{"id":7034,"date":"2012-09-11T00:58:57","date_gmt":"2012-09-10T22:58:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=7034"},"modified":"2012-09-14T12:58:54","modified_gmt":"2012-09-14T10:58:54","slug":"terraforming-mars-teil-3-nur-noch-ein-paar-kleinere-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/09\/11\/terraforming-mars-teil-3-nur-noch-ein-paar-kleinere-probleme\/","title":{"rendered":"Terraforming Mars &#8211; Teil 3, nur noch ein paar kleinere Probleme&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich mich in den ersten beiden Teilen damit auseinandergesetzt habe, dass es wahrscheinlich nicht m&ouml;glich sein wird, die <a href=\"\/terraforming-mars-athmosphaere.shtml\"> Atmosph&auml;re soweit umzugestalten<\/a>, dass der Mars bewohnbar wird und er dann auch noch recht <a href=\"\/terraforming-mars-wasser.shtml\">wenig Wasser<\/a> f&uuml;r ein gem&auml;&szlig;igtes Klima hat, will ich heute noch einige Dinge ansprechen, die genauso wichtig sind.<\/p>\n<h3>Langfristige Bahn- und Klima&auml;nderungen<\/h3>\n<p>Mars ist ein kleiner Planet, nahe Jupiter, und er hat noch kleinere Monde. Dies hat zwei Folgen. Zum einen st&ouml;rt die Anziehungskraft von Jupiter seine Umlaufbahn. Die Exzentrizit&auml;t schwankt. Es gibt einen Zyklus, der eine Periode von 1,7 Millionen Jahre hat. Dazu kommt ein zweiter Zyklus. Mit einer Periode von 2,5 Millionen Jahren schwankt die Neigung der Rotationsachse. Unser Mond stabilisiert die Neigung der Rotationsachse der Erde. Die kleinen Marsmonde k&ouml;nnen dies nicht.<!--more--><\/p>\n<p>Heute hat der Mars eine Bahn mit einer Neigung von 1,85 Grad zur Ekliptik mit einer Exzentrizit&auml;t von 0,0935. Innerhalb des ersten Zyklus kann die Bahnneigung zwischen 0 und 8 Grad schwanken und die Exzentrizit&auml;t zwischen 0 und 0,12. Die Neigung der Rotationsachse zur Bahnebene betr&auml;gt heute 25,3 Grad. Hier sind die Schwankungen noch h&ouml;her, mit Extremwerten von 0 bis 80 Grad. So kommt es dazu, dass bei g&uuml;nstiger Kombination beider Parameter alle paar Millionen Jahre eine Hemisph&auml;re &uuml;ber Monate von der Sonne beschienen wird und gleichzeitig der Mars f&uuml;r diese Zeit nahe der Sonne ist. Das f&uuml;hrt dazu, dass kurzfristig die Temperaturen soweit ansteigen, dass der Permafrost auftaut. Das freiwerdende Wasser bildet zusammen mit dem Boden Schlamm. Wird die Polkappe beschienen, verdampft das Kohlendioxideis und die Atmosph&auml;re wird dichter. Das hebt den Sublimationspunkt von Wasser weiter an und steigert den Treibhauseffekt. Es gibt &Uuml;berflutungen und Sedimentablagerungen. Erreicht der Mars das Aphel, so sinken die Temperaturen und das Wasser friert wieder aus. Damit k&ouml;nnen j&uuml;ngere &Uuml;berflutungsereignisse erkl&auml;rt werden.<\/p>\n<p>F&uuml;r das Leben h&auml;tte dies gravierende Folgen. Es w&uuml;rde hei&szlig;en, dass sich die Jahreszeiten und die Gebiete mit gem&auml;&szlig;igtem Klima innerhalb von wenigen Millionen Jahren drastisch &auml;ndern. Im Extremfall (Neigung der Rotationsachse 80\u00b0, Exzentrizit&auml;t 0,12, ist es so, dass die Pole und die polnahen Gebiete f&uuml;r ein halbes Marsjahr lang &#8222;Polartag&#8220; haben, also die Sonne nie untergeht. Der andere Pol liegt dagegen &uuml;ber diese Zeit im Schatten, diese Situation ist mit Uranus