{"id":7018,"date":"2012-09-07T13:31:00","date_gmt":"2012-09-07T11:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=7018"},"modified":"2012-09-07T13:31:00","modified_gmt":"2012-09-07T11:31:00","slug":"warum-der-mars-nicht-bewohnbar-ist-das-wasser-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/09\/07\/warum-der-mars-nicht-bewohnbar-ist-das-wasser-teil-1\/","title":{"rendered":"Warum der Mars nicht bewohnbar ist &#8211; Das Wasser Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Teil zwei der kleinen Untersuchung warum Marskolonien recht problematisch werden ist das Wasser. Scjauen wir uns zuerst einmal an wie es auf der Erde aussieht, Die Erde ist zu 70% mit Wasser bedeckt, Es sind insgesamt 1,4 Milliarden Kubikkilometer, was einer Kugel von von 1.400 km Gr&ouml;&szlig;e entspricht. Die Erde hat so viel Wasser wie die mittelgro&szlig;en Monde des Saturn oder Uranus (Tethys, Dione, Rhea, Iapetus, Ariel, Umbriel, Oberon und Miranda haben in etwa diese Gr&ouml;&szlig;e und bestehen auch vornehmlich aus Eis). Der Teil 1 kommt heute, und Teil 2 dann morgen.<!--more--><\/p>\n<p>Auf derEerde ist der gr&ouml;&szlig;te Teil Salzwasser in den Meeren. (rund 96,5%)\u00a0 Es entstand weil das Wasser leichtl&ouml;sliche Salze &uuml;ber Millionen von Jahren aus dem Gestein l&ouml;ste. Das betraf vor allem die Ionen Natrium und Chlorid, die gut wasserl&ouml;slich sind und kaum im Gestein gebunden werden. Dagegen wurde das Kalium durch Gesteine fixiert. Nur 3,5% des Wassers sind S&uuml;&szlig;wasser, die H&auml;lfte davon ist relativ immobil an den Polen fixiert. Die Menschheit und alle Lebeweisen auf dem Land leben von den restlichen 23,4 Millionen Kubikkilometern, von denen auch das meiste als Grundwasser kaum verf&uuml;gbar ist. Nur rund 250.000 km\u00b3 sind die Wassermengen die wir wahrnehmen in Form von Regen, B&auml;chen, Fl&uuml;ssen und Seen. Das sind weniger als 0,18% des gesamten Wassers.<\/p>\n<p>So gesehen sollte eine Marskolonie eigentlich mit wenig Wasser auskommen, zumal man es ja auch wiederverwendet. Neben der Funktion als Trinkwasser, zum Bew&auml;ssern oder als L&ouml;sungsmittel f&uuml;r Abfallstoffe gibt es einen Aspekt der schwerer bezifferbar ist: Der Einfluss auf das Klima. Wir leben heute mit so viel Wasser um uns, das es schwer m&ouml;glich ist uns vorzustellen, wie die Erde mit wenig Wasser aussehen w&uuml;rde. Aber es gibt einige Indizien, Hier einige Einfl&uuml;sse des Wassers auf unser Klima:<\/p>\n<p>Wasser vermindert die Temperaturextreme. Geht man in Europa, auf demselben Breitengrad immer weiter nach Osten, z.B. &uuml;ber spanien &#8211; Frankreich &#8211; Deutschland &#8211; nach Russland so wird das Klima immer &#8222;kontinentaler&#8220;, das bedeutet die Tagestemperaturen steigen an, die Nachttemperaturen fallen stark ab. Wir entfernen uns vom Atlatik und dem Golfstrom. Wasser hat anders als der Erdboden eine sehr gro&szlig;e W&auml;rmekapazit&auml;t, das bedeutet es speichert tags&uuml;ber W&auml;rme, die auch viel tiefer eindringt (je nach Klarheit erreichen Lichtstrahlen bis 100 m Tiefe) und nachts gibt es die W&auml;rme an die Luft wieder ab. Zudem erzeugt erw&auml;rmtes wasser Str&ouml;mungen, die dazu f&uuml;hren, das st&auml;ndig neues Wasser W&auml;rme aufnehmen kann. Damit wird aber auch W&auml;rme umverteilt, sodass k&uuml;stennahe n&ouml;rdliche oder s&uuml;dliche Regionen weitaus w&auml;rmer sind als die im Landesinneren gelegenen Gebiete. Deis betrifft die Jahrsmitteltemperaturen. Wasser heizt sich tags&uuml;ber nicht so stark auf wie Erdboden, speichert aber die W&auml;rme und gibt sie des Nachts ab, daher sind die Temperaturextreme &uuml;ber den Tag geringer. Deutlich wird dies in W&uuml;stengebieten, wo es Tags&uuml;ber +%0\u00b0 C hei&szlig; werden kann, aber nachts die Temperatur unter den Gefrierpunkt f&auml;llt. Bedingt durch den Temperaturunterschied zwischen Land und Wasser kommt es auch zu Windstr&ouml;mungen die k&uuml;hlen und &uuml;ber dem wasser zu Wolkenbildung die dann ins Land ziehen und sich ausregnen. Besonders an der K&uuml;ste ist dies Extrem, es gibt dann ein mildes K&uuml;stenklima, wie man sieht wenn man K&uuml;stenregionen mit dem Landesinneren vergleicht (S&uuml;dk&uuml;ste von Spanien mit dem Landesinneren, Mittelmeerk&uuml;ste der T&uuml;rkei mit dem Landesinneren). Gerade das Mittelmeer und das schwarze Meer zeigen wie nicht einmal gro&szlig;e Wasserfl&auml;chen (verglichen mit den Ozeanen) das Klima beeinflussen k&ouml;nnen. Im Extremfall reichen dazu sogar Seen, wie die Insel Mainau mit mediterranem Klima inmitten des Bodensees zeigt.<\/p>\n<p>Regenwolken bilden sich vor allem &uuml;ber dem Wasser und die meisten regnen auch dort zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus. Sie entstehen durch die Verdunstung von Wasser und der Auskondensation in der k&uuml;hlen Luft. Sie ziehen dann &uuml;bers Land und regnen dort auch aus. Ohne gro&szlig;e Wasserfl&auml;chen g&auml;be es keinen Regen. Damit w&uuml;rde aber auch ein Gro&szlig;teil des von uns S&uuml;&szlig;wassers, das schlussendlich fast alles auf Regen zur&uuml;ckgeht, der irgendwann in B&auml;chen, Fl&uuml;ssen oder Seen landet wegfallen.<\/p>\n<p>Allerdings ist die Betrachtung sehr stark vereinfacht. So bilden sich auch durch die W&auml;rmeunterschiede Meerestr&ouml;mungen die genau gegenteilige Effekte haben k&ouml;nnen. Zwei Beispiele sind der Golfstrom, der daf&uuml;r sorgt, dass in Europa das Klima recht warm ist, an der K&uuml;ste Amerikas wo er entsteht, aber kaum der Effekt des milden Klimas zum Tragen kommt und der kalte Benguela Strom aus der Antarktis, der dazu f&uuml;hrt, dass sich an der Westk&uuml;ste von S&uuml;dafrika praktisch keine Regenwolken &uuml;ber dem Meer bilden, Als Folge ist ein 2000 km langer K&uuml;stentriefen nur W&uuml;ste &#8211; die Namib W&uuml;ste.<\/p>\n<p>Wir k&ouml;nnen uns aber vorstellen wie das Klima aussehen w&uuml;rde, wenn sich das Wasser sehr ung&uuml;nstig verteilen w&uuml;rde. In dem sp&auml;ten Perm und der fr&uuml;hen Trias bildet sich der Superkontinent Pang&auml;a. In ihm waren praktisch alle heutigen Kontinente vereinigt. Als Folge waren die meiste Fl&auml;che weit vom Ozean entfernt und es bildet sich im inneren ein hei&szlig;es W&uuml;stenklima. Die starke Erw&auml;rmung der Landmasse f&uuml;hrte dazu, dass die warme Luft aufs Meer trieb und nicht umgekehrt, sodass man auch nicht damit rechnen konnte, das viel Wasser durch Regen ins Landesinnere drang. global war es daher vor allem trocken. Die Hauptgesteinsformation die in der Trias gebildet wurde ist daher auch der Buntsandstein &#8211; eine bis zu mehrere Hundert Meter dicke Gesteinsschicht aus Sand, der &uuml;ber Jahrmillionen durch Temperatur und Druck zu einem Gestein verbunden wird. Sand gibt es in reichlicher form in der W&uuml;ste und das ist auch der Grund f&uuml;r seine Entstehung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil zwei der kleinen Untersuchung warum Marskolonien recht problematisch werden ist das Wasser. Scjauen wir uns zuerst einmal an wie es auf der Erde aussieht, Die Erde ist zu 70% mit Wasser bedeckt, Es sind insgesamt 1,4 Milliarden Kubikkilometer, was einer Kugel von von 1.400 km Gr&ouml;&szlig;e entspricht. 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