{"id":4183,"date":"2011-01-16T11:03:15","date_gmt":"2011-01-16T10:03:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=4183"},"modified":"2011-01-16T11:03:15","modified_gmt":"2011-01-16T10:03:15","slug":"gemietete-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/01\/16\/gemietete-anwendungen\/","title":{"rendered":"Gemietete Anwendungen?"},"content":{"rendered":"\n<p>Gestern lass ich in der ct eine Satire als Editional, welche das Konzept der Tintenstrahldrucker auf ein ipad &uuml;bertr&auml;gt &#8211; ohne &quot;virtuelle Tinte&quot; bleibt der Bildschirm wei&szlig;, daf&uuml;r kostet das ipad nur 39,80 &#8364;. Ich dachte mir beim Durchlesen &#8211; das w&auml;re f&uuml;r mich, der sich f&uuml;r so was nur als Buch-Ersatz interessiert sogar interessant &#8211; da braucht man wenig virtuelle Tinte, zumindest verglichen mit Bildern, Webseiten und Videos.<\/p>\n<p>Irgendwie erinnerte mich das Grundkonzept &#8211; f&uuml;r die Nutzung von Hardware zu zahlen &#8211; an was anderes, das nun nach 10 Jahren erst im Kommen ist. Mitte der neunziger Jahre propagierte Larry Ellison, Chef von Oracle den Netzcomputer. Wenn man sich ihn so h&ouml;rt, hat er recht &#8211; warum soll man einen Computer installieren, dauernd auf dem neuesten Stand halten und daf&uuml;r noch viel Geld f&uuml;r die Hardware ausgeben? Er sagte damals, dass kann man sich doch alles aus dem Netz holen. Der Computer w&auml;re ein Thin Client, also nur Prozessor mit Speicher und Netzanschluss.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aus Anwendersicht ist das sicher ein viel einfacher zu wartbares Ger&auml;t. Ellisons Gedanke war wohl auch, dass die Karten neu gemischt werden &#8211; Microsoft h&auml;tte da keine Macht mehr gehabt, auch wenn der Hersteller nat&uuml;rlich durch die Bootvorgaben noch mehr Macht hat als heute Microsoft.<\/p>\n<p>Das ist damals gescheitert, dass es weder die dazu notwendigen Breitbandnetze gab, noch einen Prozessor der Java schnell genug ausf&uuml;hren konnte &#8211; Java war als interpretierte, plattform&uuml;bergreifende Sprache mit den F&auml;higkeiten f&uuml;r Remote Access als Sprache auserkoren.<\/p>\n<p>Heute ist beides verf&uuml;gbar, aber weil ein PC heute weniger als die H&auml;lfte von damals kostet und die Festplatte, die man als einziges einsparen kann, davon vielleicht 50 bis 80 Euro ausmacht gibt es so was nicht im Consumermarkt, ich habe die Dinger aber schon bei B&uuml;roarbeitspl&auml;tzen gesehen. Dort l&auml;uft aber normales Windows drauf und nur ein Fileserver &uuml;bernimmt das Hosten aller Daten inklusive Backups.<\/p>\n<p>Was aber wiederkommen k&ouml;nnte, ist das Grundkonzept: Ich installiere mir eine Anwendung nicht lokal, muss mich um die Updates etc. k&uuml;mmern, sondern ich nutze sie nur &uuml;bers Web. Microsoft und Google entwickeln schon Online-Offices. Die sind noch nicht f&uuml;r alle geeignet, was vielleicht daran liegt das es noch immer zu langsam ist &#8211; ich denke mit Java sollte es schnell genug gehen, aber meistens wird mit Ajax gearbeitet.<\/p>\n<p>Ich wei&szlig; auch nicht ob Office als eine Anwendung die man recht h&auml;ufig benutzt und die auch ziemlich komplex ist. Aber wenn ich mal Revue passieren lasse &#8211; so viele Anwendungen benutze ich nicht regelm&auml;&szlig;ig &#8211; Openoffice, WebExpression, Delphi, PicturePublisher und einige Tools. Viele Sachen braucht man aber nicht regelm&auml;&szlig;ig. Manche dinge sind nach einiger Zeit langweilig, so viele Spiele9. Warum also nicht nur f&uuml;r die Nutzung zahlen. Einen Dienst f&uuml;r die Online Steuererkl&auml;rung gibt es schon &#8211; solange kostenlos, bis man sie abschicken will, was nat&uuml;rlich auf einen Bezahlservice rausl&auml;uft, denn wer will denn alles nochmal dann in das Formular von Hand eintragen.<\/p>\n<p>Die Steuererkl&auml;rung, die man nur einmal pro Jahr ausf&uuml;llen muss ist sicher auch daf&uuml;r pr&auml;destiniert. Das ganze ist auch grafisch nicht anspruchsvoll. Nur zeigt sich da auch der Nachteil des ganzen: In der Regel werden dann auch die Daten extern lagern. Das mag mehr Sicherheit in Bezug auf Ausf&auml;lle von Festplatten geben, denn ich gehe mal davon aus, dass diese Server als RAID mit Backup angelegt sind. Auf der anderen Seite liegen dann pers&ouml;nliche Daten beim Anbieter &#8211; am brisantesten vielleicht die Steuererkl&auml;rung. Da geh&ouml;rt schon viel Vertrauen in den Service. Doch denke ich kann man das l&ouml;sen indem alle Daten bei Erstellen mit einem Passwort verschl&uuml;sselt werden &#8211; es muss dann beim &Ouml;ffnen erneut eingegeben werden. Wird das Passwort als Basis f&uuml;r eine sichere Verschl&uuml;sselung wie AES genutzt, dann sollte aber auch das Problem gel&ouml;st sein.<\/p>\n<p>Wie der eine oder andere bemerkt hat, gab es am Freitag erst sp&auml;t einen Blog und Samstags gar keinen &#8211; zum einen, weil ich am Freitag nun meine Vorlesungen halte, also wenig Zeit habe. Zum andern fallen mir gerade nicht so viele Themen ein. Es w&auml;re mal Zeit f&uuml;r ein paar Gastblogs&#8230;<\/p<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern lass ich in der ct eine Satire als Editional, welche das Konzept der Tintenstrahldrucker auf ein ipad &uuml;bertr&auml;gt &#8211; ohne &quot;virtuelle Tinte&quot; bleibt der Bildschirm wei&szlig;, daf&uuml;r kostet das ipad nur 39,80 &#8364;. 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