{"id":4112,"date":"2010-12-29T10:15:23","date_gmt":"2010-12-29T09:15:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=4112"},"modified":"2010-12-29T10:15:23","modified_gmt":"2010-12-29T09:15:23","slug":"merkel-rettet-die-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2010\/12\/29\/merkel-rettet-die-welt\/","title":{"rendered":"Merkel rettet die Welt!"},"content":{"rendered":"<p>Der folgende Brief ist fiktiv, nicht jedoch das Anliegen.<\/p>\n<p>Liebe Frau Bundeskanzlerin,<\/p>\n<p>Da Ihnen das Thema Bildung und Forschung so sehr am Herze h&auml;ngt, m&ouml;chte ich Sie auf einen Missstand aufmerksam machen: Den Verfall der astronomischen Forschung in Deutschland. Seit der sozialliberalen Koalition hat Deutschland kein Gro&szlig;teleskop mehr in Betrieb genommen. W&auml;hrenddessen hat der Instrumentenbau gro&szlig;e Fortschritte gemacht. Waren die in den siebziger Jahren in Betrieb genommenen 2,5 und 3 m Teleskop noch auf der H&ouml;he ihrer Zeit so sind sie heute eher kleine Instrumente. Aktuelle Teleskope verwenden Spiegel von 8 bis 12 m Gr&ouml;&szlig;e.<\/p>\n<p>Deutschland hat eine lange astronomische Tradition. Kepler entdeckte die nach ihm benannten Gesetze, Herschel den Planeten Uranus, Galle war an der Entdeckung von Neptun beteiligt. Herzsprung bestimmte die Spektralklassen der Sterne, Frauenhofer entdeckte die Absorptionslinien von Elementen in der Sonne und erfand den farbreinen Achromaten. Weizen&auml;cker kl&auml;rte den nach ihm benannten Fusionszyklus in den Sternen auf.<!--more--><\/p>\n<p>Deutschland ist eine Astronomienation mit einer fast 500 Jahre alten Tradition. Doch seit 30 Jahren wurden keine Investitionen mehr in neue Instrumente get&auml;tigt. Inzwischen verf&uuml;gen Nationen ohne diese Tradition und mit geringerer wirtschaftlicher Macht &uuml;ber leistungsf&auml;higere Instrumente so Japan, S&uuml;dafrika und Spanien.<\/p>\n<p>Deutschland ger&auml;t in Gefahr astronomisches Entwicklungsland zu werden, wenn es dies nicht schon ist. Daher m&ouml;chte ich Ihnen ein Programm vorschlagen, das sowohl &ouml;ffentlichkeitswirksam ist wie auch der astronomischen Forschung in Deutschland n&uuml;tzt.<\/p>\n<p>Die Erde wird immer wieder von Asteroiden getroffen, welche die Erdbahn kreuzen. Diese werden als NEO (Near Earth Objects) bezeichnet. Kleine K&ouml;rper hinterlassen einen Krater von etwa 1 km Durchmesser, gr&ouml;&szlig;ere bis zu 200 km. Jedoch sind solche &auml;u&szlig;erst selten. Kleine K&ouml;rper, die jedoch eine Stadt ausl&ouml;schen k&ouml;nnen, sind durchaus eine Gefahr f&uuml;r unsere Zivilisation, da ein Einschlag auch in einem Zeitraum eines Menschenlebens wahrscheinlich ist. Der letzte Einschlag ging 1911 in Sibirien nieder &#8211; zum Gl&uuml;ck in damals unbewohntem Land.<\/p>\n<p>Die NASA hat die Aufgabe? bekommen, bis 2020 alle K&ouml;rper mit einem Durchmesser von 140 m zu finden. Ein solcher Asteroid hinterl&auml;sst beim Einschlag immerhin einen 2 km gro&szlig;en Krater und zerst&ouml;rt alles Leben in einem Gebiet 20 bis 30 km Radius. Sollte sich nicht auch Deutschland der Aufgabe verschreiben diese Gefahr f&uuml;r die Menschheit aufzusp&uuml;ren?