{"id":18813,"date":"2026-08-13T18:36:27","date_gmt":"2026-08-13T16:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=18813"},"modified":"2026-08-13T18:36:27","modified_gmt":"2026-08-13T16:36:27","slug":"raumfahrtgrundlagen-fuer-dummys-treibstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/08\/13\/raumfahrtgrundlagen-fuer-dummys-treibstoffe\/","title":{"rendered":"Raumfahrtgrundlagen f&uuml;r Dummys \u2013 Treibstoffe"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18813\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18813\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Eine \u2013 wie ich finde \u2013 der besten Sektionen auf meiner Website sind die \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/grundlagen-der-raumfahrt.shtml\">Grundlagen der Raumfahrt<\/a>\u201c, die ich jedem empfehlen kann. In dem Bestreben, dass ich dort mein Wissen unterbringe, ist sie aber auch recht umfangreich und komplex geworden. Daher starte ich ab jetzt mit einer lockeren Reihe von Beitr&auml;gen in einer neuen Kategorie mit (hoffentlich) deutlich kleinerem Einstiegsniveau. Ich fange an mit dem Thema, wo ich von Berufs wegen am meisten verstehe und das auch mein gr&ouml;&szlig;tes Interesse hat: Raketentreibstoffe.<\/p>\n<p>Da fange ich schon mal mit den Begriffen an. Als Chemiker unterscheide ich zwischen Oxidatoren und Verbrennungstr&auml;gern, aber im allgemeinen Sprachgebrauch wird beides als Treibstoff bezeichnet, auch wenn das eigentlich nur eine der beiden Komponenten (der Verbrennungstr&auml;ger) ist. So wollen wir es auch hier halten.<!--more--><\/p>\n<p>Ein Raketentreibstoff verbrennt, erzeugt dabei hei&szlig;es Gas, das durch eine D&uuml;se expandiert wird und dabei Schub auf die Rakete &uuml;bertr&auml;gt. Ein guter Raketentreibstoff erzeugt also m&ouml;glichst viel Schub pro Kilogramm Masse. Doch was ist ein guter Treibstoff? Da brauchen wir einige Grundlagen aus der Chemie.<\/p>\n<p>Im Periodensystem werden die Elemente nach der Zahl der Au&szlig;enelektronen geordnet. In der Hauptgruppe (alle Elemente von Raketentreibstoffen sind Hauptgruppenelemente) sind dies von links nach rechts die Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, Bor-Gruppe, Kohlenstoff-Silizium-Gruppe, Stickstoff-Phosphor-Gruppe, Chalkogene, Halogene und Edelgase.<\/p>\n<p>In jeder Periode (eine Zeile im Periodensystem von links nach rechts) kommt pro Gruppe (eine Spalte) ein Elektron in die &auml;u&szlig;erste Schale hinzu. Alkalimetalle haben also ein Elektron und Edelgase acht. Alle Elemente wollen diese Konfiguration der Edelgase erreichen (Edelgaskonfiguration). Dazu k&ouml;nnen sie Elektronen abgeben, aufnehmen oder teilen.<\/p>\n<p>Elemente links geben bevorzugt Elektronen ab, Elemente rechts nehmen gerne Elektronen auf. Die Energie, die pro Bindung frei wird, ist umso gr&ouml;&szlig;er, je weiter die Elemente in der Horizontalen entfernt sind. Hier eine Tabelle der Energien der zweiten Periode mit Wasserstoff.<\/p>\n<table width=\"375\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/0b4d2b74edf042c0a4ac71528facbec5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<thead>\n<tr>\n<th width=\"54\">Hydrid<\/th>\n<th width=\"126\">\u0394Hf\u00b0 (kJ\/mol)<\/th>\n<th width=\"80\">M (kg\/mol)<\/th>\n<th width=\"99\">\u0394Hf\u00b0 (MJ\/kg)<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<th width=\"54\">LiH<\/th>\n<td width=\"126\">\u221290.4<\/td>\n<td width=\"80\">0.00795<\/td>\n<td width=\"99\">\u221211.4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">BeH\u2082<\/th>\n<td