{"id":563,"date":"2009-01-09T12:37:10","date_gmt":"2009-01-09T11:37:10","guid":{"rendered":"http:\/\/bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=563"},"modified":"2023-06-15T08:42:22","modified_gmt":"2023-06-15T06:42:22","slug":"fluessiges-methan-als-raketentreibstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2009\/01\/09\/fluessiges-methan-als-raketentreibstoff\/","title":{"rendered":"Fl&uuml;ssiges Methan als Raketentreibstoff?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_563\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"563\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Zuerst einmal: Was ist der Vorteil von Methan? Methan ist eigentlich nur ein Kohlenwasserstoff, aber ein besonderer. Normale Kohlenwasserstoffe haben sehr lange Ketten An jedem Kohlenstoffatom sitzen zwei Wasserstoffatome. An den Enden gibt es dann jeweils eines mehr. Aber durch den Gehalt an Alkenen und ringf&ouml;rmigen Molek&uuml;len weist Kerosin, der &uuml;bliche Kohlenwasserstoff in der Summe in etwa die Zusammensetzung C<sub>n<\/sub>H<sub>2n<\/sub> auf. Auf ein Kohlenstoffatom kommen zwei Wasserstoffatome. Methan hat die Summenformel CH<sub>4<\/sub>. Oftmals wird auch von LNG (Liquid natural Gas) gesprochen. Verfl&uuml;ssigtes Erdgas besteht zu 90% aus Methan.<!--more--><\/p>\n<p>Methan enth&auml;lt also doppelt so viel Wasserstoff wie Kerosin. Das hat zwei positive Auswirkungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Energiegehalt ist h&ouml;her: Er betr&auml;gt bei st&ouml;chiometrischer Verbrennung 13.9 MJ\/kg (LOX+CH4), gegen&uuml;ber 10.3 MJ\/kg bei LOX\/Kerosin. Dies liegt daran dass die Verbrennung von Wasserstoff viel mehr Energie liefert als die von Kohlenstoff. Reiner Kohlenstoff liegt bei 8,94 MJ\/kg und reiner Wasserstoff bei 15,92 MJ\/kg. Alle werte beziehen sich auf die st&ouml;chiometrische Verbrennung und beinhalten auch den Sauerstoff, da dieser bei Raketen auch zum Treibstoff geh&ouml;rt.<\/li>\n<li>Die mittlere molare Masse der Verbrennungsprodukte ist geringer und betr&auml;gt 26.7 gegen&uuml;ber 31.<\/li>\n<li>Verglichen mit dem Wasserstoff (15.9 MJ\/kg, Molmasse 18) liegt Methan zwischen Kerosin und Wasserstoff sowohl was die Energie wie auch die Molmasse angeht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch was sind die Nachteile? Fl&uuml;ssiges Methan hat eine niedrige Dichte von 0.42 und ist nur zwischen -183 und -162 \u00b0C fl&uuml;ssig. Kerosin dagegen hat eine Dichte von 0.8 bis 0,85 g\/kg und siedet erst bei rund 180 \u00b0C (Werte f&uuml;r JP-1 den meist eingesetzten Treibstoff, Kerosin ist ein Synonym f&uuml;r ein breites Gemisch an Kohlenwasserstoffen, es gibt auch Gemische die erst bei 300\u00b0C verdampfen). Es ist also wie fl&uuml;ssiger Wasserstoff ein volumin&ouml;ser Treibstoff und es ist nicht bei Zimmertemperatur fl&uuml;ssig, bzw. der Temperaturbereich in dem es fl&uuml;ssig bleibt ist nur 21\u00b0C gro&szlig;.<\/p>\n<p>De Fakto habe ich damit einen kryogenen Verbrennungstr&auml;ger mit denselben Anforderungen an die Technik, wie fl&uuml;ssiger Wasserstoff. Die Frage ist: Lohnt sich der &Uuml;bergang von Kerosin auf Methan?