{"id":7805,"date":"2013-04-11T01:03:15","date_gmt":"2013-04-10T23:03:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=7805"},"modified":"2013-04-11T01:03:15","modified_gmt":"2013-04-10T23:03:15","slug":"mein-alternativvorschlag-fur-die-ariane-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/04\/11\/mein-alternativvorschlag-fur-die-ariane-6\/","title":{"rendered":"Mein Alternativvorschlag f&uuml;r die Ariane 6"},"content":{"rendered":"<p>Ihr wisst ja, ich meine eigentlich nicht, dass wir eine neue Rakete brauchen, vielmehr die Ariane 5 ausbauen sollten. Doch nachdem Niels sich schon aus der Deckung gewagt hat mein Vorschlag. er ist nicht optimiert, aber ich denke recht brauchbar. Ich will auch daran zeigen, wie ich das entwickelte. Bevor ich ins Detail gehe, einige Randbedingungen die ich vorausgesetzt habe:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Rakete soll den gesamten Bereich von den niedrigsten vorgeschlagenen Nutzlasten der Ariane 6 (3000 kg in GTO) bis zur Ariane 5 ECB (12.000 kg in GTO) abdecken<\/li>\n<li>Es sollte ein modulares Konzept sein<\/li>\n<li>die Rakete sollte auf Kosten optimiert sein<!--more--><\/li>\n<\/ul>\n<p>Fangen wir mit einigen Folgerungen an. Der hohe Nutzlastbereich l&auml;sst sich nur mit Boostern erreichen. Allerdings geht es um einen Faktor 4, das ist sehr viel und nur erreichbar wenn die Basisversion ohne Booster starten kann. Damit kann man in die Zentralstufe kein so schubschwaches Triebwerk wie bei der Ariane 5 einbauen. Standard ist heute eine Mindestbeschleunigung von 1,2 bis 1,25 g.<\/p>\n<p>Der gro&szlig;e Nutzlastbereich hat auch Auswirkungen auf die Oberstufe. Wenn man eine Oberstufe nimmt, die ideal f&uuml;r 3 t GTO Nutzlast w&auml;re, (etwa 15-20 t Startmasse), dann w&auml;re diese f&uuml;r 12 t viel zu klein und auch zu schubschwach. Man ben&ouml;tigt also hier eine L&ouml;sung die modular ist ohne dass die Kosten explodieren.<\/p>\n<p>Will man nicht zu massive Oberstufen, die die Nutzlastmasse stark absenken, dann muss man entweder auf Feststoffbooster verzichten (also Fl&uuml;ssigbooster einsetzen) oder man muss diese so anbringen, dass sie die Schwingungen der SRB nicht auf die Oberstufe &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Nun zu meinem Konzept. Ich fange von oben nach unten an, so habe ich es auch entwickelt. Bei dem Voll\/Leermasseverh&auml;ltnis w&auml;re es ideal f&uuml;r die Oberstufe, wenn wir hier einen Wert zwischen 3 und 5 haben. Ist der Wert deutlich kleiner, so bringt die Stufe nur eine geringe Geschwindigkeitssteigerung, diese fehlt und muss von den unteren Stufen aufgebracht werden. Ist es zu hoch, dann w&auml;re es effizienter die Unterstufe auszubauen, da man wegen des Logarithmus wieder Leistung verliert. Bei Nutzlasten von 3 bis 12 t geht das aber nicht mit einer Stufe. F&uuml;r 12 t br&auml;uchte man eine bei Z&uuml;ndung rund 40 t schwere Stufe. Diese w&uuml;rde bei 3 t Nutzlast aber ein hohes Start\/Brennschlussverh&auml;ltnis von 6 aufweisen. So steigt die Nutzlast vergleichen mit einer nur halb so gro&szlig;en Stufe nur um wenige Hundert Kilo, aber die gro&szlig;e Stufe wird deutlich teurer. Vor allem gelangt in diesem Falle neben den 3 t Nutzlast auch eine 4 t schwere Stufe in den Orbit &#8211; nicht sehr effizient.