width=\"126\"><em>&#8211;<\/em><em>125,5<\/em><\/td>\n<td width=\"80\">0,001103<\/td>\n<td width=\"99\">\u201311,4<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">\n<p align=\"right\">B<sub>2<\/sub>H<sub>6<\/sub><\/p>\n<\/th>\n<td width=\"126\"><em>&#8211;<\/em><em>31,4<\/em><\/td>\n<td width=\"80\">0,00276<\/td>\n<td width=\"99\"><em>&#8211;<\/em><em>1,135<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">CH\u2084<\/th>\n<td width=\"126\">\u221274.87<\/td>\n<td width=\"80\">0.01604<\/td>\n<td width=\"99\">\u22124.67<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">NH\u2083<\/th>\n<td width=\"126\">\u221245.9<\/td>\n<td width=\"80\">0.01703<\/td>\n<td width=\"99\">\u22122.69<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">H\u2082O (l)<\/th>\n<td width=\"126\">\u2212285.83<\/td>\n<td width=\"80\">0.01802<\/td>\n<td width=\"99\">\u221215.86<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<th width=\"54\">HF (g)<\/th>\n<td width=\"126\">\u2212273.3<\/td>\n<td width=\"80\">0.02001<\/td>\n<td width=\"99\">\u221213.66<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Energie pro Mol gibt an, wie viel Energie pro Mol frei wird. Da die Elemente aber unterschiedlich schwer sind (es kommt im Mittel pro Gruppe ein Neutron und Proton im Kern hinzu), ist die Energie pro Kilogramm davon deutlich abweichend. Man sieht, dass die drei Elemente Bor, Kohlenstoff und Stickstoff trotz drei bis vier Bindungen pro Molek&uuml;l (HF und LiH haben nur eine Bindung) deutlich weniger Energie pro Kilogramm bei der Bildung liefern. Man sieht dies auch bei den Reaktionen. Wasser, Flusss&auml;ure, Lithium- und Berylliumhydrid bilden sich spontan oder bei geringer Aktivierungsenergie. Ammoniak (NH\u2083) entsteht nur bei hohem Druck, Katalysatoren und Temperatur aus den Elementen. F&uuml;r seine Synthese gab es einen Nobelpreis f&uuml;r die Entdecker Haber und Bosch.<\/p>\n<p>F&uuml;r andere Perioden sieht es &auml;hnlich aus. Es gibt aber einen Unterschied: Da nur die Au&szlig;enelektronen reagieren, ist die Energie pro Mol vergleichbar, aber die Atommasse nimmt mit jeder Periode zu. Das letzte, nicht radioaktive Element der ersten Periode, ist C&auml;sium. Seine Masse betr&auml;gt 132,91 g\/mol (Lithium: 6,9). Bei der Reaktion mit Wasserstoff werden \u221254,2 kJ\/mol frei, das sind pro Kilogramm dann nur noch \u22120,405 MJ\/kg, also nur noch 3,6 % der Energie der Reaktion des ersten Elements der Alkaligruppe mit Wasserstoff.<\/p>\n<p>Damit haben wir die erste Erkenntnis: Ein guter Raketentreibstoff setzt m&ouml;glichst Elemente der zweiten und ersten Periode (dort ist es nur Wasserstoff) ein und zwar m&ouml;glichst als Verbrennungstr&auml;ger die Elemente ganz links und als Oxidatoren die Elemente ganz rechts. Der beste Raketentreibstoff w&auml;re so die Umsetzung von Wasserstoff oder Lithium mit Fluor.<\/p>\n<p>Meist nutzt man aber nicht die Elemente, sondern Verbindungen wie Kohlenwasserstoffe (Methan, Kerosin), Stickstoff-Wasserstoff-Verbindungen (Hydrazine), Stickoxide (NTO) oder Ammoniumperchlorat. Dabei ist es ganz einfach: Wenn diese Substanzen stabil sind, dann enthalten sie weniger Energie als die Verbindungen, aus denen sie entstanden. W&uuml;rden sie mehr Energie als die Elemente aus denen sie entstanden freisetzen (der Chemiker spricht von einer exothermen Reaktion), so w&auml;ren sie nicht stabil. Es gibt zwei semi-stabile Verbindungen, die zumindest theoretisch in Frage kommen: Wasserstoffperoxid und Ozon. Beide geben unter Energieabgabe ein Sauerstoffatom ab und daraus entstehen dann stabile Verbindungen (Wasser und Sauerstoff).