der Sowjetunion umgehen wollte. Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_II\">Panzer II<\/a> sollte zum einen Erfahrungen liefern, die man f&uuml;r die schwereren Panzer III und IV brauchte, und zum anderen sollte er relativ schnell die Wehrmacht mit vielen Fahrzeugen versorgen.<\/p>\n<p>Der Panzer II war besser gepanzert als der Panzer I, aber mit anfangs 10\u201313 mm St&auml;rke konnte die Panzerung schon aus gr&ouml;&szlig;erer Distanz mit den bei alliierten Panzern verbreiteten Kanonen von 37 bis 45 mm Durchmesser durchschlagen werden. Als Waffe hatte er nur eine 20-mm-Kanone und ein MG.<\/p>\n<p>Trotzdem stellte der Panzer II (eigentlich hei&szlig;en die Typen \u201ePanzerkampfwagen\u201c, aber ich erlaube mir dies abzuk&uuml;rzen) den Hauptteil der Panzer der Panzerdivisionen bei Kriegsbeginn \u2013 60 % aller Panzer waren zu Beginn des Zweiten Weltkriegs vom Typ II. W&auml;hrend er beim Polenfeldzug noch erfolgreich war, zeigten sich beim Frankreichfeldzug die M&auml;ngel deutlich. Frankreich setzte vor allem auf schwer gepanzerte und langsame Panzer, gegen die selbst die gr&ouml;&szlig;eren Modelle mit ihren Kanonen kaum etwas ausrichten konnten. Danach wurde der Panzer II zum Sp&auml;hpanzer degradiert und sukzessive durch neuere Modelle ersetzt. In der Rolle als Sp&auml;hpanzer machte er eine gute Figur, da er besser gepanzert als Radsp&auml;hpanzer war und mit dem Kettenantrieb gel&auml;ndeg&auml;ngiger. Zudem war er f&uuml;r einen Panzer relativ schnell und damit mobil. In dieser Rolle wurde er bis zum Kriegsende eingesetzt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 7: Panzer III<\/h3>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_III\">Panzer III<\/a> war als Kampfpanzer konzipiert. Er sollte also andere Panzer bek&auml;mpfen. Dass man sich an diese Aufgabe herantastete, zeigte sich daran, dass es vier Kleinserien bis zur Serienproduktion (Buchstabe A bis D) gab. W&auml;hrend dieser Zeit wurde die Panzerung von 10 auf bis zu 30 mm erh&ouml;ht. Was aber blieb, war die relativ kleine Kanone mit 37 mm Kaliber. An ihr gab es schon w&auml;hrend der Entwicklung Kritik. Sie wurde als zu klein befunden \u2013 alliierte Panzer hatten Kanonen mit dem doppelten Kaliber. Die 3,7-cm-Kanonen wurden verwendet, weil sie in gro&szlig;en St&uuml;ckzahlen bei den PAK eingesetzt wurden. Immerhin konnte Guderian zusammen mit anderen F&uuml;rsprechern durchsetzen, dass der Turm gro&szlig; genug f&uuml;r eine 5-cm-Kanone war.<\/p>\n<p>Dass die Kanonen zu klein waren, zeigte sich schon bei den ersten Eins&auml;tzen. Ab M&auml;rz 1941 folgte die Modellserie J mit einer kurzen 5-cm-Kanone, doch auch diese war nicht ausreichend, um den T-34 zu bek&auml;mpfen, sodass man auf eine l&auml;ngere 5-cm-Kanone schwenkte, die eine h&ouml;here Geschossgeschwindigkeit erlaubte. Die letzte Serie erhielt dann die kurze 7,6-cm-Kanone des Panzers IV, und aus dem Kampfpanzer war ein Unterst&uuml;tzungsfahrzeug f&uuml;r die Infanterie geworden, der einen Kampf mit anderen Panzern meiden sollte.