{"id":7352,"date":"2012-11-29T17:33:36","date_gmt":"2012-11-29T16:33:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=7352"},"modified":"2013-06-03T13:03:04","modified_gmt":"2013-06-03T11:03:04","slug":"die-spektralklassen-der-sterne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/11\/29\/die-spektralklassen-der-sterne\/","title":{"rendered":"Die Spektralklassen der Sterne"},"content":{"rendered":"<p>Hall&ouml;chen, heute etwas sp&auml;ter der heutige Blog, aber ich\u00a0hatte\u00a0viel zu tun und es dauerte auch einige Zeit ihn zu schreiben. Daf&uuml;r ist er etwas l&auml;nger und morgen gibt es keinen &#8211; au&szlig;er ich kann Hans n&auml;chstes Musikr&auml;tsel starten, bisher hat er ja noch nichts gesagt ob das alte gel&ouml;st ist. Heute geht es um Sterne, Farebn, Spektralklassen und was wir daraus folgern k&ouml;nnen. Bei Interesse kann ich auch mal was Nachlegen &uuml;ber das Leben und Sterben der Sterne.<!--more--><\/p>\n<p>Unsere Sonne ist ein G2V Stern &#8211; wie kommt es zu dieser Bezeichnung und was sagen einem die Spektralklassen der Sterne? Zeit dem einmal nachzugehen. Dass Sterne farbig sind, kann man schon mit dem blo&szlig;en Auge sehen. Zumindest bei den hellen Sternen reicht ihre Helligkeit aus, auch die Farbrezeptoren anzuregen. Sirius ist wei&szlig;, Beteigeuze ist rot und Aldebaran ist gelb. Daher versuchte man schon fr&uuml;h die Sterne anhand der Farben zu ordnen. Doch jenseits von subjektiven Einordnungen ist Farbe ein schweres Thema und viele Sterne sind auch im Teleskop zu schwach um mit dem blo&szlig;en Auge die Farbe zu erkennen.<\/p>\n<p>Der erste Ansatz kam im neunzehnten Jahrhundert auf, als man erstmals die Photographie nutzte um Sterne zu untersuchen. Der erste Ansatz war es ein Sternfeld zweimal unter gleichen Bedingungen zu fotografieren, einmal mit einer Fotoplatte mit einem im blauen Spektralbereich empfindlichen Farbstoff, und einmal mit einem im gelben Spektralbereich empfindlichen Farbstoff. Ein Stern mit blauer oder wei&szlig;er Farbe ist auf der einen Platte mit dem blauen Farbstoff viel heller, mit einer orangenen oder roten Farbe dagegen auf der anderen Platte und Sterne wie die Sonne, die gelb sind (eigentlich liegt das Strahlungsmaximum der Sonne im gr&uuml;nen Spektralbereich, nur hat noch niemand bei Sternen eine gr&uuml;ne Farbe beobachtet) ist auf beiden Platten in etwa ungef&auml;hr stark zu sehen.<\/p>\n<p>Es entstand der B-V Index (B f&uuml;r Blau, 450 nm Wellenl&auml;nge (blau) und bei 548 nm (visuell) genannt. Der Buchstabe B wurde f&uuml;r Blau und V f&uuml;r Visuell vergeben. Manchmal wurde auch noch eine Ultravioletthelligkeit (U bei 340 nm) hinzugenommen f&uuml;r die es auch spezialisierte Fotoplatten gab. Unterhalb von 340 nm absorbiert die Erdatmosph&auml;re das licht sehr stark und weit jenseits des roten Spektralbereichs sinkt die Empfindlichkeit von fotografischem Film stark ab.\u00a0 Zur Klassifizierung wurde dann die die Differenz B-V gebildet. Sie ist bei der Sonne in etwa 0, bei blauen Sternen wie Sirius leicht negativ und kann bei roten Sternen sehr positiv sein, Beteigeuze hat z.B. ein B-V= 3.<\/p>\n<p>Sp&auml;ter erkannte man dass die Farbe eine direkte Funktion der Oberfl&auml;chentemperatur ist, und konnte so diese Berechnen. Der Zusammenhang ist linear nach dem Wienschen Versicherungsgesetz:<\/p>\n<p>\u03bb (max) = 2897,9 \/ T (in Kelvin)<\/p>\n<p>F&uuml;r die Sonne mit einer Oberfl&auml;chentemperatur von 5780 K erh&auml;lt man so 501,3 nm als Strahlungsmaximum. Eine weitere Erkenntnis, die man machte ist, dass die Energieabgabe nicht linear ansteigt, sondern in der vierten Potenz. Ein Stern mit einer Oberfl&auml;chentemperatur von 6000 K emittiert nicht doppelt so viel Energie wie einer mit 3000 K, sondern 16-mal so viel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" alt=\"Das Herzsprung-Russel Diagramm\" src=\"\/img\/hauptreihe.png\" width=\"1094\" height=\"1695\" \/>Den Durchbruch brachte die Spektroskopie. Dabei wird das Licht der Sterne in einzelne Spektralfarben aufgespalten. Man fand im Spektrum der Sonne zahlreiche Absorptionslinien. Sie entstehen, wenn das Licht der