<\/p>\n<p>Hier mein Vorschlag f&uuml;r ein Programm, das Deutschland rund 100 Millionen Euro, verteilt &uuml;ber 6 Jahre, also nur 16 Millionen Euro pro Jahr kosten w&uuml;rde. F&uuml;r eine solche Summe w&auml;re der Bau von zwei 6 bis 7 m Teleskopem m&ouml;glich. Das ist zwar noch nicht im Bereich der Weltliga, die bei etwa 8 m Gr&ouml;&szlig;e anf&auml;ngt, verglichen mit den existierenden Instrumenten stellt es aber einen Quantensprung dar.<\/p>\n<p>F&uuml;r diese Summe w&auml;re der Bau zweier identischer Instrumente m&ouml;glich. Je eines f&uuml;r die Nordhalbkugel und S&uuml;dhalbkugel. Mindestens zwei Instrumente sind notwendig, da bestimmte Bereiche des Himmels nur auf jeweils einer Halbkugel zug&auml;nglich sind. Mehr Teleskope, um vor allem auch eine bessere zeitliche Abdeckung zu erhalten w&auml;ren w&uuml;nschenswert, doch da Deutschland nicht das einzige Land ist das sich an dieser Suche beteiligt nicht unbedingt n&ouml;tig. Der Bau von zwei identischen Instrumenten spart Kosten, da die Entwicklungskosten nur einmal anfallen. Nach dem Bau des ersten k&ouml;nnte an das Zweite gegangen werden, wodurch auch die Finanzierung gleichm&auml;&szlig;ig erfolgen kann und es keine Spitze gibt. Eine Ausdehnung des Programmes w&auml;re nat&uuml;rlich auch m&ouml;glich. Optimal um den gesamten Nachthimmel l&uuml;ckenlos zu &uuml;berwachen w&auml;ren je drei Instrumente auf der Nord und S&uuml;dhalbkugel, jeweils um 120 L&auml;ngengrade voneinander entfernt.<\/p>\n<p>Nach der abgeschlossenen Suche von NEO&#8217;s k&ouml;nnten die Instrumente auch f&uuml;r die allgemeine astronomische Forschung genutzt werden. Teleskope k&ouml;nnen mit modernisierter Ausr&uuml;stung sehr lange eingesetzt werden, w&auml;hrend Teleskop und Geb&auml;ude praktisch nicht ver&auml;ndert werden. Die derzeit &auml;ltesten im Einsatz wurden in den zwanziger Jahren erreichtet. Es handelt sich also um eine sehr dauerhafte Investition.<\/p>\n<p>Weitere positive Effekte w&auml;re die Festigung des Deutsch-Amerikanischen Verh&auml;ltnisses durch die Zusammenarbeit mit der NASA. Weiterhin ben&ouml;tigen die zahlreichen zu entdeckenden Asteroiden Namen, die aus dem derzeitigen Kabinett oder der CDU\/CSU\/FDP Fraktion kommen k&ouml;nnen. Das w&uuml;rde die Entscheidung f&uuml;r die Abgeordneten sicher vereinfachen, wenn sie w&uuml;ssten, das ein Himmelsk&ouml;rper nach Ihnen benannt wird. Wenn ein solcher Asteroid wirklich die Erde treffen k&ouml;nnte w&auml;re das rechtzeitige Entdecken sehr wichtig. So k&ouml;nnte die betroffene Region evakuiert werden und viele Menschen gerettet werden. Es gibt hier die einmalige Chance eine Katastrophe zwar nicht zu verhindern, aber die Folgen zu minimieren. &Uuml;ber das positive Presseecho (Stichwort: &#8222;Merkel rettet die Welt&#8220;) denke ich sind wir uns einig.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p>\n<p>Ihr Bernd Leitenberger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Brief ist fiktiv, nicht jedoch das Anliegen. Liebe Frau Bundeskanzlerin, Da Ihnen das Thema Bildung und Forschung so sehr am Herze h&auml;ngt, m&ouml;chte ich Sie auf einen Missstand aufmerksam machen: Den Verfall der astronomischen Forschung in Deutschland. Seit der sozialliberalen Koalition hat Deutschland kein Gro&szlig;teleskop mehr in Betrieb genommen. 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