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Platz 6: Panzer VI &#8222;Tiger&#8220;<\/h4>\n<p>Viele w&uuml;rden sich wundern, den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_VI_Tiger\">Tiger<\/a> schon auf Platz 6 zu finden. Er gilt doch als der ikonischste Panzer des Zweiten Weltkriegs. Der Grund ist einfach: Der Tiger war zwar gut bewaffnet und extrem schwer gepanzert, sodass selbst zu Kriegsende andere Panzer sehr dicht an ihn heranr&uuml;cken mussten, w&auml;hrend seine 88-mm-Kanone jeden alliierten Panzer schon aus gro&szlig;er Distanz vernichten konnte. Aber er war mechanisch sehr anf&auml;llig. Die meisten Tiger gingen nicht durch Feindeinwirkung verloren, sondern mussten wegen mechanischer Defekte aufgegeben werden. Daher war die Einsatzbereitschaft, also der Anteil einsatzf&auml;higer und nicht reparaturbed&uuml;rftiger Tiger, relativ gering. Zudem war er so schwer, dass er sehr langsam war. Mit dem Tiger verabschiedete sich die Wehrmacht vom Blitzkrieg, in dem Panzer schnelle Vorst&ouml;&szlig;e erlaubten, und stellte sich auf einen Stellungskrieg ein.<\/p>\n<p>Schlussendlich war der Tiger auch sehr teuer in der Produktion. Bei den begrenzten Ressourcen Deutschlands war dies entscheidend. Man h&auml;tte f&uuml;r den Preis eines Tigers drei Panzer IV oder zwei Panther fertigen k&ouml;nnen, die zusammen einen h&ouml;heren Kampfwert hatten. Es gab zwei Versionen: die erste &#8222;A&#8220; mit einer 56-mm-Kanone (45 Kaliberl&auml;ngen) \u2013 aus der bekannten Flugabwehrkanone 88 entwickelt \u2013 und die zweite &#8222;B&#8220;, noch st&auml;rker gepanzert mit einer noch l&auml;ngeren Kanone. Der K&ouml;nigstiger war ein deutlich ver&auml;nderter Entwurf, mechanisch zuverl&auml;ssiger, aber schwerer und langsamer.<\/p>\n<p>Von beiden Serien zusammen wurden keine 1.800 Modelle gebaut, etwa ein F&uuml;nftel der St&uuml;ckzahl des Panzers IV.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 5: Hummel<\/h3>\n<p>Die beste Selbstfahrlafette der Wehrmacht war die Panzerhaubitze <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerhaubitze_Hummel\">Hummel<\/a>. Man hatte auf das Fahrgestell des Panzers IV ein 150-mm-Feldgesch&uuml;tz montiert, die gr&ouml;&szlig;te Haubitze, die in gro&szlig;en St&uuml;ckzahlen im Einsatz war. Anders als bei anderen Umbauten von Gestellen zu Selbstfahrlafetten war das Fahrgestell des Panzers IV f&auml;hig, diese schwere Waffe zu tragen. Da man die Panzerung reduzierte \u2013 die Selbstfahrlafette sollte weit hinter der Front Artillerieunterst&uuml;tzung leisten \u2013 war das Gewicht mit 24,4 t noch geringer als bei den letzten Modellen des Panzers IV. Dadurch war die Selbstfahrlafette relativ schnell und erreichte 42 km\/h.<\/p>\n<p>Die Reichweite des Gesch&uuml;tzes betrug 13 km. Der Nachteil war, dass die 43-kg-Granaten von Hand geladen werden mussten, nur eine geringe Feuergeschwindigkeit erlaubten und nur 18 Granaten in den beengten Raum passten. Sechs Mann mussten in der Hummel unterkommen, beim Panzer IV waren es nur f&uuml;nf Soldaten. Jede Hummel hatte zudem einen Munitionsschlepper.<\/p>\n<p>Heute sind im Ukrainekrieg mobile Panzerhaubitzen eine wichtige Waffe, da sie nach einem Schuss schnell ihre Position ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Die ukrainische Armee hat kaum Panzerhaubitzen 2000 verloren, aber viele von den USA gelieferten herk&ouml;mmlichen Gesch&uuml;tze, da nach einem Schuss die Position bekannt ist und Gegenfeuer zu erwarten ist.