vergleichbar, der auch eine Neigung von 98\u00b0 hat (entspricht 82\u00b0 zur Senkrechten). Durch die hohe Exzentrizit&auml;t n&auml;hert sich dieser eine Pol dann der Sonne auf 200 Millionen km, w&auml;hrend der andere Pol, wenn er von der Sonne beschienen wird, 256 Millionen km von der Sonne entfernt ist. Es ist schwer vorstellbar, wie diese eine Zivilisation meistern kann. Am Pol im Schatten m&uuml;ssten die Temperaturen weit unterhalb der Werte in der Antarktis sinken. Wenn man vorher nur gem&auml;&szlig;igtes Klima am &Auml;quator hat, dann m&uuml;sste am Pol, der der Sonne ausgesetzt ist, die Temperaturen auf das Niveau in W&uuml;stengebieten steigen (die Aufschmelzvorg&auml;nge, die wir kennen bedingen, dass die Temperaturen um mindestens 55\u00b0C h&ouml;her liegen als heute und diese kommen anscheinend regelm&auml;&szlig;ig vor). Schon jetzt sind die Jahreszeiten auf dem Mars sehr viel ausgepr&auml;gter als auf der Erde. Heute schwankt sogar durch das Ausfrieren der Atmosph&auml;re der Luftdruck um 25%% (7-9 mbar am Viking 1 Landeplatz). Diese Schwankungen werden bei noch gr&ouml;&szlig;erer Exzentrizit&auml;t noch gr&ouml;&szlig;er sein, schlie&szlig;lich erh&auml;lt der Mars bei einer Exzentrizit&auml;t von 0,12 im Aphel nur nur 62% der Energie des Perihels. (Auf der Erde betragen die Schwankungen nur 6,3% &#8211; dies bewirkt, dass die Sommer und Winter auf der S&uuml;dhalbkugel etwas extremere Temperaturen haben, da die Erde am 3. Januar den sonnenn&auml;chsten Punkt (Perihel) durchl&auml;uft).<\/p>\n<h3>Kein Schutz vor dem Sonnenwind<\/h3>\n<p>Problem Nummer zwei ist das fehlende Magnetfeld. Die Erde hat einen fl&uuml;ssigen Erdkern, der durch die Gezeitenkr&auml;fte unseres Mondes fl&uuml;ssig gehalten wird. Er bewirkt Str&ouml;mungen, Reibung und damit eine Verfl&uuml;ssigung und durch die Str&ouml;mungen auch ein Magnetfeld. Das Magnetfeld lenkt geladene Teilchen wie die von der Sonne ausgehenden Protonen und Elektronen, den Sonnenwind um. &Uuml;ber den Polen, wo es sich &ouml;ffnet da hier die Magnetfeldlinien senkrecht zur Oberfl&auml;che sind, k&ouml;nnen die Teilchen eindringen und sie werden dann in zwei Strahlungsg&uuml;rteln (einen f&uuml;r Elektronen und einen f&uuml;r Protonen) gesammelt. Das Erdmagnetfeld schirmt uns aber auch vor kosmischer Strahlung von Galaxien und stellaren Quellen (Supernovae) ab.\u00a0Das fehlende Magnetfeld kann praktisch nicht kompensiert werden. Die Atmosph&auml;re schirmt zus&auml;tzlich ab, sodass die Strahlenbelastung auf der ISS h&ouml;her als auf der Erde ist, verl&auml;sst man jedoch einen Erdorbit so steigt sie stark an. Wenn selbst die NASA, also nicht gerade fanatische Mars-Expeditionsbef&uuml;rworter davon spricht, dass Astronauten zum Mars ihre Familienplanung abgeschlossen haben sollten und im mittleren Alter sein sollten, (wegen den zu erwartenden Genver&auml;nderungen und der Cancerogenit&auml;t der Strahlung), dann d&uuml;rfte klar sein, dass wir niemals auf dem Mars so leben, k&ouml;nnen wir auf der Erde, also ohne Schutz. Nat&uuml;rlich ist auch so keine Landwirtschaft m&ouml;glich, denn auch bei den Pflanzen und Tieren w&uuml;rden bald Mutationen auftreten. Wenige Generationen auf dem Mars und die &uuml;ber Jahrtausende gez&uuml;chteten Kulturpflanzen w&auml;ren nicht mehr wiederzuerkennen.