{"id":7367,"date":"2012-12-04T00:56:46","date_gmt":"2012-12-03T23:56:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=7367"},"modified":"2012-12-03T20:17:29","modified_gmt":"2012-12-03T19:17:29","slug":"stratolaunch-das-tragerflugzeug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/12\/04\/stratolaunch-das-tragerflugzeug\/","title":{"rendered":"Stratolaunch: Das Tr&auml;gerflugzeug"},"content":{"rendered":"<p>Heute erneut ein Gastblog, diesmal von &#8222;Flugzeugkarle&#8220; zum Konzept des Tr&auml;gerflugzeugs von Stratolaunch. Passend dazu gibt es auch folgende Meldung:<\/p>\n<p>Im November 2012 gab Stratolaunch bekannt, das OSC an die Stelle von <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Admin\/Documents\/Websites\/bernd-leitenberger\/spacex.shtml\">SpaceX<\/a> als Zulieferer der Tr&auml;gerrakete treten soll. SpaceX hat Probleme in den Produktionsstra&szlig;en zwei Versionen gleichzeitig zu produzieren und die &Auml;nderungen an der Falcon 9 sollen so gravierend sein, dass es zwei Versionen sind. Das wurde von SpaceX untersch&auml;tzt.<\/p>\n<p>Die Tr&auml;gerrakete von Stratolaunch soll 220 t wiegen. OSC verf&uuml;gt derzeit &uuml;ber die <a href=\"\/taurus-ii.shtml\">Antares<\/a>, die 60 t schwerer ist und die Minotaur IV\/V die aber viel leichter sind (83,4 t schwer). Die einfachste L&ouml;sung f&uuml;r das Gewichtsproblem d&uuml;rfte ein &#8222;Propellant off-loading&#8220; sein, also weglassen von Treibstoff in der ersten Stufe. &Auml;hnlich ging man auch bei den kleinen Versionen der Ariane 4 (40 und 42P) vor, weil diese mit vollen Tanks nicht abheben konnten. Wie allerdings die von Stratolaunch angegebene Nutzlast von 6 t so erreicht werden soll, wenn schon die normale Antares bei nur 5,1 t liegt ist zweifelhaft. Alleine der Verlust an Geschwindigkeit durch das Offloading ist h&ouml;her als der Gewinn durch einen Start in gro&szlig;er H&ouml;he und bei Mach 0,6.(<a href=\"http:\/\/www.spacenews.com\/article\/orbital-sciences-replaces-spacex-on-stratolaunch-project#.ULpmgIOyEUM\">Quelle<\/a>)<!--more--><\/p>\n<h3>Konfiguration &amp; <span style=\"text-decoration: underline;\">Bauweise<\/span><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"width: 60%;\" src=\"\/img\/Stratolaunch3.png\" alt=\"??????\" width=\"800\" height=\"450\" align=\"right\" \/>So ungew&ouml;hnlich die Anordnung der einzelnen Komponenten auf den ersten Blick wirkt, so logisch erschlie&szlig;t sie sich aus der Aufgabe. Die Nutzlast h&auml;ngt in der Mitte, im Schwerpunkt des Flugger&auml;ts. Dadurch vermeidet man Schwerpunktsprobleme nach dem Ausklinken. Schlie&szlig;lich wiegt die Rakete fast die H&auml;lfte des kompletten Ger&auml;ts. F&uuml;r die erforderliche Bodenfreiheit der Rakete ist der Fl&uuml;gel als Hochdecker ausgef&uuml;hrt, was zus&auml;tzlich den Vorteil hat, durchgehende Fl&uuml;gelholme bauen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Zur Unterbringung des imposanten Fahrwerks und als Leitwerkstr&auml;ger bietet sich folglich die Doppelrumpfkonfiguration an. Man kann davon ausgehen, dass die R&uuml;mpfe in erster Linie leer und unbedruckt sind; also keine Druckkabine haben. Nur das aufgesetzte Cockpit hat eine Druckkabine notwendig. Das macht die R&uuml;mpfe leicht. Der Rest der Rumpfstruktur gibt die Lasten des Fahrwerks an den Fl&uuml;gel weiter, stellt den Strukturverbund zu den Leitwerken her und wirkt ansonsten als aerodynamische Verkleidung f&uuml;r das Fahrwerk.