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 4: Sturmhaubitze 42<\/h3>\n<p>Anders als die Entwicklung der Jagdpanzer wurden Sturmgesch&uuml;tze schon vor dem Krieg projektiert. Sie teilen mit den Jagdpanzern Gemeinsamkeiten \u2013 das Gesch&uuml;tz ist nicht schwenkbar, sondern fest in der Wanne eingebaut, ein Turm fehlt. Ein Unterschied ist, dass die Gesch&uuml;tze zur Infanterieunterst&uuml;tzung gedacht sind. So erhielt das erste Sturmgesch&uuml;tz die kurze Kanone des Panzers IV. Weiterhin war die Panzerung normal, nicht abgeschr&auml;gt. Sp&auml;ter verwischten sich die Unterschiede, und sp&auml;tere Sturmgesch&uuml;tze hatten die gleichen Kanonen wie die Panzer IV. Die gro&szlig;e Zahl an produzierten Sturmgesch&uuml;tzen resultierte auch daraus, dass ohne Turm die Produktionskosten um ein Viertel bis ein Drittel geringer waren. Die Panzertruppe unterschied nicht zwischen Sturmgesch&uuml;tzen und Jagdpanzern.<\/p>\n<p>Eines der echten Sturmgesch&uuml;tze ist die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sturmhaubitze_42\">Sturmhaubitze 42<\/a>. Dabei wurde das Fahrgestell des Panzers III verwendet, es entstand aus dem Sturmgesch&uuml;tz III. Der Panzer III hatte maximal eine 50-mm-Kanone, hier wurde in die Wanne eine leichte Feldhaubitze mit 105 mm Kaliber eingebaut. Das steigerte den Wert enorm, weil die Sprenggranaten die dreifache Sprengstoffmenge einer 75-mm-Granate transportieren konnten. Anders als bei den Selbstfahrlafetten war die Sturmhaubitze auch oben gepanzert und f&uuml;r den Stadtkampf gedacht. Typisch wurde &uuml;ber Distanzen von 2.000 m geschossen.<\/p>\n<p>Die Sturmhaubitze 42 bew&auml;hrte sich, und es wurden von ihr mehr Exemplare als vom Tiger gefertigt. Alle Varianten des Sturmgesch&uuml;tzes III kamen auf 10.000 Exemplare \u2013 mehr als vom Panzer IV (8.500), was ihre Bedeutung unterstreicht.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 3: Panzer IV<\/h3>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_IV\">Panzer IV<\/a> war der letzte Panzer, der noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs konzipiert wurde. Anders als der Panzer III war er als Unterst&uuml;tzungsfahrzeug f&uuml;r die Infanterie konzipiert. Langsame, aber schwer gepanzerte Panzer sollten die Sch&uuml;tzengr&auml;ben &uuml;berwinden und der Infanterie folgen. Daf&uuml;r ben&ouml;tigte er keine Kanone mit langem Lauf, da keine Geschosse mit panzerbrechender Wirkung, sondern Sprenggranaten, die durch Splitter Infanterie t&ouml;ten sollten, verschossen wurden. Der Panzer hatte eine kurze Kanone mit 24 Kaliberl&auml;ngen.<\/p>\n<p>Der Panzer war st&auml;rker gepanzert als sein Vorg&auml;nger, die Prototypen wogen fast das Doppelte des Panzers III. Zuerst war eine geringe Produktionszahl vorgesehen, weil er als Unterst&uuml;tzungsfahrzeug gedacht war. Die Erfahrungen in den ersten Kriegsjahren zeigten aber, dass der Panzer III nicht ausreichend bewaffnet war, und so nahm der Panzer IV seine Rolle ein. Die Kanone mit kurzem Lauf wurde sukzessive verl&auml;ngert, wodurch die Geschossgeschwindigkeit entscheidend erh&ouml;ht wurde. Die letzte Kanone hatte 48 Kaliberl&auml;ngen. Ebenso wurde die Panzerung erh&ouml;ht. Insgesamt ist der Panzer IV der am meisten gebaute Panzer Deutschlands.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 2: Jagdpanzer IV\/70<\/h3>\n<p>Wie erw&auml;hnt, gab es in der Wehrmacht zahlreiche Jagdpanzer, zuerst aus veralteten oder erbeuteten Fahrgestellen hergestellt, wobei die Panzerung der aufgesetzten Kanonen oft unzureichend war. Dabei gab es auch abenteuerliche Konstruktionen wie die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerj%C3%A4ger_Nashorn\">Hornisse<\/a>, bei der auf das Fahrgestell des Panzers III (ausgelegt f&uuml;r eine 5-cm-Kanone) die 88-mm-Kanone des Tigers gesetzt wurde, was einen sehr hohen Aufbau n&ouml;tig machte, der aber wegen des Gewichts der Waffe kaum gepanzert war.