<\/p>\n<p>Das zweite ist, ob die Atmosph&auml;re des Mars und damit auch die Bedingung, dass man &uuml;berhaupt auf der Oberfl&auml;che leben kann, von Bestand ist. Dar&uuml;ber wissen wir zu wenig. Schon die Verlustrate der heutigen Atmosph&auml;re ist unbekannt. Sch&auml;tzungen aufgrund von Messungen der Ionen im Weltraum gehen weit auseinander. Eine Extrapolation von den jetzigen 6,1 mb Bodendruck auf 200 mb wie sie bei einer reinen Sauerstoffatmosph&auml;re vorliegt sind daher eher spekulativ. Die Problematik ist folgende: Der Mars hat eine Fluchtgeschwindigkeit von 5 km\/s, vergleichen mit 11 km\/s bei Erde und Venus. Gase haben bei einer bestimmten Temperatur eine bestimmte mittlere Geschwindigkeit. Bei der Atmosph&auml;re des Mars liegt diese im Mittel unter 1 km\/s. Doch das ist nur die mittlere Geschwindigkeit. Ein kleiner Teil der Molek&uuml;le ist schneller und kann die Atmosph&auml;re verlassen. Auf der Erde sind dies Wasserstoff und Helium. Beim Mars alle Gase. Das ist der Grund, warum die Atmosph&auml;re so d&uuml;nn ist und warum sie kaum Stickstoff enth&auml;lt: Er ist mit Atommasse 28 noch leichter als das Kohlendioxid und leichte Molek&uuml;le sind schneller. Einen Teil der Molek&uuml;le verliert der Planet schon alleine durch die geringe Fluchtgeschwindigekit. Ein gr&ouml;&szlig;erer Teil durch den Sonnenwind. Der Sonnenwind, das sind Protonen mit einer Geschwindigkeit von rund 400 km\/s. Treffen sie auf ein Molek&uuml;l oder ein Ion\/Atom der Atmosph&auml;re (in der oberen Atmosph&auml;re sind Molek&uuml;le oft durch die UV-Strahlung ionisiert oder in Atome gespalten), so &uuml;bertragen sie diese Energie auf das Molek&uuml;l. Dieses hat nun einer h&ouml;here Geschwindigkeit als die Fluchtgeschwindigkeit und kann den Planeten verlassen. Der Sonnenwind bl&auml;st richtiggehend die Atmosph&auml;re weg.<\/p>\n<p>Der n&auml;chste Marsorbiter MAVEN wird genauere Zahlen &uuml;ber die Verlustrate der heutigen Marsatmosph&auml;re liefern. Eine Interpretation auf die Vergangenheit ist daher hoch spekulativ. Was wir allerdings wissen, ist, dass in der Fr&uuml;hzeit des Mars es eine Atmosph&auml;re gab, bei der Wasser fl&uuml;ssig &uuml;ber l&auml;ngere Zeit blieb. Das zeigen die Erosionsspuren aus der noachischen Periode. Es gibt kaum Krater aus dieser Zeit, die wie beim Mond &#8222;frisch&#8220; aussehen, sondern alle sind erodiert, mit Sedimenten aufgef&uuml;llt und abgeschliffen worden. So auch der Gale Krater in dem gerade Curioisty landete. Dazu m&uuml;sste es auf dem Mars mindestens 55\u00b0C w&auml;rmer als heute gewesen sein, was eine erheblich dichtere Atmosph&auml;re mit einem hohen Bodendruck und Treibhausgasen voraussetzt. Etwa vor 3,5 Milliarden Jahren fror das Wasser aus, weil die Temperaturen sanken, wahrscheinlich durch den Verlust der Atmosph&auml;re. Die Frage ist nur, wie schnell dies geschah. Wenn wir von 100 Millionen Jahren reden, so ist das nichts, was eine Zivilisation k&uuml;mmern m&uuml;sste, wenn es nur um den Verlust der Atmosph&auml;re geht. Es k&ouml;nnte aber auch in einer Million Jahre geschehen, was bedeuten w&uuml;rde, dass die gesamten Wasservorr&auml;te des Planeten bald verbraucht w&auml;ren, um den so verlorenen Sauerstoff zu generieren. Vom Energiebedarf ganz zu schweigen.