<\/p>\n<p>Ich muss sagen, dass ich lange Zeit selbst Probleme hatte zu verstehen, warum Wasserstoff so viel mehr Aufwand macht, als fl&uuml;ssiger Sauerstoff, der ja schon immer als Oxydator verwendet wurde. Meine Vorstellung war: Sicher, die Temperatur ist niedriger und man braucht gr&ouml;&szlig;ere Tanks und eventuell verdampft etwas von dem Wasserstoff, weil der Temperatur-Bereich, in dem er fl&uuml;ssig ist, kleiner ist und er eine geringere Dichte hat, also das Verh&auml;ltnis Oberfl&auml;che\/Volumen gr&ouml;&szlig;er ist. Doch was macht das aus? F&uuml;r die Beanspruchung von Materialen macht es keinen Unterschied ob es -180 oder -250 Grad sind. Bei beiden Temperaturen sind Kunststoffe die bei Raumtemperatur weich sind, hart wie Stein und Metall steif und kaum dehnbar. Mir wurde es erst klar, als ich mich mehr mit der Technik eines Raketentreibwerks besch&auml;ftigt habe. Fl&uuml;ssiger Sauerstoff als Oxydator hat in einem Raketentriebwerk einen einfachen Weg: Ein Teil wird im Gasgenerator verbrannt und erzeugt das Arbeitsgas f&uuml;r die Turbine. Der Rest wird durch die Turbopumpe in die Brennkammer gedr&uuml;ckt und dort verbrannt. Das ist nicht viel mehr Aufwand wie f&uuml;r eine Pumpe die auch Wasser f&ouml;rdert (die ersten Turbopumpen der A-4 stammten von Pumpen f&uuml;r die Feuerwehr ab). Durch die gro&szlig;e Dichte haben Turbopumpen f&uuml;r fl&uuml;ssigen Sauerstoff auch noch gut beherschbare Drehzahlen, typisch zwischen 6000 und 13.000 Umdrehungen pro Sekunde.<\/p>\n<p>Der Verbrennungstr&auml;ger hat mehr Funktionen. Als erstes einmal wird mit dem Verbrennungstr&auml;ger jedes Lager und jedes bewegliche Teil geschmiert. Die M&ouml;glichkeit einen eigenen Schmierstoff zu nutzen, scheidet bei Methan oder Wasserstoff wegen der niedrigen Temperaturen aus. Dann wird mit dem Verbrennungstr&auml;ger die Brennkammer und D&uuml;se gek&uuml;hlt. Weiterhin h&auml;ngt die Leistung der Turbopumpe von dem transportierten Volumen ab, nicht vom Gewicht. Die LOX Turbopumpe des Vulcain 2 hat z.B. eine Leistung von 5.1 MW bei 12.600 U\/min. Die f&uuml;r den Wasserstoff muss siebenmal weniger Gewicht f&ouml;rdern, hat aber eine Leistung von 14.1 MW bei 35.500 U\/min weil Wasserstoff eine 16 mal geringere Dichte als Sauerstoff hat.<\/p>\n<p>Nun zu den Herausforderungen, die Wasserstoff als Verbrennungstr&auml;ger f&uuml;r die Technik stellt:<\/p>\n<ul>\n<li>Schmieren muss mit einem Medium erfolgen, dass nur zwischen -259 und -252 \u00b0C fl&uuml;ssig ist<\/li>\n<li>Dasselbe gilt f&uuml;r die K&uuml;hlung von Brennkammer und D&uuml;se: Kerosin kann sich auf bis zu +180 \u00b0C erhitzen (andere Kohlenwasserstoffe sogar bis +300\u00b0) und dadurch gro&szlig;e W&auml;rmemengen aufnehmen bevor es verdampft (der Dampf k&uuml;hlt wegen der geringeren Dichte nat&uuml;rlich erheblich schlechter) und dabei ist eine Wasserstoff\/Sauerstoff Verbrennung hei&szlig;er als die von Kerosin\/LOX, es muss also mehr W&auml;rme abgef&uuml;hrt werden. Man muss also mit Dampf k&uuml;hlen und damit muss die K&uuml;hlung sehr ausgereift sein. Fehlstartursache der ersten Ariane 5 ECA war, dass die Brennkammer und D&uuml;se im Vakuum nicht ausreichend gek&uuml;hlt wurde, ein Ph&auml;nomen dass bei den Bodentestes nicht auftrat, da hier die Umgebungsluft noch W&auml;rme aufnahm und abtransportierte. Sie brannte durch und die Rakete verlor an Schub.