<\/p>\n<p>Die L&ouml;sung ist eine Stufe in zwei L&auml;ngen. Sie besteht aus einem Integraltank f&uuml;r Wasserstoff und Sauerstoff (wegen des hohen spezifischen Impulses gew&auml;hlt). Einmal f&uuml;r 18 t Treibstoff, einmal f&uuml;r 36 t. Wird die gr&ouml;&szlig;ere Version ben&ouml;tigt so wird einfach der zylindrische Teil erg&auml;nzt. Wenn er aus standardisierten Segmenten besteht, so d&uuml;rfte das kein Problem sein. Allerdings braucht man auch mehr Schub wenn die Treibstoffzuladung erh&ouml;ht wird. Die Startmasse bei der Z&uuml;ndung kann dann zwischen 23 und 52 t schwanken. Das ist mit einem Triebwerk nur zu machen, wenn die Stufe bei sehr hoher Geschwindigkeit abgetrennt wird. Doch das habe ich nicht vorgesehen. Jede Stufe soll gleich viel beitragen. Die L&ouml;sung h&auml;ngt von der technischen Umsetzung ab. Bei der Centaur sind die Triebwerke direkt am Treibstofftank befestigt. Dadurch ist es relativ einfach die Centaur mit einem oder zwei Triebwerken zu bauen. Eine konventionelle L&ouml;sung arbeitet mit einemSschubrahmen. In diesem Falle nimmt man einfach einen Schubrahmen f&uuml;r drei Triebwerke. Bei einem Triebwerk sitzt es in der mittleren Position, bei zweien an der Au&szlig;enposition. Drei w&auml;ren m&ouml;glich, aber technisch nicht notwendig und w&uuml;rden dann auch die L&auml;nge der Expansionsd&uuml;sen beschr&auml;nken.<\/p>\n<p>Die Oberstufe sollte um die Nutzlast zu maximieren Technologien zur Gewichtsreduktion einsetzen, also entweder leichte Legierungen oder Innendruckstabilisierung. Die Centaur III SEC erreicht bei Einsatz der Technologie der sechziger Jahre ein Voll\/Leermasseverh&auml;ltnis von 10,3 zu 1. Ich habe daher 10 zu 1 f&uuml;r die Stufe angesetzt. Der Schub, ebenfalls abgeleitet von existierenden Stufen, sollte 80 kN pro Triebwerk betragen. Die 20 t Stufe setzt eines, die 40 t Stufe zwei ein. Bei 4 m Durchmesser errechnet sich bei einem LOX\/LH2 Verh&auml;ltnis von 6 zu 1 eine Tankl&auml;nge von 4,5 m bzw. 9 m im zylindrischen Teil.(In deer Rwalit&ouml;t ist der zylindrische Teil etwas k&uuml;rzer, daf&uuml;r kommen oben und unten noch zwei sph&auml;rische Tankdome hinzu, ich habe dies bei den Gesamtl&auml;ngen mit je 0,5 m L&auml;nge ber&uuml;cksichtigt.<\/p>\n<p>Das Triebwerk soll mit dem Expander Cycle und 40 Bar Brennkammerdruck arbeiten. Das sind schon verwirklichte Umsetzungen beim RL-10A-4. Da zwei Triebwerke nebeneinander Platz haben m&uuml;ssen darf der D&uuml;senm&uuml;ndungsdurchmesser maximal 1,5 m betragen (man braucht noch Abstand zur Wand und zueinander, z.b. f&uuml;r Schwenks. Unter diesen Randbedingungen erreicht man ein Expansionsverh&auml;ltnis von 150. Basierend auf den bekannten Daten von RL-10A-4-2 und Vinci kann man so einen spezifischen Impuls von 4500 m\/s annehmen. (RL10A liegt im Entspannungsverh&auml;ltnis etwas geringer, das Vinci h&ouml;her und arbeitet mit h&ouml;herem Brennkammerdruck).<\/p>\n<p>Dann kommen wir zur Zentralstufe. F&uuml;r sie gibt es die meisten Randbedingungen. Zum einen habe ich Feststoffbooster als preiswerteste L&ouml;sung der Modularisierung vorgesehen. Die Zentralstufe muss die Schwingungen effektiv d&auml;mpfen, sonst brauche ich wie bei Ariane 5 eine Oberstufe mit 8 t Leermasse anstatt 4 t. Das geht nur mit Treibstoffen hoher Dichte. Daher habe ich LOX\/RP-1 gew&auml;hlt. Weiterhin sind zwei getrennte Tanks vorgesehen, da ich dann die Feststoffbooster in der Zwischentanksektion anbringen kann. Sie kann strukturell verst&auml;rkt werden und Schwingungen d&auml;mpfen. Das erlaubt es, trotz der Booster die Leermasse moderat zu halten.