<\/p>\n<p>Damit haben wir eine Frage gekl&auml;rt: Welche Elemente und Verbindungen eignen sich besonders gut als Raketentreibstoff. Aber die freigesetzte Energie ist nur ein Teilaspekt. Jetzt wechseln wir von der Chemie zur Physik. In einem Raketentriebwerk verbrennen die Treibstoffe und erzeugen dabei hohe Temperaturen, die &uuml;ber 3000 \u00b0C liegen k&ouml;nnen. Sie expandieren dann durch eine D&uuml;se, entspannen sich und k&uuml;hlen ab, und dabei &uuml;bertragen sie &uuml;ber die D&uuml;senwand Energie auf die Rakete \u2013 sie fliegt in die Gegenrichtung des Gasstrahls weg.<\/p>\n<p>Eine wichtige Gr&ouml;&szlig;e, die direkt in die Raketengrundgleichung zur Berechnung der Geschwindigkeit einer Rakete eingeht, ist daher die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit am D&uuml;senende, \u201espezifischer Impuls\u201c genannt. In den USA, wo sie nicht das metrische System einsetzen, teilt man den SI-Wert noch durch die Erdbeschleunigung. In beiden F&auml;llen erh&auml;lt man aber eine Einheit, die kein Impuls im physikalischen Sinn ist. Der hat die Einheit Kilogramm mal Meter pro Sekunde (kg\u00b7m\/s). Der spezifische Impuls ist im SI-System eine Geschwindigkeit (Meter pro Sekunde (m\/s)) und im US-System eine Zeit (Sekunde, s).<\/p>\n<p>Der spezifische Impuls bzw. die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit h&auml;ngt zwar von der Energie, die die Reaktion liefert, ab, aber nicht nur. Man kann das Verbrennungsgas als ideales Gas modellieren und da verteilt sich die Energie auf die Gasmolek&uuml;le. Deren Masse h&auml;ngt von den Elementen ab. Verteilt man die Energie pro Kilogramm Gas auf mehr Molek&uuml;le, weil die Molek&uuml;lmasse kleiner ist, so hat jedes weniger Energie und kann weniger Energie auf die Rakete &uuml;bertragen, denn alle Molek&uuml;le verlieren beim Entspannen Energie, was man an der absinkenden Temperatur sieht. Das hei&szlig;t: Je kleiner die mittlere Molek&uuml;lmasse ist, desto h&ouml;her ist die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit der Gase.<\/p>\n<p>Daher ist nun auch klar, warum von allen eingesetzten Kombinationen die von Wasserstoff\/Sauerstoff die h&ouml;chste Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit und damit die h&ouml;chsten spezifischen Impulse hat: Das Verbrennungsprodukt Wasser hat die Atommasse 18. Bei Methan als bestem Kohlenwasserstoff werden pro Reaktionsgleichung dagegen zwei Molek&uuml;le Wasser und ein Molek&uuml;l Kohlendioxid gebildet \u2013 das hat Atommasse 44, was die mittlere Atommasse auf 26,7 anhebt. Bei Methan betr&auml;gt das Verh&auml;ltnis C:4 genau 4, bei Kerosin liegt es eher bei 1:3,4 und aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol kommen nur auf 1:1. Dieser h&ouml;here Wasserstoffanteil ist der Hauptgrund f&uuml;r die rund 20 % h&ouml;here Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit von Methan im Vergleich zu Kerosin.<\/p>\n<p>Bisher habe ich vor allem von fl&uuml;ssigen Treibstoffen gesprochen aus einem einfachen Grund \u2013 bei denen entstehen bei der Verbrennung nur Gase. Bei LOX\/LH\u2082 ist es Wasserdampf, bei Kohlenwasserstoffen kommt noch Kohlendioxid hinzu und bei Hydrazinen Stickstoff. Bei festen Treibstoffen bilden sich als Verbrennungsprodukte aber noch Feststoffe. Die g&auml;ngige Kombination Aluminium\/Ammoniumperchlorat bildet (wenn man den Binder, ein Harz, wegl&auml;sst) Aluminiumoxid, Salzs&auml;ure und Stickstoff. Die Salzs&auml;ure ist auch ein Gas (die Salzs&auml;ure, die ihr kaufen k&ouml;nnt, ist chemisch nur in Wasser gel&ouml;stes Gas), aber Aluminiumoxid ist ein hochschmelzendes Mineral, das bei etwa 2060 \u00b0C schmilzt und bei 2980 \u00b0C siedet. Als Mineral findet man es in reiner Form z.