{"id":18795,"date":"2026-07-28T20:56:37","date_gmt":"2026-07-28T18:56:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18795"},"modified":"2026-07-28T20:56:37","modified_gmt":"2026-07-28T18:56:37","slug":"die-sea-dragon-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/07\/28\/die-sea-dragon-1\/","title":{"rendered":"Die Sea Dragon (1)"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18795\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18795\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich bekam von Vineyard ein PDF, das weiter unten wiedergegeben ist, mit der Bitte um meine Meinung. Ich muss zugeben, von der Sea Dragon habe ich noch nie vorher geh&ouml;rt, aber ich habe mich inzwischen informiert und die Rakete sogar durchgerechnet. Darum wird es im zweiten Teil gehen. Im ersten Teil geht es um die Stellungnahme von Vineyard und meine Erwiderung.<\/p>\n<p>Aber damit ihr wenigstens wisst, wovon die Rede ist: Die Sea Dragon war ein Aerojet-Entwurf einer Riesenrakete aus zwei Stufen und einer Kickstufe. Sie war nicht nur riesig (23 m Durchmesser, &uuml;ber 18.000 t schwer), sondern arbeitete trotz der Gr&ouml;&szlig;e mit Druckf&ouml;rderung.<\/p>\n<p>Stufe 1 (12.800 t) war eine LOX\/Kerosinstufe, die nur 81 Sekunden lang brannte und schon vom Start weg mit 2 g beschleunigte. Stufe 2 (4.822 t) war eine LOX\/LH2-Stufe, die 260 s brannte. Dann kam noch eine \u201eUllage\u201c-Stufe mit 356 t Gewicht, die ziemlich lange (116 s lang) brannte. Sie sorgte f&uuml;r die Lageregelung und lieferte am Schluss noch Geschwindigkeit f&uuml;r den Orbit. Da diese Rakete so riesig ist, w&auml;ren Startanlagen an Land sehr teuer geworden. So kam man auf die Idee, die Rakete aufs Meer zu schleppen, mit Ballast zu versehen, dass der untere Teil ins Wasser ragt, und so zu z&uuml;nden. Die Nutzlast h&auml;tte 550 t in einen LEO betragen. In den Zeichnungen sieht man nur eine kleine Kommandokapsel auf der Rakete.<\/p>\n<p>So nun erst mal Vineyards PDF, die Antworten findet ihr darunter:<!--more--><\/p>\n<p><i>Die Sea Dragon ist der absolute Traum jedes Raketen-Nerds. Das Konzept aus den 1960er Jahren<br \/>\nvon Robert Truax war so simpel wie genial: Bau die Rakete nicht wie eine Schweizer Uhr (pr&auml;zise<br \/>\nund teuer), sondern wie ein U-Boot (gro&szlig;, fett, billig aus dickem Stahl) und wirf sie einfach ins<br \/>\nMeer, um sie von dort zu starten.<\/i><\/p>\n<p><i>W&auml;hrend For All Mankind die Sea Dragon visuell absolut atemberaubend und konzeptionell korrekt<br \/>\ndarstellt (das dramatische Auftauchen aus dem Ozean am Ende von Staffel 1 ist legend&auml;r),<br \/>\nunterschl&auml;gt die Serie die brutalen ingenieurstechnischen und logistischen Albtr&auml;ume, die ein<br \/>\nsolches Monster in der Realit&auml;t mit sich gebracht h&auml;tte.<\/i><\/p>\n<p><i>Hier sind die gr&ouml;&szlig;ten Probleme, die die Sea Dragon im echten Leben wohl flugunf&auml;hig gemacht<br \/>\noder zumindest die Crew get&ouml;tet h&auml;tten:<\/i><\/p>\n<h4 class=\"western\">1. Das hydrodynamische Inferno beim Triebwerksstart<\/h4>\n<p><i>Das Triebwerk der Sea Dragon sollte unter Wasser gez&uuml;ndet werden. Die Idee: Das expandierende<br \/>\nGas dr&uuml;ckt das Wasser weg und die Rakete steigt auf.