<\/p>\n<p>Die sechs Triebwerke werden von zwei ausgeschlachteten B747-400 verwendet. Die Maschinen wurden von United Airlines (UA) gekauft, es muss sich laut Internetrecherche also um Pratt-Whitney PW4062 Triebwerke handeln. Die Motoren h&auml;ngen &#8211; klassisch &#8211; unter dem Fl&uuml;gel. Dadurch wird der Fl&uuml;gel entlastet (Gewichtseinsparung) und die Motoren sind gut zug&auml;nglich. Es steht zu vermuten, dass auch gleich die Triebwerksaufh&auml;ngungen (Pylons) von den B747s mit &uuml;bernommen werden.<\/p>\n<p>Der Fl&uuml;gel hat einen einfachen Doppeltrapezgrundriss. Er ist ungepfeilt; also wird die maximale Flugmachzahl in der Gegend von M0.6 liegen.<\/p>\n<p>Die Bauweise der Prim&auml;rstruktur wird in Scaled-&uuml;blicher Art und Weise als Kohlefaserverbund ausgef&uuml;hrt werden (siehe unten). Die einzelnen Strukturbauteile werden in Negativformen gebaut und dann verklebt. Das ist f&uuml;r Gro&szlig;flugzeuge ungew&ouml;hnlich, f&uuml;r den Prototypenbau und Kleinserien allerdings recht praktikabel, zumal es einiges an Gewicht spart. Alle Scaled Flugzeuge sind so gebaut. F&uuml;r die sp&auml;tere Analyse ist das insofern wichtig, als dass man gegen&uuml;ber konventionellen Verkehrsflugzeugen nochmal an der Gewichtsschraube nach unten drehen darf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"\/img\/ce974932a33f991380b187834ebe9d82.jpg\" alt=\"??????\" \/><\/p>\n<h3>Gewichtsabsch&auml;tzung<\/h3>\n<p>Eine erste Absch&auml;tzung des Leergewichts macht man mit Hilfe des maximalen Abfluggewichts (<strong>Maximum Take-Off Weight, MTOW<\/strong>). Scaled gibt dieses mit 1.2 Millionen Pfund an, also 545t. Damit ergibt sich aus der statistischen Regression f&uuml;r Gro&szlig;raumverkehrsflugzeuge ein Leergewicht von 247.4t, ohne die Rakete, versteht sich.<\/p>\n<p>Diese Zahl l&auml;sst sich durch eine Absch&auml;tzung der Komponentengewichte &uuml;berpr&uuml;fen:<\/p>\n<p>Die Triebwerke und Pylons (Triebwerksaufh&auml;ngungen) gehen recht einfach &#8211; die sind von der B747 und der entsprechende Wert l&auml;sst sich finden. &Auml;hnlich einfach ist es beim Fahrwerk: Diese wiegen immer 4% vom MTOW. F&uuml;r die Systeme (Elektrik, Hydraulik, Flugsteuerung, etc.) kann man sich wieder der Statistik von Verkehrsflugzeugen bedienen.<\/p>\n<p>Das Gewicht von R&uuml;mpfen und Leitwerken kann man &uuml;ber Fl&auml;chengewichte (kg pro qm) absch&auml;tzen. Entsprechende Werte findet man wieder bei gro&szlig;en Verkehrsflugzeugen, wobei man f&uuml;r die R&uuml;mpfe nat&uuml;rlich Fl&auml;chengewichte au&szlig;erhalb der Druckkabine der Verkehrsflugzeuge verwenden muss. Der schwierigste Teil ist schlie&szlig;lich der Fl&uuml;gel. Es gibt schlicht keinen 117m Fl&uuml;gel der 545t Auftrieb liefert. Man muss darum etwas tiefer einsteigen und den Fl&uuml;gel in seine Bestandteile (Prim&auml;r- und Sekund&auml;rstruktur) zerlegen. Mit einem Biegebalkenansatz kann man schlie&szlig;lich die Prim&auml;rstruktur von einem bekannten Flugzeug ausgehend auf die Stratolaunch Dimensionen hochskalieren.<\/p>\n<p>Aufgrund der aufw&auml;ndigeren Leichtbauweise (Kohlefaser, ggf. Sandwichbauweise, verklebt statt vernietet) kann man zus&auml;tzlich Gewichtseinsparungen von 10% bei Rumpf, Leitwerken und Fl&uuml;gel erreichen, was beileibe nicht so wenig ist wie es sich anh&ouml;ren mag. Der Fl&uuml;gel kommt damit auf ca.133.2t und ist somit deutlich das schwerste am Ger&auml;t. Es handelt sich jedoch um ein echtes Leichtgewicht, wenn man bedenkt, dass ein A380 Fl&uuml;gel 80t wiegt, aber 30% weniger Spannweite hat (die mehr als quadratisch ins Gewicht eingeht).