<\/p>\n<h3>Die Oberfl&auml;chenschwerkraft<\/h3>\n<p>Was auf Dauer problematisch wird ist die geringe Gravitation. Sie betrifft nicht nur die Fluchtgeschwindigkeit der Gase, sondern auch die Oberfl&auml;chenschwerkraft. Bei uns betr&auml;gt diese Beschleunigung (Konstante g) 9,81 m\/s\u00b2. Auf dem Mars sind es 3,71 m\/s\u00b2 oder 0,376 des Erdwertes. Was das bedeutet, kennt man andeutungsweise von den Mondspazierg&auml;ngen: Alles wiegt auf dem Mars nur 0,376 dessen wie auf der Erde. Was f&uuml;r eine bemannte Expedition von Vorteil ist (so k&ouml;nnen die Astronauten einen schweren Raumanzug mit Rucksack in dem das Lebenserhaltungssystem steckt tragen, auch wenn dieser auf der Erde zu schwer w&auml;re), hat weitreichende Folgen f&uuml;r eine dauerhafte Siedlung. Die Evolution l&auml;uft zwar nicht zielgerichtet, jedoch haben Lebewesen, die besser an die Umwelt angepasst sind Vorteile. Das kann auch zur R&uuml;ckbildung f&uuml;hren. So wissen wir, das Tiere die in H&ouml;hlen leben, oft blind sind &#8211; ihre Augen n&uuml;tzen ihnen nichts mehr. Bei Walen sind die Vordergliedma&szlig;en zur Flossen geworden, aber die Hinteren Gliedma&szlig;en sind verk&uuml;mmert. Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass Kolonisten auf dem Mars sich an die niedrige Schwerkraft anpassen werden. Das Skelett wird d&uuml;nner werden, da es weniger tragen muss und der Muskelapparat wird verk&uuml;mmern weil we weniger Gewicht bewegen muss. Wer nun meint, dass der Mensch weil er ja f&uuml;r die Sorge tr&auml;gt, die in der freien Natur sterben w&uuml;rde, unter anderem auch Behinderte, von der Evolution abgekoppelt sei, der sei an zwei Beispiele erinnert: &#8222;Normal&#8220; in vielen Kulturen ist, dass Erwachsene keine Milch vertragen, da das Enzym Laktase nach der S&auml;uglingsperiode kaum noch gebildet wird. In Mitteleuropa, aber auch anderen Teilen der Welt, wo Viehwirtschaft sehr wichtig ist, ist aber das genaue Gegenteil der Fall. Die meisten vertragen Milch. Genetische Untersuchungen zeigten, dass in Mitteleuropa diese Mutation innerhalb von 40 Generationen sich durchsetzte: Anstatt 5% vertrugen danach 90% der Bev&ouml;lkerung Milch. Auch bemerken Anthropologen, dass der Kopfumfang bei Babys seit Jahrzehnten ansteigt. Fr&uuml;her starben M&uuml;tter mit den Kindern bei der Geburt, wenn der Kopf nicht mehr durch den Geburtskanal passte. Diese Mutation konnte sich so nicht durchsetzen. Danach kamen die Kinder per Kaiserschnitt zur Welt. Als Erwachsene zeugen sie weitere Kinder, die diese Mutation dann auch aufweisen. Die Folge ist, dass der Kopfumfang von Kindern seit Jahrzehnten in Deutschland ansteigend ist. Selbst wenn wir keine besonderen Ma&szlig;nahmen treffen , k&ouml;nnten auf dem Mars Personen die leichtgewichtiger und filigraner sind, erfolgreicher in Sport sein, Idole werden und das allgemeine Sch&ouml;nheitsideal pr&auml;gen und so langsam die Population sich &auml;ndern, weil diese mehr Chancen haben Kinder zu bekommen, als muskul&ouml;se Typen.