Sonne der Photosph&auml;re das dar&uuml;ber liegendene k&uuml;hlere Gas passiert. Elemente in dem Gas nehmen Energie auf, um ein Elektron von einer der inneren Schalen in die &auml;u&szlig;eren springen zu lassen. Die Energie ist abh&auml;ngig vom Energieunterschied und dieser ist wiederum von der Bahn und dem Element abh&auml;ngig. Dadurch konnte man die Zusammensetzung der Sonne bestimmen, indem man die Spektren mit Emissionsspektren vergleicht, die auf die gleiche Weise entstehen, wenn man einem Element (z.B. durch eine Flamme) Energie zuf&uuml;hrt. Dann senden sie genau die Energie aus, die beim R&uuml;ckfall der Elektronen von der angehobenen Bahn frei wird. Man fand sogar auf der Sonne ein Element, dass man auf der Erde nicht kannte und nannte es Helium nach Helios (&#8222;Sonne&#8220; im griechischen).<\/p>\n<p>Damit konnte man auch Spektren anderer Sterne aufnehmen und man begann ein Klassifikationssystem aufzubauen. Um 1890 schuf Pickering ein System, er ordnete die Sterne nach ihren Wasserstofflinien in Spektralklassen, beginnen von A mit den st&auml;rksten Spektrallinien bis O mit den schw&auml;chsten. Als man dieses System sp&auml;ter beibehielt, musste man einige Korrekturen machen. Einige Spektralklassen entfielen, sie waren unn&ouml;tig oder beruhten auf fehlerhaften Beobachtungen. Auf der anderen Seite entdeckte man einige neue wie die Spektralklassen R und S.<\/p>\n<p>Das System wird bis heute benutzt. Nur korreliert es nicht mit den Oberfl&auml;chentemperaturen, weshalb sich die Reihenfolge verschoben hat. Der Grund liegt in der Physik. Bei hohen Temperaturen reicht die Energie der Photonen aus, die Elektronen nicht nur in eine h&ouml;here Bahn anzuheben, sondern sie k&ouml;nnen\u00a0 das Atom verlassen, das Atom wird dann einfach ionisiert. Die St&auml;rke der Spektrallinien die auf dem Anheben der Bahnen beruht, nimmt ab und die Spektrallinien die auf einfach ionisiertem Wasserstoff zur&uuml;ckgehen nehmen zu. Diese Linien wurden von Pickering aber nicht zur Klassifikation genutzt. So wurde die Spektralklasse O so weit hinten positioniert, weil ihre Oberfl&auml;chentemperaturen von 20.000 K so hoch sind, dass dort praktisch nur noch ionisierter Wasserstoff und ionisierte h&ouml;here Elemente vorkommen und es fast keine Absorptionslinien von atomaren Wasserstoff gibt. Die heute g&uuml;ltige Reihenfolge ist OBAFGKMRNS. Das kann man sich mit dem Satz &#8222;Oh be a fine Girl kiss me right now Sweetheart&#8220; merken.<\/p>\n<p>Enjahr Herzsprung und sp&auml;ter\u00a0 Henry Russell kamen auf die Idee, die Sterne zu ordnen. Es entstand das Herzsprung-Russell Diagramm. Es gibt es in verschiedenen Auspr&auml;gungen. In der Y-Achse wird immer die Helligkeit des Sterns aufgetragen, wobei man die der Sonne gleich 1 setzt und in der X-Achse entweder die Oberfl&auml;chentemperatur oder die Spektralklasse. Da beide zusammenh&auml;ngen, erh&auml;lt man aber dieselbe Abbildung. Ein Stern unten links in diesem Diagramm hat Spektralklasse O9 und eine sehr niedrige Helligkeit, das sind eigentlich Gegens&auml;tze, die sich ausschlie&szlig;en. Anders sieht es in der rechten unteren Ecke aus. Dort hat ein Stern Spektralklasse M9 und ist sehr lichtschwach. Da die Spektralklasse M f&uuml;r sehr niedrige Oberfl&auml;chentemperaturen steht sind Sterne aus diesen Spektralklassen auch sehr lichtschwach.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"Beteigeuze\" src=\"\/img\/beteigeuze.jpg\" width=\"200\" height=\"200\" align=\"right\" \/>Links oben finden wir einen sehr leuchtkr&auml;ftigen Stern der Spektralklasse O, auch dies passt zusammen die O-Sterne sind sehr leuchtkr&auml;ftig, das liegt an den hohen Oberfl&auml;chentemperaturen von &uuml;ber 20.000 K. In der rechten oberen Ecke findet man Sterne die ebenfalls sehr leuchtkr&auml;ftig sind, aber nur rot leuchten. Auch diese Sterne gibt es: sind rote Riesen, Sterne die aufgrund eines enormen Durchmessers trotz der niedrigen Oberfl&auml;chentemperatur sehr leuchtstark sind. Beteigeuze ist in der N&auml;he der Ecke und er ist 200-mal gr&ouml;&szlig;er als die Sonne und einer der wenigen Sterne von denen es m&ouml;glich ist Bilder der Oberfl&auml;che anzufertigen (Bild rechts).