<\/p>\n<p>Der Gewichtsaufbruch nach Komponenten ist damit:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Fl&uuml;gel<\/td>\n<td>133.2t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>R&uuml;mpfe<\/td>\n<td>39.3t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Leitwerke<\/td>\n<td>3.1t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Triebwerke<\/td>\n<td>34.9t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Pylons<\/td>\n<td>5.0t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Fahrwerke<\/td>\n<td>21.8t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Systeme<\/td>\n<td>13.2t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Leergewicht<\/strong><\/td>\n<td><strong>250.5t<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Damit liegt das Leergewicht nach Komponenten recht nahe an dem statistisch abgesch&auml;tzten Wert von 247.4t. Ein Fehler von kleiner 2% ist bei diesem Informationsstand ein sehr guter Wert.<br \/>\nDas Gewicht der Rakete gibt Bernd mit 220t an, also nochmal so viel wie das Tr&auml;gerflugzeug wiegt. Damit ergibt sich ein R&uuml;stgewicht von 442.9t. Bei dem publizierten maximalen Abfluggewicht MTOW von 545t verbleiben somit ca. 100t f&uuml;r Treibstoff. Grob gesch&auml;tzt ben&ouml;tigt man ca. 50t f&uuml;r die reine Absetzmission (siehe Kapitel unten). Wof&uuml;r k&ouml;nnten die verbleibenden 50t sein?<\/p>\n<p>M&ouml;glich Gr&uuml;nde:<\/p>\n<ul>\n<li>Es wurde geplant mehr Sprit zuzuladen, um gr&ouml;&szlig;ere Distanzen zum Absetzgebiet fliegen zu k&ouml;nnen. Mit 100t Sprit inklusive Reserven w&auml;ren ca. 2000 nm fliegbar; also etwa 1000 nm hin und zur&uuml;ck (1 nm = 1,852 km)<\/li>\n<li>Nutzlastreserven, sprich schwerere Rakete. Macht mit Sicherheit einen gewissen Teil aus, w&uuml;rde aber auch zu einem etwas h&ouml;heren Leergewicht f&uuml;hren<\/li>\n<li>Ungenaue Absch&auml;tzung des Leergewichts. \u00b1 10t Fehler k&ouml;nnten ohne Weiteres drin sein.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Aerodynamik\/Widerstandsabsch&auml;tzung<\/h3>\n<p>Um m&ouml;glichst viel Auftrieb zu gewinnen wird das Tr&auml;gerflugzeug \u201eso schnell wie m&ouml;glich\u201c fliegen, da der Auftrieb quadratisch mit der Geschwindigkeit w&auml;chst. Zun&auml;chst gilt es also die Auslegungsgeschwindigkeit herauszufinden. Typische Verkehrsflugzeuge mit ungepfeiltem Fl&uuml;gel (z.B. Dornier Do328jet) haben eine maximale Flugmachzahl von Mmo=0.65. (M: Machzahl, abh&auml;ngig von der Temperazur\/H&ouml;he am Erdboden ca. 1235 km\/h = 343 m\/s und in 10 km H&ouml;he 1080 km\/h = 300 m\/s) Die Reiseflugmachzahl liegt typischerweise ca. 5% unter Mmo, das w&auml;ren dann M0.63. Ab hier steigt der Widerstand aufgrund von &Uuml;berschalleffekten am ungefpeilten Fl&uuml;gel stark an (transsonischer Widerstandsanstieg). Die Absch&auml;tzung des Widerstands basiert im Wesentlichen auf den umsp&uuml;lten Oberfl&auml;chen und der fast-elliptischen Auftriebsverteilung am hochgestreckten Tragfl&uuml;gel. Basis f&uuml;r die Ermittlung der umsp&uuml;lten Oberfl&auml;chen ist die Draufsicht des Stratolaunch Flugzeugs bei wikipedia. Dabei handelt es sich jedoch um eine hochskalierte Zeichnung des WhiteKnightTwo.<\/p>\n<p>Als Ergebis der Widerstandsabsch&auml;tzung errechnet man die maximale Gleitzahl bei M0.63 zu L\/D = 24.3. Das sind ca. 25% mehr als bei Verkehrsflugzeugen. Hier zahlt sich die immense Spannweite von Stratolaunch aus.