\u202fB. als Korund, dem nach dem Diamant h&auml;rtesten Mineral, das deswegen auch als Schleifmittel genutzt wird.<\/p>\n<p>Sobald die Temperatur 2000 Grad unterschreitet, wird Aluminiumoxid fest. Damit f&auml;llt es aus dem Gleichgewicht der Gase aus und es &uuml;bertr&auml;gt keine Energie mehr auf die D&uuml;se. Das ist der Hauptgrund, warum feste Treibstoffe so viel geringere spezifische Impulse als fl&uuml;ssige Treibstoffe haben und diese auch nicht durch eine besonders lange D&uuml;se wesentlich gesteigert werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Zuletzt noch ein kleiner Abstecher zu einzelnen Treibstoffen:<\/p>\n<p>Wasserstoff ist wegen seiner geringen Molek&uuml;lmasse der optimale Verbrennungstr&auml;ger, egal mit welchem Oxidator er umgesetzt wird. Zudem liefert seine Verbrennung auch viel Energie (mit Sauerstoff 15,8 MJ\/kg). Seine Dichte im fl&uuml;ssigen Zustand betr&auml;gt aber nur 0,0684 kg\/l. Die Tanks sind daher sehr gro&szlig; und wiegen viel.<\/p>\n<p>Sauerstoff ist der beste praktisch nutzbare Oxidator. In der Theorie ist Fluor noch besser, aber es ist sehr aggressiv. Vor allem gibt es keine Anlagen, um fl&uuml;ssiges Fluor in gr&ouml;&szlig;eren Mengen herzustellen (in der chemischen Industrie wird Gas genutzt), und die meisten Fluorverbindungen sind sch&auml;dlich f&uuml;r die Umwelt.<\/p>\n<p>Bei Kohlenwasserstoffen ist es meist egal, welche Verbindung man nutzt, nur Methan ist etwas besser als die h&ouml;heren Kohlenwasserstoffe.<\/p>\n<p>Hydrazine wurden nur eingesetzt, weil sie mit Stickstofftetroxid bei Kontakt z&uuml;nden und sie lagerf&auml;hig auch bei tiefen Temperaturen sind. Das war f&uuml;r schnell startende ICBM wichtig. Heute werden sie f&uuml;r Satellitenantriebe genutzt, ihre Herstellung ist aber sehr teuer und sie sind im spezifischen Impuls LOX\/Kerosin unterlegen.<\/p>\n<p>Der gleiche Grund f&uuml;hrte zum Einsatz von Stickstofftetroxid als Oxidator. Chemisch ist dies Salpeters&auml;ure, der man das Wasser entzogen hat. Unterhalb 28 Grad Celsius ist der Oxidator fl&uuml;ssig.<\/p>\n<p>Feste Treibstoffe nutzen Aluminium als Verbrennungstr&auml;ger und Ammoniumperchlorat als Oxidator. Damit sie kontrolliert und nicht explosionsartig verbrennen, werden sie in ein Harz einger&uuml;hrt, das nach Zugabe eines Starters polymerisiert, heute ist dies hydroxyterminiertes Polybutadien (HTPB).<\/p>\n<p>So, das war Teil eins. &Uuml;ber R&uuml;ckmeldungen w&uuml;rde ich mich freuen. Macht die Reihe Sinn? Ist es zu kompliziert (zu einfach wohl eher nicht, wem es zu einfach ist, der geht einfach zu dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/raktreib1.shtml\">dreiteiligen Artikel auf den Grundlagen<\/a> \u2026). Ich frage auch deswegen, weil ich merke, dass ihr eure Infos &uuml;ber Videos bekommt anstatt zu lesen. Ich habe einige Folgen von \u201e<a href=\"https:\/\/www.ardsounds.de\/sendung\/ready-for-liftoff-der-raumfahrt-podcast\/urn:ard:show:562741c3e4fe4e3c\/\">Ready for Liftoff<\/a>\u201c angeh&ouml;rt. Das ist immerhin der offizielle Raumfahrtpodcast bei ARD Sounds. Ich war schockiert. Neben d&auml;mlichen Vergleichen wie den Apollo Guidance Computer mit einem heutigen Smartphone zu vergleichen (schon deswegen sinnlos, weil es damals nicht existierte, man vergleicht ja auch nicht die Reisezeit in Pferdekutschen mit der einer Boeing 7070, zwischen beiden liegt genau