<\/i><\/p>\n<p><i>Das reale Problem: Wasser ist inkompressibel und extrem schwer. Wenn ein Triebwerk mit der<br \/>\ngigantischen Kraft von 360 Meganewton (das ist etwa das Vierfache der Saturn V oder des SpaceX<br \/>\nStarship) unter Wasser z&uuml;ndet, entsteht eine gigantische Schockwelle.<\/i><\/p>\n<p><i>Die Folge: Diese Druckwelle w&uuml;rde im Wasser reflektiert werden und ungebremst auf die<br \/>\nTriebwerksd&uuml;se und die Unterseite der Rakete h&auml;mmern (Acoustic\/Hydrodynamic Hammer). In der<br \/>\nRealit&auml;t h&auml;tte diese enorme Gewalt die Triebwerksglocke vermutlich beim Start zerfetzt oder die<br \/>\nRakete durch extreme Vibrationen (Pogo-Effekt des Grauens) noch vor dem Verlassen des Wassers<br \/>\nzerrissen.<\/i><\/p>\n<h4 class=\"western\"><i>2. Die thermische Schock-Katastrophe<\/i><\/h4>\n<p><i>Die Sea Dragon nutzt fl&uuml;ssigen Wasserstoff (LH2 bei \u2212253 C) und fl&uuml;ssigen Sauerstoff (LOX bei\u2218<br \/>\n\u2212183 C).\u2218<\/i><\/p>\n<p><i>In der Serie: Die Rakete treibt majest&auml;tisch im verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig warmen Meerwasser, bevor sie<br \/>\nz&uuml;ndet.<\/i><\/p>\n<p><i>In der Realit&auml;t: Wenn man ultratypisch kalte Treibstoffe in Tanks f&uuml;llt, die nur durch dicken Stahl<br \/>\nvom warmen Meerwasser getrennt sind, passiert folgendes: Das Meerwasser um die Rakete herum<br \/>\nfriert innerhalb von Sekunden zu einer gigantischen Eiskruste fest. Gleichzeitig sorgt der extreme<br \/>\nTemperaturunterschied f&uuml;r brutale thermische Spannungen im Metall. Ohne eine extrem komplexe<br \/>\n(und schwere) Isolierung w&auml;re die Rakete im Wasser schlicht festgefroren oder aufgrund von<br \/>\nMaterialerm&uuml;dung implodiert.<\/i><\/p>\n<h4 class=\"western\"><i>3. &#8222;Druckgef&ouml;rdert&#8220; bedeutet unendlich schwer<\/i><\/h4>\n<p><i>Um die Kosten niedrig zu halten, verzichtet die Sea Dragon auf extrem teure und fehleranf&auml;llige<br \/>\nTurbopumpen. Stattdessen nutzt sie ein druckgef&ouml;rdertes System (Pressure-fed system): Ein<br \/>\ngigantischer Tank mit komprimiertem Helium dr&uuml;ckt den Treibstoff in die Brennkammer.<br \/>\nDas Problem: Damit das funktioniert, m&uuml;ssen die Treibstofftanks selbst unter enormem Druck<br \/>\nstehen. Um diesem Druck standzuhalten, m&uuml;ssen die Tankw&auml;nde unfassbar dick sein (Truax plante<br \/>\nmit bis zu 5 cm dickem Schiffbaustahl).<\/i><\/p>\n<p><i>Das Paradoxon: Je gr&ouml;&szlig;er die Rakete wird, desto dicker und schwerer m&uuml;ssen die W&auml;nde werden.<br \/>\nDie Sea Dragon w&auml;re so schwer gewesen, dass zweifelhaft ist, ob das Triebwerk die Rakete<br \/>\n&uuml;berhaupt effizient h&auml;tte anheben k&ouml;nnen. Das Verh&auml;ltnis von Nutzlast zu Gesamtgewicht w&auml;re<br \/>\nkatastrophal schlecht gewesen.<\/i><\/p>\n<h4 class=\"western\"><i>4. Salzgash&ouml;lle und Korrosion<\/i><\/h4>\n<p><i>Raketenkomponenten hassen Salz. Sie hassen sogar Feuchtigkeit.<\/i><\/p>\n<p><i>In der Realit&auml;t: Die Sea Dragon sollte tagelang im offenen Ozean treiben, von Schleppern<br \/>\ngezogen werden und betankt werden. Salzwasser kriecht in jede Ritze. Die Ventile, die<br \/>\nSteuerungselemente und die empfindliche Avionik an der Spitze w&auml;ren der aggressiven<br \/>\nMeeresumgebung schutzlos ausgeliefert gewesen. Ein einziges korrodiertes Ventil bei einer<br \/>\ndruckgef&ouml;rderten Rakete f&uuml;hrt unweigerlich zu einer katastrophalen Explosion.