<\/p>\n<p>Ziemt man eine Diagonale durch das Diagramm von unten rechts nach oben links, so hat man einen Anstieg der Leuchtkraft und einen Anstieg der Oberfl&auml;chentemperaturen, also einen nat&uuml;rlichen Zusammenhang und man findet dort die Hauptreihe. So benannt weil die meisten Sterne sich den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihres Lebens auf ihr aufhalten.<\/p>\n<p>Das Einsortieren aller Sterne in ein Diagramm hat einen Nachteil: Wir sehen Sterne in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens. Viele Hauptreihensterne der Klasse M haben sich seit ihrer Entstehung kaum ver&auml;ndert, da ihre Lebensdauer viel h&ouml;her ist als das Alter der Galaxis. Die O und B Sterne leben dagegen nur wenige Millionen Jahre und wir sehen nur wenige, die meisten die\u00a0 es je gab sind l&auml;ngst als Supernova explodiert. Wird ein Hauptreihenstern alt, so hat er wenig Wasserstoff im Kern, die Fusion wandert nach au&szlig;en und er wandert zuerst nahezu senkrecht nach oben, er wird leuchtkr&auml;ftiger, ver&auml;ndert aber nicht die Oberfl&auml;chentemperatur. Danach wird er zum roten Riesen und wird leuchtkr&auml;ftiger, er rutscht nach rechts, die Oberfl&auml;chentemperaturen sinken bis auf 2000 K. Das ist der Riesenast. Wenn ein Stern von etwa Sonnenmasse seinen Wasserstoff verbraucht hat, erlischt das nukleare Feuer im Inneren, die Gravitation zieht den Kern zusammen und die dabei freiwerdende Energie f&uuml;hrt zum Absprengen der &auml;u&szlig;eren Schichten. Es entsteht ein wei&szlig;er Zwerg &#8211; sehr hei&szlig; , weil der Kern ja vorher noch Millionen von Grad hei&szlig; war und selbst wenn er abk&uuml;hlt, dann nur langsam, aber leuchtschwach, denn dieser Kern ist typischerweise so gro&szlig; wie der Planet Uranus oder Neptun, also drei&szlig;igmal kleiner als die Sonne. Diese weisen Zwerge findet man unterhalb der Hauptreihe in einer weiteren Diagonale.<\/p>\n<p>Die weiteren &Auml;ste weiter oben kommen von Sternen die viel massiver als die Sonne sind. werden sie &auml;lter, so werden sie gr&ouml;&szlig;er, behalten aber die Helligkeit. Sie rutschen dann von den Spektralklassen O und B herunter zu K und M. Diese horizontal verlaufenden &Auml;ste nennt man Riesen&auml;ste, wobei man von Riesen, &Uuml;berriesen und Unterriesen spricht.<\/p>\n<p>Die Aufteilung der Spektralklassen ist nicht gleichm&auml;&szlig;ig. Es gibt mehr leuchtschwache als leuchtstarke Sterne, vergleichbar der Verm&ouml;gensaufteilung in Deutschland, wo es auch viel weniger Million&auml;re als arme gibt. Masse, Radius und Leuchtkraft sind hier auf die Sonne=1 bezogen.<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<th class=\"thlined\">Spektralklasse<\/th>\n<th class=\"thlined\">Masse<\/th>\n<th class=\"thlined\">Radius<\/th>\n<th class=\"thlined\">Leuchtkraft<\/th>\n<th class=\"thlined\">Temperatur<\/th>\n<th class=\"thlined\">Anteil<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">O<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&gt;16<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&gt;6,6<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&gt;30.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&gt; 33.000 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">~0.00003%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">B<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2,1 bis 16<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,8 bis 6,6<\/td>\n<td class=\"linedtable\">25.000 bis 30.