<\/p>\n<p>F&uuml;r Absetzmissionen ist neben der Flugggeschwindigkeit die maximale Steigh&ouml;he interessant. Diese wird unter Anderem durch das sogenannte High-Speed-Buffet begrenzt. Dabei handelt es sich um eine Auftriebsbegrenzung durch &Uuml;berschalleffekte am Fl&uuml;gel. Dieser Effekt l&auml;sst sich nicht ohne Weiteres absch&auml;tzen. Als erste N&auml;herung kann man den Effekt von bekannten Flugzeugen &uuml;ber die Fl&uuml;gelpfeilung &uuml;bertragen. In gewissen Grenzen l&auml;sst sich diese Grenze aber noch anheben, z.B. durch anpassen der Fl&uuml;geldicke, welche noch unbekannt ist.<\/p>\n<h3>Triebwerke<\/h3>\n<p>Die PW4062 liefern ca. 60klbf Schub in Meeresh&ouml;he \u2013 pro St&uuml;ck! In 31000ft (9450 m) sind davon noch etwa 11klbf &uuml;brig. Das detaillierte Schubverhalten sowie die Absch&auml;tzung des Treibstoffverbrauchs modelliert man &uuml;ber die Skalierung entsprechender Triebwerksdatens&auml;tze.<\/p>\n<h3>Maximale Steigh&ouml;he<\/h3>\n<p>Mit den Widerstandskurven, den Triebwerksdaten und den Fluggeschwindigkeiten kann man schlie&szlig;lich iterativ die maximal m&ouml;gliche Steigh&ouml;he errechnen. Bei einem Start mit maximalem Abfluggewicht MTOW=545t erh&auml;lt man in etwa 31000ft (9450 m) als maximale Steigh&ouml;he. Das zugeh&ouml;rige Steigflugprofil entlang der Zeitachse ist im unten links als Schaubild abgebildet, zusammen mit dem Fluggewicht. Es liegt in der Natur der Sache, dass man die H&auml;lfte der Zeit f&uuml;r die letzten 10% H&ouml;he ben&ouml;tigt \u2013 und 50% des Sprits. In dem Steigprofil wurde das High-Speed Buffet (siehe Kapitel Aerodynamik) ignoriert, da die genaue Grenze nicht bekannt ist.<\/p>\n<p>Die maximal erreichbare Steigh&ouml;he (Ceiling) h&auml;ngt vom Gewicht ab. Startet man leichter als mit dem maximalen Abfluggewicht MTOW, so kann man h&ouml;her steigen. Die maximal erreichbare Steigh&ouml;he je nach aktuellem Fluggewicht (Endgewicht nach Steigflug) ist im Diagramm unten rechts dargestellt. Hier ist als gestrichelte Linie ebenso der Einfluss des abgesch&auml;tzten High-Speed Buffet eingezeichnet. Das High-Speed Buffet kostet demnach ca. 2000ft.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"\/img\/Stratolaunch_MTOW_climb.gif\" alt=\"??????\" width=\"664\" height=\"531\" align=\"center\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"\/img\/Stratolaunch_MaxClimb.gif\" alt=\"??????\" width=\"606\" height=\"534\" align=\"center\" \/><\/p>\n<p>F&uuml;r den abgebildeten Steigflug inklusive Start mit MTOW verbraucht Stratolaunch ca. 29t Treibstoff. Au&szlig;erdem wird eine Strecke von ca. 600nm zur&uuml;ckgelegt (man kann selbstverst&auml;ndlich auch in einer gro&szlig;r&auml;umigen Spirale direkt &uuml;ber dem Startflugplatz aufsteigen). Der Treibstoffverbrauch verteilt sich auf die einzelnen Missionsphasen wie folgt:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Rollen, Start und Anfangssteigen<\/td>\n<td>3t<\/td>\n<td>Start mit MTOW=545t auf 1500ft<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Steigflug auf Ausklinkh&ouml;he<\/td>\n<td>29t<\/td>\n<td>Zielh&ouml;he 31000ft bei Fluggewicht=525t, Geschwindigkeit M0.6 (181 m\/s), max. Entfernung 600nm<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>R&uuml;ckflug zum Landeplatz<\/td>\n<td>(10t)<\/td>\n<td>(falls die maximalen 600nm zur&uuml;ckgelegt wurden)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Abstieg<\/td>\n<td>3t<\/td>\n<td>(bei Ausklinken &uuml;ber