<\/i><\/p>\n<h3 class=\"western\"><i>5. Die Logistik des Grauens (Bemannte Missionen)<\/i><\/h3>\n<p><i>In der Serie sehen wir, wie die Sea Dragon Nachschub und schwere Lasten transportiert. Truax<br \/>\ndachte das Konzept prim&auml;r f&uuml;r Fracht. H&auml;tte man Menschen draufgesetzt (wie es in der Serie<br \/>\nimpliziert wird), h&auml;tte man ein massives Problem:<\/i><\/p>\n<p><i>Wie kommt die Crew an Bord? Die Rakete treibt vertikal im schwankenden Ozean, die Kapsel<br \/>\nbefindet sich in 150 Metern H&ouml;he. Man br&auml;uchte riesige, schwimmende Kran- und<br \/>\nPlattformsysteme, die bei jedem Wellengang gegen die Rakete zu krachen drohen, um Astronauten<br \/>\neinsteigen zu lassen.<\/i><\/p>\n<p><i>Die Schallwelle: Ein so gigantisches Triebwerk erzeugt beim Start im niedrigen Frequenzbereich<br \/>\n(Infraschall) eine solche akustische Energie, dass die inneren Organe der Astronauten an Bord<br \/>\nwortw&ouml;rtlich zerrissen oder schwer gesch&auml;digt worden w&auml;ren. Die Saturn V war schon an der<br \/>\nGrenze des Ertr&auml;glichen; die Sea Dragon h&auml;tte die Crew ohne gigantische D&auml;mpfungssysteme<br \/>\nget&ouml;tet.<\/i><\/p>\n<h4 class=\"western\"><i>Warum es in der Serie trotzdem funktioniert<\/i><\/h4>\n<p><i>For All Mankind nutzt die Sea Dragon perfekt f&uuml;r das, was sie ist: Ein Symbol f&uuml;r eine &Auml;ra, in der<br \/>\ndie NASA unbegrenzt Geld hatte. In der Serie wurden die logistischen Probleme (wie die<br \/>\nschwimmende Wartungsbasis) im Hintergrund gel&ouml;st, und die physikalischen Probleme wie der<br \/>\nhydrodynamische Schock wurden f&uuml;r den &#8222;Rule of Cool&#8220;-Faktor schlicht ignoriert.<br \/>\nW&auml;re das Konzept in der Realit&auml;t je gebaut worden, h&auml;tte es vermutlich den gr&ouml;&szlig;ten und teuersten<br \/>\nFeuerwerksk&ouml;rper der Menschheitsgeschichte im Pazifik gegeben.<\/i><\/p>\n<h2 class=\"western\">Nun meine Antworten<\/h2>\n<p>1: Als riesige druckgef&ouml;rderte Rakete mit dicken W&auml;nden unterscheidet sich die Sea Dragon wenig von Feststofftriebwerken, ja, diese sind ja auch druckgef&ouml;rdert durch den Brennkammerdruck. Das Triebwerk und die D&uuml;se (es ist ja nur eine Triebwerk) w&auml;ren auch recht dickwandig. Der Entwurf stammt von 1963, zu dem Zeitpunkt wurden schon Polaris-Raketen, die von U-Booten aus abgeschossen wurden, getestet. Ich sehe hier keinen offensichtlichen Einwand, warum das nicht funktionieren k&ouml;nnte. Das Wasser wird ja durch die Gase verdr&auml;ngt, wie wenn man durch einen Strohhalm blubbert, und gleichzeitig steigt die Rakete hoch, da sie mit 2 g beschleunigt und so schnell aus dem Wasser raus ist.<\/p>\n<p>2: Klar, Wasser hat eine 20- bis 25-mal h&ouml;here W&auml;rmeleitf&auml;higkeit als Luft. Aber erstens ist der untere Tank der Kerosintank, und das siedet bei h&ouml;heren Temperaturen als Wasser, und zweitens taucht sie nicht komplett unter, sondern nur etwa 40 m bis zum Kerosintank. Damit hat sich Punkt 2 erledigt. Hinweis die Wikipedia-Skizze ist reine Erfindung in den Unterlagen findet man sie nicht.