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">10.000 bis 33.000 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,13%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">A<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,4 bis 2,1<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,4 bis 1,8<\/td>\n<td class=\"linedtable\">5 bis 25<\/td>\n<td class=\"linedtable\">7500 bis 10.000 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">F<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,04 bis 1,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,.15 bis 1,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,5 bis 5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">6.000 bis 7.500 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">G<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,8 bis 1,04<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,96 bis 1,15<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,6 bis 1,5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">5.200 bis 6.000 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">7,6%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,45 bis 0,8<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,7 bis 0,96<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,08 bis 0,6<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3.700 bis 5.200 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">12,1%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">M<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&lt;0,45<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&lt;0,7<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&lt;0,08<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2.000 bis 3.700 K<\/td>\n<td class=\"linedtable\">76,45%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Spektralklassen werden dann noch etwas feiner unterteilt wobei man die Ziffer 0 bis 9 anh&auml;ngt. 0 ist ein Stern der nahe an der n&auml;chst h&ouml;heren Spektralklasse angesiedelt ist und 9 einer der nahe der n&auml;chst niedrigen Klasse. 5 liegt gerade in der Mitte, ist also eher als typischer Vertreter einzustufen.<\/p>\n<p>Unsere Sonne hat den Spektraltyp G2, ist also n&auml;her an der Spektralklasse F als an der Spektralklasse K anzusiedeln. Man sieht dies auch am Radius und der Masse.<\/p>\n<p>Wie man sieht sind die meisten Sterne der Hauptreihe von der Spektralklasse M. Das hat zum einen den Grund, dass viel eher kleine als gro&szlig;e Sterne entstehen, es hat aber auch mit den Entstehungsgebieten und der Lebensdauer zu tun. Die Sterne kann man nach ihrem Ort in zwei Populationen unterscheiden. Die Population I besteht aus vorwiegend blauen Sternen (Spektraltyp O und B, sowie einige rote &Uuml;berreise findet man nur in den Spiralarmen, die Population II aus den Sternen von G-M dagegen in einem Halo rund um die Spiralarme. Nur in diesen gibt es gen&uuml;gend Gas um die sehr massiven Sterne des Typs O und B zu erzeugen. Da diese auch nur kurz leben, k&ouml;nnen sie sich nicht weit von ihrem Sternentstehungsort entfernen. Dagegen k&ouml;nnen die masse&auml;rmeren Sterne auch jenseits der extrem gasreichen Sternentstehungsgebiete entstehen und sie leben sehr lange, k&ouml;nnen also in den Milliarden die seit der Entstehung vergangen sind, aus den gasreichen Spiralarmen herausgewandert sein.<\/p>\n<p>Das f&uuml;hrt zur Lebensdauer von Sternen. Da die Leuchtkraft mit der 4-Fachen Potenz ansteigt, die Masse aber linear, gibt es auch eine Masse\/Leuchtkraftbeziehung. Sie steigt mit einer Potenz von 3,5. Die ungerade Potenz ergibt sich daraus, dass die Oberfl&auml;che mit steigender Masse auch ansteigt. Sprich: ein Stern mit 2 Sonnenmassen lebt nur 1\/2<sup>3,5<\/sup> = 1\/11,3 mal k&uuml;rzer als unsere Sonne. Die Sonne wird wahrscheinlich 8-9 Milliarden Jahre alt werden, ein Stern der Spektralklasse A mit zweifacher Sonnenmasse nicht mal eine Milliarde Jahre alt. Als Folge kommen wenn wir nach Planeten suchen auf denen <a href=\"\/exoplaneten-leben.shtml\">Leben entstehe<\/a>n kann, Sterne der Spektralklassen O-A nicht in Frage, da sie nicht lange genug dazu leben.