<\/p>\n<p>Andererseits soll die Rakete auch ohne Booster starten k&ouml;nnen. Das legt den Schub des Triebwerks fest. Die Gr&ouml;&szlig;e selbst l&auml;sst sich bei gegebener Oberstufe f&uuml;r die kleinste Kombination (3 t GTO Nutzlast) auf rund 150-160 t absch&auml;tzen. Dann br&auml;uchte man ein Triebwerk mit 2.300 kN Schub (bei 1,25 g Startbeschleunigung). Bei einem Triebwerk und 4 m Durchmesser kann die D&uuml;senm&uuml;ndung bis zu 3 m Durchmesser aufweisen. Das erlaubt es bei 80 Bar brennkammerdruck ein Expansionsverh&auml;ltnis von 25 zu 1. F&uuml;r ein Triebwerk dieser Klasse w&auml;re dann ein Vakuumimpuls von 3000 m\/s nicht zu niedrig angesetzt, eher sind 3100 m\/s m&ouml;glich. (Merlin: mit 14,5 zu 1 und 90 Bar Druck: 3050). Ich rechne trotzdem mit konservativen 3000 m\/s.<\/p>\n<p>Ich habe aber, weil auch Booster vorgesehen sind eine Optimierung vorgesehen. Wenn Booster angebracht sind und das Triebwerk mit ihnen z&uuml;ndet, dann verbraucht es Treibstoff und wenn die Booster abgetrennt werden hat es ein viel zu hohes Schub\/Gewichtsverh&auml;ltnis. Das erzeugt auch eine unangenehme Beschleunigungsspitze. Nun sind aber LOX\/RP-1 Tanks recht leichtgewichtig verglichen mit LOXC\/LH2 Tanks. Daher habe ich vorgesehen die Tanks so auszulegen, dass die Rakete nach Abtrennung der Booster mit 1 g beschleunigt wird. Sie darf dann also maximal 230 t wiegen. Zieht man 60 t f&uuml;r die Oberstufe und maximale Nutzlast ab, so kommt man auf 170 t f&uuml;r die Zentralstufe plus der Treibstoff der w&auml;hrend der Brennzeit der Booster verbraucht wird. F&uuml;r die habe ich in einer ersten Iteration 140 s Brennzeit angesetzt, das sind weitere 108 t. Die Gesamtstartmasse betr&auml;gt also im voll aufgetankten Fall 278 t . Andererseits darf die Stufe in der Minimalkonfiguration maximal 160 t wiegen, um abheben zu k&ouml;nnen. Dann werden die Tanks einfach nicht so voll gemacht. Das geht weil LOX\/RP-1 Tanks typischerweise nur ein Achtzigstel des Inhalts wiegen. Das bedeutet die 118 t mehr Treibstoff schlagen sich nur in einer Tankmasse von 1,5 t nieder. Basierend auf den Daten von Thor, Atlas und Titan kann man so bei 270 t Startmasse mit einer Trockenmasse von 13,5 bis 16 t rechnen. Ich habe konservativ den h&ouml;heren Wert genommen.<\/p>\n<p>Die langen Tanks haben noch einen zweiten Vorteil. Wie erw&auml;hnt sollen die Feststoffbooster an der Zwischentanksektion angebracht werden. Die L&auml;nge der Motorh&uuml;lse ist dann vorgegeben durch die L&auml;nge des unten liegenden Tanks, da der untere Befestigungspunkt am Schubrahmen liegt. Nimmt man den gr&ouml;&szlig;eren Tank f&uuml;r LOX und ein LOX\/RP-1 Verh&auml;ltnis von 2,7 zu 1, so ist dieser 13,3 m lang. Da man nicht direkt am Tank, sondern etwas h&ouml;her in der Mitte der Zwischentanksektion anbringt, kann die H&uuml;lse also etwa 15-16 m lang sein.<\/p>\n<p>Ein Blick ins Datenblatt der Vega zeigt ein Motorgeh&auml;use von 10,5 m L&auml;nge bei 88 t Treibstoffzuladung bei 2200 kN Schub. Bei gleichem Durchmesser und gleicher Geometrie h&auml;tte ein 15 m langer Motor eine Zuladung von 126,3 t Treibstoff. Der Schub wird von einigen Randbedingungen festgelegt. Ich habe zwei, drei vier und sechs Booster vorgesehen. Das ist m&ouml;glich mit sechs Befestigungsstellen und ergibt maximale Flexibit&auml;t. bei gesch&auml;tzten 140 t Startmasse pro Booster sollte die kleinste Konfiguration mindestens 1,25 g Startbeschleunigung haben. Das f&uuml;hrt zu 1800 kN Startschub bei der Version ohne vollgef&uuml;llte Tanks und 2600 kN bei voll gef&uuml;llten Tanks. Bei der gr&ouml;&szlig;ten Version gibt es dann mit sechs Boostern eine Startbeschleunigung von 11,12 m\/s bzw. 15,2 m\/s. Das bedeutet die 1800 kN Version ist nicht schubstark genug f&uuml;r die Vollf&uuml;llung der Tanks. Sie scheidet aus. Die 2.600 kN Schub Version f&uuml;hrt dann zu einer Brennzeit von 136 s.