{"id":3583,"date":"2010-10-11T03:15:07","date_gmt":"2010-10-11T01:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=3583"},"modified":"2014-07-26T23:43:05","modified_gmt":"2014-07-26T21:43:05","slug":"der-casio-fx-991es-als-rechner-fuer-ingenieure","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2010\/10\/11\/der-casio-fx-991es-als-rechner-fuer-ingenieure\/","title":{"rendered":"Der CASIO FX-991ES als Rechner f&uuml;r Ingenieure?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"\/img\/casiofx-991es.jpg\" alt=\"CASIO FX-991ES\" width=\"316\" height=\"661\" align=\"left\" \/>Da meine allgemeinen Blogs recht popul&auml;r sind, probiere ich es mal heute mit einem Test oder Erfahrungsbericht, das ist ja auch derzeit \u201cin\u201d. Wie ich schon mal geschrieben habe, habe ich mir vor einigen Wochen den Taschenrechner <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B0009FHRPW?ie=UTF8&amp;tag=berndleitenbs-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0009FHRPW\">Casio FX-991ES<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0009FHRPW\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/> zugelegt. Dazu nun meine Erfahrungen. Zuerst mal die Erwartungshaltung. Meiner Ansicht nach gibt es zwei Hauptgruppen von potentiellen K&auml;ufern f&uuml;r Taschenrechner:<\/p>\n<ul>\n<li>Sch&uuml;ler, die ihn im Matheunterricht oder auch sonst im Unterricht ben&ouml;tigen<\/li>\n<li>Personen die ihn beruflich oder f&uuml;r das Studium ben&ouml;tigen. Dazu geh&ouml;re ich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Funktionen die ein Taschenrechner bietet kann man recht gut zwischen beiden Gruppen aufteilen. Der Casio FX-991ES kann z.B. numerisch differenzieren, integrieren, eine Gleichung bei einer Unbekannten durchrechnen und die L&ouml;sung ausgeben, auch wenn die Unbekannte nicht links des Gleichheitszeichens steht und bestimmte Gleichungen mit zwei Unbekannten aufl&ouml;sen, (z.B. quadratische Gleichungen), Dazu kann er Summen Bilden und eine Wertetabelle ausgeben. Kleine Matrizen (3\u00d73) und Vektoren (3) kann er multiplizieren, addieren etc.<\/p>\n<p>Das sind meiner Ansicht nach Funktionen, die ein Sch&uuml;ler braucht, zumindest solange bis er nicht sowieso alles symbolisch machen muss und nicht mehr numerisch. Im Studium und Beruf sind die Gleichungen, die ja auf Naturgesetzen oder Formeln beruhen, vorgegeben und man muss diese nicht mehr l&ouml;sen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite hat man in der Schule es nur selten mit Exponential, Logarithmus oder anderen transzendenten Funktionen zu tun. Durchaus &ouml;fters aber im Beruf.<\/p>\n<p>&Uuml;ber die verf&uuml;gt schon ein FX-82, ein Modell das sicher viele kennen, und das auch deutlich preiswerter &uuml;ber alle transzendenten Funktionen ist. Warum also zum FX-991ES greifen?<\/p>\n<p>Nun es gibt schon ein paar Vorteile.<\/p>\n<p>Etwas ganz einfaches, bei Casio aber leider nicht selbstverst&auml;ndliches: Das silberne Geh&auml;use. Ich finde die Beschriftungen auf den dunkelgrauen, oder schwarzen Geh&auml;usen schwerer lesbar. Vor allem wenn diese in Farbe sind und nicht Wei&szlig;. Es sieht auch edler aus.<\/p>\n<p>Von Vorteil sind auch 6 Variablenspeicher (A-D und X,Y) in denen man Zwischenergebnisse oder wichtige Konstanten ablegen kann.