<\/p>\n<p>Umgekehrt gibt es noch alle Sterne mit einer Masse von weniger als 0,8 Sonnenmassen. Ihre Lebensdauer ist gr&ouml;&szlig;er als das Alter der Galaxis, das auf 13 Milliarden Jahre gesch&auml;tzt wird. Die Extreme sind einige O-Sterne nur 3-4 Millionen Jahre alt werden und M9 Zwerge die 3 Billionen Jahre alt werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Zuletzt hat man dann die Sterne noch in Gruppen mit gleichen Eigenschaften eingeteilt. Die Gruppen wurden schon bei dem Herzsprung-Russeldiagramm besprochen. Es sind:<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr class=\"thlined\">\n<th class=\"thlined\">Population<\/th>\n<th class=\"thlined\">Mitglieder<\/th>\n<th class=\"thlined\">Beispiele<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">I<\/td>\n<td class=\"linedtable\">extrem leuchtkr&auml;ftige &Uuml;berreisen, Hyperriesen<\/td>\n<td class=\"linedtable\">S-doradus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">Ia<\/td>\n<td class=\"linedtable\">leuchtkr&auml;ftige &Uuml;berreise<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Beteigeuze, Deneb<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">Ib<\/td>\n<td class=\"linedtable\">weniger leuchtkr&auml;ftige &Uuml;berreisen<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Antares Canopus<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">II<\/td>\n<td class=\"linedtable\">helle riesen<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Polaris<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">III<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Riesen<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Arktur, Aldebaran, Capella<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">IV<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Unterreisen<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Procyon-A<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">V<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Heuptreihensterne (Zwerge)<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Sonne, Sirius-A, \u03b1-Centauri, Wega<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">sD oder VI<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Unterzwerge<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Kapetyns Stern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">D<\/td>\n<td class=\"linedtable\">weisse Zwerge<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Sirius-B, Procyon B<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Da unsere Sonne zur Hauptreihe geh&ouml;rt stellt man ihr noch ein V hinterher, daher kommt man zur Einstufung &#8222;G2V&#8220;. Mit dieser Kombination kann man ihren Durchmesser, Oberfl&auml;chentemperatur, Masse und ihre voraussichtliche Lebensdauer bestimmen.<\/p>\n<p>Hier die Daten einiger Beispiele:<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr class=\"thlined\">\n<th class=\"thlined\">Population<\/th>\n<th class=\"thlined\">Stern<\/th>\n<th class=\"thlined\">Spektralklasse<\/th>\n<th class=\"thlined\">Masse<\/th>\n<th class=\"thlined\">Leuchtkraft<\/th>\n<th class=\"thlined\">Radius<\/th>\n<th class=\"thlined\">Temperatur<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">I<\/td>\n<td class=\"linedtable\">S-Doradus<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A0<\/td>\n<td class=\"linedtable\">50<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1.000.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">390<\/td>\n<td class=\"linedtable\">8.510 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">Ia<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Deneb<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A2<\/td>\n<td class=\"linedtable\">20-25<\/td>\n<td class=\"linedtable\">250.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">200<\/td>\n<td class=\"linedtable\">8.400 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">Ia<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Beteigeuze<\/td>\n<td class=\"linedtable\">M1<\/td>\n<td class=\"linedtable\">20<\/td>\n<td class=\"linedtable\">55.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">662<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2.250 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">Ib<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Antares<\/td>\n<td class=\"linedtable\">M1<\/td>\n<td class=\"linedtable\">15-18<\/td>\n<td class=\"linedtable\">65.000<\/td>\n<td class=\"linedtable\">820<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3.500 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">IB<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Canopus<\/td>\n<td class=\"linedtable\">F0<\/td>\n<td class=\"linedtable\">15<\/td>\n<td class=\"linedtable\">13.800<\/td>\n<td