<\/p>\n<p>3: Ja, Druckf&ouml;rderung bedeutet extrem hohe Leermasse, vor allem bei den Tanks. 33 Bar w&auml;ren es bei der ersten Stufe gewesen. Bei normalem 301-Edelstahl (Atlas, Starship) betr&uuml;ge die Wandst&auml;rke 50,6 mm, was gut zu den 5 cm passt. Entsprechend h&auml;tte die Nutzlast auch nur das 4,2-Fache einer Saturn V aber die Masse das 6,3-Fache betragen. Aber man hat deswegen die Startbeschleunigung so gro&szlig; gew&auml;hlt, um die Gravitationsverluste zu minimieren. Beide Stufen kamen auf ein Voll-\/Leermasseverh&auml;ltnis von 9:1, waren also doppelt so schwer wie pumpengef&ouml;rderte Stufen. Das Wesentliche war aber, dass dieses Konzept nicht auf optimale Performance getrimmt war. Gerade weil sie so riesig war, konnte man sie wie ein Schiff auf der Werft bauen. Die D&uuml;se des Triebwerks hatte 23 m Durchmesser, das ist kein fragiles Teil, das ist massiv und das senkt die Kosten massiv. Da kann man mit der Nutzlasteinbu&szlig;e leben.<\/p>\n<p>4: Druckf&ouml;rderung hat eigentlich nur Ventile, wobei wir hier wahrscheinlich von meterdicken Treibstoffleitungen reden, da ist selbst ein Wasserhahn zierlich dagegen. Genauso wenig, wie ein Schiff untergeht, wenn es einige Monate im Salzwasser schwimmt, w&uuml;rde das der Rakete was ausmachen. So was passiert eher bei hauchd&uuml;nnen, auf Gewicht optimierten Teilen wie den Leitungen des Apollo LM, das beim Warten am Cape Lecks durch Korrosion bekam. Avionik gab es 1963 noch nicht, da war noch alles elektrisch, vielleicht Computer mit Relais und Trommelspeicher. Und die steckte wohl auf der Spitze, gute 100 m vom Meer entfernt.<\/p>\n<p>5: Auch hier: Die Masse macht&#8217;s. Genauso wenig, wie ein Schiff mit 18.000 t Masse (viele Kreuzfahrtschiffe liegen darunter) wild schwingt, tut dies die Rakete, zumal sie ja viel weniger Angriffsfl&auml;che als ein Schiff bietet; die Treibstoffe sind in der Mischung leichter als Wasser, deswegen ist ja sogar Ballast n&ouml;tig. Starten d&uuml;rfte man wohl eher bei ruhiger See. Aber ich denke, das ist der einzige Punkt, wo ich Vineyard recht geben muss. Durchdacht f&uuml;r eine bemannte Mission hat man das nicht. So komme ich auch auf eine Spitzenbeschleunigung von 82 m\/s\u00b2 zum Brennende der zweiten Stufe. Aber meine Simulation ber&uuml;cksichtigt nicht den abnehmenden Brennkammerdruck, so w&auml;re die Endbeschleunigung kleiner, und wir reden hier von 1963. Wenige Jahre vorher wurden aus &uuml;ber 100 Testpiloten, die sowieso fitter als normale Piloten sind, sieben (!) Mercury-Astronauten herausgesucht. Es gab einige Astronauten der zweiten und dritten Gruppe, die damals schon dabei bei der Auslese waren und durchfielen, wie Lovell und Collins. Und die starteten auf einer Atlas mit 68 m\/s\u00b2 Spitzenbeschleunigung. Die Sea Dragon war nicht gedacht als Wellness-Flug, wie ihn heute Blue Origin anbietet (2,5 g Start- und 5,5 g Landebeschleunigung).