<\/p>\n<p>Im praktischen Einsatz war f&uuml;r mich das wichtigste das mehrzeilige Display. Es erlaubt sowohl im Math Modus die Anzeige von Ausdr&uuml;cken so wie sie sind. Das klappt bei Br&uuml;chen, Wurzeln, Pi in Ausdr&uuml;cken. Zumindest bei den Formeln klappt es auch bei der Eingabe bei Potenzen, E-Funktionen, Logarithmus und anderen. Das ist schon eine gewisse Erleichterung, auch wenn nun bei Potenzen oder Br&uuml;chen die Eingabe etwas hakeliger ist, da man nun Cursor Tasten dr&uuml;cken muss um von der Potenz oder oberhalb des Bruchstrichs wieder auf das Basisnvieau zu kommen. Ich verwende aber den Line-In Modus, der kompakter ist, vor allem weil mich die Standardvorgehensweise im Math Modus alles was man als Bruch ausdr&uuml;cken kann erstmal als Bruch darzustellen und erst &uuml;ber die S-D Taste muss man in die Dezimaldarstellung umschalten. Im LineIn Modus ist ein Ausdruck auf eine Zeile beschr&auml;nkt so sind eben Potenzen als kleine Zahlen angedeutet und Funktionen sieht man in der Buchstabenschreibweise (log(xx). Das entspricht dem wie man es auch von Programmiersprachen kennt und die Tatsache dass man die Eingabe sieht und z.B. auch die Variablen dort als Variablen sieht (5*A) ist schon ein gro&szlig;er Fortschritt gegen&uuml;ber den Rechnern die nur wegen der 7-Sgement LCD Anzeige Zahlen darstellen k&ouml;nnen.<span id=\"more-3583\"><\/span><\/p>\n<p>Das mehrzeillige Display erlaubt es auch die Kontrolle &uuml;ber eine Eingabe zu haben und man kann mit den Cursortasten und dem Einf&uuml;ge\/&Uuml;berschreibmodus und der DEL Taste l&ouml;schen. Jeder kennt das Problem, dass man sich bei einer Eingabe vertippt hat oder eine Klammer vergessen \u2013 das ist nun einfach korrigierbar.<\/p>\n<p>&Uuml;ber das Display in Punktmatrixschreibweise kann man auch alte Eingaben durch Scrollen zur&uuml;ckholen und editieren.<\/p>\n<p>wer am Computer arbeitet wird sich &uuml;ber die Ausgabe und das Rechnen in verschiedenen Zahlensystemen (Bin&auml;r, Octal, Hexadezimal) inklusive logischer Grundoperationen (and, or,xor,not\u2026) freuen.<\/p>\n<p>Zuerst &uuml;berfl&uuml;ssig fand ich die einprogrammierten Konstanten und Umrechnungsfunktionen. Zumindest das erste hatte auch mein letzter Rechner und ich habe es nie benutzt. Das lag daran, dass man die Konstanten uf dem Deckel des Etuis vermerkt hat (sonst kann man sich kaum die Nummer merken unter der sie gespeichert ist) und das musste ich erst umklappen, was ich als umst&auml;ndlich empfand. Beim FX-991ES ist beides in einer Schale vermerkt die man unter den Rechner stecken kann \u2013 aber eben auch abnehmen. Ich habe mich schnell dran gew&ouml;hnt, zumal das Dot-Matrix LCD nun auch den Namen der Konstante oder die Umrechnungsformel anzeigt und nicht nur eine Zahl.<\/p>\n<p>Die Umrechnungen konnte ich fr&uuml;her aus dem \u201cff\u201d, aber bei meinem letzten Buch habe habe ich nun viel zwischen US und SI Einheiten umrechnen m&uuml;ssen und mich bald gew&ouml;hnt dass es schneller geht &uuml;ber die Konvertierungsfunktionen die man &uuml;ber Shift-8 und zweistellige Nummer aufrufen kann. Bald kann man die h&auml;ufig benutzten auch auswendig so ist 03 z.B. die Umrechnung von Fuss in m.<\/p>\n<p>Das zu den Vorteilen: Sie sind sicher &uuml;berlegenswert ob sich nicht alleine aufgrund dessen der Rechnerkauf lohnt.