Startflughafen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anflug, Landung, Rollen<\/td>\n<td>2t<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>45min Reserven<\/td>\n<td>10t<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Mitzuf&uuml;hrender Treibstoff<\/strong><\/td>\n<td><strong>ca. 47t &#8211; 57t<\/strong><\/td>\n<td>Je nach Distanz Absetzgebiet &#8211; Startflughafen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bei maximalem Abfluggewicht von 545t, einem Spritbedarf von etwa 50t und einem Leergewicht von 250t k&ouml;nnten also 245t auf 31000ft mit 181m\/s transportiert werden.<\/p>\n<p>Die bisher geplante Rakete wiegt laut Bernds Quellen ca. 220t. Das bedeutet, man w&uuml;rde nicht mit MTOW starten, sondern 25t leichter (250.5t + 220t + 50t = 520.5t). Nach Abzug des Treibstoffbedarfs f&uuml;r den Steigflug ergibt sich in diesem Fall das Ausklinkgewicht zu ca. 490t. Das Schaubild mit der maximalen Steigh&ouml;he oben rechts zeigt, dass bei 490t in etwa 2000ft mehr Steigh&ouml;he drin sind, also insgesamt 33000ft. (10000 m)<\/p>\n<p>Damit liegt die projektierte Absetzh&ouml;he von Stratolaunch f&uuml;r eine 220t Rakete in dem H&ouml;henband 31000ft &#8211; 33000ft. Dies stimmt mit den Angaben auf der Stratolaunch Homepage von 30000ft-35000ft &uuml;berein.<\/p>\n<h3>Start\/Landung<\/h3>\n<p>Das &uuml;bliche Betriebsgel&auml;nde f&uuml;r Stratolaunch sind die ausgedehnten Salzseen in der Mojave-W&uuml;ste und die unendlichen Weiten in New Mexico (SpacePort America). Aber das muss nicht so sein, denn als &#8222;normales&#8220; Flugzeug k&ouml;nnte der Tr&auml;ger theoretisch von jedem beliebigen Flughafen der Welt starten. Geht das auch praktisch?<\/p>\n<p>Zun&auml;chst soll die Startstrecke analysiert werden. Diese wird mit 12,000ft (3660 m) angegeben. Skaliert man die Startstrecken einer B747-400 oder einer A380-800 mit den relevanten Parametern auf Stratolaunch-Gr&ouml;&szlig;e, so ergibt sich die Startstrecke zu 11,000-14,000ft. Damit liegt Stratolaunch am oberen Ende dessen, was gro&szlig;e Verkehrsflugzeuge haben (&lt;11,000ft ~ 3400m).<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt ist die Landung bzw. die Anfluggeschwindigkeit. Sie bestimmt die Landestrecke und anhand von ihr wird das Flugzeug von der Luftverkehrskontrolle in den anfliegenden Verkehr &#8222;einsortiert&#8220;. F&uuml;r Stratolaunch errechnet man eine Anfluggeschwindigkeit von 165kts-175kts (305-324 km\/h), falls das Tr&auml;gerflugzeug mit Rakete wieder landen muss (die hohe Streuung liegt an der unbekannten Art des Hochauftriebssystems). Das sind sehr hohe Werte. Gegenw&auml;rtige Verkehrsflugzeuge sind normalerweise unter 150kts (278 km\/h), die MD-11 und die B747 kommen an die 160kts. (296 km\/h)<\/p>\n<p>Damit erscheint prinzipiell m&ouml;glich, Stratolaunch von jedem gro&szlig;en Flughafen auf der Welt aus zu betreiben. W&auml;hrend des normalen Flugverkehrs wird es eher nicht machbar sein, wogegen ja auch Sicherheitsbedenken sprechen. Aber ein Start in der Nacht bei wenig Verkehr, oder aber von wenig frequentierten Milit&auml;rflugpl&auml;tzen ist sehr wohl vorstellbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute erneut ein Gastblog, diesmal von &#8222;Flugzeugkarle&#8220; zum Konzept des Tr&auml;gerflugzeugs von Stratolaunch. Passend dazu gibt es auch folgende Meldung: Im November 2012 gab Stratolaunch bekannt, das OSC an die Stelle von SpaceX als Zulieferer der Tr&auml;gerrakete treten soll. 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