<\/p>\n<p>Die D&uuml;se des P80FW hat einen Basisdurchmesser von 0,468 m bei einem Startschub von 2200 KN. F&uuml;r 2600 kN m&uuml;ssten es dann 0,509 m sein. Bei 3 m Durchmesser ist ein Au&szlig;endurchmesser von 2,5 m m&ouml;glich, die des P80FW hat 1,872 m. Daraus resultiert ein Expansionsverh&auml;ltnis von 24 zu 1, h&ouml;her als beim P80FW und in etwa so gro&szlig; wie beim Z23 Antrieb. Daher habe ich auch einen h&ouml;heren spezifischen Impuls von 2800 m\/s (P80FW: 2745, Z23: 2823) angenommen. Die Leermasse ist relativ genau berechenbar, da die Daten vom P80FW vorliegen. Unter der Annahme einer Geh&auml;usestreckung und 1 t mehr Masse f&uuml;r D&uuml;se und TVS komme ich auf 9840 kg, ich habe rund 10,200 kg angenommen, das ergibt eine runde Startmasse von 136,5 t pro Booster.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Zentralstufe muss ich, da nun die Brennzeit feststeht wieder 2 t Treibstoff abziehen. ich habe dann folgende Eckdaten:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Booster (0-6)<\/td>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startgewicht:<\/td>\n<td>136.500 kg<\/td>\n<td>160.000 kg \/ 276.000 kg<\/td>\n<td>20.000 \/ 40.000 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Trockengewicht:<\/td>\n<td>10.200 kg<\/td>\n<td>16.000 kg<\/td>\n<td>2.000 \/ 4.000 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schub:<\/td>\n<td>2.600 kN<\/td>\n<td>2.300 kN<\/td>\n<td>80 \/ 160 kN<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brenndauer:<\/td>\n<td>136 s<\/td>\n<td>187,8 \/ 339,1 s<\/td>\n<td>1012,5 s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>L&auml;nge:<\/td>\n<td>ca 18 m ohne Spitze<\/td>\n<td>ca 27 m<\/td>\n<td>9,20 \/ 13,70 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Durchmesser:<\/td>\n<td>3,0 m<\/td>\n<td>4,0 m<\/td>\n<td>4,0 m<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ohne Nutzlastverkleidung w&auml;re die Rakete dann 37 bzw. 43 m hoch. Die Nutzlastverkleidung k&ouml;nnte in mehreren Versionen wie bei der Atlas V (4 und 5 m Version) und L&auml;ngen vorliegen. Nimmt man die l&auml;ngste Version f&uuml;r die Ariane 5 so w&auml;re die Rakete dann maximal 61 m hoch.<\/p>\n<p>Kommen wir zu den Nutzlasten. Sie sind berechnet f&uuml;r 11.800 m\/s Zielgeschwindigkeit das ist GTO+1600 m\/s Verluste. Sie sind geringer als bei Ariane 5, aber die Rakete hat auch keine &#8222;Untermotorisierung&#8220; und erreicht die Orbitalh&ouml;he fr&uuml;her. Ariane 4 lag noch bei 1480 m\/s, bei vergleichbarer Brennzeit bis zur Z&uuml;ndung der letzten Stufe in Orbith&ouml;he. Wie bei allen Annahmen sind sie so getroffen, das sie eher konservativer sind. Hier k&ouml;nnte man sicher auch 1500 m\/s. ansetzen.<\/p>\n<p>Bedingt durch zwei Oberstufen und Variation der Betankung (voll \/ Basis) gibt es pro Boosterkombination drei Varianten. Hier die Nutzlasten f&uuml;r die kleinsten Varianten<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Booster<\/td>\n<td><strong>0<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>184,05 t<\/td>\n<td>461,7 t<\/td>\n<td>600,15 t<\/td>\n<td>738,1 t<\/td>\n<td>1014 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>1 t<\/td>\n<td>1,5 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>2,6\u00a0 t<\/td>\n<td>7,2 t<\/td>\n<td>8,65 t<\/td>\n<td>10,1 t<\/td>\n<td>12,5 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>F&uuml;r die Versionen mit Boostern kann man dann noch die Tanks voller f&uuml;llen:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Booster<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>580,4 