<\/li>\n<li>W&auml;hrend bei Kerosin und Sauerstoff in etwa gleiche Volumina gef&ouml;rdert werden m&uuml;ssen, ist der Unterschied bei Wasserstoff und Sauerstoff so gro&szlig;, das es schwer ist die beiden Turbopumpen durch eine gemeinsame Turbine zu betreiben, mit einem einfachen &Uuml;bersetzungsgetriebe. Die hohen Drehzahlen, die eine Wasserstoffpumpe erfordern macht oft eine zweistufige Pumpe n&ouml;tig, weil es schwer ist mit nur einer Stufe sie zu erzeugen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sind die technischen Herausforderungen bei Wasserstoff. doch wie sieht es bei Methan aus? Nicht viel besser. Der Bereich in dem es fl&uuml;ssig ist, ist ebenfalls nur etwa 20 K gro&szlig;. Methan verdampft bei niedrigen Temperaturen wenn auch etwas h&ouml;heren als Wasserstoff. Ein Treibstoff von -180 Grad Celsius muss bewegliche Teile schmieren, wodurch diese aus Materialen hergestellt werden m&uuml;ssen die bei diesen Temperaturen nicht aneinander haften. Etwas besser sind die Anforderungen an die Turbopumpe. Das gef&ouml;rderte Volumen ist nur 60% gr&ouml;&szlig;er als bei Kerosin.<\/p>\n<p>In der Summe hat man also einen Antrieb mit nahezu den gleichen technischen Anforderungen, die auch den Einsatz von Wasserstoff teurer machen, als den von Kerosin. Aber bringt es wenigstens etwas? Nein, denn der spezifische Impuls ist nur wenig gr&ouml;&szlig;er. Ich will dies an zwei Beispielen zeigen. Zum einen am Vergleich real existierender bzw. projektierten Triebwerke f&uuml;r Erststufen, Oberstufen oder Satellitenantreiben.<\/p>\n<table cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Triebwerk<\/th>\n<th>NK-33<\/th>\n<th>RD-170<\/th>\n<th>Vulcain 2<\/th>\n<th>SSME<\/th>\n<th>Volga<\/th>\n<th>RL-10A-3<\/th>\n<th>RL-10A-3 Methan<\/th>\n<th>EADS 500 N Triebwerk<\/th>\n<th>Aerojet 445 N Triebwerk<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Treibstoff<\/td>\n<td>LOX\/Kerosin<\/td>\n<td>LOX\/Kerosin<\/td>\n<td>LOX\/LH2<\/td>\n<td>LOX\/LH2<\/td>\n<td>LOX\/LCH4<\/td>\n<td>LOX\/LH2<\/td>\n<td>LOX\/CH4<\/td>\n<td>MMH\/NTO<\/td>\n<td>LOX\/Methan<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brennkammerdruck<\/td>\n<td>145.7 Bar<\/td>\n<td>300 Bar<\/td>\n<td>118 Bar<\/td>\n<td>220 Bar<\/td>\n<td>?<\/td>\n<td>28 bar<\/td>\n<td>28 bar<\/td>\n<td>11-18 bar<\/td>\n<td>11,2 &#8211; 14,4 Bar<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>spezifischer Impuls Boden<\/td>\n<td>2923 m\/s<\/td>\n<td>3030 m\/s<\/td>\n<td>3118 m\/s<\/td>\n<td>3560 m\/s<\/td>\n<td>?