<\/p>\n<p>Die Folge k&ouml;nnte sein, dass in einigen Jahrzehnten die Marskolonisten nur noch auf dem Mars existieren k&ouml;nnen, aber nicht zur&uuml;ck zur Erde, weil sie der Schwerebeschleunigung nicht standhalten. Selbst wenn es keine Sch&auml;den wie Knochenbr&uuml;che gibt, so w&auml;re ihre Kondition nicht ausreichend, denn ihre Leistung ist ja auf den Mars ausgerichtet und die viel geringere Beschleunigung = geringeres K&ouml;rpergewicht (das Gewicht ist ja anders als die Masse von der Schwerkraft abh&auml;ngig). Das w&auml;re wie wenn auf der Erde jemand der 80 kg wiegt nun pl&ouml;tzlich 142 kg Gewicht zugeladen bekommt. Gleichm&auml;&szlig;ig verteilt h&auml;lt das vielleicht noch das Skellet aus, aber man hat nicht mehr die Kraft sich damit zu bewegen oder Arbeit zu verrichten. Eine R&uuml;ckkehr zur Erde w&auml;re so unm&ouml;glich, aber vielleicht w&auml;ren diese Kolonisten die besseren Astronauten f&uuml;r Langezeitfl&uuml;ge, weil die Differenz zwischen 0,376 g und 0 g kleiner ist als wie zwischen 1 g und 0 g.<\/p>\n<h3>In der Summe<\/h3>\n<p>Was bleibt? Der Mars wird nie wie die Erde werden. Selbst wenn man mit sehr hohem Aufwand eine atembare Atmosph&auml;re erzeugt, dann ist dies eine fast reine Sauerstoffatmosph&auml;re. Um die Temperaturen stabil zu halten, m&uuml;sste man potente Treibhausgase aussto&szlig;en, die nicht unproblematisch sind. Diese Atmosph&auml;re ist dann jedoch sehr brandf&ouml;rdernd, weil der inerte Stickstoff fehlt und es gibt keine Ozonschicht, da auch Fluoridradikale Ozon zerst&ouml;ren, wenn auch nicht so stark wie Chlor, doch daf&uuml;r ben&ouml;tigt man dieses Gas in viel h&ouml;herer Konzentration. Ohne Schutz wird man die Marsoberfl&auml;che nicht betreten k&ouml;nnen und Landwirtschaft wird wohl eher unter Glas oder in Wasserbecken (Hydrokulturen) ohne Ozonschicht m&ouml;glich sein.<\/p>\n<p>Wasser gibt es auf dem Mars in zu geringer Menge f&uuml;r ein global gem&auml;&szlig;igtes Klima. Nur kleine Regionen, wo sich das Wasser sammelt, wenn es mal so warm ist, dass es global taut, werden ein angenehmes Klima haben, der Rest des Planeten wird w&uuml;stenartig sein, mit extremen Temperaturschwankungen. Selbst dann aber bleibt dieser Zustand durch die Bahnver&auml;nderungen durch Jupiter und den Atmosph&auml;renverlust nicht stabil. Gegen die Problematik, dass aber die Kosmische Strahlung auch bei einer dichten Atmosph&auml;re bis zum Marsboden durchdringen w&uuml;rde, gibt es nach heutigem Stand kein Mitttel. Wir k&ouml;nnen kein Magnetfeld der Gr&ouml;&szlig;e, die daf&uuml;r ben&ouml;tigt w&uuml;rde, induzieren. Der einzige m&ouml;gliche Schutz (wenn wir einen wie die Erde ohne Schutzanzug bewohnbaren Mars haben wollen) besteht darin eine viel dickere Atmosph&auml;re aufzubauen, die dann durch ihre Dicke eine entsprechende Schutzwirkung hat. Doch dann reden wir nicht mehr von 0,2 bar Bodendruck, sondern einigen Bar Bodendruck. Diesen zu erzeugen wird fast unm&ouml;glich sein, und ob der Mensch darin dauerhaft auf dem Mars leben kann, ist auch noch offen.<\/p>\n<p>Links: <a href=\"http:\/\/www.mars.asu.edu\/christensen\/advancedmarsclass\/haberle_JGR1998.pdf\">Early Mars Climate Modells<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich mich in den ersten beiden Teilen damit auseinandergesetzt habe, dass es wahrscheinlich nicht m&ouml;glich sein wird, die Atmosph&auml;re soweit umzugestalten, dass der Mars bewohnbar wird und er dann auch noch recht wenig Wasser f&uuml;r ein gem&auml;&szlig;igtes Klima hat, will ich heute noch einige Dinge ansprechen, die genauso wichtig sind. 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