<\/p>\n<p>Die Schallwelle w&auml;re in der Tat ein Problem. Es w&auml;ren 180 Dezibel gewesen, allerdings als Wasser-Schallwelle. Im Prinzip wirkt das Wasser als Flammenabweiser mit unersch&ouml;pflichem Wasservorrat. Die Besatzung bekommt davon wenig mit, zumal sie weiter von der Quelle entfernt ist als in einer Saturn, und bei der waren es 202 bis 204 dB, also nochmal 100-mal mehr. Das Problem w&auml;re die erzeugte Welle f&uuml;r die Umgebung gewesen, weshalb man dies durch eine Scheibe unter der Rakete d&auml;mpfen wollte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/82947202972d4c25a8517d5c4daf310d\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nNoch ein Tipp an Vineyard: Vorher in die Wikipedia (englische) schauen. Da findest Du nicht nur, dass man das auf kleinem Ma&szlig;stab getestet hat, sondern dass der Vorschlag von Aerojet stammt und von den Space Laboratories gepr&uuml;ft wurde. Aerojet hatte zur gleichen Zeit den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/05\/09\/die-nutzlasten-der-nicht-gebauten-saturn\/\">weltgr&ouml;&szlig;ten Feststoffbooster gebaut und auch getestet<\/a> (AJ260) \u2013 in der Masse ist er nicht mehr der gr&ouml;&szlig;te, aber im Durchmesser von 6,7 m hat ihn bis heute keiner &uuml;bertroffen, und die Firma fertigte die Triebwerke der Titan I+II. Das ist kein Raumfahrt-Klischee. Und die Space Laboratories waren damals der Thinktank der USA; die meisten Ingenieure im Mercury-Programm kamen aus dieser Ideenschmiede. Die haben sich das Konzept angesehen und meinten, es geht. Ich vermute, dort verstand man schon damals mehr von Raumfahrt, als mancher selbst ernannte Experte heute.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18795\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18795\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich bekam von Vineyard ein PDF, das weiter unten wiedergegeben ist, mit der Bitte um meine Meinung. 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Juni 2026","format":false,"excerpt":"Nun zum wirklich allerletzten teil meiner Serie \u00fcber Wiederverwendung. Diesmal ist alles eine Nummer gr\u00f6\u00dfer. Es geht um eine Mondrakete. Da m\u00fcssen wir zuerst mal die Nutzlast definieren. Eine Neuerung von Artemis ist ja das der Start von Mondlander und Crewmodul getrennt ist. Interessanterweise wurde diese Vorgehensweise bei Apollo nie\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/fbfca9dc85d147b886dabbaa7c0e0d86","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":16806,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2023\/05\/25\/eine-renaissance-fuer-nukleare-triebwerke\/","url_meta":{"origin":18795,"position":5},"title":"Eine Renaissance f&uuml;r Nukleare Triebwerke?","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. Mai 2023","format":false,"excerpt":"Ich habe mich k\u00fcrzlich wieder \u00fcber einen Artikel in der c\u2019t, der Computer- und Technikzeitschrift die ich lese, ge\u00e4rgert. Eigentlich hatte ich vor hier den Artikel auseinander zu nehmen der vor allem enorm flach ist, also es fehlt wirklich an Tiefgang. Daneben hat er auch etliche inhaltliche Fehler. Aber da\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/08781b7d95af4fb1b2892f03df517480","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18795"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18796,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18795\/revisions\/18796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}