dieselbe Zeitspanne wie zwischen AGC und heute) liegt der Fokus auf Dingen, die v&ouml;llig unwichtig sind. Bei Voyager auf der Golden Record und dem Familienportr&auml;t bei Jupiterraumsonden auf Mission-Patches und Lego Figuren. Fr&uuml;her galt \u201eWissen plus Begeisterung\u201c, heute scheint mir eher gegeben, je mehr Begeisterung um so weniger Wissen ist vorhanden (die Moderatoren haben schon Probleme sich die vier gro&szlig;en Jupitermonde zu merken). Auf dieses Niveau kann ich leider nicht sinken, wenn euch also dieser Artikel schon &uuml;berfordert brauche ich keine Reihe draus machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_18813\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"18813\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Eine \u2013 wie ich finde \u2013 der besten Sektionen auf meiner Website sind die \u201eGrundlagen der Raumfahrt\u201c, die ich jedem empfehlen kann. 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W\u00e4hrend es Raketen mit Pulver als Treibstoff schon seit Jahrhunderten gibt \u2013 sie schafften es sogar in die US\u2011Nationalhymne \u2013 sind mit fl\u00fcssigen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/goddard.jpeg","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18841,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/08\/19\/raumfahrtgrundlagen-fuer-dummys-die-raketengrundgleichung\/","url_meta":{"origin":18813,"position":4},"title":"Raumfahrtgrundlagen f&uuml;r Dummys \u2013 Die Raketengrundgleichung","author":"Bernd Leitenberger","date":"19.08.2026","format":false,"excerpt":"Im heutigen, zentralen Teil der Grundlagen geht es um die Raketengrundgleichung, nach dem ersten, der die Raketengrundgleichung aufstellte, auch \u201eZiolkowski\u2011Gleichung\u201c genannt. Die Raketengrundgleichung ist verglichen mit anderen Formeln in der Raumfahrt eine recht einfache Gleichung, deren Folgen aber viele bis heute nicht richtig verstanden haben. Die Raketengrundgleichung ist einfach diese:\u2026","rel":"","context":"In &quot;Grundlagen&quot;","block_context":{"text":"Grundlagen","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/grundlagen\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/3788de6fc2a4423999a11ac3666576a3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18910,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/08\/30\/raumfahrtgrundlagen-fuer-dummys-treibstofffoerderung\/","url_meta":{"origin":18813,"position":5},"title":"Raumfahrtgrundlagen f&uuml;r Dummys \u2013 Treibstofff&ouml;rderung","author":"Bernd Leitenberger","date":"30.08.2026","format":false,"excerpt":"Im ersten Teil habe ich den grunds\u00e4tzlichen Aufbau eines Triebwerks erl\u00e4utert. In diesem Teil geht es um einen zentralen Teil, die Treibstofff\u00f6rderung. Es haben sich verschiedene Verfahren eingeb\u00fcrgert, den Treibstoff zu f\u00f6rdern. Ein Raketentriebwerk verbrennt Treibstoff unter hohem Druck. Dabei muss der Druck beim Einspritzen in die Brennkammer gr\u00f6\u00dfer sein\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","block_context":{"text":"Allgemein","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/ssme-ade.png","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/ssme-ade.png 1x, \/img\/ssme-ade.png 1.5x, \/img\/ssme-ade.png 2x, \/img\/ssme-ade.png 3x, \/img\/ssme-ade.png 4x"},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18813","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18813"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18813\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}