<\/p>\n<p>Was mich st&ouml;rt sind zwei Dinge. Mit dem einen kann man noch leben. Das ist das ich wie bei jedem Rechner Zeugs bezahle, dass ich nicht brauche. Ich denke das implantieren von Funktionen f&uuml;r den Mathematikunterricht (Differenteren, Integrieren, Wertetabelle, Gleichungsl&ouml;sen) hat eine Menge Speicher gekostet denn ich gerne anders eingesetzt h&auml;tte. Ich brauch das nicht, wahrscheinlich viele auch nicht die als Ingenieur immer mit denselben Rechnungen und Gleichungen zu tun haben.<\/p>\n<p>Das gilt auch f&uuml;r die lineare Regression: Es gibt diese mit 7 Formen und man kann bis zu 40 Wertepaare eingeben. Ich w&uuml;rde niemals so viele Werte in einen Taschenrechner eintippen, dass ist zu m&uuml;hsam, trotz gr&ouml;&szlig;erem Display. Aber der Speicher k&ouml;nnte anders genutzt werden. Zum Beispiel um mehr als 6 Variablen zu haben. 26, eine f&uuml;r jeden Buchstaben w&auml;ren toll, den Platz g&auml;be es ja wenn 80 Werte bei der linearen Regression eingetippt werden.<\/p>\n<p>Vor allem st&ouml;rt mich, dass ich zwar im Display die letzten Berechnungen anzeigen und ver&auml;ndern kann, aber ich kann nur auf das letzte Ergebnis zur&uuml;ckgreifen. Wenn man &uuml;ber Kombination von Alpha+Ziffertaste auf die letzten 9 Ergebnisse zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnte w&auml;re das ein echter Fortschritt.<\/p>\n<p>Vor allem aber: Ein kleiner Speicher f&uuml;r eine Handvoll eigener Formeln. Mir kamen sowohl im Beruf als Lebensmittelchemiker wie auch im Hobby immer wieder dieselben Berechnungen unter. Es sind ja meistens keine komplexen Programme, sondern einfache Berechnungen z.b. diese:<\/p>\n<p>v = G*M \/ r\u00b2<\/p>\n<p>Damit berechnet man die Geschwindigkeit in einer Kreisbahn um einen Himmelsk&ouml;rper. Eine Anweisung um z.B. r abzufragen (G ist Konstant und meistens interessiert man sich ja f&uuml;r einen Himmelsk&ouml;rper, also ist auch M konstant) und die M&ouml;glichkeit die Formel abzulegen w&uuml;rde ja schon reichen. Es muss ja nicht gleich vollst&auml;ndig programmierbar sein und einige KB Speicher. Wenn man die (wenn man die 20 neuen Variablen und 9 Zwischenergebnisse) verbliebenen 51 Wertepaare, entsprechend rund 208 Byte daf&uuml;r nutzen k&ouml;nnte w&auml;re vielen gedient \u2013 208 Bytes sind nicht viel, doch da jeder f&uuml;r einen Tastendruck steht ist das nur f&uuml;r Formeln ausreichend. Obige Formel w&uuml;rde mit einer Eingabe z. B. nur 11 Bytes belegen.<\/p>\n<p>Ich meine das Casio mal seine Produktpalette ver&auml;ndern sollte. Anstatt zig verschiedene Schulrechner mit immer mehr Funktionen anzubieten vielleicht mal obige Punkte &uuml;berdenken und einen preiswerten Rechner f&uuml;r Ingenieure kreieren.  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/79a3758fbb7d4628817fe6af5b60c237\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da meine allgemeinen Blogs recht popul&auml;r sind, probiere ich es mal heute mit einem Test oder Erfahrungsbericht, das ist ja auch derzeit \u201cin\u201d. Wie ich schon mal geschrieben habe, habe ich mir vor einigen Wochen den Taschenrechner Casio FX-991ES zugelegt. Dazu nun meine Erfahrungen. Zuerst mal die Erwartungshaltung. 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