class=\"linedtable\">71,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">7.500<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">II<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Polaris<\/td>\n<td class=\"linedtable\">F3<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3,9<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">6.900 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">III<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Arktur<\/td>\n<td class=\"linedtable\">K2<\/td>\n<td class=\"linedtable\">&lt;1,5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">210<\/td>\n<td class=\"linedtable\">25,7<\/td>\n<td class=\"linedtable\">4.290 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">III<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Capella<\/td>\n<td class=\"linedtable\">G5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3<\/td>\n<td class=\"linedtable\">75,8<\/td>\n<td class=\"linedtable\">10,8<\/td>\n<td class=\"linedtable\">4.100 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">IV<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Procyon<\/td>\n<td class=\"linedtable\">F5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,5<\/td>\n<td class=\"linedtable\">7,73<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,86<\/td>\n<td class=\"linedtable\">6.650 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">V<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Sirius-A<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A1<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2,12<\/td>\n<td class=\"linedtable\">25,4<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,711<\/td>\n<td class=\"linedtable\">9.900 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">V<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Wega<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A0<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2,20<\/td>\n<td class=\"linedtable\">37,3<\/td>\n<td class=\"linedtable\">2,73<\/td>\n<td class=\"linedtable\">10.000 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">V<\/td>\n<td class=\"linedtable\">\u03b1-Centauri<\/td>\n<td class=\"linedtable\">G2<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,105<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,504<\/td>\n<td class=\"linedtable\">1,224<\/td>\n<td class=\"linedtable\">5.810 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">sD oder VI<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Kapetyns Stern<\/td>\n<td class=\"linedtable\">M0<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,38<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,004<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,24<\/td>\n<td class=\"linedtable\">3.800 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">sD oder VI<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Groombridge 1830<\/td>\n<td class=\"linedtable\">G8<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,661<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,212<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,681<\/td>\n<td class=\"linedtable\">4.760 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">D<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Sirius-B<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A2<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,978<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,027<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,00864<\/td>\n<td class=\"linedtable\">25.200 K<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"linedtable\">D<\/td>\n<td class=\"linedtable\">Procyon B<\/td>\n<td class=\"linedtable\">A1<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,6<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,000548<\/td>\n<td class=\"linedtable\">0,08359<\/td>\n<td class=\"linedtable\">10.100 K<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hall&ouml;chen, heute etwas sp&auml;ter der heutige Blog, aber ich\u00a0hatte\u00a0viel zu tun und es dauerte auch einige Zeit ihn zu schreiben. 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