{"id":2126,"date":"2010-01-06T21:27:39","date_gmt":"2010-01-06T20:27:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=2126"},"modified":"2010-01-06T22:39:08","modified_gmt":"2010-01-06T21:39:08","slug":"itss-good-enough","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2010\/01\/06\/itss-good-enough\/","title":{"rendered":"&#8222;Its&#8217;s good enough&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"\/img\/webstat1220029.jpg\" alt=\"Statistik 12\/2009\" width=\"661\" height=\"317\" \/>Dieser Spruch findet sich h&auml;ufig bei Besprechungen von Netbooks. Diese arbeiten mit einem Atom Prozessor, niedrig getaktet, mit nur einem Kern, ohne viele Optimierungsm&ouml;glichkeiten die sonst ein x86 Prozessor hat. Er ist damit nur so schnell wie ein PC vor 5 Jahren. Trotzdem reicht er den Anwendern &#8211; zum Surven reicht es aus. Dann gab es ein Editional in der ct&#8216; wo &uuml;ber die Hardware Entwicklung der letzten 20 Jahre res&uuml;miert wurde und mal ausrechnete wie viele 20 MByte Festplatten man braucht um den Inhalt einer DVD abzuspeichern.<\/p>\n<p>Dazu kann ich nun auf einen Monat Erfahrung mit Windows 7 zur&uuml;ckblicken &#8211; bei mir kam es nach XP. Das alles best&auml;tigt mich in meiner Theorie, das jede Computerentwicklung irgendwann ein Stadium der Vollendung erreicht ab der es nur noch graduelle Verbesserungen gibt. Wie ich das meine? Nun nehmen wir einfach einmal die Art wie Computer in den letzten 30 Jahren benutzt wurden.<\/p>\n<p>Schon vor 30 Jahren gab es die ersten Textverarbeitungsprogramme. Damit konnte man schon viel machen, aber es dauerte etwa 10 Jahre bis aus einem Programm, das nicht einmal in den Hauptspeicher passte, von Diskette lief und mit kryptischen K&uuml;rzeln bedient wurde, eines wurde das man mit der Maus bedienen konnte, mit Rechteschreibpr&uuml;fung und Darstellung des Textes &auml;hnlich wie gedruckt (im Grafikmodus der damaligen Bildschirme). Danach haben sich diese Textmodus basierten Programme kaum noch weiter entwickelt. Etwas &auml;hnliches kann man bei den Programmentwicklung feststellen. Auf Editor\/Compiler\/Debugger kam die erste IDE mit Turbo Pascal. Sie wurde immer benutzerfreundlicher. Doch seit TP 6.0 von 1991 hat sich nicht mehr viel getan. Wer die Free Pascal IDE sich anschaut, wird nicht mehr viel Neues entdecken verglichen mit der letzten Turbo Pascal Version von 1992.<!--more--><\/p>\n<p>Auch bei Windows 7 kann ich nicht viel neues sehen. Der eine oder andere mag den Look sch&ouml;ner finden und ein paar Sachen sind wirklich gut gemacht, aber es ist eine evolution&auml;re Weiterentwicklung verglichen mit Windows XP, das vor 9 Jahren erschient. Vergleicht man dagegen den Sprung von Windows 3.0 auf Windows XP, das wiederum weitere 9 Jahre in der Vergangenheit liegt, dann wird dies deutlich.<\/p>\n<p>Ich kann auch nicht den gro&szlig;en Usability Sprung von WinWord 2.0 und OpenOffice 3.0 sehen, obwohl hier 17 Jahre dazwischen liegen. Jeder Anwendungszweck erreicht irgendwann einmal eine Ebene der Vervollkommnung. Warum ben&ouml;tigen wir dann immer bessere Computer? Weil sich die Anwendungsprofile &auml;ndern. Heute werden Videos angeschaut, das hat vor 10 Jahren niemand gemacht. Auch im Internet hat sich einiges ge&auml;ndert statische Seiten aus HTML und Bildern wurden abgel&ouml;st von Webanwendungen auf Basis von Ajax und PHP.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass es immer noch mehr Rechenleistung ben&ouml;tigt wird &#8211; neue Bedienkonzepte wie Touchscreens, Handschriftenerkennung und vielleicht die irgendwann einmal wirklich einsatzf&auml;hige Spracherkennung werden mehr Rechenleistung fordern. Videospiele sind auch noch ein St&uuml;ckchen von der Realit&auml;t entfernt und d&uuml;rften sicher noch eine Weil brauchen bis sie diese erreicht haben. Aber: Es gibt f&uuml;r jede Anwendung eine Grenze. Blickt man &uuml;ber den PC Tellerrand so gibt es durchaus noch Einsatzgebiete f&uuml;r heute l&auml;ngst ausgemusterte Technologie. 8 Bit Mikrocontroller wie die 68HCXX Serie oder Intels 8251 Serie werden in Milliardenst&uuml;ckzahlen produziert und wandern in Waschmaschinen, Mikrowellenherde oder andere Anwendungen mit geringen Anforderungen. Selbst f&uuml;r Echtzeitsteuerung in Autos reichen oft Mikrocontroller der 16 Bit Generation von ARM und Infineon. &Uuml;berhaupt: &Uuml;berall da wo keine grafische Benutzeroberfl&auml;che notwendig ist, ist die ben&ouml;tigte Rechenleistung oft gering. Kleines Rechenbeispiel: Ein typischer 16 Mikrocontroller schafft bei 20-32 MHZ Takt rund 2-3 Millionen Befehle pro Sekunde. Wenn er mit der &Uuml;berwachung eines Otto-Motors betraut ist und rund 200 mal pro Sekunde eine Z&uuml;ndung &uuml;berwacht (entspricht 12000 U\/min) kann er bei jedem dieser Programmteile rund 10.0000 Befehle ausf&uuml;hren &#8211; das ist eine ganze Menge und da kann man auch wirklich viel berechnen.