t<\/td>\n<td>719,1 t<\/td>\n<td>857,2 t<\/td>\n<td>1133,5 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<td>3 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>9,4 t<\/td>\n<td>11,1 t<\/td>\n<td>12,7 t<\/td>\n<td>15,5 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Dann gibt es noch die Kombination mit 40 t Oberstufe, (zweckm&auml;&szlig;ig nur mit voll gef&uuml;llter Basisstufe):<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Booster<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<td>276 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>602,9 t<\/td>\n<td>712 t<\/td>\n<td>880,9 t<\/td>\n<td>1157,8 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<td>3 t<\/td>\n<td>3 t<\/td>\n<td>4 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>11,4 t<\/td>\n<td>13,5 t<\/td>\n<td>15,5 t<\/td>\n<td>18,8 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wie man sieht, schie&szlig;en wir &uuml;ber die Nutzlast der ECB weit hinaus und haben eine deutliche L&uuml;cke zwischen 3 und 7,2 t GTO. Das ist bei einer ersten Version nicht ungew&ouml;hnlich. Wir iterieren nun an eine bessere Konfiguration heran. Beide Probleme kann man l&ouml;sen durch etwas kleinere Booster. Nimmt man welche mit 2,5 anstatt 3 m Durchmesser so kommt man auf 95 \/ 8 t Startmasse und 2000 kN Schub. Die Zwei-Booster 160 t Variante sinkt dann auf 5,3 t GTO Nutzlast. Allerdings sinkt auch die Brennzeit der Booster von 136 s auf 122 t und so die Startmasse der verl&auml;ngerten Stufe auf 253 t. (leer: 15,5 t) Diese optimierte Variante w&uuml;rde in der gr&ouml;&szlig;ten Version (6 Booster, 253 t Zentralstufe, 40 t Oberstufe rund 14 t in die GTO Bahn bef&ouml;rdern, bei 880 t Startmasse:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Booster<\/strong><\/td>\n<td><strong>0<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<td>160 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>183,6 t<\/td>\n<td>376,3 t<\/td>\n<td>472,8 t<\/td>\n<td>569,3 t<\/td>\n<td>761,1 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>1 t<\/td>\n<td>1 t<\/td>\n<td>1,5 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>2,6 t<\/td>\n<td>5,3 t<\/td>\n<td>6,3 t<\/td>\n<td>7,3 t<\/td>\n<td>9,1 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Basismodelle liegen schon recht gut und decken die gesamte Ariane 6 Reihe ab (3 bis 6-8 t Nutzlast)<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Booster<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<td>20 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>471,5 t<\/td>\n<td>568,1 t<\/td>\n<td>664,2 t<\/td>\n<td>856,6,5 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>1,5 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2,6 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>7 t<\/td>\n<td>8,1 t<\/td>\n<td>9,2 t<\/td>\n<td>11,1 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Versionen mit voll gef&uuml;llter Erststufe st&ouml;&szlig;t in die Ariane 5 ECA Region vor. Nun noch die leistungsst&auml;rkste Gruppe:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Booster<\/strong><\/td>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>6<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zentralstufe<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<td>253 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oberstufe<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<td>40 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Startmasse<\/td>\n<td>493,3 t<\/td>\n<td>590,7 t<\/td>\n<td>687,1 