<\/p>\n<p>Sp&auml;ter wurden aus den Provisorien eigene Konstruktionen. Die Wannen wurden mit einer schr&auml;gen Panzerung versehen, weil diese eine h&ouml;here Schutzwirkung als eine gleich dicke senkrechte Wanne hat. Wie bei Sturmgesch&uuml;tzen war die Kanone fest eingebaut, es gab keinen Turm, wodurch die Silhouette niedriger war und der Panzer schwerer zu treffen. Einige gute Jagdpanzer, die Varianten des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdpanzer_IV\">Jagdpanzers IV<\/a>, z&auml;hlen dazu. Ich habe mich zwischen zwei Modellen entscheiden m&uuml;ssen: dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdpanzer_38\">Jagdpanzer 38t &#8222;Hetzer&#8220;,<\/a> der auf dem Fahrgestell des tschechischen 38t beruht und die normale Kanone des Panzers IV erhielt \u2013 nicht sehr stark gepanzert, aber mit sehr kleiner Silhouette \u2013 und der letzten Einsatzversion des Jagdpanzers IV mit der Kanone des Panthers. Aufgrund des h&ouml;heren Kampfwerts dieser Kanone, die selbst gegen US-Panzer wie den M-26 Pershing noch wirksam war, fiel meine Wahl auf diesen. Beide Modelle wurden nach dem Krieg noch weiter gebaut bzw. waren Basis f&uuml;r neue Panzer.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr baute ihn als Kanonen-Jagdpanzer nach und variierte ihn zum Raketen-Jagdpanzer. Die Schweiz baute den Hetzer unver&auml;ndert nach. Sein Nachteil war vor allem die zu Kriegsende v&ouml;llig unzureichende Panzerung.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Platz 1: Panther<\/h3>\n<p>Das Auftauchen des T-34 f&uuml;hrte zu zwei neuen Modellen. Der T-34 war den deutschen Panzern 1941 &uuml;berlegen \u2013 schneller, besser gepanzert und mit einer st&auml;rkeren 76-mm-Kanone. Es gab zwei Gegenentw&uuml;rfe: einen &auml;hnlich gut bewaffneten, aber schnellen Kampfpanzer, den Panther (Panzer V), und einen schwer gepanzerten, aber sehr langsamen Panzer mit starker Kanone \u2013 den Tiger (Panzer VI).<\/p>\n<p>Den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_V_Panther\">Panther<\/a> auf Platz 1 zu setzen, ist einfach: Zahlreiche Experten haben ihn zum besten Panzer des Zweiten Weltkriegs gew&auml;hlt. Der Panther hatte eine 75-mm-Kanone mit 70 Kaliberl&auml;ngen und dadurch &uuml;berlegene Durchschlagskraft. Er konnte alliierte Panzer aus Distanz bek&auml;mpfen, ohne dass diese ihm etwas anhaben konnten. Die Frontpanzerung war stark, die Seitenpanzerung schwach. Er war relativ gro&szlig; und wog 45 t.<\/p>\n<p>Die ersten Ausf&uuml;hrungen litten unter mechanischen M&auml;ngeln. Nachdem diese behoben waren, war der Panther ein Jahr lang jedem alliierten Panzer &uuml;berlegen. An der Westfront galt dies bis Kriegsende, in Russland r&uuml;stete der T-34 jedoch mit immer st&auml;rkeren Kanonen auf, sodass diese dem Panther ebenb&uuml;rtig wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18389\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18389\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Heute wieder ein neuer Blog im allseits beliebten Format &#8222;Die glorreichen 10&#8220;. 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