<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>spezifischer Impuls Vakuum<\/td>\n<td>3247 m\/s<\/td>\n<td>3305 m\/s<\/td>\n<td>4256 m\/s<\/td>\n<td>4462 m\/s<\/td>\n<td>3530 m\/s<\/td>\n<td>4365 m\/s<\/td>\n<td>3400 m\/s<\/td>\n<td>3187 m\/s<\/td>\n<td>3109 &#8211; 3138 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Das zweite sind Berechnungen mit dem NASA FCEA Programm. Diesmal mit folgenden Eckwerten:<\/p>\n<ul>\n<li>Brennkammerdruck: 80 Bar<\/li>\n<li>Fl&auml;chenverh&auml;ltnis: 100<\/li>\n<li>Verbrennung mit 30% &Uuml;berschuss an RP-1\/Lh2\/Methan<\/li>\n<li>werte f&uuml;r eingefrorenes Gelichgewicht<\/li>\n<\/ul>\n<table cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Treibstoff<\/th>\n<th>LH2\/LOX<\/th>\n<th>CH4\/LOX<\/th>\n<th>Kerosin\/LOX<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verbrennungsverh&auml;ltnis<\/td>\n<td>1\/6,10<\/td>\n<td>1\/3,06<\/td>\n<td>1\/2,62<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>spezifischer Impuls<\/td>\n<td>4225,8 \/ 4374,8 m\/s<\/td>\n<td>3416,8 \/ 3515,8 m\/s<\/td>\n<td>3263,1 \/ 3356,1 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verbrennungstemperatur:<\/td>\n<td>3514 K<\/td>\n<td>3505.6 K<\/td>\n<td>3695,2 K<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In der Summe erreicht man mit Methan also etwa 200-300 m\/s mehr gegen&uuml;ber Kerosin, aber immer noch 700-800 m\/s weniger als mit Wasserstoff\/Sauerstoff. Die Frage ist: Ist dies den Aufwand wert? Meiner Meinung nach nein. Der Gewinn von 200 m\/s steht in keinem Verh&auml;ltnis zum Aufwand. Das gilt auch f&uuml;r andere Antriebe, so setzt die NASA ja das RS-68 in der Ares V ein, obwohl der spezifische Impuls dem eines SSME unterlegen ist, aber es ist preiswerter zu produzieren. Ich denke das gilt noch mehr f&uuml;r Methan, das in weiten Teilen die gleichen Herausforderungen wie fl&uuml;ssiger Wasserstoff stellt, ohne das man den Vorteil des hohen spezifischen Impulses als Nutzen hat.<\/p>\n<p><!--werbungbeginn--> <!--#include virtual=\"nav\/werbung1.html\"--> <!--werbungend--><\/p>\n<p>Was derzeit erprobt wird, ist nicht Kerosintriebwerke auf Methan umzur&uuml;sten, sondern LOX\/LH2 Antriebe auf Methan. Diese sind schon an die kryogenen Treibstoffe angepasst. Beim RL-10 wurde dies schon in den sechziger Jahren erprobt. Der Vorteil liegt in zwei Punkten: Gegen&uuml;ber Wasserstoff sind die Tanks kleiner (Das Mischungsverh&auml;ltnis betr&auml;gt typisch 2,6 bis 3,5 gegen&uuml;ber 5,5 bis 6. Selbst unter Ber&uuml;cksichtigung dessen sind die Tanks nur ein drittel so gro&szlig; wie bei Wasserstoff. Damit sind sie auch leichter.<\/p>\n<p>Das Triebwerk hat einen h&ouml;heren Schub. Wird gleich viel Sauerstoff gef&ouml;rdert, so resultiert durch das h&ouml;here Mischungsverh&auml;ltnis und die h&ouml;here Dichte ein gr&ouml;&szlig;erer Treibstoffdurchsatz. Beim RL-10 w&auml;ren es 147 zu 99 kN gewesen.<\/p>\n<p>Zuletzt ist die Temperatur die aufrecht erhalten muss n&auml;her an der von Sauerstoff und auch der Bereich in dem Methan fl&uuml;ssig ist, n&auml;her an Sauerstoff. Dies ist wichtig wenn man den Treibstoff l&auml;ngere Zeit k&uuml;hl halten muss wie bei Mondmissionen. Hier wurde das RK-10 in einer abgewandelten Version untersucht. Methan wurde gew&auml;hlt, weil es problematisch w&auml;re Wasserstoff mit den gro&szlig;en Tanks und niedrigem Siedepunkt \/ kleinem Temperaturbereich in dem er fl&uuml;ssig ist, fl&uuml;ssig zu halten. Das RL-10 wurde untersucht, weil es im Schub reduzierbar ist, was f&uuml;r Mondlander notwendig ist. Es wurde aber nie mit lagerf&auml;higen Treibstoffen getestet (die man beim Apolloprojekt f&uuml;r dieselbe Aufgabe einsetzte), daher griff man zu LOX\/Methan.