t<\/td>\n<td>880,1 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlastverkleidung<\/td>\n<td>2 t<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<td>2,5 t<\/td>\n<td>3 t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nutzlast<\/td>\n<td>8,8 t<\/td>\n<td>10,2 t<\/td>\n<td>11,6 t<\/td>\n<td>14,1 t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>und siehe da wir kommen noch etwas h&ouml;her als die Ariane 5 ECB, so in etwa in die Region wo die Maximalnutzlast der Ariane 5 mit neuem Haupttriebwerk und CFK-Boostern liegen w&uuml;rde, bei etwa 100 t h&ouml;herer Startmasse (der LOX\/Kerosinzentralstufe geschuldet).In der Summe also eine sch&ouml;ne Familie mit 2,6 bis 14,5 t GTO Nutzlast. F&uuml;r LEO w&auml;ren es dann 6,8 bis 32 t. Sinnvollerweise w&uuml;rde man die maximale Nutzlast begrenzen z.b. auf die eines ATV von 22 t und die Struktur der dritten Stufe daraus auslegen. F&uuml;r LEO Nutzlasten sinnvoll ist auch bei der 0-Booster Variante der Einsatz der 40 t Oberstufe, man muss dann 20 t Treibstoff in der Zentralstufe weglassen, trotzdem steigt dann die Nutzlast in LEO von 6,8 auf 8,2 t an. Bei GTO Missionen sinkt sie dagegen um 100 kg, wegen der nun viel hohen Trockenmasse der Oberstufe,<\/p>\n<p>Von den vielen Versionen sind nat&uuml;rlich nicht alle sinnvoll. Da Treibstoff praktisch nichts kostet w&uuml;rde man die Boostervarianten nur mit voll gef&uuml;llter Zentralstufe umsetzen. Die verl&auml;ngerte Oberstufe bringt dann nochmals 1,8 bis 3 t mehr Nutzlast. Technisch bedingt kann man davon ausgehen, das der Tr&auml;ger billiger wird, je h&ouml;her man in der Nutzlast kommt. Das Basismodell entspricht in den Technischen Daten der Atlas 2A Serie. Diese hatte vor zehn Jahren etwa 100 Millionen Dollar Startkosten, das w&auml;ren dann heute 120 Millionen. So ist diese preislich unattraktiv. Rechnet man mit 15 Millionen Dollar pro Booster (Fertigungskosten Vega: 22 Millionen Euro, davon nur ein Teil f&uuml;r die etwa gleich gro&szlig;e Erststufe) und 10 Millionen Dollar Aufpreis f&uuml;r die schubst&auml;rkere Oberstufe, so w&uuml;rde\u00a0 das leistungsf&auml;higste Modell dann 220 Millionen Dollar kosten (der Preis einer Ariane 5 ECA) &#8211; 83% mehr bei aber 440% mehr Nutzlast. Da die Booster wahrscheinlich in der gr&ouml;&szlig;eren Variante nicht viel teurer w&auml;ren,\u00a0 es &auml;ndert sich ja nur das Motorgeh&auml;use, w&auml;re die gr&ouml;&szlig;ere Serie (136 t Booster) preislich attraktiver, allerdings verletzt sie die Forderung nach Abdeckung der Ariane 6 Nutzlastbereiches.<\/p>\n<p>So bei diesem extrem langen Blogeintrag g&ouml;nne ich euch einen Tag Lesepause.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr wisst ja, ich meine eigentlich nicht, dass wir eine neue Rakete brauchen, vielmehr die Ariane 5 ausbauen sollten. Doch nachdem Niels sich schon aus der Deckung gewagt hat mein Vorschlag. er ist nicht optimiert, aber ich denke recht brauchbar. Ich will auch daran zeigen, wie ich das entwickelte. Bevor ich ins Detail gehe, einige [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[548,899],"class_list":["post-7805","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-ariane-5","tag-ariane-6","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":1190,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18502,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/22\/der-ariane-kompatible-orbit\/","url_meta":{"origin":7805,"position":0},"title":"Der Ariane-Kompatible Orbit","author":"Bernd Leitenberger","date":"22. 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