<\/p>\n<p>Selbst wenn die Datenmenge sehr hoch ist gibt es L&ouml;sungen: Wenn sie auf ihrem PC mal eine Blue Ray oder ein HD-Video Anschauen, achten sie auf die Prozessorauslastung. seit der OTR HD Videos (in 1280 x 720) anbietet, kann ich das Pr&uuml;fen. Bei mir geht die Prozessorauslastung beim Abspielen bei einem Kern von 4 auf 30-40 % und beim zweiten von 2 auf 10-20 %. Also zusammen rund 50 % eines Kerns mit 2.6 GHz Takt (Athlon 5050). &Uuml;brigens klappte s nur mit dem Windows Mediaplayer, der VLC verschluckt sich schon an dem Format :-(.<\/p>\n<p>Sie k&ouml;nnen aber auch f&uuml;r 100-200 Euro einen HD f&auml;higen Festplattenspieler kaufen und der packt sogar 1920 x 1080. Wie das ? Ein kompletter PC f&uuml;r 100-200 Euro? Nat&uuml;rlich nicht. Die Spezialaufgabe Dekodieren von Videos kann parallelisiert und in Hardware gegossen werden. Das sind spezielle Chips mit Hardwaredecodern. Es ist sogar m&ouml;glich f&uuml;r ein exotisches Problem die Hardware zu designen. Sogenannte Field Programmable Arrays erlauben es die Logik durch ein Programm festzulegen und zu &auml;ndern. Es gibt Leute die emulieren damit z.B. l&auml;ngst ausgestorbene Heimcomputer &#8211; komplett samt Custom IC&#8217;s, RAM und ROM. Wenn man es h&auml;ufiger braucht lohnt es sich ein Custom IC herzustellen. Auch das ist in Kleinserien heute m&ouml;glich, auch wenn dabei nicht die neueste Technologie zum Einsatz kommt.<\/p>\n<p>In der Summe ist zwar die PC Leistung in den letzten Jahrzehnten absolut vielleicht um einen Faktor 100.000 gestiegen &#8211; Zumindest bei RAM und Festplattengr&ouml;&szlig;en ist dies so, bei Prozessoren ist der Vergleich schwerer. Aber nicht alles davon flie&szlig;t in die Usability. Man muss nur den Test machen ein modernes Betriebssystem auf einem alten Rechner zu installieren&#8230;.<\/p>\n<p>Warum werden PC&#8217;s trotzdem immer langsamer? Weil man in vielen Bereichen nicht um die Neuinstallation von Erweiterungen rumkommt &#8211; sei es mit dem Steuerprogramm das eine neue Java Virtual Maschine 8mit hohem Speicherplatzverbrauch) und einem Datenbankserver installiert oder das Betriebssysteme und Anwendungen eingestellt sind nicht nur sicherheitskritische Updates sondern auch &#8222;Erweiterungen&#8220; oder neue Versionen installiert. Ich denke nur an Krausen an den Fr&uuml;hsommer als Windows XP eine &#8222;Indexfunktion&#8220; &uuml;ber das uatomatische Update installierte und ichd en PC praktisch nicht mehr fl&uuml;ssig bedienen konnte bis ich das deinstalliert hatte.<\/p>\n<p>Was gibt es neues? Nun der Dezember war der bislang meistbesuchteste im Blog. Erstmals habe ich die 10.000 Besucher\/Monate Grenze geknackt (siehe Grafik). Ich stelle auch mit Freuden fest, dass es auch an Nichtraumfahrtthemen Interesse gibt. Mir fallen da zwar alleine durch die Recherche zur Neuauflage des ATV Buches und dem Besch&auml;ftigen mit der ISS einige Themen ein. Aber vielleicht ist es ganz gut so mal einen Monat ohne Raumfahrt zu haben. Das letzte Quartal lief auch ganz gut im Buchverkauf. Spannend wird allerdings dieses sein, weil es eher &#8222;normal&#8220; ist: Die beiden letzten Quartale waren gepr&auml;gt von dem Raumfahrtboom zum Vierzigsten Jubil&auml;um von Apollo 11 und dann das Weihnachtsquartal. Offensichtlich werden B&uuml;cher gerne zu Weihnachten verschenkt, weil es da immer anzieht. Zudem sind in dem Quartal und im letzten einige B&uuml;cher neu erschienen. Das wird bei diesem nicht der Fall sein, eventuell wird die Neuauflage vom Gemini Buch bis M&auml;rz fertig, aber das ersetzt dann ein altes Buch. Was ich jetzt auf jeden Fall weis, ist dass ich kein ISS Buch schreiben werde &#8211; es gibt zu wenig Fakten &uuml;ber die ISS. Na ja es gibt eine Menge Fakten &uuml;ber die Arbeit der Astronauten, ihre Biographien und die Missionen, aber wenige &uuml;ber die Module und wer wissen will was die STS-117 Crew vor ihrem Flug gemacht hat kann ja das Presskit der NASA lesen. So gesehen ist es ganz gut dass es nun ein kombiniertes ATV\/ISS Buch wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Spruch findet sich h&auml;ufig bei Besprechungen von Netbooks. Diese arbeiten mit einem Atom Prozessor, niedrig getaktet, mit nur einem Kern, ohne viele Optimierungsm&ouml;glichkeiten die sonst ein x86 Prozessor hat. Er ist damit nur so schnell wie ein PC vor 5 Jahren. Trotzdem reicht er den Anwendern &#8211; zum Surven reicht es aus. 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