<\/p>\n<p>Das DLR hat in einer Studie untersucht, ob Methan bei einer widerverwendbaren Erststufe einen Gewichtsvorteil bringt. Da die Tanks gr&ouml;&szlig;er als bei Kerosin sind, eine Isolation erfordern, stieg dei Leermasse an. Dis hatte bei einer Wiederverwendung dann Auswirkungen auf andere Systeme (Fl&uuml;gelfl&auml;che, Treibstoff zum Erreichen des Startplatzes, Schub der triebwerke9, sodass als Folge die stufe schwerer w&auml;re als mit LOX\/Kerosin. Dies kann bei einer nicht wiederverwendbaren Rakete anders sein, doch ein h&ouml;heres Leergewicht wird in jedem falle etwas von dem Gewinn durch den h&ouml;heren spezifischen Impuls aufzehren.<\/p>\n<h4>Links<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dtic.mil\/cgi-bin\/GetTRDoc?AD=ADA467945\">Fully Reusable Access to Space Technology<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ntrs.nasa.gov\/archive\/nasa\/casi.ntrs.nasa.gov\/20100042393_2010045316.pdf\">100-Lb(f) LO2\/LCH4 Reaction Control Engine Technology Development for Future Space Vehicles<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=3&amp;cad=rja&amp;ved=0CD0QFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.la.dlr.de%2Fra%2Fsart%2Fpublications%2Fpdf%2F2002-5235.pdf&amp;ei=-jbZUfDmEYLVOZzfgZAN&amp;usg=AFQjCNEii0Z5yl3lwBC3D1OfiXiCAvoc4g&amp;sig2=rcthnw2if7HeTgLC3aaZOQ\"> Comparative Study of Kerosene and&nbsp;Methane&nbsp;Propellants for &#8211; DLR<\/a><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/19d39730f7df4daea4e5fd96b9b2d691\" width=\"1\" height=\"1\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/dc0321eaae18448e92abb25e50239e1b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_563\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"563\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Zuerst einmal: Was ist der Vorteil von Methan? Methan ist eigentlich nur ein Kohlenwasserstoff, aber ein besonderer. Normale Kohlenwasserstoffe haben sehr lange Ketten An jedem Kohlenstoffatom sitzen zwei Wasserstoffatome. An den Enden gibt es dann jeweils eines mehr. 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Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Am 13.ten Oktober plant Space den n\u00e4chsten Start eines Starships, den elften insgesamt und den letzten eines Starship V2, von dem wie vom Starship V1 sechs St\u00fcck gebaut wurden, eines wurde aber schon vor dem Start am 18. Juni bei einem Probecountdown zerst\u00f6rt, als eine Stickstoff-Druckgasflasche in der Nutzlastsektion explodierte.\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/54bff6c362394707a9e7b98da907e517","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18605,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/13\/artemis-berechnungen\/","url_meta":{"origin":563,"position":5},"title":"Artemis-Berechnungen","author":"Bernd Leitenberger","date":"13. 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